DE2619087A1 - Verfahren zur herstellung einer traegerbahn - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer traegerbahn

Info

Publication number
DE2619087A1
DE2619087A1 DE19762619087 DE2619087A DE2619087A1 DE 2619087 A1 DE2619087 A1 DE 2619087A1 DE 19762619087 DE19762619087 DE 19762619087 DE 2619087 A DE2619087 A DE 2619087A DE 2619087 A1 DE2619087 A1 DE 2619087A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
percent
strength
dan
spunbond
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762619087
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dipl Chem Dr Eckardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19762619087 priority Critical patent/DE2619087A1/de
Priority to NL7704678A priority patent/NL7704678A/xx
Priority to LU77232A priority patent/LU77232A1/xx
Priority to DK188177A priority patent/DK188177A/da
Priority to IT2303477A priority patent/IT1080380B/it
Priority to FI771382A priority patent/FI771382A7/fi
Priority to NO771535A priority patent/NO771535L/no
Priority to SE7705034A priority patent/SE7705034L/xx
Priority to JP5003177A priority patent/JPS52137084A/ja
Priority to AU24771/77A priority patent/AU2477177A/en
Priority to US05/792,862 priority patent/US4125663A/en
Priority to BE177255A priority patent/BE854241A/xx
Priority to FR7713302A priority patent/FR2350414A1/fr
Publication of DE2619087A1 publication Critical patent/DE2619087A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H3/00Non-woven fabrics formed wholly or mainly of yarns or like filamentary material of substantial length
    • D04H3/005Synthetic yarns or filaments
    • D04H3/009Condensation or reaction polymers
    • D04H3/011Polyesters
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H3/00Non-woven fabrics formed wholly or mainly of yarns or like filamentary material of substantial length
    • D04H3/08Non-woven fabrics formed wholly or mainly of yarns or like filamentary material of substantial length characterised by the method of strengthening or consolidating
    • D04H3/12Non-woven fabrics formed wholly or mainly of yarns or like filamentary material of substantial length characterised by the method of strengthening or consolidating with filaments or yarns secured together by chemical or thermo-activatable bonding agents, e.g. adhesives, applied or incorporated in liquid or solid form

