DE2601432C3 - Gerät zur Überwachung von venösem Blut auf Gasblasen - Google Patents

Gerät zur Überwachung von venösem Blut auf Gasblasen

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    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Überwachung von venösem Blut auf Gasblasen, welches einen Schlauch hinter einem Hämodialysegerät durchfließt, mit einem Gehäusekasten für Elemente der Überwachungs- und Steuerelektronik, in welchem zugleich eine Blasenbestimmungseinrichtung mit einem Blasendetektor und eine damit in Schaltverbindung stehende Schlauchabklemmeinrichtung angeordnet sind, deren Schlauchklemme bei Vorhandensein von Blasen den Schlauch abklemmt.
Aus der US-Patentschrift 28 35 252, die eine Vorrichtung zur intravenösen Transfusion einschließlich der Überwachung von Gasblascn betrifft, ist ein Gerät bekannt geworden, bei dem die Analysestation und die Abklemmeinrichtung weitgehend außerhalb des Gehäusekastens, außerdem gegeneinander versetzt und weit entfernt voneinander angeordnet sind, so daß der Schlauch S-förmig geführt ist, was neben anderem zu Schwierigkeiten, z. B. einem umständlichen Einlegen des Schlauches, führt. Außerdem wird die Schlauchklemme über einen Elektromagneten entriegelt, wobei ein
Klinkenverschluß benutzt wird, was in der vorgesehenen Form mit Nachteilen bei der Verwendung eines dickeren Schlauchdurchmessers verbunden ist.
Bekanntgeworden ist ferner (US-Patentschrift 38 32 998) eine Regulier-Vorrichtung für intravenöse Tropf-Transfusionen, bei der die Meßeinrichtung für die gleichmäßige Tropfgeschwmdigkeit aus einem beweglichen Klappenflügel innerhalb einer Tubuskammer in Verbindung mit einem Magnetglied sowie aus einer federbetatigttii Klinke besteht Der Schlauch ist zur Durchführung dieses Prinzips vor und hinter der Beobachungskammer durch Abgabe- und Aufnahmetuben für die über den Klappenflügel rollenden Tropfen unterbrochen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, nicht nur die Blasenbestimmungseinrichtung und die Schlauchabklemmeinrichtung in einem einzigen Gehäuse unterzubringen, sondern das Gehäuse zudem so klein und so auszubilden, daß alle in der Hämodialyse gängigen Schlauchsysteme einsetzbar sind. Außerdem sollen eine einfache Schlauchführung und eine in sich abgeschlossene Elektronik sowohl für die Blasenbestimmungseinrichtung wie auch für die Schlauchabklemmeinrichtung vorhanden sein.
Darüber hinaus sollen stets reproduzierbare Meßbedingungen zwischen dem Sender und Empfänger der Blasenbestimmungseinrichtung und eine exakte Absperrung des Schlauches in der Schlauchabklemmeinrichtung erreichbar sein.
Es wurde gefunden, daß sich diese Aufgabe bei einen. Gerät der eingangs genannten Art in einfacher Weise dadurch lösen läßt, daß der Blasendetektor der Blasenbestimmungseinrichtung und die Schlauchklemme der Schlauchabklemmeinrichtung nahe beieinander sitzen und aus dem Gehäusekasten herausragen, miteinander fluchtende Einlegeschlitze für den Schlauch aufweisen, daß der Blasendetektor von einem in seiner maximalen Streckstellung arretierbaren Kniehebel einstellbar und die Schlauchklemme von einem in seiner maximalen Streckstellung arretierbaren Kniehebel freigebbar ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht dann, daß die Blasenbestimmungseinrichtung und die Schlauchabklemmeinrichtung mit gleichen Halterungen ausgerüstet sind, die außenseitig die Einlegeschlitze für den Schlauch tragen und innenseitig in U-förmige Teile zur Aufnahme der Kniehebel auslaufen und die übereinander auf einer Montageplatte sitzen, an deren Rückseite Leiterplatten für die Elemente der Überwachungs- und Steuerelektronik befestigt sind.
