DE257449C - - Google Patents

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DE257449C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J1/00Auxiliary apparatus combined with or associated with looms
    • D03J1/16Apparatus for joining warp ends

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Auxiliary Weaving Apparatuses, Weavers' Tools, And Shuttles (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die gemäß der vorliegenden Erfindung gebaute Einrichtung besteht aus einem Gestell zum Tragen des Webstuhlbaumes und eines mit dem dazugehörigen Geschirr, Riet und Drähten versehenen Endteiles einer alten Webkette und aus einer Einrichtung zum Anknüpfen der Kette des Webstuhlbaumes mit dem Endteil der alten Kette.
In den Zeichnungen ist:
ίο Fig. ι ein Querschnitt einer Webkettenanknüpfmaschine und eines Webkettentragrahmens gemäß der Erfindung, wobei der eigentliche Knüpfmechanismus fortgelassen ist,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Kettentragrahmens mit eingebrachtem Webstuhlbaum,
Fig. 3 eine Vorderansicht der Kettenknüpfmaschine mit entferntem Knüpfmechanismus,
Fig. 4 ein Querschnitt durch die Kettenknüpfmaschine mit entferntem Knüpfmechanismus,
Fig. 5 die Teilansicht einer Vorrichtung in dem Kettentragrahmen,
Fig. 6 einen Schnitt nach 6-6 in Fig. 5,
Fig. 7 eine Aufsicht eines Teiles der in Fig. 5 dargestellten Teile;
Fig. 8 veranschaulicht eine Falle für die Tragvorrichtung der alten Kette, die
Fig. 9 und 10 eine Sperrvorrichtung für die Kettentragrahmen;
Fig. 11 ist die Ansicht einer Vorrichtung zum Verhindern der Drehung des die neue Kette enthaltenden Baumes;
Fig. 12, 13 und 14 veranschaulichen das Einbringen der alten Kette und der neuen Kette in die Kettenknüpfmaschine;
Fig. 15 ist eine Einzelansicht im Schnitt, der die Verbindung zweier Klemmtragearmteile miteinander veranschaulicht.
Die Maschine zum Anknüpfen von Webketten besitzt eine Grundplatte 1, die auf einem Wagen 2 angeordnet ist. Der Wagen trägt eine Bremse za, die ein unbeabsichtigtes Bewegen des Wagens verhindert. Die neue Kette wird in der Maschine durch Klemmen 3 und 4 gehalten, die in ähnlicher Weise angeordnet sind wie die entsprechenden Klemmen in der Patentschrift 203466.
Die Arretierung der beweglichen Klemme läßt sich indessen beliebig einstellen, um dadurch die auf die Kette ausgeübte Spannung zu verändern.
Die Klemmen 3 und 4 sind gleichartig gebaut und unterscheiden sich von den bekannten Klemmen nur dadurch, daß der Gummi oder das sonstige elastische Material an den Betätigungsstangen statt an dem Keil und den U-förmigen Stangen angebracht ist, und daß das Kniehebelgelenk etwas anders gebaut ist.
Die alte Kette wird mit Hilfe von Klemmen 51 und 52 gehalten, die auf einem mit Rollen 54 bis 56 versehenen Wagen 53 sitzen.
Die Klemmen 51 und 52 sind hinsichtlich ihrer Bauart im wesentlichen mit den Klem-
men 3 und 4 gleichartig, jedoch ist an jedem Ende der Klemmen eine Feder angeordnet, welche bestrebt ist, die Klemme geöffnet zu halten, wobei Mittel vorgesehen sind, um die alte Kette zu spannen und abzulenken.