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description

  • verfahren zur Herstellung einer Trägerbahn
  • Für die Dimensionsstabilität und die Festigkeitseigenschaften von Dachbahnen und dergl. sind bekanntlich die Einlagemateriauen verantwortlich. Als solche Einlagematerialien oder Trägerbahnen kennt man beispielsweise Rohfilzpappen, Gewebe und Vliese aus Glas und synthetischen Materialien etc. Insbesondere haben sich Spinnvliese aus synthetischen Polyesterfilamenten, welche in ganz bestimmter Weise chemisch verfestigt wurden, als Trägerbahnen gut bewährt (BE-PS 819.696).
  • Die Polyesterfilamente sind solche eines Schmelzpunktes von über 250° C mit einem Einzeltiter von etwa 3 bis 15 dtex; vorzugsweise werden Polyäthylenterephthalatfilamente verwendet.
  • Die chemische Bindung der Filamente in dem Spinnvlies geschieht mit etwa 10 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf das ungetränkte Vlies, einer wässerigen, neutralen bis schwachalkalisch eingestellten Bindemitteldispersion mit einem Feststoffgehalt von ib bis 60 Gewichtsprozent, enthaltend ein Copolymerisat aus 45 bis 55 Gewichtsprozent eines Acrylsäure- oder Methacrylsäureesters von einwertigen Alkoholen mit 1 bis 8 C-Atomen, 24 bis 30 Gewichtsprozent Acrylnitril, 12,5 bis 30 Gewichtsprozent Styrol, 0,5 bis 2,5 Gewichtsprozent Acrylsäureamid, hergestellt durch Emulsionspolymerisation in Gegenwart anionenaktiver und/oder nichtionogener Emulgatoren sowie Aktivatoren gemäß DT-AS-1.619.056, sowie 10 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf den Feststoffgehalt dieser Bindemitteldispersion, eines Melaminformaldehydvorkondensates.
  • Mit dieser Bindemitteldispersion wird das Vlies getränkt und gebunden, so daß zwischen den Fäden spannsegelartige Versteifungen vorhanden sind. Das verfestigte Vlies besitzt dann folgende Eigenschaften: ein Flächengewicht von etwa 80 bis 300 g/m2, eine Festigkeit von etwa 20 bis 100 kp/5 cm, eine Reißdehnung von etwa 25 bis 50 ffi und eine Weiterreißfestigkeit von etwa 4 bis 9 kp.
  • Zwecks Herstellung einer bituminierten Dachbahn wird dieses Vlies auf an sich übliche Weise bitumiert und besandet.
  • Ein Problem, welches bei der Herstellung bituminierter Dachbahnen während der unter Spannung und Temperaturen von größenordnungsmäßig etwa 10 bis 2000C durchgeführten Bituminierung der Trägerbahnen immerwieder auftritt, ist der Breiteneinsprung der Trägerbahnen. Bei den ziemlich hohen Temperaturen erweichen sowohl die synthetischen Filamente der jeweiligen Vliese als auch die verwendeten Binder, so daß unter der vorhandenen Längsspannung eine Längung auf Kosten der Breite eintritt. Die Breiteneinsprünge während des Bituminierens sollen nicht mehr als höchstens etwa 1 bis 2 * betragen, da anderenfalls teils noch während der Dachbahnherstellung, teils auch später, insbesondere wenn die fertigen Dachbahnen dann längere Zeit einer Sonneneinstrahlung oder dergl. ausgesetzt werden, unerwünschte Wellungen auftreten; dies kommt daher, weil die synthetischen Vliesmaterialien unter dem Einfluß erhöhter Temperaturen das Bestreben haben, die Breiteneinsprünge wieder rückgängig zu machen.
  • Wenngleich die aus der BE-PS 819.696 bekannte Trägerbahn beim Bituminieren schon relativ geringe Breiteneinsprünge zeigt, war es aufgrund der immer steigenden Anforderungen an die Produktqualität wünschenswert und bestand die Aufgabe, eine Trägerbahn herzustellen, welche beim Bituminieren oder allgemein: beim Beschichten, einen noch geringeren Breiteneinsprung aufweist.
  • Diese Aufgabe konnte erfindungsgemäß gelöst werden durch Verfestigung eines Polyester-Spinnvlieses mittels eines speziellen chemischen Binders, welcher von dem in der BE-PS 819.696 beschriebenen verschieden ist. Erfindungsgegenstand ist somit ein Verfahren zur Herstellung einer Trägerbahn aus einem Spinnvlies aus synthetischen Polyesterfilamenten mit einem Schmelzpunkt von über 2300C - vorzugsweise aus Polyäthylenterephthalat filamenten - eines Einzeltiters von etwa 3 bis 15 dtex, gebunden mit etwa 10 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf das ungebundpne Spinnvlies, eines chemischen Binders durch Auftragen des Binders auf das Spinnvlies in Form eines wässerigen Disper sion und Verfestigung durch Trocknen bei etwa 120 bis 2200C; das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß als wässrige Dispersion eine Dispersion verwendet wird, welche a) 10 bis 60 Gewichtsprozent eines Copolymerisats aus 60 bis 90 Gewichtsprozent Styrol, 5 bis 20 Gewichtsprozent Butadien, 2 bis 10 Gewichtsprozent Acrylsäure und 2 bis 10 Gewichtsprozent Acrylamid, b) 5 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die Copolymerisatmenge eines Melaminformaldehydvorkondensats, c) saure Katalysatoren wie p-Toluolsulfosäure, Triäthylaminhydrochlorid oder Maleinsäure, sowie gegebenenfalls d) weitere inerte Zusätze wie Verdicker, Entschäumer, Farbstoffe etc. enthält.
  • Die nach diesem Verfahren erhaltene Trägerbahn weist dann die folgenden Eigenschaften auf: ein Flächengewinht von ca. 80 bis 4oo g pro m², eine Festigkeit von ca. 30 bis 140 daN/5 cm, eine Reißdehnung von ca. 20 bis 50 *, eine Weiterreißfestigkeit von ca. 2 bis 9 kp, eine spezifische Festigkeit von mindestens 38 daN : 100 g und 5 cm m2 eine spezifische Bezugsdehnung längs bei 1800C und 5 daN/5 cm Belastung von höchstens 600 % . g/m2.
  • Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geht man von einem Spinnvlies aus Polyesterfilamenten mit einem Schmelzpunkt von über 2300C und eines Einzeltiters von etwa 3 bis 15 dtex aus; bevorzugter Polyester ist Polyäthylenterephthalat.
  • Das Spinnvlies wird zweckmäßig durch Kalandern und/oder durch Nadeln vorverfestigt. Sodann wird das Vlies mit der besonderen wxåsserigen Binder-Dispersion getränkt, bedruckt oder dergl., und zwar soll so viel von dieser Dispersion aufgetragen werden, daß nach dem Trocknen etwa 10 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf das ungebundene Vlies, an Bindemittel auf dem Vlies verbleiben. Gegebenenfalls kann durch einen Vorversuch bestimmt werden, wieviel wässerige Dispersion auf das Vlies aufgetragen werden muß, damit die gewünschte Menge Bindemittel nach dem Trocknen bei ca. 120 bis 22QOC, wobei die Verfestigung des Binders stattfindet, verbleibt.