Dabei befinden sich zentrisch in den Halterungen auf beiden Seiten der Einlegeschlitze und senkrecht zu diesen Bohrungen, die miteinander fluchtend als Führungen sowohl für den Sender und Empfänger der Blasenbestimmungseinrichtung, als auch für das Klemmstück und Gegenlager der Schlauchabklemmeinrichtung dienen.
Es ist vorteilhaft, wenn in den aus dem Gehäuse herausragenden Teilen der Bohrungen jeweils der Empfänger sowie das Gegenlager mittels eines Gewindes in Achsrichtung justierbar sind.
Eine Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß in den gehäuseseitigen Teilen der Bohrungen Kolben als Träger für den Sender sowie für das Klemmstück angeordnet sind, welche in dem Gehäuse bis zum Steg der U-förmigen Teile reichen und mit den Kniehebeln in Wirkverbindung stehen.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht auch darin, daß jeder Kniehebel aus einem an den Kolben angeschlossenen langen Hebel und einem kurzen, U-förmigen, das freie Ende des langen Hebels umschließenden Betätigungshebel besteht, welcher an einer von einem Drehknopf betätigbaren Schwenkachse in den U-förmigen Teilen der Halterung befestigt ist
Hierbei bringen Zugfedern die Kniehebelteile in ihre gestreckte Stellung.
ίο Die Erfindung wird auch dadurch weitergebildet, daß der Kniehebel der Blasenbestimmungseinrichtung in seiner maximalen Streckstellung gegen einen Justieranschlag anschlägt und daß der Kniehebel der Schlauchabklemmeinrichtung in gleicher Stellung gegen einen Justieranschlag anschlägt
Hierbei geht bei einer Weiterbildung der Erfindung der U-förmige Betätigungshebel der SchlauchabkJemmeinrichtung unterhalb seiner Schwenkachse in einen längeren Haltearm über, an welchen etwa in Höhe dieses Oberganges eine verhältnismäßig starke Zugfeder angeschlossen ist, wobei in der Offenstellung der Schlauchabklemmeinrichtung dieser Haltearm an den Polen eines kleinen Halte-Elektromagneten anliegt
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der kleine Halte-EIektromagnet fliegend auf einer Schwenkachse gelagert
Von Vorteil ist dabei, wenn die verhältnismäßig starke Zugfeder für den Kniehebel der Schlauchabklemmeinrichtung an dem Haltearm ihre größte jo Federkraft zur Streckung des Kniehebels in die geschlossene Stellung der Schlauchklemme ausübt und wenn sie in der offenen Stellung der Schlauchklemme den kleinen Halte-Elektromagneten mit nur geringer Federkraft belastet.
Schließlich besteht eine vorteilhafte Weiterbildung des Gerätes nach der Erfindung noch darin, daß im Stromkreis des Empfängers der Blasenbestimmungseinrichtung ein Verstärker sowie ein Potentiometer zur Festlegung des Arbeitspunktes der Blasenbestimmungseinrichtung und zu ihrer Anpassung an die unterschiedlichen Blutschlauchdurchmesser vorgesehen sind.
Nach der Erfindung können alle Teile für die Blasenbestimmungseinrichtung und für die Schlauchabklemmeinrichtung in nur einem Gehäuse untergebracht werden, nahe beieinandersitzen und mit einer großen Anzahl übereinstimmender Teile, beispielsweise mit gleichen Halterungen, ausgerüstet sein.
Weil die aus dem Gehäusekasten herausragenden Teile beider Halterungen miteinander ausgerichtete, so quer verlaufende Einlegeschlitze für den Schlauch aufweisen, kann auch das durch die Blasenbestimmungseinrichtung geführte Schlauchstück denkbar kurz sein.
