DE2534460C2 - Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial - Google Patents

Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial

Info

Publication number
DE2534460C2
DE2534460C2 DE2534460A DE2534460A DE2534460C2 DE 2534460 C2 DE2534460 C2 DE 2534460C2 DE 2534460 A DE2534460 A DE 2534460A DE 2534460 A DE2534460 A DE 2534460A DE 2534460 C2 DE2534460 C2 DE 2534460C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
etching
radioactive
volume
semiconductor material
nitric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2534460A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2534460A1 (de
Inventor
Monika 8510 Fürth Bartel
Gustav 8500 Nürnberg Fischer
Ernst Haas
Joachim 8520 Erlangen Martin
Manfred Dipl.-Chem. Dr. 8041 Haimhausen Schnöller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE2534460A priority Critical patent/DE2534460C2/de
Publication of DE2534460A1 publication Critical patent/DE2534460A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2534460C2 publication Critical patent/DE2534460C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10PGENERIC PROCESSES OR APPARATUS FOR THE MANUFACTURE OR TREATMENT OF DEVICES COVERED BY CLASS H10
    • H10P70/00Cleaning of wafers, substrates or parts of devices
    • H10P70/10Cleaning before device manufacture, i.e. Begin-Of-Line process
    • H10P70/15Cleaning before device manufacture, i.e. Begin-Of-Line process by wet cleaning only
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10PGENERIC PROCESSES OR APPARATUS FOR THE MANUFACTURE OR TREATMENT OF DEVICES COVERED BY CLASS H10
    • H10P34/00Irradiation with electromagnetic or particle radiation of wafers, substrates or parts of devices
    • H10P34/20Irradiation with electromagnetic or particle radiation of wafers, substrates or parts of devices for inducing a nuclear reaction transmuting chemical elements

