DE2521345C2 - Mehrschichtenkinofilmmaterial mit magnetischen Aufzeichnungsspuren - Google Patents
Mehrschichtenkinofilmmaterial mit magnetischen AufzeichnungsspurenInfo
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Description
ch,— ch — ch,—n — ch2—ch — ch,
Xq/ r Vq/
Xq/ r Vq/
und
| -CH- | -CH2 | —N | R' | R" | N | — CH2- | CH-CH, | |
| CH, | N | |||||||
| \ | O | / | O | |||||
| CH,- | CH, | |||||||
entspricht, worin bedeuten:
R eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl-Gruppe oder eine Gruppe der
Formel -CH CH-CH, und
R' und R" jeweils eine Methylgruppe oder eine Gruppe der Formel —CH2 — CH — CH;
oder R' und R" zusammen eine —CH2CH2—Gruppe x x
oder R' und R" zusammen eine —CH2CH2—Gruppe x x
und das Bis- oder Polyepoxid in der magnetisierbares Material enthaltenden Beschichtungsmischung in
einem Anteil von 1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Beschichtungsmischung
vorhandenen Feststoffe, und das Sulfoxid und/oder Formamid in einem Anteil von 1 bis 10 Vol.-%, bezogen
auf das Gesamtvolumen der Beschichtungsmischung, enthalten ist.
2. Mehrschichtenkinofilmmaterial nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß das alkaiilösliche Bindemittel
für die Lichthofschutzschicht Celluloseacetatphthalat mit einem Acetylsubstitutlonsgrad zwischen 1,0
und 1.7 und einem Phthalylsubstitutionsgrad zwischen 0,6 und 1,2 ist.
3. Mehrschichtenkinofilmmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das alkalilösliche Blndemittel
für die Lichthofschutzschicht ein Copolymeres von Vinylacetat und Crotonsäure mit einem Gehalt an
7,8 Gew.-% Crotonsäure ist.
4. Mehrschichtenkinofilmmaterial nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß das alkalllOsllche Bindemittel
fü; die Lichthofschutzschicht ein Copolymeres von Äthylacrylat, Methylmethacrylat und Methacrylsäure
(IO : 70: 20Gew.-%) ist.
5. Mehrschichtenkinofilmmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als
Bis- oder Polyepoxldkomponente des Verneizungsmlttels N,N-Bls(2,3-epoxypropyl)-lsopropylamln als die
oder eine der Epoxldkomponente(n) des Vernetzungsmittels verwendet wird.
6. Mehrschlchtenkinofllmmaierlal nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als
Bis- oder Polyepoxidkomponente des Vernetzungsmittels N,N-Bls(2,3-epoxypropyl)-äthylamln als die oder §
eine der Epoxldkomponente(n) des Vernetzungsmittels verwendet wird.
7. Mehrschlchtenklnofllmmaicrlal nach einem der Anspitche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als
Bis- oder Polyepoxldkomponente des Vernetzungsmittels N,N'-Bls(2,3-:.poxypropyl)-plperazin als die oder
eine der Epoxldkomponente(n) des Vernetzungsmittels verwendet wird.
8. Mehrschichtenkinofilmmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß minde- <·■
stens ein Bis- oder Polyepoxid In Kombination mit Dlmethylsulfoxld verwendet wird. Vj
Magnetische Aufzeichnungsspuren werden vorzugsweise auf die Rückseite des Klnofllmmaterlals angebracht,
während die Vorderseite des Trägers mit einer oder mehreren lichtempfindlichen Emulsionsschichten versehen
ist. Im allgemeinen Ist die Rückseite mit einer Schicht versehen, die entfernbar 1st und ein alkalllösllches Harz
und einen Farbstoff oder ein Pigment enthält, das im allgemeinen Ruß 1st und dazu dient, einen Lichthofschutz
zu bilden und den Film vor Licht zu schützen, wenn er In die Kamera eingelegt oder bei Tageslicht herausgenommen
wird Die Rückschlcht kann In alkalischen Lösungen oder In einer alkalischen Lösung, der eine
Spül·,.ng mit Wasser folgt, entfernt werden.
