DE2552425A1 - Materialeinlass fuer ein einer spinnstelle vorgeordnetes faseraufloeseaggregat - Google Patents
Materialeinlass fuer ein einer spinnstelle vorgeordnetes faseraufloeseaggregatInfo
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Description
Dr, Ernst Fehrer,
Linz (Österreich)
Linz (Österreich)
Materialeinlaß für ein einer Spinnstelle vorgeordnetes
Faserauflöseaggregat
Die Erfindung betrifft einen Materialeinlaß für ein einer Spinnstelle vorgeordnetes Faserauflöseaggregat
mit einem der rotierenden, gezähnten Aggregattrommel vorgelagerten Einlaßwalzenpaar.
Das Einlaßwalzenpaar bildet eine Klemmstelle, an der das herangebrachte Fasermaterial gewissermaßen zurückgehalten
wird, um es mit den Zähnen der rasch rotierenden Aggregattrommel auskämmen zu können. Bisher ist hinter der
das Material von der Klemmstelle zur Aggregattrommel führenden Walze des Einlaßwalzenpaares verhältnismäßig viel Freiraum,
Das Material kann daher am ablaufseitigen Ende des Spaltes
zwischen der betreffenden Einlaßwalze und der Aggregattrommel einen Bart bilden, der dadurch zustande kommt, daß die Fasern
bei der Rotation der Einlaßwalze teilweise mitgenommen und von der Aggregattrommel abgehoben werden. Bei diesem Vorgang wird
das Material aufgespleißt. Das aufgespleißte Material schlägt dann wieder zurück auf die Aggregattrommel, was dazu führt,
daß in aufeinanderfolgenden Zeiten ungleiche Materialmengen aufgelöst werden. Dieser Nachteil tritt insbesondere dann auf,
wenn mit verhältnismäßig großer Faserzuführgeschwindigkeit gearbeitet wird, wie dies bei solchen Faserauflöseaggregaten
der Fall ist, die einer Spinnstelle vorgeordnet sind.
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Bisher war man bestrebt, den Abstand der das Material
führenden Einlaßwalze vom Umlaufzylinder der Zahnspitzen der
Aggregattrommel auf ein geringstmögliches Maß herabzusetzen. Versuche haben aber ergeben, daß sich mit abnehmendem Abstand
der Einlaßwalze von der Aggregattrommel der Anteil jener Fasern erhöht, die während des Auskämmens eine Kürzung erfahren. Gerade
bei Auflöseaggregaten, die einer Spinnstelle vorgeordnet sind, soll aber eine Faserkürzung möglichst vermieden werden, weil
die Reißfestigkeit des gesponnenen Garnes in hohem Maße von der Stapellänge der versponnenen Fasern abhängt und bei Faserkürzung
stark abnimmt, -
Dem Einlaßwalzenpaar wird in der Regel ein
Faserband vorgelegt, das vielfach in sich gekräuselt oder gelockt ist, wobei solche Ungleichmäßigkeiten ebenfalls die
Gleichmäßigkeit des folgenden Auskämmvorganges beeinträchtigen.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, alle diese Mängel zu beseitigen und einen Materialeinlaß
der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der eine gleichmäßige Materialauflösung bei schonender Materialbehandlung
gewährleistet.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die das Material führende Walze des Einlaßwalzenpaares
glatt und hinsichtlich ihres Abstandes vom Umlaufzylinder der
Zahnspitzen der Aggregattrommel veränderbar ausgebildet ist, daß dieser Walze eine eng an sie anschließende Abdeckung
für die Aggregattrommel mit geringstmöglichem Abstand vom Zahnspitzenumlaufzylinder nachgeordnet ist, daß die zweite
als Klemm- bzw. Glattwalze dienende Walze des Einlaßwalzenpaares im Zwickel zwischen der das Material führenden Walze
und der Aggregattrommel liegt und daß dem Einlaßwalzenpaar zwei Klemmwalzenpaare hintereinander vorgeordnet sind, wobei
die Walzenumfangsgeschwindigkeit zur Aggregattrommel hin von Walzenpaar zu Walzenpaar zunimmt.
Durch die eng an die das Material führende Einlaßwalze anschließende und den geringstmöglichen Abstand vom
Zahnspitzenumlaufzylinder aufweisende Abdeckung und auch dadurch,
daß die betreffende Einlaßwalze glatt ausgebildet ist,
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kann es zu keinem Aufspleißen bzw. zu keiner Bartbildung kommen, so daß bereits die Gleichmäßigkeit der Materialauflösung
wesentlich verbessert ist. Die Klemmwalzenpaare mit ihrer unterschiedlichen Walzenumfangsgeschwindigkeit ergeben eine
Streckung des vorgelegten Faserbandes bis zur eigentlichen Kämmstelle, so daß das Faserband selbst ohne Kräuselung
bzw. ohne Locken zur Kämmstelle gelangt, was zu einer weiteren Verbesserung der Gleichmäßigkeit der Materialauflösung beiträgt.
