DE2623601C2 - Dichtes, gleichmäßig geschichtetes, aus pflanzlichen Proteinen bestehendes fleischähnliches Produkt und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Dichtes, gleichmäßig geschichtetes, aus pflanzlichen Proteinen bestehendes fleischähnliches Produkt und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
- Publication number
- DE2623601C2 DE2623601C2 DE2623601A DE2623601A DE2623601C2 DE 2623601 C2 DE2623601 C2 DE 2623601C2 DE 2623601 A DE2623601 A DE 2623601A DE 2623601 A DE2623601 A DE 2623601A DE 2623601 C2 DE2623601 C2 DE 2623601C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- product
- extruder
- meat
- mixture
- water
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23J—PROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
- A23J3/00—Working-up of proteins for foodstuffs
- A23J3/22—Working-up of proteins for foodstuffs by texturising
- A23J3/26—Working-up of proteins for foodstuffs by texturising using extrusion or expansion
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23J—PROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
- A23J3/00—Working-up of proteins for foodstuffs
- A23J3/22—Working-up of proteins for foodstuffs by texturising
- A23J3/225—Texturised simulated foods with high protein content
- A23J3/227—Meat-like textured foods
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S426/00—Food or edible material: processes, compositions, and products
- Y10S426/802—Simulated animal flesh
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Nutrition Science (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines fleischähnlichen Produktes aus
einer pflanzliches Protein und Feuchtigkeit enthaltenden Masse, die erhitzt und solange gerührt wird, bis eine
heiße, fließfähige und im wesentlichen unorientierte Masse entsteht, die letztlich durch einen Extruder
bewegt wird.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich ein Produkt mit einer geschichteten fleischähnlichen Struktur
herstellen, bei dem das Ausmaß des unmittelbar nach dem Extrudieren stattfindenden Aufblähens des Produktes
möglichst gering ausfällt.
Verfahren zur Extrusion von pflanzlichen Proteinen in Kochextrudern sind beispielsweise in den US-PS
30 47 395, 31 42 571, 34 88 770 und 38 70 805 beschrieben.
Obwohl diese Extrusionsverfahren einen gewissen Erfolg aufweisen konnten, so weisen doch die
Fleischersatzprodukte, die nach diesen Verfahren erzeugt werden, Eigenschaften auf, welche ihre
Verwendbarkeit, besonders als vollwertiger Fleischersatz, maßgeblich einschränken. Einer der größten
Nachteile gegenüber diesen bisher bekannten Produkten ist ihre aufgeblähte, zellulare, schwammige Struktur.
Da die meisten dieser Fleisch-Streckprodukte unter hohem Druck und bei hoher Temperatur in den
Extrusionskochern hergestellt werden, ist das erhaltene Produkt ein deformiertes, beliebig orientiertes Fleisch-Streckmittel,
welches nach der Rehydratisierung eine gummiartige Struktur deformierter Schichten aufweist,
dem aber das Aussehen, das Empfinden im Mund und die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten von Fleisch
fehlen. Diese Eigenschaften haben in den meisten Fällen die Verwendung dieser Produkte auf die Rolle eines
Fleisch-Streckmittels in Hackfleischprodukten beschränkt. Dazu kommt, daß das damit gestreckte Fleisch
unannehmbar schwammig wird, ein unappetitliches Aussehen hat und ein unappetitliches Gefühl im Mund
erzeugt, wenn zuviel dieser aus pflanzlichen Proteinen hergestellten Produkte diesen Hackfleischprodukten
zugesetzt wird.
Aus der DE-OS 23 49 566 ist die Herstellung eines fleischähnlichen Produktes aus pflanzlichem Protein
bekannt, wobei man einen Teig aus pflanzlichem Protein mit einer Feuchtigkeit von 20 bis 65% durch eine Zone
führt, in der er unter Druck, beispielsweise unter 7 kg/cm2, auf eine Temperatur von 121 bis 163°Cerhitzt,
gereckt und ausgezogen wird, um ein faserige Beschaffenheit in Schichten zur beheizten Oberfläche
des verwendeten Extruders zu bilden und zu fixieren. Der Teig wird schließlich unter Aufrechterhaltung des
Fasergefüges bei einem Druckabfall, beispielsweise von
unter 7 kg/cm2, extrudieit, so daß ein Produkt mit einer
Dichte von beispielsweise 0,6 g/cm3 erzielt wird. Bei
ίο diesem Verfahren wird aber, gemäß einem ausdrücklichen
Hinweis in der Beschreibung (Seite 8, Absatz 1), nicht durch Düsen extrudiert, wodurch sich nur eine
schlechte Faserstruktur ausbilden kann.
Wegen der defomierten zellulären Struktur der
Wegen der defomierten zellulären Struktur der
meisten bisher erhältlichen extrudierten Produkte entsprach es der gängigen Praxis, diese Produkte zu
zerhacken, statt sie als vollwertige Fleischersatzprodukte in Form von Fleischklößchen und ähnlichen
Erzeugnissen zu verwenden. Annehmbare Fleischklöß-
chen-Produkte wären für die Verwendung in Eintopfgerichten, Sukiyaki und ähnlichem besonders geeignet,
während die bisher erhältlichen, gehackten, aus pflanzlichen Proteinen hergestellten Produkte für die
Verwendung in diesen Nahrungsmitteln wenig oder
überhaupt nicht geeignet sind. Demgegenüber fordert der Verbraucher, daß ein fleischklößchengroßes, aus
pflanzlichen Proteinen hergestelltes fleischähnliches Produkt eine Textur aufweist, die dem richtigen Fleiches
sehr ähnlich ist, da derartige Fleischklößchen nicht wie
im Fall von Fleisch-Streckprodukten mit wirklichem Fleisch gemischt werden, weshalb deren nachteilige
Eigenschaften ausgeprägter und leichter feststellbar werden.
Es sind noch andere Verfahren zur Herstellung von aus pflanzlichen Proteinen bestehenden fleischähnlichen
Produkten vorgeschlagen worden, die auch ihrerseits mit zahlreichen ungelösten Problemen behaftet
sind. Es sind z. B. Spinn-Verfahren im Gebrauch, bei denen sehr dünne Stränge oder Filamente aus isoliertem
Protein mittels einer Spinndüse hergestellt werden, worauf diese Filamente gestreckt, mit Fett, Eiproteinen
und Cerealien-Bindemitteln imprägniert, gefärbt, aromatisiert und unter Druck miteinander verbunden
werden, um ein vollwertiges fleischähnliches Produkt zu erhalten. Obwohl derartige gesponnene Produkte im
allgemeinen konventionellen extrudierten Fleisch-Streckmitteln als fleischähnliche Produkte überlegen
sind, so werden durch die hohen Kosten und die Komplexität dieser Verfahren die hauptsächlichen
Vorteile wieder zunichte gemacht, nämlich die Verwendung
der preislich günstigen Pflanzenproteinen anstelle des teureren Fleisches.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Herstellen eines fleischähnlichen
Produktes aus pflanzlichen Proteinen durch Extrusion zu schaffen, durch die eine bessere Schichtung des
erhaltenen fleischähnlichen Produkts erzielt wird.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß zwischen der Düsenendplatte des Extruders und dem Extrudergehäu-
se ein langgestrecktes rohrförmiges Verlängerungsstück
vorgesehen ist, wobei im Verlängerungsstück zentral an der Innenseite der Düsenendplatte zwischen
den Düsenöffnungen ein Körper in Form einer Granate angeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es, ein fleischähnliches Produkt zu niedrigen Kosten durch
Extrusion zu erhalten, das relativ kostengünstig ohne Verwendung von Spinndüsen oder anderen komplexen
Einrichtungen und Verfahren, und ohne Verwendung relativ teurer Zusätze produziert werden kann.
Der granatförmige Körper in dem rohrförmigen Verlängerungsstück bewirkt die Ausbildung von Schichten,
bevor das Produkt aus dem Extruder-Mundstück austritt Während der Verarbeitung wird die Mischung
im Schneckengehäuse Verschiebekräften in axialer und transversaler Richtung in bezug auf die Zylinderachse
ausgesetzt, um das Protein zu kneten und auseinanderzuziehen, worauf die Mischung in dem rohrförmigen
Verlängerungsstück vorwiegend axial wirkenden Kräften ausgesetzt wird, die die Ausbildung einer geschichteten,
dichten fleischähnlicher. Struktur des fleischähnlichen Produktes unterstützen; zudem werden im
Endstück des Schneckengehäuses und in dessen Verlängerung derartige Temperatur- und Druckbedingungen
eingehalten, daß das Produkt relativ dicht, ohne Aufblähung und mit nur geringer sichtbarer Freisetzung
von Dampf austritt.
In einer speziellen Ausbildung der vorliegenden Erfindung ist ein erster Extruder zum Aufheizen,
Denaturieren und gründlichen Mischen des Pflanzen-Protein-Wassergemisches
ohne wesentliche Texturierung oder Orientierung und anschließend ein zweiter entsprechend ausgebildeter Extruder vorgesehen, um
das vorbehandelte unorientierte Proteingemisch aufzunehmen und es in ein dichtes, geschichtetes, nicht
deformiertes fleischähnlichens Produkt gemäß der vorliegenden Erfindung überzuführen. Der zweite
Extruder weist ein verlängertes Kopfstück auf, welches die Ausbildung einer geschichteten fleischartigen
Struktur des fleischähnlichen Produktes unterstützt. Die Betriebsbedingungen in diesem zweiten Extruder
wurden derart gewählt, daß das erhaltene Endprodukt relativ dicht ist und sich nach dem Austritt nicht
aufbläht
Die Zeichnungen und Photographien stellen folgendes dar
F i g. 1 ist eine Seitenansicht eines Doppel-Extruders, der zur Produktion des fleischähnlichen Produktes
dient;
Fig.2 ist eine Ansicht des Doppel-Extruders von Fig. 1 von oben;
F i g. 3 ist ein vergrößerter Vertikalschnitt des Kopfstückes des zweiten Extruders des in F i g. 1 und 2
dargestellten Doppel-Extruders;
Fig.4 ist eine Photographie in ca. 9,5facher Vergrößerung eines in der erfindungsgemäßen Vorrichtung
hergestellten rehydratisierten und gekochten fleischähnlichen Produktes;
F i g. 5 ist eine Photographie in ca. 9facher Vergrößerung,
die nebeneinander zum Vergleich fertig gekochten Schinken und in in der erfindungsgemäßen Vorrichtung
herstellendes schinkenähnliches Produkt zeigt;
Fig.6—8 sind Elektronenraster-Mikroaufnahmen
eines in der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellten fleischähnlichen Produktes in 19,5-, 39- und
139facher Vergrößerung;
Fig.9—11 sind eine Reihe vergrößerter Aufnahmen
(ca. 3,35fach vergrößert) eines in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung hergestellten einzelnen Stückes eines aus pflanzlichen Proteinen hergestellten fleischähnlichen
Produktes, wobei F i g. 9 das Produkt in trockener Form, F i g. 10 in hydratisierter Form und F i g. 11 nach
dem manuellen Auseinanderziehen der fleischähnlichen Schichten zeigt;
F i g. 12—14 sind eine Reihe Aufnahmen (ca. 3,35fach
vergrößert) eines anderen Stückes eines fleischähnlichen Produktes, welches dieses in getrockneter und
hydratisierter Form, beziehungsweise nach dem manuellen Auseinanderziehen der Schichten zeigen;
Fig. 15—17 sind eine Reihe Aufnahmen (ca. 3,35fach
vergrößert) eines nach dem Stand der Technik nach dem Extrusionsverfahren hergestellten, aufgeblähten,
aus pflanzlichen Proteinen bestehenden Fleisch-Streckproduktes, so wie es in trockener Form, hydratisiert und
nach versuchter Trennung der deformierten Schichten aussieht;
Fig. 18 ist eine Elektronenraster-Mikroaufnahme in 19^f acher Vergrößerung des unorientierten Gemisches,
wie es aus dem ersten Extruder austritt;
F i g. 19 ist eine Elektronenraster-Mikroaufnahme in 14,7facher Vergrößerung, welche eine Seitenansicht
eines in der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellten fleischähnlichen Produktes zeigt;
F i g. 20 ist eine Elektronenraster-Mikroaufnahme in 19,5f acher Vergrößerung, welche die gleichmäßige
Schichtung und undeformierte Struktur des in der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellten Produktes
zeigt;
Fig.21 ist eine Elektronenraster-Mikroaufnahme in
19^facher Vergrößerung, welche die unregelmäßige
Struktur eines nicht-hydratisierten nach dem Stand der Technik extrudierten, aus pflanzlichen Proteinen bestehenden
Fleisch-Streckproduktes niedriger Dichte zeigt;
F i g. 22 ist eine Elektronenraster-Mikroaufnahme in 19,6facher Vergrößerung eines nichthydratisierten nach
dem Stand der Technik extrudierten, welche aus pflanzlichen Protinen bestehenden Fleisch-Streckproduktes
in trockener Form zeigt;
F i g. 23 ist eine weitere Elektronenraster-Mikroaufnahme in 17,5facher Vergrößerung eines nach dem
Stand der Technik extrudierten Fleisch-Streckproduktes, die dessen deformierte unregelmäßige Struktur
zeigt.
