DE260314C - - Google Patents
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- DE260314C DE260314C DENDAT260314D DE260314DA DE260314C DE 260314 C DE260314 C DE 260314C DE NDAT260314 D DENDAT260314 D DE NDAT260314D DE 260314D A DE260314D A DE 260314DA DE 260314 C DE260314 C DE 260314C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03J—AUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
- D03J5/00—Shuttles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 260314 ^ KLASSE B6a. GRUPPE
in RUTI, Schweiz.
Vorrichtung zum Abziehen von Schußspulenhülsen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. September 1912 ab.
Es sind bereits Vorrichtungen zum Abziehen der Spulenhülsen bekannt. Hierbei wird meistens
die Spulenhülse von den Backen einer Abziehzange erfaßt und in geradliniger Bewegung
von der Spindel abgezogen. Bei starkem Festsitzen der Hülse auf der Spindel, welche bekanntlich nicht glatt abgedreht ist
und daher das Festsitzen der Hülse begünstigt, kommt nun beim Abziehen derselben sehr oft
ίο ein Zerreißen der Hülse vor, so daß Stücke
der Hülse auf der Spindel bleiben. Hierdurch entsteht ein beträchtlicher Verlust an Hülsen
und wird das Abziehen der verbleibenden Hülsenstücke von den Spindeln durch besondere
Handgriffe erforderlich.
Diese Nachteile werden bei der vorliegenden Vorrichtung dadurch beseitigt, daß die Spindel
aus der Spulenhülse schraubenförmig herausgewunden wird. Ein . Zerreißen von Hülsen
und Hängenbleiben von Hülsenstücken auf der Spindel ist hierbei vermieden. Die Vorrichtung
gestattet ein rasches Arbeiten, so daß eine für eine größere Anzahl Webstühle mit
mechanischem Spulenwechsel reicht. Die Vorrichtung arbeitet auch bei kleinen Unterschieden
in der Höhe des Spindelwirteis und kann größeren Differenzen in der Höhe und im Durchmesser des Wirteis leicht angepaßt
werden.
Die Zeichnung zeigt durch Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht und einen Aufriß einer beispielsweisen
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 2.
35
45
Auf einer Sockelplatte 1 ist ein Lagerbock 2 festgeschraubt. In demselben ist mittels eines
Bolzens 3 eine vertikale Stange 4 schwingbar gelagert, wobei der Achsbolzen 3 in Schlitzen 5
des gabelförmigen Lagerbockes 2 einstellbar ist. Die Schwingung der Stange 4 wird links
durch eine Stellschraube 6 und rechts durch zwei Nasen 7 des Lagerbockes 2 begrenzt, auf
welche ein Querstift 8 der Stange 4 trifft.
Auf das obere Ende der Stange 4 ist mittels einer Stellschraube 9 eine Traghülse 10
einstellbar befestigt, welche einen oberen Ansatz 11 und einen abwärts gerichteten Arm 12
besitzt. In einem Schlitz 13 des Ansatzes 11
ist der Achszapfen 14 zweier Schwingarme 15 einstellbar befestigt.
Das untere Ende jedes Schwingarmes 15 und das obere Ende je eines mit ihm einen Kniehebel
bildenden Gelenkarmes 16 sind von einem Bolzen 17 durchzogen, welcher von einer den
Lagerzapfen 18 einer Klemmbacke 19 tragenden Hülse 20 ausgeht. Die Klemmbacken 19
sind mit Kautschukplatten 21 ausgerüstet und bestimmt, die Spulenhülsen festzuhalten. Um
das Abwärtsschwingen der Backen 19, 21 um die Achse der Bolzen 17 infolge ihres Eigengewichtes
zu verhindern, Einstellbewegungen, wie sie die Anpassung der Backen an die konischen
Spulenhülsen erforderlich machen, jedoch zu gestatten, besitzt jede Klemmbacke 19
einen Zapfen 22, welche Zapfen in den Schlitz
23 einer auf die Bolzen 17 geschobenen Schiene
24 eingreifen. Im Schlitz 23 haben die Zapfen 22 genügend Spiel, um sich verschieden stark
55
60
konischen Spindeln anschmiegen zu können. Den rechten Bolzen 17 umfaßt die Schiene 24
mit einem runden Loch 25, den linken dagegen mit einem Schlitz 26, um die Kniehebelbewegung
der Arme 15, 16 nicht zu hemmen. In Rinnen der Zapfen 18 eingreifende Schrauben
27 verhindern das Herausfallen der Zapfen 18 aus den Hülsen 20.