  • Die Bindemitteldispersion setzt sich zusammen aus einem bestimmten Copolymerisat, einem Melaminformaldehydverkondensat, sauren Katalysatoren, evtl. weiteren inerten Zusätzen wie Verdickern, Entschäumern und Farbstoffen, und Wasser. Das Copolymerisat besteht aus 60 bis 90 Gewichtsprozent Styrol 5 bis 20 Gewichtsprozent Butadien-, 2 bis 10 Gewichtsprozent Acrylsäure- und 2 bis 10 Gewichtsprozent Acrylamid-Einheiten.
  • Es wird zweckmäßig hergestellt durch eine Emulsionspolymerisation in Gegenwart anionenaktiver und/oder nichtionogener Emulgatoren sowie Aktivatoren analog der in der DT-AS 1.619.056 für das dort beschriebene Copolymerisat gegebenen Vorschrift.
  • Das Melaminformaldehydvorkondensat ist ein Produkt, wie es im Handel beispielsweise als wässerige Lösung erhältlich ist. Zu den sauren Katalysatoren sowie den evtl. weiteren Zusätzen (Verdicker, Entschäumer1 Farbstoffe etc.) ist nichts Besonderes zu sagen. Das wie dargelegt chemisch gebundene, getrocknete Spinnvlles soll ein Flächengewicht von ca. 80 bis 400 g/m² bositzen. Wenn man von einem ungebundenen Vlies ausgeht, dessen Flächengewicht um den Betrag des aufzutragenden Gewichts an Binder verringert ist, kommt man genau auf das gewünschte Flächengewicht sowie auch auf die übrigen besonderen Eigenschaften der Trägerbahn. Hinsichtlich der Festigkeit von ca.
  • 30 bis 140 daN/5 cm und der Reißdehnung von ca. 20 bis 50 % dieser Trägerbahn dürften keine weiteren Erläuterungen nötig sein. Die Weiterreißfestigkeit von ca. 2 bis 9 kp wird nach der DIN-Norm 53 859 bestimmt.
  • Die spezifische Festigkeit und die spezifische Bezugsdehnung sind Größen, welche unabhängig vom Flächengewicht des Spinnvlieses sind und neu eingeführt wurden, um den Fortschritt des nach der Erfindung erhaltenen Gegenstandes gegenüber dem Stand der Technik besser darlegen zu können. -Während es nach dem Stand der Technik Trägerbahnen gibt, welche sich hinsichtlich ihres Flächengewichts, der Festigkeit, Reißdehnung und Weiterreißfestigkeit von der erfindungsgemäß erhältlichen Trägerbahn praktisch nicht unterscheiden (BE-PS 819.696), sind spezifische Festigkeit und spezifische Bezugsdehnung dieser Trägerbahnen den Werten der erfindungsgemäß erhältlichen Trägerbahn deutlich unterlegen.
  • Di. spezifische Festigkeit oder Reißfestigkeit ergibt sich durch Bezug der gemessenen Reißfestigkeit auf das Flächen-2 gewicht von 100 g/m : spezifische Festigkeit =
    Festigkeit . 100 daN 100g
    Flächengewicht d. Spinnvlieses 5 cm m2
    Zur spezifischen Bezugsdehnung kommt man folgendermaßen: als Meßgröße für die Verdehnung wurde die Bezugsdehnung bei einer Belastung von 5 daN/5 cm aus einem bei 1800C aufgenommenen KraftDehnungs-Diagramm gewählt. Das Produkt aus Bezugsdehnung bei 1800C und einer Belastung von 5 daN/5 cm und dem Flächengewicht ist dann die spezifische Bezugsdehnung: Spezifische Bezugsdehnung = Bezugsdehnung L17. Flächenge-2 wicht [ g/m J . In der spezifischen Festigkeit und der spezîfischen Bezugsdehnung ist der Einfluß des Flächengewichts eliminiert, so daß nur die Eigenschaften des Bindemittels zum Ausdruck kommen. Die entsprechenden Werte der Trägerbahnen nach dem am nächsten kommenden Stand der Technik (BE-PS 819.696 liegen teilweise erheblich unterhalb (spezifische Festigkeit) bzw. oberhalb (spezfische Bezugsdehnung) der Werte der nach der Erfindung erhaltenen Trägerbahn. Dies zeigt, daß der chemische Binder auf dieser Trägerbahn eine erheblich bessere Bindungswirkung für Polyesterspinnvliese besitzt als die bekannten Binder. infolge dieser besseren Bindungswirkung ist auch der Breiteneinsprung der erfindungsgemäß erhaltenen Trägerbahn z.B. beim Bituminieren wesentlich geringer als der Breiteneinsprung der etwa aus der BE-PS 819.696 bekannten Trägerbahn. Dies geht beispielsweise hervor aus dem nachstehenden Ergebnis der Prüfung der Thermodimensionsstabilität einer nach der vorliegenden Erfindung erhaltenen Trägerbahn und einer Trägerbahn nach der BE-PS 819.696: Ein durch Nadeln und Kalandern vorverfestigtes Polyäthylenterephthalat-Spinnvlies.(Filamenttiter 4 dtex) vom Flächengewicht 2 110 gZm wurde einmal mit einem Binder gemäß der genannten BE-PS, und einmal mit einem Binder der vorstehend beschriebenen Art verfestigt. In beiden Fällen betrug der Binderauftrag ca. 15 Gewichtsprozent, so daß ein Flächengewicht von 2 130 g/m resultierte. Es wurden Proben einer Länge von 20 cm und einer Breite von 10 cm in einer Heißluftatmosphäre von 1800C einer Belastung von 3 kp während einer Zeitdauer von 4 Minuten ausgesetzt. Nach der Entlastung zeigte die erfindungsgemäß behandelte Probe eine Längung von 2,0 ffi und einen Breiteneinsprung von 1,0 *. Die Vergl zu Vergleichsprobe gemäß BE-PS 819.696 wies eine Längung von 3,5 ffi und einen Breiteneinsprung von ebenfalls 3,5 % auf. Es war außerordentlich überraschend und unerwartet, daß durch eine Variation des iider BE-PS 819.696 beschriebenen Binders in der-erfindungsgemäßen Weise eine nochmalige Steigerung der Dimensionsstabilität und der Festigkeitseigenschaften von entsprechenden Polyesterspinnvliesen insbesondere bei höheren Temperaturen erreicht werden konnte; denn eine erhebliche Anzahl aller möglicher anderer Bindervaiationen zeigte gerade den gegenteiligen Effekt.
  • Die erfindungsgemäß erhaltene-Trägerbahn eignet sich wegen ihrer ausgezeichneten Dimensionsstabilität und Festigkeitseigenschaften besonders als Einlagematerial für bituminierte Dachbahnen und dergl. Die bituminierten Trägerbahnen können auch zu Schindeln zur Dachabdeckung und Hauswandverkleidung geschnitten werden. Für den letzteren Zweck werden insbesondere solche bituminierten Bahnen verwendet, die gegebenenfalls bunt-besandet sind. Weiterhin kann die erfindungsgemäß erhaltene Trägerbahn natürlich auch mit Polyvinylchlorid, Polyäthylen etc. beschichtet werden.
