DE253793C - - Google Patents

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DE253793C
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brake
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brakes
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B49/00Take-up devices, e.g. levers, for the needle thread
    • D05B49/02Take-up devices, e.g. levers, for the needle thread operated by cams or linkages

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 253793 KLASSE 52 a. GRUPPE
V. St. A.
Es ist bekannt, bei Kettenstich-Schuhwerknähmaschinen neben der gewöhnlichen, dauernd wirkenden Bremsvorrichtung, die die Fadenspannung hervorbringt, noch eine besondere Klemmvorrichtung anzuwenden, die während des Festziehens des Stiches mitwirkt, was zur Folge hat, daß der Faden eine ver^ stärkte Spannung erhält.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind nun
ίο zwei Fadenbremsvorrichtungen derart angeordnet, daß ihre Bremsschuhe auf einander gegenüberliegenden Seiten der Bremsrolle auf ihre Scheiben einwirken und durch ein und dieselbe elastische Andrückvorrichtung angepreßt werden, dabei aber die eine Bremsvorrichtung gelüftet wird, wenn die geringere Spannung auf den Faden ausgeübt werden soll, während die andere Bremsvorrichtung mit gleichbleibendem Druck dauernd in Eingriff bleibt. Diese besondere Einrichtung ermöglicht die gleichzeitige Regelung der Bremskraft beider Bremsen durch die gleiche Vorrichtung, indem beide Bremsen durch eine einzige nachspannbare Feder belastet werden.
Der Angriffspunkt der Feder an dem einen Bremshebel kann verschoben werden, um den relativen Bremsdruck der beiden Bremsbacken zu verändern.
Der Erfindungsgegenstand ist auf den Zeichnungen beispielsweise an einer Kettenstich-Schuhwerknähmaschine veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 2 ist eine von der entgegengesetzten Seite der Fig. 1 aus gesehene Seitenansicht der Fadenspannvorrichtung. Fig. 3 ist eine Rückansicht der in Fig. 2 dargestellten Teile.
Die Maschine besitzt eine gebogene Hakennadel, die die Fadenschleifen durch das Werkstück hindurchzieht. Der Fadenaufnehmer der Maschine übt zwecks Festziehens des Stiches einen Zug auf den Faden aus, während sich die Nadel in dem Werkstück befindet.
Der Arbeitsgang und die Wirkungsweise der Hakennadel 1, der Nadelführung 2, des Fadeneinlegers 3, des Fadenabziehers 4, des Fadenaufnehmers 5, des Hilfsfadenaufnehmers 6, der Rahmenführung 7 und der Werkstückstütze 8 entspricht im allgemeinen dem Arbeitsgang und der Wirkungsweise der bekannten Maschinen.
Die auf den Zeichnungen dargestellte Fadenspannvorrichtung schließt eine Bremsvorrichtung ein, die aus zwei Bremsscheiben 9 und 10 und aus zwei Bremsschuhen 11 und 12 besteht. Die Bremsschuhe 11 und 12' sind drehbar an den unteren Enden der an festen Teilen des Maschinengestells drehbaren Hebel 13 und 15 angebracht. Die Bremsschuhe wirken auf gegenüberliegenden Seiten auf die Bremsscheiben 9 und 10 ein. Die die Bremsschuhe tragenden Hebel 13 und 15 stehen unter der Einwirkung ein und derselben Feder 17,. die die genannten Hebel derart zu bewegen sucht, daß die Bremsschuhe an dem Umfang der Bremsscheiben anliegen. Damit die Feder 17 auf die beiden Hebel 13 und 15 einwirken kann, ist eine Stange 18
vorgesehen, die drehbar mit dem Hebel 15 verbunden ist und durch einen Querschlitz des Hebels 13 hindurchgeführt ist. Die um die Stange 18 herumgewundene Feder 17 befindet sich zwischen an dem äußeren Ende der Stange 18 angebrachten Muttern 19 und dem Hebel 13. Der Bremsschuh 12 wird während der Bildung der einzelnen Stiche gelüftet. Der Bremsschuh 11 verbleibt jedoch bis zur Vollendung des Nähvorganges unter demselben Druck in steter Berührung mit der Bremsscheibe 9. Die Bremsscheiben 9 und 10 sind an der die Fadenspannrolle 20 tragenden Welle befestigt, so daß die Fadenspannung durch den von den Bremsschuhen 11 und 12 auf die Scheiben 9 und 10 ausgeübten Druck bestimmt wird. Zu bestimmten Zeiten während eines jeden Arbeitsganges der Maschine wird die Fadenspannung nur durch den Bremsschuh 11 mit der Scheibe 9 bestimmt, während zu anderen Zeiten die Spannung durch die Zusammenwirkung beider Bremsschuhe mit den Scheiben 9 und 10 bestimmt wird. Sowohl die leichte als auch die starke Spannung kann geregelt werden, indem man die Spannung der Feder 17 mittels der Muttern 19 verändert. Hierdurch wird der von den einzelnen Bremsschuhen auf ihre Scheiben ausgeübte Druck erhöht oder herabgesetzt. Die beiden Fadenspannungen können demnach bequem geregelt werden, ohne daß Gefahr vorliegt, das relative Verhältnis der beiden Spannungen in nachteiliger Weise zu verändern.
