DE2536272C2 - Supraleitende Strom-Meßschaltung - Google Patents
Supraleitende Strom-MeßschaltungInfo
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Description
Electronics Letters, Mai 1967, Seite 178—179 erschienen
ist, wird eine Modifikation des oben genannten Patents beschrieben, bei der die Cryotrone durch einen
Josephson-Kontakt ersetzt sind.
Die US-Patentschrift 29 49 602 beschreibt einen cryogenen
Konverter. Im einzelnen handelt es sich dort um einen Tieftemperatur-Schaltkreis, der eine Schleife mit
sowohl harten als auch weichen Supraleitern umfaßt und in ein flüssiges Heliumbad eingetaucht ist. Der Karte
Supraleiter ist induktiv mit einer Ansteuerspule gekoppelt, der weiche Supraleiter ist mit einer Abfühlwindung
gekoppelt Wenn der Steuerstrom erhöht wird, treten Flußverbindungen auf, die in der Schleife einen Ringstrom
induzieren. Es dringt jedoch in die Schleife so lange kein Strom ein, bis der Schleifenstrom den kritischen
Strom des weichen Supraleiters erreicht und überschreitet und diesen dann in den widerstandsbehafteten
Zustand umschaltet. Der Ringstrom wird dann über ohmsche Verluste dissipiert Wenn der weiche
Spuraleiter umschaltet, so bricht sein Magnetfeld zusammen, was wiederum in der Äbfühlwindung festgestellt
werden kann. Auf diese Weise wird jedesiral ein
Ausgangsimpuls erzeugt wenn der Ringstrom den kritischen Strom des weichen Supraleiters oder ein Vielfaches
davon überschreitet Die Anzahl der Impulse kann mit dem Betrag des Stromes in der Steuerspule in Beziehung
gesetzt werden und so eine A/D-Wandlung durchgeführt
werden.
Die in der Beschreibung des Standes der Technik erstgenannten beiden Literaturstelleiii beziehen sich auf
digitale Speichervorrichtungen, d. h. Vorrichtungen, die dazu vorgesehen sind, das Vorhandensein oder die Abwesenheit
eines Signals zu speichern. Da US-Patent 37 64 905 bezieht sich u. a. auch darauf, einen schnell
veränderlichen Vorgang abzutasten und das Meßsignal zu speichern; diese Einrichtung ist jedoch besonders
dafür ausgelegt diese Funktion an nicht wiederholt auftretenden Wellenformen, insbesondere solchen mit sehr
kurzer Dauer durchzuführen. In diesem Sinn induzieren die Signale auf oer Signalleitung 14 (F i g. 1 der genannten
Patentschrift) einen Strom in der benachbart liegenden Schleife 18. Wenn der mit Schleife 18 verbyndene
Josephson-Kontakt /1 in seinem widerstandsbehafteten Zustand ist hängt der Strom in der Schleife nicht nur
vom momentanen Wert auf der Signalleitung 14 ab, sondern auch von früher vorhandenen Werten dieses
Stromes. Ist jedoch der Josephson-Kontakt /1 in seinem supraleitenden Zustand, so fängt die Schleife £8
einen Strom ein, dessen Stärke mit dem Strom in Beziehung steht der zu diesem Zeitpunkt auf der Signailcitung
14 vorhanden ist Die in Frage stehende Patentschrift sieht außerdem eine zweite Schleife zur Messung
des in der ersten Schleife eingefangenen Stromwertes vor. Dem auf diesen Gebiet tätigen Fachmann ist es klar,
daß zur Durchführung der Messung, für die eine endliche Zeit erforderlich ist, der Josephson-Kontakt J 1 supraleitend
bleiben muß. Während dieser Zeit können jedoch irgendwelche Änderungen des Stroms auf der
Signalleitung 14 entsprechende Änderungen des Stroms in der Schleife 18 hervorrufen. Um also eine wirksame
Messung des Stroms in der Leitung 14 zu einem vorbestimmten Zeitpunkt durchzuführen, ist es notwendig,
das Signal auf der Leitung als alleinigen Impuls zu verwenden, der von anderen Signalen durch einen zeitlichen
Zwischenraum geirsnnt ist, der mindestens ebenso groß ist, wie die zur Durchführung der Messung erforderliche
Zeit.
ausdrücklich erwähnten ähnlichen Beschränkung unterworfen, da der Strom im Leiter für den Arbeitsstrom
abgeschaltet werden muß, um in der supraleitenden Schleife einen Ringstrom zu erzeugen, dessen Stärke
s gleich der Stärke des ursprünglichen Stroms ist
Wenn ein Benutzer den Gegenstand des US-Patents 37 64 905 zur Messung des Signalpegels eines isolierten
Impulses verwenden will, oder es einrichten kann, daß seine Signalleitung das Signal sofort nach dem zu messenden
Signalpegel zurücksetzt, kann die in dem genannten Patent beschriebene Einrichtung selbstverständlich
auch zum Einfrieren eines Stromes in einer supraleitenden Schleife verwendet werden, der dann als
Maß für den Strompegel auf der Signalleitung dient Im allgemeinen Fall eines Meßproblems Findet ein Benutzer
jedoch diese glücklichen Umstände nur selten vor, d. h. einen einzigen isolierten Impuls, den er messen will
oder alternativ die Möglichkeit das Signal unmittelbar nach dem zu messenden Signal abzuschalten. Im ailgemeinen
wird es bei Meßproblemen eher --o sein, daß der
Benutzer eine Signslleitung hat, auf der esn kontinuierliches
Signal läuft und er dann den Signalpeger auf dieser Leitung mit einer vorbestimmten Wiederholungsrate
messen will. Außerdem erfordern die Meßgeräte, die derzeit zur Verfügung stehen, eine endliche Zeitdauer,
um die Messung durchzuführen. Dies kann am spezifischen Beispiel eines Analog/Digital-Wandlers als Meßprozeß
erläutert werden: Obwohl Geräte zur Durchführung dieser Wandlung relativ schnell arbeiten, erfordern
sie trotzdem eine endliche Zeit, um die Wandlung herbeizuführen. Der Benutzer steht also dem Problem gegenüber,
einen Schaltkreis zu finden, der in der Lage ist, einen Strom auf einer Signalleitung zu irgendeinem vorbestimmten
Zeitpunkt abzutasten und den abgetasteten Wert während eines Meßintervalls aufrechtzuerhalten,
und zwar unabhängig von Änderungen des Stroms in der tatsächlichen Signalleitung.
