DE2558892C2 - Schloß für Sicherheitsgurte in Verkehrsmitteln, insbesondere Kraftwagen, mit selbsttätiger Entriegelung - Google Patents

Schloß für Sicherheitsgurte in Verkehrsmitteln, insbesondere Kraftwagen, mit selbsttätiger Entriegelung

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DE2558892C2
DE2558892C2 DE19752558892 DE2558892A DE2558892C2 DE 2558892 C2 DE2558892 C2 DE 2558892C2 DE 19752558892 DE19752558892 DE 19752558892 DE 2558892 A DE2558892 A DE 2558892A DE 2558892 C2 DE2558892 C2 DE 2558892C2
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Anmelder Gleich
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Döringer, Siegfried, 4200 Oberhausen
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Schloß für Sicherheitsgurte in Verkehrsmitteln, insbeso.dere Kraftwagen, mit selbsttätiger Entriegelung. In diesem Zusammenhang wird gemäß dem Hauptpatent das Problem einer selbsttätig durch ein Druckmittel beeinflußten zeitlichen Verzögerung des Entriegeiungsvorganges nach ruckartigem Erreichen einer vorbestimmten Zugspannung und anschließenden Entspannung des Gurtes in zweckmäßiger Weise dadurch gelöst, daß in einem doppelwandigen Zylinder mit
einem 7Wf^hpn iipn VJ on Aon yspUiiIa^n Uiu»J<^n^l zwei Kolben zwischen beiderseitigen Anschlägen axial verschiebbar sind, und zwar einwärts durch Federn, auswärts durch die äußere Zugspannung des Sicherheitsgurtes bzw. durch einen hydraulischen Druck, wobei die Kolbenstange des einen Kolbens an ihrem außerhalb des Zylinders liegenden Ende über Zwischenglieder ortsfest am Chassis des Fahrzeuges gelenkig befestigt ist, während das freie, vorzugsweise verjüngte Ende der Kolbenstange des anderen Kolbens dem einseitig nachgiebigen Gelenk eines Sperrbolzens gegenüberliegt, der normalerweise in gestreckter Lage in Ausnehmungen eines Verriegelungselementes eingreift, das in Richtung zu seinem ebenfalls außerhalb des Zylinders liegenden, mit dem Sicherheitsgurt verbundenen Ende hin durch eine Feder belastet ist.
Im Rahmen des gleichen grundsätzlichen Erfindungsgedankens läßt sich eine konstruktiv noch einfachere Lösung dadurch verwirklichen, daß der die beiden Kolben enthaltende Zylinder durch Bohiungen und ein sich nach innen öffnendes Ruckschlagventil mit der Außenluft dauernd bzw. zeitweise in Verbindung steht,
to die als Druckmittel zum Reaufschlagen der beüen Kolben dient.
Dabei können ebenfalls in ganz entsprechender Weise je eine Gruppe von Bohrungen in der Nähe der äußeren Enden der kolbenstangenseitigen Zylmderräuine und eine weitere kleine Bohrung in der Nähe des inneren Endes des einen kolbenstangenseitigen Zylinderraumes bei innerer Endlage des zugehörigen Kolbens durch die Wand des Zylinders führen, während das Rückschlagventil in den minieren, durch die be'.ik η Kolben begrenzten Zylinderraum führt
Durch die Verwendung von Luft zum Beaufschlagen der Kolben ist also nicht mehr ein doppelwandiger Zylinder mit einem besonderen Längskanal zum Übertritt des Druckmittels von einem in einen anderen Zylinderraum erforderlich. Vielmehr genügt ein einwandiger Zylinder, weil die Luft vom Außenraum unmittelbar in jeden Zylinderraum einströmen kann und umgekehrt. Dadurch ergeben sich bei gleichem maximalem Kolbendruck auch ein vergleichsweise geringerer größter Durchmesser der ganzen Einrichtung und ein geringeres Gewicht derselben.
Der Gegenstand dieser Zusatzerfindung ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt.
F i g. 2 einen Teillängsschnitt in einer um 90° versetzten Ebene U-II und
F i g. 3 einen Querschnitt in der Ebene 1II-III.
In einem Zylinder 1 befinden sich zwei Kolben 3', 4', deren Kolbenstangen 5, 6 auf den emanier abgewandten Seiten liegen. Die eine Kolbenstange 5 ragt an dem einen (unteren), durch einen Deckel 7 abgeschlossenen Ende des Zylinders 1 aus diesem mit abdichtender Durchführung heraus und ist dort über ein Kardange-Jenfc S mit einem ortsfest am Chassis eines Kraftwagens od. dgl. angebrachten Bauteil verbunden. Die andere Kolbenstange 6 läuft an ihrem freien Ende in einer kegelförmigen Spitze 9 aus. Am Zylinder 1 befinden sich drei Gruppen nach innen vorstehender Anschläge 10', 11', 12'. von denen je zwei Anschläge 10', 11' bzw. 11', 12 zur Begrenzung der Endlagen der Kolben 4' bzw. 3' dienen. Normalerweise, d. h. im äußerlich entspannten Zustand des ganzen Schlosses werden die beiden Kolben 3', 4' durch Federn 13 bzw. 14 in der dargestellten inneren Endlage an den Anschlägen W
In das obere Ende des Zylinders 1 ragen zwei sich gegenüberliegende Stege 15 eines Verriegelungselementes hinein, das am außenliegenden Ende als rechteckiger Bügel 16 ausgebildet ist. der mit dem (nicht dargestellten) freien Ende eines Sicherheitsgurtes verbunden ist. Die Stege 15 weisen je eine Aussparung 17 auf, in die ein aus zwei miteinander gelenkig verbundenen Teilen bestehender Sperrbolzen 18 in seiner gestreckten Lage eingreift. Eine Feder 19 stützt sich einerseits gegen das untere Ende der Stege 15, andererseits gegen das obere Ende eines Deckeis 20 ab, der in den Zylinder 1 mit Gewinde eingeschraubt ist.
