DE2620980C2 - - Google Patents
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- Electrodes Of Semiconductors (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gunn-Effekt-Halbleiterbauelement
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 vorausgesetzten
Art.
Gunn-Effekt-Halbleiterbauelemente, wie z. B. Gunn-
Dioden, sind Halbleiteranordnungen, die in den jüngsten
Jahren für verschiedene Anwendungsfälle als Ultrakurzwellengeneratoren
verwendet worden sind. Sie enthalten
eine Schicht aus n-Halbleitermaterial mit einer
geeigneten Energiebandstruktur, welches Material im folgenden
als "aktives Material" bezeichnet wird, und zwei Elektroden,
die Anode und die Kathode, die am aktiven Material
zwecks Anlegens eines starken elektrischen Feldes an das
aktive Material unter negativer Vorspannung der Kathode
angebracht sind. Diese Halbleiterbauelemente arbeiten mit
dem Gunn-Effekt, durch den der Zustand einiger freier Elektronen
im aktiven Material von einem Leitungsbandbereich
niedriger Energie und hoher Beweglichkeit durch das
Anlegen eines hohen elektrischen Feldes, das gleich einem
oder größer als ein Schwellenniveau ist, in eine oder
mehrere Leitungsbandbereiche hoher Energie und niedriger
Beweglichkeit überführt wird. Es ergeben sich dabei elektrische
Stromschwingungen im aktiven Material, und diese
lassen sich in elektromagnetische Ultrakurzwellen in einem
herkömmlichen Ultrakurzwellenhohlraum umwandeln.
Beispiele von Gunn-Effekt-Halbleiterbauelementen sind in
den GB-PS 12 05 211, 12 86 674 und 13 54 511 beschrieben.
In der zuletzt erwähnten Patentschrift sind auch einige
Vorteile deren Herstellung aus einem Indiumphosphid
als einen Hauptbestandteil enthaltenden Halbleitermaterial
erörtert.
Der Umwandlungswirkungsgrad von Gleichstrom zu Ultrakurzwellenenergie
durch ein Gunn-Effekt-Halbleiterbauelement
ist ein sehr wesentlicher Parameter, und es ist häufig
erwünscht, daß dieser Wirkungsgrad so hoch wie möglich ist.
Wenn das Halbleiterbauelement beispielsweise als Radarsenderenergiequelle
zu verwenden ist, die von einer Energiequelle
begrenzter Leistung gespeist wird, läßt sich, wenn
sein Wirkungsgrad möglichst hoch getrieben wird, auch die
Stärke des gesendeten Signals auf einen Höchstwert bringen.
Ungünstigerweise bleiben die praktisch erreichten
Wirkungsgrade bisheriger Gunn-Effekt-Halbleiterbauelemente
hinter ihren theoretisch möglichen Grenzen insbesondere
bei hohen Betriebsfrequenzen (der Größenordnung von
10 GHz oder mehr) zurück.
Aus der US-PS 37 40 666 ist ein Gunn-Effekt-Halbleiterbauelement
der eingangs vorausgesetzten Art bekannt, das
an der Kathode einen die Ladungsträgerinjektion begrenzenden
Schottky-Kontakt aufweist und bei dem mittels eines äußeren
Schaltkreises die Bildung von Gunn-Domänen unterdrückt wird,
um den Wirkungsgrad der Schwingungserzeugung zu erhöhen.
