DE25355C - Aus Injectoren und Pumpen bestehender Maischzerkleinernngsapparat - Google Patents

Aus Injectoren und Pumpen bestehender Maischzerkleinernngsapparat

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DE25355C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der vorliegenden Erfindung werden gemischte, stärkehaltige Substanzen zur Zerkleinerung der Stärkezellen unter grofsem Druck durch kleine Oeffnungen gedrückt, so dafs sie mit grofser Geschwindigkeit durch dieselben hindurchtreten. Auf diese Weise wird abwechselnd der Druck in Geschwindigkeit und die Geschwindigkeit in Druck umgewandelt, was auf die Zellen die beabsichtigte Wirkung hat, indem sowohl die kleinsten wie auch die gröberen Partikelchen, gleichviel, ob sie noch in ihrer Hülse eingebettet sind oder nicht, gegen einander schlagen, sich gegenseitig brechen und die in den Zellen enthaltene Stärke freimachen.
Fig. ι zeigt den Apparat, welcher aus einer Anzahl Injectoren und Ejectoren A besteht, welche mit Dampfeintrittsrohren (die Pfeile zeigen dieselben an) versehen und mit Pumpen oder Druckapparaten B verbunden sind.
Die Maische oder das Getreide, welches zuvor mit Hülfe eines gewöhnlichen Mischapparates mit Wasser vermengt worden ist, wird mittelst der Pumpe bei B1 in den ersten Injector A1 gedrückt, welcher einen Ueberlauf α wie ein gewöhnlicher Griffard-Injector haben kann. Aus dem Injector gelangt die Maische in die nächste Pumpe, von da in den zweiten Injector und so fort nach Pumpe und Injector durch den ganzen Apparat. Die Anzahl der Injectoren oder Ejectoren richtet sich nach der Art des zu behandelnden Getreides. Es ist nicht absolut nothwendig, Pumpen anzuwenden, wenn nicht die Temperatur der Maische zu hoch ist, damit der Injector von selbst zu arbeiten anfange. Injectoren· kommen nicht immer bei hohen Temperaturen von selbst in Gang, und deshalb wendet man eine durch Kraft getriebene Pumpe an, um den Injector in Gang zu setzen. Aber ein einmal in Gang gebrachter Injector kann in einem anderen mit Leichtigkeit den Druck, welchen eine Pumpe abgeben würde, erzeugen und unterhalten.
Wenn andererseits aber gewünscht wird, die Temperatur oder irgend eine andere Eigenschaft der Maische theilweise unverändert beizubehalten, so ist es besser, die Kraft zum Durchtreiben der Maische durch die In- und Ejectoren von Pumpen, welche selbst durch Kraft getrieben werden, zu erzeugen. Das gewünschte Resultat würde dann ohne Anwendung von Dampf in den Injectoren erreicht werden, vorausgesetzt, dafs die Röhren der Ejectoren entsprechend construirt sind, so dafs sie entweder beim Eintritt konisch oder sonst zweckentsprechend gestaltet sind, oder so, dafs die in dem Ejector hervorgebrachte Geschwindigkeit gleich oder beinahe gleich jener würde, welche dem Druck der Maische an der Ausflufsöffhung des Ejectors entspricht. Die Maische würde beim Austritt aus dem Ejector eine solche Geschwindigkeit erlangt haben, dafs sie durch die Eintrittsöffnung des nächsten Injectors in Wirklichkeit mit derselben Kraft eintritt, mit welcher sie den Ejector verlassen hat, obgleich sie in der Zwischenzeit durch die freie Luft ging, und treibt sich selbst durch den Ejector mit einem Druck, welcher dem des Rohres oder Kessels gleich ist, welcher deri Ejector mit Druck versieht minus dem Verlust durch Reibung. Eine oder mehrere Pumpen würden nothwendig sein, um den Verlust durch Reibung zu ersetzen oder um, wenn es verlangt

Claims (2)

