DE254997C - - Google Patents

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DE254997C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21LMAKING METAL CHAINS
    • B21L11/00Making chains or chain links of special shape
    • B21L11/005Making ornamental chains

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 254997 KLASSE 49 h. GRUPPE
Firma ANDREAS DAUB in PFORZHEIM i. B.
Verfahren zur Herstellung von doppelgliedrigen Ankerketten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juli 1911 ab.
Doppelankerketten, aus denen durch Drehung in bekannter Weise die Doppelpanzerketten hergestellt werden, hat man bisher lediglich von Hand verfertigt, indem man die einzelnen Kettenglieder nacheinander eingehängt hat. Dieses Verfahren ist umständlich und erfordert auch geübte Arbeitskräfte.
Man hat dann ein maschinelles Verfahren vorgeschlagen, bei dem zwei Drähte parallel
xo zueinander durch die beiden zuletzt gebildeten Glieder eingeführt werden, worauf durch Drehung um i8o° die beiden Drahtstücke verwunden werden, damit sie bei ihrer darauffolgenden Biegung zu Gliedern ineinanderhängen.
Dieses Verfahren erfordert aber eine besondere Vorrichtung, um das Verwinden vorzunehmen, wodurch die Leistungsfähigkeit der Maschine herabgesetzt wird. Außerdem ist eine solche Maschine auch umständlich und
ao erfordert mehr Sorgfalt in der Bedienung.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, bei dem die beiden zur Bildung der Kettenglieder dienenden Drähte so durch die beiden zuletzt gebildeten Glieder hindurchgesteckt werden, daß sie sich in diesen Gliedern unter Kreuzung berühren. Nach Abschneiden der Drahtstücke und Biegen zu Gliedern hängen die Glieder in richtiger Lage ineinander.
Die beiliegende Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform eines Werkzeugs für eine Maschine zur Ausführung dieses Verfahrens, und zwar bewegen sich die Teile des Werkzeugs in gleicher Weise wie bei den bekannten Kettenmaschinen zur Herstellung einfächer Ankerketten.
Fig. ι ist eine Ansicht von vorn, Fig. 2 eine Ansicht von oben, Fig. 3 eine Ansicht der einen Zangenbacke von innen gesehen, Fig. 4 eine Ansicht der unteren Fläche des Fugestempels und Fig. 5 eine Ansicht von oben in der Lage, in der die beiden Drähte unter Kreuzung durch die beiden vorhergehenden Kettenglieder hindurchgesteckt sind.
Das Werkzeug besteht in bekannter Weise aus den beiden Zangenbacken a, dem Fugestempel b und dem Biegedorn c.
Die Zangenbacken α sind auf ihren inneren Backenflächen mit zwei nebeneinanderliegenden Aussparungen d und e versehen, damit gleichzeitig zwei nebeneinanderliegende und ineinander verschlungene Glieder gebildet werden. Dabei ist die eine Aussparung e gegen die andere, d, um die Drahtdicke verschoben, da die beiden Glieder ineinandergehängt sind und das eine Glied tiefer liegt als das andere.
Der zur Herstellung der Glieder erforderliche Draht wird in zwei Strängen f und g zugeführt, und zwar treten die Enden dieser Drahtstränge in die beiden nebeneinanderliegenden, jeweilig zuletzt gebildeten Kettenglieder ein und überkreuzen sich in ihrer Öffnung, wobei der eine Draht unter dem anderen fortgeht, also um die Drahtstärke tiefer eingeführt wird.
Die Drahtenden werden in bekannter Weise durch ein Messer gleichzeitig von den beiden Strängen f und g abgeschnitten und durch
den Biegedorn c gleichfalls in bekannter Weise das Doppelglied unter Schließung der beiden Backen α, α gebildet.
Der zum dichten Schließen der Fugen dienende Fugestempel b drückt von oben auf die beiden Glieder und schließt die Fuge. Er besitzt, wie aus der Unteransicht (Fig. 4) hervorgeht, zwei sich kreuzende Aussparungen h und i, die der Projektion des Doppelgliedes entsprechen.
Natürlich wäre es auch möglich, anstatt beide Drähte von der gleichen Seite zuzuführen, den einen von links und den anderen von rechts unter Kreuzung eintreten zu lassen, nur bedarf man dann zweier Abschneidemesser.
Ebenso kann man auch die Maschine, wenn gewünscht, für Mehrfachankerketten, die aus drei oder mehr ineinanderhängenden und nebeneinanderliegenden Gliedern gebildet sind, ausführen, nur müssen dann entsprechend mehrere Drähte gleichzeitig zugeführt und gekreuzt werden und die Backen α ebenso wie der Fugestempel mit mehreren Aussparungen versehen sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von doppelgliedrigen und mehrgliedrigen Ankerketten, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Drähte unter spitzem Winkel gleichzeitig durch das zuletzt gebildete Doppelglied gesteckt werden, wobei sie sich innerhalb des Gliedes unter Kreuzung berühren.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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