DE2536155B2 - Fahrbare schleuderstrahlvorrichtung zum bearbeiten von fahrbahndecken o.dgl. - Google Patents
Fahrbare schleuderstrahlvorrichtung zum bearbeiten von fahrbahndecken o.dgl.Info
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Description
30
Die vorliegende Erfindung betrifft eine fahrbare Schleuderstrahlvorrichtung zum Bearbeiten von Fahrbahndecken
oder ähnlichen Oberflächen mit ferromagnetischem Strahlmittel, bei der einem Schleuderradaggregat
eine Sammel- und Reinigurgsvomchtung für
Strahlmittel und Abrieb nachgeordnet ist, wobei über einen Becherförderer und einen Abscheider eine
Rückführung des Strahlmittel in einen Sammelbehälter
erfolgt.
Es ist bekannt, mit Geräten der vorerwähnten Art Fahrbahndecken, insbesondere von Autobahnen und
Flugzeugpisten, zwecks Entfernung ^on Staub, Gummi
und anderen Materialabfallen, mit kornförmigem
Strahlmittel zu behandeln. So ist ein fahrbares Gerät bekannt (US-PS 36 91 689), bei dem Strahlmittel mit
hoher Geschwindigkeit gegen eine von einem Gehäuse umschlossene Fahrbahnpartie geschleudert wird. Das
Zurückprallen des Strahlmittels wird durch eine bis zur Oberfläche reichende elastische Abdeckung verhindert.
Das verbrauchte Strahlmittel und die Materialabfülle gehen unter der Abdeckung durch und werden
anschließend durch eine rotierende Bürste in einen Förderer gewischt und von dort einem Ausscheider zum
Abtrennen des Strahlmittcls vom Staub und anschließend zu seiner Wiederverwendung der Schleuderstrahlvorrichtung
zugeführt. Die Bürste stellt eine zusätzliche F.inrichtung dar, die als Verschlußteil häufig ausgewechselt
werden muß; zudem ist die Reinigungswirkung beschränkt, insbesondere bei rauhen, unebenen oder mit
Vertiefungen versehenen Oberflächen.
F.s ist weiter die Behandlung von Werkstückoberflächcn
durch ein mittels einer Blasdüse aufgeschleudertes fcrromagneiisches Strahlmittel bekannt (FR-PS
H 39 225), bei der das verbrauchte Strahlmittel durch eine Magnettrommel erfaßt und in einen Behälter
abtransportiert wird. Damit können jedoch nichtmagnetische Matcrialablälle, z. B. Farbreste. nicht erfaßt
Weiter ist eine Vorrichtung zum Entfernen von Strahlmittel und Materialresten von Werkstückoberflächen
bekannt (DT-Gbm 19 61015), bei welcher das Strahlmittel und die Materialreste mit Hilfe von
Saugdüsen abgesaugt werden, nachdem sie durch Blasluftströme aufgelockert und ansaugfähig gemacht
wurden. Wenn jedoch der Anfall von Strahlmittel und Materialresten zu groß ist, kann eine vollständige
Absaugung nicht gewährleistet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von einer Schleuderstrahlvorrichtung der erstgenannten
Art, diese so auszubilden, daß beim Abstrahlen von Fahrbahndecken oder ähnlichen Oberflächen unter
Vermeidung sich stark abnützender Reinigungselemente eine möglichst rückstandfreie Oberfläche durch
Kombination einer magnetischen und pneumatischen Aufsammlung loser Teilchen gemäß der zweit- und
driitgenannten Vorrichtung erhalten wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Sammelvorrichtung eine an sich
bekennte Magnettrommel ist, hinter der — entgegen
der Fahrtrichtung — in bekannter Weise eine Saugdüse und dahinter eine Blasdüse angeordnet sind.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen in einem Ausführunpsbeispiel dargestellt, das nachfolgend beschrieben
wird. Es zeigt:
F i g. 1 einen Grundriß einer fahrbaren Schleuderstrahlvorrichtung,
!-ig.2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der
Vc rrichtung nach F i g. 1 und
F i g. 3 eine Teil-Seitenansicht, teilweise im Schnitt, in ve-größertem Maßstab der Vorrichtung nach Fig. 1.