Der Deckel 20 weist eine Durchführung für die Kolbenstange 6 auf.
Im Zylinder I befinden sich nahe am unteren Ende mehrere Bohrungen 22 und eiwas unterhalb des Kolbens 3' in seiner oberen Endlage eine weitere Bohrung 23. die den Zylinderraum 24' auf der Kolbenstangenseite des Kclbens 3' mit dem Außenrauin verbinden. Ebenso fuhren noch weiter oben etwas unterhalb des Deckels 20 menrere Bohrungen 25 aus dem Zylinderraum ?6' auf der Kolbenstangenseite des Kolbens 4 nach außen.
Ferner führt ein in die Wand des Zylinders 1 eingesetztes und nach innen sich öffnendes Rückschlagventil 27 vom Außenraum in den /wischv Λ beiden Kolben 3', 4' in ihren inneren F-dtojcn '-»genden Zylinderraum 28'. Schließlich sieher, dv-ch eine vergleichsweise noch engere Auaibohrung 29 des einen Kolbens 4' die beiderseits von 'esem liegenden Zylinderräume 26', 28' miteinariie. m \ erbindung.
Das Gelenk 30 des Sperrbou ·*π"= 18 ist so ausgebildet. daß er aus seiner gestreckten Lage in der Mitte nur nach einer Seite, nämlich gemäß den F i g. I und 2 nach oben, einknicken kann. In der dargestellten Normalla^e des verriegelten Schlosses wird der Sperrbolzen 18 durch eine vorgespannte Blattfeder 32 gehalten, auf die über eine Druckscheibe 32' eine weitere Feder 31 einwirkt. Diese stützt sich nach oben gegen einen Deckel 33 ab. der in einen am nächsttieferen Deckel 20 angeschweißten und sich gegenüberliegende Schlitze 34 für die Bewegungsmöglichkeit des Sperrbolzens 18 aufweisenden Rohrstutzen 35 eingeschraubt ist.
Ein zur willkürlichen Entriegelung des Schlosses dienender Bauteil besteht aus einem ovalen Handgriff 36. der sich neben dem Bügel 16 seitlich etwas abgebogen befindet (vgl. F i g. 2) und in ein schalenförmiges Verbindungsstück 37 übergeht, an dessen unterem Ende sich ein das Gelenk 30 des Sperrbolzens 18 untergreifender Querriegel 38 befindet. Dieser Querriegel ist an der Unterseite zum Eingriff der kegelförmige .1 Spitze 9 der Kolbenstange 6 dachförmig mit gleichem Neigungswinkel ausgebildet.
Zwei kleine Anschlagbolzen 39 sorgen für eine genaue Mittenlage des Sperrbolzens 18 in seinem gestreckten Zustand. Die Stege 15 des Verriegelungseiementes werden durch beiderseits am Rohrstutzen 35 angeschweißte kleine Riegel 40 axial zum Zylinder 1 geführt währe .id das schalenförmige Verbindungsstück 37 durch ein Gleitstück 41 ebenfalls gegenüber dem Zylinder 1 geführt ist.
Ein Schloß der vorstehend beschriebenen Art wirkt in folgender Weise:
Beim Aufprall eines Kraftfahrzeuges, das eine Geschwindigkeit von etwa mindestens 20 km/h hat. werden die von den Insassen angelegten Sicherheitsgurte so stark gespannt, daß der Kolben 3' entgegen der Kraft der Feder ΙΪ sich relativ /um Zylinder 1 nach unten verschiebt, und zwai im Grenzfal' bis gegen die Anschläge 12'. Dadurch wird die Luft in dein Zylinderraum 24' zunehmend verdichtet und infolgedessen eine Teilmenge derselben über die Bohrungen 22 nach draußen verdrängt. Gleichzeitig emsteht in dem sich bei diesem Vorgang vergrößernden Zylinderraum 28' ein Unterdruck, so daß Luft von außen über das sn. h nach innen öffnende Rückschlagventil 27 einströmt.