Von besonderer Bedeutung ist jedoch die Verwendung von Kniehebeln sowohl in Verbindung mit der Blasenbestimmungseinrichtung wie auch der Schlauchabklemmeinrichtung. Kniehebel eignen sich besonders gut dafür, im letzten Bereich ihrer Streckbewegung, vor Erreichen der gestreckten Stellung, eine relativ große Anpreßkraft bei geringem Drehmoment am Betätigungshebel auszuüben.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Einstellung der Kniehebel und damit der Blasenbestimmungseinrichtung bzw. der Schlauchabklemmeinrichtung durch einen Drehknopf. Beispielsweise lassen sich beide Einrichtungen vor Einlegung des Schlauches in die Querschlitze in die sogenannte Einlegstellung bringen.
Durch die sinnvolle Verbindung des Kniehebels mit einer Feder unter Zuhilfenahme des Justieranschlags ist
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es möglich, daß die Blasenbestimmungseinrichtung im Betriebsfall immer so eingestellt ist, daß Sender und Empfänger stets denselben Absland voneinander haben. Hierbei können in gewissem Rahmen auch unterschiedliche Schlauchdicken mit erfaßt werden. Sollen dickere Schläuche bzw. dünnere Schläuche verwendet werden, so kann der Empfänger der Blasenbestimmungseinrichtung innerhalb der Längsbohrung mit einer dafür vorgesehenen Justierschraube nachjustiert werden. Die mit dem Kniehebel verbundene Feder sorgt dafür, daß ίο dieser in jedem Fall seine maximale Streckstellung erreicht.
Bei der Schlauchabklemmeinrichtung wird von dem Konsiruktionsprinzip Gebrauch gemacht, daß die ganze Kraft, die zum Abklemmen des Schlauches aufgewendet werden muß, aus der von Hand mit dem Drehknopf gespannten Feder über den Kniehebel genommen wird, wohingegen in der Halteposition (offene Klemme) der Schlauchabklemmeinrichtung nur eine relativ geringe Kraft durch den Elektro-Magneten aufzubringen ist, da die Feder in dieser Position praktisch im Drehpunkt angreift.
Wenn durch die Blasenbestimmungseinrichtung eine Blase in der vorbeifließenden Flüssigkeit festgestellt wird, fällt der Halte-Elektromagnet der Schlauchklemmeinrichtung ab, so daß der Haltearm freigegeben ist und unter der Wirkung der starken Feder in seine Strecklage schwenkt. Infolge des Kniehebels wird hierbei in der gestreckten Stellung ein beträchtlicher Druck mit der Schlauchklemme ausgeübt, so daß der Schlauch nicht nur schlagartig, sondern auch mit der erforderlichen Kraft abgeklemmt wird.
An die Blasenbestimmungseinrichtung kann nicht nur die Schlauchabklemmeinrichtung, sondern auch eine akustische bzw. optische Alarmanlage sowie eine Abstelleinrichtung für die Förderpumpe angeschlossen sein.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Gesamtansicht des Überwachungsgeräts, teilweise im Schnitt,
F i g. 2 eine Konstruktionseinzelheit,
F i g. 3 eine weitere Konstruktionseinzelheit und
F i g. 4 schematisch ein elektrisches Blockschaltbild.
In einem Gehäusekasten 1 ist eine Montageplatte 2 erkennbar, die mittels Abstandsstücken 3 und Schrauben 4 am Boden des Gehäuses befestigt ist Hinter der Montageplatte 2 ist eine Leiterplatte 5 erkennbar, auf welcher im Abstand voneinander angeordnete Platinen 6 befestigt sind. Auf diesen Platinen bzw. auf der Leiterplatte 5 sind Elemente 7 einer Überwachungsund Steuerelektronik angeordnet
Auf der Vorderseite sitzt auf der Montageplatte 2 eine Blasenbestimmungseinrichtung 8 und in einem geringem Abstand davon ist eine Schlauchabklemmeinrichtung 9 angeordnet Beide Einrichtungen sitzen mit geringem Abstand beieinander und Teile ihrer Halterungen ragen aus dem Gehäusekasten 1 heraus.