Eine Schleuderstraihlvorrichtung ist, siehe F i g. 1 und
2, auf dem hinteren Ende 16 eines Chassis-Rahmens 10 mit Rädern 12,14 angeordnet. Das vordere Ende 18 des
Chassis 10 weist eine Anhängeeinrichtung 20 mit einer Satielschlepperkupplung 22 auf, die an einen nicht
dargestellten Schlepper angekuppelt werden kann. Das Fohrzeug kann auch selbstantreibend ausgebildet sein.
Am vorderen Ende sind eine Kraftquelle 24 und Kreftstofftanks 26, 28 und am hinteren Ende 16 ein
Stejer- und Schaltkasten 30 angeordnet. Weiter sind ein
Motor 32 und ein Kompressor 34, welcher an einem Staiib-Sammelbehäher 36 angeschlossen ist, angeordnet
Auf dem Chassis 10 sind zwei von einem Motor 40 angetriebene Schleuderräder 38 angeordnet, denen
kornförmiges, ferromagnetisches Strahlmittel, z. B. Siahlschrot, aus einem Behälter 42 über eine Leitung 44
zugeführt wird. Das Strahlmittel wird zum Zentrum der Schleuderräder geführt, welche mit hoher Geschwindigkeit
rotieren. Die Schaufeln der Schlcuderräder schleudern das Strahlmittel nach auswärts in einen
Bereich, der durch ein Schutzgehäuse 46 bestimmt ist. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, wird das Strahlmittel
abwärts in einen bestimmten Winkel auf die Fahrbahnoberfläche
geschleudert und ist in der Lage, auf der Oberfläche befindliche Materialabfälle, z. B. Gummi von
den Reifen, Ölrückstände o. dgl., zu entfernen.
Für eine wirtschaftliche und schnelle Oberflächenbehandlung ist es notwendig, das beschriebene Gerät in
kontinuierlichem Betrieb einsetzen zu können. Aus diesem Grunde wird das verbrauchte, teuere Strahlmittel
für wiederholten Gebrauch zurückgewonnen.
Hierzu sind Wiedergewinnungseinrichtungen auf
dem Chassis 10 auf der rückwärtigen Seite des von den Schleudcrrädern 38 bestrichenen Raums angeordnet;
dies'.· stellen ein kombiniertes System dar. welches eine
rotierende Magnettrommel 50 mit einem unmagnetischen Gehäuse und darin angeordneten Magneten zum
Ansammeln ferromagnetischer Teilchen und eine Saugdüse 52 zum Aufsammeln nichtmagnetischer
Materialabfälle sowie von Strahlmittel, das nicht durch die Magnettrommel 50 aufgenommen wurde, aufweist.
Um die Wirkung der Trommel 50 und der Saugdüse 52 zu verbessern, wird ein aus einer an der Rückseite der
Saugdüse 52 angeordneten Blasdüse 54 austretender Luftstrom erzeugt, welcher schräg abwärts gegen die
Fahrbahnoberfläche gerichtet ist, so daß das Strahlmittel und die Matenalabfälle im Aufnahmegebiet der
Trommel 50 und der Saugdüse 52 gesammelt werden. Zudem werden die Materialabfälle an der Fahrbahnoberfläche
etwas gelockert, wodurch die Aufnahmefähigkeit des Gerätes verbessert wird.
Die Trommel 50 kann verschieden ausgebildet sein. Zweckmäßig wird eine Anzahl ortsfest angeordneter
Magnete 56 am Innenumfang der Trommel vorgesehen, welche selbst aus nichtmagnetischem Material, z. B.
rostfreiem Stahl, besteht. Die Trommel 50 rotiert im Gegenuhrzeigersinn und nimmt die auf der zu
behandelnden Fahrbahnoberfläche liegenden magnetischen Teilchen auf. Die Materialabfäile werden auf der
Trommel 50 bis an eine Stelle geführt, an der keine Magnete angeordnet sind, damit die Teilchen von der
Außenseite der Trommel abfallen. Teilchen, welche nicht frei abfallen, werden durch einen Schaber 58
entfernt. Die Teilchen fallen in eine Sammelwannc 60. von wo sie durch einen Schraubenförderer 62 einem
Becherförderer 64 zugeführt werden.
