DE2619030C2 - Verpackung - Google Patents

Verpackung

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DE2619030C2
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Description

2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gasundurchlässige Grundplatte (5) und/oder die gasundurchlässige äußere Folienschicht (2, 3) eine Gasdurchlässigkeit von weniger als 100 cm3 pro m2 pro 25 μΐη Materialstärke und pro 24 Stunden Gemessen bei Atmosphärendruck und einer Temperatur von 23° C hat.
3. Verpackung nac.i Ansp: eich 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dio süßere Folienschicht (2, 3) an einer oder an beiden Seite, der Grundplatte (5) über deren Umfang hinausragt und einen Aufreißstreifen zur leichteren Entfernung der äußeren Schicht bildet.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Seite der Grundplatte (5) ein einzelner Gegenstand (6, 7) und an der anderen Seite der Grundplatte (5) eine Mehrzahl von Gegenständen (6,7) verpackt sind.
Die Erfindung betrifft eine Verpackung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der US-PS 25 27 919 ist eine doppelseitige Verpackung bekannt, in der zwei verschiedene Gegenstände, die einander ergänzen, an beiden Seiten einer Innenfolie verpackt sind, die nicht notwendig gasundurchlässig sein muß. Beim öffnen der Verpackung wird diese zerstört. Die beiden Behälter zur Aufnahme der unterschiedlichen Gegenstände werden durch Warmformung vorgeformt und anschließend an beiden Seiten der trennenden Schicht angebracht, ohne daß dabei eine Vakuum-Skin-Verpackung entsteht.
Aus der US-PS 38 30 365 ist es bekannt, mehr als eine Skin-Verpackung für Gegenstände auf ein und derselben Seite einer Grundplatte vorzusehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine wirtschaftlich herstellbare Vakuum-Skin-Verpackung zu schaffen, in der Gegenstände für eine beträchtliche Zeit unter Vakuum aufbewahrt werden können, wobei ein Teil des Inhalts verzehrt werden kann, während es möglich ist, den anderen Teil unter Vakuum in der geschlossenen Verpak-
kung aufzubewahren.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
F i g. 1 -zeigt in perspektivischer Darstellung eine Verpackung gemäß der Erfindung.
F i g. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie 2-2 aus Fig. 1.
F i g. 3 zeigt schematisch einen Schnitt durch eine Unterdruckkammer, in der das zu verpackende Gut auf eine Grundplatte aufgebracht ist und eine Folie sich oberhalb erstreckt.
Fig.4 zeigt die gleiche Unterdruckkammer wie F i g. 3, jedoch umschließt die Folie das zu verpackende Gut auf der Grundplaae und bildet auf einer Seite eine Skin-Packung.
F i g. 5 zeigt einen Schnitt durch die gleiche Unterdruckkammer wie in F i g. 3 und 4, doch ist die 7iivor gebildete Verpackung umgedreht, und es ist weiteres zu verpackendes Gut auf die andere Seite der Grundplatte aufgebracht.
Fig.6 zeigt die Bildung einer Verpackung auf der anderen Seite der Grundplatte, indem die Folie das zu verpackende Gut u ^schließt.
In den F i g. 1 und 2 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Doppel-Vakuum- Skin-Verpackung 1 gezeigt, die eine Grundplatte 5 enthält, die vorzugsweise aus einem gasundurchlässigen thermoplastischen Bahnmaterial besteht An einer Seite dieser Grundplatte 5 befindet sich das aus mehreren Gegenständen 6 bestehende verpackte Gut und auf der anderen Seite das ebenfalls aus mehreren Gegenständen 7 bestehende verpackte Gut In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das verpackte Gut aus Würstchen, und auf beiden Seiten der Grundplatte 5 ist eine gleiche Anzahl von Würstcher angeordnet Selbstverständlich können jedoch auch auf einer Seite der Grundplatte 5 mehrere Teile vergesehen werden, als auf der anderen Seite, und es ist sogar möglich, unterschiedliche Produkte auf den beiden Seiten der Grundplatte 5 anzuordnen, etwa auf einer Seite der Grundplatte 5 Käsescheiben und auf der anderen Seite Scheiben gekochten Fleisches.