Die Stange 18 ist derart angeordnet, daß sie um ihren Drehzapfen gegen den Zapfen 14 des Hebels 13 und von demselben hinweggeschwungen werden kann, so daß der Angriffspunkt der Feder 17 mit Bezug auf den Drehpunkt des Hebels 13 verlegbar ist. Damit die Stange 18 in eingestellter Lage gesichert wird, befindet sich zwischen der Feder 17 und dem Hebel 13 ein auf die Stange 18 aufgesteckter, verstellbarer Bund 21. An der inneren Seite des Bundes ist eine Verzahnung ausgebildet, die mit einer Zahnstange des Hebels 13 in Eingriff steht. Wenn die Stange 18 um ihren Drehzapfen herum verstellt wird, so erfährt der von dem Bremsschuh 11 auf die Scheibe 9 ausgeübte Druck eine Veränderung, und dadurch wird das Verhältnis der Bremsdrucke der beiden Bremsen geregelt.
Während jedes Arbeitsganges der Maschine wird der Bremsschuh 12 gelüftet, und zwar wird dies durch einen von einer Kurvenscheibe aus bewegten Winkelhebel 22 und durch den Hebel 23 bewirkt. Das obere Ende des Hebels 23 trifft mit dem Winkelhebel 22 zusammen. Das untere Ende des Hebels 23 steht mit einem seitlichen, an dem unteren Ende des Hebels 15 angebrachten Stift 24 in Eingriff. Der Stift 24 bildet auch den Drehzapfen des Bremsschuhes 12. Der Winkelhebel 22 wird zu geeigneten Zeiten bewegt, um den Bremsschuh 12 während des Rückganges der Nadel zu lüften. Während der Fadenaufnehmer seine Bewegung ausführt, um den Stich festzuziehen, wird der Bremsschuh 12 wieder mit der Scheibe 10 in Reibungseingriff gebracht.
Damit übermäßige Spannung der Feder 17 vermieden wird, wenn der Hebel 15 bewegt wird, um den Bremsschuh 12 zu lüften, ist die Stange 18 drehbar mit dem Hebel 15 verbunden. Dieser Verbindungspunkt befindet sich in verhältnismäßig kurzer Entfernung von dem Drehpunkt des Hebels 15. Um die erforderliche Bremswirkung des Bremsschuhes
12 zu erreichen, ist die Bremsscheibe 10 zweckmäßig größer ausgebildet als die Bremsscheibe 9.
Die Vorrichtung zum gleichzeitigen Abheben beider Bremsschuhe von ihren Scheiben besteht aus einem Arm 26, an dem Flächen 27,
28 ausgebildet sind, deren Anlenkungspunkt
29 an den Hebel 3 verschieden ist. Die Flächen 27, 28 wirken mit einem Bund 30 der Welle 25 zusammen. An dem Bund 30 ist eine Aussparung angebracht, die zur Aufnahme eines zwischen den Flächen 27, 28 befindlichen Vorsprunges 31 dient. Der Vorsprung 31 tritt in diese Aussparung ein, wenn die Hauptwelle zurückgedreht wird. Während der Nahtbildung liegt die Fläche 27 an dem Bund 30 an (Fig. 2). Wenn jedoch die Hauptwelle am Ende des Nähvorganges zurückgedreht wird, so tritt der Vorsprung 31 in die Aussparung 32 ein, und der Arm 26 wird in eine Lage geschwungen, in der die Fläche
28 mit dem Bund 30 in Berührung tritt, Die Schwingbewegung des Armes 26 bewirkt auch eine längsweise Bewegung desselben, da die Fläche 28 weiter von dem Drehzapfen
29 entfernt ist als die Fläche 27. Der Arm
26 ist bei 29 drehbar an dem oberen Ende eines Winkelhebels 33 angebracht. Der wagerechte Arm des Winkelhebels 33 ist drehbar mit dem oberen Ende einer senkrechten Stange 34 verbunden. Die Stange 34 besitzt eine Schulter 35, die mit der oberen Fläche des wagerechten Armes 36 der Nabe des Hebels
13 in Berührung steht. Die durch Zurückdrehen der Antriebswelle 25 hervorgebrachte Schwingbewegung des Winkelhebels 33 bewirkt, daß die Stange 34 herabgedrückt wird, so daß der Arm 36 und der Hebel 13 das Abheben des Bremsschuhes 11 von der Bremsscheibe 9 herbeiführen können. Die den Winkelhebel 22 bewegende Kurvenscheibe ist derart ausgebildet, daß gleichzeitig mit der iao durch Zurückdrehen der Hauptwelle stattfindenden Schwingbewegung des Armes 26 auch
der Winkelhebel 22 bewegt wird, um den Bremsschuh 12 von der Bremsscheibe 10 abzuheben.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Fadenspannvorrichtung für Kettenstich-Schuhwerknähmaschinen, bei der zwei Fadenbremsen vorhanden sind, von denen die eine während der Arbeit der Maschine periodisch gelüftet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Fadenbremsen mittels ein und derselben Vorrichtung (17, 18, 19) eingestellt werden können.
  2. 2. Fadenspannvorrichtnug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Fadenbremsen (9, 11 bzw. 10, 12) durch ein und dieselbe Feder (17) belastet werden, die beständig auf die eine Bremse (9, 11) einwirkt, während der von der Feder auf die andere Bremse (10, 12) ausgeübte Druck während des Näh Vorganges verändert wild.
  3. 3. Fadenspannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bremsen auf entgegengesetzten Seiten der Achse der Fadenspannrolle wirken und von zwei unter dem Einfluß ein und derselben Feder (17) stehenden Hebeln (13, 15) bewegt werden.
  4. 4. Fadenspannvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits der Druck beider Fadenbremsen durch ein und dieselbe Einstellvorrichtung (17, 18, 19) geregelt, andererseits aber auch der Druck einer Bremse unabhängig von dem der anderen Bremse eingestellt werden kann (21, 13).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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