Andererseits ist aus der DE-OS 20 00 676 ein elektronisch
einstellbares Ge- oder Si-Halbleiterbauelement zum Erzeugen
oder Verstärken elektrischer Schwingungen bekannt, das
mindestens eine zwischen zwei ohm′schen Kontakten
liegende dünne Schicht mit niedrigerer Leitfähigkeit und
eine dicke Schicht mit höherer Leitfähigkeit
enthält, wobei der Dotierungskonzentrationsunterschied
zwischen diesen Schichten kleiner als
ist, wobei E av die Feldstärke beim Eintreten
von Lawinenvervielfachung, v die Sättigungsgeschwindigkeit
der Majoritätsladungsträger, q die Elektronenladung und
ε r die dielektrische Konstante des Halbleitermaterials
darstellt. Dabei besteht die Kathode aus einer ersten, an
aktive Material angrenzenden Zone aus n⁺-Halbleitermaterial
mit einer höheren Dotierungskonzentration als
der des aktiven Materials und einer zweiten, einen hochohmigen
elektrischen Kontakt an der ersten Zone ergebenden
Zone, und die zweite Zone enthält einen an die erste
Zone angrenzenden Halbleiterbereich und einen äußeren
Metallbereich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Gunn-Effekt-Halbleiterbauelement der eingangs vorausgesetzten
Art zu entwickeln, mit dem höhere Wirkungsgrade der
Ultrakurzwellenerzeugung in einem erweiterten Temperaturbereich
erzielt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Das Gunn-Effekt-Halbleiterbauelement ermöglicht einen
Wirkungsgrad der Ultrakurzwellenerzeugung von 15-20%
im Temperaturbereich von -50 bis +150°C.
Das aktive Halbleitermaterial kann irgendein n-Halbleitermaterial,
das den Gunn-Effekt zeigt, z. B. Indiumphosphid,
Galliumarsenid oder Indium-Arsenid-Phosphid
sein und in der Form einer epitaktischen Schicht vorliegen.
Die zweite Schicht des Kathodenaufbaus kann den hochohmigen
elektrischen Kontakt an dessen erster Schicht ergeben,
indem sie einen oder mehrere Bereiche aus hochohmigem Material
enthält, indem sie eine elektrische Sperrschicht mit
der erstem Schicht bildet, indem sie in ihrem Inneren eine
oder mehrere elektrische Sperrschichten enthält oder
indem von einer Kombination dieser Varianten Gebrauch gemacht
wird. Verschiedene Ausführungsarten, nach denen
sich die zweite Schicht erzeugen läßt, werden weiter unten
beschrieben.
Die anscheinenden Gründe, weshalb der erwähnte
Wirkungsgrad verbessert wird, werden ebenfalls noch erläutert.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispiele näher erläutert; darin
zeigen
Fig. 1 und 2 (nicht maßstäbliche) Querschnittsansichten
von Gunn-Effekt-Halbleiterbauelementen,
und zwar Fig. 1 ein bekanntes
Bauelement und Fig. 2 ein Bauelement gemäß
Ausführungsbeispielen der Erfindung; und
Fig. 3 bis 6 (nicht maßstäbliche) Diagramme zur Veranschaulichung
des Betriebes der in
Fig. 1 und 2 dargestellten Bauelemente.
Gemäß dem bekannten Bauelement nach Fig. 1 ist eine
Schicht 2 aus n-leitende aktivem Halbleitermaterial epitaktisch auf einer n⁺-Anodenunterlage
3 abgeschieden. Eine n⁺-Kathodenschicht 1 mit einer Dicke
von mehreren µm ist epitaktisch auf der Schicht 2
abgeschieden. Die Schichten 1 und 2 und die Unterlage 3
haben angenäherte Dotierungskonzentrationen von 10¹⁷ cm-3
bzw. 10¹⁵ cm-3 bzw. 10¹⁷ cm-3. Ohmsche Metallkontakte
4, 5 sind auf der n⁺-Schicht 1 bzw. der Anodenunterlage 3
abgeschieden.
Wenn man zwischen den ohmschen Kontakten 4, 5 und
damit über die aktive Schicht 2 ein im Vergleich mit
einem Schwellenwert gleiches oder stärkeres elektrisches
Feld anlegt, treten durch den oben erwähnten
Gunn-Effekt Stromschwingungen in der aktiven Schicht
2 auf.
In dem das Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulichenden, in Fig. 2
dargestellten Bauelemente sind die aktive n-Schicht 2, die
n⁺-Anodenunterlage 3 und der ohmsche Kontakt 5 sämtlich
grundsätzlich die gleichen wie bei dem bekannten Bauelement.