Der für die vorliegende Erfindung bevorzugte Doppel-Extruder ist in Fig. 1 und 2 dargestellt. Dieser
Doppel-Extruder besteht aus einem Extruder 10, einem angebauten zweiten Extruder 12, einem rotierenden
Messersatz 14 und einem üblichen Trockner/Kühler 16 für das Produkt. Wie am besten aus F i g. 2 ersichtlich, ist
der zweite Extruder am Extruderkopf des ersten Extruders 10, und im allgemeinen rechtwinklig zum
ersten Extruder, angeordnet. Zudem ist eine Fördereinrichtung 18 zum Transport des aus dem zweiten
Extruder 12 austretenden fleischähnlichen Produktes zum Trockner/Kühler 16 vorgesehen.
Der dargestellte erste Extruder 10 ist ein »Wenger Modell X-25«-Extrusionskocher, über dem ein offener
kegelstumpfförmiger Einfülltrichter 20 zur Aufnahme der trockenen, zur Verarbeitung bestimmter Rohmaterialien
angeordnet ist. Ein Austrittsrohr 22 führt vom Boden des Einfülltrichters 20 zu einem länglichen,
hochtourig drehenden Mischzylinder 24. Dampf- und Wasserleitungen (auf der Zeichnung nicht dargestellt)
sind an den Mischzylinder 24 angeschlossen, die zur Einspeisung abgemessener Mengen Befeuchtungswassers,
das innig beigemischt wird, sowie zum Aufheizen der aus dem Trichter 20 einfließenden Rohmaterialien
dienen. Die Fördereinrichtung 26 verbindet den Austritt des Mischzylinders 24 mit dem Mehrkopf-Schneckengehäuse
28. In diesem Fall ist das Schneckengehäuse 28 mit sieben axial aufgereihten, miteinander verbundenen
lvihrenartigen Einsätzen 30 versehen, welche alle den gleichen Durchmesser aufweisen und mit individuellen
Kühl-/Heizmänteln versehen sind, die mit einem Heiz-
oder Kühlmittel, wie Dampf oder Kühlwasser, je nach Bedarf in der Weise beaufschlagt werden, daß die
Temperatur der Mischung in den verschiedenen Köpfen des Schneckengehäuses 28 auf dem geforderten Wert
gehalten wird. Für diesen Zweck ist jedes Kopfstück mit Flüssigkeitsein- und -austrittsleitungen, wie schematisch
bei 32 dargestellt, versehen.
Zudem ist am Schneckengehäuse 28 ein Dampf- und/oder Wassereintritt angebracht, so daß je nach
Bedarf der durchfließenden Mischung Befeuchtungswasser zugegeben werden kann.
Der siebte und letzte Kopf 30a des Extruderkörpers 28 endet in einer Düsenplatte 36, welche mehrere
Düsenöffnungen aufweist (siehe F i g. 1), so daß die von hinten in das Schneckengehäuse 28 eingeführte Masse
am vorderen Ende desselben in axialer Richtung, bezogen auf den Extruderkörper, ausgepreßt werden
kann. Bei der dargestellten Ausführungsform weist die Düsenplatte in gleichen Abständen kreisförmig angeordnete
Düsenöffnungen auf; es liegt jedoch auf der Hand, daß auch Düsenköpfe mit anderen Konfigurationen
verwendet werden könnten.
Im Schneckengehäuse 28 ist eine gestreckte, mehrgängige Schnecke 38 vorgesehen, die dazu dient, die
Masse durch den Extruder unter Druck bei starker Vermischung und mechanischer Scherwirkung zu
fördern. In diesem Fall besteht die Extruderschnecke 38 aus mehreren axial miteinander verbundenen Teilen,
welche sich zusammen über fast die gesamte Länge des mehrteiligen Schneckengehäuses 28 erstrecken. Der
Antrieb des ersten Extruders 10 erfolgt durch einen starken Elektromotor 39, der auf übliche Weise mit der
Extruderschnecke 38 im Extruderkörper 28 gekoppelt ist und dieser eine axiale Drehung mit gewünschter
Tourenzahl verleiht. Von einem Steuerpult 40 aus werden die Operationellen Parameter des Extruders 10,
wie die Drehzahl der Schnecke 38, die Befeuchtungswasserabgabe an den Mischzylinder 24 und in den
Extruderkörper 28 und das den einzelnen Wärmeaustauschmänteln im Extruderkörper 28 zugeführte Wärmeaustauschmedium
und dessen Menge, selektiv überwacht und reguliert.
Der zweite Extruder 12 gleicht in mancher Beziehung dem Extruder 10. Er umfaßt ein gestrecktes, mehrfach
unterteiltes Extrudergehäuse 42, der in diesem Fall aus zehn axial miteinander verbundenen röhrenförmigen
Einsätzen 44 besteht, welche in übereinstimmender Weise individuell mit einem Wärmeaustauschmantel
(siehe F i g. 3) für die Zuführung eines Wärmeaustauschmediums, wie Dampf oder Wasser, versehen sind. Im
Extrudergehäuse 42 ist eine mehrteilige Extruderschnecke 46, die von einem konventionellen Elektromotor
48 über ein Transmissionsgetriebe 50 angetrieben wird, vorgesehen.
Das erste Einsatzstück 44a ist mit einem aufrecht stehenden Einfülltrichter 54 versehen, der dazu dient,
das vorbehandelte Produkt vom Extruder 10 in das Extrudergehäuse 42 einzuspeisen. Die ersten neun
Segmente des Extrudergehäuses 42 weisen denselben Durchmesser auf und sind mit auf der inneren
Zylinderoberfläche axial angeordneten, über den Umfang gleichmäßig verteilten Längsrippen versehen. Der
letzte Einsatz 446 des Extrudergehäuses 42 ist demgegenüber, wie bei 56 in Fig.3 dargestellt, leicht
konisch eingezogen und mit einer ähnlich ausgebildeten konischen Extruderschnecke 58 versehen, welche mit
der Schnecke in den übrigen neun Segmenten des Extrudergehäuses 42 verkuppelt ist Die spezifische
Konfiguration des Extruderquerschnitts ist nicht von entscheidender Bedeutung für die Erfindung, d. h. es
könnten auch Spiralrippen oder ein zylindrisch ausgebildetes Extruder-Endstück verwendet werden. Wie beim
Extruder 10 ist jeder Kopf 44 des mehrteiligen Extrudergehäuses 42 mit Flüssigkeitsleitungen 60 und 62
schematisch dargestellt, für die Zu- und Wegleitung eines Wärmeaustauschmediums, wie Wasser oder
Dampf, zu den einzelnen Köpfen ausgerüstet.
Am Austritt des Extrudergehäuses 42 ist ein axial ausgerichtetes, rohrartiges Verlängerungsstück 64 angeordnet, welches mit dem Extrudergehäuse 42 über die Öffnung des Einsatzes 446 verbunden ist. In diesem Fall ist das Verlängerungsstück 64 152 mm lang und hat einen Innendurchmesser von Ul mm, was eine Länge/ Durchmesserverhältnis von ca. 1,37 :1 ergibt. Wie in Fig.3 dargestellt, ist das Verlängerungsstück 64 am äußersten Ende des Einsatzes 446 befestigt, wobei die entsprechenden Öffnungen übereinstimmen, so daß die Masse aus dem Extrudergehäuse 42 ohne starke Einschnürung in das Verlängerungsstück 64 durchtreten kann. Das Austrittsende des Verlängerungsstückes 64 ist mit einer Düsenendplatte 66 abgedeckt, in die insgesamt vierundzwanzig kreisförmig auf dem Umfang verteilte Düsenöffnungen 68 mit einem Querschnitt von je 242 mm2 eingebohrt sind. Ein Befestigungsring 70 dient zur lösbaren Befestigung der Düsenendplatte 66 am Ende der Verlängerung 64. Zudem ist ein Körper 72, der zur Führung des in das Verlängerungsstück eintretenden Materials gegen die Düsenöffnung dient, vorgesehen, welche die Form einer Granate aufweist und an der Innenseite der Düsenendplatte 66 befestigt ist. Dieser granatförmige Körper 72 weist einen zylindrischen Teil 74 auf, der an der Platte 66 befestigt ist und sich von dieser aus rückwärts erstreckt und in einen konischen Teil 76 übergeht, der ebenfalls nach rückwärts gerichtet ist und seinerseits in eine Spitze 78 ausläuft
Am Austritt des Extrudergehäuses 42 ist ein axial ausgerichtetes, rohrartiges Verlängerungsstück 64 angeordnet, welches mit dem Extrudergehäuse 42 über die Öffnung des Einsatzes 446 verbunden ist. In diesem Fall ist das Verlängerungsstück 64 152 mm lang und hat einen Innendurchmesser von Ul mm, was eine Länge/ Durchmesserverhältnis von ca. 1,37 :1 ergibt. Wie in Fig.3 dargestellt, ist das Verlängerungsstück 64 am äußersten Ende des Einsatzes 446 befestigt, wobei die entsprechenden Öffnungen übereinstimmen, so daß die Masse aus dem Extrudergehäuse 42 ohne starke Einschnürung in das Verlängerungsstück 64 durchtreten kann. Das Austrittsende des Verlängerungsstückes 64 ist mit einer Düsenendplatte 66 abgedeckt, in die insgesamt vierundzwanzig kreisförmig auf dem Umfang verteilte Düsenöffnungen 68 mit einem Querschnitt von je 242 mm2 eingebohrt sind. Ein Befestigungsring 70 dient zur lösbaren Befestigung der Düsenendplatte 66 am Ende der Verlängerung 64. Zudem ist ein Körper 72, der zur Führung des in das Verlängerungsstück eintretenden Materials gegen die Düsenöffnung dient, vorgesehen, welche die Form einer Granate aufweist und an der Innenseite der Düsenendplatte 66 befestigt ist. Dieser granatförmige Körper 72 weist einen zylindrischen Teil 74 auf, der an der Platte 66 befestigt ist und sich von dieser aus rückwärts erstreckt und in einen konischen Teil 76 übergeht, der ebenfalls nach rückwärts gerichtet ist und seinerseits in eine Spitze 78 ausläuft
Die Schneidevorrichtung 14 ist eine konventionelle Konstruktion, bei der ein Motor 80 mit einer axial
drehbaren Welle 82 verbunden und in üblicher Weise auf einen Sockel 84 montiert ist. An dem vom Motor 80
abgewandten Ende der Welle 82 ist ein Schneidkopf 86 befestigt, in den längliche Messer 88 derart eingefügt
sind, daß sie nahe an die Düsenöffnungen 68 in der Düsenplatte 66 herankommen. Ist der Extruder 12 in
Betrieb, so läßt man den Messersatz derart rotieren, daß das aus den Düsen 68 herausgepreßte fleischähnliche
Produkt zu kleinen Fleischklößchen, wie bei 90 in F i g. 1 angedeutet zerschnitten wird.
Die Fördereinrichtung 18 weist ein endloses Transportband 92 und einen Trichter 94 auf, der die aus dem
Extruder austretenden Fleischstücke auf das untere Ende des Transportbandes 92 führt Das Transportband
92 tritt oben in den Trockner 16 ein, der eine konventionelle Konstruktion aufweist und dazu dient,
einen großen Anteil des im Produkt enthaltenen Wassers zu entfernen. Dieses Produkt tritt bei 96 durch
eine Austrittsrinne aus und wird den Sammelbehältern und der Verpackung zugeführt
In der beschriebenen Vorrichtung wird eine Mischung eines pflanzlichen Proteins, wie entfettetes Sojamehl,
und Feuchtigkeit beispielsweise in einem Kochextruder oder einem Hochleistungsmischer erhitzt und gerührt,
um sie heiß, fleißfähig, jedoch weitgehend untexturiert und unorientiert zu machen. Anschließend wird das
•erhaltene Gemisch bei mäßigem Druck durch eine langgestreckte Verarbeitungszone geführt, wobei es
gleichzeitig mäßig starken Scherkräften, Druck und
einer mechanischen Rührwirkung sowie axialen und transversalen Verschiebekräften ausgesetzt wird. Im
letzten Verarbeitungsschritt wird das Gemisch in eine Verarbeitungszone geführt, in der die Verschiebekräfte
in erster Linie in axialer Richtung wirken, wobei in dem fleischähnlichen Produkt eine geschichtete, fleischähnliche
Struktur ausgebildet wird. Dabei werden Temperatur und Druck in dieser Zone auf Werten gehalten, die
die Ausbildung von Schichten im Gemisch während seines Durchganges durch die Verarbeitungszone
erlauben. Die Mischung wird vorzugsweise unter einem Druck von ca. 3,4 bis 54,9 N/cm2, vorzugsweise ca. 3,4 bis
45,1 N/cm2, gehalten, um ein späteres Aufblähen des Produktes nach Möglichkeit zu vermeiden. Vorzugsweise
wird das Produkt bei einer Temperatur von ca. 38 bis 1600C, insbesondere von ca. 66 bis 121°C, und einem
Druck von ca. 9,8 bis 31,4 N/cm2 extrudiert.
Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform des in der erfindungsgcmäßen Vorrichtung durchführbaren
Verfahrens im Detail beschrieben:
Als erster Schritt wird eine Mischung hergestellt, welche als pflanzliches Protein Proteine von Soja-Bohnen,
Weizen, Mais, Baumwollsamen, Rapssamen, Erdnüsse, Sesam, Sonnenblumen, Mung-Bohnen oder eine
Mischung davon sowie Feuchtigkeit, entweder in der Form von Dampf und/oder Wasser, enthält, wobei der
Feuchtigkeitsgehalt der Mischung auf ca. 20 bis 55 Gewichtsprozent, vorzugsweise ca. 30 bis 45 Gewichtsprozent,
eingestellt wird. Der Ausdruck Feuchtigkeitsgehalt, wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf
die gesamte vorhandene Feuchtigkeit, d. h. das im verwendeten Pflanzenproteinrohmaterial vorhandene
Wasser und das zugesetzte Wasser zusammen. Als pflanzliches Proteinmaterial zur Herstellung der Mischung
haben sich entfettetes Sojamehl, Sojabohnenschrotmehl, Weizengluten, Maisgluten, entfettetes
Baumwollsamenmehl, pflanzliche Konzentrate, aus Pflanzen isolierte Produkte, Erdnußmehl, Rapssamenmehl,
Sesammehl, Sonnenblumensamenmehl, Mung-Bohnenmehl und Mischungen dieser Stoffe, als besonders
geeignet erwiesen.
In jedem Fall wird die Mischung vorerst einem ersten Extruder (z. B. Extruder 10 in F i g. 1 und 2) zugeführt
und durch diesen unter Überdruck, Zusammendrücken, Rühren und Abscheren durchgeführt, worauf das
Produkt bei einer Temperatur von ca. 38 bis 1210C und
einem Druck von ca. 6,2 bis 65,7 N/cm2, vorzugsweise ca.
27,4 bis 54,9 N/cm2, extrudiert und als heißte, fließfähige, im wesentlichen unorientierte und untexturierte Masse
erhalten wird.
Bei der in F i g. 1 und 2 dargestellten Einrichtung, wo ein »Wenger Modell X-25«-Extrusionskocher als erster
Extruder 10 vorgesehen ist, wurde gefunden, daß die in der ersten Verfahrensstufe stattfindende Behandlung
des Pfianzenprcteiri-Feuchtigkeits-Geniisches am besten
bei einer Extruderschnecken-Drehzahl von ca. 150 bis 400 Umdrehungen pro Minute, vorzugsweise ca. 200
bis 350 Umdrehungen pro Minute, und einem Preßdruck im Extruder von ca. 27,4 bis 54,9 N/cm2, erfolgt, wobei
das Produkt als unorientierte Masse erhalten wird Die obigen Temperatur- und Druckbedingungen werden am
besten eingehalten, indem man die Zufuhr von Dampf oder Kühlwasser zu den einzelnen Einsätzen des
Extruderkörpers entsprechend einstellt In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, daß man das
Protein-Feuchtigkeits-Gemisch mit Vorteil als heißen, fließfähigen, thermoplastischen Strang, ohne diesen zu
zerschneiden oder zu zerhacken, extrudiert, wie dies in
F i g. 1 bei 100 dargestellt ist. Damit wird eine gute Durchmischung und eine weitgehende Denaturierung
erzielt. Andererseits soll das Produkt keine merkbare Orientierung oder Texturierung aufweisen, da festgestellt
wurde, daß, falls das Produkt in diesem Stadium schon orientiert und texturiert ist, die Ausbildung des
geschichteten fleischähnlichen Produktes im zweiten Extruder stark erschwert wird.
In der zweiten Stufe dieser Ausführungsform wird das
ίο in der ersten Stufe erhaltene heiße, fließfähige Gemisch
in einem zweiten Extruder, wie in F i g. 1 und 2 dargestellt, weiter verarbeitet. Dabei wird die Mischung
durch den Extruderkörper eines derartigen Extruders unter Überdruck und bei relativ hoher Temperatur,
Druck, starker Durchmischung und Scherwirkung durchgesetzt. In der dargestellten Anlage beträgt die
Drehzahl der Extruderschnecke vorzugsweise ca. 100 bis 350 Umdrehungen pro Minute, insbesondere ca. 200
bis 300 Umdrehungen pro Minute. Es liegt auf der Hand, daß die optimale Umdrehungszahl der Extruderschnekke
je nach Fabrikat und Modell des Extruders verschieden sein wird. So wird beispielsweise in einem
großen industriellen Modell wie der »Wenger X-200«- Extruder die erforderliche Drehzahl etwas niedriger
sein, als dies bei einem kleinen Extruder der Fall ist. Die Drehung der zentralen Schnecke bewirkt das Verarbeiten
und Dehnen der pflanzlichen Proteinmasse, setzt diese gleichzeitig im Extruderkörper axialen und
transversalen Verschiebekräften aus und verursacht das kontinuierliche Durchsetzen der Masse durch das
Verlängerungsstück, das am Austrittsende des Extruders angeordnet ist. Zudem erfolgt die Extrusion mit
Vorteil axial zum Extruderkörper, obwohl auch ein Düsenkopf mit am Umfang angeordneten Düsen
verwendbar wäre.
Der letzte Schritt dieser Ausführungsform besteht im Zerschneiden des aus dem Extruder austretenden
geschichteten, unzerkneteten fleischähnlichen Produktes in Stücke der gewünschten Größe, gefolgt von einem
Trocknungsprozeß, bei dem die überschüssige Feuchtigkeit entfernt wird.
In gewissen Fällen hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
das Gemisch zwischen dem ersten und zweiten Extruder durch die freie Atmosphäre zu führen. Auf diese Weise
werden allfällige unerwünschte flüchtige Aromatstoffvorprodukte, wie charakteristische Phenole, aus der
Mischung abgegeben, was zur Ausbildung des gewünschten milden Aromas des Produktes beiträgt. Es
kann auch erforderlich sein, die Mischung während oder vor der Verarbeitung zu färben, oder Mittel zur
Veränderung der organoleptischen Eigenschaften zuzusetzen. So können gewünschtenfalls beispielsweise
Farbstoffe, oberflächenaktive Mittel, Emulgiermittel, Aromatstoffe, Säuren, Basen oder Schwefelverbindungen,
wie Natriumsulfit Natriumbisulfit Natriummetabisulfit und D,L-Methionin, zur ursprünglichen Mischung
zugesetzt werden, um das Aussehen, die Dichte, das im Mund hervorgerufene Gefühl, Wiederbefeuchtungscharakteristiken
oder andere Eigenschaften des Fertigproduktes zu verändern. Schließlich können geringe
Mengen Lecithin oder andere oberflächenaktive Verbindungen zugesetzt werden, die, wie angenommen
wird, dem Endprodukt ein leicht fettarmoriertes Aussehen verleihen, das für ein völlig fleischähnliches
Produkt von Vorteil ist In der Praxis wurde festgestellt, daß die erfindungsgemäßen fleischähnlichen Produkte
vor dem Trocknen mit Vorteil eine Dichte von ca. 0,32
bis 0,64 g/cm3, vorzugsweise ca. 0,40 bis 0,56 g/cm3,
230242/298
aufweisen.
Das nachstehende Beispiel dient zur Illustration der
Verfahren, die gemäß der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung durchführbar sind.
Es wurden verschieden zusammengesetzte Trockenmischungen hergestellt, um herauszufinden, welche
10
pflanzlichen Proteine in der vorliegenden erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendbar sind, und ob gewisse
Zusätze die Funktion zu erfüllen vermögen, die ihnen im erhaltenen fleischähn'ichen Endprodukt zugedacht war.
Diese Mischrezepte sind in der nachstehenden Tabelle I zusammengestellt, wobei alle Mengen, wenn nicht
speziell vermerkt, in Gewichtsprozenten angegeben sind.
Mischung
Nr.
Entfettetes Sojamehl
Lecithin
Natrium-
meta-
bisulfit
Natriumbisulflt
Rot
Nr.
Rot
Nr. 2
DL-
Methio-
nin
Anderes
| 1 | 99,462) |
| 2 | 99,4625 |
| 3 | 99,4625 |
| 4 | 99,4575 |
| 5 | 99,4575 |
| 5A | 99,4575 |
| 5B | 99,4575 |
| 6 | 100 |
| 7 | 99,00 |
| 8 | 99,50 |
| 9 | 99,349 |
| 10 | |
| 11 | — |
| 12 | 99,875 |
| 13 | — |
| 14 | 86,2 |
| 15 |
0,50
0,50
0,50
0,50
0,50
0,50
0,50
0,50
0,50
0,01
0,01
0,01
0,015
0,015
0,015
0,015
0,015
0,025 0,025 0,025 0,025 0,025 0,025 0,025 0,005
0,0025
0,0025
0,0025
0,0025
0,0025
0,0025
650 ml konz. HCl
0,3632 kg NaOH
0,3632 kg NaOH
1,00% nicht entfettetes
Sojamehl
Sojamehl
0,01 0,001 0,125 —
100 %3) Sojakonzentrat
100%*) Erdnußmehl
100%*) Erdnußmehl
0,125 —
0,50
0,015
0,025 0,0025 —
86,2% Sojakonzentrat
13,8% Wasser
13,8%Wasser
99,4575 s)
13,8% Wasser
13,8%Wasser
99,4575 s)
') Alle Mengenangaben sind Gewichtsprozente.
2) Die Mischungen Nr. 1 bis 4 wurden unter Verwendung von entfettetem Sojamehl hergestellt.
3) Die Mischungen Nr. 10 und 13 wurden unter Verwendung von Soja-Konzentrat hergestellt.
*) Die Mischung 11 wurde unter Verwendung von Erdnußmehl hergestellt.
5) Die Mischung 15 wurde unter Verwendung von unvermahlenem Sojabohnenschrot hergestellt.
Die Analyse ergab für das entfettete Sojamehl »Central Soya 200 W«, Los Nr. 342 7,1% Feuchtigkeit,
50% Protein, 6% Fasern und 0,6% Fett.
Bei Los Nr. 367 ergab die Analyse 6,9% Feuchtigkeit,
50,1% Protein 3,5% Fasern und 0,7% Fett
Diese Mischungen (Nr. 1 bis 15) wurden gemäß der
vorliegenden erfindungsgemäßen Vorrichtung zu fleischähnlichen Produkten verarbeitet In den meisten
Fällen entsprach die verwendete maschinelle Einrichtung genau der Darstellung in F i g. 1 bis 3. In den
meisten Fällen wurde Kühlwasser den Wärmeaustauschmänteln des ersten und den drei letzten Einsätzen des
ersten Extruders zugeführt, während in die Wärmeaustauschmäntel
des zweiten, dritten und vierten Einsatzes Dampf eingespeist wurde. Demgegenüber wurden in
den Versuchsläufen 31, 36 und 37 alle sieben Einsätze mit Wasser gekühlt In den meisten Fällen wurden die
ersten neun Köpfe des zweiten Extruders mit Dampf beschickt, während der letzte Einsatz mit Wasser
gekühlt wurde. Demgegenüber wurde im Versuchslauf 16 und 20 der letzte Extruder-Einsatz nicht gekühlt
während die Einsätze 1 bis 9 mit Dampf beheizt wurden. Im Versuchslauf 24 wurden alle zehn Einsätze beheizt
Im Versuchslauf 37 wurden die Wärmeaustauschmäntel der ersten sieben Einsätze Dampf zugeführt und Wasser
den letzten drei. Im Versuchslauf 38 wurde den Wärmeaustauschmänteln von Extrudereinsatz 3 bis 7
dampf zugeführt Wasser zu den Einsätzen 1 bis 2 und 9 bis 10, während Einsatz 8 weder geheizt noch gekühlt
wurde. Im Versuchslauf 39 wurde Dampf den Wärmeaustauschmänteln der Einsätze 3 bis 7 zugeführt, Wasser
zu den übrigen Einsätzen, und in Versuchslauf 44 wurde in die Wärmeaustauschmäntel der ersten acht Einsätze
Dampf zugeführt, nichts den Wärmeaustauschmänteln der letzten zwei Einsätze. Wasser und Dampf wurde
auch in den Mischzylinder des ersten Extruders zusammen mit der trockenen Mischung zugegeben, um
das gewünschte Pflanzenprotein-Feuchtigkeitsgemisch zu erhalten. Zudem wurde in den meisten Fällen zur
durchlaufenden Masse in beiden Extrudern Wasser zugegeben.
Die Extrusionsparameter (z.B. Schraubendrehzahl,
Druck, Temperatur) wurden in diesen Versuchsläufen ebenfalls verändert, um die Auswirkung dieser Veränderung
auf das Endprodukt, falls eine solche überhaupt eintrat, festzustellen.
