DE2611264B2 - Vorrichtung zum Trennen von nichtmagnetischen, jedoch elektrisch leitfähigen Teilchen aus einem Gemisch oder Gemenge - Google Patents
Vorrichtung zum Trennen von nichtmagnetischen, jedoch elektrisch leitfähigen Teilchen aus einem Gemisch oder GemengeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Trennen von nichtmagnetischen, jedoch elektrisch
leitfähigen Teilchen aus einem Gemisch oder Gemenge verschiedener, nichtferromagnetischer Stoffe in einem
Magnetfeld wechselnder Polung längs der Bewegungsbahn der Teilchen, mit Einrichtungen zum Zufördern
des Teilchengemisches und Einrichtungen zur Aufnahme und zum Abfördern der durch die Kraftwirkung
magnetisch induzierter Wirbelströme getrennten Teilchen.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 20 59 166 sind
Trennvorrichtungen dieser Art bekannt Nachteilig ist bei den Vorrichtungen nach dem Stand der Technik, daß
eine bestimmte Fördergeschwindigkeit des zu behandelnden Gemisches oder Gemenges eingehalten werden
muß, um die eine Trennung bewirkenden elektrodynamischen Kräfte erzeugen zu können. Die Vorrichtung
wird daher aufgrund der erforderlichen Antriebsmittel vergleichsweise aufwendig.
Es ist ferner in der deutschen Offenlegungsschrift 25 40 372 vorgeschlagen worden, elektrisch leitfähige
Materialstücke aus einem Gemisch oder Gemenge verschiedener, nichtferromagnetischer Stoffe dadurch
auszusortieren, daß der Strom des Gemisches oder Gemenges über eine Magneteinrichtung mit einer
Reihenanordnung von Magneten wechselnder Polung geführt wird, wobei die MagneteinrichUing die Gestalt
einer Rutsche mit vorzugsweise veränderbarer Neigung hat, auf welcher die Trennungslinien zwischen den
Magnetfeldern abwechselnder unterschiedlicher Polung über die Oberfläche hin im Winkel zur Bewegungsrichtung
der Teilchen verlaufen.
Diese Trennvorrichtung nach einem älteren Vorschlag ist bezüglich des Aufbaus und der Wartung verhältnismäßig einfach und vorteilhaft, doch ist die Menge zu behandelnden Gemisches ebenso wie bei der zuvor erwähnten bekannten Vorrichtung beschränkt.
Diese Trennvorrichtung nach einem älteren Vorschlag ist bezüglich des Aufbaus und der Wartung verhältnismäßig einfach und vorteilhaft, doch ist die Menge zu behandelnden Gemisches ebenso wie bei der zuvor erwähnten bekannten Vorrichtung beschränkt.
Durch die Erfindung soll daher die Aufgabe gelöst werden, eine Trennvorrichtung der eingangs beschriebenen
Art so auszugestalten, daß mit gutem Wirkungsgrad ohne wesentliche Erhöhung des Raumbedarfes
auch größere Materialmengen verarbeitet werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Trenneinrichtung aus mehreren Sortierstufen
besteht, von denen jede einen Stapel aus mehreren parallel übereinander und mit Abstand voneinander
angeordneten geneigten Rutschen umfaßt, wobei jede Rutsche Magentsysteme aus parallelen Reihen von
abwechselnd entgegengesetzt gepolten Magneten aufweist, welche quer zur geneigten Oberfläche der
Rutsche im Winkel verlaufen.