Die aktive Schicht 2 hat eine Dicke unter 15 µm
(typisch 2 bis 10 µm) und eine Dotierungskonzentration von
etwa 10¹⁵ cm-3 und kann beispielsweise aus InP, InP x As1-x ,
wobei 1<x<0,75 ist, oder GaAs gebildet sein. Die
Anodenunterlage 3, die eine Dotierungskonzentration von
etwa 10¹⁷ cm-3 aufweist, kann aus dem gleichen Halbleitermaterial
wie die aktive Schicht 2 hergestellt sein.
Die mit 11 bezeichnete Kathode des in Fig. 2 dargestellten
Bauelements unterscheidet sich jedoch von der Kathode
1 nach Fig. 1. Eine n⁺-Schicht 10 aus
dem gleichen Halbleitermaterial wie dem der aktiven
Schicht 2, ist epitaktisch auf der Schicht 2 abgeschieden.
Die n⁺-Schicht 10 hat eine Dicke unter 2 µm und
eine Dotierungskonzentration von 10¹⁶ bis 10¹⁷ cm-3. Ein
hochohmiger Kontakt 9 an der n⁺-Schicht 10 ist auf dieser
nach einer der folgenden Verfahrensweisen ausge
bildet:
- (a) eine, vorzugsweise epitaktische, n-Halbleiterschicht mit einer Dicke unter 4,0 µm (typisch 1 µm) und einer im Vergleich mit der aktiven Schicht 2 viel geringeren Donatorkonzentration (typisch 10¹⁴ cm-3) wird auf der Schicht 10 gebildet, und man erzeugt auf der n-Schicht einen niederohmigen Kontakt beispielsweise durch Aufdampfen und anschließendes Erhitzen eines Metalls, wie z. B. Silbers mit einem Donatordotiermetall, wie z. B. Zinn, oder durch epitaktisches Wachstum einer n⁺-Schicht auf der n-Schicht und anschließendes Aufdampfen eines einen niederohmigen äußeren Kontakt bildenden Metalls auf diese n⁺-Schicht.
- (b) Eine n-Halbleiterschicht mit einer Dicke unter 4,0 µm (typisch 0,5 µm) und irgendeiner Donatorkonzentration (jedoch typisch 10¹⁵ cm-3) bildet man auf der n⁺-Schicht 10 aus, und auf der n-Schicht wird eine Schicht aus einem Metall abgeschieden, das direkt oder im (nach der Abscheidung) wärmebehandelten Zustand eine Schottky- Sperrgrenzfläche oder Schottky-sperrähnliche Grenzfläche mit der n-Schicht bildet. Beispielsweise entsteht, wenn das Metall Titan oder Chrom ist, eine solche Grenzfläche unmittelbar beim Abscheiden. Falls das Metall Silber, Gold oder Nickel ist, benötigt man die zusätzliche Wärmebehandlung zur Erzeugung der Grenzfläche. Silber wird vorzugsweise auf 420°C erhitzt und bei dieser Temperatur etwa 1 min in einer inerten Atmosphäre gehalten.
- (c) Eine p-Halbleiterschicht irgendeiner Akzeptorkonzentration, jedoch typisch 10¹⁵ cm-3, und einer Dicke unter 4 µm, typisch 0,5 µm, wird auf der n⁺-Schicht 10 ausgebildet, man bringt eine äußere n⁺-Schicht auf der p-Schicht an und dampft auf die äußere n⁺-Schicht ein einen niederohmigen äußeren Kontakt bildendes Metall auf.
- (d) Eine p⁺-Schicht einer typischen Dicke von 0,5 µm wird auf der n⁺-Schicht 10 abgeschieden, und anschließend wird ein einen niederohmigen äußeren Kontakt bildendes Metall durch Aufdampfen auf der p⁺-Schicht abgeschieden.
- (e) Eine (typisch 0,5 µm dicke) p- oder n-Halbleiterschicht wird auf der n⁺-Schicht 10 abgeschieden, und man dampft einen Metallfilm, z. B. Silber, auf die p- oder n-Schicht auf. Der Metallfilm wird zwecks Erzeugung einer hochohmigen Zone, die in einem Teil oder in der gesamten p- oder n-Schicht auszubilden ist, wärmebehandelt. Diese Zone kann durch Diffusion vom Metallfilm aus geschaffen werden.