Die Blasenbestimmungseinrichtung 8 weist eine Halterung 80 mit viereckigem Querschnitt auf. Ein Teil 82 dieser Halterung 80 ragt aus dem Gehäusekasten 1 heraus. In diesem aus dem Gehäusekasten herausragenden Teil 82 der Halterung ist ein Einlegschlitz 83 für den Schlauch 10 erkennbar.
In den Gehäusekasten 1 weist ein U-förmiger Teil 84 der Halterung 80 hinein, welcher mit Schrauben 81 an der Montageplatte 2 befestigt ist
Im am weitesten aus dem Gehäusekasten 1 hcrausragenden Teil der Halterung 80 ist ein Empfänger 85 eines Blasendctcktors angeordnet, dessen Sender 86 auf der anderen Seile des Einlegeschlilzes 83 angeordnet ist. Der Empfänger 85 ist in eine Längsbohrung 87 der Halterung einschraubbar. Seine Lage relativ zum Einlegeschlitz 83 kann durch Verdrehen innerhalb des Gewindes einjustiert werden.
Die Längsbohrung 87 pflanzt sich in den U-förmigen Teil der Halterung fort und endet am Steg des U-förmigen Teils 84. Der U-förmige Teil 84 der Halterung ist von einer Schwenkachse 88 durchsetzt, deren Bedeutung später erläutert wird.
In Fig. I unterhalb der Blasenbestimmungseinrichtung 8 ist die Schiauchabkiemmeinrichtung 9 angeordnet. Ihre Halterung 90 ist äußerlich genauso ausgebildet wie die Halterung 80 der Blasenbestimmungseinrichtung. Sie ist ebenfalls mittels Schrauben 91 an der Montageplatte 2 befestigt und weist einen aus dem Gehäusekasten 1 herausragenden Teil 92 auf, der von einem Einlegeschlitz 93 für den Schlauch 10 durchsetzt ist. Die Einlegeschlitze 83 und 93 sind so zueinander ausgerichtet, daß der Schlauch 10 leicht einlegbar und herausnehmbar ist. F i g. 1 läßt erkennen, daß bei Verwendung der Gasblasenbestimmungseinrichtung nur ein relativ kurzer Abschnitt eines Schlauches 10 benötigt wird.
Der U-förmige Teil 94 der Halterung 90 sowie der aus dem Gehäusekaslen herausragende Teil 92 sind von einer Längsbohrung 97 durchsetzt Im aus dem Gehäusekasten herausragenden Teil der Halterung ist in diese Längsbohrung ein Widerlager 95 für die Schlauchklemme 9G eingeschraubt, welch letztere selbst im in den Gehäusekasten 1 hineinragenden Teil der Längsbohrung 97 beweglich angeordnet ist
Auch der U-förmige Teil 94 der Halterung 90 ist von einer Schwenkachse 98 durchsetzt
Innerhalb der Längsbohrungen 87 bzw. 97 sind Kolben mit Kniehebeln wirksam, die in den F i g. 2 und 3 gezeigt sind.