Durch die Stapelanordnung der Rutschen wird
Durch die Stapelanordnung der Rutschen wird
w) erreicht, daß die einzelnen Teilchenströme über die
Rutschen in geringer Schichtdicke hinwegwandern und es somit zu einer unmittelbaren Einwirkung mit den
Magnetfeldern wechselnder Polung kommt, ohne daß hierfür Rutschen großer Lange oder großer Breite
hr> eingesetzt werden müssen. Eine selektive Weiterbearbeitung
der in jeder Sortierstufe erzeugten Teilströme ermöglicht schließlich ein optimales Trennergebnis.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der beschriebenen Trennvorrichtung sind Gegenstand der anliegenden Ansprüche, deren Inhalt hierdurch
ausdrücklich zum Bestandteil der Beschreibung gemacht wird, ohne den Wortlaut an dieser Stelle zu
wiederholen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es
stellt dar
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht der Sortiereinrichtung
mit den wesentlichsten Beiriebselementen in
schematischer Darstellung,
F i g. 2 die Vorderansicht der Sortiereinrichtung nach
Fig.3 die Seitenansicht der Trennrutschen eines Stapels der ersten Sortierstufe,
Fig.4 die Darstellung einer der Rutschen in
auseinandergezogener Anordnung der einzelnen Konstruktionselemente,
F i g. 5 eine perspektivische Ansicht der Verteilerkanäle für das auszusortierende Material,
F i g. 6 eine Seitenansicht des Schüttelzuführers,
Fig.7 eine schematische Darstellung des Magnettrommeltrenners,
Fig.8 eine perspektivische Ansicht der zweiten
Sortierstufe,
F i g. 9 eine perspektivische Ansicht des Sammlers der ersten Sortierstufe,
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht des Sammlers der zweiten Sortierstufe und
F i g. 11 die Vorderansicht eines Teiles der Sortiereinrichtung
mit Darstellung der Rutschenverstellung.
In den Zeichnungen sind einander entsprechende Anlageteile mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet. Die
in den Fig. 1 und 2 gezeigte Sortieranlage gernäß der
Erfindung umfaßt wenigstens zwei Stufen zur Ausscheidung von Material. Die erste Stufe, allgemein mit 20
bezeichnet, ist oberhalb der zweiten Stufe 22 angeordnet Das zu sortierende Material wird zunächst mit
geeigneten nichv dargestellten Mitteln in Stücke zerkleinert, die nicht größer sind als beispielsweise
ungefähr 2 Zoll und vorzugsweise ebene Platten bilden, um ein wirksames Gleiten im Gegensatz zum Abrollen
zu ermöglichen. Dieses Material wird dem oberen Teil der ersten Sortierstufe 20 über einen Bandförderer 24,
eine Förderschnecke oder dergleichen zugeführt, von wo es auf einen Schüttelzuführer 26 fällt. Dieser leitet
das Material in einen Magnettrommel-Trenner 28, der ferromagnetisches Material von dem Rest des zugeführten
Materials abscheidet und beispielsweise über einen Schacht 30 zu einem geeigneten, aber nicht dargestellten
Sammler leitet.
Der Schüttelzuführer 26 kann in an sich bekannter Art ausgebildet sein, die geeignet ist, das über den
Förderer 24 zugeführte Materialgemisch durch die öffnung des Vorratsbehälters 32 zu schütten, der
Bestandteil des Magnettrommeltrenners ist.
Wie aus Fig.6 zu ersehen ist, besteht der Schüttelzuführer 26 aus einem Behälter 34, der an
Federn 36 befestigt ist, die von Drahtseilen getragen werden, und der durch eine Vielzahl von Magneten 40 in
Schwingung versetzt wird.