Landscapes

  • Weting (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
  • Cleaning Or Drying Semiconductors (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial, bei dem das mit Neutronen bestrahlte Halbleitermaterial von anhaftenden radioaktiven Fremdelementen durch Ätzen in einer für das Halbleitermaterial spezifischen Säurelösung befreit wird.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE-AS 11 54 878 und der US-Zeitschrift »Journal of the Electrochemical Society«, Bd. 108, Nr. 2, Februar 1961, Seiten 171 bis 176, bekannt.
In Silicium, das nach konventionellen Verfahren mit Phosphor dotiert wird, werden radial und axial makroskopische und mikroskopische Dotierstoffschwankungen beobachtet. Für die Herstellung von Bauelementen wie z. B. hochsperrenden Leistungsthyristoren und -dioden wird jedoch homogen dotiertes Silicium mit möglichst engen Dotierungstoleranzen gefordert Der Bau integrierter Schaltkreise oder Muitidiodenvidikons erfordert ein Silicium möglichst frei von Mikroschwankungen, wie sie in Striations und Wachstumsfacetten bei konventioneller Dotierung auftreten. Halbleitersilicium mit der geforderten homogenen Phosphorverteilung läßt sich bis jetzt nur über eine Kernreaktion mit Neutronen entsprechend der Dotierungsreaktion
30o;
Si(/7,y)31Si
31P(stabil)
herstellen. Ein solches Verfahren ist z. B. aus der DE-AS 11 54 878 bekannt. So wird z. B. 50 Ohm · cm-n-Typ Silicium erzeugt durch eine Dreistundenbestrahlung bei einer Neutronenflußdichte von 5 - 1013[cin-2 s-'].
Die bei der Neutronenbestrahlung zur Herstellung von homogem η-dotiertem Silicium auftretenden Aktivitäten entstehen durch Kernreaktionen des Siliciums, aus dessen Verunreinigungen und Dotierstoffen, sowie aus Oberflächenverunreinigungen des Siliciummaterials. Weiterhin können Spalt- und aktivierte Korrosionsprodukte des Kernreaktors aufgebracht werden. Da die Bestrahlung aus Gründen der Kostenersparnis, der Probendimensionierung und der Wärmeableitung häufig ohne Verpackung erfolgt, kommt dem letzten Punkt besondere Bedeutung zu.
Kurzlebige Radionuklide mit Halbwertszeiten bis etwa zehn Stunden sind bis zur Anlieferung des bestrahlten Siliciums zur Weiterverarbeitung bereits weitgehend abgeklungen. Langlebige Radionuklide dagegen könnten die Anwendung des radiogenen Dotierverfahrens erheblich einschränken. Liegen sie im Volumen des Siliciums vor, so muß bei Überschreitung einer genau festgelegten zulässigen Aktivität der natürliche Zerfall abgewartet werden. An der Oberfläche befindliche Aktivitäten dagegen können durch Dekontaminationsmaßnahmen beseitigt werden und schränken somit die Anwendung der Dotierungstechnik nicht ein.
Wie Untersuchungen an bestrahlten Siliciumproben gezeigt haben, ist die an der Oberfläche des Siliciums vorliegende Kontamination erheblich. Sie betrug für Proben von 10 cm Länge bis zu 70 μθ (72 μθ 233Pa; 7 μα 187W; 141Ce + 103Ru + 95Zr + 95Nb + 131J zusammen 7 μθ) mit langlebigen Radionukliden. μθ bedeutet Mikro-Curie. Als Hauptvertreter für niedrige Freigrenzen gelten die Isotope wie die Plutoniumisotope 239Pu und 240Pu und das Strontiumisotop 90Sr. Andere langlebige Isotope sind z. B. das Kobaltisotop 60Co, das Chromisotop 51Cr, das Phosphorisotop 32P, das Schwefelisotop 35S, die Caesiumisotopc 134Cs und 137Cs.
Um die Oberflächenkontamination zu beseitigen, kann das Halbleitermaterial oberflächlich abgeätzt werden. Auch dies ist in der DE-AS 11 54 878 beschrieben worden.
Bei Anwendung eines Verfahrens der eingangs erwähnten Art wurde festgestellt, daß die radioaktiven Nukiide oft unzureichend entfernt werden konnten. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der angegebenen Art so weiterzubilden, daß die radioaktiven Nukiide in ausreichendem Maß entfernt werden können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Ätzabtrag größer als die Eindringtiefe der durch Stoßvorgänge implantierten radioaktiven und nichtradioaktiven Fremdelemente eingestellt wird, daß die Rückplattierung von gelösten Fremdelementen unterdrückt wird und daß der Ätzlösung bei unzureichender Entfernung
der radioaktiven Fremdelemente nichtradioaktive Isotope der radioaktiven Fremdelemente zugesetzt werden.
Es liegt im Rahmen einer Ausbildung der Erfindung, daß zur Oberflächenreinigung von neutronenbestrahltem Silicium ein Lösungsgemisch aus konzentrierter Flußsäure und konzentrierter Salpetersäure im Volumenverhältnis von 1:10 verwendet wird. Die Gründe für die Auswahl einer sauren Lösung liegen in den Ergebnissen vieler aktivierungsanalytischer Untersuchungen über Oberflächenverunreinigungen geätzter Siliciumproben sowie in Ergebnissen von Indikatorversuchen beim Ätzen von Silicium. Danach weisen sauergeätzte Oberflächen erheblich geringere Verunreinigungsgehalte auf als alkalisch geätzte. Die Rückzemsntation (Rückplattierung) aus der Ätzlösung sinkt mit steigendem Salpetersäureanteil. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird zur Spülung nach der Ätzung zuerst konzentrierte Salpetersäure verwendet, bevor die Säure durch Wasser weggewaschen wird.
Ausführungsbeispiel
Die zu reinigenden Siliciumstäbe von beispielsweise 10 cm Länge und 50 mm Durchmesser werden in einem Kunststoffbecher angeordnet und mit der Ätzlösung bedeckt. Die Ätzdauer beträgt fünf Minuten, wobei die Probe bewegt wird. Angestrebt wird ein Ätzabtrag von mindestens 25 μπι. Nach dem Waschen in konzentrierter Salpetersäure wird die Ätzung wiederholt und nach einer erneuten Salpetersäurespülung werden die Proben mit bidestilliertem Wasser säurefrei gespült und getrocknet. Wie aus nachfolgenden Restaktivitätsmessungen zu entnehmen ist, wird bereits mit dem ersten Ätzabtrag eine Reduzierung der Oberflächenaktivität um den Faktor 1000 erreicht.
Entsprechend der Entfernung von Oberflächenkontaminationen an bestrahlten Siliciumproben kann der Prozeß auch an bestrahlten AmBv-Verbindungen, insbesondere an Galliumphosphid- und Galliumarsenid-Kristallen, mit Erfolg durchgeführt werden. Für Galliumphosphid hat sich ein Lösungsgemisch von 2 Vol.-Teilen 65%iger Salpetersäure und 1 Vol.-Teil 38%iger Salzsäure bei 6O0C als besonders gut geeignet erwiesen; für Galliumarsenid bewährte sich eine Mischung von 10 Vol.-Teilen Salpetersäure (65%) und 1 Vol.-Teil Flußsäure (40%) und 9 Vol.-Teilen H2O.
Galliumphosphid- und Galliumarsenid-Kristalle werden beispielsweise durch Bestrahlung des Galliums mit ^-Photonen gemäß der Kernreaktion
69Ga (y, n) 68Ga 68Zn (mit Zink)
p-dotiert.
60
65