Die Versuchsdaten, die beim ersten Extruder erfaßt wurden, sind in der folgenden Tabelle II aufgeführt
| II Erster | U | Wasser | Umdre | 26 23 | 60 | Ein | 43 | 1 | 24 | Ein | 57 | 12 | Feuch | Produkt- | |
| Mi | Extruder | zugabe | hungs | satz | 32 | 26 | satz | 59 | tigkeits | Tempe | |||||
| Tabelle | schung | Wasser | zu | zahl | 5 | 35 | 27 | 7 | 60 | Extru- | gehalt5) | ratur | |||
| Ver | Nr.1) | zugabe | Extru | Extr.- | Temperaturen ° | 36 | C*) | 25 | 61 | sions- | |||||
| suchs- | zu | der | schnecke | Misch | 44 | Ein | 26 | 61 | druck | ||||||
| lauf | Misch- | lt/h3) | Umdr./ | zy | 46 | satz | 24 | 53 | N/cm2 | ||||||
| Nr. | zyl. | min. | linder | 48 | 6 | 26 | 57 | ||||||||
| lt/h2) | 49,1 | 300 | 49 | 28 | 58 | 33% | |||||||||
| 1 | 49,1 | 300 | 33 | 24 | 59 | — | — | ||||||||
| 1 | 23,8 | 49,1 | 300 | 47 | 25 | 59 | 48 | — | — | ||||||
| 1 | 1 | 23,8 | 49,1 | 300 | 77 | 50 | 27 | 59 | 52 | — | — | ||||
| 2 | 1 | 23,8 | 49,1 | 300 | 77 | 48 | 26 | 60 | 52 | — | — | ||||
| 3 | 1 | 23,6 | 49,1 | 300 | 79 | 47 | 30 | 58 | 52 | 39% | — | ||||
| 4 | 2 | 23,6 | 49,1 | 300 | 79 | 57 | 33 | 61 | 52 | — | — | ||||
| 5 | 2 | 23,8 | 49,1 | 300 | 79 | 44 | 31 | 54 | 41 | — | — | ||||
| 6 | 2 | 23,8 | 33,9 | 300 | 79 | 46 | 36 | 53 | 41 | 36% | — | ||||
| 7 | 2 | 23,8 | 49,1 | 300 | 81 | 38 | 21 | 47 | 41 | 38% | — | ||||
| 8 | 3 | 23.8 | 49,1 | 300 | 82 | 31 | 21 | 56 | 48 | — | — | ||||
| 9 | 3 | 25,6 | 49,1 | 300 | 82 | 31 | 23 | 59 | 45 | — | — | ||||
| 10 | 3 | 25,7 | 49,1 | 300 | 79 | 32 | 24 | 57 | 45 | — | — | ||||
| 11 | 3 | 25,6 | 23,8 | 300 | 82 | 31 | 21 | 53 | 48 | 39% | 57 | ||||
| 12 | 4 | 24,7 | 23,8 | 300 | 85 | 29 | 23 | 62 | 52 | — | 63 | ||||
| 13 | 4 | 49,5 | 23,8 | 300 | 85 | 31 | 24 | 61 | 38 | — | 64 | ||||
| 14 | 4 | 50,4 | 22,7 | 300 | 85 | 31 | 26 | 59 | 34 | 41,2 | 58 | ||||
| 15 | 5 | 50,4 | 23,3 | 300 | 88 | 31 | 26 | 59 | 34 | 42,2 | 80 | ||||
| 16 | 5B | 33,9 | 32,0 | 300 | 88 | 32 | 26 | 59 | 34 | 41,0 | 79 | ||||
| 17 | 5A | 33,0 | 34,6 | 300 | 77 | 33 | 28 | 56 | 38 | — | 80 | ||||
| 18 | 5A | 18,8 | 49,5 | 300 | 82 | 32 | 27 | 57 | 41 | 42,0 | 74 | ||||
| 19 | 6 | 23,3 | 26,5 | 300 | 79 | 157 | 154 | 102 | 41 | 36,0 | 79 | ||||
| 20 | 6 | 21,2 | 49,5 | 300 | 79 | 160 | 155 | 154 | 34 | 41,0 | 77 | ||||
| 21 | 6 | 22,2 | 49,5 | 300 | 79 | 71 | 52 | 66 | 66 | — | 76 | ||||
| 22 | 6 | 22,7 | 49,5 | 300 | 79 | — | — | — | 52 | — | 75 | ||||
| 23 | 6 | 22,2 | 49,5 | 300 | 79 | 28 | 42 | 57 | 41 | — | 75 | ||||
| 24 | 6 | 22,2 | 49,5 | 300 | 79 | 34 | 41 | 48 | 52 | — | 75 | ||||
| 25 | 8 | 22,2 | 49,5 | 300 | 79 | 36 | 42 | 54 | 48 | 48,0 | 71 | ||||
| 26 | 6 | 22.2 | 49,5 | 300 | 79 | 20 | 27 | 57 | 33 | 47,0 | 84 | ||||
| 27 | 6 | 49,5 | 300 | 79 | 20 | 28 | 57 | 31 | 4ί,0 | 110 | |||||
| 28 | 6 | 49,5 | 300 | 79 | 42 | 61 | 44 | 27 | 40,6 | 70 | |||||
| 29 | 6 | 49,5 | — | 79 | — | — | — | 52 | — | — | |||||
| 30 | 6 | 49,5 | 49,5 | 300 | 79 | — | — | — | 34 | 42.6 | 54 | ||||
| 31 | 9 | 49,5 | 300 | 79 | 29 | 31 | 57 | — | — | 71 | |||||
| 32 | ■ 7 | 23,8 | 49,5 | 300 | — | — | — | — | 19 | — | 71 | ||||
| 33 | 12 | 23,8 | 49,5 | 300 | 85 | — | — | — | 20 | 50,0 | 60 | ||||
| 34 | 10 | 23,8 | 49,5 | 300 | 85 | — | — | — | 21 | 54,0 | 56 | ||||
| 35 | 10 | 49,5 | 22,2 | 300 | 88 | 38 | 31,0 | 81 | |||||||
| 36 | 11 | 49,5 | — | 60 | 38 | 43,0 | — | ||||||||
| 37 | 13 | 22,2 | — | — | 66 | 6 | 41,0 | — | |||||||
| 38 | 14 | 41,4 | 49,5 | 300 | 66 | — | — | — | |||||||
| 396) | 5 | 41,4 | — | 83 | — | 24,0 | — | ||||||||
| 40«) | 15 | 49,5 | — | — | 83 | 7 | 24,0 | — | |||||||
| 41 | 15 | 14,6 | — | 79 | — | 24,0 | — | ||||||||
| 42 | 15 | 14,6 | 88 | — | |||||||||||
| 43 | 14,6 | 91 | — | ||||||||||||
| 44 | 85 | ||||||||||||||
') Die Mischungsnummern entsprechen denjenigen von TabeHe I.
2)
Die ungefähre Wasserzugabe zum Mischzylinder des ersten Extruders ist in lt/h angegeben.
3) Die ungefähre Wasserzugabe in den Extruderkörper des ersten Extruders ist in lt/h angegeben.
*) Die Temperaturen wurden mit einem Thermoelement gemessen.
5) Der Feuchtigkeitsgehalt ist in Gewichtsprozenten des Produktes nach dem ersten Extruder aiigegeben mit Ausnahme der
Versuchsläufe 39 bis 40 und 42 bis 44, bei denen die Feuchtigkeitsbestimmung im Produkt nach der Vormischung in einem
Chargenmischer erfolgte.
6) In den Versuchsläufen 39 bis 40 und 42 bis 44 wurde das Gemisch nicht im ersten Extruder verarbeitet, sondern in einem
Hochleistungsmischer vorgemischt und direkt dem zweiten Extruder zugeführt.
Die zugeführte Menge Wasser wurde direkt von den 65 den einzelnen Einsätzen, die mit Thermoelementen
Wasserdurchflußmessern am Extruder abgelesen, und gemessen wurden und deshalb nicht sehr genau sind. Die
es sind nur ungefähre Werte angegeben. Ähnlich ist es Temperatur des »Produktes« und der Feuchtigkeitsge-
mit den Temperaturwerten im Extruderkörper und in halt, die in Tabelle II aufgeführt sind, sind diejenigen des
aus dem ersten Extruder austretenden fließfähigen Produktes.
In entsprechender Weise wurden auch die Versuchs-
daten während den Versuchsläufen des zweiten Extruders erfaßt Sie sind in Tabelle IH wiedergegeben.
| Ver | Mi | Wasser | Umdre | Temperaturen | Ein | °C3) | Ein | Extru- | Feuchtig | Dichte |
| suchs- | schung | zugabe zu | hungszahl | Ein | satz | Ein | satz | sions- | keitsgehalt | Produkt |
| lauf | Nr.1) | Extr. | Extr.- | sau | g | satz | 10 | dcuck | Produkt | nach Extr. |
| Nr. | lt/h>) | Schnecke | 9 | N/cm2 | nach Extr. | gr/cm35) | ||||
| Umdr./min. | 140 | 49 | Gew.-%*) | |||||||
| 1 | 1 | 29,4 | 250 | 140 | 143 | 119 | 48 | 34,0 | 0,48 | |
| 2 | 1 | 42,5 | 250 | 149 | 142 | 127 | 63 | 33,0 | 0,49 | |
| 3 | 1 | 50,7 | 250 | 149 | 143 | 127 | 46 | — | 32,5 | 0,48 |
| 4 | 1 | 61,5 | 250 | 148 | 144 | 122 | 49 | 37,8 | 0,48 | |
| 5 | 1 | 29,4 | 250 | 149 | 143 | 126 | 48 | — | 33,0 | 0,48 |
| 6 | 2 | 29,4 | 250 | 143 | 146 | 124 | 49 | 21-25 | 40,0 | 0,52 |
| 7 | 2 | 12,9 | 250 | 149 | 144 | 124 | 49 | 18-25 | 36,5 | 0,49 |
| 8 | 2 | keines | 250 | 151 | 146 | 124 | 51 | 21-26 | 33,0 | 0,55 |
| 9 | 2 | keines | 250 | 152 | 144 | 127 | 48 | 25-31 | 30,0 | 0,53 |
| 10 | 3 | 17,9 | 250 | 148 | 145 | 124 | 49 | 14-18 | 40,0 | 0,52 |
| 11 | 3 | keines | 250 | 149 | 143 | 123 | 52 | 13-21 | 33,5 | 0,25 |
| 12 | 3 | 32,1 | 250 | 146 | 144 | 112 | 46 | 14-21 | 42,0 | — |
| 13 | 3 | 16,3 | 250 | 147 | 140 | 113 | 48 | 21 | 0,51 | |
| 14 | 4 | 15,3 | 250 | 143 | 144 | 110 | 63 | 21 | 39,0 | 0,51 |
| 15 | 4 | 22,3 | 300 | 148 | 143 | 107 | 104 | 21 | 38,0 | 0,62 |
| 16 | 4 | — | 300 | 151 | 141 | 110 | 54 | 27-29 | 38,4 | 0,51 |
| 17 | 5 | 6,9 | 250 | 149 | 144 | 112 | 47 | 20-21 | 41,0 | 0,54 |
| 18 | 5B | 6,9 | 250 | 153 | 144 | 109 | 48 | 23 | 35,0 | 0,54 |
| 19 | 5A | 6,9 | 250 | 154 | 140 | 116 | 63 | 31 | 35,0 | 0,47 |
| 20 | 5A | 41,7 | 250 | 154 | 139 | 118 | 46 | 27 | ||
| 21 | 6 | 9,6 | 250 | 148 | 143 | 129 | 51 | 27-29 | 44,0 | 0,53 |
| 22 | 6 | keines | 250 | 152 | 138 | 129 | 48 | 38-41 | 34,0 | 0,51 |
| 23 | 6 | 26,1 | 250 | 152 | 144 | 129 | 121 | 38 | 42,5 | 0,57 |
| 24 | 6 | 9,6 | 250 | 155 | 140 | 138 | 49 | 41 | 0,53 | |
| 25 | 6 | 9,6 | 300 | 153 | 141 | 129 | 46 | 21-25 | 38,2 | 0,46 |
| 26 | 6 | 9,6 | 200 | 154 | 140 | 132 | 46 | 21-27 | 40,0 | |
| 27 | 8 | 9,6 | 250 | 152 | 141 | 127 | 45 | 18-21 | 42,4 | 0,54 |
| 28 | 6 | — | 250 | 152 | 143 | 128 | 47 | 18-21 | — | |
| 29 | 6 | — | 250 | 149 | 142 | 129 | 48 | 18-21 | ||
| 30 | 6 | 19,7 | 250 | 151 | 143 | 128 | 63 | 18 | 39,8 | 0,58 |
| 31 | 6 | 19,7 | 250 | 154 | 141 | 129 | 46 | 19 | 40,0 | 0,54 |
| 32 | 6 | _ | 250 | 152 | 140 | 126 | 56 | 18 | ||
| 33 | 9 | —. | 250 | 147 | 140 | 121 | 44 | 11-14 | 47,0 | 0,61 |
| 34 | 7 | 8,0 | 250 | 151 | 139 | 124 | 47 | 7-14 | 41,8 | 0,57 |
| 35 | 12 | — | 250 | 150 | 140 | 125 | 52 | 4-14 | 43,5 | 0,55 |
| 36 | 10 | 9,3 | 250 | 152 | 41 | 129 | 52 | 18-21 | 45,5 | 0,51 |
| 37 | 10 | 12,9 | 250 | 127 | 139 | 57 | 44 | 38-41 | 54,0 | — |
| 38 | 11 | 10,1 | 250 | 144 | 88 | 49 | — | — | 34,4 | 0,52 |
| 39 | 13 | 45,3 | 250 | 157 | 114 | 66 | — | 38-41 | 46,0 | — |
| 40 | 14 | 41,4 | 250 | 129 | 138 | 118 | 52 | 34-38 | 47,0 | — |
| 41 | 5 | 12,9 | 250 | 149 | 153 | 52 | 52 | 21-27 | — | — |
| 42 | 15 | 22,9 | 250-300 | 155 | 158 | 154 | 46 | — | 37,5 | 0,47 |
| 43 | 15 | 33,9 | 300 | 156 | 154 | 146 | 127 | — | 34,0 | 0,45 |
| 44 | 15 | 10,1 | 300 | 157 | 118 | — | 29,5 | 0,42 | ||
') Die Mischungsnummern entsprechen denjenigen der Tabelle I.