Gemäß F i g. 2 besteht der Kniehebel der Blasenbestimmungseinrichtung 8 aus einem langen Hebel 802, welcher vermittels eines Schwenkstiftes 801 innerhalb eines Kolbens 800 schwenkbar befestigt ist. Der Kolben 800 ist beweglich in der Längsbohrung 87 der Halterung 80 angeordnet Mittels des Schwenkstiftes 804 ist ein U-förmiger kurzer Betätigungshebel 803 am oberen Teil des langen Hebels 802 befestigt Der U-förmige Betätigungshebel 803 seinerseits sitzt fest auf der Schwenkachse 88, die — wie oben erwähnt — den U-förmigen Teil 84 der Halterang SQ durchsetzt Am vorderen Teil der Schwenkachse 88 ist außerhalb des Gehäusekastens 1, ein Drehknopf 806 befestigt mit dem der Kniehebel 802, 803 betätigt werden kann. Wird gemäß Fig.2 beispielsweise der Drehknopf 806 im Uhrzeigersinn gedreht wird der Kolben 800 so in der Längsbohrung 87 bewegt, daß er sich vom Einlegeschlitz 86 wegbewegt
F i g. 2 läßt erkennen, daß am langen Hebel 802 eine Feder 805 befestigt ist die auch in Fi g. 1 dargestellt ist Diese Feder 805 zieht den Kniehebel 802, 803 stets in seine gestreckte Stellung. Hierbei schlägt der U-förmige Betätigungshebel 803 an einem Justieranschlag 807 an. der in der maximalen Streckstellung eine Arretierung des Kniehebels vornimmt Es ist erkennbar, daß in dieser durch den Justieranschlag 807 definierten Streckstellung der Abstand zwischen dem Empfänger 85 des Blasendetektors und dem Sender 86 nach Schraubjustierung des Empfängers 85 immer gleich ist Geringe
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Unterschiede im Außendurchmesser des Schlauches 10 lassen sich auf diese Art und Weise kompensieren. Der so eingestellte Abstand zwischen Sender und Empfänger des Blasendetektors gewährleistet die Reproduzierbarkeit der Meßbedingungen und ein sicheres Ansprechen der Blasenbestimmungseinrichtung 8.
Ein entsprechender innerer Aufbau findet sich auch innerhalb der Schlauchabklemmeinrichtung 9. Dieser innere Aufbau ist in F i g. 3 dargestellt. Ein Kolben 900 mit der Schlauchklemme 96 ist vermittels eines Schwenkstiftes 901 an einen langen Hebel 902 angeschlossen, dessen oberes Ende in F i g. 3 von einem U-förmigen Hebel 903 umfaßt wird. Der U-förmige Hebe! 903 und der lange Hebel 902 sind mittels eines Schwenkstiftes 904 miteinander verbunden. An den U-förmigen Hebel 903 schließt sich ein relativ langer Hebelarm 907 an, an den eine auch in F i g. 1 erkennbare Feder 905 angeschlossen ist.
Der U-förmige Hebel 903 ist auf der auch in Fig. 1 erkennbaren Schwenkachse 98 gelagert, an deren vorderen, aus dem Gehäusekasten 1 herausragenden Ende ein Drehknopf 906 befestigt ist
F i g. 3 zeigt die Einzelteile in der offenen Stellung der Schlauchabklemmeinrichtung. In dieser Stellung, das ist die nicht gestreckte Stellung des Kniehebels 902, 903, steht der Haltearm 907 unter dem Einfluß der relativ starken Feder 905. Durch Verdrehen des Drehknopfes 906 im Uhrzeigersinn war der Haltearm 907 im Uhrzeigersinn verschwenkt worden, wobei der Kolben 900 in der Längsbohrung 97 vom Einlegeschlitz 93 wegbewegt worden war. Hierdurch wird die Schlauchabklemmeinrichtung geöffnet und der Schlauch 10 kann in den Einlegeschlitz 93 eingelegt oder aus diesem herausgenommen werden. Die Verschwenkung des Haltearmes 907 erfolgte gegen den Zug der relativ starken Feder 905. In der am weitesten geöffneten Stellung der Schlauchabklemmeinrichtung liegt der Haltearm 907 an den Polen 14 eines auf einer Schwenkachse 12 fliegend gelagerten kleinen Halte-Elektromagneten ί ί an. Wenn dieser Magnet erregt ist, ist damit die Schlauchabklemmeinrichtung in ihrer offenen Stellung arretiert Die Wicklung 15 des Halte-Elektromagneten 11 ist über eine Steuerelektronik an den Empfänger 85 des Blasendetektors angeschlossen. Wird dieser erregt, wird die Wicklung 15 des Halte-Elektromagneten 11 stromlos und der Haltearm 907 kann, der Kraft der Federn 95 folgend, in seine geschlossene Stellung gelangen, wobei der Schlauch 10 mit relativ großer Kraft, die durch die Streckung des Kniehebels 902; 903 ausgeübt wird, so geschlossen wird.