- (f) Eine p- oder n-Halbleiterschicht irgendeiner Dotierkonzentration (jedoch typisch 10¹⁵ cm-3) und einer typischen Dicke von 0,5 µm wird auf der n⁺-Schicht 10 ausgebildet und durch Beschuß mit Hochenergieionen, wie beispielsweise Protonen, in bekannter Weise durch einen Teil ihrer Dicke oder ihre Gesamtdicke in eine hochohmige Form umgewandelt. Ein Metallfilm, wie z. B. Silber oder Nickel, der anschließend wärmebehandelt werden kann, wird auf die p- oder n-Schicht aufgedampft.
- (g) Eine n-Halbleiterschicht mit einer Dicke unter 4,0 µm (typisch 0,5 µm) und irgendeiner Donatorkonzentration (jedoch typisch 10¹⁵ cm-3) wird auf der n⁺- Schicht 10 ausgebildet, eine dünne Isolierschicht, wie z. B. Al₂O₃, angenähert 10 nm dick, wird auf der n-Schicht abgeschieden, und es wird eine äußere Metallschicht auf die Isolierschicht aufgebracht.
Das in Fig. 2 dargestellte Bauelement schwingt durch
den Gunn-Effekt, zeigt jedoch im Ver
gleich mit dem in Fig. 1 dargestellten bekannten Bauelement
einen verbesserten Wirkungsgrad. Die anscheinende Begründung
für diese Verbesserung soll nun erläutert werden.
Fig. 3 ist ein Diagramm, in dem die Donatorkonzentration
gegen die Entfernung senkrecht zu den Schichten 1
und 2 durch das bekannte Bauelement nach Fig. 1 aufgetragen
ist. Wie oben erwähnt, haben sowohl die n⁺-Kathodenschicht
1 als auch die n⁺-Anodenunterlage 3 eine hohe Donatorkonzentration
(äquivalent einer hohen Leitfähigkeit), und
die aktive Schicht 2 hat eine niedrige Donatorkonzentration.
Die Kontakte 4 und 5 sind beide hochgradig leitend.
Fig. 4 ist ein Diagramm, in dem die elektrische
Feldstärke gegen die genannte Entfernung in zwei Augenblicken
während des Schwingungszyklus eines Bauelements mit
dem in Fig. 3 gezeigten Donatorkonzentrationsprofil aufgetragen
ist. Die an den Kontakten 4, 5, der Schicht 1
und der Unterlage 3 auftretenden elektrischen Feldstärken
sind unbedeutend. Der größte Anteil des angelegten Feldes
tritt über die aktive Schicht 2 auf.
Das Bauelement macht Übergänge von einem Zustand starken
Stroms und niedriger Spannung zu einem anderen Zustand
höherer Spannung und schwächeren Stroms in der üblichen
Weise durch den Gunn-Effekt durch. In
dem durch die Kurve 13 in Fig. 4 veranschaulichten Zustand
niedriger Spannung und starken Stromes ist die elektrische
Feldstärke über die ganze aktive Schicht 2 hinweg nahe dem
Gunn-Effekt-Schwellenwert E T des
Bauelements. Jedoch ist in dem durch die Kurve 15 in Fig. 4
veranschaulichten Zustand höherer Spannung und schwächeren
Stromes die Feldverteilung sehr ungleichmäßig: Nahe
der Kathodenschicht 1 zeigt die aktive Schicht 2 ein
viel geringeres Feld als E T , während die aktive Schicht 2
nahe der Anodenunterlage 3 ein Feld aufweist, das viel
stärker als E T ist. Als Ergebnis ist die
Spannung viel geringer, als man sie erhalten würde, wenn
das Feld durch die aktive Schicht 2 hindurch hoch wäre,
und diese Verminderung führt zu einem niedrigen Wirkungs
grad.