2) Die Wasserzugabe zum Extruderkörper ist in U/h angegeben (ungefähr).
3) Die Temperaturen wurden mit Thermoelementen gemessen.
*) Die Werte sind in Gewichtsprozenten angegeben.
s) Die Dichtewerte des Produktes sind in g/cm3 angegeben und wurden unmittelbar nach dem Austritt aus dem Extruder vor dem
Trocknen bestimmt.
In obigen Tabellen ist das Produkt nach dem zweiten Extruder das geschichtete, unverknetete fleischähnliche
Produkt.
In den beschriebenen Versuchen waren die erhaltenen Endprodukte fleischähnliche Produkte, weiche
mehr oder weniger dicht, geschichtet und deformiert
und wirklichem Fleisch bezüglich dem Gefühl im Mund und der Textur sehr ähnlich waren. Im folgenden
werden die Unterschiede zwischen den einzelnen Versuchsläufen sowie die wichtigsten Eigenschaften der
erhaltenen Produkte besprochea
In den Versuchen Nr. 1 bis 5 wurde die Mischung Nr. 1 von Tabelle I eingesetzt, der unterschiedliche
Mengen an Wasser zugesetzt wurden, während die übrigen Versuchsbedingungen für diese fünf Versuche
ähnlich waren. Insbesondere wurden die Drehzahlen der Extruderschnecken in beiden Extrudern, die
Temperatur in den einzelnen Extruderköpfen und der Extrusionsdruck in den Extruderköpfen unverändert
gehalten. Demgegenüber wurde in den Versuchen Nr. 1 bis 4 der Wasserzusatz für das zweite Schneckengehäuse
stufenweise erhöht und in Versuchslauf Nr. 5 wieder auf die Zusatzmenge in Versuchslauf 1 zurückgebracht
Auch wurden die Temperaturen im zweiten Extruder in den Versuchsläufen Nr. 2 bis 5 gegenüber Versuchslauf
Nr. 1 etwas erhöht Das aus den Versuchsläufen Nr. 1,4 und 5 erhaltene Produkt wurde während 110 Minuten
bei einem Druck von 9,8 N/cm2 in Bouillon aufgekocht, der ein Raucharomastoff (2 Teelöffel voll auf V2It
Wasser) zugegeben worden war. Das Produkt blieb stabil und behielt eine hervorragende Textur und die
gleichmäßig geschichtete, unzerknetete Struktur.
Die Versuche Nr. 2 bis 4 unterschieden sich von Versuchslauf Nr. 1 durch erhöhte Wasserzugabe. Die
erhaltenen Produkte hatten ein gutes Aussehen und eine gute Textur, besonders das Produkt von Versuch Nr. 3.
Das Produkt von Versuchslauf Nr. 5 hatte ein gutes Aussehen, aber eine etwas körnige Textur. Kochen
während 110 Minuten unter einem Druck von 9,8 N/cm2
schien jedoch jede Spur von Körnigkeit zu eliminieren. Für die Versuche Nr. 6 bis 9 wurde die Mischung Nr. 2
verwendet und im übrigen die Betriebsbedingungen in den beiden Extrudern möglichst konstant gehalten, mit
Ausnahme der Wasserzugabe zum zweiten Extruder, die von Versuch zu Versuch verändert wurde. Die
erhaltenen Produkte waren gleicherweise zufriedenstellend, in den Produkten mit relativ hoher Wasserzugabe
war aber eine gewisse Körnigkeit feststellbar. Wie aus Tabelle UI hervorgeht, wurden in dieser Versuchsserie
Produkte mit einer relativ hohen Dichte erhalten, und sie waren im allgemeinen besser kaubar, als die
Produkte der ersten Versuchsreihe. Vermutlich wirkte das zugegebene Natriummetabisulfit als oberflächenaktives
Mittel und verhinderte das sogenannte »Aufblähen« oder das zeitweilige, vereinzelt auftretende
Freisetzen von Dämpfen während der Verarbeitung der Masse im zweiten Extruder.
In den Versuchen Nr. 10 bis 13 wurde die Mischung
Nr. 3 eingesetzt, die Natriumbisulfit enthielt. Es wurde festgestellt, daß dieser Zusatz sich wiederum in bezug
auf das Aussehen und die Ausbildung der Textur des erhaltenen Produktes günstig auswirkte. Dennoch
blähte sich das Produkt von Zeit zu Zeit auf, ergab jedoch bei ungestörtem Betrieb ein Produkt, das dünne
gleichmäßige Schichten und eine gute Textur aufwies. Diese Produkte wurden während ungefähr sieben
Minuten in siedendes Wasser gelegt, wobei sie bis zu 70 Gewichtsprozent Wasser aufnehmen, ohne dabei das
gleichmäßig geschichtete fleischähnliche Aussehen zu verlieren. Das Produkt von Versuch Nr. 12 wurde
zudem bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 8% getrocknet und in öl gebacken, wobei ein Produkt
erhalten wurde, das eine Textur aufwies und sich im Mund anfühlte wie ein sehr gut gebratenes Steak. Es
wurde auch ein Muster des getrockneten Produktes in siedendem Wasser bis zu einem Wassergehalt von 65 bis
70% rehydratisiert und anschließend gebacken. Dieses gebackene fleischähnliche Produkt hatte eine verfestigte
Außenschicht und war innen weich.
In Versuch Nr. 14 wurde die Mischung Nr. 4 verwendet, welches der Mischung 3 entspricht mit
Ausnahme einer zusätzlichen Menge Natriumbisulfit Das erhaltene Produkt hatte eine relativ hohe Dichte,
ίο gleichmäßig ausgelegte Schichten und fühlte sich im
Mund beinahe wie wirkliches Fleisch an. Das so erhaltene Produkt wurde wie folgt behandelt:
1. Ungetrocknete Klößchen wurden nach dem Extruder entnommen und in wenig Maisöl gebacken.
Dieses Produkt hatte eine gut kaubare Textur entsprechend einem Steak und war als Fleischersatz
in jeder Beziehung annehmbar.
2. Klößchen wurden bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 8% hinuntergetrocknet Darauf wurden sie in
siedendem Wasser während fünf Minuten aufgeweicht Das aufgeweichte Produkt war in jeder
Beziehung wie Anfühlen im Mund, Struktur, den bisher im Handel erhältlichen Fleisch-Analoga
überlegen.
Eine Portion des aufgeweichten Produktes wurde in öl bei niedriger Temperatur gebacken. Es
entsprach im Aussehen und Geschmack gebratenem Schinken.
3. Die getrockneten Klößchen wurden in siedendem Wasser während 15 Minuten rehydratisiert. Die
Klößchen behielten das fleischähnliche Aussehen und die fleischähnliche Struktur und fühlten sich im
Mund feucht und weich an.
4. Das während 15 Minuten rehydratisierte Produkt wurde in heißem öl schwimmend gebacken. Dieses
Produkt nahm anscheinend relativ viel öl auf und hatte einen fettigen Geschmack. Der Versuch
zeigte jedoch, daß das Produkt mit gutem Ergebnis
in schwimmendem öl gebacken werden kann, vorausgesetzt, daß der Feuchtigkeitsgehalt desselben
niedriger als in diesem Versuch gehalten wird.
Der Versuch Nr. 15, in dem Mischung Nr. 4 verwendet wurde, ergab eines der dichtesten Produkte
der gesamten Versuchsreihe. Für die vollständige Rehydratisierung in siedendem Wasser wurden 30 Minuten
benötigt und das Produkt war geschmacklich und in bezug auf die Textur weniger ansprechend als die
so Produkte aus anderen Versuchen, obwohl das Aussehen demjenigen von wirklichem Fleisch entsprach
Im Versuch Nr. 16, bei dem die Mischung Nr. 4 verwendet wurde, wurde ein dichtes Produkt erhalten,
welches in jeder Beziehung befriedigte. In diesem Fall waren die- Extrusionstemperatur und -druck höher als
bei Versuch Nr. 15, was bewies, daß diese Parameter variiert werden können, ohne die Eigenschaften des
Endproduktes nachteilig zu beeinflussen. Das Produkt dieses Versuchs wurde während 15 Minuten in siedendem
Wasser rehydratisiert und darauf in öl während 10 Minuten gebacken, wobei ein gebackenes Produkt
erhalten wurde, welches von einander trennbare, gleichmäßige, im allgemeinen geradlinige, unverknetete
Schichten aufwies. Die Versuche Nr. 17 bis 20 wurden unter Verwendung der Mischungen Nr. 5, 5B und 5A
durchgeführt, um den Einfluß eines veränderten pH in derselben Mischung auf das Endprodukt festzustellen.
Die Mischung Nr. 5 hatte ein unverändertes pH
10
15
20
25
30
(pH = 6,4) während d:.e Mischung Nr. 5A mit konzentrierter
Salzsäure auf ein pH von 5,5 angesäuert und die Mischung Nr. 5B mit 0,8% Natronlauge bis zu einem pH
von 7,1 alkalischer gemacht worden war.
Versuch Nr. 17, in dem die nicht modifizierte Mischung Nr. 5 verwendet wurde, ergab ein Produkt,
das sich gut extrudieren ließ und am Austritt vom zweiten Extruder vor dem Trocknen eine Dichte von
0,54 g/cm3 aufwies. Nach der Rehydratisierung während 5 Minuten, in siedendem Wasser, wies das Produkt sehr
gute Eigenschaften bezüglich Anfühlen im Mund und Aussehen auf und konnte leicht von Hand in sehr dünne,
gleichmäßige Schichten aufgetrennt werden. Nach dem Backen während fünf Minuten entsprach aas Anfühlen
im Mund und die Textur weitgehend diesen Eigenschaften von gebratenem Schinken.
Versuch Nr. 18, der mit der Mischung Nr. 5B durchgeführt wurde, ergäbe ein Produkt, das sich
gleichmäßig, ohne aufzublähen oder aufzugehen extrudieien
ließ und dessen Aussehen demjenigen von Schinken sehr gut entsprach. Das Produkt war auch
leicht marmoriert, wobei die Marmorierung selbst nach der Rehydratisierung in siedendem Wasser während
30 Minuten nicht verschwand. Nach der Rehydratisierung wurde das Produkt in einer Bratpfanne in leichtem
öl gebraten. Das gebratene Produkt war hervorragend in bezug auf das Anfühlen im Mund und das Aussehen.
Die Versuche Nr. 19 bis 20 wurden mit der angesäuerten Mischung Nr. 5A durchgeführt. Die
Dichte des aus Versuch 19 erhaltenen Produktes war ca. 0,48 g/cm3 (feuchtes Produkt ab Extruder). Es wies eine
gut ausgebildete Schichtung und eine undeformierte Struktur auf. Nach der Rehydratisierung in siedendem
Wasser während 15 Minuten und beidseitigem Ausbakken
während 5 Minuten auf beiden Seiten ergab ein gebratenes Produkt, das sich im Mund angenehm
anfühlte und eine gute Textur aufwies und besser kaubar war, als das alkalische Produkt. Beim Extrudieren neigte
dieses Produkt dazu, hie und da aufzugehen und aufzublähen, bei langsamem Betrieb aber war das
Produkt in jeder Beziehung einwandfrei.
Die Versuche Nr. 21 bis 26 und 28 bib 32 wurden alle mit angefeuchtetem entfettetem Sojamehl ohne weitere
Zusätze (Mischung Nr. 6) durchgeführt. Das Ziel dieser Versuche war, festzustellen, ob ein gleichmäßig
geschichtetes, unzerknetetes Produkt mit fleischähnlicher Struktur, ausgehend einzig von einem pflanzlichen
Protein, wie entfettetes Sojamehl hergestellt werden kann. Bei Versuch Nr. 21 war der Feuchtigkeitsgehalt
normal, die Dichte des Produktes nach dem Extruder betrug ca. 0,53 g/cm3, es ließ sich gut rehydratisieren,
wies eine gut ausgebildete, gleichmäßig geschichtete Struktur auf und ließ sich gut zu einem angenehm
kaubaren, fleischähnlichen Produkt ausbacken.
Der Versuch Nr. 22 war dazu ausersehen, das Verhalten einer entfetteten Sojamehlmischung mit
niedrigem Feuchtigkeitsgehalt festzustellen. Das aus dem zweiten Extruder austretende Produkt hatte eine
Dichte von ca. 0,51 g/cm3 und entsprach im übrigen weitgehend vom Produkt aus Versuch Nr. 21. Die
organoleptischen Eigenschaften dieses Produktes waren sehr gut.
Im Versuch Nr. 23 wurde das Verhalten einer Mischung mit hohem Feuchtigkeitsgehalt untersucht.
Das nach dem zweiten Extruder erhaltene Produkt hatte eine Dichte von ca. 0,57 g/cm3 und obwohl es als
Fleischersatz annehmbar war, wies es doch nicht die gute Schichtung und das angenehme Anfühlen im Mund
50
55
60
65 auf, wie das Produkt des Versuches Nr. 22.