Der Magnettrommeltrenner 28 kann von beliebiger geeigneter Art sein. Ein solcher Magnettrommeltrenner
28 übernimmt das zugeführte Material in einem Vorratsbehälter 32. Dieser ist, wie aus F i g. 7 ersichtlich,
so ausgestaltet, daß eine dünne Schicht des Materials über eine dünne, zylindrische, nichtmetallische Hülse 42
ausgebreitet wird, die um eine Achse 44 innerhalb einer Verkleidung 45 rotiert Eine verstellbare Ablenkklappe
46 reguliert den Materialfluß auf die Hülse 42. Innerhalb der Hülse ist ein stationäres Dauermagnetsystem mit
halbkreisförmiger Querschnittsform angebracht wobei die gekrümmte Oberfläche dieses Systems gegenüber
einer Hälfte der Hülseninnenfläche angeordnet ist Der Auslaß des Vorratsbehälters ist so angeordnet daß das
Material durch eine obere öffnung der Verkleidung 45 auf den Teil der Hülse fällt die die gekrümmte Fläche
ίο des Magnets überdeckt. Wenn die Hülse durch einen
Motor 50 und Antriebsmittel 52 gedreht wird, bleiben ferromagnetische Teile an der Hülse hängen, bis sie das
Magnetfeld des Magnets durchlaufen haben, und fallen dann in eine erste Austrittsöffnung 54 und von dort in
den Schacht 30. Nichtferromagnetische Teile fallen dagegen von der Hülse herunter und durch eine öffnung
in der Verkleidung 45 in eine zweite Austrittsöffnung 56. Eine geeignete Abweisblende 58 unterhalb der Trenneinrichtung
unterstützt die Trennung von ferromagnetisehen und nichtferromagnetischen Teilen.
Die erste Sortierstufe 20 besteht aus einem ersten Stapel 60 und einem zweiten Stapel 62 von magnetischen
Trenneinrichtungen in Form von Rutschen. Der erste Stapel 60 umfaßt fünf Rutschen 61, 61a, 6ib, 61c
und 6Id, die übereinander mit gleichem Abstand und im wesentlichen gleicher Neigung angeordnet sind, wobei
die höher gelegenen Enden zum Schüttelzuführer hin angeordnet sind. Der zweite Stapel 62 besteht aus fünf
in gleicher Weise geneigten und mit Abstand voneinander angeordneten R utschen 63,63a, 636,63c und 63d, die
mit ihren oberen Enden gleichfalls zum Schüttelförderer 28 gegenüber den oberen Enden des Stapels 60 hin
angeordnet sind. Die Rutschen der beiden Stapel sind also auseinanderlaufend abwärts geneigt, wie es F i g. 1
und Fig.2 zeigen. Sie können in jeder beliebigen Kombination abhängig von der Kapazität der Einrichtung
und der Art des zu sortierenden Ausgangsmaterials oder Materialgemisches benutzt werden.
Zwischen dem Magnettrommeltrenner 28 una den oberen Enden der Rutschen der ersten Sortierstufe 20 ist ein Verteiler 64 angeordnet. Dieser Verteiler ist so ausgebildet, daß getrennte Ströme des Materials von der Vorrichtung 28 zu den einzelnen Rutschen 61 bis 61 d und 63 bis 63</ gelangen. Wie der F i g. 5 am besten zu entnehmen ist, weist der Verteiler 64 an seinem oberen Ende eine Wanne oder einen Behälter 66 auf, in den das Material aus der Vorrichtung 28 fällt. Der Boden dieses Behälters 66 geht in eine Reihe von Kanälen über — für jede Rutsche ein Kanal —, die fächerförmig angeordnet
Zwischen dem Magnettrommeltrenner 28 una den oberen Enden der Rutschen der ersten Sortierstufe 20 ist ein Verteiler 64 angeordnet. Dieser Verteiler ist so ausgebildet, daß getrennte Ströme des Materials von der Vorrichtung 28 zu den einzelnen Rutschen 61 bis 61 d und 63 bis 63</ gelangen. Wie der F i g. 5 am besten zu entnehmen ist, weist der Verteiler 64 an seinem oberen Ende eine Wanne oder einen Behälter 66 auf, in den das Material aus der Vorrichtung 28 fällt. Der Boden dieses Behälters 66 geht in eine Reihe von Kanälen über — für jede Rutsche ein Kanal —, die fächerförmig angeordnet
so sind, und von denen jeweils eine Hälfte zu einem der beiden Stapel 60 bzw. 62 führt. Jeder der Kanäle endet
am oberen Ende der jeweils zugehörigen Rutsche, so daß das aus dem Behälter 66 fallende Material nach
Passieren der Kanäle auf die zugehörige Rutsche gelangt. Beispielsweise leitet ein erster Kanal 68 einen
Materialstrom an den Anfang der Rutsche 61 und die Kanäle 68a bis 68c/ Materialströme zu den Rutschen 61a
bis 61c/des ersten Stapels 60. In gleicher Weise leiten die
Kanäle 69 bis 69d das Material an den Anfang der Rutschen 63 bis 63c/ des zweiten Stapels 62. Die
Anfangsfläche einer jeden Rutsche, auf die das Material aus dem zugehörigen Kanal fällt, stellen die Aufnahmevorrichtungen
dar, auf die in den Ansprüchen Bezug genommen wird.
