DE2534460C2 - Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial - Google Patents
Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem HalbleitermaterialInfo
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- H10P—GENERIC PROCESSES OR APPARATUS FOR THE MANUFACTURE OR TREATMENT OF DEVICES COVERED BY CLASS H10
- H10P70/00—Cleaning of wafers, substrates or parts of devices
- H10P70/10—Cleaning before device manufacture, i.e. Begin-Of-Line process
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung
dotiertem Halbleitermaterial, bei dem das mit Neutronen bestrahlte Halbleitermaterial von anhaftenden
radioaktiven Fremdelementen durch Ätzen in einer für das Halbleitermaterial spezifischen Säurelösung befreit
wird.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE-AS 11 54 878
und der US-Zeitschrift »Journal of the Electrochemical Society«, Bd. 108, Nr. 2, Februar 1961, Seiten 171 bis 176,
bekannt.
In Silicium, das nach konventionellen Verfahren mit Phosphor dotiert wird, werden radial und axial makroskopische
und mikroskopische Dotierstoffschwankungen beobachtet. Für die Herstellung von Bauelementen
wie z. B. hochsperrenden Leistungsthyristoren und -dioden wird jedoch homogen dotiertes Silicium mit möglichst
engen Dotierungstoleranzen gefordert Der Bau integrierter Schaltkreise oder Muitidiodenvidikons erfordert
ein Silicium möglichst frei von Mikroschwankungen, wie sie in Striations und Wachstumsfacetten bei
konventioneller Dotierung auftreten. Halbleitersilicium mit der geforderten homogenen Phosphorverteilung
läßt sich bis jetzt nur über eine Kernreaktion mit Neutronen entsprechend der Dotierungsreaktion
30o;
Si(/7,y)31Si
31P(stabil)
herstellen. Ein solches Verfahren ist z. B. aus der DE-AS 11 54 878 bekannt. So wird z. B. 50 Ohm · cm-n-Typ Silicium
erzeugt durch eine Dreistundenbestrahlung bei einer Neutronenflußdichte von 5 - 1013[cin-2 s-'].
Die bei der Neutronenbestrahlung zur Herstellung von homogem η-dotiertem Silicium auftretenden Aktivitäten
entstehen durch Kernreaktionen des Siliciums, aus dessen Verunreinigungen und Dotierstoffen, sowie
aus Oberflächenverunreinigungen des Siliciummaterials. Weiterhin können Spalt- und aktivierte Korrosionsprodukte des Kernreaktors aufgebracht werden. Da die
Bestrahlung aus Gründen der Kostenersparnis, der Probendimensionierung und der Wärmeableitung häufig
ohne Verpackung erfolgt, kommt dem letzten Punkt besondere Bedeutung zu.
Kurzlebige Radionuklide mit Halbwertszeiten bis etwa zehn Stunden sind bis zur Anlieferung des bestrahlten
Siliciums zur Weiterverarbeitung bereits weitgehend abgeklungen. Langlebige Radionuklide dagegen
könnten die Anwendung des radiogenen Dotierverfahrens erheblich einschränken. Liegen sie im Volumen des
Siliciums vor, so muß bei Überschreitung einer genau festgelegten zulässigen Aktivität der natürliche Zerfall
abgewartet werden. An der Oberfläche befindliche Aktivitäten dagegen können durch Dekontaminationsmaßnahmen
beseitigt werden und schränken somit die Anwendung der Dotierungstechnik nicht ein.
Wie Untersuchungen an bestrahlten Siliciumproben gezeigt haben, ist die an der Oberfläche des Siliciums
vorliegende Kontamination erheblich. Sie betrug für Proben von 10 cm Länge bis zu 70 μθ (72 μθ 233Pa;
7 μα 187W; 141Ce + 103Ru + 95Zr + 95Nb + 131J zusammen
7 μθ) mit langlebigen Radionukliden. μθ bedeutet
Mikro-Curie. Als Hauptvertreter für niedrige Freigrenzen gelten die Isotope wie die Plutoniumisotope
239Pu und 240Pu und das Strontiumisotop 90Sr. Andere
langlebige Isotope sind z. B. das Kobaltisotop 60Co, das
Chromisotop 51Cr, das Phosphorisotop 32P, das Schwefelisotop
35S, die Caesiumisotopc 134Cs und 137Cs.
Um die Oberflächenkontamination zu beseitigen, kann das Halbleitermaterial oberflächlich abgeätzt werden.
Auch dies ist in der DE-AS 11 54 878 beschrieben worden.
Bei Anwendung eines Verfahrens der eingangs erwähnten Art wurde festgestellt, daß die radioaktiven
Nukiide oft unzureichend entfernt werden konnten. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
der angegebenen Art so weiterzubilden, daß die radioaktiven Nukiide in ausreichendem Maß entfernt
werden können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Ätzabtrag größer als die Eindringtiefe der durch Stoßvorgänge
implantierten radioaktiven und nichtradioaktiven Fremdelemente eingestellt wird, daß die Rückplattierung
von gelösten Fremdelementen unterdrückt wird und daß der Ätzlösung bei unzureichender Entfernung
der radioaktiven Fremdelemente nichtradioaktive Isotope
der radioaktiven Fremdelemente zugesetzt werden.