Teilchen, die nicht durch die Magnettrommel 50 aufgenommen win Jen, wcruen durch ie Saugdüse 52
angesaugt und bewegen sich aufwärts zu einer ersten Aufbereitungskammer 64, in der die Luftgeschwindigkeil
herabgesetzt wird. Dadurch fallen grobe Teilchen in eine Wanne 66, von wo sie durch einen Schraubenförderer
68 dem Becherförderer 64 zugeführt werden. Die Luft und etwaige im Luftstrom verbliebene feine
Teilchen gehen durch eine Öffnung 70 in eine zweite Aufbereilungskammer 72, in welcher eine weitere
Verminderung der Luftgeschwindigkeit eintritt, so daß weitere Materialabfälle ausgeschieden werden und in
die Wanne 66 fallen. Ein Fliehkraftabscheider 74 ist in der Aufbereitungskammer 72 angeordnet, um noch
verbliebene Teilchen zu entfernen. Ein Tröpfelventil 76 gestattet die periodische Ausscheidung des im Abscheider
angesammelten Materials, ohne daß ein Druckverlust auftritt.
Vom Fliehkraftabscheider 74 geht die Luft über den Auslaß 78 zu einem Sauggebläse 80 (Fig. 2), das zur
Erzeugung der Saugkraft an der Saugdüse 52 dienl; es bläst die Luft über eine Leitung 82 in den Staub-Sammelbehälter
36. Der Staub-Sammelbehälter 36 ist von üblicher Bauart und wird deshalb nicht weiter
beschrieben. Dann wird der durch die Leitung 82 eingeführte Staub durch eine Anzahl Filterelemente
abgeschieden. Die so gereinigte Luft wird dann aus dem Staub-Sammelbehälter 36 über eine Leitung 84 ausgestoßen
und. falls erwünscht, in einer noch zu beschreibenden Weise wiederverwendet.
Die Leitung 84 führt die gereinigte Luft auf die Saugseitc eines zweiten Gehlasus 86, welches zur
Erzeugung des Luftstroms an der Blasdüse 54 (Fig. J)
dient. Das Gebläse 86 beaufschlagt einen Druckbehälter 88 und erzeugt so den Luftstrom an der Blasdüse 54. Im
praktischen Betrieb hat sich gezeigt, daß nicht die gesamte im Staub-Sammelbehälter 36 gereinigte Luft
für die Erzeugung des Luftstroms erforderlich ist. Dementsprechend ist ein Ablaßventil 90 vorgesehen,
über welches die überschüssige Luf* ausgestoßen wird.
Die beiden Schraubenförderer 62, 68 führen die zurückgewonnenen Teilchen zum Becherförderer 64.
Wie aus F i g. S ersichtlich ist, fördert der Becherförderer 64 die Teilchen aufwärts zum Eintritt eines
Luftwasch-Abscheiders 100. Das Material wird von einem Einlauf 102 (F i g. 1) durch einen Schraubenförderer
104 durch ein rotierendes Abscheidungssieb 106 (Fig. 3) geführt. Das Sieb 106 bewirkt, daß nur das
Strahlmittel und kleine Teilchen in den Luftwasch-Abscheider gelangen. Die zurückbleibenden Teilchen, z. B.
Gummiklumpen, Nägel oder anderer Abfall, gelangen in eine Leitung 110 und von dort in einen auf dem Chassis
10 angeordneten Abfallbehälter 112.
Die aus kleinen Materialabfällen und Strahlmittel zusammengesetzten Teilchen gehen durch das Sieb 106
in den Luftwasch-Abscheider. Dort wird mittels eines Luftschleier, welcher die herabfallenden Teilchen
quert, das Material entsprechend seiner Dichte abgeschieden, wobei die leichteren Teilchen in horizontaler
Distanz weiter entfernt anfallen als die schwereren Teilchen. Da das Strahlmittel, z. B. Stahlschrot, sehr
schwer ist, gelangt es damit allein in den Vorratsbehälter 42.