b5 Jede Rutsche besteht wie Fig. 4 im einzelnen zeigt,
aus einer geneigten Trägerplatte 70 aus nichtmagnetischem Material, zum Beispiel kaltgewalztem Stahl. Auf
dieser Trägerplatte 70 ist eine Platte 72, vorzugsweise
aus Holz, angebracht, in deren Oberfläche 78 ein Paar von unterteilten flachen Ausnehmungen 74 und 74a
vorgesehen sind, die sich, wie ersichtlich, der Länge nach in abgeschrägter Form erstrecken. In jeder dieser
Ausnehmungen ist eine sich in der erwähnten Längsrichtung erstreckende Anordnung von nebeneinander liegenden Magnetsystemen 75 und 75a vorgesehen.
Jedes dieser Systeme besteht aus parallelen Reihen von abwechselnd entgegengesetzt zueinander gepolten
Magneten 76 und 76a, welche quer zu der geneigten Oberfläche 78 der Platte 72 verlaufen und mit Bezug auf
die Längsmittellinie der Platte einen im wesentlichen gleichbleibenden Winkel bilden.
Die einander entsprechenden Magnete 76 und 76a der Systeme 75 und 75a sind mit Bezug auf die
Längsmittellinie der Platte 72 entgegengesetzt gewinkelt und damit spiegelbildlich zueinander angeordnet.
Demzufolge bildet jedes der Systeme 75 und 75a an der Oberseite 78 eine räumlich wechselnde Folge von
entgegengesetzt zueinander gerichteten statischen Magnetfeldern, die zusammen ein fischgrätenartiges
Muster entlang dem Gefälle der geneigten Oberfläche 78 bilden. Als Ergebnis ergibt der Aufbau einer
Längshälfte der Rutsche ein Spiegelbild der anderen Längshälfte.
Die Platte 72 und die Magnetsysteme 75 und 75a sind von einer Abdeckplatte 80 aus nichtmagnetischem
Material, wie zum Beispiel rostfreier Stahl, überlagert, die an beiden Seiten mit einer Seitenschiene 82 versehen
ist, die jeweils über eine in Längsrichtung der Abdeckplatte verlaufende, abgesetzte Randzone 84 am
Boden der Abdeckplatte befestigt sind.
Jeder aus einer Trägerplatte 70, einer Platte 72 und einer Abdeckplatte 80 bestehender Aufbau ist in
geeigneter Weise auf einem Tragrahmen montiert, an dessen oberem Ende eine querverlaufende, mit Drehzapfen versehene Schiene 88 und an derem unteren
Ende eine ebenfalls querverlaufende Tragschiene 90 befestigt ist. Die Funktion der beiden Schienen 88 und
90 wird später erläutert.
Wenn das Gemisch aus nichtferromagnetischem Material in einem fortlaufenden Strom auf die
Oberfläche am oberen Ende einer Rutsche niederfällt, dann bewegt sich dies aufgrund seiner Schwerkraft
abwärts über die untere Gleitfläche der Abdeckplatte 80. Das Material passiert so die aufeinanderfolgend
wechselnden Gebiete der entgegengesetzt gerichteten statischen Magnetfelder, die von den Magneten 76 und
76a unterhalb der Abdeckplatte 80 erzeugt werden.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, wird in einem Gegenstand 92 mit relativ hoher Leitfähigkeit, wie zum Beispiel
Aluminium ein Wirbelstrom induziert, der auf dieses Teil eine Kraft ausübt, die im wesentlichen senkrecht
zur Längsrichtung des darunter liegenden Magnetsystems wirkt Dadurch wird dieses Teil 92 auf der
Abdeckplatte 80 zur Seite bewegt, so daß es die Rutsche
nahe der Außenkante verläßt Auf diese Weise bilden Teile mit relativ hoher Leitfähigkeit einen eigenen
Strom.