Es liegt im Rahmen einer Ausbildung der Erfindung, daß zur Oberflächenreinigung von neutronenbestrahltem
Silicium ein Lösungsgemisch aus konzentrierter Flußsäure und konzentrierter Salpetersäure im Volumenverhältnis
von 1:10 verwendet wird. Die Gründe für die Auswahl einer sauren Lösung liegen in den Ergebnissen
vieler aktivierungsanalytischer Untersuchungen über Oberflächenverunreinigungen geätzter Siliciumproben
sowie in Ergebnissen von Indikatorversuchen beim Ätzen von Silicium. Danach weisen sauergeätzte
Oberflächen erheblich geringere Verunreinigungsgehalte auf als alkalisch geätzte. Die Rückzemsntation
(Rückplattierung) aus der Ätzlösung sinkt mit steigendem Salpetersäureanteil. Gemäß einem Ausführungsbeispiel
wird zur Spülung nach der Ätzung zuerst konzentrierte Salpetersäure verwendet, bevor die Säure
durch Wasser weggewaschen wird.
Ausführungsbeispiel
Die zu reinigenden Siliciumstäbe von beispielsweise 10 cm Länge und 50 mm Durchmesser werden in einem
Kunststoffbecher angeordnet und mit der Ätzlösung bedeckt. Die Ätzdauer beträgt fünf Minuten, wobei die
Probe bewegt wird. Angestrebt wird ein Ätzabtrag von mindestens 25 μπι. Nach dem Waschen in konzentrierter
Salpetersäure wird die Ätzung wiederholt und nach einer erneuten Salpetersäurespülung werden die Proben
mit bidestilliertem Wasser säurefrei gespült und getrocknet. Wie aus nachfolgenden Restaktivitätsmessungen
zu entnehmen ist, wird bereits mit dem ersten Ätzabtrag eine Reduzierung der Oberflächenaktivität
um den Faktor 1000 erreicht.
Entsprechend der Entfernung von Oberflächenkontaminationen an bestrahlten Siliciumproben kann der
Prozeß auch an bestrahlten AmBv-Verbindungen, insbesondere
an Galliumphosphid- und Galliumarsenid-Kristallen, mit Erfolg durchgeführt werden. Für Galliumphosphid
hat sich ein Lösungsgemisch von 2 Vol.-Teilen 65%iger Salpetersäure und 1 Vol.-Teil 38%iger Salzsäure
bei 6O0C als besonders gut geeignet erwiesen; für
Galliumarsenid bewährte sich eine Mischung von 10 Vol.-Teilen Salpetersäure (65%) und 1 Vol.-Teil Flußsäure
(40%) und 9 Vol.-Teilen H2O.
Galliumphosphid- und Galliumarsenid-Kristalle werden beispielsweise durch Bestrahlung des Galliums mit
^-Photonen gemäß der Kernreaktion
69Ga (y, n) 68Ga
68Zn (mit Zink)
p-dotiert.
p-dotiert.
60
65
Claims (8)
1. Verfahren zum En fernen der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem
Halbleitermaterial, bei dem das mit Neutronen bestrahlte Halbleitermaterial von anhaftenden radioaktiven
F'-emdelementen durch Ätzen in einer für
das Halbleitermaterial spezifischen Säurelösung befreit wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Atzabtrag größer als die Eindringtiefe der durch Stoßvorgänge implantierten radioaktiven und nichtradioaktiven
Fremdelemente eingestellt wird, daß die Rückplattierung von gelösten Fremdelementen
unterdrückt wird und daß der Ätzlösung bei unzureichender Entfernung der radioaktiven Fremdelemente
nichtradioaktive Isotope der radioaktiven Fremdelemente zugesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche von neutronenbestrahltem
Silicium mit einem Lösungsgemisch aus konzentrierter Flußsäure und konzentrierter Salpetersäure
im Volumenverhältnis von 1 :10 gereinigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche von durch Kernumwandlung
dotiertem Galliumphosphid mit einem Lösungsgemisch von 2 Vol.-Teilen 65%iger Salpetersäure
und 1 Vol.-Teil 38%iger Salzsäure gereinigt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche von durch Kernumwandlung
dotiertem Galliumarsenid mit einem Lösungsgemisch von 10 Vol.-Teilen 65°/oiger Salpetersäure,
1 Vol.-Teil 4O°/oiger Flußsäure und 9 Vol.-Teilen Wasser gereinigt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamtätzabtrag
auf etwa 50 μτη eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ätzzeit auf etwa
fünf Minuten eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ätzen mit
konzentrierter Salpetersäure gespült wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ätzen und Spülen
mindestens einmal wiederholt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2534460A DE2534460C2 (de) | 1975-08-01 | 1975-08-01 | Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2534460A DE2534460C2 (de) | 1975-08-01 | 1975-08-01 | Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2534460A1 DE2534460A1 (de) | 1977-02-10 |
| DE2534460C2 true DE2534460C2 (de) | 1986-03-06 |
Family
ID=5953027
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2534460A Expired DE2534460C2 (de) | 1975-08-01 | 1975-08-01 | Verfahren zur Entfernung der Oberflächenkontamination bei durch Kernumwandlung dotiertem Halbleitermaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2534460C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2709802A1 (de) * | 1977-03-07 | 1978-09-14 | Siemens Ag | Verfahren zur entfernung von bei ionenimplantationsprozessen in halbleitersystemen entstehenden verunreinigungen |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL258192A (de) * | 1959-12-15 |
-
1975
- 1975-08-01 DE DE2534460A patent/DE2534460C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2534460A1 (de) | 1977-02-10 |
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