Der vorwiegende Grund der ungleichmäßigen Feldverteilung,
bei der Teile des Bauelements Felder nahe E T
(Kurve 15) aufweisen, und damit Grund des niedrigen Wirkungsgrades
ist die ohmsche Art der Kathode, die die
Schicht 1 und den Überzug 4 umfaßt, wodurch eine Injektion
von Elektronen in die aktive Schicht 2 mit einer niedrigen
kinetischen Energie (angenähert gleich ihrer thermischen
Energie in der n⁺-Kathodenschicht 1) hervorgerufen
wird.
Fig. 5 ist ein Diagramm, in dem die Donatorkonzentration
für eine Ausführungsart des in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiels der Erfindung gegen die Entfernung senkrecht
zur n⁺-Schicht 10 aufgetragen ist, und Fig. 6 ist ein
entsprechendes Diagramm, in dem die elektrische Feldstärke
gegen die Entfernung in zwei Zeitpunkten während des
Schwingungszyklus aufgetragen ist. Die Ausführungsart
des Bauelements, deren Verhalten dargestellt ist, ist die
eine oben beschriebene Ausführungsart (a), bei der die
Kathode eine n-Halbleiterschicht mit einer niedrigen
Donatorkonzentration auf der n⁺-Schicht 10 und einen
niederohmigen Kontakt an der n-Schicht aufweist.
In Fig. 5 ist die Donatorkonzentration in der n⁺-
Schicht 10 und in der n⁺-Anodenunterlage 3 hoch, in der
aktiven Schicht 2 niedriger und in der auf der Schicht 10
ausgebildeten n-Schicht noch niedriger. Der niederohmige
Kontakt an der n-Schicht der Kathode 11 und der Kontakt
5 zeigen beide eine hohe Leitfähigkeit.
In Fig. 6 sind die Feldverteilungen in zwei Augenblicken
während des Schwingungszyklus dargestellt: Eine
Kurve 17 veranschaulicht den Zustand niedriger Spannung
und starken Stromes des Bauelements, und eine Kurve 19
veranschaulicht den Zustand höherer Spannung und schwächeren
Stromes. In beiden Fällen wird ein Bereich starken
Feldes in dem hochohmigen Kontakt 9 nahe der n⁺-Schicht 10
erzeugt, und ein starker Abfall des Feldes tritt durch die
n⁺-Schicht 10 auf. Im Gegensatz zum bekannten Bauelement
erstreckt sich ein Bereich starken elektrischen Feldes
durch die aktive Schicht 2, wobei der größte Teil der
aktiven Schicht 2 Felder weit über E T aufweist. Folglich
läßt sich eine Verbesserung des Bauelementwirkungsgrades
erzielen.
Obwohl die Feldverteilungen in der Kathode 11 von
den in Fig. 6 dargestellten je nach dem jeweils variierten
Aufbau der Kathode 11 gemäß den der obigen Beschreibung
entsprechenden alternativen Formen des Bauelements nach
Fig. 2 abweichen können, zeigen sie nichtsdestoweniger
die gemeinsamen Merkmale eines Bereichs starken Feldes
nahe der n⁺-Schicht 10 im Kontakt 9, einen raschen Abfall
des Feldes durch die n⁺-Schicht 10 und einen Bereich
starken elektrischen Feldes, der sich durch die aktive
Schicht 2 erstreckt. Der Hochwiderstandsbereich bewirkt
die Injektion "heißer" Elektronen in die aktive Schicht 2
mit hoher kinetischer Energie, und der Bereich mit niedrigerem
Feld in der n⁺-Schicht 10 ist zum Erreichen der
korrekten Feldverteilung über die aktive Schicht 2 erforderlich.
Die Kathode 11 kann zusätzlich einen Strombegrenzungseffekt
haben, der ein Schwingen der elektrischen Feldstärke
im hochohmigen Kontakt 9 mit dem Strom durch das Bauelement hervorruft,
und diese Feldschwingung kann auch zum Erreichen
eines Hochfeldbereichs durch die aktive Schicht 2 verantwortlich
sein.