In unmittelbarer Nähe der Klemmen 4 und 52 ist eine Vorrichtung für die elastische Befestigung einer Hilf sklemme. vorgesehen. Diese Vorrichtung besteht aus zwei Armen 80, welche auf einer Schwingwelle 81 angeordnet sind,' die an Lagern an einer Seite der Grundplatte 1 ruht. Die unteren Teile dieser Arme sind mit Hilfe einer Stange 82 starr miteinander verbunden, und die unteren Enden dieser Arme sind mit Hilfe von Federn 83 mit einem feststehenden Teil der Maschine verbunden. Um die oberen Teile der Arme 80 nach Bedarf auf die Seite bewegen zu können, ist jeder der Arme aus zwei Teilen 8oa und 80* gebildet. Der Teil 8o* ist auf der Welle 81 befestigt, während der Teil 80* lose drehbar darauf angeordnet ist. Auf dem oberen Ende 84 des Teiles So* sitzt ein unter Wirkung einer Feder stehendes Sperrglied 85 (Fig. 4 und 15), das mit dem Vorsprung 86 des Teiles 8οα zu dem Zweck in Eingriff gebracht werden kann, um diese Teile auslösbar zu vereinigen. Hierbei kommt dann der Ansatz 86 zwischen das obere Ende 84 des Teiles 80* und das Sperrglied 85 zu liegen. Sollen zum Zweck weiterer Betätigung die Teile 8oa zurückgezogen werden, so bewegt sie der Arbeiter in die Stellung nach Fig. 3 und 4 nach abwärts, wobei die Verbindungen 85 und 86 gelöst werden.
Der in Verbindung mit den Armen 80 angebrachte Fadenhalter ist im vorliegenden Falle als eine Bürste ausgebildet, die aus einer mit Kratzenleder 88 bekleideten Leiste 87 besteht. Die Leiste ruht auf Konsolen 89, 90 der Arme 80. Ein Stift 91 der Konsole tritt in eine nicht dargestellte Öffnung der Leiste 87, um sie auslösbar auf den Armen. 80 zu halten.
Die alte und die neue Kette, die miteinander zu verknüpfen sind, werden von dem aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Gestell getragen. Das Gestell besteht aus zwei durch Hohlstangen 93 und 94 miteinander verbundenen Seitenteilen 92 und aus Stangen 95, die mit ihrem unteren Ende an den Seitenteilen und mit den oberen Enden an einer Querstange 96 befestigt sind. Der die neue Kette tragende Webstuhlkettenbaum A ruht in dem gegabelten Teil zweier Ständer 97, die auf den Stangen 93 verschiebbar befestigt sind, um sie Bäumen von verschiedener Länge anpassen zu können, und die durch Klemmschrauben 98 in der eingestellten Lage festgehalten werden können.
Die zum Verhindern eines zufälligen Drehens des Baumes vorgesehene Vorrichtung besteht aus einem mit Filz oder einem anderen geeigneten Material bekleideten und an den oberen Enden der Arme 100 sitzenden Bremsklotz 99, und die Arme sind auf der in den Seitenteilen 92 gelagerten Welle 101 befestigt. Ari einem Ende trägt die Welle 101 einen drehbaren, unter Federwirkung stehenden Handhebel 102, der mit einem Zahn 103 versehen ist, der mit dem Sperrsektor 104 der angrenzenden Stange 95 in Eingriff zu bringen ist. Die. Welle 101 trägt weiter einen Arm 105, der mit dem Handhebel durch eine Schraubenfeder 106 verbunden ist (s. Fig. 1, 2 und 11). Auf diese Weise wird der Klotz 99 federnd gegen den Baum gedrückt, wobei durch Bewegen des Handhebels 102 längs des Sektors 104 der Bremsdruck gegen den Baum beliebig geändert werden kann. Der Arm 105 trägt einen Ansatz 107 (Fig. 11), welcher sich gegen den Handhebel 102 