Bei solchen Filmen Ist unpraktisch, öle magnetische Aufzeichnungsspur ohne weiteres auf die entfernbare
Rückschlcht anzubringen, da diese Schicht bei Anwesenhell einer alkalischen Lösung wie der Entwlcklerlösunc
sich teilweise oder ganz von dem Träger lösen wird, so daß die magnetische Aufzeichnungsspur zerstört oder
beschädigt werden könnte.
In der BE-PS 7 78 160 wird ein Verfahren zum Auftragen magnetischer Aufzeichnungsspuren auf ein mehrschichtiges
Kinomaterial beschrieben, das aufgebaut ist aus einem Träger, mindestens einer lichtempfindlichen
Emulsionsschicht und auf der Rückseite des Trägers aus einer Lichthofschutzschicht, die vom Träger durch
eine alkalische Lösung entfernt werden kann. Das Verfahren besteht darin, daß auf die Lichthofschutzschicht
Streifen aus einer Gießzusammensetzung aufgetragen werden, die in einem alkaliunlöslichen Bindemittel dispergiertes,
magnetisierbares Material und in Mischung damit ein \rernetzungsmittel für das alkalilösliche Bindemittel
der Lichthofschutzschicht enthält.
Die Lichthofschutzschicht, die auf die Rückseite des Kinofilmmaterials angebracht wird, enthält einen Farbstoff
oder ein Pigment, das gewöhnlich Ru3 ist. Das Bindemittel kann ein Cellulosederivat sein, das freie
Carboxylgruppen enthält, z. B. Celluloseacetatphthalat mit einem Acetylierungsgrad von 1.0-1.7 und einem
Phihalylsubstitutionsgrad von 0.6-1.2, ein polymeres Material, das eine genügende Menge von Einheiten mit
freien Säuregruppen enthält, z. B. ein Mischpolymerisat aas Styrol und Malein- oder (Meth)acrylsäure. ein
Mischpolymerisat aus Vinylacetat und Crotonsäure oder (Meth)acrylsäure. in Mischpolymerisate aus
A!kyl(meth)acrylat und (Meih)acrylsäure oder ein anderes polymeres Material, das in einer wäßrigen, alkalischen
Lösung löslich oder wenigstens entfernbar ist.
Es ist klar, daß das in der Aufzeichnungsspur anwesende Vernetzungsmittel jeweils dem Bindemittel der
Lichthofschutzschicht angepaßt werden muß.
Normalerweise wird nicht nur eine Aufzeichnungsspur auf die Lichthofschutzschicht angebracht, sondern
auch eine schmaie Ausgieichsspur an der anderen Käme des Fiims. um das Aufrollen des Kinofilms zu erleichtern,
wobei die Ausgieichsspur die gleiche Zusammensetzung hat. Natürlich gelten die Daten über die Zusammensetzung
der Aufzeichnungsspu!· auch für die Zusammensetzung der Ausgleichsspur.