Das verpackte Gut 6 und 7 wird mittels einer oberen Folienschicht 2 und einer unteren Folienschicht 3, die das Gut jeweils fest umschließen und sich an dessen
λ Form anpassen, fest auf der Grundplatte 5 gehalten. Die Folienschicht 2,3 besteht vorzugsweise aus einer transparenten, wärmeformbaren, gasundurchlässigen, thermoplastischen Bahn. Sowohl die obere, als auch die untere Folienschicht 2,3 sind zur Bildung eines Flansches 4 um die Mittelebene der Skin-Verpackung 1 auf die Grundplatte 5 gesiegelt. Die Berührungsflächen der abdeckenden Folienschichten 2 und 3 können mit einem wärmeaktivierbaren Klebstoff beschichtet sein, um die Siegelnaht entlang dem Flansch 4 zu bilden, oder auf beiden Seiten der Grundplatte 5 kann sich ein Klebstoff befinden, der entweder druckempfindlich oder wärmeaktivierbar ist, so daß die Folienschichten 2 und 3 auf der Grundplatte 5 gesiegelt werden können. Falls die Verpackung 1 durch Erwärmen der Folienschichten 2 und 3 hergestellt wird, kann als Bahnmaterial solches verwendet werden, das ohne zusätzlichen Klebstoff auf die Grundplatte 5 gesiegelt werden kann.
Die Grundplatte 5 braucht nicht unbedingt eben oder
im wesentlichen eben sein, sondern kann auch als Schale ausgebildet werden und Unterteilungen aufweisen, um das zu verpackende Gut auf beiden Seiten der Schale anzuordnen, oder sie kann eine gewölbte Oberfläche, etwas konvex oder konkav haben und an beiden Seiten verpacktes Gut tragen.
Ein bevorzugtes Material für die Grundplatte 5 ist Polystyrolschaum, der lichtundurchlässig ist, oder ein klares Material, wie etwa orientiertes Polystyrol oder Polyäthylen. Ist eine hohe Gasundurchlässigkeit erwünscht, kann die Grundplatte 5 aus einem thermoplastischen Laminat bestehen, das eine Schicht aus einem Vinylidenchloridcopolymere oder einem Äthylenvinylalkoholcopolymere hat. Andere undurchlässige Grundplatten 5 können aus einer Metalifolie oder einer Metallplatte, beschichte'em oder laminiertem Papier, einer Holzplatte oder aus Glas bestehen.
Ein wesentlicher Vorteil der Verpackung 1, wie sie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, besteht darin, daß die obere Folienschicht 2 von der Grundplatte 5 entlang dem Flansch 4 abgezogen werden kann, so daß die verpackten Gegenstände 6 aus der oberen Hälfte der Verpackung 1 entfernt werden kann, ohne daß die nermetische oder vakuumdichte Dichtung der unteren Hälfte der Verpackung 1 beeinträchtigt wird, deren Inhalt also frisch bleibt und nicht der Umgebungsluft ausgesetzt wird. Hierbei wird ausgenutzt, daß die Grundplatte 5 eine gemeinsame Wand für zwei getrennte Verpackungen bildet, so daß eine Materialeinsparung sowie eine Zeitersparnis bei der Herstellung der Verpackung erreicht wird. Da außerdem die Verpackung doppelschichtig ist, ist der im Regal einer Verkaufsstelle erforderliche Raum im Verhältnis zum Volumen des verpackten Gutes klein.
