DE257785C - - Google Patents

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DE257785C
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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K1/00—Housing animals; Equipment therefor
    • A01K1/06—Devices for fastening animals, e.g. halters, toggles, neck-bars or chain fastenings
    • A01K1/062—Neck-bars, e.g. neck collars

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Housing For Livestock And Birds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVs 257785 -KLASSE 45 h. GRUPPE
OSKAR Ritter von RAFFAY in WIEN.
Viehhalsrahmen aus Walzmetall. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1911 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Österreich vom 4. Mai 1910 anerkannt.
die Priorität
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Viehhalsrahmen aus Walzmetall mit zwei die vertikalen Schenkel verbindenden Bügeln von U-förmigem Querschnitt und mit Schnapp-
hakenverschluss für den ausschwingbaren Schenkel. Das Neue besteht in der nachstehend beschriebenen Ausbildung der beiden Verbindungsbügel.
Diese Bügel haben im rohen, unbearbeiteten Zustande gleiche Gestalt und sind entweder einteilig gepreßt und gebogen, oder sie sind der Länge nach geteilt hergestellt und aus je zwei gepreßten Schalen von symmetrischem Querschnitt zusammengefügt. Die Bügel bzw. Bügelhälften haben gleiche Schnittform und erhalten am günstigsten eine Winkelform; dann können sich in die geraden Schenkelstücke des fertigen Bügels die ebenfalls geraden Enden der oben gekrümmten senkrechten Rahmenteile gut einschmiegen und lassen sich gut befestigen.
Das Wichtigste an dem neuen Rahmenbügel ist aber darin zu erblicken, daß er in fertigem Zustande auf dem größten Teil seiner Länge nach außen hin offen ist. Hierdurch unterscheidet er sich von ähnlichen Konstruktionen, bei denen die beiden Schenkel des U-förmigen Querschnittes nach innen gegen den Hals des Tieres gerichtet sind. Selbstverständlich ist es weit vorteilhafter, wenn der runde Teil des Querschnittes am Halse anliegt, so daß jedes Schnüren oder Einschnei-35
den ausgeschlossen erscheint. In dem nach außen offenen Bügel kann sich Schmutz nicht leicht festsetzen, geschieht dies aber dennoch, so ist er ohne weiteres leicht zu entfernen. Auf der einen Seite des Bügels werden die Blechlappen um den eingesetzten, festen Rohrschenkel des Halsrahmens herumgebogen, so daß sie diesen ganz oder wenigstens teilweise umschließen und ihn damit in seiner Lage sichern.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι den Längsschnitt des oberen Bügels, Fig. 2 dessen Querschnitt, Fig. 3 eine Seitenansicht des Bügels in kleinerem Maßstabe, Fig. 4 einen Längsschnitt des unteren Bügels, Fig. 5 die Ansicht des oberen Bügels und Fig. 6 eine Gesamtansicht des Halsrahmens, stark verkleinert.
Wie aus der Zeichnung (Fig. 6) ersichtlich, besitzt der Rahmen in bekannter Weise zwei parallele, zweckmäßig rohrförmige Schenkel 14,15, die oben und unten durch Verbindungsbügel 3, 17 vereinigt sind, wobei der eine Schenkel 14 mit den Bügeln vernietet, verlötet oder auf andere Weise fest verbunden ist, und der andere Schenkel 15 um sein unteres Ende schwenkbar an dem unteren Bügel befestigt ist. Alle diese Einrichtungen, ebenso wie die Aufhängung an Ketten 1, 24 und der Schnapphakenverschluß für den schwenkbaren Rohrschenkel sind seit langem dem Wesen nach
bekannt. Die bekannten Bügel bestehen zumeist aus Temper- oder Grauguß, sind also wenig widerstandsfähig. Die wenigen Rahmen, deren Bügel aus Walzmetall bestehen, weisen eine zweckwidrige Bauart auf.