Nichtleitfähige Teile 94 von ferromagnetischem Material werden dagegen nicht mit Wirbelströmen
beaufschlagt, so daß sie nicht zur Seite hin abgelenkt werden. Diese nichtleitfähigen Teile 94 werden daher
gerade als gesonderter Strom nach unten gleiten. Ein dritter Strom wird von leitfähigen Teilen 96 mit
geringerer Leitfähigkeit als die Teile 92 gebildet, dieser Strom bewegt sich zwischen den beiden durch
Materialien mit hoher Leitfähigkeit und von nichtleitfähigen Teilen gebildeten Strömen 92 und 94.
Da beide Längshälften der Rutschen spiegelbildlich zueinander ausgebildet sind, bilden sich ein einzelner
Strom 94 aus nichtleitfähigen Teilen, zwei außenliegende Ströme 92 und 92a aus Teilen mit relativ hoher
Leitfähigkeit und zwei dazwischenliegende Ströme 96 und 96a aus Teilen mit geringerer Leitfähigkeit. Je
Rutsche in jedem Stapel der ersten Sortierstufe 20 bilden sich also fünf solche Ströme. Je Stapel mit fünf
Rutschen entstehen insgesamt fünf Ströme aus nichtleitfähigem Material, zehn Ströme aus Material hoher
Leitfähigkeit und zehn Ströme aus Material geiingerer
Leitfähigkeit Das ergibt für die gesamte erste Sortierstufe zehn Ströme aus nichtleitfähigem Material,
zwanzig Ströme aus Material hoher Leitfähigkeit und zwanzig Ströme aus Material geringerer Leitfähigkeit
Die Ströme des ersten Stapels 60 münden in einen Sammler 98 und die Ströme des zweiten Stapels 62 in
einen zweiten Sammler 100. Diese Sammler 98 und 100 sind gleichartig ausgebildet und weiteren Einzelheiten in
F i g. 9 dargestellt. Die Sammler weisen eine kastenförmige Struktur auf mit fünf parallel zueinander liegenden
länglichen Abteilen, die durch verstellbare Zwischenwände gebildet werden, so daß die Größe der Abteile
wahlweise geändert und damit die Reinheit der von den zugehörigen Rutschen angelieferten Materialien kontrolliert werden kann. In das mittlere Abteil 102 fallen
die nichtleitfähigen Materialien des Stromes 94. Die Teile mit hoher Leitfähigkeit der Ströme 92 und 92a
fallen in die äußeren Abteile 104 und 104a und das Material mit geringerer Leitfähigkeit aus den Strömen
96 und 96a fällt in die jeweils dazwischenliegenden Abteile 106 und 106a.
unterteilten Ströme aufgefangen werden. So werden
beispielsweise alle fünf Ströme 94 aus nichtleitfähigem
alle fünf Ströme 92 aus Material mit hoher Leitfähigkeit
vom Abteil 104, alle fünf Ströme % aus Material mit
geringerer Leitfähigkeit vom Abteil 106, alle fünf
104 und alle fünf Ströme 96a aus Material geringerer
oberen Stapel 60 und 62 ausgebildet sind. Der untere
liegenden Rutschen 112 und 112a, die gleich den
parallelen Ebenen zu diesen angeordnet sind. Analoges
gilt für die beiden Rutschen 114 und 114a des Stapels
110 mit Bezug auf die Rutschen 63 bis 63t/des Stapels 62.
entsprechende Sammler 116 und 118 angeordnet, deren
sehen ist, liegen, die senkrecht zu den Ebenen der
zeigen, weisen diese unteren Sammler ebenfalls eine
kastenförmige Struktur mit drei länglichen, parallel
zueinander liegenden Abteilen oder Behältern 120,122
und 124 für Aufnahme der aussortierten Materialien auf.