  • Die folgenden Beispiele sollen der weiteren Erläuterung des Erfindungsgegenstandes dienen.
  • Beispiel 1 Ein kalandertes Spinnvlies aus Polyäthylenterephthalat Filamenten vom Einzeltiter 4 dtex mit einem Flächengewicht 2 von 115 g/m wird mit einer wässerigen Bindemitteldispersion folgender Zusammensetzung voll imprägniert: 480 g/l einer wässerigen Dispersion, enthaltend 50 Gewichtsprozent eines Copolymerisats aus 80 Gewichtsprozent Styrol, 11 Gewichtsprozent Butadien, 5 Gewichtsprozent Acrylsäure und 4 Gewichtsprozent Acrylamid.
  • 50 g pro 1 einer 75 gewichtsprozentigen Lösung eines Trimethylolmelamintrimethyläthers.
  • 2 g pro 1 einer 30 gewichtsprozentigen Lösung von Triäthylarnin hydrochlorid.
  • 60 g pro 1 einer 10 gewi dltsprozentigen Lösung des Ammoniumsalzes einer Polyacrylsäure.
  • 480 g pro 1 Wasser.
  • Nach der Trocknung und Kondensation des Bindemittels bei ca.
  • 180°C hat das Spinnvlies ein Gewicht von 132,5 g/m , was einem Binderauftrag von 15 Gewichtsprozent entspricht.
  • Das gebundene Spinnvlies weist folgende weiteren technologischen Daten auf: (Reiß-)Festigkeit längs 53 daN/5 cm Reißdehnung längs 30 * Weiterreißfestigkeit 3,5 daN Bezugsdehnung bei 1800C 4,3 ffi (Belastung 5 daN/5 cm) spezifische (Reiß)Festigkeit längs: 40 daN : lOOg 5 cm , 2 m spezifische Bezugsdehnung bei 1800C (5 daN/5 cm Belastung) längs: 570 % . g/m Eine aus dieser Trägerbahn durch bituminierung undBesandung hergestellte Dachbakn besitzt folgende technologischen Daten: Höchstzugkraft längs 65 daN/5 cm Höchstkraftdehnung längs 35 % Weiterreißfestigkeit längs und quer 1,8 daN Nagelausreifestigkeit längs 9,3 daN Nagelausreißfestigkeit quer 9,9 daN Biegefestigkeit längs und quer 5000 Touren.
  • Die Nagelausreißfestigkeitswerte sind wie folgt bestimmt: in einem Prüfling mit 15 cm Länge und 5 cm Breite wird jeweils 5 cs-- von der oberen und 5 cm von der unteren Außenkante ein Nagel von 6 cm Länge so hindurchgeschoben, daß die gel je zur Hälfte auf jeder Seite des Prüflings herausragen. Von beiden Seiten wird auf jeden Nagel ein Metallband, welches Ösen Desitzt, aufgeschoben und die Enden der Metallbänder in die Klemmen eines Reißgerätes eingebracht und festgeschraubt.
  • Der Prüfling liegt nun mit geringer Spannung zwischen den Klemmen des Prüfgerätes, ohne sie selbst zu berühren. Das Prüfgerät fährt dann mit einer Geschwindigkeit von 5 cm/Minute auseinander und zieht dabei die Nägel durch den Prüfling, der selbst dabe icht bewegt wird. Die zum Bewegen der Nägel erforderliche Kraft wird als Nagelausreißfestigkeit angegeben.
  • Bestimmung der Biegefestigkeit: geschieht mit Hilfe des Dauerbiegeprüfgerätes der Firma Schopper.
  • Hierbei wird ein unter 1 kp Vorspannung stehender Prüfstreifen von 30 - Breite bei 120 Phasen/Minute dauert ion zweimal 900 an der Klemmstelle hin- und herbewegt, bis der Bruch des hydrophoben Trägermaterials eintritt.
  • Vergleichsbeispiel: Das gleiche Spinnvlies wie in vorstehendem Beispiel 1 wurde mit t5 Gewichtsprozent des in Beispiel 1 des BE-PS 819.696 beschriebenen Binders versehen. Der Binder ergibt sich aus einer Dispersion bestehend aus 300 g/l einer wässerigen, neutral eingestellten Bindemitteldispersion mit einem Feststoffgehalt von 50 Gewichtsprozent, enthaltend ein Copolymerisat aus 52 % Butylacrylat, 25 * Acrylnitril, 21 * Styrol und 2 ffi Acrylsäureamid, 30 g/l einer 80 zeigen Lösung des Trimethylolmelamintrimethyläthers und 670 g/l Wasser.
  • Das Vlies besitzt folgende Eigenschaften Flächengewicht: 132,5 g/m (Reiß)Festigkeit längs: 39,2.daN/5 cm Reißdehnung längs: 25,9 % Weiterreißfestigkeit: 3,5 daN Bezugsdehnung bei 1800C: (Belastung 5 daN/5cm) längs: 10,5 % spezifische (Reiß)Festigkeit 34,0 daN 100 g längs: 34,0 5 cm 2 m spezifische Bezugsdehnung bei 2 1800C längs: 1208 % . g/m Beispiel 2 Auf ein kalandertes Spinnvlies aus Polyäthylenterephthalat-Filamenten vom Einzeltiter 4 dtex mit einem Flächengewicht von 182 g/m² wird der in Beispiel 1 genannte Binder durch Bedrucken so aufgetragen. daß ein Punktförmiges Muster entsteht {Pllnkt~ abstand 4 mm; Punktdurchmesser 2 mm).
  • Nach der Trocknung und Kondensation des Binders bei ca. 180°C 2 hat das Spinnvlies ein Flächengewicht von 210 g/sn , was einem Binderauftrag von 15,3 Gewichtsprozent entspricht. Die technologischen Daten der Trägerbahn sind: (Reiß)Festigkeit längs: 82 daN/5 cm Reißdehnung längs: 30 % Weiterreißfestigkeit: 5,6 daN Bezugs dehnung bei 180°C: (Belastung 5 daN/5 cm): 2,5 % daN (Reiß)Festigkeit längs: 39,0 daN 100 g spezifische (ReiB)Festigkeit längs: 39,0 5 cm 2 m spezifische Bezugsdehnung bei 180°C längs: 567%.g/m² Beispiel 3 Ein kalandertes Spinnvlies aus Polyäthylenterephthalatfilamenten 2 von Einzeltiter 4 dtex mit einem Flächengewicht von 250 g/m wird mit einem Binder folgender Zusammensetzung durch Aufdruck eines Karomusters (Strichabstand 5 mm, Strichstärke 2 mm) imprägniert: 263 g/l einer wässrigen Dispersion, enthaltend 50 Gewichtsprozent eines Copolymerisates aus 80 Gewichtsprozent Styrol, 11 Gewichtsprozent Butadien, 5 Gewichtsprozent Acrylsäure, 4 Gewichtsprozent Acrylamid, 15,7 g/l einer 75 zeigen Lösung eines Trimethylolmelamintrimethyläthers, 0,5 g/r einer 30 %igen Lösung von p-Toluolsulfonsäurem Wasser.
  • 10,5 g/l einer 10 gewichtsprozentigen Lösung des Ammoniumsalzes einer Polyacrylsäure, 710,3 g/l Wasser Nach dem Trocknen und der Kondensation des Bindemittels hat das Spinnvlies ein Gewicht von 283 g/m2, was einen Binderauftrag von 13,2 * entspricht.
  • Das gebundene Spinnvlies weist folgende technologische Daten auf: Reißfestigkeit längs: 109,8 daN/5 cm Reißdehnung längs: 31 % Weiterreißfestigkeit: 6,3 daN Bezugsdehnung bei 1800C (Belastung 5 daN/5cm): 1,9 % spezifische Reißfestigkeit längs: 38,8 daN : 100 g 5 cm 2 m spezifische Bezugsdehnung längs (5 daN/5 cm Belastung): 588 % . g/m2