In der US-Patentschrift 29 49 602 wird zwar ein supraleitender A/D-Wandler beschrieben, doch beruht die
dort angegebene Lösung auf der gleichzeitigen Verwendung
von harten und weichen Supraleitern und es ist nicht ersichtlich, wie die Lehre dieses Patents auf
einen Schaltkreis übertragen werden könnte, der nur einen einzigen Josephson-Kontakt enthält.
Die vorliegende Erfindung hat sich nach alledem die Aufgabe gestellt, eine schnell arbeitende Schaltung der
eingangs genannten Art anzugeben, die nur ein einziges Josephson-Elemeht umfaßt und die in der Lage ist einen
abgetasteten Strom zu speichern. Die Schaltung soll dabei für kontinuierlich anstehende Signale verwendbar
und zu messen sein.
Diese Aufgabe wird durch die im Hauptanspruch gekennzeichnete
Erfindung gelöst. Ausbildungen und Weitergestaltungen der Erfindung sind in den Unteran-
5s Sprüchen gekennzeichr·zi.
Im wesentlichen handelt es sich bei der Erfindung um einen Schaltkreis zur Abtastung und Messung von Analogsignalen,
bei dem ?wei supraleitende Schaltkreise in Parallelschaltung an ein Paar von Endklemmen angeschlossen
sind einer dieser Schaltkreise enthält einen Josephson-Kontakt, der andere eine induktivität {die
auch verteilt angeordnet sein kann) und die größer ist als die Induktivität des |osephson-Kontakts. Ein analoges
Signal wird an eine der Endklemmen angelegt. Es rind Umschaltvorrichtungen vorgesehen, mit denen der
Josephson-Kontakt zwischen seinen normal- und supraleitenden Zuständen umgeschaltet werden kann: dadurch
werden in der Schleife ein oder mehrere Fluß-
quanten eingefroren. Eine Ausgabevorrichtung ist an einen der beiden Schaltkreise angeschlossen.
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der
Steuerstrom für den Josephson-Kontakt konstant (oder
Null), so daß der Josephson-Kontakt nur in Abhängig- s keil des analogen Signalpegels umschaltet. Bei dieser
Ausführungsform kann eine Anzahl von Impulsen erzeugt werden, die wiederum mit dem Signalpegel in
Beziehung steht, so daß es sich hier um einen Analog/ Digital-Wandler handelt.
In einer weiteren Ausführungsform wird das Umschalten
des Josephson-Kontakts durch einen äußeren Steuerstrom hervorgerufen. Im Normalfall befindet sich
der Josephson-Kontakt in seinem spannungsbehafteten Zustand, so daß im wesentlichen das gesamte analoge
Signal .in den zweiten Schaltkreis fließt. Wenn der Josephson-Kontakt
daraufhin in den supraleitenden Zustand umgeschaltet wird, fließt durch den zweiten
Schaltkreis der Teil des Anaiogsignais, der auch schon vor dem Umschalten des Josephson-Kontakts in dem
zweiten Schaltkreis floß. Der andere Teil des analogen Signals, der Änderungen des Analogsignals nach dem
Umschalten darstellt, fließt dann im ersten Schaltkreis. Diese Bedingung hält so lange vor, wie der Josephson-Kontakt
in seinem supraleitenden Zustand verbleibt. 2s Wenn der Josephson-Kontakt darauf durch die Umschaltvorrichtung
wieder in seinen normalleitenden Zustand zurückversetzt wird, fließt im wesenlichen das gesamte
analoge Signal wiederum in den zweiten Schaltkreis. Diese Ausführungsform stellt ein Gerät zur Abtastung
und zur Speicherung des abgetasteten Wertes dar, da der Pegel des Analogsignals zur Zeit des Umschaltens
in dem zweiten Schaltkreis aufrechterhalten wird, und zwar unabhängig von Änderungen (innerhalb geeigneter
Grenzen) des Pegels des Analogsignals. Der Strom, der im zweiten Schaltkreis fließt, kann dann mit
Hilfe geeigneter fviiüci gemessen Werden, Uni den Pegel
des Analogsignals zur Zeit des Umschaltern festzustellen.
Die Vorteile dieser Erfindung bestehen in der Flexibilität
ihrer Anwendung, da sie sowohl als Analog/Digital-Wandler als auch zur Speicherung des abgetasteten Signals
verwendet werden kann. Der Zeitpunkt, an dem der Meßwert auf einer Signalleitung festgehalten werden
soll, kann mit der erfindungsgemäßen Einrichtung sehr genau Fixiert werden: die Umschaltzeit für die Einrichtung
ist dabei außerordentlich gering. Änderungen des Signals nach dem Meßprozeß verändern das Meßergebnis
nicht
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun an- so hand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 die Einrichtung zur Analog/Digital*Konversion
und zur Speicherung des Meßwerts in schematischer Darstellung;
F i g. 2a. 2b und 2c Wellenformen zur Erläuterung der
Wirkungsweise der Abtast- und Speichereinrichtung;
F i g. 3 die perspektivische Darstellung einer Ausführungsform der Abtast- und Speichereinrichtung;
Fig.4 die schematische Darstellung zur Durchführung
der A/D- Wandlung und m>
F i g. 5 typische Wellenformen während des Betriebs des Schaltkreises von F i g. 4.