F i g. 8 zeigt, wie das aussortierte Material von den erwähnten Sammlern 98 und 100 der oberen oder ersten
Sortierstufe zu der darunter liegenden zweiten oder unteren Sortierstufe gelangt. Das Material der mittleren
Ströme, also das Material geringerer Leitfähigkeit enthält häufig kleine Anteile von Material höherer
Leitfähigkeit, was aber nicht in der ersten Sortierstufe bereits aussortiert wird, was möglicherweise bedingt
sein kann durch die Lage des Materials auf den oberen Rutschen oder aber durch andere Umstände, die ein
seitliches Abwandern in der gewünschten Weise verhindern.
Aus diesem Grunde sind beispielsweise die Abteile 106 und 106a des Sammlers 100 mit den oberen Enden
der erwähnten Rutschen 114 und 114ä durch individuelle
Schächte 126 bzw. 128 verbunden. So kann beispielsweise das Mittelgut aus dem Abteil 106 abwärts durch den
Kanal 126 auf die Rutsche 114 gelangen. Da die Rutschen 112,112a, 114 und 114a alle in gleicher Weise
ausgebildet sind wie die oberen Rutschen 6t bis 61c/und
63 bis 63c/, wird das vom Abteil 106 über den Schacht
126 auf die Rutsche 114 gelangende Material über die
Magnete dieser Rutsche hinweg infolge der Schwerkraft abwärts gleiten, wobei das Material ebenfalls in
drei Ströme aufgespalten wird. Das Material mit hoher Leitfähigkeit wird wiederum zu beiden Seiten der
Rutsche abgeleitet und fällt schließlich in die äußeren Behälter 120 und 124 des Sammlers 118, während das
Material mit geringerer Leitfähigkeit in den mittleren Behälter fällt.
In gleicher Weise gelangt das Mittelgut aus dem Abteil 106a des oberen Sammlers 100 abwärts durch den
Schacht 128 zu der zweiten Rutsche 114a des Stapels 116, die das zugeführte Material ebenfalls in drei Anteile
aufgliedert, nämlich die beiden äußeren Anteile mit Material von hoher Leitfähigkeit, die ebenfalls den
Behältern 120 und 124 zugeführt werden, und dem mittleren Anteil aus Material mit geringerer Leitfähigkeit, das wiederum in den mittleren Behälter 122 fällt.
Aus F i g. 8 ist weiterhin zu ersehen, daß das Gut aus dem Abteil 102 des Sammlers 100 des oberen Stapels
über einen längeren Schacht 130 unmittelbar in den mittleren Behälter 122 des Sammlers 118 geleitet wird,
mit dem darin enthaltenen Material vermischt und dann gemeinsam entnommen oder der weiteren Aufarbeitung zugeführt wird. Das Material von hoher Leitfähigkeit in den Abteilen 104 und 104a, das wiederverwertet
werden soll, wird abwärts über die erwähnten Schächte 132 und 134 direkt in die Behälter 124 und 120 des
unteren Sammlers 118 zugeführt und dort mit dem bereits vorhandenen Material von den Rutschen des
unteren Stapels 110 vermischt.
In der gleichen Weise arbeitet der andere unteres Stapel 108, um das Material in den beiden mittleren
Abteilen des oberen Sammlers 98 aufzuarbeiten. Dieses Material gelangt über die beiden Schächte 136 und 138
zu den beiden erwähnten Rutschen 112 und 112a mit magnetischen Trenneinrichtungen. Durch diese beiden
Rutschen wird das über sie hinweggleitende Material in zwei zur Seite abgelenkte Anteile aus Material von
hoher Leitfähigkeit und in einen mittleren Anteil aus Material von geringerer Leitfähigkeit aufgespalten. Das
Metall mit hoher Leitfähigkeit gelangt in die äußeren Behälter des Sammlers 116, während das Material des
mittleren Anteils in den mittleren Behälter fällt Ebenso wird das in den Abteilen 104 und 104a des oberen
Sammlers 98 enthaltene Metall von hoher Leitfähigkeil
durch Schächte 140 den äußeren Behältern im unteren
Sammler 116 direkt zugeführt, während das Mittelgut,
nämlich das nichtleitfähige Material, aus dem mittleren Abteil 102 im oberen Sammler 98 durch den Schacht 142
> direkt in den mittleren Behälter des unteren Sammlers 116 geleitet wird.