legt, wenn letzterer dem Arm genähert wird. Die Seitenteile 92 und die hinteren Enden der Stangen 108 sind durch Stangen 109 versteift. An den vorderen Enden der Stangen 108 sind Konsole 110 befestigt, in welchen die Schwingwelle in gelagert ist. Die Welle trägt zwei Arme 112 (Fig. 2 und 12), an welchen eine Stange 113 befestigt ist. Letztere besteht aus zwei Winkeleisen, die in der in Fig. 9 veranschaulichten Weise miteinander verbunden sind. An den Enden der Stange 113 befestigte Schraubenfedern 114 suchen die Stange nach rückwärts in die in Fig. 12 veranschaulichte Lage zu kippen. Auf den Armen 112 sitzt eine Schwingwelle 115 (Fig. 9, 10, 13), deren Enden außerhalb jener Arme Sperrstücke 116 tragen, welche mit Ansätzen 117 der benachbarten. Konsole 110 in Eingriff gelangen. Die nach rückwärts erfolgende, durch die Federn 114 bewirkte Kippbewegung der Stange 113 wird durch den Anschlag des Teiles 118 des Sperrgliedes 116 gegen den Teil 119 der Konsole no begrenzt. Eine mit dem einen Ende an dem Sperrstück und mit dem anderen Ende an der Konsole befestigte Schraubenfeder 120 ist bestrebt, wie dies in den Fig. 9 und 10 veranschaulicht ist, das Sperrglied entweder in oder außer Sperrstellung zu halten. 121 sind an dem Sperrteil 116 sitzende Finger, mit deren Hilfe die Sperrteile von Hand in die Sperrstellung oder aus derselben bewegt werden können.
Während der Überführung eines Baumes von der Schlichtmaschine auf das Anknüpfgestell wird das Kettenende in irgendeiner geeigneten Weise so gehalten, daß die Fäden in der Hauptsache parallel verlaufend bleiben, und dies geschieht beispielsweise mit Hilfe eines in der Schlichtmaschine auf die Kettenfäden gesetzten Kammes 122 (Fig. 12), dessen Deckel
mit 123 bezeichnet ist. Wenn der Baum auf den Trägern 97 in die richtige Lage gebracht worden ist, wird der Kamm 122 aufwärts hinter die Schwingwelle in und auf die Winkelschiene 113 gebracht. Die über die Vorderseite der Stange 113 hängenden Enden werden nunmehr in eine Anzahl Gruppen (Zöpfe) geteilt, von denen jede annähernd die gleiche Anzahl von Enden enthält. Die Anzahl der Gruppen bestimmt sich nach der Leistungsfähigkeit der Knüpfmaschine sowie durch die Breite der Kette. Die Fäden einer jeden Gruppe werden alsdann in geeigneter Weise, beispielsweise wie dies in Fig. 2 bei 124 angedeutet ist, zu einem Bündel oder Zopf gebunden.
Der aus dem Webstuhl kommende Teil der alten Kette endigt in einem kleinen Stück von dem zuletzt abgeschnittenen Gewebe (Vorschuß) und mit daran befindlichen Schäften B, Riet C und Kettenwächterdrähten, falls solche vorgesehen sind, wobei die Enden der Kettenfäden hinter den Schäften zu einem Zopf vereinigt sind. Der Vorschuß wird gegen Stifte 125 (Fig. ι und 2) der Stange 126 gepreßt, welche sich längs des Kettentraggestells erstreckt und mit ihren Enden an Armen 127 (Fig. 5 und 7) befestigt ist. Letztere sitzen an Schlitten 128, welche in Schienen 108 angeordnet sind. 129 ist ein an jeder der Schienen 108 befestigter Flansch, welcher ein Herauskippen der Schlitten 128 verhindert. Die Stange 126 wird durch zwei Sperrglieder 130 gegen Bewegung gesichert. Jedes dieser Sperrglieder ist bei 131 auf dem entsprechenden Schlitten 128 drehbar befestigt und kann mit Zähnen 132 auf der Schiene 108 in Eingriff gebracht werden. Jedes Sperrglied 130 kann mit Hilfe einer an dem Schlitten 128 drehbar gelagerten Klinke 133 in ausgehobener Lage gehalten werden, wobei die Klinke sich mit ihrem abgeschrägten Ende gegen den an dem Sperrteil sitzenden Stift 134 legt. Eine Feder 135 dient dazu, die Klinke in dieser Lage festzuhalten. 136 ist ein an dem Schlitten 128 sitzender Anschlag, durch den die Bewegung der Klinke begrenzt wird. Die Vorrichtung, um das Sperrglied 130 außer Eingriff mit den Zähnen 132 und ersteres in die Arbeitsstellung zurückzubringen, besteht aus einer an dem Schlitten befindlichen Schwingwelle 137 und auf dieser Welle befindlichen Hebeln 138. Jeder der Hebel trägt zwei Nasen 139 und 140, zwischen denen das hintere Ende 141 des entsprechenden Sperrgliedes 130 liegt. Ist einer der Handhebel 138 (Fig. 5) nach rechts gekippt, so drückt die Nase 139 auf das hintere Ende 141 des Sperrgliedes 130, bringt dasselbe außer Eingriff mit dem Zahn 132 und bewegt den Stift 134 an der Klinke 133 entlang. Die Klinke schnappt alsdann \ gegen den Stift 134, wodurch das Sperrglied in der in Fig. 8 veranschaulichten Außerdienststellung gehalten wird. Wird der Handhebel (Fig. 5) nach links gedreht, so gelangt seine Nase 140 mit dem hinteren Ende des Sperrgliedes in Eingriff und drückt es in Eingriff mit einem der Zähne 132, wobei die Klinke nachgibt, um ein Herabgehen des Stiftes 134 zu gestatten.
Die alte Kette wird nach rückwärts bewegt, so daß die Knoten, wie dies im nachfolgenden eingehender beschrieben ist, durch die Litzenaugen gezogen werden. Dies wird durch zwei Gewichte 142 bewirkt, deren Kabel 143 über Rollen 144 geführt sind, die am hinteren Ende des Kettentragrahmens sitzen. Die vorderen Enden der Kabel sind (Fig. 1 und' 5), an der Schwingwelle 137 befestigt. 145 ist ein auf der hinteren Seite der Stiftstange 126 befestigter Handgriff, mit dessen Hilfe der zwischen den hinteren Teilen der U-Stange 108 stehende Bedienende die Rückbewegung der Stiftstange überwachen und die Stiftstange nach vorn bewegen kann.
Das Riet C wird von einer an der Stange 126 befestigten Platte 146 getragen, die mit einer Rille für den Bund des Riets versehen ist. An seiner oberen Kante wird es durch eine Anzahl auf dem Rohr 148 sitzender Klammern 147 gehalten, wobei das Rohr' sich auf der Welle 137 frei bewegen kann. Um das Riet auf dem Kettengestell zu- befestigen, wird es in die Nut der Platte 146 sowie mit der Oberkante in die Klammern 147 eingesetzt. Erforderlichenfalls kann die Stange 126 in gewissen Abständen durch Arme 149 mit dem Rohr 148 verbunden werden.
Die Schäfte B werden in der in Fig. 1 veranschaulichten Weise getragen, wobei Vorrichtungen vorgesehen sind, um die Arme 150 in der Quer-, Höhen- und Längsrichtung verstellen zu können.
Zwei parallel verlaufende Stangen 159 (Fig. ι und 2) sind mit ihren Enden in den Blöcken 160 gelagert. Die Stangen sind mit ihren Blöcken auf Flanschen 161 auswechselbar angeordnet, die an den Innenflächen der Konsolen 110 sitzen. In den Flanschen 161 sitzende Stifte 162 treten durch Öffnungen des Blockes 160 und verhindern ein zufälliges Verschieben der Stangen 159.