Gemäß der BE-PS 7 78 160 können alle bis- oder polyfunktionellen Verbindungen, die in Reaktion mit den
freien Säuregruppen des Bindemittels der Lichthofschutzschicht treten können und so die Vernetzung der Lichthofschutzschicht
vervollständigen, der Gießzusammensetzung der Aufzeichnungsspur als Vernetzungsmittel
zugegeben werden. Solche bis- oder polyfunktionellen Verbindungen enthalten mindestens zwei reaktionsfähige
Gruppen wie:
Aziridingruppen
- Epoxidgruppc ι
- Aldehydgruppen
Acryloyl- oder Methacryloy!gruppen
Gruppen, die reaktionsfähige Ha'^genatome enthalten, z. B. Sulfochloridgruppen und -CHjCI-Gruppen. und
lösliche Metallkomplexe.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein photographisches Kinofilmmaterial zu entwickeln, das mit
magnetischen Aufzeichnungsspuren versehen ist. die eine - gegenüber der mit bekannten Milieln erreichten verbesserte
Haftung der Aufzeichnungsspuren aufweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Mehrschlchtenklnofilmmaieria! gemäß Oberbegriff des
Anspruchs 1 gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist. daß als Vernetzungsmittel mindestens ein Bis- oder PoIyepoxld
in Kombination mit mindestens einem Sulfoxid ;:nd/oder mit Formamid verwendet wird, wobei das Bisoder
Polyepoxid einer der Formeln
CH CH-CH2-N-CH2-CH-CH2
O \R O
und
CH2-CH-CH N N-CH2-CH-CH,
O CH2-CH2 O
entspricht, worin bedeuten:
R eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl-Gruppe oder eine Gruppe der
Formeln -CH— CH — CH2 und
\ /
O
\ /
O
R'und R" jeweils eine Methylgruppe oder eine Gruppe der Formel —CHj — CH — CH:
oder R' oder R" zusammen eine — CH2CH2— Gruppe und das Bis- oder Polyepoxyd in der
magnetisierbares Material enthaltenden Besehiehtungsmischiing in einem Anteil von 1 bis
5 Gew.-7«, bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Beschichtiingsniischung vorhandenen
Feststoffe, und das Sulfoxid und/oder Formamid in einem Anteil von 1 bis 10 NoI-",.. bezogen
auf das Gesamtvolumen der Besehiehtungsmischiing. enthalten ist.
Man erhält sehr interessante Ergebnisse, wenn in der Beschichtungsmischung der magnetischen Aufzeichnungsspur
1 bis 5 Gew.-% Bis- oder Polyepoxid, bezogen auf aas Gesamtgewicht an Feststoffen in dieser
Beschichtungsmischung, vorliegen und wenn die Beschichtungsmischung gleichzeitig 1 bis 10 Vol.-% Sulfoxid
oder Formamid, bezogen auf das Gesamtvolumen der Beschichtungsmischung vor dem Aufbringen auf die
Lichthofschutzschicht, umfaßt.
Geeignete Bis- oder Polyepoxide sind z. B.
N,N-Bis(2,3-epoxypropyl)-äthylamin
N,N-Bis(2J-epoxypropyl)-isopropyiamin
N,N-Bis(2,3-epoxypropyl)-n-propylamin
N,N-Bis(2,3-epoxypropyl)-n-propylamin
N.N-Bis(2,3-epoxypropyl)-butylamin
N.N-Bis(2,3-epoxypropyl)-hexylamin
N.N-Bis(2,3-epoxypropyl)-benzylamin
N,N'-Bis(2,3-epoxypropyl)-N,N'-dimethyI-äthylendiarnin
N.N'-Bis(2,3-epoxypropyl)-piperazin
N.N'-Bis(2,3-epoxypropyl)-piperazin
Tris( 2,3 -epoxy propyi)-amin
N\N.N\N'-Tetrakis(2,3-epoxypropy!)-äthylendiamin
Von den zur Verwendung stehenden Sulfoxiden werden Verbindungen bevorzugt, die leichte industrielle
Anwendung ermöglichen. Dimethylsulfoxid ist besonders vorteilhaft. Symmetrische, acycp. .;ie Sulfoxide, wie
z. B. Diäthylsulfoxid, Dipropylsuifoxid, Dibuiyisuifoxiu oder Düsobuiylsulfuxici. asyniinet.isihe, acyclische
Sulfoxide, wie z. B. Methyläthylsulfoxid uJer Methylisobutylsulfoxid, cyclische Sulfoxide, wie z. B. Tetramethylensulfoxid
oder polare, heterocyclische Sulfoxide, wie z. B. Tetrahydrothiophen-l.l-dioxid, können ebenfalls
verwendet werden.