Unterhalb der beiden unteren Sammler 116 und 118
sind geeignete Mittel für die Abführung des aussortierten Materials vorgesehen, beispielsweise die drei
ίο Bandförderer 144,146 und 148. Dies Bandförderer sind
unter beiden unteren Sammlern angeordnet und im Boden dieser Sammler sind Auslaßöffnungen vorgesehen, so daß das in den Behältern enthaltene Material
unmittelbar auf die erwähnten Bandförderer gelangt.
Die Bandförderer 144 und 148 sind unterhalb der äußeren Behälter der Sammler angeordnet. Diese
sammeln das wiederzuverwertende Metall von hoher Leitfähigkeit und befördern es zu der die Weiterverarbeitung übernehmenden Stelle. Das übrige Material, das
sich in den mittleren Behältern der Sammler ansammelt
und nicht wiederverwertet werden kann, wird durch den
mittleren Bandförderer 146 gesammelt und zu einer
geeigneten Ablagerungsstelle befördert.
unbearbeiteten Materialgemisches, das den magnetischen Trennrutschen zugeleitet wird, sich von Tag zu
Tag ja von Stunde zu Stunde ändert und daß hierdurch die Gleitfähigkeit des Materials entlang der Oberfläche
der Rutschen unterschiedlich beeinträchtigt wird. Es
sind daher Mittel vorgesehen, um den Neigungswinkel
der Rutschen in der jeweils erforderlichen Weise verstellen zu können. Mit Bezug auf die F i g. 3 und 11
dienen dazu Mittel, die — wie gezeigt — entweder von Hand oder durch Motorantrieb betätigt werden.
Die Einrichtung mit den Rutschenstapeln wird zweckmäßig von einem geeigneten Fachwerkgestell aus
Holz oder Metall getragen. Dieses Fachwerkgestell ist in den Zeichnungen der besseren Anschaulichkeit
wegen nicht weiter gezeigt. Hiervon ausgenommen ist
lediglich das Teil 150 in Fig.3 und Fig. 11, um den
Mechanismus für die Verstellung des Neigungswinkels der Rutschen besser erklären zu können.
Die Darstellung dieses Verstellmechanismus ist dabei auf den oberen und unteren Rutschenstapel 62 und 110
der einen Einrichtungshälfte beschränkt. Es dürfte jedoch klar sein, daß die anderen Stapel 60 und 108 in
gleicher Weise verstellbar sind. Die unteren Enden der Rutschen 63 bis 63c/des Stapels 62 sind einzeln mit ihren
Halteschienen, die jeweils am Tragrahmen 86 der
einzelnen Rutschen befestigt sind, aufgehängt Diese
Halteschienen 90 lagern in Schlitzen 152 von Seitenstegen 154 eines Heberahmens 156, der die unteren Enden
der Rutschen des Stapels 62 umgibt. Die oberen Enden der Rutschen des Stapels 62 werden von den bereits
erwähnten Schienen mit Drehzapfen 88 gehalten, die durch Einstell vorrichtungen 158 an jeder Rutsche an
einem Teil 160 des Fachwerkgestells 150 befestigt sind.