Wenn sich anschließend der Sicherheitsgurt wieder entspannt, wird der Kolben 3' durch die Kraft der Feder 13 nach oben zurück verschoben. Dabei wird /unachsi die sich über dem Kolben 3' befindende Luft durch die kleine Wandbthrung 23 aus dem wieder kleiner werdenden Zylinderraum 28' nach außen verdrängt. Sobald die Bohrung 23 durch den Kolben 3 abgedeckt ist. kann keine Luft mehr au-> dem Zylinderraum 28' entweichen, nut Ausnahme einer gan/ geringfügigen Menge durch die sehr kleine Drosselbohrung H-) des Kolbens 4'. Infolgedessen steigt der Luftdruck in dem Zylinderraum 28' so stark an. da!1 c*sr Kolben 4' entgegen der im Vergleich zur Feder (3 geringeren Spannkraft seiner Feder 14 schlagartig nach oben verschoben wird, und zwar im Grenzfall bis gegen die Anschläge 10'. Durch diese Bewegung des Kolbens 4' stößt die kegeiförmige Spitze 9 seiner Kolbenstange 6 gegen den Querriegei 38 und drückt diesen gegen das Gelenk 30 des Sperrbolzens 18. Dadurch wird der Sperrbolzen entgegen der Kraft der Feder 31 eingeknickt, so daß er aus den Ausspann gen 17 der Stege 15 herausgezogen wird.
Durch diese Bewegung des Sperrbolzens 18 werden die Stege 15 des Verriegelungselementes frei, so daß dieses durch die Spannkraft der Feder 19 aus dem Zylinder 1 herausgedrückt wird.
Die Spannkräfte der verschiedenen Federn und die einzelnen als Drosselquerschnitte dienenden Bohrungen sind so bemessen, daß die selbsttätige Entriegelung des Schlosses mit einer bestimmten zeitlichen 'Verzögerung nach dem Beginn der Entspannung de«. Sicherheitsgurtes c "-folgt.
Um das entriegelte Schloß wieder zu verriegeln, braucht nur der Bügel 16 mit seinen Stegen 15 in den Zylinder ί ;iach unten hineingedrückt zu v, erden, bis die Enden des Sperrboizens f8 in die Aussparungen J7 hineingleiten und der Sperrbolzen durch die Blattfeder 32 wieder in seine gestreckte Lage gebracht wird. Vorher haben die beiden Kolben 3', 4' bereits selbsttätig wieder ihre innere Endlage an den Anschlägen 11 eingenommen.
Zum willkürlichen F.ntriegeln des Schlosses kann der Handgriff 36 nach oben gezogen werden, wobei über das Verbindungsstück 37 der Querriegel 38 ebenfalls den Sperrbolzen 18 /um Einknicken bringt und damit die Stege I!> freigibt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentansprüche.
    I. Schloß für Sicherheitsgurte in Verkehrsmitteln, insbesondere Kraftwagen, mit selbsttätiger, durch ein Druckmittel zeitlich etwas verzögerter Entriegelung nach nickartigem Erreichen einer vorbestimmten Zugspannung und anschließender Entspannung des Gurtes, wobei gemäß Patent 2i 04 974 in einem Zylinder zwei Kolben /wischen beiderseitigen Anschlägen axial verschiebbar sind, und zwar einwärts durch Federn, auswärts durch die äußere Zugspannung des Sicherheitsgurtes bzw. durch ein Druckmittel, wobei die Kolbenstange des einen Kolbens an ihrem außerhalb des Zylinders liegenden Ende über Zwischenglieder ortsfest am Chassis des Fahrzeuges gelenkig befestigt ist. während das freie, vorzugsweise verjüngte Ende der Kolbenstange des anderen Kolbens dem einseitig nachgiebigen Gelenk eines Sperrbolzens gegenüberliegt, der normalerweise in gestreuter Lage in Ausnehmungen eines Verriegelungsele.nentes eingreift, das in Richtung zu seinem ebenfalls außerhalb des Zylinders liegenden, mit dem Sicherheitsgurt verbundenen Ende hin durch eine Feder belastet ist. dadurch gekennzeichnet, daß der die beiden Kolben (3', 4') enthaltende Zylinder (I) durch Bohrungen (22, 23, 25) und ein sich nach innen öffnendes Rückschlagventil (27) mit der Außenluft dauernd bzw. zeilweise in Verbindung steht, die als Druckmittel zum Beaufschlagen der beiden Kolben (3', 4') dient.
    Z Schloß fjr Sicherheitsgurte nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß je eine Gruppe von Bohrungen (22 bzw. 25) in der Nahe der äußeren Enden der kolbenstangenseitiije . Zylinderräume (24' bzw. 26') und eine weitere kleine iJohrung (23) in der Nähe des inneren Endes des einen kolbenstangenseitiger Zylinderraumes (24') bei innerer Endlage des zugehörigen Kolbens (3') durch die Wand des Zylinders (1) führen, während das Rückschlagventil (27) in den mittleren, durch die beiden Kolben (3', 4') begrenzten Zylinderraum (28') führt.
DE19752558892 1975-12-27 Schloß für Sicherheitsgurte in Verkehrsmitteln, insbesondere Kraftwagen, mit selbsttätiger Entriegelung Expired DE2558892C2 (de)

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DE2558892B1 DE2558892B1 (de) 1977-05-12
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