Die unteren Enden der Arme 16 sind mittels
eines Zapfens 28 mit einer Hülse 29 verbunden, welche längs der Stange 4 verschiebbar
und mittels einer "eine Bohrung der Traghülse 10 frei durchziehenden Stange 30 gegen
Verdrehung gesichert sind. Um dieser Hülse 29 Auf- und Abwärtsbewegungen zu erteilen,
ist an dem Arm 12 der Traghülse 10 ein Hebel 31 angelenkt, welcher mit einem Schlitz 32
einen Zapfen 33 der Gleithülse 29 umfaßt. Durch Heben und Senken des Hebels 31 kann
nun die Hülse 29 gehoben und gesenkt und können gleichzeitig mittels der Arme 15, 16
die Klemmbacken 19, 21 geöffnet und geschlossen werden. Eine zwischen den Querstiften
8 und die untere Fläche der Hülse 29 eingesetzte Feder 34 ist bestrebt, die Hülse 29
zu heben, während eine in den Lagerbock 2 eingesetzte Feder 35 bestrebt ist, die Stange 4
mit den an ihr hängenden Teilen in die Ruhestellung, in welcher der Stift 8 an den Nasen 7
anliegt, zu drehen.
Um die Stange 4 samt den Klemmbacken in der Arbeitsstellung (Fig. 1 und 2) zu halten,
ist am Lagersupport 2 ein Vorsprung 36 angebracht, über welchen bei in Arbeitsstellung
befindlicher Stange 4 und bei gesenkter Gleithülse 29 ein abwärts gerichteter Fortsatz 37
der Hülse 29 greift und dadurch die Stange 4 in der Arbeitsstellung sichert.
In ein oberes Lagerauge des Lagerbockes 2 ist eine Klemmbüchse 38 eingesetzt und mittels
Schraube 39 am Drehen verhindert. In die Büchse 38 ist ein aus vier federnden Backen 40 bestehendes, nach unten in einen
Schaft 41 auslaufendes Klemmfutter 42 derart eingesetzt, daß es um seine Achse eine schraubenförmige
Bewegung auszuführen vermag. Zu diesem Zweck besitzt der Schaft 41 eine
schraubenförmige Nut 43, in welche eine in einer gleichartigen Nut 44 einer in der Hülse
38 befestigten Büchse 45 untergebrachte Kugel 46 zur Hälfte eingreift. Der Schaft 41 ist in
einem unteren Auge 47 des Lagerbockes 2 gelagert und trägt einen wagerecht beweglichen
Hebel 48, mittels welchem dem Klemmfutter eine Drehung erteilt werden kann, und welcher
einen in einer Keilbahn 49 des Schaftes 41 laufenden Keil 50 besitzt.
Die Klemmhülse 38 besitzt eine innere Kegelfläche 51, und die Backen 40 besitzen je
einen äußeren Wulst 52, welche Wulste mit der Kegelfläche 51 derart zusammenarbeiten,
daß bei der schraubenförmig drehenden Bewegung der Hülse ein Einwärtsdrücken der
Backen 40 und ein sicheres Erfassen des Wirteis 53 der Spindel 54 (Fig. 1) durch die einwärts
gerichteten, über den obersten Ring 55 des Wirteis greifenden Ränder der Backen 40
erfolgt. Mittels einer in eine zentrale Bohrung des Schaftes 41 eingeschraubten Regulierschraube
56 mit Kegelfläche 57, die mit einer entsprechenden Kegelfläche 58 des Klemmfutters
42 zusammenwirkt, können die Backen 40 mehr oder weniger auseinandergetrieben und so kleinen Unterschieden in der Dicke
der Wirtel angepaßt und auf die richtige Weite eingestellt werden. Im Klemmfutter 42 sitzen
ein Lagerring 59 für den Wirtel und drei Kautschukscheiben 60. Der Kopf der Schraube
56 sitzt in der Bohrung des Lagerringes 59 und drückt auf eine schmale Bodenflansche 61
des Ringes 59.
An einem abwärts gerichteten Arm 62 der Gleithülse 29 ist ein Drückerfuß 63 befestigt,
welcher die Spindel gabelförmig umfaßt und bestimmt ist, den Wirtel so herunterzudrücken,
daß die einwärts gerichteten Ränder der Backen 40 über den obersten Ring 55 des Wirteis zu
greifen vermögen. Überschreitet die Höhe eines Wirteis das übliche Maß, so wird letzterer
ohne weiteres durch den Fuß 63 unter stärkerer Zusammendrückung der Kautschukscheiben
um so viel heruntergedrückt, bis die Backen 40 über den Ring 55 greifen können. Der Arbeiter hat daher auf die Wirtelhöhe
der Spindeln nicht zu achten. Der Drückerfuß 63 kann in der Höhe einstellbar am Arm
62 befestigt sein.
Wirkungsweise:
Der Arbeiter setzt eine mit zu entfernender Schußspulenhülse 64 versehene Spindel 54
mit dem Wirtel in das Klemmfutter 42, schwingt mit dem Hebel 31 die Stange 4 mit
den Klemmbacken 19, 21 aus der Ruhestellung in die in Fig. 1 gezeichnete Arbeitsstellung
und drückt den Hebel 31 und damit auch die Gleithülse 29 mit dem Drückerfuß 63 hinunter
(Fig. 1). Hierdurch werden die Klemmbacken 19, 21 an die Schußspulenhülse 64 angepreßt
und wird der Wirtel durch den Fuß 63 so stark heruntergedrückt, daß die Ränder der
Klemmfutterbacken 40 über den obersten Ring 55 des Wirteis zu fassen vermögen. Bei der
Senkung der Gleithülse 29 ist auch deren Arm 62, 37 vor den Ansatz 36 des Lagerbockes 2
geschoben und so die Stange 4 in ihrer Arbeitsstellung gesichert worden.
Während der Arbeiter mit der linken Hand den Druck auf den Hebel 31 noch aufrechterhält,
zieht er den Hebel 48 mit der rechten Hand gegen sich, wodurch dem Klemmfutter
42 eine schraubenförmige Abwärtsbewegung
erteilt wird. Die erste Folge dieser Bewegung ist das Einwärtstreiben der Backen 40 und
Erfassen des Wirteis durch letztere. Die so erfaßte Spindel macht nun die schraubenförmige
Abwärtsbewegung des Klemmfutters mit, wodurch die Spindel aus der festgehaltenen
Spulenhülse herausgewunden wird. Sobald nun der Arbeiter den Hebel 31 freigibt,
hebt die Feder 34 die Gleithülse 29 mit den Klemmbacken 19, 21, wobei sich die letzteren
öffnen und die Hülse freigeben. Erst nachdem dies geschehen ist, wird der Arm 62 vom
Ansatz 36 frei, so daß ein Verbiegen der Spindel durch die von der Feder 35 in ihre Ruhestellung
zurückbewegte Stange 4 samt Backen 19, 21 nicht vorkommen kann. Schließlich
dreht der Arbeiter den Hebel 48 wieder in die Anfangsstellung, wodurch das Klemmfutter
wieder hochgeschraubt und geöffnet wird. Die linke Hand des Arbeiters zieht nun die lose
Hülse von der Spindel und legt sie ab, während die rechte Hand die Spindel aus dem
Klemmfutter hebt und ablegt. Für Spindeln mit dünnerem Wirtel kann eine Klemmhülse
mit engerem Klemmfutter in den Lagerbock 2 eingesetzt werden. Infolge der Drehbarkeit
der Klemmbacken 19, 21 um zwei sich kreuzende Achsen können sich erstere Spindeln
verschieden starker Verjüngung anpassen.
Ein Zerreißen von Spulenhülsen und Hängenbleiben von Stücken derselben auf der
Spindel ist bei der vorliegenden Vorrichtung ausgeschlossen.
Claims (1)
- Patent-An SPRU ch:Vorrichtung zum Abziehen von Schußspulenhülsen, dadurch gekennzeichnet, daß den Klemmbacken (19) für die Schußspulenhülse mittels eines Hebels (31) eine vorwärts schwingende und schließende Bewegung und einem Klemmfutter (42) für die Spindel mittels eines zweiten Hebels (48) eine schließende und schraubenförmige Bewegung erteilt wird, zum Zweck, die Spindel aus der festgehaltenen Hülse herauszuwinden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE260314C true DE260314C (de) |
Family
ID=517958
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT260314D Active DE260314C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE260314C (de) |
-
0
- DE DENDAT260314D patent/DE260314C/de active Active
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