F i g. 1 zeigt eine Einrichtung zur Analog/Digital-Wandlung
eines Anaiogsignais. Das Analogsignal wird beispielsweise durch einen Generator 40 in Form eines tö
Gleichstromsignals geliefert, dessen Amplitude in digitaler Form angezeigt werden solL Es ist natürlich selbstverständlich,
daß im tatsächlichen Einsatz der Generator 40 nicht vorgesehen wird, sondern der übrige Teil
der in F i g. I dargestellten Einrichtung wird in Wirklichkeit an einen Schaltkreis angeschlossen sein, bei dem
der Stromwert an einem bestimmten Punkt gemessen werden soll. Außerdem ist die Funktion einer Analog-Digital-Wandlung
nur ein Beispiel einer ganzen Anzahl von Meßvorgängen, bei denen Abtastungs- und Speicherungsschaltkreise
notwendig sind; der Abtast- und Speicherungsschaltkreis der vorliegenden Erfindung ist
also keineswegs auf den Betrieb im Zusammenhang mit Analog-Digital-Wandlern beschränkt; er kann mit beliebigen
Meßeinrichtungen verwendet werden, bei denen ein abgetastetes Signal für eine vorbestimmte Zeitdauer
gespeichert werden soll, damit der Meßvorgang weiter durchgeführt werden kann. Vor einer detaillierten Beschreibung
der Einrichtung sollen kurz die allgemeinen Anforderungen an den Abtast- und Speicherschaltkreis
dargestellt werden. Bei der Messung eines Analogsignais besieht eine Funktion des Abiast- und Speicherschaltkreises
darin, den Signalpegcl innerhalb des gewünschten Intervalls auszuwählen-, es handelt sich also
hier um die Abtastfunktion. Als zweite Funktion ist dieser abgetastete Pegel eine vorbestirnmte Zeitlang aufrechtzuerhalten
und zu speichern, während der Meßprozeß weitergeht: hier handelt es sich also um die Speicherfunktion,
in vielen Fällen wird die Speicherfunktion durch die Tatsache kompliziert, daß das gerade gemessene
Analogsignal nach dem Abtastintervall Änderungen
unterworfen ist, und deshalb der Abtast- und Speicherkreis
die Fähigkeit besitzen muß nicht auf nachfolgende Änderungen des Anaiogsignais zu reagieren, da
sonst der Meßprozeß verfälscht wird: Statt mit einem einzigen abgetasteten Signalpegcl würde man dann mit
einem sich ändernden Abtastwert arbeiten.
In der Darstellung von Fi g. 1 wird das zu messende
Signal I4t) an die Eingangsklemme 20 angeschlossen.
Die Ausgangskicmme 2i wird zweckmäßigerweise geerdet.
Zwischen der Eingangs- und der Ausgangsklemme 20 und 21 liegt ein supraleitender Schaltkreis, d. h.
ein Schaltkreis, der aus Materialien aufgebaut ist, die bei der Betriebstemperatur supraleitend sind. Mit diesem
Schaltkreis verbunden ist ein Josephson-Kontakt 25. Fig. 1 zeigt, daß der Josephson-Kontakt 25 von einem
Nebenschlußwiderstand R überbrückt ist, da im allgemeinen ein Widerstand erforderlich ist, um sicherzustellen,
daß der Josephson-Kontakt kritisch gedämpft ist. Obwohl dieser Widerstand R vorzugsweise eingebaut
wird, ist er nicht unbedingt erforderlich: der notwendige Widerstand kann auch mit anderen Mitteln eingebaut
werden als durch Parallelschaltung des Widerstands R zum Josephson-Kontakt.
Ein zweiter supraleitender Schaltkreis 26 ist ebenfalls mit den Eingangs- und Ausgangsklemmen 20 und 21
verbunden. Der zweite supraleitende Schaltkreis enthält eine Induktivität L Obwohl die Induktivität L in F i g. 1
als ein diskretes Element dargestellt ist, handelt es sich in Wirklichkeit in den meisten Fällen um eine verteilte
Induktivität
Wie in F i g. 1 gezeigt, kann der zweite supraleitende
Schaltkreis mit einem Analog-Digital-Konverter 15 gekoppelt sein, wobei die Kopplung am zweckmäßigsten
auf magnetische Weise erfolgt In F i g. 1 ist zwar ausdrücklich ein Analog-Digital-Wandler angeschlossen, es
ist jedoch selbstverständlich, daß an den zweiten supraleitenden Schaltkreis 26 irgendein beliebiges Meßinstrument
angeschlossen werden kann. Vorzugsweise ist dieses Meßinstrument bei der Betriebstemperatur
ebenfalls supraleitend
In unmittelbarer Nähe des loscphson-Kontakls 25 ist
ein Stcucrleiter gelegt, der mit den Klemmen 30 und 31 verbunden ist. Ein Steuerstrom /, fließt in diesen Kreis
und steuert den Zustand des Josephson-Kontakts 25.
F i g. 3 zeigt den physikalischen Aufbau des Abtast- ■>
und Speicherschaltkreises entsprechend der vorliegenden Rrfindung. In Fig. J sind für entsprechende Teile
dicsclbcif 3czugszcichen verwendet wie in Fig. 1. Auf
einer Grundplatte 40 ist eine Isolierschicht 50 niedergeschlagen. Auf dieser Isolierschicht 50 sind weiterhin die
Leiierzüge 20', IY und 26 aufgebracht. Ein Joscphson-Kontakt
25 liegt zwischen den Leitern 20' und 21'. Ein Steuerleiter liegt zwischen den Klemmen 30' und 31'. Da
nur ein Teil der Schaltkreise in Fig.3 dargestellt ist,
können die mit einem Strich versehenen Elemente mit \s
den ohne Strich bezeichneten Klemmen entsprechend Fig. 1 verbunden werden. Die Lage des Steuerleiters
kann entsprechend der Topographie der Schaltkreise verändert werden; er ist vom joseprmjn-Kümäki normalerweise
durch eine Isolierschicht getrennt.