Versuch Nr. 24 war dazu ausersehen, den Einfluß einer relativ hohen Temperatur im zehnten Einsatz des
zweiten Extruders auf die Eigenschaften eines aus entfettetem Sojamehl ohne weitere Zusätze hergestellten
Produktes festzustellen. In diesem Fall wurde Dampf (anstelle von Kühlwasser) durch den Wärmeaustauschmantel
des zehnten Einsatzes geführt. Zudem war der Druck in diesem Einsatz höher, als in den anderen
Versuchen, nämlich ca. 41 N/cm2. Das erhaltene Produkt war in einigen Beziehungen denjenigen der oben
beschriebenen Versuche unterlegen. Der Versuch zeigte, daß relativ hohe Temperaturen verbunden mit
hohen Drücken im Extruder bei der Herstellung von fleischähnlichen Produkten guter Qualität vermieden
werden sollten.
Bei Versuch Nr. 25 wurden dieselben Versuchsbedingungen und derselbe Feuchtigkeitsgehalt, wie bei
Versuch Nr. 24 eingehalten, mit der Ausnahme, daß Wasser statt Dampf dem Wärmeaustauschmantel des
zehnten Einsatzes zugeführt wurde. Diese Maßnahme hatte zur Folge, daß die Temperatur und der
Extrusionsdruck im zweiten Extruder gegenüber dem vorhergehenden Versuch erniedrigt wurden, was ein
Produkt, ergab, das geschichtet und undeformiert war.
Das Produkt wurde während 10 Minuten in siedendem Wasser rehydratisiert und war danach in keiner Weise
unerwünscht schwammig. Backen des Produktes machte es fester und verlieh ihm Geschmack und das
Aussehen die dem Geschmack und Aussehen eines Schinkens sehr ähnlich waren.
Versuch Nr. 26 entsprach in allen Bedingungen dem Versuch Nr. 25 mit der Ausnahme, daß die Drahlzahl
der Schnecke des zweiten Extruders auf 200 Umdrehungen pro Minute erniedrigt wurde. Bei dieser Umdrehungszahl
wurde der Produktionsablauf etwas unstabil, was zum Schluß führt, daß für einen Extruder der
verwendeten Größe eine Umdrehungszahl von 200 Umdrehungen pro Minute das praktische Minimum bei
der Verarbeitung von entfettetem Sojamehl darstellt. Wie oben erwähnt, dürfte sich bei größeren Maschinen
und anderen Mischrezepten die optimale Drehzahl der Schnecke verändern.
Versuch Nr. 27 wurde mit der Mischung Nr. 8 durchgeführt, die zusätzlich zu entfettetem Sojamehl
0,5 Gewichtsprozent Lecithin enthielt. Das Ziel dieses Versuches bestand darin, herauszufinden, ob der Zusatz
von Lecithin zu einem Produkt führe, das demjenigen früherer Versuchsläufe ohne Lecitninzusatz überlegen
sei. Das feuchte Endprodukt hatte eine Dichte von 0,55 g/cm3 und wies Schichten geringer Dicke auf. Das
Produkt konnte durch Einlegen während 15 Minuten in siedendes Wasser zufriedenstellend rehydratisiert werden.
Nach dem Braten in öl in einer Bratpfanne wurden zarte bißgroße Klößchen erhalten, die einem mittelstark
gebratenem Steak nicht unähnlich waren.
Versuch Nr. 28 (Mischung Nr. 6) diente zur Abklärung des Einflusses eines hohen Feuchtigkeitsgehaltes im
ersten Extruder und eines niedrigen Feuchtigkeitsgehalts im zweiten Extruder auf das so erhaltene
Endprodukt. Unter diesen Bedingungen ging das Produkt im zweiten Extruder etwas auf. Das austretende
Produkt war größtenteils stabil und blähte nicht auf. Die laminare Struktur des zweifach extrudierten
Produktes entsprach den gestellten Anforderungen, obwohl die einzelnen Schichten etwas dicker waren, als
in anderen Versuchen. Dem zweiten Extruder wurde kein Wasser zugesetzt, womit ein Produkt erhalten
wurde, das kaubarer war als unter ähnlichen Versuchsbedingungen, jedoch mit Wasserzusatz im zweiten
Extruder. Dieser Versuch läßt den Schluß zu, daß in den Fällen, wo ein kaubares Produkt erwünscht ist, das
erforderliche Wasser im ersten Extruder zugesetzt werden sollte und nur wenig oder gar nichts im zweiten
Extruder.
Versuch Nr. 29 (Mischung Nr. 6) war dazu ausersehen, die Auswirkung eines hohen Feuchtigkeitsgehaltes und
relativ hoher Temperaturen im ersten Extruder und eines niedrigen Feuchtigkeitsgehaltes und relativ
niedriger Temperaturen im zweiten Extruder auf das Endprodukt zu bestimmen. Der Produktionsverlauf in
diesem Versuch war stabil und das erhaltene Produkt wies eine gleichmäßige, unverknetete, geradlinige
Schichtung auf. Das getrocknete Produkt konnte durch Einlegen in siedendes Wasser während 15 Minuten
leicht rehydratisiert werden und ergab nach dem Backen in Öl ein fleischähnliches Produkt
Der Versuch Nr. 30 (Mischung Nr. 6) wurde durchgeführt
um die Qualität des Produktes zu bestimmen, das erhalten wird, wenn im ersten Extruder ein niedriges
Feuchtigkeitsniveau und relativ hohe Temperaturen eingehalten werden, sowie ein niedriges Feuchtigkeitsniveau und niedrige Temperaturen im zweiten Extruder.
Proben, die nach dem ersten Extruder entnommen wurden, wiesen bereits eine gewisse Texturierung auf,
aber das Material war noch nicht vollständig gerichtet Das Produkt nach dem zweiten Extruder wies eine
ungenügende Schichtung auf, die zudem teilweise ineinander verknetet waren.
Zudem fühlte es sich im Mund körnig an. Es wurde deshalb, wie in Versuch Nr. 4 unter Druck erhitzt (110
Minuten bei 9,8 N/cm2 und 1210C) und verlor dadurch
seine Körnigkeit und war angenehm kaubar.
Versuch Nr. 31 (Mischung Nr. 6) wurde durchgeführt, um festzustellen, ob die Feuchtigkeit und die Temperaturen
im ersten Extruder niedrig gehalten werden können, wenn das erforderliche Wasser vorwiegend im
zweiten Extruder zugesetzt und daselbst die Temperatür etwas höher gehalten wird. Der Produktionsverlauf
war stabil und es wurde ein Produkt erhalten, welches eine Dichte von 0,54 g/cm3 hatte, eine gut kaubare
Textur aufwies, die wirklichem Fleisch sehr nahe kam. In Versuch Nr. 33 (Mischung Nr. 9) wurde untersucht, ob
D,L-Methionin vor dem Extrudieren zu einem Ausgangsgemisch das entfettete Sojamehl, den Farbstoff
Rot Nr. 40, Natriumbisulfit und Lecithin in Mengen enthält, wie sie sich aus früheren Versuchen ergeben
hatten, zugesetzt werden kann. Die Produktion bei einer Zugabe von 0,125 Gewichtsprozent D,L-Methionin
verlief gleichmäßig und ergab ein Produkt, das nach dem Trocknen (ca. 8% Restfeuchtigkeit) eine Dichte
von 0,50 g/xm3 aufwies. Es war schön geschichtet und hatte eine gute Textur, die sich im Mund wie
gebackenes, weißes Pouletfleisch anfühlte Wenn das Produkt rehydratisiert und dann in öl gebacken wurde,
wurde ein gut kaubares Produkt mit eng verflochtener Textur erhalten.
Im Versuch 34 wurde untersucht, ob vollfettes Sojamehl in den Mischungen der vorliegenden Erfindung
erfolgreich verwendet werden kann. Die fleischähnlichen Produkte, die in diesem Versuch erhalten
wurden, entsprachen recht gut den Anforderungen, die an ein Produkt zum vollständigen Ersatz von Fleisch
gestellt werden müssen.
Im Versuch Nr. 35 (Mischung Nr. 12) wurde die Auswirkung eines Zusatzes von D,L-Methionin auf das
Aroma eines aus entfettetem Sojamehl hergestellter. Produktes untersucht Das erhaltene Produkt hatte kein
astringierendes Aroma und war in bezug auf Geschmack und organoleptische Eigenschaften sehr
befriedigend (wie auch Versuch Nr. 33). Die Textur des Produktes nach der Rehydratisierung in siedendem
Wasser entsprach weitgehend derjenigen von gekochten Garnelen.
In Versuch Nr. 36 (Mischung Nr. 10) wurde 100% entfettetes Sojakonzentrat-Mehl eingesetzt, welches ca.
70 Gewichtsprozent Protein enthielt Mit diesem Versuch wolke man feststellen; ob Sojakonzentrat ebensogut
wie entfettetes Sojamehl verwendet werden kann.
Da das Sojakonzentrat einen niedrigen Stickstofflöslichkeitsindex
aufweist wurde im ersten Extruder möglichst viel des erforderlichen Wassers zugesetzt um
dem Produkt genügend Zeit zu geben, die erforderliche Feuchtigkeit aufzunehmen. Die höchste Temperatur im
zweiten Extruder war 152° C im siebten Einsatz bei einem Druck von 37,9 N/cm2, d. h. etwas mehr als üblich.
Das erhaltene Produkt war ein sehr ansprechendes fleischähnliches Produkt mit gleichmäßiger, undeformierter
Schichtung. Das Produkt wurde in siedendem Wasser rehydratisiert, worauf das Produkt gut kaubar
war und Farbe und Textur dem weißen Fleisch von Truthahn sehr ähnlich kamen. Nach dem beidseitigen
Anbraten in öl während 5 Minuten wurde ein kalbfleischähnliches Produkt erhalten.
In Versuch Nr. 37 (Mischung Nr. 10) wurde nach dem
höchstmöglichen praktisch anwendbaren Feuchtigkeitsgehalt gefragt, wenn entfettetes Sojakonzentrat eingesetzt
wird, dem der größte Teil des Wassers im ersten Extruder bei minimalen Temperaturen zugesetzt wird.
Auch der zweite Extruderkörper wurde auf einem relativ niedrigen Temperaturbereich gehalten, da das
Sojakonzentrat denaturiert ist und einen niedrigen Stickstofflöslichkeitsindex (NSI) aufweist Das Produkt
nach dem zweiten Extruder hatte einen hohen Feuchtigkeitsgehalt (54,0%), der ein etwas deformiertes,
schwammiges und ungleichmäßiges Aussehen bewirkte. Zudem wird angenommen, daß die hohen Extrusionsdrücke
von 37,9 bis 41 kg/cm2 die Qualität des Produktes nachteilig beeinflußt hatten.
Versuch Nr. 38 (Mischung Nr. 11) wurde durchgeführt, um festzustellen, ob Erdnußmehl (»Gold Kist«
entfettetes Erdnußmehl mit 63% Proteingehalt) mit Wasserzusatz ohne andere Zusätze ein brauchbares
fleischähnliches Produkt ergeben würde. In dieser Mischung wurden somit keine Zusätze verwendet. Die
Extrusion verlief nicht so gleichmäßig, wie mit entfettetem Sojamehl, und das Produkt blähte sich auch
auf, bis die Temperaturen und Drücke den spezifischen Anforderungen dieser Mischung angepaßt waren. Das
erhaltene Produkt wies eine gut ausgebildete fleischähnliche Schichtung auf, ließ sich mit siedendem Wasser gut
rehydratisieren, obwohl dazu volle 15 Minuten erforderlich waren. Wurde das Produkt beidseits während fünf
Minuten in wenig Öl in einer Pfanne angebacken, so glich es in bezug auf Textur und Anfühlen im Mund
einem gebratenen Steak.
In den Versuchen Nr. 39 und 40 wurde das trockene Ausgangsmaterial (Mischung Nr. 13, bzw. Nr. 14) in
einer Mischtrommel angefeuchtet, indem man 13,8 Gewichtsprozent Wasser auf die Mischung sprühte und
den Mischer darauf während 15 bis 20 Minuten weiter in Betneb hielt. Das Ziel dieses Versuches bestand darin,
ob es möglich sei, den ersten Extruder zu umgehen und die Vormischung in einem anderen Mischertyp vorzu-
nehmen. In diesem Versuch wurde das angefeuchtete Gemisch aus der diskontinuierlich arbeitenden Mischtrommel,
dem hochtourig drehenden Mischzylinder über dem ersten Extruder zugeführt, wo es gründlich mit
Dampf durchmischt wurde. Das aufgeheizte und angefeuchtete Gemisch wurde direkt dem zweiten
Extruder unter Umgehung des ersten Extruders zugeführt.
In Versuch Nr. 39 (Mischung Nr. 13) wurde von entfetteten Soja-Konzentralen ausgegangen und es
wurde ein geschichtetes Produkt erhalten, das die Anforderungen erfüllt, die an ein Fleisch-Ersatzprodukt
gestellt werden. Zudem war die Stabilität des Versuchsverlaufs befriedigend, da nur ein geringes Aufgehen und
Aufblähen des Produktes festgestellt wurde.
Im Fall des Versuches Nr. 40 wurde eine gute Ausbildung der Schichtstruktur im Endprodukt beobachtet,
aber auch ein geringes Zerkneten der Schichten.
