DE258655C - - Google Patents

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DE258655C
DE258655C DENDAT258655D DE258655DA DE258655C DE 258655 C DE258655 C DE 258655C DE NDAT258655 D DENDAT258655 D DE NDAT258655D DE 258655D A DE258655D A DE 258655DA DE 258655 C DE258655 C DE 258655C
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soap
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fats
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sodium
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00—Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48—Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ M 258655 KLASSE 23 e. GRUPPE
und Styling. K.WOH LRAB in ZÜRICH.
seifenartigen Produkten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. April 1911 ab.
Bei den bisher bekannten Verfahren, Seifen mit chemisch gebundenem Schwefel herzustellen, wurden verseifbare Öle und Fette oder Fettsäuren durch Behandlung mit Schwefei bei geeigneten Temperaturen in geschwefelte Produkte übergeführt und diese dann mittels Ätzalkalien in Seifen verwandelt. In solcher Weise wird nach den Patenten 56065 und 71190 verfahren. Bei letzterem ist nach einer der Arbeitsweisen auch die Möglichkeit der Herstellung einer wasserarmen Seife gegeben.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, die Schwefelung und Verseifung von ölen und
X5 Fetten mittels wasserfreien Natriumthiosulfats bei Temperaturen über 200 ° in einer einzigen Operation zu erzielen, wobei gänzlich wasserfreie, Schwefel in organisch gebundener Form enthaltende Produkte entstehen, welche noch im geschmolzenen Zustande mit anderen Stoffen vermischt werden können.
Die so erhältlichen seifenartigen Produkte sollen als dermatologische Präparate Verwendung finden.
Daß das Natriumthiosulfat bei 270 bis 300 ° in Schwefelnatrium und Natriumsulfat zerfällt, ist bekannt. Es wurde aber bisher kein Gebrauch davon gemacht, dieses im Entstehungszustande besonders energisch auf öle und Fette wirkende Natriumsulfid zur HerStellung wasserfreier, geschwefelter seifenartiger Produkte zu benutzen, denn J. Pelouze, welcher gefunden hatte, daß durch Behandlung von verseifbaren Ölen und Fetten mit wässerigen Lösungen von Schwefelalkalien Seifen erhalten werden können, wollte nur das Ätznatron durch das damals nicht die Hälfte soviel kostende Schwefelnatrium ersetzen, um die bekannten gewöhnlichen Seifen auf billigerem Wege herzustellen. Schwefel in organisch gebundener Form enthaltende Seifen bilden sich nach der Arbeitsweise von Pelouze jedoch nicht.
Das vorliegende Verfahren kann wie folgt ausgeführt werden: 4-5
1. ioo g technisches Ricinusöl werden mit 30 g wasserfreiem Natriumthiosulfat unter Rühren auf etwa 290° erhitzt, wobei unter Schäumen in etwa 25 Minuten ein wasserlösliches Produkt von weicher Beschaffenheit entsteht.
2. Leinöl, ebenso behandelt, ergibt bei etwa 260 bis 270 ° in 16 bis 17 Minuten ein Produkt, das nach dem Erkalten fest wird.
3. Rindstalg ergibt bei etwa 260° in 20 bis 21 Minuten ein nach dem Erkalten hartes seifenartiges Produkt.
Das angegebene Verhältnis von öl bzw. Fett und Natriumthiosulfat soll nicht als feststehend, sondern als veränderlich angesehen werden,

Claims (1)

  1. π ... ! Temperaturen über 200° bis zur völligen
    Patent-Ansprüche: , Versetfung erhitzt werden.
    i. Verfahren zur Herstellung von wasser- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
    freien, chemisch gebundenen Schwefel ent- gekennzeichnet, daß man den noch flüssi-
    haltenden seifenartigen Produkten, dadurch j gen Seifenleim mit indifferenten Füllmit-
    gekennzeichnet, daß fette öle oder Fette ! teln oder mit antiseptisch wirkenden Stof-
    mit wasserfreiem Natriumthiosulfat auf ι fen versetzt.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER IiKICHSDRUCKEREI.
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