Die leichteren Teilchen gelangen in einen zweiten Behälter 114. Gewöhnlich bestehen sie aus Sand,
Gummi und Rückständen von Kohlenwasserstoffen. Ein Tröpfelventil 116 erlaubt die periodische Ablagerung
der angesammelten Abfälle in einen größeren Behalter 130 (F i g. 2), ohne daß der Luftstrom im Luftwasch-Abscheider
100 beeinflußt wird. Vor dem Ausstoßen der Luft aus dem Luftwasch-Abscheider wird durch einen
Zyklon-Abscheider 120 feiner Sand und Staub aus dem Luftstrom abgeschieden. Die Luft wird in schraubenförmigen
Wirbeln durch den Abscheider 120 abwärts geführt und dann durch eine Leitung 122 nach oben
hinausgeführt. Durch diesen Vorgang wird das im Luftstrom befindliche Material nach unten ausgeschieden.
Ein Tröpfelventil 126 dient demselben Zweck wie das Ventil 1(6.
Falls es erwünscht ist, können mehrstufige I .ul'twaseh-Abscheider
verwendet werden, welche den Abscheidungsvorgang mehrmals wiederholen.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, werden der Sand, Gummi und feine Rückstände, welche durch den
Luftwasch-Abscheider 100 abgeschieden werden, im Behälter 130 abgebeert. Es ist deshalb erforderlich, den
Behalter 130 und den Staubsammelbehälter 36 periodisch zu entleeren, und zu diesem Zweck wird um
Becherförderer 132 vorgesehen, dem der Inhalt des Staub-Sammelbchällers 36 und des Behälters 130
zugeführt wird. Am oberen Ende des Förderers 132 ist ein ausschwenkbares Rohr 134(Fig. 1) ungeordnet, mit
dem die Teilchen in einen Muldenkipper oder cm anderes Fahrzeug abgegeben werden. Aul diese Weise
kann das beschriebene Geriit in Betrieb auf der Fahrbahn bleiben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Fahrbare Schleuderstrahl vorrichtung zum Bearbeiten von Fahrbahndecken oder ähnlichen
Oberflächen mit ferromagnetische!!! Strahlmittel, bei der einem Schleuderradaggregat eine Sammel-
und Reinigungsvorrichtung für Strahlmittel und Abrieb nachgeordnet ist, wobei über einen Becherförderer
und einen Abscheider eine Rückführung des Strahlmittel in einen Sammelbehälter erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelvorrichtung eine an sich bekannte Magnettrommel
(50) ist, hinter der — entgegen der Fahrtrichtung — in bekannter Weise eine Saugdüse (51) und dahinter
eine Blasdüse (54) angeordnet sind.
2. Fahrbare Schleuderstrahlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Magnettrommel (50) ein für sich unmagnetischer Hohlzylinder ist, innerhalb dessen Mantel über einen
bestimmten Umfangsbereich ortsfest einzelne Magnete (56) angeordnet sind.
3. Fahrbare Schleuderstrahlvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Saugdüse (52) mit einer eigenen Vorabscheide- (64) und Sammelkammer (72) in Verbindung steht.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US49788574 | 1974-08-16 | ||
| US05/497,885 US3934373A (en) | 1974-08-16 | 1974-08-16 | Portable surface treating apparatus |
Publications (3)
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| DE2536155A1 DE2536155A1 (de) | 1976-03-04 |
| DE2536155B2 true DE2536155B2 (de) | 1976-09-16 |
| DE2536155C3 DE2536155C3 (de) | 1977-05-12 |
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Also Published As
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| DE2536155A1 (de) | 1976-03-04 |
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| GB1477276A (en) | 1977-06-22 |
| FR2281809A1 (fr) | 1976-03-12 |
| CH596387A5 (de) | 1978-03-15 |
| IT1040358B (it) | 1979-12-20 |
| US3934373A (en) | 1976-01-27 |
| CA1023558A (en) | 1978-01-03 |
| FR2281809B1 (de) | 1979-02-02 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |