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An einer Einscheiben-Flachläppmaschine angebrachte oder
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lösbar anzubringende Vorrichtung zur Ermöglichung des Rundläppens
Der Anmelder bringt seit Jahren eine Einscheiben-Flachläppenmaschine auf den Markt,
die teilweise in der CH-PS 520.544 beschrieben ist und zu der auf der ganzen Breite
der Läppscheibe aufliegende Abrichtringe gehören. Diese sind so mit ihrem Umfang
an je zwei,an einschwenkbaren Bügeln gelagerten, Rollen abgestützt, dass sie sich
im Betrieb der Maschine langsam drehen und dadurch forlaufend dafür sorgen, dass
die Arbeitsfläche der Läppscheibe trotz ihres Verschleisses durch die in Bearbeitung
befindlichen Werkstücke plan bleibt.
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Aus der CH-PS 554.727 (DT-OS 2 329 621) ist zudem eine. -besondere
Ausführung bekannt, durch die es möglich ist, der Arbeitsfläche nach Belieben eine
geringfügige Konizität nach oben oder unten zu verleihen.
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Im Handel sind auch verschiedenartige Maschinen bekannt, mit denen
zylindrische Werkstücke, die sich in Halteausnehmungen einer langsam drehenden Scheibe
befinden, zwischen zwei mit verschieden grossen Drehzahlen gegenläufig drehenden
Läppscheiben rundgeläppt werden können. Da letztere nicht während dem Betrieb abgerichtet
werden können, ist es zwangsläufig erforderlich, nach Betriebsperioden, deren Länge
von der an die Genauigkeit der Werkstücke gestellten Ansprüche abhängt, wieder abzurichten,
was ein heikler und zeitraubender Vorgang ist.
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Die vorliegende Erfindung beruht nun auf dem Gedanken, in betrieblicher
Hinsicht die Vorteile des in der eingangs erwähnte.l Maschine in wirtschaftlicher
Weise einhergehend mit dem Flachläppen von Werkstücken erzielbaren Abrichtens auch
beim und läppen von zylindrischen Werkstücken brauchbar zu machen, und zwar durch
Schaffung einer Zusatzvorrichtung, die an der Einscheiben-Flachläppmaschine im Bedarfsfalle
angebracht werden kann damit danach das Rundläppen ermöglicht ist. Es wird dadurch
nicht nur die Brauchbarkeit erweitert, sondern der Arbeitsaufwand für das periodisch
nach dem Gebrauch für das Rundläppen vorzunehmende Abrichten verkleinert.
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Demgemäss lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine solche leicht
anbringbare und wieder wegnehmbare Vorrichtung zu schaffen. Bei der Lösung dieser
Aufgabe wurde von der Voraussetzung ausgegangen, dass die Läppmaschine eine Antriebsspindel
aufweist, die in ihrem oberen Endteil ein Gewindeloch hat, in welches der Gewindeteil
eines Zentralbolzens greift, mittels welchem eine zur Läppmaschine gehörenden Läppscheibe
auf diesem Spindelendteil festgespannt ist. Bei diesem Zentralbolzen kann es sich
beispielsweise um jenen Bolzen handeln, der es in der Konstruktion nach der CH-PS
554.727 ermöglicht, der Läppscheiben-Arbeitsfläche eine schwache Konizität zu verleihen.
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Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist im Sinne der Lösung der oben
angegebenen Aufgabe gekennzeichnet durch: - einen axial nach oben ragenden Fortsatz
am Zentralbolzen, - ein an diesem Fortsatz drehfest angebrachtes Antriebszahnrad,
- ein Tragglied, das am Fortsatz gelagert und mit Mitteln zu seiner unbeweglichen
Abstützung an einem ruhenden Teil der Läppmaschine versehen ist, - ein an diesem
Tragglied in Abstand vom Fortsatz gelagertes und mit dem Antriebs zahnrad kämmendes
Zwischenrad, - eine am Fortsatz koaxial drehbar gelagerte, zusätzliche Läppscheibe,
an der koaxial ein verzahnter, mit dem Zwischenrad kämmender Ring befestigt ist,
und - eine am Fortsatz mit einer Vielzahl von Werkstückhalteausnehmungen gelagerte
sowie mit Mitteln zu ihrer eine Drehung verhindernden Abstützung an einem ruhenden
Maschinenteil versehene Scheibe.
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Weitere Besonderheiten und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der beiliegenden Zeichung. In dieser
zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt der in Arbeitslage-an einer Einscheiben-Flachläppmaschine
angebrachten Zusatzvorrichtung zum Rundläppen von zylindrischen Werkstücken, und
Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1, wobei in einem Abschnitt obere Teile weggebrochen
sind, sodass eine Scheibe mit Werkstücken sichtbar ist.
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Zur Einscheiben-Flachläppmaschine gehört eine Antriebsspindel 1,
auf deren oberem, im Durchmesser verminderten Endteil la ein Körper 2 einer Tragscheibe
sitzt. Dieser Endteil la hat ein Gewindeloch, in das der Gewindeteil 3a eines Spannbolzens
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eingreift; der konische Teil 3b dient zum Zentrieren einer Läppscheibe
4, die durch den Bolzenflansch 3c an den erhobenen Aussenrand der Tragscheibe 2
angedrückt wird. In der bestehenden Ausführung hat der Bolzen 3 einen die flache
Arbeitsfläche 4a nur wenig überragenden Fortsatz mit Vierkant zum Ansetzen eines
Schraubenspannschlüssels.
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Der gezeigte Ersatzzentralbolzen 3 mit dem langen Fortsatz 3d gehört,
ebenso wie die übrigen Teile, zur Zusatzvorrichtung.
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Auf dem oberen Teil des Fortsatz es 3d ist ein Tragglied 5 gelagert,
zu dem ein Stab 5a gehört, mittels welchem er an einem ruhenden Teil der Maschine
( in nicht gezeigter Weise) gegen Dre hung abgestützt ist; in diesem Tragglied 5
ist ein Drehzapfen 6 gelagert, auf dem ein grosses Zwischenzahnrad 7 und ein Kleines
Zwischenzahnrad 8 festsitzen.
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Auf dem Bolzenfortsatz 3d sitzt drehfest ein mit dem grossen Zwischenrad
7 kämmendes Zahnrad 9. Unter diesem ist auf dem Bolzenfortsatz 3d eine Buchse 10
drehbar gelagert, mit der oben drehfest eine mit dem kleinen Zwischenrad 8 kämmende
Zahnscheibe 11 verbunden ist.
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Eine zusätzliche Läppscheibe 12, die eine Vielzahl von Läppmitteleinfullöffnungen
13 besitzt, ist auf der Buchse 10 koaxial zum Bolzenfortsatz 3d drehbar gelagert..
An ihrer Oberseite ist mittels Schrauben 14 ein auch zum Bolzenfortsatz 3d koaxialer,
innenverzahnter Ring 15 befestigt, der mit dem grossen Zwischenrad 7 kämmt, wodurch
die Läppscheibe 12 gegenläufig zur Läppscheibe 4 und mit geringer Drehzahl durch
die Spindel 1 angetrieben wird. Durch Wahl von anders dimensionierten Zahnrädern
könnte eine andere, eventuell sogar erhöhte Drehzahl der Läppscheibe 12 erhalten
werden.
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Die Buchse 10 ist unten als Doppelexzenter ausgebildet indem auf
einem exzentrischen Bund lOa ein Exzenterring 16 drehverstellbar
angeordnet
ist, wodurch die Exzentrizität zwischen einem Maximalwert (= Summe der bieden Einzelexzentrizitäten)
und Null. verstellt werden kann. An diesem Doppelexzenter ist drehbar eine flache
Scheibe 17 gelagert, die eine Vielzahl von zu zugehörigen Radien gleichmässig unter
einem Winkel von z.B. 15° geneigten (vgl. rechte Hälfte der Fig. 2) Werkstückhalteausnehmungen
18 hat. Die in letzteren eingelegten, rurdzuläppenden Werkstücke sind mit 19 bezeichnet.
Die Scheibe 17 ist mit an ihrem Aussenrand angebrachten, nicht gezeigten Mitteln
versehen, die sie zur Verhinderung ihrer Drehung an einem ruhenden Maschinenteil
abstützen; diese Mittel können z.B. aus einem an der Scheibe befestigten, sich nach
einem Radius derselben erstreckenden Stab und einem am Maschinenteil anzubringenden
Gleitlager bestehen, in dem der Stab um das Ausmass der Exzentrizität des Doppelexzenters
10a, 16 hin und her gleiten kann. Da im Betrieb die Buchse 10 durch die Spindel
1 über den Bolzen 3 und den Getriebezug 9, 7, 8, 11 eine langsame Drehung erhält,
erteilt sie der Scheibe 17 mittels ihres Doppelexzenters 10a, 16 eine periodische
Hin- und Herbewegung in Richtung der Führung durch die eben erwähnten Mittel. Durch
diese Hin- und Herbewegung wird erreicht, dass die Werkstücke 19 während ihres Rundläppens
zwischen den mit verschieden grossen Drehzahlen gegenläufig drehenden Läppscheiben
4, 12 in Radialrichtung dieser letzteren hin und her bewegt werden.
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Der Innen- und der Aussendurchmesser der Arbeitsflächen der beiden
Läppscheiben 4 und 12 wird mit Vorteil so gewählt, dass die Werkstücke dank der
durch den Doppelexzenter herbeigeführten Hin- und Herbewegung wechselweise mit ihrem
inneren bzw. äusseren Endteil über diese Arbeitsflächen hinausragen.
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Die Werkstücke werden dann über ihrer ganzen Länge geläppt und die
Planheit der Läppscheibenarbeitsflächen bleibt länger erhalten.
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Die ideale Parallelität der Arbeitsfläche beider Läppscheiben kann
durch Verspannen des Läppscheibentellers 4, also
Lösen oder Anziehen
des Bolzens 3, erreicht werden. Wenn nach einer gewissen Gebrauchsdauer ein Abrichten
der Arbeitsflächen der.beiden Läppscheiben zu erfolgen hat, wird die Zusatzvorrichtung
von der Läppmaschine abgenommen und soweit demontiert, dass die zusätzliche Läppscheibe
12 frei wird und gewendet auf den Körper 2 aufgelegt werden kann. Das eigentliche
Abrichten erfolgt dann, für die eine und die andere der beiden Arbeitsflächen, mittels
der beim Flachläppen zur Verwendung gelangenden Abrichtringe und zugehörigen, einleitend
erwähnten Abstützmittel, und zwar möglicherweise im Zuge des Flachläppens. Wenn
in einer Werkstatt mehrere Flachläppmaschinen und Zusatzvorrichtungen zum Rundläppen
zur Verfügung stehen, ist es lediglich eine Frage der Organisation, die Läppscheiben
in einem geeigneten Turnus für das Flachläppentabrlchten und Rundläppen einzusetzen.
Es können natürlich auch Hilfsmaschinen zum Einsatz gelangen, auf denen lediglich
das Abrichten erfolgt.
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Die dargestellte und beschriebene Vorrichtung ist als lösbar an einer
Flachläppmaschine angebrachte Zusatzvorrichtung ausgebildet. Falls der Fortsatz
3d bleibend an der Antriebsspindel befestigt wäre, so würde es sich um eine bleibend
an der Maschine vorhandene Vorrichtung zum Rundläppen handeln.
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L e e r s e i t e