DE2542003C2 - Vorrichtung zum Nobben und Herausziehen des Darmes von Fischen - Google Patents
Vorrichtung zum Nobben und Herausziehen des Darmes von FischenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nobben und Herausziehen des Darmes von auf ihren Seiten in
Fisch- und Kopfmulden liegenden, in Querlage vorgeschobenen Fischen, mit einem Paar zwischen den Fisch-
und Kopfmulden liegender, sich in Vorschubrichtung der Fischmulden mit ihren Schneiden einander nähernder
Messerleisten und einem Paar hinter den nach unten ablaufenden Kopfmulden angeordneter, sich miteinander
abwälzender Zahnwalzen.
Durch die GB-PS 6 73 398 ist bereits eine Maschine zum Reinigen von Fischen bekannt, bei welcher
zwischen den Fischmulden eines Kettenförderers und den Kopfmulden eines neben diesen laufenden weiteren
Kettenförderers ein Paar sich mit ihren Schneiden einander nähernder Messerleisten und im Abstand von
diesen hinter der Ablaufstelle der Kopfmulden ein Paar gezahnter Walzen zum Erfassen des beim Fortziehen
des Kopfes durchgerissenen Darmes angeordnet ist. Dabei geschieht das Durchschneiden des Nackens des
Fisches und seiner Wirbelsäule durch die beim Fortbewegen des Kopfes nach unten erfolgende
Drehung desselben und das Ausziehen des Darmes durch Bewegung des Kopfes quer zu dem Rumpf des
Fisches.
Diese Maschine hat den Nachteil, daß bei der Mehrzahl der Fische der Darm durchreißt und auch von
den Klemmwalzen nicht mehr erfaßt werden kann, weil deren Klemmstellc unterhalb des Bodens der Fischmulden
und verhältnismäßig weit von deren Kante entfernt liegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Maschine zu verbessern, so daß ihre Nachteile
vermieden werden, und zu diesem Zweck den Schlund des Fisches mittels eines Paares Walzen zu erfassen,
bevor der Kopf ein wesentliches Stück von dem Rumpf des Fisches fort bewegt worden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß-die Schneiden der Messerleisten sich in zueinander
parallelen, durch einen Spalt voneinander getrennten Schnittebenen befinden und sich an der Stelle ihrer
größten Annäherung überlappen, die Zahnwalzen auf der Seite der Kopfmulden als mit ihren Mänteln in Nähe
der Ebene der kopfseiligen Messerleiste liegende, miteinander kämmende Kegelwalzen mit gegeneinander
geneigten Achsen ausgebildet sind, deren freie Enden von kurzen, zwischen sich einen Raum für den
Einlauf der Eingeweide freilassenden und mit ihren Spitzen unmittelbar hinter den Messerleisten angeordneten
Einlauikegeln gebildet werden.
Die damit erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der Kopf des Fisches während seines
synchronen Vorschubes mit dem Rumpf des Fisches ringsherum völlig durchgeschnitten und auch das
Rückgrat abgeschert wird, ohne daß der Darm des Fisches irgendeine Beanspruchung erfährt, daß weiterhin
der wesentlich zähere Schlund des Fisches erfaßt und durch Zug in der Symmetrieebene des Fisches
nacheinander der Schlund, der Magen und der Darm mit wachsender Zuggeschwindigkeit ausgezogen werden.
Durch die Ausbildung nach Anspruch 2 wird ein
sicheres Erfassen der Eingeweide während des Ausziehens gewährleistet.
Durch Benutzung nach Anspruch 3 läßt sich das Rückgrat des Fisches ohne irgendeine Ausübung von
Druck auf Fleischteile des Fisches durchtrennen.
Durch eine Ausführung nach Anspruch 4 wird erreicht, daß die Wirbel an ihren Berührungsstellen
voneinander getrennt werden, ohne daß der Schlund verletzt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schemalisch in den Zeichnungen dargestellt und wird im
folgenden beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorrichtung zum Nobben und Herausziehen des Darmes in Seitenansicht,
F i g. 2 einen Schnitt H-Il durch die Messerleisten vor,
Fig.3 einen Schnitt IH-IIl durch die Messerleisten
vor,
Fig.4 einen Schnitt IV-IV zwischen den Enden der
Messerleisten und den Klemmwalzen und
F i g. 5 einen Schnitt V-V im Bereich der Klemmwalzen.
In einem nicht dargestellten Gestell sind nebeneinander zwei Endlosförderer angeordnet und auf geeignete
Weise in Richtung des Pfeiles der F i g. 1 angetrieben, von denen der eine die Fische aufnehmende Fischmulden
1 und der daneben liegende den Kopf der Fische abstützende Kopfmulden tragen. Der Förderer für die
Kopfmulden 2 ist kürzer als derjenige für die Fischmulden und besitzt eine von der derjenigen der
letzteren liegende Umlenkung. Jede Fischmulde besitzt eine nachlaufende Rückenstütze 12, jede Kopfmulde 2
eine Auflage 21 und eine Nackenstütze 22. Zwischen den sich einander gegenüberliegenden Kanten einer Fisch-
mulde I und einer Kopfmulde 2 ist ein Zwischenraum 13
gelassen, in welchem ein Paar Mcsserleisten 31 und 36 angeordnet ist. Die neben den Fischmulden liegende
untere Messerleiste 31 ist an ihrer Oberseite abgefast und besitz! auf ihrer den Kopfmulden 2 zugewandten
Seite ein Schneide 32, welche von ihrer unter der Ebene der Auflagen 11 der Fischmulden 1 liegenden Lage bis
über die Mitte der Höhe der Rückenstützen 12 ansteigt. Die obere Messerleiste 36 ist gleichfalls angefast und
mit ihrer Schneide 37 scherenartig der unteren «o Messerleiste 31 aber derart zugeordnet, daf3 zwischen
der von ihrer Schneide 37 gebildeten Schnittebene 35 und derjenigen der von der Schneide 32 der unteren
Messerleiste 31 gebildeten Schnittebene 33 ein Spalt 34 vorhanden ist, welcher kleiner ist als die Länge des
Nackenwirbels eines Fisches. Die obere Messcrleiste 36 ist um eine Achse 39 schwenkbar angeordnet und
erfährt durch nicht dargestellte Mittel eine oszillierende Bewegung von mehreren Millimetern Hub, gemessen an
ihrem Ende. Dabei liegt die Frequenz vortuilhafterweise zwischen/"= 100 und 1000 1/sec.
Die obere Messerleiste 36 ist so angeordnet, daß sie
die Schneide 32 der unteren überdeckt. An der Stelle der Überdeckung sind die Schneiden beider Messerleisten
31 und 36 so abgebogen, daß sie als Überlappung 38 parallel sind. An dieser Stelle sind sie außerdem stumpf.
Die Kopfmulden 2 befinden sich neben der Überlappung 38 bereits auf ihrer absteigenden Bahn, wie in
F i g. 1 angedeutet ist.
Dicht hinter den Messerleislen ist ein Paar Kegelwalzen
4t und 51 derart übereinander angeordnet und in dem Gestell gelagert, daß ihre Mantel in der Nähe der
Ebene der kopfseitigen Messerleiste 36 und die Linie ihrer Berührung ungefähr in der halben Höhe der
Rückenstütze 12 liegen. Sie sind mit einem Kegelwinkcl von weniger als 20° ausgebildet und besitzen längs ihrer
Mantellinien verlaufende Riffelungen, Nutungen oder Verzahnungen 42 und 52, deren Vorsprünge jeweils in
die gegenüberliegenden Vertiefungen eingreifen. In der Nähe ihrer freien Enden sind sie mit eine Mehrzahl der
Teilung der Verzahnung 42 und 52 überdeckenden Nuten 43 versehen. Die an ihren Enden befindlichen
Einlaufkegel 44 und 54 haben Kegelwinkel von etwa W)", liegen mit ihren Spitzen 45 und 55 direkt hinter den
linden der Mcsserleisten 31 und 36 und schließen einen
Raum 46 ein. Zumindest mit einer der Kugelwalzen 41 und 51 ist durch geeignete Mittel mit einer Drehzahl
angetrieben, welche derselben eine im Verhältnis zu der Geschwindigkeit des Vorschubes der Fischmulden
ausreichende Umfangsgeschwindigkeit erteilen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
In eine Fischmulde 1 und eine synchron mit dieser geförderte Kopfmulde 2 wird ein Fisch 6 so eingelegt, daß eine seiner Seiten auf den Auflagen 11 und 21 aufliegt, sein Rücken oder Bauch an der Rückenstütze 12 und sein Nacken oder seine Kehle an der Nackenstütze 21 anliegen. Dabei wird der Fisch 6 in der Fisclimulde so ausgerichtet, daß seine Kiemendeckel, Kragenknochen oder Brustflossen neben dem Zwischenraum 13 auf der Seite der Kopfmulde 2 liegen. Beim Vorschub wird der Fisch durch die sich einander nähernden Schneiden 32 und 37 der Messerleisten 31 und 36 von beiden Seiten eingeschnitten, wobei die sich überlappenden Schneiden den Fisch auch am Nacken und am Bauch durchschneiden. Beim Erreichen der Überlappung 38 werden zwei in der Ebene des Zwischenraumes 13 liegende Wirbel des Fisches voneinander getrennt, so daß der Kopf von dem Rumpf des Fisches getrennt ist. Infolge des Spaltes 34 zwischen den Messerleisten 31 und 36 und der stumpfen Ausbildung der Überlappungen 38 und 39 wird dabei der Schlund 63 des Fisches nicht durchgeschnitten und gelangt beim weiteren Vorschub desselben in den von den Einlaufkegeln 44 und 54 frei gelassenen Raum 46 und aus diesem zwischen die Verzahnungen 42 und 52 der Kegelwalzen 41 und 51. Diese üben auf den Schlund 63 einen Zug aus, welcher mit niedriger Geschwindigkeit beginnend und bei weiteren Vorschub mit wachsender Geschwindigkeit zunächst den Schlund 63 dann den Magen und dann den Dünndarm aus dem Fisch in Richtung seiner Längsachse herausziehen bis der letztere am Anus abreißt. Der derart völlig von Eingeweiden befreite Fisch kann dann direkt seiner Würzung, Konservierung und Verpackung zugeführt werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
In eine Fischmulde 1 und eine synchron mit dieser geförderte Kopfmulde 2 wird ein Fisch 6 so eingelegt, daß eine seiner Seiten auf den Auflagen 11 und 21 aufliegt, sein Rücken oder Bauch an der Rückenstütze 12 und sein Nacken oder seine Kehle an der Nackenstütze 21 anliegen. Dabei wird der Fisch 6 in der Fisclimulde so ausgerichtet, daß seine Kiemendeckel, Kragenknochen oder Brustflossen neben dem Zwischenraum 13 auf der Seite der Kopfmulde 2 liegen. Beim Vorschub wird der Fisch durch die sich einander nähernden Schneiden 32 und 37 der Messerleisten 31 und 36 von beiden Seiten eingeschnitten, wobei die sich überlappenden Schneiden den Fisch auch am Nacken und am Bauch durchschneiden. Beim Erreichen der Überlappung 38 werden zwei in der Ebene des Zwischenraumes 13 liegende Wirbel des Fisches voneinander getrennt, so daß der Kopf von dem Rumpf des Fisches getrennt ist. Infolge des Spaltes 34 zwischen den Messerleisten 31 und 36 und der stumpfen Ausbildung der Überlappungen 38 und 39 wird dabei der Schlund 63 des Fisches nicht durchgeschnitten und gelangt beim weiteren Vorschub desselben in den von den Einlaufkegeln 44 und 54 frei gelassenen Raum 46 und aus diesem zwischen die Verzahnungen 42 und 52 der Kegelwalzen 41 und 51. Diese üben auf den Schlund 63 einen Zug aus, welcher mit niedriger Geschwindigkeit beginnend und bei weiteren Vorschub mit wachsender Geschwindigkeit zunächst den Schlund 63 dann den Magen und dann den Dünndarm aus dem Fisch in Richtung seiner Längsachse herausziehen bis der letztere am Anus abreißt. Der derart völlig von Eingeweiden befreite Fisch kann dann direkt seiner Würzung, Konservierung und Verpackung zugeführt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Nobben und Herausziehen des
Darmes von auf ihren Seiten in Fisch- und Kopfmulden liegenden, in Querlage vorgeschobenen
Fischen, mit einem Paar zwischen den Fisch- und Kopfmulden liegender, sich in Vorschubrichtung der
Fischmulden mit ihren Schneiden einander nähernder Messerleisten und einem Paar hinter den nach
unten ablaufenden Kopfmulden angeordneter, sich miteinander abwälzender Zahnwalzen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schneiden (32, 37)
der Messerleisten (31, 36) sich in zueinander parallelen, durch einen Spalt (34) voneinander
getrennten Schnittebenen (33, 35) befinden und sich an der Stelle ihrer größten Annäherung überlappen,
die Zahnwalzen auf der Seite der Kopfmulden (2) als mit ihren Mänteln in Nähe der Ebene der
kopfseitigen Messerleiste (36) liegende, miteinander kämmende Kegelwalzen (41, 41) mil gegeneinander
geneigten Achsen (47, 56) ausgebildet sind, deren freie Enden von kurzen, zwischen sich einen Raum
(46) für den Einlauf der Eingeweide freilassenden und mit ihren Spitzen (45,55) unmittelbar hinter den 2«,
Messerleisten (31, 36) angeordneten Einlaufkegeln (44,54) gebildet werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kegelwalzen (41, 51) durch in ihrem Antrieb liegende Kupplungselemente elastisch
so gegeneinander verspannt sind, daß ihre Verzahnungen (42, 52) sich jeweils an einer Flanke
spielfrei abwälzen.
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Messerleisten
(31,36) eine oszillierende Bewegung erfährt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden (32,37)
der Messerleisten (31, 36) im Bereich ihrer Überlappung (38,39) stumpf sind.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752542003 DE2542003C2 (de) | 1975-09-20 | Vorrichtung zum Nobben und Herausziehen des Darmes von Fischen | |
| DD190935A DD122321A5 (de) | 1975-09-20 | 1976-01-23 | |
| SU7602317299A SU579848A3 (ru) | 1975-09-20 | 1976-01-28 | Устройство дл разделки рыбы |
| NO761247A NO139626C (no) | 1975-09-20 | 1976-04-09 | Innretning til ganing og uttrekning av innvollene paa fisk |
| PT65025A PT65025B (en) | 1975-09-20 | 1976-04-20 | Improvements in fish nobbing machine |
| ES447470A ES447470A1 (es) | 1975-09-20 | 1976-04-29 | Perfeccionamientos introducidos en un dispositivo para lim- piar pescados y sacar los intestinos de los mismos. |
| BR7603686A BR7603686A (pt) | 1975-09-20 | 1976-06-09 | Aperfeicoamento em maquina de eviscerar e cortar cabecas de peixes |
| SE7609589A SE408746B (sv) | 1975-09-20 | 1976-08-30 | Anordning for utdragning av tarmen ur fiskar |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752542003 DE2542003C2 (de) | 1975-09-20 | Vorrichtung zum Nobben und Herausziehen des Darmes von Fischen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2542003B1 DE2542003B1 (de) | 1976-12-09 |
| DE2542003A1 DE2542003A1 (de) | 1976-12-09 |
| DE2542003C2 true DE2542003C2 (de) | 1977-07-28 |
Family
ID=
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