DE256743C - - Google Patents

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DE256743C
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 256743 -KLASSE 55 β. GRUPPE
GEORG SPIESS in LEIPZIG-REUDNITZ.
Stapelvorrichtung für Papierbogen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Dezember 1911 ab.
Papierbogen, die einem Stapel zugeführt werden sollen, werden gewöhnlich durch eine Fördervorrichtung auf den Stapel geschoben, die aus zwei Reihen miteinander arbeitender Rollen besteht. Handelt es sich dabei um dünne Papiere von großem Format, so wird die Reibung durch das vordere Ende des aufgeschobenen Bogens seine Stauchung leicht veranlassen. Die unter dem Bogen sich verfangende Luft wird diese Stauchung unterstützen, und so werden die folgenden Bogen noch mehr daran behindert, sich glatt aufzulegen.
Diesem Ubelstande soll nach der Erfindung dadurch begegnet werden, daß von endlosen Bändern getragene und über die Stapelebene hinweggeführte Querträger mit Fingern besetzt sind, die sich auf das vordere Ende des jeweils zugeführten Bogens aufsetzen und in gleicher Geschwindigkeit mit ihm fortbewegt werden.
Es ist zwar bei Einspänmaschinen bekannt, einzelne Preßspäne zwischen Stoffstücke, die zusammengefaltet werden, mecha-
a5 nisch einzulegen, indem der Preßspan mittels einer Schiebervorrichtung vorwärts bewegt wird. Diese Einrichtung läßt sich aber auf Stapelung dünner Bogen nicht übertragen. Das freie Ende eines dünnen Bogens darf, während es über den Stapel hinweggeschoben wird, in seiner Bewegung nicht aufgehalten und gestaucht werden. Außer dem Reibungswiderstand, den die Vorderkante eines dünnen Bogens erleidet, wird aber auch mit Zunahme der freien Bogenlänge der Luftwiderstand bei der Förderung um so hemmender wirken, je größer der Bogen, je dünner das Papier ist und je schneller der Bogen läuft. Es kommt hinzu., daß viele Papiersorten bei ihrer Herstellung elektrisch geladen werden, und daß elektrisch geladene Papiere einem solchen Vorschub einen größeren Widerstand entgegensetzen als gewöhnliche Papiersorten.
Würde der Bogen nur durch aufliegende Träger vorgeschoben, so würde er sich an den unteren Bogen dicht anlegen und die Ausrichtung nach der Stapelung sehr erschweren. Nach der vorliegenden Erfindung wird aber der zu stapelnde Papierbogen sowohl an seinem vorderen Ende als auch hinten zwischen den Rollen geführt, so daß er in gespanntem Zustande auf dem Stapel ausgelegt und ausgestreckt wird.
Dadurch ist es möglich, daß eine Luftschicht zwischen dem obersten und den darunter liegenden Bogen so lange gehalten wird, bis die Ausrichtung des obersten Bogens erfolgt ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar zeigen:
Fig. ι einen Aufriß,
Fig. 2 einen Grundriß einer Ausführungsform der Stapelvorrichtung.
Der von Querschneidern für die Zerteilung von Papierbändern kommende Bogen α wird zwischen den Förderrollen b und c dem Stapeltisch d zugeführt, der in bekannter Weise — entsprechend der Anzahl der zugeführten Bogen — niedergeht, so daß die Zuführung stets in gleicher Höhe erfolgen kann. Die zügeführten Bogen legen sich gegen Anschläge e, damit sie sich ausrichten.
Nach der Erfindung sind oberhalb des Stapeltisches d die endlosen Bänderbahnen f und g angeordnet, welche einen oder mehrere Querträger h über die Ebene des Stapeltisches hinwegführen. An Stelle der Bänderbahnen können auch endlose Ketten u. dgl. Verwendung finden. Diese Querträger sind mit Fingern i besetzt, welche dazu bestimmt sind, sich auf den vorderen Teil des Bogens α aufzustutzen, der jeweils dem Stapeltisch zugeführt wird. Gibt man den Querträgern h und damit den Fingern i annähernd die gleiche Geschwindigkeit wie dem zugeführten Bogen a, so wird offenbar auch der dünnste Bogen Seidenpapier von beliebig großem Format zuverlässig aufgestapelt werden, ohne daß eine Stauchung der Bogen zu befürchten steht.
Zur Vermeidung von Klemmungen wird man die Finger i leicht beweglich den Querträgern h ansetzen. Zur Regelung ihres Druckes' auf dem Bogen kann man sie federnd gegen einen Arm k stützen und den Feder
druck regelbar machen. Die vorliegende Einrichtung ist auch besonders dazu geeignet, einerseits die Luft unterhalb der gestapelten 25 Bogen auszustreichen, dann aber auch jeden einzelnen Bogen genau gegen den Anschlag β zu führen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Stapelvorrichtung für Papierbogen, dadurch gekennzeichnet, daß von endlosen Bändern (f, g) getragene und über die Stapelebene hinweggeführte Querträger (h) mit Fingern (i) besetzt sind, die sich auf das vordere Ende des jeweils von den Förderwalzen zugeführten Bogens (a) aufsetzen und in gleicher Geschwindigkeit mit ihm fortbewegt werden.
2. Stapelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Finger (i) federnd gegen einen Arm stützen, um den Anpreßdruck der Finger gegen den Bogen regeln zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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