Diese Versuche zeigen, daß es mit vorliegender erfindungsgemäßer Vorrichtung möglich ist, zweckentsprechende
Produkte herzustellen, indem man sich im ersten Produktionsschritt eines diskontinuierlichen
Trommelmisch- und Befeuchtungsverfahren anstelle des an sich bevorzugten Doppelextrusionsverfahren
bedient. Dabei muß im ersten Produktionsschritt das Protein-Feuchtigkeits-Gemisch nur so weit verarbeitet
werden, daß es heiß, fließfähig, im wesentlichen nicht orientiert und nicht texturiert zur Weiterverarbeitung
zur Verfügung steht. Bei derartigen alternativen Verfahren kann Dampf von 9,8 N/cm2 oder darüber als
brauchbares Mittel eingesetzt werden um den ersten der beiden Extruder überflüssig zu machen.
Im Versuch Nr. 41 (Mischung Nr. 5) wurden wohl beide Extruder, wie in F i g. 1 und 2 dargestellt,
verwendet, jedoch mit einem besonderen Düsenkopf mit kreisförmig angeordneten Schlitzen. Dieser Düsenkopf
wies 3ö am Umfang angeordnete gleichmäßig verteilte 2,5 · 0,625 cm große Schlitze auf, durch die die
Mischung radial aus dem Verlängerungsstück ausgepreßt wurde. In diesem Versuch trat das Produkt
anfänglich ungleichmäßig aus, was sich mit der Zeit ausglich. Das so erhaltene Produkt war wohl den nach
dem bisherigen Stand der Technik bekannten Produkten überlegen, wies jedoch nicht die Qualität der
meisten der in den Versuchen Nr. 1 bis 40 erhaltenen Produkte auf, in dem die Gleichmäßigkeit und
Schichtung nicht gut war und auch ein gewisses Zerkneten der Schichten feststellbar war. Dennoch
bewies dieser Versuch, daß verschiedenartige Düsenköpfe im Rahmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
verwendet werden können, daß jedoch die axiale Extrusion aus dem Extruder-Verlängerungsstück die
Methode der Wahl darstellt.
In den Versuchen Nr. 42 bis 44 (Mischung Nr. 15) wurde Sojabohnenschrot als vorbefeuchtetes pflanzliches
proteinhaltiges Ausgangsprodukt verwendet und das fleischähnliche Produkt wurde in einem einzigen
Extruder ähnlich wie in den Versuchen Nr. 39 und 40 verarbeitet Dabei wurden 90,7 kg der trockenen
Mischung Nr. 15 in eine Mischtrommel eingefüllt und der Mischung 19,1 kg Wasser zugefügt und so lange
vermischt, bis eine amorphe fließfähige Masse vorlag. Diese Masse wurde einem hochtourigen Zylindermischer
(wie in F i g. 1 und 2 dargestellt) zugeführt, dort mit Dampf behandelt und weiter vermischt und dann in
einen Extruder der Art, wie er bei 12 in den Zeichnungen dargestellt ist, eingespeist Das in diesen Versuchen
erhaltene Endprodukt war ein ansprechendes, geschichtetes fleischähnliches Produkt mit undeformierter,
laminierter Struktur. Es fühlte sich jedoch im Mund nicht so gut an wie die durch zweifache Extrusion ;
erhaltenen Produkte. '
Zur Veranschaulichung der mit der erfindungsgemä- j Ben Vorrichtung erhaltenen Produkte wird auf die
F i g. 4 bis 23 verwiesen.
F i g. 4 zeigt eine 9,5fache Vergrößerung eines mit der
Vorrichtung gemäß dieser Erfindung erzeugten Stücks eines fleischähnlichen Produktes. In diesem Fall handelt ,
es sich um ein Muster aus Versuch Nr. 4 (siehe oben), das ' während 110 Minuten bei 9,8 N/cm2 im Drucktopf
aufgekocht worden war. Die Aufnahme zeigt deutlich die geschichtete, jedoch undeformierte fleischähnliche
Struktur des Produktes. Zudem sei vermerkt, daß die Schichten nicht miteinander verknetet und von Hand '
trennbar sind, ähnlich einem Stück Schinken oder Steak, j das man entlang den Fasern zerschneidet.
F i g. 5 zeigt in Gegenüberstellung Stücke von gekochtem Schinken und von in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung hergestellten schinkenähnlichem Produkt.
Die zwei wiedergegebenen Fleischstücke im oberen Bildteil sind Produkte aus dem Versuch Nr. 3, die
während 15 Minuten im siedenden Wasser rehydratisiert worden waren. Andererseits sind die zwei
Fleischstücke im unteren Bildteil dem Handel entnommen, gesalzene und fertig gekochte Schinkenstücke. Die
Schichten beider Produkte waren zur Sichtbarmachung der Struktur mit einer Gabel leicht aufgetrennt worden.
Die Überprüfung des Aussehens des echten Schinken- ; Stücks und seines »Ersatzes« belegt die verblüffende ;
Ähnlichkeit der beiden Produkte. Es ist in der Tat beinahe unmöglich, das echte Schinkenstück und das mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellte Produkt voneinander zu unterscheiden.
Die Fig.6 bis 8 sind Elektronengitter-Mikrophotographien
mit zunehmender Vergrößerung eines einzel- , nen Stückes eines schinkenähnlichen Produktes aus '
Versuch Nr. 3. Diese Aufnahmen zeigen eine Schnittfläche senkrecht zur Extrusionsrichtung, wobei der Schnitt J
mit einer Rasierklinge vorgenommen wurde. Man beachte hier die Schichtung und Dichte des Produktes,
welche demselben sein fleischähnliches Aussehen, die fleischähnliche Textur und das entsprechende Gefühl im !
Mund verleiht.
Die F i g. 9 bis 11 und 12 bis 14 zeigen je ein einzelnes
Stück der Produkte von Versuch 25 bzw. Versuch 3, ' welche in getrockneter Form nach erfolgter Rehydratisierung
in siedendem Wasser und Auftrennung der Schichtung photographiert wurden. Diese zwei Serien
Photographien belegen erneut in eindrücklicher Weise die fleischähnliche Struktur der mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung hergestellten Produkte.
Zum Vergleich mit den mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellten Produkten wird auf die
Fleisch-Streckprodukte nach dem bisherigen Stand der Technik hingewiesen, die in den Fig. 15 bis 17
wiedergegeben sind. In diesem Fall handelt es sich um
ein typisches, aufgeblähtes, verknetetes, aus pflanzlichen Proteinen bestehendes Fleisch-Streckprodukt, das nach
der Rehydratisierung in siedendem Wasser und nach versuchtem Auftrennen der verkneteten Schichten als
trockenes Produkt aufgenommen wurde. Diese Art Produkt findet sich verbreitet als Ergebnis der nach dem
bisherigen Stand der Technik bekannten Verfahren, bei denen nur ein Extruder eingesetzt wird, der bei hohen
Temperaturen und Drücken, d.h. ca. 172^5 bis 620N/
cm2, arbeitet Das auf der Photographic wiedergegebe-
ne Produkt wurde aus einer Mischung hergestellt, die
nur entfettetes Sojamehl und Feuchtigkeit enthielt, wie dies auch bei den in den Fig.9 bis 11 dargestellten
Produkten der Fall war. Ein Vergleich der Photographien des Fleisch-Streckproduktes gemäß dem bisherigen
Stand der Technik mit den mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung herstellten Produkten wird die
eindrücklichen Unterschiede erneut bestätigen. Insbesondere weisen die Produkte nach dem bisherigen Stand
der Technik wenn überhaupt, so nur eine geringe Schichtung auf, wobei alle eventuell vorhandenen
Schichten von ungleichmäßiger Länge, beliebig orientiert und miteinander verknetet sind. Dies ergibt ein
elastisch, schwammig texturiertes und sich im Mund schwammig anfühlendes Produkt, was die Verwendung
dieser nach dem bisherigen Stand der Technik erhaltenen Produkte auf beliebig orientierte Fleischprodukte
wie Hackfleisch oder Speckstückchen beschränkt und sie zur Verwendung als vollwertiges Fleisch-Analogon
ungeeignet macht.
Fig. 18 ist die Photographie des Produktes, das aus dem ersten Extruder austritt. Wie man sieht, ist dieses
Produkt nicht geschichtet oder maßgeblich texturiert, sondern eher eine unorientierte aber gut durchmischte
fließfähige, erhitzte amorphe Masse. Wie oben dargelegt, wird das in F i g. 18 wiedergegebene Produkt nach
dem bevorzugten Verfahren dieser Erfindung erhalten, indem man eine angefeuchtete Mischung eines pflanzlichen
Proteins in einem ersten Extruder verarbeitet. Man hat jedoch festgestellt, daß andere Anfeuchtungs- und
Erwärmungsverfahren verwendet werden können, um die Mischung heiß, fließfähig aber unorientiert zu
erhalten. Derartige Alternativen sind beispielsweise das Befeuchten in einer Mischtrommel oder einem kontinuierlichen
Mischer und das Erwärmen des befeuchteten Materials bei Atmosphärendruck oder unter Oberdruck.
Das in Fig. 18 gezeigte Produkt wurde im Versuch Nr. 11 am Austritt des ersten Extruders entnommen.
Fig. 19 zeigt die Seitenansicht eines getrockneten, nicht hydratisierten Musters eines Klötzchens aus
Versuch Nr. 30. Die Seitenansicht belegt die dichte, geschichtete Beschaffenheit des Produktes und weist
daraufhin, daß zentralen Schichten beim Austritt aus der Extruderdüse des zweiten Extruders etwas rascher
vorgeschoben werden, als die Schichten, die direkt an der Düsenwandung anliegen. Zu diesem Schluß führt die
Ausbauchung, die beim Muster sichtbar ist.
Die F i g. 20 ist eine Elektronengitter-Mikrophotographie der Oberfläche eines Produkt-Stückes, das durch
das rotierende Messer am Austritt des zweiten Extruders abgetrennt wurde. Das Muster entstammt
dem Versuch Nr. 20 und die Photographie zeigt bei 19,5facher Vergrößerung die geschichtete, unzerknetete,
relativ dichte Strjktur des Produktes.
Die Fig.21 bis 23 zeigen zum Vergleich weitere
typische Produkte, die gemäß dem bisherigen Stand der Technik erhältlich waren. Diese Mikrophotographien
der Produkte gemäß dem bisherigen Stand der Technik sind größtenteils direkt mit den in den Fig. 15 bis 17
wiedergegebenen Mikrophotographien vergleichbar. So zeigt beispielsweise die Mikrophotographie von
Fig.21 einen Schnitt (in 19,5facher Vergrößerung) durch ein nicht hydratisiertes Muster eines konventionellen
Fleisch-Streckproduktes, bei dem die geblähte, ungleichmäßig zellige Beschaffenheit klar ersichtlich ist
Bei den konventionellen Verfahren zur Herstellung von Fleischstreckprodukten wird diese Struktur als Folge
der angewandten hohen Drücke und Temperaturen im Extruder ausgebildet, indem nach dem Austritt aus den
Düsen des Extruderkochers beachtliche Dampfmengen aus dem Produkt abblasen. Die schwammige, ungleichmäßige
und beliebig verfaltete Struktur dieser Fleisch-Streckprodukte gemäß dem bisherigen Stand der
Technik läßt ihre Verwendung in Hackfleisch und Frikadellen zu, nicht jedoch als vollwertigen Fleischersatz.
Die F i g. 22 zeigt eine Seitenansicht eines konventioneuen Fleisch-Streckproduktes in nicht hydratisiertem Zustand.
Die F i g. 22 zeigt eine Seitenansicht eines konventioneuen Fleisch-Streckproduktes in nicht hydratisiertem Zustand.
Diese Photographie (19,5fach vergrößert) ist diejenige von Fig. 19 gegenüberzustellen, die ebenfalls eine
Seitenansicht (14,7fach) eines fleischähnlichen mit der vorliegenden Vorrichtung herstellten Produktes im
unhydratisierten Zustand darstellt In Fig.22 kommt
die aufgeblähte, unregelmäßige, zellartige Beschaffenheit des konventionellen Fleisch-Streckproduktes gut
zur Geltung, wobei die geringe Schichtung des Produktes verfaltet und ungleichmäßig ist.
F i g. 23 ist eine weitere Mikrophotographie eines konventionellen Fleisch-Streckproduktes, welches wiederum
die typische verknetete, ungleichmäßige Beschaffenheit aufweist. Diese Aufnahme ist der Photographie
in F i g. 20 gegenüberzustellen, um den in die Augen springenden Unterschied zwischen den Produkten
gemäß dem Stand der Technik und den Produkten, die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhalten
werden, zu illustrieren.
Es ist schwierig, die bei der Herstellung fleischähnlichen Produkte unter Einsatz der erfindungsgemäßen
Vorrichtung im einzelnen stattfindenden Vorgänge im einzelnen zu bestimmen. Dennoch sei hier der
Vollständigkeit halber eine Theorie dargelegt, die im Laufe der Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit
dieser Erfindung entwickelt worden ist.