Zur Erläuterung der Herstellung der Verpackung sei auf die F i g. 3, 4, 5 und 6 verwiesen. F i g. 3 zeigt einen Schnitt durch eine Unterdruckkammer 8 mit einer oberen Kammerhälfte 9 und einer unteren Kammerhälfte 10. Die obere Kammerhälfte 9 kann zum Einbringen und Herausnehmen von Verpackungsmaterial und zu verpackendem Gut entfernt werden, und sie kann zur Aufrechterhaltung eines Unterdrucks innerhalb der Kammer während eines Skin-Verpackungsvorganges auf die untere Kammerhälfte 10 aufgesetzt werden. Im Inneren der Kammer befindet sich eine zur Aufnahme dienende Plattform 14, deren Höhe entsprechend der Höhe des zu verpackenden Gutes eingestellt werden kann. Au) die Plattform 14 ist eine G-undpIatte 5 aufgebracht, auf der sich das zu verpackende Gut. in diesem Fall quer zur Zeichenebene angeordnete Würstchen befinden. Die obere Folienschicht 3 ist so angeordnet, daß sich die zu verpackenden Gegenstände 7 zwischen ihr und der Grundplatte 5 befindet. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die obere Foliensi-hicht 3 durch einen über die Folienhalteöffnungen 15 und die Evakuieröffnung 11 für die obere Kammerhalfte angelegten Unterdruck in ihrer Lage gehalten. Während die Folienschicht 3 in dieser Lage gehalten wird, wird die Kammer dichtend verschlossen und durch die Evakuieröffnung 12 der unteren Kammerhalfte 10 ein Unterdruck angelegt, um das Innere der Kammer vollständig zu evakuieren und so die Gase aus dem Raum zwischen der oberen Folienschicht 3 und der Grundplatte 5 zu entfernen. 1st diese Evakuierung im gewünschten Umfang erreicht, etwa bis zu einem Kammerinnendruck voll 73,7 cm Hg Saufe oder weniger, so wird der die Folienschicht 3 gegen den oberen Teil der Kammer haltende Druckunterschied aufgehoben, wodurch die Folienschicht 3 das zu verpackende Gut umschließt und die Grundplatte entlang dem Umfang der zu verpackenden Gegenstände 7 berührt. Außerdem paßt sich die Folienschicht 3 eng an die Form des zu verpackenden Gutes an. Dieser Schritt ist in F i g. 4 dargestellt, wo über die Evakuieröffnung 11 eine Verbindung zum Umgebungsdruck hergestellt und die Folie infolge des Druckes an ihrer Oberseite, der etwa Atmosphärendruck entspricht, fest nach unten gegen das zu verpackende Gut gedruckt
ίο ist. Der Druck an der unteren Seite der Folie liegt wesentlich unterhalb des Atmosphärendruckes. In dem Aubführungsbeispiel ist die Folienschicht 3 wärmfiformbar. und während sie gemäß Fig. 3 an der oberen Kammerhälfte gehalten wird, werden Heizelemente 16 aktiviert, um die Folie durch Wärme zu erweichen, so daß sie beim Abwärtsbewegen auf das zu verpackende Gut (Fig.4) von diesem geformt werden. Die Folienschicht 3 kann mit einem Klebstoff beschichtet sein, der durch die Erwärmung aktiviert wird, oder die Grundplatte 5 kann einen wärmeaktivierbaren Klebstoff tragen, der wirksam wird, wenn er in B« tihrung mit der erwärmten Folie kommt. In jedem Fall ww'd dann entlang des Umfangs des zu verpackenden Gutes zwischen der Folie 3 und der Grundplatte 5 eine Siegelnaht gcbildet. Somit wird das zu verpackende Gut in einer evakuierten Ve packung aus Folienschicht 3 und Grundplatte 5 eingeschlossen.
Gemäß F i g. 5 ist die entsprechend F i g. 4 hergestellte Teilpackung umgedreht, und zu verpackende Gegenstände 6 sind auf die Grundplatte 5 aufgebracht, so daß es zwischen einer äußeren Folienschicht 2 und der Grundplatte 5 liegt. Die obere Folienschicht 2 wird mittels eines über die Folienhalteöffnungen 15 und die Evakuieröffnung 11 für die obere Kammerhälfte 9 angelegten Unterdrucks in ihrer Lage gehalten. In dieser Lage wird die Folienschicht 2, die vorzugsweise ebenfalls eine wärmeformbare, thermoplastische Folie ist, mittels der Heizelemente 16, die entweder elektrische Widerstandsheizelemente oder Dampfrohre sein können.
durch Wärme erweicht. Gleichzeitig wird der Raum zwischen Folienschicht 2 und Grundplatte 5 durch einen über die Evakuieröffnung 12 wirkenden Unterdruck von allen Gasen evakuiert. Dabei sind die Evakuieröffnungen 11 und 12 mit entsprechenden Unterdruckpumpen verbunden. Nachdem d-r Raum zwischen Fo'.ienschicht 2 und Grundplatte 5 evakuiert und die Folienschicht 2 ausreichend erweicht ist. wird über die Evakuieröffnung 11 eine Verbindung zur umgebenden Luft hergestellt, und der so entstehende Druck preßt die Fo-Iienschicht 2 auf das zu verpackende Gut. so daß dieses umschlossen wird und die Folie entlang dem Umfang des zu verpackenden Gutes in Berührung mit der Grundplatte 5 kommt, um dort hermetisch abdichtend auf Jiesc gesiegelt zu werden. Nunmehr ist eine vollständige Verpackung hergestellt, in der verpacktes Gut an beiden Seiten einer einzigen Grundpla'te 5 mittels eines Skin-Verpackungsverfahrens befestigt ist. wobei das verpackte Gut an beiden Seiten der Grundplatte 5 unter Vakuum abgepickt und hermetisch abgeschlossen ist.