Claims (2)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung einer Trägerbahn aus einem Spinn vlies aus synthetischen Polyester-Filamenten mit einem Schmelzpunkt von über 2300 und einem Einzeltiter von etwa 3 bis 15 atex, gebunden mit etwa 10 bis 30 Gevichtsprozent, bezogen auf das ungebundene Spinnvlies, eines chemischen Binders durch Auftragen desselben auf das Spinnvlies in Form einer wässerigen Dispersion und Verfestigung durch Trocknen bei ca. 120 bis 220°C, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige Dispersion a) eine Dispersion verwendet wird, welche 10 bis 60 Gewichtsprozent eines Copolymerisats aus 60 bis 90 Gewichtsprozent Styrol, 5 bis 20 Gewichtsprozent Butadien, 2 bis 10 Gewichtsprozent Acrylsäureund 2 bis 10 Gewichtsprozent Acrylamid, b) 5 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die Copolymerisatmenge eines Melaminformaldehydvorkondensats, c) eine katalytische Menge von sauren Katalysatoren sowie gegebenenfalls d) weitere inerte Zusatzstoffe enthält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Polyester-Filamente solche aus Polyäthylenterephthalat verwendet.
DE19762619087 1976-05-03 1976-05-03 Verfahren zur herstellung einer traegerbahn Pending DE2619087A1 (de)

