DE254015C - - Google Patents

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DE254015C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00—Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002—Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

Elften--(Exemplar
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12Λ·. GRUPPE
GUSTAVO SCIALOJA in ROM.
Bekanntlich wird zur Zeit das Calciumcyanamid durch Erhitzen von Calciumcarbid unter Verwendung von mit verschiedenen Verfahren erhaltenem reinem Stickstoff hergestellt. Es ist nun bereits ein Verfahren bekannt geworden, in dem zur Herstellung von Calciumcyanamid die Einwirkung der Luft auf das Calciumcarbid in Betracht gezogen wird, und zwar wird in diesem Verfahren die Luft dazu
ίο verwendet, um mittels ihres Sauerstoffes in einem Punkte der Carbidmasse die Verbrennung hervorzurufen, also die Reaktion einzuleiten, die dann unter Verwendung von reinem Stickstoff fortgesetzt wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung jedoch wird die mit Hilfe der Luft eingeleitete Reaktion auch mit Luft zu Ende geführt, wobei das Schlußprodukt an Stickstoffgehalt dem mit reinem Stickstoff erlangten Produkte fast völlig gleich steht, während die durch die Herstellung des Stickstoffes verursachten Unkosten vermieden werden.
Es ist natürlich empfehlenswert, der Luft ihre Feuchtigkeit zu entziehen, bevor man sie auf das Carbid einwirken läßt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es f nicht erforderlich, das Carbid in dünnen Schichten auszubreiten oder aber leere Räume irgendwelcher Art in der Carbidmasse zu lassen, wie es in den bekannten Verfahren geschieht. Es genügt, eine Carbidmasse ganz oder teilweise in beliebiger Weise so weit zu erhitzen, bis sie diejenige Temperatur erreicht hat, in der sie mit dem Stickstoff eine Reaktion eingeht und ihr die Luft zuzuführen, damit die das erwähnte Resultat gebende Reaktion sich vollzieht.
Die Carbidmasse wird beispielsweise in der Weise erhitzt, daß in ihr eine Elektrode untergebracht wird, die aus einer Patrone aus Kohlenstaub oder einer anderen halbleitenden Substanz besteht, welche einen aus einem Kohlen- oder Metallstift bestehenden Kern enthält.
Diese Vorrichtung kann selbstverständlich in der mannigfachsten Weise abgeändert werden, eigentümlich jedoch ist ihr, daß sie in jeder beliebigen Lage in der Carbidmasse untergebracht werden kann, und daß für sie ein leerer Raum o. dgl., durch den sie von der Carbidmasse isoliert wird, nicht erforderlich ist. Das Carbid kann übrigens auch dadurch auf die Reaktionstemperatur gebracht werden, daß man es mit fertigem oder in Bildung befindlichem, glühendem Cyanamid in Berührung bringt.
Das Carbid kann in feinem Pulver oder auch, ganz oder nur teilweise, in grobem Pulver oder in kleinen Stücken verwendet werden, und zwar für sich oder unter Beifügung von Chloriden, Fluoriden, Karbonaten, Oxyden der Alkalien oder der alkalischen Erden oder auch von Metallen oder unter gleichzeitiger Verwendung von Kohle, Cyanamid, Cyaniden, von Metallstaub oder aller jener Substanzen, welche bekanntlich die von dem Carbid mit dem Stickstoff einzugehende Reaktion erleichtern.
Dieses Verfahren ist nicht nur für das Calciumcarbid bzw. für das Calciumcyanamid
verwendbar, sondern auch für die Carbide j der Alkalimetalle, der alkalischen Erden, des j Magnesiums und des Aluminiums bzw. für die
durch die Reaktion dieser Substanzen mit
dem Stickstoff erhaltenen Produkte.
Ebenso kann dieses Verfahren für die Ge- , mische zur Herstellung dieser Carbide verwendet werden, ob dieselben nur für sich oder i mit schon gebildeten Carbiden zur Verwen- i ίο dung gelangen. !
Die Luft kann mit anderen Gasen oder j Dämpfen, z. B. mit Kohlenoxyd, Kohlensäure, Schwefelsäureanhydrid, Ammoniakdämpfen usw., vermischt werden. |

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Verfahren zur Herstellung von Stickstoffverbindungen aus Metallcarbiden, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle reinen Stickstoffs atmosphärische Luft zur Reaktion bringt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herbeiführung der zur Reaktion erforderlichen Erhitzung der Carbidmasse ein Teil jener Masse mit fertigern oder in Bildung befindlichem, glühendem Calciumcyanamid in Berührung gebracht wird. J
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