Wie bereits erwähnt worden ist, trägt der in das Kettengestell gebrachte Teil der alten Kette die dazugehörigen Schäfte sowie das Riet. Angenommen, die Stangen 159 sind vom Gestell entfernt, und die Stiftstange 126 befindet sich in der in Fig. 1 veranschaulichten Vorwärtsstellung, so wird das Riet auf die Platte 146 gebracht und darauf mit Hilfe. von Klemmen 147 befestigt, und die Schäfte werden von den Armen 150 getragen. Die
Stangen 159 werden alsdann zurückgebracht und die alten Kettenfäden darüber gelegt. Die Fäden werden alsdann in Gruppen geteilt und jede Gruppe in ähnlicher Weise, wie dies bei der neuen Kette der Fall ist, zu einem Bündel oder Zopf vereinigt. Beide Ketten können nunmehr in den Klemmen der Anknüpfmaschine befestigt werden. Nachdem der Kettenwagen von den Schienen abgehoben ist, wird die Anknüpfmaschine, wie dies in Fig. ι dargestellt ist, vor das Kettengestell und vor den Teil der Kette gebracht, der zunächst verknüpft werden soll. Der Arbeiter bewegt nunmehr die Armteile 8οΛ nach aufwärts in die in Fig. 12 gezeichnete Stellung und setzt den Fadenhalter auf die Konsole 89. Dann löst er den Knoten, in den der benachbarte Teil der neuen Kette zuvor geschlungen worden ist und bürstet, indem er eine Anzahl von Fäden in die Hand nimmt, diese mit einer Bürste, so daß sie parallel zu liegen kommen, und sichert ihre parallele Lage, indem er sie in die Zähne des Fadenhalters einer mit Kratzenband überzogenen Leiste drückt. Dies wird wiederholt, bis eine Lage mit parallel verlaufenden Fäden gebildet ist, die sich von der Stange 113 zur Klemme 3, dem Band 38 der Klemme 4 und den Halter 87 erstreckt, wobei die Lage so breit sein kann, wie sie die Maschine auf einmal zu behandeln imstande ist. Die Lage von Fäden wird alsdann durch Eindrücken der Einsatzstangen 35 in den Klemmen 3 und 4 befestigt. Die zusätzliche, den Eintritt der Lage in die Klemme 3 gestattende Fadenlänge wird, wie dies in Fig. 13 angedeutet ist, durch Vorwärtskippen der Schiene 113 (Fig. 2) entgegen der Wirkung der Federn 114 erreicht. In ähnlicher Weise wird die überschüssige Fadenlänge zum Einklemmen der Lage in die Klemme 4 durch Rückwärtskippen des oberen Endes der Arme 80 erreicht, welches Kippen ein Heranbewegen des Halters 87 an die Klemme 4 gestattet. Nachdem die Einsetzstangen in die Klemmen gebracht sind, werden sie mit Hilfe der Hebel 27 geschlossen. Der Halter 87 wird alsdann von den Fäden abgezogen und auf die Konsole 90 gebracht, so daß er für das Einlegen der alten Kette zur Verwendung bereit ist.
Die alte Kette wird in analoger Weise in der Anknüpfmaschine befestigt. Der Bedienende löst ein Bündel der alten Kettenenden, bürstet sie aus, so daß die Fäden dazu parallel verlaufen, und befestigt sie im Halter 87. Ein Gewicht in Gestalt einer Stange 163 von ungefähr derselben Länge wie die Breite der ausgebürsteten Lage der alten Kettenenden wird alsdann auf den über die Stangen 159 gehenden Teil der Lage gelegt, wobei das Gewicht die Kettenfäden zwischen den Stäben herunterzieht, wie dies in Fig. 13 dargestellt ist, wodurch eine zusätzliche Fadenlänge geschaffen ; wird, welche beim Einsetzen der Kette in die Klemme 51 wieder absorbiert wird. Der Kettenwagen 53 wird alsdann auf seine Schiene gebracht und die alten Kettenfäden in' die Klemme 51 und 52 eingeklemmt. Wenn die Fadenlage in die Klemme 52 gesetzt wird, weichen die Arme 80 nach hinten aus. Sind die Klemmen 51 und 52 geschlossen, so werden die Fäden der alten Kette vom Halter 87 abgelöst.