Zu bemerken ist, daß die Feder 905 ihre größte, nämlich die Schließkraft bzw. die Streckkraft des Kniehebels 902, 903, in ihrer nicht gereckten Stellung ausübt, und daß in der geöffneten Stellung der Schlauchabklemmeinrichtung 9 gemäß Fig.3 von der Feder 905 infolge des verkürzten Hebelarmes nur eine geringe Kraft auf den Haltearm 907 ausgeübt wird. Diese geringe Haltekraft kann leicht durch den Halte-Elektromagneten 11 aufgebracht werden.
Fig.4 zeigt schematisch ein Schaltbild für die Blasenbestimmungseinrichtung. Auf der linken Seite der F i g. 4 ist der Blutschlauch 10 erkennbar, der durch die Blasenbestimmungseinrichtung 8 und durch die Schlauchabklemmeinrichtung 9 geführt ist Die Blasenbestimmungseinrichtung ist in betriebsbereitem Zustand gezeichnet d.h, daß der Schlauch 10 am Empfänger 85 des Schadstoffdetektors anliegt, und daß der Sender 86 des Schadstoffdetektors unter dem Einfluß des gestreckten Kniehebels 802, 803 und der Feder 805 ebenfalls am Blutschlauch 10 anliegt.
In der Schlauchabklemmeinrichtung 9 liegt der Schlauch 10 am Widerlager 95 der Schlauchklemme an, die Schlauchklemme 96 selbst befindet sich jedoch in ihrer Stellung »offen«. Dies bedeutet, daß der Kniehebel 902, 903 sich nicht in seiner gestreckten Stellung befindet sondern daß der Haltearm 907 an den Polen des Elektromagneten 11 anliegt Der Haltearm 907 steht weiter unter dem Einfluß der relativ starken Feder 905, die — wie die Darstellung in F i g. 4 ebenfalls erkennen läßt — den Haltemagneten 11 kaum belastet Der Haltemagnet Jl ist so dargestellt, als ob er unter Spannung stände, die weitere Schaltung ist jedoch in Übereinstimmung mit der üblichen Darstellungsweise in spannungslosem Zustand dargestellt
Dem Sender 86 des Blasendetektors werden Impulse über einen Sendeverstärker 17 zugeführt Der Empfänger 85 des Blasendetektors ist über einen Empfängerverstärker 18 an eine Leitung 20 angeschlossen, die von einer Abgleichvorrichtung 19 gespeist wird, mit der sich in gewissem Maße unterschiedliche Schlauchdicken ausgleichen und der Arbeitspunkt der Anordnung festlegen lassen.
Die Leitung 20 führt an ein Relais 22, dessen Relaiskontakt 222 als öffner geschaltet ist Die Leitung 20 führt weiterhin an die Wicklung 15 des Elektromagneten 11. Die Einrichtungen im angedeuteten Gehäusekasten 1 der Blasenbestimmungseinrichtung sind über elektrische Leitungen mit einem ebenfalls nur angedeuteten Hämodialysegerät 28 verbunden. Die Figur läßt auch erkennen, daß die Spannungsversorgung der Blasenbestimmungseinrichtung an das Hämodialysegerät 28 angeschlossen ist
In der schematisch dargestellten Alarmschaltung ist ein optischer Alarmgeber 23 und ein akustischer Alarmgeber 24 vorgesehen. Weiterhin liegt in der Leitung ein Schaltschutz 26 mit Schließkontakten für eine Blutpumpe 27. im Stromkreis des Schaitschutzes 26 ist ein Endschalter 25 vorgesehen, der als öffner geschaltet ist Der Endschalter 25 wird vom Haltearm 907 geschaltet wenn dieser nach Abfallen des Elektromagneten 11 gegen einen Anschlag 21 anschlägt
Wenn die Schaltungsanordnung nach Fig.4 an Spannung liegt ist der Relaiskontakt 222 geöffnet und die Schließkontakte des Schaltschutzes 26 sind geschlossen. Der Elektromagnet 11 ist erregt und hält das Ende des Haltearms 907 fest Die Blutpumpe arbeitet in
Hip«:i»m 7n<:tanH
Wenn normales Blut durch den Schlauch 10 fließt, verharrt die Schaltung in dem angegebenen Zustand.