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum En fernen der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial, bei dem das mit Neutronen bestrahlte Halbleitermaterial von anhaftenden radioaktiven F'-emdelementen durch Ätzen in einer für das Halbleitermaterial spezifischen Säurelösung befreit wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Atzabtrag größer als die Eindringtiefe der durch Stoßvorgänge implantierten radioaktiven und nichtradioaktiven Fremdelemente eingestellt wird, daß die Rückplattierung von gelösten Fremdelementen unterdrückt wird und daß der Ätzlösung bei unzureichender Entfernung der radioaktiven Fremdelemente nichtradioaktive Isotope der radioaktiven Fremdelemente zugesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche von neutronenbestrahltem Silicium mit einem Lösungsgemisch aus konzentrierter Flußsäure und konzentrierter Salpetersäure im Volumenverhältnis von 1 :10 gereinigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche von durch Kernumwandlung dotiertem Galliumphosphid mit einem Lösungsgemisch von 2 Vol.-Teilen 65%iger Salpetersäure und 1 Vol.-Teil 38%iger Salzsäure gereinigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche von durch Kernumwandlung dotiertem Galliumarsenid mit einem Lösungsgemisch von 10 Vol.-Teilen 65°/oiger Salpetersäure, 1 Vol.-Teil 4O°/oiger Flußsäure und 9 Vol.-Teilen Wasser gereinigt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamtätzabtrag auf etwa 50 μτη eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ätzzeit auf etwa fünf Minuten eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ätzen mit konzentrierter Salpetersäure gespült wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ätzen und Spülen mindestens einmal wiederholt wird.
DE2534460A 1975-08-01 1975-08-01 Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial Expired DE2534460C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2534460A DE2534460C2 (de) 1975-08-01 1975-08-01 Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2534460A DE2534460C2 (de) 1975-08-01 1975-08-01 Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2534460A1 DE2534460A1 (de) 1977-02-10
DE2534460C2 true DE2534460C2 (de) 1986-03-06

Family

ID=5953027

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2534460A Expired DE2534460C2 (de) 1975-08-01 1975-08-01 Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2534460C2 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2709802A1 (de) * 1977-03-07 1978-09-14 Siemens Ag Verfahren zur entfernung von bei ionenimplantationsprozessen in halbleitersystemen entstehenden verunreinigungen

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL258192A (de) * 1959-12-15

Also Published As

Publication number Publication date
DE2534460A1 (de) 1977-02-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1592427A1 (de) Aufarbeitung von bestrahltem Kernbrennstoff
DE2559019B2 (de) Verfahren zur herstellung von aus einem oxidgemisch bestehenden kernbrennstoffpellets
DE2613351A1 (de) Verfahren zur chemischen dekontamination von kernreaktorbauteilen
DE1544156A1 (de) Verfahren zur Herstellung von hochreinen radioaktiven Isotopen
DE3301143A1 (de) Verfahren zur herstellung von lithiumaluminatkuegelchen
DE2534460C2 (de) Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial
DE1049013B (de) Brennstoff fuer Neutronenreaktoren und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1521998A1 (de) Verfahren zur Voroxidation von Kernreaktorbauteilen aus Zirkonlegierungen
DE1154878B (de) Verfahren zur Herstellung von Halbleiterkoerpern fuer Halbleiteranordnungen aus n-leitendem Silizium durch Bestrahlen mit thermischen Neutronen
DE1589994A1 (de) Brenn- und Brutelement mit in einer Umhuellung enthaltenen Brenn- und Brutstoffteilchen
DE2758408A1 (de) Verfahren zur abtrennung von spaltprodukten
EP0031067A1 (de) Verfahren zum Auflösen von schwerlöslichen Kernbrennstoffen
EP0170795A2 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Uran-Werten in einem extraktiven Wiederaufarbeitungsprozess für bestrahlte Kernbrennstoffe
DE2917177A1 (de) Urandioxid-sinterkoerper sowie verfahren zur herstellung derselben
DE2365114C2 (de) Verfahren zum Reinigen von Plutonium und/oder Neptunium enthaltenden Lösungen durch Abtrennen von Plutonium und/oder Neptunium
DE1467313B2 (de) Verfahren zur Trennung von Uran und Plutonium
DE3935808C1 (de)
DE1533134A1 (de) Verfahren zur Rueckgewinnung von Polonium
DE1592537A1 (de) Verfahren zur Rueckgewinnung von Uran- und Plutonium aus waessrigen Ammoniumfluoridloesungen,insbesondere aus Zirflex-Abwasserloesungen
DE2127107C3 (de) Verfahren zur Abreicherung von Fluoridionen aus UO2 -Pulvern
DE2428393C2 (de) Verfahren zur Entfernung von aus pyrolytischen Kohlenstoff und Siliciumcarbid bestehenden Überzügen bei Kernbrennstoffteilchen zwecks Wiedergewinnung des Kernbrennstoffmaterials
DE1817092C3 (de) Verfahren zum Herstellen von sphärischen Urandioxidkernen für Brenn- und /oder Brutelemente
DE1533091A1 (de) Verfahren zur Aufbereitung von zum Teil aus Graphit bestehenden Schalenkoernern (coated particles) und Brenn- oder Brutelementen
DE1202531B (de) Verfahren zur Pruefung von bestrahlten Kernbrennstoffelementstaeben
DE3602591C2 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee