DE254573C - - Google Patents

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DE254573C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/06Hydroxy derivatives of triarylmethanes in which at least one OH group is bound to an aryl nucleus and their ethers or esters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 254573 KLASSE 22 b. GRUPPE
Zusatz zum Patent 216305 vom 22. Oktober 1908.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. September 1911 ab. Längste Dauer: 21.Oktober 1923.
Im Patent 244826 (Zusatz zum Patent 216305) sind wertvolle Triphenylmethanfarbstoffe beschrieben, welche durch Kondensation von Dihalogen-m-oxybenzaldehyden mit aromatischen o-Oxycarbonsäuren und nachfolgende Oxydation erhalten werden.
Es wurde nun weiterhin gefunden, daß sich sowohl diese Leukosäuren wie auch die entsprechenden Farbstoffe in Sulfosäuren über- führen lassen. Nach der Patentschrift 234805, Kl. 22, werden zwar gewisse Leukosäuren und Farbstoffe, die sich vom m-Oxybenzaldehyd selbst ableiten, durch Sulfierung in neue Farbstoffe übergeführt. Dieses der Sulfierung des Patentblaus entsprechende Verfahren gestattete indessen keinen Rückschluß auf die Sulfierbarkeit der erwähnten Dihalogen-m-oxyverbindungen. Denn die Ausgangsmaterialien jener Patentschrift enthalten in o- und p-Stellung zum Hydroxyl drei Wasserstoffatome, die durch eine oder mehrere Sulfogruppen ersetzt werden. Bei den vorliegenden Dihalogen-moxyverbindungen sind zwei dieser Wasserstoffatome schon durch Halogen ersetzt, vor allem das in p-Stellung zum Hydroxyl befindliche, welches bei dem erwähnten Sulfierungsverfahren wohl zunächst durch die Sulfogruppe ersetzt wird. Daß bei den Halogen-m-oxyverbindungen der halogenierte Arylrest sulfierbar sein würde, war deshalb nicht vorauszusehen, besonders, da bekanntlich durch den Eintritt von Halogen allgemein die Sulfierbarkeit der Phenole sehr erschwert wird. Von den Farbstoffen des Patentes 244826 unterscheiden sich die neuen Produkte nicht nur '. durch ihre bessere Löslichkeit, sondern auch durch ihr wesentlich günstigeres Verhalten beim Druck. Sie zeichnen sich durch ihre grünere Nuance und eine bedeutend größere Farbkraft vor den entsprechenden Farbstoffen des Patentes 234805 aus. Die nach dem Verfahren des französischen Zusatzpatentes 404800/14118 erhältlichen Produkte sind mit den vorliegenden identisch. Das neue Verfahren unterscheidet sich jedoch gegenüber dem des erwähnten französischen Patents dadurch, daß die Gewinnung der Farbstoffe nach demselben ganz bedeutende Vorteile vor der in dem französischen Patent beschriebenen insofern aufweist, als die Sulfierung. der Leukosäuren oder der Farbstoffe hier ohne jegliche Schwierigkeit erfolgt, während man bei Darstellung der sulfierten Farbstoffe nach dem französischen Zusatzpatent von den technisch schwerer zugänglichen Sulfo aldehyden ausgehen muß. Ein weiterer Vorteil besteht noch darin, daß Kondensation, Sulfierung und Oxydation hier in einer Operation ausführbar sind.
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Frühere Zusatzpatente: 216686, 216924, 217571, 223462, 223463, 228838 und 244826.

Claims (1)

  1. Beispiel ι.
    15,4 Teile der aus Dichlor-m-oxybenzaldehyd und o-Kresotinsäure nach Patent 244826 erhaltenen Leukosäure werden in 100 Teilen Monohydrat gelöst und mit 8 Teilen 65prozentigem Oleum versetzt. Bei Zimmertemperatur wird so lange gerührt, bis sich eine Probe vollkommen klar in Wasser löst. Die Sulfierung gelingt auch schon mit Monohydrat. Die durch Ausgießen der Schmelze auf Eis vollständig abgeschiedene Sulfosäure ist in Wasser ziemlich leicht löslich und färbt sich durch Kochen mit Chromat und Schwefeisäure rotstichig blau.
    Die Oxydation der Leukosäure, die man indessen nicht zu isolieren braucht, erfolgt in "konzentriert schwefelsaurer Lösung mit Nitrosylschwefelsäure oder mit den anderen übliehen Oxydationsmitteln in bekannter Weise. Durch Ausgießen der Schmelze auf Eis, dem man etwas Kochsalz zusetzen kann, wird der Farbstoff vollständig ausgefällt. Er bildet ein rötliches, in Wasser mit roter Farbe leicht lösliches Pulver, welches sich in Natronlauge blauviolett löst. Wolle wird in saurem Bade rot, nachchromiert rein blau angefärbt. Eine ähnliche Nuance zeigt der Druck auf Baumwolle.
    Wie die erwähnte Leukosäure verhalten sich auch die analogen aus Dibrom- und Chlorbrom-m-oxybenzaldehyd sowie die aus den erwähnten m-Oxybenzaldehyden und aus Gemischen verschiedener Oxycarbonsäuren nach dem Patent 238487, Kl. 22 b, erhältlichen Leukosäuren.
    Beispiel 2.
    8 Teile des Farbstoffs aus Dichlor-m-oxybenzaldehyd und o-Kresotinsäure werden in 60 Teilen Monohydrat gelöst und nach Zusatz von 15 Teilen 65 prozentigern Oleum bei mittlerer Temperatur so lange gerührt, ■ bis eine Probe der Schmelze in Wasser leicht löslich ist. Die Isolierung und Eigenschaften entsprechen den Angaben des ersten Beispiels.
    Paten τ-An Spruch :
    Abänderung des durch Patent 244826 (Zusatz zum Patent 216305) geschützten Verfahrens zur Darstellung nachchromierbarer Triarylmethanfarbstoffe, darin bestehend, daß man hier die durch Kondensation von Dihalogen-m-oxybenzaldehyden mit aromatischen o-Oxycarbonsäuren oder Gemischen derselben erhältlichen Leukosäuren in beliebiger Reihenfolge sulfiert und oxydiert.
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