Nach Fertigstellung der Verpackung gemäß F ι g. 6 wird diese aus der Unterdruckkammer 8 en'feint. Die sich über die Grundplatte 5 hinaus erstreckende Folienschicht kann abgeschnitten werden, und ein Teil dieser überschüssigen Folie k.ynn als Aufreißstreifen an der Verpackung verbleiben, so daß die Skin-Verpackung an einer Seite der Grundplatte 5 einfach geöffnet werden kann, ohne daß dadurch die Skin-Vemncknncr nn rW
anderen Seite der Grundplatte 5 beeinträchtigt wird.
Bei einem anderen möglichen Verfahren werden das zu verpackende Gut und die Grundplatte in eine Kammer ähnlich Fig. 3 bis 6 eingebracht, wobei zunächst eine erste Bahn aus flexibler Folie auf eine Unterlage, etwa die Plattform 14 aufgebracht, dann das zu verpakkende Gut auf die erste Folie und die Grundplatte auf das zu verpackende Gut gelegt wird. Weiteres zu verpackendes Gut wird dann auf die Grundplatte gelegt, und auf dieses zu verpackende Gut wird eine zweite Folienbahn aufgebracht. Nunmehr wird der Raum zwischen den beiden Folienschichten evakuiert, während diese an einer Bewegung gehindert werden. Danach werden beide Folienschichten auf das jeweilige, zu verpackende Gut gedrückt und an gegenüberliegenden Seiten der Grundplatte entlang der entsprechenden Umfangsverläufe gesiegelt. Auf diese Weise können die Teilpackungen auf beiden Seiten einer einzigen Grund-
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
io
Statt der Verwendung von zwei getrennten Folienschichten, wie dies vorstehend beschrieben wurde, kann auch eine einzige U- oder V-förmig gefaltete Hahn benutzt werden, und eine an gegenüberliegenden Seiten zu verpackendes Gut tragende Grundplatte kann zwischen die beiden Hälften der gefalteten Folienschicht gebracht werden, worauf die Folienschicht unter Freilassung einer Evakuieröffnung vollständig gesiegelt wird. Danach kann der von der Folienschicht umschlossene Raum durch die Evakuieröffnung hindurch evakuiert werden, wod irch die flexible Folienschicht zu beiden Seiten der Grundplatte fest um das jeweilige zu verpackende Gut gelegt wird. Danach wird dann die Evakuieröffnung dichtend verschlossen.
Geeignete Foliens:hichten zur Verwendung in Zusammenhang mit der Erfindung sind thermoplastische Folien, etwa aus Polyäthylen, Äthylen, Vinylacetatcopolymeren. Polypropylen, Nylon. Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, o. ä. Als gasundurchlässige Folienschichten werden Laminate- dieser Materialien bevorzugt. So ergibt beispielsweise ein Laminat aus Polyäthylen/Vinylidenchlorid-Vinylchloridcopolymere/Polyäthylen eine niedrige Gasdurchläi.sigkeit, Auch Nylon/Polyäthylenlaminate und Laminate, die Äthylen/Vinylalkoholcopo-Ivmere enthalten, eignen sich als gasundurchlässige Folienschichten.
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Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verpackung mit an gegenüberliegenden Seiten einer Grundplatte angeordneten und von entsprechenden äußeren Folienschichten eingeschlossenen Gegenständen, dadurch gekennzeichnet,
— daß die Gegenstände (6, 7) jeweils an entsprechenden Seiten der Grundplatte (5) mittels einer gasundurchlässigen äußeren Folienschicht (2,3) skin-verpackt sind;
— daß die Grundplatte (5) ebenfalls aus gasundurchlässigem Material besteht; und
— daß die auf beiden Seiten der Grundplatte (5) angeordneten Folienschichten (2,3) um die entsprechenden Gegenstämde (6,7) herum mit der Grundplatte (5) verschweißt sind und mit den Gegenständen (6,7) zur Bildung einer Vakuum-Skin-Verpackung in innigem Kontakt stehen, wobei die Vakuum-Skin- Verpackung der einen Seite unabhängig von der Vakuum-Skin-Verpackung der anderen Seite geöffnet werden kann.
DE2619030A 1975-05-12 1976-04-30 Verpackung Expired DE2619030C2 (de)

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