Am äußeren Ende des Heberahmens 156 ist eine Rolle 162 befestigt über die ein Drahtseil 164 geführt ist
Das eine Ende dieses Drahtseiles 164 ist an einem Träger 166 befestigt an dem weiterhin zwei Rollen 168
und 170 mit Abstand voneinander befestigt sind. Von der ersten Rolle 162 läuft das Drahtseil 164 über die
Rollen 168 und 170 und von dort abwärts zu einer
Handkurbel 172 mit Sperrgetriebe. Durch Betätigung
der Kurbel 172 kann das untere Ende der Rutschen des Stapels 62 angehoben oder abgesenkt werden, so daß
sich der Neigungswinkel der Rutschen 63 bis 63t/
entsprechend ändert.
Der untere Stapel 110 und die Rutschen 114 und 114a
darin sind in gleicher Weise ausgebildet und durch ein zweites Drahtseil 174, das ebenfalls an der Kurbel 172
festgemacht ist, verstellbar. Auf diese Weise lassen sich die Rutschen sowohl des oberen als auch des unteren
Stapels gleichzeitig verstellen.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Trennen von nichtmagnetischen, jedoch elektrisch leitfähigen Teilchen aus
einem Gemisch oder Gemenge verschiedener, nichiferromagnetischer Stoffe, In einem Magnetfeld
wechselnder Polung längs der Bewegungsbahn der Teilchen, mit Einrichtungen zum Zufördern des
Gemisches oder Gemenges und Einrichtungen zur Aufnahme und zum Abfördern der durch die
Kraftwirkung magnetisch induzierter Wirbelströme getrennten Teilchen, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Sortierstufen (20,22) vorgesehen sind, von denen jede einen Stapel aus mehreren
parallel übereinander und mit Abstand voneinander angeordneten geneigten Rutschen (z. B. 61 und 6id)
umfaßt, wobei jede Rutsche Magnetsysteme (75, 75a) aus parallelen Reihen von abwechselnd
entgegengesetzt gepolten Magenten (76, 76a) aufweist, welche quer zur geneigten Oberfläche (78)
der Rutsche verlaufen.
2. Trennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Rutsche zwei Magnetsysteme
(75,75a) aufweist, deren parallele Reihen von Bezug auf die Längsmittelebene entgegengesetzt
fischgrätenartig gewinkelt sind.
3. Trennvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf den einzelnen Rutschen (61
bis 61c/, 63 bis 63d) die Materialströme jeweils in
einen ersten Teilstrom (94) aus nichtleitenden Stoffteilchen, ein Paar von Teilströmen (96 und 96a;
aus überwiegend leitfähigen Stoffteilchen mit geringer Leitfähigkeit und ein weiteres Paar von
Teilströmen (92 und 92a; aus Stoff teilchen mit relativ
hoher Leitfähigkeit aufgeteilt werden.
4. Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in derselben
Sortierstufe jeweils zwei Stapel (60 und 62) von Rutschen (61 bis 61c/und 63 bis 63d) vorgesehen sind.
5. Trennvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Enden der Rutschen
der beiden Stapel (60 bis 62) einer Sortierstufe (20) einander zugewandt in gleicher Höhe angeordnet
sind und die Rutschen (61 bis 61 d, 63 bis 63d) stapelweise auseinanderstrebend abwärts geneigt
sind.
6. Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiten und
gegebenenfalls einer folgenden Sortierstufe (22) aus der vorhergehenden Sortierstufe nur der Teilstrom
mit Materialteilchen verhältnismäßig geringerer Leitfähigkeit zur Trennung zugeführt wird.
7. Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende
der Rutschen (61 bis 61c/, 63 bis 63c/, 112, 112a, 114,
114a; Sammler (98, 100, 116, 118) zum Zusammenfassen
der von den einzelnen Rutschen gelieferten Teilströme von Teilchen gleicher Leitfähigkeit
vorgesehen sind.
8. Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch Einrichtungen (172,164,
170, 168, 162) zur wahlweisen Einstellung des Neigungswinkels der Rutschen (63 bis 63c/, 114,114a;
in den Sortierstufen (20,22).
9. Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende
der Rutschen Einrichtungen (64) zum Verteilen des zugeführten Gemisches oder Gemenges auf die
einzelnen Rutschen in kontinuierliche Teilchenströme vorgesehen sind.
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