Die Verwendung der Kombination von mindestens einem Bis- oder Polyepoxid gemäß der obigen Formeln
mit einem Sulfoxid oder mit Formamid in der magnetischen Mischung hat synergetische Wirkung auf das
Unlöslichmachen der Lichthofschutzschicht unter der Aufzeichnungsspur. Wenn das Bis- oder Polyepoxid allein
verwendet wird, reicht die erhaltene Unlöslichkeit der verschiedenen, gerprüften Typen von Lichthofschutzschichten
nicht immer aus, um die einwandfreie Haftung der magnetischen Aufzeichnungsspur zu gewährleisten.
Durch Zusatz von Sulfoxid oder Formamid, z. B. in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-%, wird eine überraschende
Verminderung in der Löslichkeit der Lichthofschutzschicht und eine deutliche Verbesserung der
Haftung der Aufzeichnungsspur auf der Lichthofschutzschicht bei allen geprüften Typen von Lichthofschutzschichten
erzielt, wenn das verwendete Bis- oder Polyepoxid eine substituierte Aminogruppe enthält und den
oben angegebenen Formeln entspricht.
Filmbildende, polymere Verbindungen, die in alkalischen Lösungen unlöslich sind, können als Bindemittel
für das magnetisierbare Material verwendet werden. Geeignete Verbindungen dieses Typs sind Celluloseester
und -äther. Polymerisationsprodukte wie Polyvinylchlorid und Polyvinylester, Polyacrylverbindungen, die in
Alkali unlöslich sind. Polykondensationsprodukte wie Alkydharze, Polyamide, Polyester und Polyureth; ne. Es
können natürlich auch Mischungen solcher Bindemittel verwendet werden. Weichmacher für das Bindemittel.
Schmier- und Netzmittel können ebenfalls zur Gießzusammensetzung der magnetischen Aufzeichnungsspur
gegeben werden.
Sehr interessante Gießzusammensetzungen, die magnetische Aufzeichnungsspuren bilden, werden in den
GB-PS 9 86 473, 9 91 675, 10 58 425, 10 80 614, 11 52 651 und 11 53 316 beschrieben.
Geeignete Träger für Kinofilm sind Filme, die aus filmbildenden Polymeren hergestellt sind, wie Celluloseester,
*.. B. Cellulosetriacetat, Polycarbonate basierend auf Bishydroxyphenylalkanen, oder Polyester, vorzugsweise
Poiyäthylenterephthalat.
Bei bestimmten Ausführungsformen liegen das Bis- oder Polyepoxid und das Sulfoxid oder Formamid in der
Beschichtungsmischung vor, die das magnetisierbare Material enthält. Dies ist die bevorzugte Arbeitsweise.
Jedoch kann die Erfindung auch ausgeführt werden, indem man auf die Lichthofschutzschicht an den Stellen.
auf welche die Aufzeichnungsspur und die Ausgleichsspur, sollte sie verwendet werden, aufgebracht wird, eine
Zwischenschicht aufbringt, die das Gemisch von Bis- oder Polyepoxid mit Formamid oder mit einem Sulfoxid
enthält. Das Gemisch tritt in diesem Fall mit den sauren Gruppen des aikalilösHchen Bindemittels der Lichthofschutzschicht
in Reaktion, macht die Schicht weitgehend Ui.iöälich in alkalischen Verarbeitungsbädern. Dieses
alternative Vorgehen erfordert allerdings einen zusätzlichen Schritt bei der Herstellung des kinematografischen
Filmmaterials. So wird, wie oben festgestellt, der Arbeitsweise der Vorzug gegeben, das Vernetzungsmittel für
den alkalilösHchen Binder der Lichthofschutzschicht zusammen mit Sulfoxid oder Formamid in die Tonspur
selbst einzubringen. Die Härtungswirkung erstreckt sich dann zwangsläufig auf den Teil der Lichthofschutzschicht,
der direkt unter der Aufzeichnungsspur liegt.