Bildet sich jedoch im Blut Blutschaum oder tritt eine Luftblasenhäufung auf, so wird der Empfang des Empfängers 85 des Blasendetektors gestört Wenn ein bestimmtes Maß an Blasen im Blut vorhanden ist, gibt der Empfänger 85 und damit auch der Verstärker 18 ein Signal ab. Das Relais 22 fällt ab und der Relaiskontakt 222 schließt Hierdurch wird akustischer und optischer Alarm durch die Alarmgeber 23 bzw. 24 ausgelöst Nachdem auch der Elektromagnet 11 abgefallen ist, folgt der Haltearm 907 der Kraft der Feder 905, bis der Haltearm 907 am Anschlag 21 anliegt Hierbei öffnet er den Endschalter 25, wodurch das Schaltschütz 26 stromlos wird und die Stromzufuhr zur Blutpumpe abstellt
Wenn der zur Gas- bzw. Blasenbildung fahrende Schaden bei der Hämodialyse behoben ist kann die
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Blasenbestimmungseinrichtung wieder in den in Fig.4, dargestellten Zustand zurückversetzt werden. Durch Drehung des Drehknopfes 906 im Uhrzeigersinn wird die Streckung des Kniehebels 902,903 aufgehoben und der Haltearm 907 wieder in Wirkkontakt mit den Polen des Elektromagneten 11 gebracht. Nach Schließen des Endschalters 25 und Erregen des Relais 22 liegt wieder der in F i g. 4 dargestellte Schaltzustand vor.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Gerät zur Überwachung von venösem 31ut auf Gasblasen, welches einen Schlauch hinter einem Hämodialysegerät durchfließt, mit einem Gehäusekasten für Elemente der Überwachungs- und Steuerelektronik, in welchem zugleich eine Blasenbestimmungseinrichtung mit einem Blasendetektor und eine damit in Schaltverbindung stehende Schlauchabklemmeinrichtung angeordnet sind, deren Schlauchklemme bei Vorhandensein von Blasen den Schlauch abklemmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Blasendetektor (85, 86) der Blasenbestimmungseinrichtung (8) und die Schlauchklemme (95, 96) der Schlauchabklemmeinrichtung (9) nahe beieinander sitzen und aus dem Gehäusekasten herausragen, miteinander flüchtende Einlegeschlitze (83,93) für den Schlauch (10) aufweisen, daß der Blasendetektor (85, 86) von einem in seiner maximalen Streckstellung arretierbaren Kniehebel (802, 803) einstellbar und die Schlauchklemme (95,
96) von einem in seiner maximalen Streckstellung arretierbaren Kniehebel (902,903) freigebbar ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasenbestimmungseinrichlung (8) und die Schlauchabklemmeinrichtung (9) mit gleichen Halterungen (80, 90) ausgerüstet sind, die außensei tig die Einlegeschlitze (83,93) für den Schlauch (10) tragen und inneuseitig in U-förmige Teile (84,94) zur Aufnahme der Kniehebel (800, 801, 802, 803, 804; 900, 901, 902, 903, 904) auslaufen und die übereinander auf einer Montageplatte (2) sitzen, an deren Rückseite Leiterplatten (5,6) für die Elemente (7) der Überwachungs- und Steuerelektronik befe stigtsind.