Während des Betriebs führt der Steuerleiter normalerweise einen Strom, der so eingestellt ist, daß der Joscphson-Kontakt
25 in seinem spannungsbehafteten Zustand ist. Als Folge davon fließt im wesentlichen der
gesamte /u messende Strom I1(I) durch den zweiten
supraleitenden Schaltkreis 26. Zu dem Zeitpunkt, an dem der Strom I1(I) abgefühlt werden soll, wird der
Strom im Steuerleiter auf »0« gesetzt und somit der Josephson-Kontakt in seinen supraleitenden Zustand
umgeschaltet. Da die Induktivität des josephson-Kontakts kleiner ist als die Induktivität im zweiten supraleitenden
Schaltkreis 26, wird der Strom, der durch den zweiten supraleitenden Schaltkreis 26 floß, auf dem
Wert gehalten, den er zu der Zeit hatte, als der Josephson-Kontakt in seinen supraleitenden Zustand um- J5
geschaltet wurde. In dem Analogsignal IJt) treten jedoch Stromändcrungcn suf. die durch die supraleitende
Einrichtung 25 fließen. Solange also der Josephson-Kontakt 25 in seinem supraleitenden Zustand gehalten
wird, fließt ein Strom in den zweiten supraleitenden Schaltkreis 26, der gleich dem Strom ist, der dort floß,
als der Josephson-Kontakt 25 in seinen supraleitenden Zustand umgeschaltet wurde. Auf diese Weise wird der
abgetastete Strompegcl während der Messung auf gleicher Höhe gehalten. Zum Abschluß des Meßprozesses
wird der Josephson-Kontakt 25 wieder in seinen normalleitenden Zustand umgeschaltet, und zwar mit Hilfe
eines angelegten Steuerstroms. Der Strom im zweiten supraleitenden Schaltkreis 26 erreicht auf diese Weise
schnell den Pegel des Analogsignalstroms IJ(Il, der ge- so
messen werden soll. Sobald im wesentlichen der gesamte Signalstrom I1(I) wieder durch den supraleitenden
Schaltkreis 26 fließt, ist die Abtast- und Speichereinrichtung
10 wieder in Lage, eine weitere Abtastung durchzuführen.
Die für diese Betriebsweise typischen Wellenformen sind in den F i g. 2A bis 2C dargestellt F i g. 2A zeigt
eine typische Wellenform für den Steuerstrom. F i g. 2B soll einen typischen Analogsignalstrom l/t) darstellen,
der gemessen werden solL F i g. 2C stellt den Strom dar,
der im zweiten supraleitenden Schaltkreis fließt. Zur
Zeit to stellt die Anwesenheit des Steuerstroms sicher, daß der Josephson-Kontakt sich in seinem normalleitendem
Zustand befindet und daß damit zu dieser Zeit der Strom im zweiten supraleitenden Schaltkreis !-,(t) gleich
ist mit //fjt dem zu messenden Strom. Zur Zeit /1 wird
der Steuerstrom auf »0« zurückgesetzt und damit der Josephson-Kontakt 25 in seinen supraleitenden Zustand
umgeschaltet. Zur Zeit /1 wird also der Strom im zweiten
supraleitenden Schaltkreis l\(i) abgefühlt. Da der Steuerstrom
bis zur Zeit t2 auf »0« gehalten wird, bleibt der
Strom im zweiten supraleitenden Schaltkreis von der Zeil fi bis zur Zeit 0 konstant. Der Strom l\(t) wird
beibehalten, und zwar unabhängig von allen Änderungen des Analog-Signalstroms I4O'· diese Änderungen
fließen durch den Josephson-Kontakt 25. Beim Abschluß des Meßintervalls zur Zeit /2 schaltet der Steuerstrom
den Josephson-Kontakt in seinem normalleitenden Zustand zurück, wodurch der Strom im zweiten
supraleitenden Schaltkreis 26 nun dem zu messenden Strom folgt. Die Öffnungszeit t4 ist also die Zeit definiert,
die für den zweiten supraleitenden Schaltkreis erforderlich ist um sich auf den Stromwert des zu messenden
Stroms einzustellen. Die Öffnungszeit wird durch die Zeitkonstante L/R des Schaltkreises bestimmt. Typischerweise
kann man einen Induktivitätswert L von iO-'- hi und einen Widerstand R in der Größenordnung
von 10-' Ohm erwarten. Damit ist eine Öffnungszeit t,
der Größenordnung von 10 Pico-Sekunden möglich.
Die Haltezeit r« ist als die Zeit definiert, während der
der abgetastete Wert konstant gehalten werden kann. Im Prinzip ist diese Zeit unendlich. Die Stabilität des
gespeicherten Signals ist gleich dem Verhältnis der Schleifeninduktivität L, d. h. der Induktivität im zweiten
supraleitenden Schaltkreis und der Induktivität des Josephson-Kontakts.
Der Josephson-Kontakt schaltet zwar zwischen einem normalleitenden und einem supraleitenden Zustand
um, es ist dabei aber klar, daß durch den Kontakt auch im normalleitenden Zustand ein gewisser Strom
fließt. In dem Maße, in dem ein Strom durch den normalleitenden
Josephson-Kontakt fließt, ergibt sich ein Unterschied zwischen dem zu messenden Strom /a(t)
und dem Strom, der im zweiten supraleitenden Schaltkreis fließt Damit nun Meßfehler aufgrund dieses Stromes
vermieden werden, sollte der Josephson-Kontakt so aufgebaut sein, daß dieser Strom geringer ist als die
Hälfte des niedrigstelligsten Bits, das sich als Ergebnis des Meßprozesses erwarten läßt. In ähnlicher Weise
muß die Einrichtung so aufgebaut sein, daß beim Umschalten des Josephson-Kontakts in seinen supraleitenden
Zustand das zu messende Gleichstromsignal I/t)
nicht den maximalen Josephson-Strom des Kontakts überschreitet.