Die gute Haftung einer das Vernetzungsmitte! und das Sulfoxid oder Formamid enthaltenden Aufzeichnungsspur
kann auf drei verschiedene Weisen geprüft werden:
1. Prüfung der Haftung vor der Verarbeitung in den photcgraphischen Bädern,
2 Prüfung der Haftung In einem alkalischen Bad,
3. Prüfung der Haftung nach der Verarbeitung.
2 Prüfung der Haftung In einem alkalischen Bad,
3. Prüfung der Haftung nach der Verarbeitung.
Die Versuche I ;nd 3 werden durchgeführt, indem man die Aufzeichnungsspur mit einem Messer kratzt,
dann einen druckempfindlichen Klebstreifen auf die Kratzer drückt und anschließend abzieht. Die AufreichnunKSSDur
darf dabei nicht beschädigt werden.
Versuch 2 wurde ausgeführt, indem man die leuchte Rückseite des Filmmaterials mit den Fingern reibt. Die
Aufzeichnungsspur soll unversehrt bleiben.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Ein Celluloseuiacetaiträger, dessen Vorderseite mit einer bekannten Haftschicht und einer oder mehreren
lichtempfindlichen farbphotographischen Emulsionsschichten versehen wurde, wird danach auf seiner Rückseite
mit folgenden Schichten versehen: ln
(a) einer Rollschutzschichi aus Cellulosedlacetat mit folgender Zusammensetzung:
Celluloseacetat (Acetyl - S. G. 2,5) in Form einer 5%igen Acetonlösung 100 ml
Aceton 75° ml
Methanol 75. ml
n-Butanol 75 ml
Die Schicht wird in einem Verhältnis von 38 m: pro Liter aufgetragen.
(b) eine Lichthofschutzschicht der folgenden Zusammensetzung: Celluloseacetatphthalat (Acetyl - S. G. 1,30 - Phthalyl - S. G. 0,82) 30 g
kolloidaler Ruß mit einer Teilchengröße von 500 A 8S
Äthylenglycolmonomethyläther 250 ml Aceton 15Oml
Äthanol 60°ml
Die Schicht wird in einem Verhältnis von 30 m: pro Liter aufgetragen.
Als Aufzeichnungs- und Ausgleichsspur werden dann schmale Stre'fen der folgenden Zusammensetzung auf
die Lichthofschutzschicht aufgetragen:
magnetisches Eisenoxid Cellulosenitrat Dioctylphthalat
Harzgemisch aus komplexen Phenolen, Phenoläthern und Polyphenolen
Methyläthylketon Isopropanol N,N-Bisi2,3-epoxypropyl)-isopropylamin
Dimethylsulfoxid
Beide Spuren werden so aufgetragen, daß nach dem Trocknen eine Dicke von 13 Mikron erhalten wird. Die
Adhäsion sowohl der Aufzeichnungsspur als auch der Ausgleichsspur auf der rußhaltigen Lichthofschutzschicht
ist ausgezeichnet. Wenn ein druckempfindliches Klebeband auf die Spuren gepreßt und dann in einem spitzen
Winkel abgerissen wird, bleiben die Spuren unbeschädigt, sogar dann, wenn das Material mehrere Male mit
einem Messer angeritzt worden ist, um das Ausreißen zu erleichtern.
Bei normaler Verarbeitung des photographischen Farbmaterials wird die Rußschicht überall entfernt, außer
unter den Aufzeichnungs- und Ausgleichsspuren. Bei Vergleichsversuchen, bei welchen das Bisepoxid oder das
Dimethylsulfoxid aus der Beschichtungsmischung weggelassen worden sind, wird während der Behandlung in
den photografischen Bädern die Rußschicht unter den Rändern der Aufzeichnungs- und Ausgleichsspuren
entfernt.