3. Gerät nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich zentrisch in den Halterungen (80, 90) auf beiden Seiten der Einlegeschlitze und senkrecht zu diesen Bohrungen (87, 97) befinden, die miteinander fluchtend als Führungen sowohl für den Sender (86) und Empfänger (85) der Blasenbestimmungseinrichtung (8), als auch für das Klemmstück (96) und Gegenlager (95) der Schlauchabklemmeinrichtung (9) dienen.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 —3, dadurch gekennzeichnet, daß in den aus dem Gehäuse herausragenden Teilen (82, 92) der Bohrungen (87,
97) jeweils der Empfänger (85) sowie das Gegenlager (95) mittels eines Gewindes in Achsrichtung justierbar sind.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß in den gehäuseseitigen Teilen der Bohrungen (87, 97) Kolben (800,900) als Träger für den Sender (86) sowie für das Klemmstück (96) angeordnet sind, welche in dem Gehäuse bis zum Steg der U-förmigen Teile (84, 94) reichen und mil den Kniehebeln (801, 802, 803, 804; 901, 902, 903, 904) in Wirkverbindung stehen.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 —5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kniehebel aus einem an den Kolben (800,900) angeschlossenen langen Hebel (802, 902) und einem kurzen, U-förmigen, das freie Ende des langen Hebels umschließenden Betätigungshebel (803, 903) besteht, welcher an einer von einem Drehknopf (806, 906) betätigbaren Schwenkachse (88, 98) in den U-förmigen Teilen (84, 94) der Halterungen (80,90) befestigt ist.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 —6, gekennzeichnet durch Zugfedern (805, 905), die die Kniehebelteile (802,803; 902,903) in ihre gestreckte Stellung bringen.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1—7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kniehebel (802, 803) der Blasenbestimmungseinrichtung (8) in seiner maximalen Streckstellung gegen einen Justieranschlag (807) anschlägt und daß der Kniehebel (902, 903) der Schlauchabklemmeinrichlung (9) in gleicher Stellung gegen einen Justieranschlag (21) anschlägt.
9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 --8, dadurch gekennzeichnet, daß der U-förmige Betätigungshebel (903) der Schlauchabklemmeinrichtung (9) unterhalb seiner Schwenkachse (98) in einen längeren Haltearm (907) übergeht, an welchen etwa in Höhe dieses Übergangs eine verhältnismäßig starke Zugfeder (905) angeschlossen ist, und daß in der Offenstellung der Schlauchabklemmeinrichtung (9) dieser Haltearm (907) an den Polen (14) eines kleinen Halte-Elektromagneten (11) anliegt
10. Gerät nach einem der Ansprüche 1—9, dadurch gekennzeichnet, daß der kleine Halte-EIektromagnet (11) fliegend auf einer Schwenkachse (12) gelagert ist.
11. Gerät nach einem der Ansprüche 1 — 10, dadurch gekennzeichnet, daß die verhältnismäßig starke Zugfeder (905) für den Kniehebel (902, 903) der Schlauchabklemmeinrichtung (9) an dem Haltearm (907) ihre größte Federkraft zur Streckung des Kniehebels in die geschlossene Stellung der Schlauchklemme (95, 96) ausübt und daß sie in der offenen Stellung der Schlauchklemme (95, 96) den kleinen Halte-Elektromagneten (11) mit nur geringer Federkraft belastet.
12. Gerät nach einem der Ansprüche 1 — 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Stromkreis des Empfängers der Blasenbestimmungseinrichtung (8) ein Verstärker (18) sowie ein Potentiometer (19) zur Festlegung des Arbeitspunktes der Blasenbestimmungseinrichtung (8) und zu ihrer Anpassung an die unterschiedlichen Blutschlauchdurchmesser vorgesehen sind.
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