  1. wird, den Druck zu vermehren oder zu verstärken.
    Auf diese Weise können die stärkehaltigen Zellen durch mechanischen Druck gebrochen werden, der in Geschwindigkeit umgewandelt wird und die Zellen und Hülsen bei einer solchen Temperatur, welche die Diastase nicht beeinträchtigt, aufzubrechen veranlafst.
    In einigen Fällen, besonders in Rücksicht auf das Malz, kann die Diastase in einer oder zwei Operationen des gemaischten Malzes in einem Injectorsystem, wie Fig. ι zeigt, und darauf folgende Trennung der Flüssigkeit von den gröfseren und festen Bestandtheilen, dann Hinzufügen frischer Flüssigkeit und Wiederbehandlung der Maische in dem Apparat oder in einer zweiten Injectorreihe entfernt werden.
    Ferner kann die Maische, wie vorhin gesagt, mit Dampf behandelt, entweder mit überhitztem oder gewöhnlichem Dampf mit Wasser gemischt, und durch die Injectoren getrieben werden.
    Der aus den gebrochenen Stärkezellen er-.haltene flüssige Extract kann zu vorigem dünneren Extract hinzugefügt oder mit diesem gemischt werden. Soll der Extract concentrirt werden, so kann er zu frischer Maische oder frischem Getreide zugesetzt werden, um eine Maische zu bilden, welche dann wieder durch den Injectorapparat getrieben wird.
    In Fig. 3 ist eine Construction des Doppelinjectors dargestellt. Derselbe besitzt einen ringförmigen Durchgang, der durch den Kern b einerseits und durch einen äufseren ringförmigen Dampfweg andererseits gebildet wird; ferner hat derselbe einen verschiebbaren Konus b\ Fig. 4 zeigt eine combinirte Reihe von Injectoren. Der Dampfeintritt c ist im Innern des Konus d, welcher die Maische enthält, während die Trichter d1 von äufseren ringförmigen Dampfwegen oder Kammern umgeben sind.
    Fig. 5 ist eine Art Ejectorrohr zum theilweisen Trennen der Flüssigkeit von den festen Bestandtheilen der Maische. Die Flüssigkeit geht durch die Schlitze, welche in dem Abzugsrohr bei E zu sehen sind.
    Die Injectoren und Ejectoren können in Reihen oder Bündeln, im Bogen oder sonstwie angeordnet werden, auch in Verbindung mit unter Druck stehenden Kesseln oder Kammern oder dergleichen.
    Man kann auch den hülsigen Theil von dem mehligen oder staubigen Theil des Getreides trennen und diese dann für sich durch das Injectorsystem gehen lassen und die anzuwendende Flüssigkeit des einen Theiles nach dem Verhältnifs der Flüssigkeit des anderen richten.
    Beim Trennen der flüssigen von den festen Bestandtheilen der Maische, wenn dieselbe das Injectorsystem verläfst, verwendet man zweckmäfsig den in Fig. 5 dargestellten Ejector, welcher die Maische auf dem Trennungskonus E entladet. Letzterer hat Lagen von radial angeordneten Drähten, wobei eine Lage unter der anderen liegt. Die Maische stürzt aus dem Rohr / auf den Konus E, wird dadurch zertheilt und der flüssige Theil fliefst durch E in den Trichter m, während die festen Bestandtheile zur Seite fallen. Das Aufschlagen der Maische auf den Konus E hat noch den Zweck, die Hülsen zu zerkleinern und die Zellen durch den Schlag aufzubrechen. Ueberhaupt, wo nur immer Geschwindigkeit in dem Lauf der Maische, sei es im Injector oder beim Verlassen desselben, erzeugt wird, überall läfst sich ein Hindernifs anbringen, welches eine schabende, reibende oder aufschlagende Wirkung besitzt.
    Beim Filtriren des Extractes können der hülsige Theil und der mehlige, nachdem sie durch das Injectorsystem gegangen sind, zusammen in einen Bottich kommen.
    Pat ENTr Ansprüche:
    ι . Das Filtriren oder die Trennung des flüssigen, aus der Stärke erhaltenen Extractes von den festen Bestandtheilen der Maische in einem Bottich, der mit einer Trennungsvorrichtimg, Fig. 5, versehen ist.
  2. 2. Ein Apparat zum Brechen der Stärkezellen, bestehend aus einer abwechselnden Reihe von Injectoren oder Ejectoren A und Pumpen B, Fig. i, welche Injectoren in ihrem Innern einen centralen Kern b und einen durch ein Zahnrädchen verschiebbaren Konus b1 besitzen, Fig. 3, zum Zweck, die mit Dampf gemischte Maische in einem ringförmigen Strahl austreten zu lassen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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