Dies führt zum Abblättern der Spur, wenn sie in Kontakt mit den Tonköpfen kommen, wobei letztere verunreinigt
werden. De' Fehler tritt auch dann auf, wenn ein Klebeband, das auf die Spuren aufgebracht und angr
preßt wird, abgerissen wird. Beide Kanten lassen sich so sehr leicht entfernen.
Eine Seite eines Cellulosetriacetatträgers wird mit einer bekannten Haftschicht und einer oder mehreren lichtempfindlichen
farbphotographischen Emulsionsschichten beschichtet. Die andere Seite wird mit einer RoIlsch'jtzschicht
aus Cellulosediacetat mit folgender Zusammensetzung beschichtet:
Celluloseacetat (S. G. Acetyl 24) als 5%ige Lösung in Aceton l°0 ml
Aceton 750 ml
Methanol 75 ml
n-Butanol 75 ml
Diese Schicht wird in einem Verhältnis von 38 m2/l aufgebracht. __
Auf die getrocknete Rollschutzschicht wird im Verhältnis von 35 mVl eine Lichthofschutzschicht der folgenden
Zusammensetzung aufgebracht:
Ccpolymeres von Vinylacetat und Crotonsäure (7,8 Gew.-% Crotonsäure) 23 g
| 75 | g | ml |
| 14 | g | ml |
| 8 | g | ,5 g |
| 2g | πι i | |
| 900 | ||
| 100 | ||
| 2 | ||
| 50 |
C'iipolymeres von Nlyrnl und Acr>
lsiiurc (30 Citfvv.- , Λcr>
!saurc) 4 g
Schellack 2.5
Kolloidaler RuB mit einer Korngriille \on 400 Λ lly
Verbindung der Formel als
lieschiclmingshiIlsniittel 0.5 g
(O — CH-- CHA- OH
Ο— (CH;- ClI,- Ο),, — Ρ
H1-C8
Gemisch aus Verbindungen der !olgenden Formeln als Beschichtungshillsmittel
Ί/ΟΗ
Alkyl
Alkyl
und
Alkyl —^ \—O—(CH;-CH;-O),, 9
/\ >-0H g
Alkyl—<r y—U-(CHi-CHj-O)/ 0.5 g %
Wasser 635 ml |j
Methanol 350 ml U
.mi 1
25%ige wäßrige Ammoniaklösung 15 ml ^]
N'uvii uci'ii Trocknen werden sclmidlc Streifen von Aufzeichnungs- und Ausgleichsspur der folgenden Zusam- !fcj
menseizung auf diese Lichthofschutzschicht aufgebracht:
magnetisches Elsenoxid 210 g
Cellulosenitrat 60 g
Dloctylphthalai 30 g
Methyläthylketon 900 ml
■ti) Isopropanol 100 ml
N.N'-Bis(2.3-epoxypropyl)-piperazin 7,5 g
Formamid 25 ml
Beide Spuren werden so aufgetragen, daß man nach der Trocknung eine Dicke von etwa 13 um erzielt.
Die Haftung der Aufzelchnungs- und Ausgleichsspuren auf der Lichthofschutzschicht sind vor der Verarbeitung
ausgezeichnet. Nachdem das photographische Farbmaterial in den üblichen photographischen Bädern
verarbeitet worden ist, ist die schwarze Lichthofschutzschicht verschwunden. Sie bleibt jedoch an den von
Aufzeichnungs- und Ausgleichsspuren bedeckten Stellen vollständig unversehrt.