Da die das Material führende Walze des Einlaßwalzenpaares in ihrem Abstand von der Aggregattrommel veränderbar
ist, kann Einfluß auf die erreichbare Faserlänge genommen werden. Es hat sich nämlich gezeigt, daß beispielsweise
bei einer Vergrößerung des betreffenden Abstandes die Faserlänge zunimmt. Allerdings ist das Maß der Abstandsveränderung
vergleichsweise gering und bleibt in der Größenordnung von Bruchteilen von Millimetern. Jedenfalls lassen
sich auf diese Weise die jeweils gewünschten Faserlängen einstellen, was insbesondere bei der Verarbeitung von Endlosfasern
bzw. Endlosfaserkabeln bedeutungsvoll ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung bestehen alle Klemmwalzen und die zweite Walze des Einlaßwalzenpaares
in an sich bekannter Weise aus einem harten Kern und einer gummielastischen Oberflächenschicht. Dadurch wird eine
sichere Klemmung des vorgelegten Faserbandes zwischen den jeweiligen Walzen erreicht, da die gummielastische Oberflächenschicht
sich jeder Querschnittsform des Faserbandes anpaßt. Werden alle Fasern sicher geklemmt, so ist auch
die Gleichmäßigkeit des Auskämmvorganges besser.
Erfindungsgemäß ist schließlich der Abstand der beiden Klemmwalzenpaare voneinander veränderbar, um eine
Anpassung an die jeweiligen Faserlängen des zugeführten Faserbandes vornehmen zu können, zumal die Abstände zwischen
den Klemmstellen kleiner als die Längen der im Faserband befindlichen Einzelfasern sein müssen, wenn man überhaupt
eine gleichmäßige Streckung erreichen will.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Materialeinlasses rein schematisch im
Schnitt dargestellt. 609831/0613
Das zu beschickende Faserauflöseaggregat, das einer nicht dargestellten Spinnstelle vorgeordnet ist, weist
eine rasch rotierende, gezähnte Trommel 1 auf, der ein Einlaßwalzenpaar
2, 3 vorgelagert ist. Die das Material führende größere Einlaßwalze 2 ist glatt ausgebildet und hinsichtlich
ihres Abstandes vom Umlaufzylinder 5 der Zahnspitzen 6 der Aggregattrommel 1 veränderbar. An diese Einlaßwalze 2 schließt
eng eine Abdeckung 4 für die Aggregattrommel 1 an, wobei die Abdeckung 4 den geringstmöglichen Abstand vom Zahnspitzenumlauf
zylinder 5 besitzt. Im Zwickel zwischen der Walze 2 und der Aggregattrommel 1 liegt die zweite Walze 3
des Einlaßwalzenpaares 2, 3. Die zweite Walze 3 dient als Klemm- bzw. Glattwalze.
Dem Einlaßwalzenpaar 2, 3 ist ein Klemmwalzenpaar 7,8 vorgeordnet. Ein weiteres Klemmwalzenpaar 9» 10 liegt in
Faserzuführrichtung vor dem Klemmwalzenpaar 7, 8. Alle Klemmwalzen 7,8,9,10 und die zweite Walze 3 des Einlaßwalzenpaares
2,3 bestehen jeweils aus einem harten Kern 11 und einer gummielastischen Oberflächenschicht 12. Das Klemmwalzenpaar 9, 10
kann in Richtung der Pfeile 13 zur Veränderung seines Abstandes vom folgenden Walzenpaar 7,8 verstellt werden. Die Walzenumfangsgeschwindigkeit
des Klemmwalzenpaares 9,10 ist geringer als jene des Klemmwalzenpaares 7,8, dessen Walzenumfangsgeschwindigkeit
wiederum geringer als jene des Einlaßwalzenpaares 2,3 ist, so daß das Material auf seinem Weg zur Aggregattrommel
1 geglättet und gestreckt wird.
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Claims (3)
- 255242SPatentansprüche :i J Materialeinlaß für ein einer Spinnstelle vorgeordnetes Faserauflöseaggregat mit einem der rotierenden, gezähnten Aggregattrommel vorgelagerten Einlaßwalzenpaar, dadurch gekennzeichnet, daß die das Material führende Walze (2) des Einlaßwalzenpaares (2,3) glatt und hinsichtlich ihres Abstandes vom Umlaufzylinder (5) der Zahnspitzen (6) der Aggregattrommel (1) veränderbar ausgebildet ist, daß dieser Walze eine eng an sie anschließende Abdeckung (4) für die Aggregattrommel mit geringstmöglichem Abstand vom Zahnspitzenumlauf zylinder nachgeordnet ist, daß die zweite als Klemmbzw. Glättwalze dienende Walze (3) des Einlaßwalzenpaares im Zwickel zwischen der das Material führenden Walze und der Aggregattrommel liegt und daß dem Einlaßwalzenpaar zwei Klemmwalzenpaare (7,8; 9,1-0) hintereinander vorgeordnet sind, wobei die Walzenumfangsgeschwindigkeit zur Aggregattrommel hin von Walzenpaar zu Walzenpaar zunimmt.
- 2. Materialeinlaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Klemmwalzen (7,8,9,10) und die zweite Walze (3) des Einlaßwalzenpaares (2,3) in an sich bekannter ¥eise aus einem harten Kern (11) und einer gummielastischen Oberflächenschicht (12) bestehen.
- 3. Materialeinlaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der beiden Klemmwalzenpaare (7,8;9,10) voneinander veränderbar ist.6098 3 1/0613L e e r s eT te
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