Priority Applications (13)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19762619087 DE2619087A1 (de) 1976-05-03 1976-05-03 Verfahren zur herstellung einer traegerbahn
NL7704678A NL7704678A (nl) 1976-05-03 1977-04-28 Werkwijze voor het vervaardigen van een drager- baan.
LU77232A LU77232A1 (de) 1976-05-03 1977-04-29
DK188177A DK188177A (da) 1976-05-03 1977-04-29 Florstofbane og fremgangsmade til dens fremstilling
IT2303477A IT1080380B (it) 1976-05-03 1977-04-29 Processo per la preparazione di un nastro portante
FI771382A FI771382A7 (de) 1976-05-03 1977-04-29
NO771535A NO771535L (no) 1976-05-03 1977-05-02 Fremgangsm}te til fremstilling av en b{rebane
SE7705034A SE7705034L (sv) 1976-05-03 1977-05-02 Forfarande for framstellning av en berarbana
JP5003177A JPS52137084A (en) 1976-05-03 1977-05-02 Carrier web and its manufacture
AU24771/77A AU2477177A (en) 1976-05-03 1977-05-02 Manufacture of a carrier web
US05/792,862 US4125663A (en) 1976-05-03 1977-05-02 Article and process for the manufacture of a carrier web
BE177255A BE854241A (fr) 1976-05-03 1977-05-03 Procede pour preparer un support planiforme en piece continue a partir d'une nappe non tissee de filaments de polyester
FR7713302A FR2350414A1 (fr) 1976-05-03 1977-05-03 Procede pour preparer un support planiforme en piece continue a partir d'une nappe non tissee de filaments de polyester

