DE254893C - - Google Patents

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DE254893C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00—Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20—Silicates
    • C01B33/36—Silicates having base-exchange properties but not having molecular sieve properties
    • C01B33/46—Amorphous silicates, e.g. so-called "amorphous zeolites"

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Es ist bekannt, und zwar durch das Patent 197111 offenbart worden, daß die Aluminatsilikate, welche ein austauschbares Natriumatom enthalten, zur Enthärtung des Wassers geeignet sind. Der Erfinder hat nun gefunden, daß, obgleich den Aluminaten entsprechende, die Rolle einer Säure spielende Verbindungen des Magnesiums nicht vorhanden sind, die Doppelsilikate des Magnesiums mit den Alkalien eine erhebliche, praktischen Zwecken genügende Enthärtungswirkung zeigen, so daß hier ein neuer Weg für das Enthärten von Wässern mittels Durchlaufenlassen der letzteren durch eine Schicht des künstliehen Minerals gegeben ist. Die Doppelsilikate werden wie folgt hergestellt:
Es wird ein möglichst tonerdefreier Talk mit Kieselsäure und calcinierter Soda zusammengeschmolzen, und zwar sollen Talk und Kieselsäure nicht mehr als höchstens 1J2 Prozent Aluminiumoxyd enthalten. Als Kieselsäure verwendet man am besten die gefällte, gereinigte Kieselsäure des Handels, als Soda die calcinierte von mindestens 98 Prozent.
Die Schmelze wird so vorgenommen, daß zunächst ein möglichst inniges Gemenge von zwei Teilen Kieselsäure und vier Teilen Soda in einem geeigneten Ofen bis zur klaren Schmelze erhitzt werden. In diese Schmelze wird dann nach und nach ein Teil Talk eingetragen und so lange weiter erhitzt, bis der Inhalt des Tiegels eine klare durchsichtige und ruhig fließende Schmelze darstellt, die man zweckmäßig noch eine längere Zeit, beispielsweise eine Stunde, im Schmelzzustande beläßt. Die Schmelze wird dann ausgegossen, und zwar am besten in flachen Schichten, um sie bequem zerkleinern zu können; die Schmelzkuchen werden dann in wallnußgroße Stücke gebrochen und so lange mit Wasser digeriert, bis die ablaufende Waschflüssigkeit neutral reagiert. Der Rückstand stellt ein körniges bzw. blättriges Produkt dar und wird getrocknet, Das Produkt befreit Wasser sowohl von der temporären als auch von der bleibenden Härte, und zwar sowohl beim Durchschütteln des Wassers mit dem Präparat als auch beim Filtrieren des Wassers über dasselbe. Nach Erschöpfung des Präparates kann man es durch Behandeln mit verdünnten Natriumsalzlösungen, z. B. Kochsalzlösungen, Glaubersalzlösungen u. dgl., digerieren.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zum Enthärten von Wässern mittels Doppelsilikate, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser mit den Magnesiumdoppelsilikaten der Alkalien bzw. alkalischen Erden in Berührung gebracht wird.
2. Bei dem Verfahren nach Anspruch 1 die Regenerierung der bei der Wasserreinigung erschöpften Magnesiadoppelsilikate durch Behandlung mit Alkalisalzen, insbesondere Kochsalzlösungen.
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