Es wurde experimentell gefunden, daß Gunn-Effekt-
Halbleiterbauelemente, die mit Indium
phosphid-Aktivmaterial erzeugt waren und bei denen der
hochohmige Kontakt 9 durch epitaktisches Wachstum einer
Schicht niedrig dotierten Indiumphoshids von etwa 0,5 µm
Dicke auf der n⁺-Schicht 10 und anschließendes Aufdampfen
von Silber auf die Oberfläche und Erhitzen des Silbers
bei 420°C während 1 min hergestellt wurde, Wirkungsgrade
von etwa 15 bis 20% bei Frequenzen von 12 bis
17 GHz lieferten. Bekannte Indiumphosphid-Bauelemente
würden typisch Wirkungsgrade von nur 5% bei diesen
Frequenzen aufweisen. Weiter wurde festgestellt, daß sich
diese hohen Wirkungsgrade über einen weiten Temperaturbereich
erzielen lassen. Beispielsweise ergaben die beschriebenen
Bauelemente, deren Wirkungsgrade vorstehend
angegeben sind, einen Wirkungsgrad über 15%
im gesamten Bereich von -50°C bis 150°C.
Ein anderer Vorteil der beschriebenen
Kathode 11 ist, daß sie einen Strom in der aktiven Schicht
2 ergibt, der viel (typisch um einen Faktor von 3) kleiner
als der durch die Kathode des in Fig. 1 dargestellten
Bauelements erhaltene ist. Folglich ist es leichter, das
in Fig. 2 dargestellte Bauelement zu
kühlen.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Kathode
11 eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädigung
bietet, wenn eine untunlich hohe Vorspannung angelegt
wird.
Vorzugsweise sind, wenn das in Fig. 2 dargestellte
Bauelement im Betrieb ist, die Arbeitsfelder nicht ausreichend,
um ein merkliches Ausmaß von Elektronen-Leer
stellen-Paarerzeugung durch Lawinenbeschuß hervorzurufen,
so daß Leerstellen nicht merklich zum Betrieb des
Bauelements beitragen.
Vorzugsweise hat die in dem in Fig. 2 dargestellten
Bauelement vorgesehene n⁺-Schicht 10 eine Dicke unter 0,3
µm und ein Dicken-Donatorkonzentrations-Produkt von
<3×10¹⁰ cm-2, um zu verhindern, daß die Schicht 10
als ohmscher Kontakt wirkt. Die Dicke kann jedoch auch
im Bereich von 0,3 bis 2 µm liegen, ohne daß die n⁺-
Schicht 10 wie ein ohmscher Kontakt wirkt, vorausgesetzt,
daß das Dicken-Durchschnittsdonatorkonzentrations-Produkt
der n⁺-Schicht 10 kleiner als etwa 3×10¹² cm-2 ist.
Die n⁺-Schicht 10 braucht kein gleichmäßiges Dotierprofil,
wie es durch Fig. 5 angedeutet ist, zu haben. Das
Profil kann beispielsweise auch die Form eines dreieckigen
Zackens aufweisen.
Die Halbleiterschichten des in Fig. 2 veranschaulichten
Bauelements kann man durch Dampfphasenepitaxie
aufwachsen lassen, und die Donatorkonzentrationen lassen
sich in bekannter Weise durch Einstellung der Dampfphasenkonzentrationen
während des Wachstums oder durch
Zusetzen gesteuerter Dotiermittel während des Wachstums
steuern.
Zum Einkapseln des in Fig. 2 dargestellten Bauelements,
zum Anlegen elektrischer Felder an das Bauelement und
zur Ableitung der Ultrakurzwellenschwingungen von dem
Bauelement geeignete Einrichtungen sind in der GB-PS
13 86 967 beschrieben.