Mit der beschriebenen Einrichtung kann also ein kontinuierliches
Analog-Stromstgnal zu beliebigen vorbestimmten Zeitpunkten abgefühlt werden und außerdem
das abgefühlte Signal gespeichert werden, und zwar unabhängig von Änderungen des kontinuierlichen Analog-Stromsignals,
so daß der Meßprozeß während eines Meßintervalls an einem konstanten abgetasteten Pegelwert durchgeführt werden kann. Bei dem Betrieb muß
dabei das kontinuierliche Analog-Signal nicht auf »0« zurückgesetzt werden und es ist auch nicht notwendig,
daß das abgetastete Signal impulsförmig auftritt
Fig.4 zeigt im wesentlichen denselben Schaltkreis
für F i g. 1 zur Durchführung von Analog-Digital-Wandlungen.
Wie in F i g. 1 wird das umzuwandelnde Signal durch einen Signalgenerator 40 zugeführt Dieses Signal,
l/t), gelangt zu einer Eingangsklemme 20. Zwei
supraleitende Schaltkreise sind mit der Eingangsklemme 20 verbunden. Ein erster supraleitender Schaltkreis
enthält einen Josephson-Kontakt 25, der zwischen den Klemmen 20 und 21 Hegt Ein zweiter supraleitender
Schaltkreis liegt ebenfalls zwischen denselben beiden Klemmen. Eine Steuervorrichtung mit einem Leiterzug
ist an die Klemmen 30 und 31 angeschlossen, um den Zustand des Josephson-Kontakts 25 mit Hilfe eines darin
fließenden Steuerstroms I1- einzustellen. Bei dieser
Anwendung wird jedoch der Steuerstrom /,■ festgehalten, er kann sogar »0« sein; Einzelheiten hierzu werden
im folgenden erklärt. Die Induktivität des ersten supraleitenden Schaltkreises wird als Lg bezeichnet, da der
größere Teil dieser Induktivität auf den Josephson-Kontakt 25 selbst entfällt. Die Induktivität des zweiten supraleitenden
Schaltkreises 26, des Verzweigungsschaltkreises, wird im folgenden als Lb bezeichnet; diese Induktivität
ist in Fig. 4 zwar als diskretes Element dargestellt, in Wirklichkeit kann sie aber auch in dem Verzweigungskreis
verteilt angeordnet sein. Vorzugsweise ist Lb größer als Lt und das Verhältnis L1JLh soll nach
Möglichkeit ungefähr 0,02 betragen. Das Analog-Signal, das in Digitalform umzusetzen ist, umfaßt den Analog-Strom
I/O' der in die Klemme 20 fließt und entsprechend
der Darstellung in F i g. 2 dem Signaigenerator 40
entnommen wird. Der Schwellwertstrom des Josephson-Kontakts 25 /mal wird so eingestellt, daß
er = InIn beträgt, wobei /„ den Maximalwert des Analog-Signals
bezeichnet und η die gewünschte Auflösung des Wandlers darstellt: die Einstellung des Schwellwertstroms
erfolgt durch einen geeigneten Steuer-Vorstrom, durch eine geeignete Konstruktion des Kontakts oder
durch eine Kombination dieser beiden Faktoren. Zur Erzielung einer größeren Genauigkeit erlaubt der Konverter
Änderungen des Magnetflusses in der Schleife, die aus den beiden supraleitenden Schaltkreisen besteht
nur in Beträgen eines einzelnen Flußquants Φο, dessen
Wert gleich 2 · 10-IS Voltsekunden ist. Um sicherzustellen,
daß der magnetische Fluß sich nur in Beträgen eines einzelnen Flußquants ändert, ist die gesamte Induktivität
der Schleife Lf + L6 ungefähr gleich <rV/m„.
Beim Betrieb wird der Josephson-Kontakt auf den maximalen Josephson-Kontakt ZsS1 eingestellt Wie
oben erwähnt, kann diese Voreinstellung des Arbeitspunktes entweder durch einen konstanten Steuerstrom
/,· erfolgen, durch eine geeignete Wahl der physikalischen
Parameter und Materialien des Josephson-Kontakts oder durch eine Kombination des Steuerstroms
und des Aufbaus des Kontakts. Wenn der analoge Signalstrom HO betragsmäßig zunimmt, wird er in jedem
Fall zuerst im wesentlichen nur im ersten supraleitenden Schaltkreis fließen, d.h. durch den Josephson-Kontakt
25. Genauer werden ungefähr 98% des analogen Eingangsstroms im ersten supraleitenden Schaltkreis fließen.
Wenn I/t) jedoch den Wert In., erreicht, schaltet
der Josephson-Kontakt in seinen normalleitenden Zustand um und dadurch wird im wesentlichen der gesamte
analoge Signalstrom in den zweiten supraleitenden Schaltkreis verlagert Sobald der analoge Signalstrom
nicht mehr durch den ersten supraleitenden Schaltkreis fließt schaltet der Josephson-Kontakt jedoch
in seinen supraleitenden Zustand zurück. Zu diesem Zeitpunkt wird Iy(O im wesentlichen gleich !„*, und
Ig(O wu"d im wesentlichen zu »0«. Steigt dann der analoge
Signalstrom weiterhin an, so fließt der den Wert Imx,
übersteigende Strom wieder im ersten supraleitenden Schaltkreis. Wenn der Wert von Ig(O wiederum den
Wert In», des Josephson-Kontakts 25 erreicht, schaltet
dieser wiederum in den normalleitenden Zustand um, so daß nun Ιφ) den Wert 2/™, erreicht Wenn das analoge
Stromsigna! weiterhin ansteigt, ergeben sich wiederum die gleichen Vorgänge, d. h. der Josephson-K-ontakt 25
schaltet vom supraleitenden in den normalleitenden Zustand um, und zwar jedesmal, wenn der ihn durchfließende
Strom /,„„■ erreicht, um dann unmittelbar danach
wieder in den supraleitenden Zustand zurückzuschalten. Jedesmal wenn der Josephson-Kontakt 25 einen Umschaltzyklus
zum normalleitenden und zurück zum supraleitcnden durchläuft, wird ein einzelnes Flußquanl in
der Schleife eingefangen.