Die neuen Bügel sind bei der dargestellten Ausführungsform zweiteilig, der Länge nach geteilt, ausgeführt gedacht. Eine in entsprechender Schnittform ausgestanzte Platte
ίο wird in bekannter Weise in die dargestellte Form gepreßt, bei welcher das winkelförmige Blechstück 4 die Form einer Rinne erhält, die sich an dem in Fig. 1 linken Ende viertelbis halbzylindrisch an das obere Ende des damit verbundenen Rahmenschenkels 14 anschließt und es umfaßt, während es am anderen Winkelschenkel (Fig. 1 rechts) halbe U-Form besitzt, die sich bis über den W7inkelscheitel erstreckt. Daher das verschiedene Profil der Winkelschenkel. Diese nach außen offene, symmetrische, halbe U-Form der zusammengehörigen Schalen hat den praktischen Wert, daß sie abgerundete, eine Verletzung ausschließende Berührungsflächen für den eingeschlossenen Hals des Tieres bietet, eine ungezwungene, einfache und zweckmäßige Montage des Rahmens ermöglicht und den Bügel versteifen hilft, worauf noch zurückgekommen werden soll. Wichtig ist insbesondere auch die Gewinnung ebener Führungs- bzw. Befestigungsflächen für den beweglichen Rahmenschenkel 15 und den Kettenbügel 2 (Fig. 1). Statt der Kettenbügel können auch einfache Kettenglieder 24 (Fig. 4) mittels Nietbolzen 23 zwischen den am Scheitel ebenfalls schon nach außen offenen Schalen befestigt werden. Wichtig und ein Vorzug vorliegender Konstruktion ist ferner auch noch der Umstand, daß die Schalen, wofern sie, wie dies bei dieser Ausführungsform in Aussicht genommen ist, sämtlich gleiche Form und Größe haben bzw. symmetrisch sind, sämtlich mit denselben Schnittformen und paarweise (je eine obere und eine untere Bügelhälfte 4, 17 bzw. 3,18) mit denselben Preßwerkzeugen massenweise, also schnell und wohlfeil angefertigt werden können. Natürlich fällt auch eine Ausführung mit vom Oberbügel verschiedenem Unterbügel in den Rahmen dieser Erfindung.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 und auch in Fig. 3 bis 6, daß die Schalen an einem Ende lappenförmige Ansätze oder Fortsätze haben (5, 6 und 19, 20). Beim unteren Bügel sind diese nach außen ragenden Fortsätze durch den Bolzen 21 (Fig. 4) verbunden, der gleichzeitig die Auswärtsbewegung des um den Bolzen 22 drehbaren Rahmenschenkels 15 begrenzt. Auch dienen die Lappen ig, 20 als Führungsflächen für den beweglichen Rahmenschenkel, damit das lästige, die rasche Schließung des Rahmens unmöglich machende Wackeln dieses Schenkels in seinem Gelenk verhindert werde. Das untere Ende des freien Rahmenschenkels ist zweckmäßig oben abgerundet oder abgeschnitten (Fig. 4), um eine Drehung des Schenkels zu gestatten und das Ausbauchen der Schalen an der gegenüberliegenden Stelle zu vermeiden. Am oberen Bügel dienen die Lappen 5, 6 in bekannter Weise als Führungsgabel (Fig. 3) für das einzuklappende Ende des freien Rahmenschenkels 15, das in ebenfalls hekannter Weise mit einer Kette 16 (Fig. 3 und 5) an den Krippenrahmen angeschlossen sein kann.
Das freie Schenkelende 15 (Fig. 1) ist mit einem Querbolzen 11 für den Eingriff des Schnapphakens 7 versehen. Dieser kann in der Eingriff st ellung in einen Schlitz 12 des freien Schenkelrohres 15 eintreten, dessen Vorderkanten zweckmäßig ausgerundet sind. Der Hebel des Schnapphakens ist, damit er nicht schlenkert, sondern gut einschnappt, um einen Bolzen 8' mittels einer Hülse 8 drehbar (Fig. ι und 2) und wird mittels einer Feder 9 in die Eingriffstellung gedreht und darin erhalten. Wird der Hebel, wie z. B. aus Fig. 1 links ersichtlich, in einem Schlitz 13 des Rohres 14 oder zwischen den Schalen 3 und 4 geführt, so ist die Hülse 8 entbehrlich.
Die Hubbegrenzung des Schnapphakenhebels wird zweckmäßig durch einen oberhalb des Hebels etwas versetzt gegen seinen Drehbolzen 8' angeordneten weiteren Bolzen 10 oder einen Anschlag bewirkt. Dieser Bolzen 10 kann gleichzeitig ebenso wie auch Bolzen 8' zur Befestigung des Kettenbügels 2 dienen (Fig. i, 5 und 6).
Natürlich könnten die Bügel, statt aus zwei Teilen zu bestehen, auch einteilig mit U-förmigem, nach außen offenem Querschnitte und sonst gleichem oder ähnlichem Profil angefertigt werden. Desgleichen ist es nicht notwendig, daß die Bügel die in der Zeichnung dargestellte Winkelform besitzen, deren Vorteile vor allem eine Verbesserung der bereits durch den U-Querschnitt gegebenen Versteifung, die Möglichkeit der Verwendung derselben Bügel für verschiedene Halsweiten ohne Änderung des Biegewinkels der Rahmenschenkel und der Umstand sind, daß sich der Winkelbügel der Nockenform sehr zweckmäßig anpaßt.
Ist das Tier im Stall, so steckt es mit dem Halse in dem dann geschlossenen, zwischen einem oberen Träger und dem Krippenrande aufgehangen Rahmen. Sollen die Rinder losgekuppelt werden, so geht eine Person die Stände an der Krippenseite (Futtergang) entlang und drückt bzw. schlägt nacheinander auf alle Verschlußhebelschwänze. Dadurch lösen sich die beweglichen Rahmenschenkel durch die Schwere sofort aus, sinken herab,

Claims (4)

und zwar bewirken die Ketten 16 oder entsprechende Führungen, daß der Rahmen ' in einer Ebene verbleibt und sich nicht dauernd verdrehen kann. Die Tiere sind sonach frei. Sollen sie wieder angekuppelt werden, so schlägt die die Stände entlang gehende Person die Rahmenschenkel einfach zu. Eine vollständig im Rahmen dieser Erfindung liegende weitere Ausführungsform mit ίο einigen auf praktischen Erfahrungen beruhenden konstruktiven Verbesserungen ist in den Fig. 7 und 8 dargestellt. Besonders hat sich als zweckmäßig herausgestellt, die Befestigung der Aufhängekette ι durch einen ausgestanzten und dann U-förmig abgebogenen, schließlich im oberen Teil zusammengedrückten ösenförmigen Bügel 2 vorzunehmen, welcher den Drehbolzen 8' des Verschlußhakens 7 umfaßt und diesem gleichzeitig zur Führung dient. Es empfiehlt sich, zur Vermeidung von seitlichen Schwankungen des Verschlußhakens beiderseits Beilagscheiben anzuordnen. Bei offenen Halsrahmen wird hier der Verschlußhaken dadurch in der zum Eingriff geeigneten Stellung erhalten, daß eine an der oberen Schwanzwurzel angeordnete Nase sich gegen den Bolzen 10 stützt, der wie bei den anderen Ausführungsformen gleichzeitig auch mit zur Befestigung des Kettenbügels 2 dient. Der Hebel dieser Ausführungsform ist außerdem so ausgebildet, daß sein Hakenarm bedeutend schwerer als sein Schwanz ist. Dadurch wird der Eingriff gesichert, selbst wenn die Feder geschwächt oder gebrochen sein sollte. Der Schwanz des Hebels ist relativ höher angeordnet und steht außerdem weniger weit vor; auch ist er etwas nach abwärts gekrümmt. Diese Anordnungen sollen das öffnen durch das angehängte Tier tunlichst erschweren, insbesondere soll die Ausbildung des Hebelschwanzeis das Abgleiten des Homes begünstigen. In die Löcher L (Fig. 7) über dem Hakenarm kann ein Splint eingesteckt werden, durch den der Haken in der Verschlußstellung verriegelt und so dessen öffnung überhaupt verhindert wird. Schließlich tritt der Verschlußhaken 7 (Fig. 7) nicht mit einem Bolzen, sondern mit einer Querplatte 11 (Fig. 7) in dem beweglichen Schenkel des Halsrahmens in Eingriff. Paten τ-An sp rüche:
1. Viehhalsrahmen aus Walzmetall mit zwei die senkrechten Schenkel verbindenden Bügeln von U-förmigem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß der obere und der untere Verbindungsbügel, welche vorteilhafterweise in rohem, unbearbeiteten Zustande gleiche Gestalt haben, auf dem größten Teil ihrer Länge "nach außen zu offen sind und nur mit einem Ende den festen Rahmenschenkel ganz oder teilweise umfassen.
2. Viehhalsrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel Winkelform besitzen.
3. Viehhalsrahmen nach Anspruch 1 bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel zur Erleichterung der Herstellung der Länge nach zweiteilig hergestellt werden und aus je zwei gepreßten Schalen symmetrischen Querschnittes zusammengesetzt sind, die sich beim Aufeinanderlegen zu einem den festen Rahmenschenkel ganz oder teilweise umschließenden, im übrigen dagegen offenen Gehäuse ergänzen.
4. Viehhalsrahmen nach den Ansprüchen i, 2 bzw. 3 mit den bekannten Führungslappen am oberen Bügel für das ein- schnappende Ende des beweglichen Schenkels, dadurch gekennzeichnet, daß die entsprechenden Lappen am unteren Bügel, welche nicht ausgebogen werden, durch einen Bolzen versteift, eine verlängerte Führung und zugleich eine Hubbegrenzung für den beweglichen Rahmenschenkel bilden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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