Claims (11)
1. Gunn-Effekt-Halbleiterbauelement mit einer Schicht aus
n-leitenden aktivem Halbleitermaterial, das den Gunn-Effekt
zeigt, durch den Elektronen von Zuständen hoher Beweglichkeit
in Zustände niedriger Beweglichkeit mittels Anlegung
eines über einem bestimmten Schwellenwert liegenden
elektrischen Feldes überführt werden,
mit einem an der Schicht aus aktivem Halbleitermaterial angebrachten Anodenaufbau und
mit einem an der Schicht aus aktivem Halbleitermaterial angebrachten Kathodenaufbau,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
die Schicht (2) aus aktivem Halbleitermaterial ist unter 15 µm dick,
der Kathodenaufbau besteht aus
einer ersten, an die Schicht (2) aus aktivem Halbleitermaterial angrenzenden n⁺-Schicht (10) aus dem diesem gleichen, jedoch höher dotierten Halbleitermaterial mit einer Dicke unter 2 µm, einer Dotierungs-Konzentration von 10¹⁶ bis 10¹⁷ cm-3 und einem Dotierungskonzentrations-Dicke- Produkt im Bereich von 3 · 10¹⁰ bis 3 · 10¹² cm-2, und
einer daran angrenzenden zweiten Schicht (9), die ihrerseits aus einer an die n⁺-Schicht grenzenden, weniger als 4 µm dicken Schicht aus dem gleichen Halbleitermaterial wie dem Halbleitermaterial der aktiven Schicht (2) und aus einer äußeren Metallschicht besteht, wobei die zweite Schicht (9) so beschaffen ist, daß ein hochohmiger elektrischer Kontakt an der n⁺-Schicht entsteht.
mit einem an der Schicht aus aktivem Halbleitermaterial angebrachten Anodenaufbau und
mit einem an der Schicht aus aktivem Halbleitermaterial angebrachten Kathodenaufbau,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
die Schicht (2) aus aktivem Halbleitermaterial ist unter 15 µm dick,
der Kathodenaufbau besteht aus
einer ersten, an die Schicht (2) aus aktivem Halbleitermaterial angrenzenden n⁺-Schicht (10) aus dem diesem gleichen, jedoch höher dotierten Halbleitermaterial mit einer Dicke unter 2 µm, einer Dotierungs-Konzentration von 10¹⁶ bis 10¹⁷ cm-3 und einem Dotierungskonzentrations-Dicke- Produkt im Bereich von 3 · 10¹⁰ bis 3 · 10¹² cm-2, und
einer daran angrenzenden zweiten Schicht (9), die ihrerseits aus einer an die n⁺-Schicht grenzenden, weniger als 4 µm dicken Schicht aus dem gleichen Halbleitermaterial wie dem Halbleitermaterial der aktiven Schicht (2) und aus einer äußeren Metallschicht besteht, wobei die zweite Schicht (9) so beschaffen ist, daß ein hochohmiger elektrischer Kontakt an der n⁺-Schicht entsteht.
2. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die n⁺-Schicht (10) unter 0,3 µm dick ist.
3. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die an die n⁺-Schicht (10) grenzende Schicht der zweiten Schicht (9) etwa 1 µm oder weniger
dick ist.
4. Bauelement nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die n⁺-Schicht (10) eine Durchschnittsdicke von
angenähert 0,33 µm aufweist.
5. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallschicht der zweiten Schicht (9) zur Bildung einer hochohmigen
Schicht in der Halbleiterschicht der zweiten Schicht (9) wärmebehandelt
ist.
6. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallschicht derart beschaffen ist, daß eine Schottky-Sperr-
oder Schottky-sperrähnliche Grenzfläche zwischen der Metallschicht
und der Halbleiterschicht der zweiten Schicht (9) existiert.
7. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbleiterschicht der zweiten Schicht (9) eine an die
erste Schicht (10) angrenzende p-Schicht enthält.
8. Bauelement nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbleiterschicht der zweiten Schicht (9) auch eine
an die Metallschicht angrenzende n⁺-Schicht enthält.
9. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbleiterschicht der zweiten Schicht (9) einen durch
Ionenbeschuß erhöhten Widerstand aufweist.
10. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Schicht (9) zusätzlich eine Isolierschicht zwischen der
Halbleiterschicht und der Metallschicht enthält.
11. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbleiterschicht der zweiten Schicht (9) eine
niedrige Dotierungskonzentration als die Schicht (2)
aus aktivem Halbleitermaterial aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
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| GB20218/75A GB1529853A (en) | 1975-05-13 | 1975-05-13 | Transferred electron devices |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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| D2 | Grant after examination | ||
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