Wenn das analoge Signal anfängt abzunehmen, bewirkt der eingefangene Magnetfluß, daß ein Strom im
Josephson-Kontakt in umgekehrter Richtung fließt.
ίο Nimmt das analoge Signal weiterhin ab. so steigt der
Strom durch den losephson-Kontakt 25 in umgekehrter Richtung an, bis schließlich I1, den Wert —/„„, erreicht.
An diesem Punkt schaltet der Josephson-Kontakt 25 wiederum in seinen normalleitenden Zustand um. In diescm
Fall weist jedoch die an dem Kontakt abfallende Spannung die umgekehrte Polarität auf und es wird ein
einzelnes Flußquant von der Schleife abgegeben. An dieser Stelle schaltet der losephson-Kontakt dann wieucT
ZüTüCK in uCn SüproiCIiCnuCn f.üj!2"u. K^'CSCr . ΟΓ-gang
wiederholt sich, solange das Analog-Signal abnimmt.
Die in Einzelschritten erfolgende Zugabe oder Freigabe
eines Flußquants wird durch die L//?-Zeitkonstantc
der Schleife bestimmt. Im allgemeinen kann dieser Vorgang sehr viel schneller durchgeführt werden als die
Änderungen des Pegels des Analog-Signals erfolgen. Durch Differenzierung des im zweiten supraleitenden
Schaltkreises fließenden Strom /j/y kann damit das Auftreten
von Flußerhöhungen oder Flußherabsetzungen festgestellt werden.
Eine Einrichtung zur Durchführung dieser Funktion ist in F i g. 4 schematisch durch einen Transformator T
dargestellt. Der Transformator T besitzt eine Primärwindung,
die Bestandteil des zweiten supraleitenden
J5 Schaltkreises ist und eine Sekundärwindung, die magnetisch
mit der Primärwindung gekoppelt ist. Die Sekundärwindung gibt kürze Impulse einer Polarität bei der
schrittweisen Zunahme des Analog-Signals ab, die ihrerseits Folge der Aufnahme eines weiteren Hußquanis in
die Schleife ist. In entsprechender Weise führt die Abnahme
des Analog-Signals zur Erzeugung ve-. Impulsen der entgegengesetzten Polarität als Folge des Vertreibcns
eines Flußquants aus der Schleife. Diese Impulse können verstärkt werden, um einen 2"-Binärzähler zu
betreiben oder den Inhalt eines N-Bit-Schieberegisters
nach rechts bzw. nach links zu verschieben. Damit ergeben sich zu allen Zeiten im Zähler oder in dem Schieberegister
diskrete Digitalwerte entsprechend dem analogen Signalpegel.
Die Wirkungsweise des in F i g. 4 schematisch dargestellten Schaltkreises kann genau anhand der in Fig.5
beispielhaft dargestellten Wellenformen erläutert werden. Zu diesem Zweck zeigt Fig.5 die Wellenform eines
charakteristischen Analog-Stromsignais Ht), das
über der Zeit aufgetragen einen dreieckförmigen Verlauf aufweist Die Abszisse ist im Einhalten von /Μ,
geeicht In F i g. 5 sind weiterhin charakteristische Wellenformen für HO· MO sowie die zeitliche Ableitung
von !φ) enthalten. Wenn der Analog-Pegel des Signal-
Stroms zunimmt, wächst auch der Strom durch den Josephson-Kontakt
Ig(O entsprechend bis zur Zeit /,,
wenn 1/0 = I**" wird- An dieser Stelle schaltet der Josephson-Kontakt
25 in seinen normalleitenden Zustand um und zwingt dadurch den analogen Signalst-rom in
den zweiten supraleitenden Schaltkreis. Zur Zeit u
nimmt also Ιφ) in stufenförmiger Weise bis zum Wert
An« zu und I/O fällt im wesentlichen auf den Wert »0«.
Da jedoch der analoge Signalstrom HO weiterhin an-
11
steigt, nimmt auch l/t) zu, während Ib(O konstant bei
/„:.„ bleibt. Wenn der Analog-Pegel des Signals den
Wert 2/„„, ».rreicht hat, fließt ein Strom /„„, im Jouephson-Kontakt.
Dies führt wiederum zu dessen Umschalten in den normallcitcndcn Zustand und erzwingt
damit einen Stromfluß von 2/mil) im zweiten supraleitenden
Schaltkreis. Der Strom im zweiten supraleitenden Schaltkreis wird dadurch in Stufen von /„u, erhöht, während
der Strom durch den Josephson-Kontakt kontinuierlich von O bis In,., zunimmt und dann auf den Wert O
zurückfällt.
Nach der Zeit fe und vor der Zeit /7 erreicht das Analog-Signal
//f^den Maximalwert und fängt dann an abzunehmen.
Der Strom durch den Josephson-Kontakt /^spiegelt diese Änderung dadurch wieder, daß der zu
dieser Zeit ein Maximum erreicht und dann so lange abnimmt, bis vor der Zeit h, lf(t) in umgekehrter Richtung
7.U fließen beginnt und an Stärke zunimmt. Zur Zeit -■ .·; wird i/t) —■ — !„,,. Dadurch wird natürlich wieder ein
Umschalten des josephson-Kontakts in seinen normalleitenden
Zus-.and hervorgerufen. Die Spannung, die am Josephson-Kontakt abfällt, besitzt dann aber die umge-
! kehrte Polarität und es wird entsprechend ein Fiuß-
quant aus der Schleife herausgedrängt. Dies zeigt sich in !.* der stufenweisen Änderung von/t/i^zur Zeit/;.
