DE252108C - - Google Patents

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DE252108C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 252108 KLASSE 63 e. GRUPPE
EMIL SPIEGEL & CO. in ZITTAU i. Sa.
Verfahren zum Imprägnieren von Radreifen aus Leder.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. JuliII911 ab.
Es ist zur Verhütung des Eintrocknens von Radreifen aus Holz sowie zur Erzielung ihres festen Sitzes in der Felge vorgeschlagen worden, solche Radreifen mit Flüssigkeit zu behandeln, die gegebenenfalls chemischen Charakter haben kann, so daß die Reifenmasse nicht nur zum Aufquellen gebracht, sondern auch imprägniert wird, um den Radreifen gegen äußere Einflüsse widerstandsfähiger zu
ίο machen. Um der verwendeten Flüssigkeit möglichst große Angriffsflächen zu geben, hat man bei Ausführung dieses Imprägnierverfahrens vorgeschlagen, sämtliche Teile des Rades mit Kanälen zu durchziehen, welche mit genannter Flüssigkeit angefüllt sind.
Diese Art des Imprägnierens hat den Nachteil, daß die zu diesem Zwecke verwendete Flüssigkeit, als welche beispielsweise Leinöl genannt sein mag, mit der Zeit in diesen Kanälen eintrocknet und die Räder infolge der auftretenden Auflösung des eingetrockneten Öles in der Nässe und in Wasser, denen die Räder ausgesetzt sind, durch Werfen und Ziehen bald ihre ursprüngliche Gestalt ver-Heren, weil das Wasser nach Fortspülung des gelösten Öles in das Holz eindringt. Kommt als Flüssigkeit Kreosot zur Verwendung, so schützt dasselbe infolge der Tötung zerstörend wirkender Keime das Holz nur gegen Fäulnis, nicht aber gegen Eindringen von Feuchtigkeit.
Bei der bekannten Herstellung von Radreifen aus hochkantig nebeneinander und radial auf dem Radkranze angeordneten Plättchen, vorzugsweise aus Leder, Filz oder Zellulose, hat man vorgeschlagen, die Fasern der genannten Materialien durch Dämpfen der letzteren zu lockern und durch Einbringen der Plättchen in öl oder Kreosot dieselben zu imprägnieren. Die in der angedeuteten 40' Weise imgrägnierten Lederplättchen werden nach ihrer Aufreihung auf einem oder mehreren mit Schraubschlössern versehenen Stahlreifen durch Zusammenziehen dieser Stahlreifen mechanisch auf der Felge zusammengehalten.
Diesen bekannten Konservier- und Imprägnierverfahren sowie der angeführten Befestigungsweise des Radreifens aus Lederplättchen gegenüber kennzeichnet sich das Verfahren zur Herstellung von Kranzrädern oder -reifen aus Leder gemäß der Erfindung dadurch, daß durch Behandlung des Leders mit chemischen Stoffen, beispielsweise mit Chromsäure, dasselbe auf gequellt wird und sich in den geöfineten Poren die durch chemische Wechselwirkung der Chromsäure oder anderer geeigneter Mittel mit der Ledergerbung erzeugten festen Stoffe ablagern und so die Poren wieder geschlossen werden, also Wasser in dieselben nicht mehr eindringen kann.
Die den Radreifen bildenden Plättchen werden lose in den Radkranz eingesetzt, quellen durch die chemische Behandlung leicht auf und bleiben aufgequollen, so daß der bei den bisher bekannten Verfahren aufgewendete mechanische Preßdruck und das schwierige Einsetzen des Schlußplättchens durch den Druck
des aufquellenden Leders in vollkommener Weise ersetzt wird. Gleichzeitig füllen sich die Poren aus, und das Eindringen von Wasser sowie das Aufweichen des Leders wird dadurch verhindert.
Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß umständliche Preßvorrichtungen nicht verwendet zu werden brauchen und das mechanisch umständliche und zeitraubende
ίο Einsetzen des Schlußplättchens in den bis auf den letzten Spalt zusammengedrückten und unter hohem Druck stehenden Lederkranz entfällt.
Die Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung wird wie folgt vorgenommen: Der aus von Hand aneinandergereihten Lederplättchen oder -lamellen gebildete Radkranz wird in eine auf die Gerbsäure im Leder einwirkende Flüssigkeit, wie Chromsäure-, Chromsalz- oder sonstige geeignete Metallsalz- bzw. Erdalkalilösungen, eingebracht und in der betreffenden Lösung so lange belassen, bis sich die entsprechenden Niederschläge in den Lederporen gebildet oder abgelagert haben. Zur weiteren Bindung etwa überschüssiger Salzlösung kann das Leder dann in einem Seifenbad behandelt werden, wobei durch chemische Wechselwirkung noch Metall- bzw. Erdseifen im Leder erzeugt und die Poren noch mehr ausgefüllt werden. '
Beide Verfahren können entweder vereint miteinander oder jedes für sich verwendet werden.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung behandeltes Leder kann außer zur Herstellung von Radkränzen oder Laufreifen jeder Art auch zu anderen Zwecken verwendet werden, bei denen es auf Konservierung und Imprägnierung des Leders und ähnlicher Stoffe oder auf eine Volumenvergrößerung derselben ankommt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Imprägnieren von Radreifen aus Lederplättchen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Behandlung des Leders mit einem chemischen Stoffe, ζ. Β. Chromsäure, das Leder auf gequellt wird und seine Poren durch die aus dem verwendeten chemischen Stoffe mit den Gerb- stoffen im Leder sich bildenden unlöslichen Körper verschlossen werden, so daß die Lederplättchen versteift werden und ein Eindringen von Nässe und Flüssigkeit in die Poren sowie ein Schwinden des aufgequollenen Leders vermieden wird.
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