Die Fäden der neuen und alten in der Maschine befestigten Ketten werden nunmehr Vorwärtsschwingen der Klemmen 4 und 52 vermittels der Handhebel 12 und 66 gespannt, und außerdem werden die Fäden durch Betätigen der Hebel 43 und 73 abgelenkt. Der Armteil 8oa kann nunmehr abwärts in die in Fig. 4 gezeichnete Stellung gedreht werden, so daß er sich außerhalb der Bahn der Kurbel befindet, mit deren Hilfe der Knüpfmechanismus, falls Handbetrieb erfolgen soll, angetrieben wird.
Nachdem alle in der Maschine befestigten Fäden verknüpft worden sind, werden die Klemmen 3 und 51 geöffnet und die Einsetzstangen zwecks Freigabe der verbundenen Enden der beiden Ketten aus denselben entfernt. Außerdem findet ein Öffnen der Klemmen 4 und 52 statt. Die Abfallfadenenden werden daraus entfernt, die Klemmen mit Hilfe der Hebel 12 und 66 einwärts gekippt, die Ablenkbänder 38 und 68 in die Außerdienststellung zurückgebracht und der Kettenwagen 53 von seiner Laufschiene genommen und beiseite gelegt. Die Kettenanknüpfmaschine wird alsdann längs der Vorderseite des Kettengestells in eine solche Stellung vorgeschoben, daß sie sich gegenüber der nächsten Gruppe derjenigen Kettenfäden befindet, die zu verknüpfen sind. Alsdann wiederholt sich der beschriebene Arbeitsgang.
Nachdem sämtliche Fäden beider Ketten miteinander verbunden sind, wird der an der alten Kette befindliche Vorschuß auf die' Stifte 125 gedrückt, der Kamm 122 von dem Kettengestell entfernt und die Knoten durch die Litzenaugen gezogen. Dieser Vorgang kommt dadurch zustande, daß durch Hebel 138 die Stiftstange freigegeben und die von dem Gewicht 142 gespannte Kette durch den Bedienenden nach rechts hin (Fig. 1) gezogen wird. Nachdem die Knoten durch die Schäfte gezogen worden sind, entfernt der Bedienende das Riet C von den Trägern 146, 147 und bewegt es vorwärts über die Knoten. Der Bedienende hebt alsdann den Vorschuß von der Stiftstange ab, wobei er sich unter der Wirkung der Gewichte 142 rückwärts bewegt, bis die Schultern 128^ des Schlittens 128 auf die
Haltestifte 128* treffen. Die Stangen 159 werden alsdann abgenommen, die Schäfte und das Riet auf den Baum A gelegt und letzterer von dem Kettengestell entfernt, um an den Webstuhl abgegeben zu werden.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zum Einbringen und Aufspannen der Webketten in Webkettenanknüpf-, Andreh- oder Einziehmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß am Gestellrahmen des Werkzeugschlittens Halter (87) angeordnet sind, welche die Kettenenden erfassen, und die in bezug auf die Festklemmvorrichtungen (4, 52, 3, 51) der Anknüpfmaschine nachgiebig angebracht sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (87) von zweiteiligen, mit Sperrvorrichtungen (85, 86) versehenen Hebeln (8oa, 80*) derart getragen werden, daß sich die Halter beim Nichtgebrauch nach unten an das Maschinengestell heranklappen lassen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden der neuen Kette durch einen Deckelkamm (122) geführt sind, welcher von einer um eine Achse (in) drehbaren Winkelschiene (113) getragen wird, auf die sich die Kettenfäden stützen, und die auf der Achse (in) von Hebeln getragen wird, welche durch Federkippsperrvorrichtungen (120,121,116) feststellbar sind.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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