Ein biaxial orientierter Polyäthylenterephthalat-Fllm von 100 μπι, dessen Vorderseite mit einer bekannten
Haftschicht und einer oder mehreren lichtempfindlichen Emulsionsschichten für die Farbphotographie versehen
ist, wird auf seiner Rückseite mit einer Haftschicht aus einem Copolymeren von V:nylchlorld, Vinylidenchlorid,
n-Butylacrylat und Itaconsäure (63 : 30 : 5 : 2 Gew.-%) beschichtet. Die Haftschicht wird mit einer Lichthofschutzschicht
der folgenden Beschichtungszusammensetzung bedeckt:
Copolymeres von Vinylacetat und Crotonsäure 23,25 g
(7,8 Gew.-% Crotonsäure)
Polymethylen-p-hydroxybenzoesäure 2.50 g
ein Polymethylendinaphthalindinatriumsulfonat
entsprechend der Formel:
entsprechend der Formel:
NaO3S-
1.65 a
| Kl. | ,01) | U |
| O. | ,50 | |
| 0. | ,50 | g |
| IW | ml | |
| 800 | nil | |
| 10 | ml |
| /. O | g |
| 4 | g |
| 600 | ml |
| 400 | ml |
| 7 | •5g |
| 50 | ml |
Kolloidaler RuI.! mit einer Teilchengröße von etwa 400 Λ
Beschichtungshill'smittelgemisch aus Beispiel 2
ein Siliconhar/. das aus einem ülockcopolymeren von
l^iniethy!silicon mit einem Polyether besteht
Wasser
Methanol
25"/oige wälirige Ammoniaklösung
Diese Beschichtungszusammensetzung wird auf die Haftschicht in einem Verhältnis von 35 m'/l aufgebracht.
Die Polymeihylen-p-hydroxybenzoesaure ist das aus der Polykondensation von p-llydroxyben/oesiiure und
Formaldehyd erhaltene Kunstharz.
Nach dem Trocknen der Lichthofschutzschicht werden schmale Streifen von Aufzeichnungs- und Ausgleichsspur aus der folgenden Zusammensetzung angebracht:
magnetisches Eisenoxid 213 g
CüpüiyrücfcS Von V iiiyicl'iioriu. VifijidCciui ürtu VinVunkuhui JVi : j ; υ
Beschlchtungshllfsmlttelgemlsch aus Beispiel 2 n-Butylacetat
Älhylaceiat N,N-BlSt 2,3-epoxypropyD-äthylamln
Formamid
Beide Spuren werden so aufgetragen, daß man nach dem Trocknen eine Stärke von 12 μιη erhält.
Die Haftung der Aufzeichnungs- und Ausgleichsspuren auf der Lichthofschutzschicht vor der Verarbeitung
ist ausgezeichnet. Nachdem das photographlsche Farbmaterial in den üblichen photographischen Bädern verarbeitet
worden ist, verschwindet die schwarze Lichthofschutzschicht, bleibt jedoch an den Stellen völlig Intakt.
die von Aufzeichnungs- und Ausgleichsspur bedeckt Ist. "'
Wenn das Blsepoxld und/oder Formamid aus der obigen Beschichtungszusammensetzung für die Aufzeichnungs-
und Ausglelchsspur weggelassen wird, ist die schwarze Lichthofschutzschicht nach der Entwicklung in
den üblichen photographischen Bädern auch unter den Rändern der Aufzeichnungs- und Ausgleichsspur
verschwunden. Dieser Defekt führt zum Abblättern beider Spureri bei Berührung mit den Tonköpfen, die
dadurch verschmutzt werden. ■"·■*
Beispie! 4
Ein Polyäthylenterephthalat-Film mit einer Dicke von etwa 0,35 mm, der nur longitudinal orientiert worden
ist, wird auf beiden Selten In einem Verhältnis von 8Om2ZI mit einer wäßrigen Polymercn-Dlspersion eines -tn
Copolymeren von Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Butylacrylat und Itaconsäure (63 : 30 : 5 : 2 Gew.-'\>) beschichtet.
Die wäßrige Lösung hai eine Konzentration von 75 g Copolymeres pro Liter.