,; Durch magnetisches Ankoppeln an entweder den er-
A sten oder den zweiten der supraleitenden Schaltkreise
:'i kann ein Ausgangssignal, beispielsweise zum Betrieb ■y- eines Zählers entnommen werden. F i g. 4 zeigt eine ma-
;i gretische Ankopplung an den zweiten supraleitenden j Schaltkreis mit Hilfe einer Sekundärwindung, die ma-
\$ gnetisch mit dem zweiten supraleitenden Schaltkreis
ί verbunden ist. durch den I^t) fließt Die in der Sekun-
l·' därwindung induzierte Spannung stellt natürlich die
ψ zeitliche Ableitung des Flusses dar, der die zweite Win-
^ dung durchsetzt. Außerdem ist der Fluß, der die zweite
_ Windung durchsetzt proportional zum Strom, der
g durch den zweiten supraleitenden Schaltkreis fließt, d. h. % lt(t). Die in der Sekundärwindung induzierte Spannung
Is ist damit proportional zur Größe d/tftj/df. Die Wellenform
dieser Funktion ist ebenfalls in F i g. 5 dargestellt. Jj Es kann aber auch der Strom in der ersten supralei-
tenden Schaltung, l/t) zur Erzeugung eines Ausgangssi-
:5j gnals herangezogen werden, und damit der Digitalwert
g des analogen Eingangssignals bestimmt werden. Eine ähnliche Art der magnetischen Kopplung kann für dieses
Ausgangssignal verwendet werden. Anhand von Fig.5 und insbesondere anhand der Wellenform von
l^O^gibx sich aber, daß die zeitliche Ableitung von l^t)
einen zusätzlichen, bzw. anormalen Impuls enthält, der so die Änderung der Steigung des Analog-Signals zwischen
den Zeitpunkten tb und /7 darstellt. Diese Anomalie
tritt bei allen Eingangssignalen auf. die zuerst ansteigen und dann abfallen. Da es sich hierbei um einen
systematischen Fehler handelt, kann ein logischer Schaltkreis vorgesehen werden, der das Ausgangssignal
so modifiziert, daß sich ein korrektes Resultat ergibt Beispielsweise kann der erste Impuls, der ein Herunterzählen
bewirkt, nachdem ein oder mehrere Impulse für das Heraufzählen empfangen wurden, so verarbeitet
werden, daß er ein zweimaliges Herunterzählen bewirkt und dadurch den anormalen Impuls für das Heraufzählen
kompensiert
Claims (10)
1. Supraleitende Schaltung mit Josephson-Kontakten zur Abtastung und Messung eines Analogstroms,
dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte supraleitende Speicherzelle (10) vorgesehen
ist, die einen ersten Stromzweig (20,21) mit einem Josephson-Kontakt (25) aufweist, dem Einrichtungen
(30,31) zur Steuerung seines Umschaltschwellwerts zugeordnet sind und dem ein zweiter Stromzweig (26)
parallel geschaltet ist, dessen Induktivität groß gegen-Oberderdes
ersten Stromzweiges ist daßder Analogstrom /^ dem ersten Stromzweig (20,21) zugeführt
und während des Abtastvorgangs in den zweiten Stromzweig (26) verlagert wird, und daß eine mit dem
zweiten Stromzweig gekoppelte Einrichtung (15) zur Messung des verlagerten Stroms vorgesehen ist
2. Schaltung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet
da£ das Verhältnis der Induktivität des ersten zu der ds* zweiten Stromzweiees ungefähr 0.02
beträgt
3. Schaltung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der Josephson-Kontakt (25) kritisch
gedämpft ist
4. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß der Josephson-Kontakt
(25) des ersten Zweiges zu Beginn des Meßvorgangs durch eine Änderung des Steuerstroms (Ic)
von seinem normalleitenden in den supraleitenden Zustand umscheltet und daß nach Beendigung der
Messung des im zweiten Zweig gespeicherten Stromes der Josephson-Kontakt widder in seinen supraleitenden
Zustand zurückgeschaltet wird.
5. Schaltung nach Anspruch ν dadurch gekennzeichnet daß der zweite Stromzweig induktiv mit
einem vorzugsweise ebenfalls in Form einer supraleitenden Schaltung realisierten Analog/Digital-Wandler
(15) gekoppelt ist.
6. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerstrom (lc) in
periodischen Impulsen (F i g. 2A) angelegt wird.
7. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellwert (lmax)
des Josephson-Kontakts (25) auf einen konstanten vorbestimmten Wert ensprechend der gewünschten
Meßauflösung eingestellt wird und daß die im zweiten Stromzweig auftretenden Stromimpulse registriert
werden, die jeweils bei einer Änderung des Analogstroms um den Schwellwert entstehen.
8. Schaltung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet
daß die Einstellung des Schwellwerts (lm„)
durch einen konstanten Steuerstrom (lc) oder durch
den Aufbau des Josephson-Kontakts (25) oder durch beide Faktoren zusammen erfolgt.
9. Schaltung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet daß die Gesamtinduktivität der aus
den beiden Zweigen bestehenden Schleife ungefähr Φα/Imix beträgt, wobei Φα der Wert eines elementaren
Flußquants ist, und daß somit beim Umschalten des Josephson-Kontakts (25) jeweils gerade ein
Flußquant eingefangen bzw. freigesetzt wird.
10. Schaltung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellung der
Stromimpulse durch einen in den zweiten Zweig eingebauten Transformator (T; Fig.4) erfolgt, dessen
Ausgang einem Binärzähler zugeführt wird.
Die Erfindung betrifft eine supraleitende Schaltung mit Josephson-Kontakten nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1. Wesentliche Funktionen dieser Schaltung sind beispielsweise die Analog/Digital-Umsetzung oder
die Abtastung von schnell veränderlichen Signalen mit nachfolgender Speicherung des Meßwartes.