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19762619087 DE2619087A1 (de) 1976-05-03 1976-05-03 Verfahren zur herstellung einer traegerbahn

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2619087A1 true DE2619087A1 (de) 1977-11-10

Family

ID=5976729

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19762619087 Pending DE2619087A1 (de) 1976-05-03 1976-05-03 Verfahren zur herstellung einer traegerbahn

Country Status (2)

Country Link
BE (1) BE854241A (de)
DE (1) DE2619087A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3145266A1 (de) * 1981-11-14 1983-05-26 Fa. Carl Freudenberg, 6940 Weinheim "dach- und abdichtungsbahn"

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3145266A1 (de) * 1981-11-14 1983-05-26 Fa. Carl Freudenberg, 6940 Weinheim "dach- und abdichtungsbahn"

Also Published As

Publication number Publication date
BE854241A (fr) 1977-11-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69421612T2 (de) Herstellverfahren für eine Vliesstofflage aus gebundenen Filamenten und so hergestellte Balm
EP0995783A2 (de) Klebeband auf Basis eines mittels Bindemittel verfestigten Vlieses
DE102017002552A1 (de) Schallabsorbierendes Textilkomposit
DE3733097A1 (de) Reissbare wirrfaservliesbahn und verfahren zu deren herstellung
DE3145266C2 (de) Dach- und Abdichtungsbahn
EP0995782A2 (de) Klebeband auf Basis eines mit Schmelzfasern thermofixierten Vlieses
EP3246442A1 (de) Schallabsorbierendes textilkomposit
EP0242524A2 (de) Genadelter Schichtstoff
EP0794985A1 (de) Rückseitenbeschichtetes klebeband auf basis eines kunit- bzw. multikunitvlieses
WO2007131770A1 (de) Klebeband sowie verfahren zu dessen herstellung
DE19937446A1 (de) Klebeband auf Basis eines mittels Bindemittel verfestigten Vlieses
EP0363707A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Nadelfilz aus Steinwolle
EP1304410B1 (de) Schichtstoff mit verbesserten Eigenschaften
DE19739049A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines hydrodynamisch verfestigten Nonwovens, Nonwoven nach dieser Herstellung und Trägervlies nach dieser Herstellung
DE3005747A1 (de) Ungewebter faserstoff und verfahren zu seiner herstellung
DE2721959C2 (de) Trägermaterial für PVC-Fussbodenbeläge
DE2619087A1 (de) Verfahren zur herstellung einer traegerbahn
EP0193107B1 (de) Gebundenes textiles Flächengebilde und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2655014C3 (de) Trägerschicht für semipermeable Membranen
DE2545910C2 (de) Abdichtungsmittel
DE7613886U1 (de) Traegerbahn
DE69707916T2 (de) Verfahren zur herstellung eines bandförmigen vliesstoffes mit erhöter zugfestigkeit
EP0281865A2 (de) Gebundene Flächengebilde aus anorganischen Fasern
EP0053198B1 (de) Tuftingteppich
DE2345484C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer bituminierten Dachbahn

Legal Events

Date Code Title Description
OHN Withdrawal