Der getrocknete Polyäthylenierephthalat-Fllm wird transversal in einem Streckrahmen auf das 3,5fache seiner
ursprünglichen Breite gereckt und danach 2 Sekunden bei einer Temperatur von 200° C wärmegehärtet.
Die Vorderseite des beschichteten Polyesterfilms wird Im Verhältnis von 30 mVl mit einer Haftschicht der 4>
folgenden Beschichtungszusammensetzung versehen:
Gelatine 8 g
amorphes Siliziumdioxid 12 g
Caprolactam 4 g >o
Hexantrlol 2 g
oberflächenaktive Beschichtungshllfen 0,6 g
Wasser 600 ml
Methanol 400 ml
Die Rückseite des Polyesterfilms wird im Verhältnis von 30 mVl mit einer Lichthofschutzschicht der folgenden
Beschichtungszusammensetzung versehen:
Copolymeres von Äthylacrylat, Methylmethacrylat und NJethacrylsäure (10:70:20 Gew.-%) 11,4 g
kolloidaler Ruß mit einer Teilchengröße von etwa 400 A 3 g
oberflächenaktive Beschlchtungshilfen 1,25 g
Wasser 600 ml
Methanol 400 ml
Eine oder mehrere lichtempfindliche Emuisionsschichten ilir Farbphotographie werden auf die Vorderseite des
so beschichteten Polyesterfilms aufgebracht, cad der Film wird, wie bei kinematographischen Materialien
üblich, in lange Streifen geschnitten. Magnetische Aufzeichnungs- und Ausgleichsspuren werden mit der fönenden
Beschxhtungszusammensetzung auf die Lichthofschutzschicht aufgebracht:
magnetisches Eisenoxid 213 g
Copolymeres von Vinylchlorid. Vinylacetat und Vinylalkohol (91 : 3 : 6Gew.-'\,) 68 g
Beschichtungshllfsmittelgemisch aus Beispiel 2 4 g
Ölsäure 14 g
n-Butylaccwu 600 ml
Äthylacetat 406 ml
N.N-Bis(2.3-epoxypropyl)-butylamin · 9 g
Dimet!i..lsulfoxld 50 ml
Nachdem das photographische Farbmaterial in den üblichen phoiographischen Bädern verarbeitet worden ist,
ist die schwarze Lichthofschutzschicht verschwunden, sie bleibt jedoch an den von Aufzeichnungs- und
Ausgleichsspur bedeckten Steilen unversehrt.
Claims (1)
1. Mehrschichtenkinofiimmaterial, bestehend aus einem Träger, mindestens einer lichtempfindlichen
Emulsionsschicht auf einer Seite dieses Trägers und auf der anderen Seile des Trägers einer Lichthofschutzschicht,
die von diesem Träger in Gegenwart einer alkalischen Lösung entfernt werden kann, sowie auf
dieser Lichthofschutzschicht mindestens eine durch Aufbringen einer Beschichtungsmischung, die magnetisierbares
Material in einem alkali unlöslichen Bindemittel dispergiert enthält, gebildete Spur, wobei diese
Mischung ein Vernetzungsmittel für das alkalilösliche Bindemittel dieser Lichthofschutzschicht enthält oder
das Vernetzungsmittel gegebenenfalls vor der Mischung auf die Lichthofschutzschicht aufgebracht worden
ist. dadurch gekennzeichnet, daß als Vernetzungsmittel mindestens ein Bis- oder Polyepoxid in Kombination
mit mindestens einem Sulfoxid und/oder mit Formamid verwendet wird, wobei das Bis- oder Polyepoxid
einer der Formeln
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB23410/74A GB1507983A (en) | 1974-05-24 | 1974-05-24 | Motion picture film materials containing magnetic recording stripes |
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|---|---|
| DE2521345A1 DE2521345A1 (de) | 1975-12-04 |
| DE2521345C2 true DE2521345C2 (de) | 1984-10-25 |
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