Die vorliegende Erfindung macht von Schalteinrichtungen Gebrauch, in denen Josephson-Tunnelströme
fließen können. Die grundlegende theoretische jjrklärung
des Josephson-Effekt ist in dem Artikel »Possible New Effect in Superconductive Tunnelling von B. B. Josephson,
in »Physics Letters«, Seiten 251 bis 253 vom Juli 1962 enthalten. Seit dieser Zeit gehören zahlreiche
weitere Josephson-Kontakte und deren Anwendung z'im Stand der Technik. Im folgenden werden hiervon
nur die wichtigsten betrachtet
Die Anwendung eines Josephson-Kontakt für Speicherzwecke
ist in dem Artikel »NDRO Memory Cell Employing a Single Josephson Tunnelling Gate« im
IBM Technical Disclosure Bulletin, VoL 15, Nr. 9, vom Februar 1973. Seiten 2904—05 sowie in der deutschen
Offenlegungsschrift 23 43 441 beschrieben. Beide Literaturstellen
offenbaren supraleitende Speicherzellen, die als ein Paar von supraleitenden Schaltkreisen aufgefaßt
werden können, von denen einer Josephson-Kontakt enthält In der erstgenannten Schrift enthält der
andere supraleitende Schaltkreis eine Induktivität, die gleich der Induktivität des Josephson-Kontaktes ist In
der zweiten Literaturstelle wird eine Speicherzelle beschrieben, bei der die Induktivität des Josephson-Kontaktes
geringer ist als die Induktivität des restlichen Schaltkreises, der die Speicherzelle darstellt.
In der US-Patentschrift 37 64 905 wird ein »Apparat zur Messung von iropulsförmigen Signalen mit Hilfe
von Josephson-Tunnelkontakten« beschrieben. Dort handelt es sich um eine supraleitende Schleife mit einem
Josephson-Kontakt. der in unmittelbarer Nähe einer Signalleitung angeordnet ist, auf der die zu messende Wellenform
läuft. Der magnetische Flufc von der Wellenform durchsetzt die Schleife mit einem Betrag, der zu
einem gegebenen Zeitpunkt von ckr Amplitude der Wellenform abhängt. Eine Steuereinrichtung ist so angeordnet,
daß der Josephson-Kontakt in seinen supraleitenden Zustand umgeschaltet wird, wenn die Wellenform
abzutasten ist. Ein weiterer Josephson-Kontakt zur Prüfung kann in unmittelbarer Nähe der supraleitenden
Schleife vorgesehen werden, um den Flußbetrag festzustellen, der in der Schleife eingefroren ist.
Die US-Patcntschnft 33 62 018 betrifft einen »elektrisehen Schaltkreis mit supraleitenden Speicherelementen«. Es sind dort keine Josephson-Kontakte verwendet, sondern Cryotrons. Insbesondere wird dort beschrieben, daß ein Strom in einem Leiter, der Teil einer Schleife ist, innerhalb dieser Schleife eingefroren werden kann, wenn der Leiter ein Element enthält, das normalleitend gemacht werden kann, während der übrige Teil der Schleife im supraleitenden Zustand verbleibt. In dem genannten Patent wird der Strom in den supraleitenden Teil der Schleife umgelagert, wenn das Element im Leiter in seinen widerstandsbehafteten Zustand umschaltet. Wird daraufhin das Element in dem Leiter wieder in den supraleitenden Zustand zurückgeschaltet, und der Strom durch den Leiter abgeschaltet, so bildet sich in der Schleife ein Ringstrom aus, dessen Slärkc gleich der Stärke des ursprünglichen Stroms in dem Leiter ist.
Die US-Patcntschnft 33 62 018 betrifft einen »elektrisehen Schaltkreis mit supraleitenden Speicherelementen«. Es sind dort keine Josephson-Kontakte verwendet, sondern Cryotrons. Insbesondere wird dort beschrieben, daß ein Strom in einem Leiter, der Teil einer Schleife ist, innerhalb dieser Schleife eingefroren werden kann, wenn der Leiter ein Element enthält, das normalleitend gemacht werden kann, während der übrige Teil der Schleife im supraleitenden Zustand verbleibt. In dem genannten Patent wird der Strom in den supraleitenden Teil der Schleife umgelagert, wenn das Element im Leiter in seinen widerstandsbehafteten Zustand umschaltet. Wird daraufhin das Element in dem Leiter wieder in den supraleitenden Zustand zurückgeschaltet, und der Strom durch den Leiter abgeschaltet, so bildet sich in der Schleife ein Ringstrom aus, dessen Slärkc gleich der Stärke des ursprünglichen Stroms in dem Leiter ist.
In dem Artikel von Clarke et al »Super Conducting Memory Device Using josephson Junctions«, der in
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/537,803 US3983419A (en) | 1974-12-31 | 1974-12-31 | Analog waveform transducing circuit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2536272A1 DE2536272A1 (de) | 1976-07-08 |
| DE2536272C2 true DE2536272C2 (de) | 1985-01-17 |
Family
ID=24144162
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2536272A Expired DE2536272C2 (de) | 1974-12-31 | 1975-08-14 | Supraleitende Strom-Meßschaltung |
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| JP (1) | JPS5440426B2 (de) |
| CA (1) | CA1048113A (de) |
| DE (1) | DE2536272C2 (de) |
| FR (1) | FR2296942A1 (de) |
| GB (1) | GB1475847A (de) |
| IT (1) | IT1041943B (de) |
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- 1975-08-14 DE DE2536272A patent/DE2536272C2/de not_active Expired
- 1975-08-27 IT IT26601/75A patent/IT1041943B/it active
- 1975-09-10 JP JP10905875A patent/JPS5440426B2/ja not_active Expired
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| FR2296942A1 (fr) | 1976-07-30 |
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| JPS5440426B2 (de) | 1979-12-03 |
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