Es wurde festgestellt, daß es nun erforderlich ist, ein aus einem pflanzlichen Protein und dem zum Anfeuchten
benötigten Wasser bestehenden Gemisch zu rühren und zu erhitzen, um dasselbe heiß, fließfähig und im
wesentlichen unorientiert zu machen. Dies geschieht einfach und leicht, indem die Mischung in einem
Koch-Extruder verarbeitet wird, dessen Betriebsbedingungen, wie Temperaturen, Druck und Verweilzeit
zweckmäßig festgelegt sind. Es wurde jedoch auch festgestellt daß das Anfeuchten in einer Mischtrommel
erfolgen kann, und daß ausreichend Wärme und zusätzliches Wasser beim Durchsatz durch einen
hochtourigen Mischer zugeführt sowie daselbst der erforderliche Mischeffekt erzielt werden können. Es ist
daraus zu folgern, daß die Behandlung in dieser ersten Stufe an sich belanglos ist vorausgesetzt daß die
Behandlung der Mischung das oben beschriebene Ergebnis zeitigt
Im Rahmen der Bemühungen, den Mechanismus der Ausbildung der fleischähnlichen Schichten im Produkt
durch die erfindungsgemäße Vorrichtung herauszufinden, wurde der zweite Extruder (Ref. 12 in F i g. 1 und 2)
voll beschickt d. h. gefüllt mit in Verarbeitung befindlichem Gemisch auf der ganzen Länge des
Extruderkörpers und der Verlängerung, abgestellt Muster des Gemisches, die aus dem Extruderkörper und
aus der Verlängerung entnommen wurden, belegten, daß im Extruderkörper im wesentlichen noch keine
Schichten ausgebildet werden und daß das Gemisch am Eintritt in die Verlängerung nur eine etwas gestreckte,
schichtähnliche Struktur entlang einer Ebene senkrecht zur allgemeinen Fließrichtung aufweist Diese Schichten
sind relativ dick und weisen eine »kurze« Textur auf. Soweit von bloßem Auge feststellbar, scheint die
Ausbildung der Schichten nicht an den zylindrischen Wänden der Verlängerung zu erfolgen. Demgegenüber
konnte in der Mischung, die in der allgemeinen Richtung aus dem Extruderkörper zu den peripher angeordneten
Düsen fließt, die Ausbildung von länglichen dünnen Röhren oder Schichten festgestellt werden, die im
wesentlichen paralle der Längsachse der Verlängerung verliefen.
Aufgrund dieser Beobachtungen wurde die folgende Arbeitstheorie entwickelt:
Die angefeuchtete Proteinmischung im Körper des zweiten Extruders ist einem Überdruck und einer Rühr-
und Scherwirkung, verursacht durch die Drehung der Extruderschnecke ausgesetzt. Diese Drehung bewirkt
gleichzeitig ein Fortschieben der Mischung in Richtung der Achse des Extruderkörpers und quer zu dieser
(Querfluß), wobei das pflanzliche Protein In der Mischung in ausreichendem Maße gedehnt und
geknetet wird. Es wird angenommen, daß diese Behandlung des Proteingemisches unerläßlich ist zur
Vorbereitung des Proteins auf die endgültige strukturelle Orientierung im Endprodukt.
Im Verlängerungsstück, welches das Gemisch nach dem kontinuierlichen Austreten aus dem Extruderkörper
durchfließen muß, ist das Gemisch nur noch Druckkräften ausgesetzt. Diese Druckkräfte sind die
axiale Komponente der Verschiebekräfte, die von der Extruderschnecke im Extruderkörper auf die durchgepreßte
Masse übertragen werden. Es ist wahrscheinlich, daß im Verlängerungsstück die Schiebekräfte nicht
ausschließlich axial wirken; dies aus drei Gründen:
1. die Mischung, die aus dem Extruderkörper austritt, kann elastische Eigenschaften aufweisen und sich
somit an einen Teil der Querkräfte »erinneren«, die im Extruderkörper auf die Mischung eingewirkt
hatten;
2. geometrische, strukturelle und Temperatureffekte im Verlängerungsstück; und
3. irgendwelche Querkraftmomente in der Mischung, die von der Bewegung der Schraubenflügel
stammen.
Die vorwiegend axiale Verschiebung der Mischung im Verlängerungsstück zusammen mit den dort
eingehaltenen Temperatur- und Druckbedingungen, bewirken, so wird angenommen, daß rohrähnliche
»Stromlinien« ausgebildet werden, die zu den peripher angeordneten Düsenöffnungen und durch diese hindurchführen.
Dieser Effekt kann mit einem Flüssigkeitsströmungsbild verglichen werden, das zeigt, daß
fließende Flüssigkeiten Scherkräften ausgesetzt sind, da nicht jedes Eiement einer Flüssigkeit im Querschnitt
eines begrenzten Gebietes mit derselben Geschwindigkeit fortfließt· Im vorliegenden Fall würde das Gemisch
an den Wänden der Düsenöffnungen sich theoretisch nicht fortbewegen, während dem die Mischung im
Zentrum der Düsenöffnung sich am raschesten fortbewegen würde. Daraus ergeben sich Scherkräfte
zwischen den zylindrischen »Stromlinienrohren« mit dem Ergebnis, daß die Mischung im Verlängerungsstück
sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fortbewegt Dieser Unterschied in der Fortbewegungsgeschwindigkeit
benachbarter Teile in der Masse bewirkt so wird angenommen, während dem Durchfluß durch das
Verlängerungsstück ein Abscheren von Protein-Protein-Anziehungskräften zwischen aneinanderliegenden
»Strömungsrohren«. Derartige Anziehungskräfte kön-
nen sich vermutlich nicht leicht erneut aufbauen, dies wegen der relativ niedrigen Temperatur, die im
Verlängerungsstück herrscht. Andererseits entwickeln die Proteinmoleküle, die sich in einem gegebenen
»Stromlinienrohr« fortbewegen, unter sich starke Bindekräfte, was die Ausbildung von Schichten unterstützt.
Während keine wesentliche Durchmischung zwischen anliegenden Fließschichten erfolgt, wird
dennoch, so wird angenommen, die strukturelle Ausbildung der einzelnen Schichten verstärkt. Da
zudem die Schichten der Mischung relativ kühl sind, ist es wahrscheinlich, daß die darin enthaltenen Proteine
gestreckt und gerichtet werden, während sie entlang den respektiven »Strömungsrohren« fließen.
Die rohrartigen Schichten oder »Strömungsrohre«
aus fließendem Material können auch als konzentrische Zylinder, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit
fortbewegen, aufgefaßt werden, wobei deren Achse mit der Achse des Körpers in Form einer Granate im
Verlängerungsstück übereinstimmt. Die verschiedenen Geschwindigkeiten der Schichten können ihre Ursache
in »Randeffekten« an den Wänden des Körpers haben. Die hohe Viskosität der thermoplastischen Masse
zusammen mit der relativ niedrigen Geschwindigkeit können die Ursache eines laminaren Materialflusses
entlang des Körpers sein, d. h. ein Materialfluß von der Art, daß die Flüssigkeitselemente sich in Schichten
fortbewegen, ohne daß dabei ein Vermischen der Flüssigkeit oder eine Bewegung von Flüssigkeit von
einer Schicht zur anderen erfolgen würde.
Eine weitere Besonderheit, welche unter anderem als für den Erfolg der erfindungsgemäßen Vorrichtung
verantwortlich angesehen wird, besteht darin, daß am Austritt des Extruderkörpers in die längliche Verlängerung
keine maßgebliche Verengung des Materialflusses stattfindet. In der Tat ist anzunehmen, daß infolge des
Wegfallens einer wesentlichen Einengung (z. B. durch eine Düsenplatte) des Massenflusses nach der Extruderschneckenspitze
in Richtung auf die Düsenöffnungen am Eintritt in die Verlängerung irgendwelche Querbewegungen
in der Mischung gedämpft werden und sich gegenseitig aufheben. Das ist wichtig im Hinblick
darauf, daß ein geschichtetes Produkt bei dem die einzelnen Schichten gegeneinander nicht deformiert
sein dürfen, erzeugt werden soll. Diese theoretisch vermutete Wirkung würde zudem die Bedeutung
unterstreichen, die dem Verlängerungsstück zukommt in dem die Querkräfte im Gemisch, das durchgesetzt
wird, sich dämpfen und ausgleichen können.
Es ist auch anzunehmen, daß die Anordnung der Düsenöffnungen im äußeren Kreis der Kopfdüsenpiatte
sich sehr günstig auswirkt da bei dieser Anordnung die »Stromrohre« bei ihrer Ausbildung und ihrem Durchfluß
durch das Verlängerungsstück wenig gestört werden. Auch der Granatkörper 72 (in F i g. 3) trägt zur
Bildung der geschichteten Struktur des Endproduktes bei. Dies beruht darauf, daß die sich fortbewegenden
»Stromrohre« sich nicht gegen das Zentrum des Verlängerungsstücks zu bewegen können, sondern
vielmehr in Richtung auf die peripher angeordneten Düsenöffnungen in der Düsenplatte hingeführt werden.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Herstellung eines fleischähnlichen Produktes aus einer pflanzliches Protein und
Feuchtigkeit enthaltenden Masse, die erhitzt und solange gerührt wird, bis eine heiße, fließfähige und
im wesentlichen unorientierte Masse entsteht, die letztlich durch einen Extruder bewegt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Düsenendplatte (66) des Extruders und dem
Extrudergehäuse (42) ein langgestrecktes rohrförmiges Verlängerungsstück (64) vorgesehen ist, wobei
im Verlängerungsstück (64) zentral an der Innenseite der Düsenendplatte (66) zwischen den Düsenöffnungen
(68) ein Körper (72) in Form einer Granate angeordnet ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsstück (64) einen
kleineren Durchmesser aufweist als das Extrudergehäuse (42).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/581,111 US3970761A (en) | 1975-05-27 | 1975-05-27 | Method of preparing dense, uniformly layered vegetable protein meat analogue |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2623601A1 DE2623601A1 (de) | 1976-12-16 |
| DE2623601C2 true DE2623601C2 (de) | 1982-10-21 |
Family
ID=24323929
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2623601A Expired DE2623601C2 (de) | 1975-05-27 | 1976-05-26 | Dichtes, gleichmäßig geschichtetes, aus pflanzlichen Proteinen bestehendes fleischähnliches Produkt und Verfahren zu dessen Herstellung |
Country Status (10)
| Country | Link |
|---|---|
| US (2) | US3970761A (de) |
| JP (2) | JPS51144754A (de) |
| BR (1) | BR7507978A (de) |
| CA (1) | CA1075961A (de) |
| CH (1) | CH624279A5 (de) |
| DE (1) | DE2623601C2 (de) |
| GB (1) | GB1515879A (de) |
| IN (1) | IN142015B (de) |
| SE (1) | SE428867B (de) |
| ZA (1) | ZA761110B (de) |
Families Citing this family (58)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1502455A (en) * | 1975-06-13 | 1978-03-01 | Du Pont | Method and apparatus for texturizing a proteinaceous fungal mass |
| US4175486A (en) * | 1975-12-31 | 1979-11-27 | Campbell Soup Company | Protein texturization |
| US4346652A (en) * | 1977-04-26 | 1982-08-31 | Ruyter Peter W A De | Apparatus for making a meat analog |
| US4118164A (en) * | 1977-07-15 | 1978-10-03 | Wenger Manufacturing | High-output apparatus for producing dense, uniformly layered meat analogue product |
| US4185123A (en) * | 1977-07-15 | 1980-01-22 | Wenger Manufacturing | High-output method for producing dense, uniformly layered meat analogue product |
| US4480980A (en) * | 1978-11-02 | 1984-11-06 | Beehive Machinery, Inc. | Apparatus for extruding composite food products |
| JPH0141291B2 (de) * | 1978-11-02 | 1989-09-05 | Biihaibu Mashiinarii Inc | |
| US4419372A (en) * | 1982-03-19 | 1983-12-06 | Zoecon Corporation | Simulated rawhide product |
| GB2120518A (en) * | 1982-05-13 | 1983-12-07 | Gen Foods Corp | Extruded protein product |
| US4449906A (en) * | 1982-06-01 | 1984-05-22 | General Foods Corporation | Extrusion nozzle arrangement |
| GB8413837D0 (en) * | 1984-05-31 | 1984-07-04 | Simon Rosedowns Ltd | Preparing vegetable oil seed meal |
| JPS62253345A (ja) * | 1985-12-07 | 1987-11-05 | Nisshin Oil Mills Ltd:The | 植物性蛋白食品の製造方法 |
| EP0476001A4 (en) * | 1989-06-07 | 1992-11-04 | Nabisco Brands, Inc. | Production of cookies with extrusion and post extrusion baking |
| US4984514A (en) * | 1989-06-07 | 1991-01-15 | Nabisco Brands, Inc. | Extruder apparatus for producing an at least partially baked product having a cookie-like crumb structure including a post extrusion microwave device |
| US5071668A (en) * | 1989-06-07 | 1991-12-10 | Nabisco Brands, Inc. | Extrusion baking of cookies containing heat and shear sensitive additives |
| US5079012A (en) * | 1989-06-07 | 1992-01-07 | Nabisco Brands, Inc. | Shelf stable cookie product containing heat and shear sensitive additives and method of making |
| US5015490A (en) * | 1989-06-07 | 1991-05-14 | Nabisco Brands, Inc. | Production of extruded baked products without oil separation |
| US4960043A (en) * | 1989-06-07 | 1990-10-02 | Nabisco Brands, Inc. | Extruder and continuous mixer arrangement for producing an at least partially baked product having a cookie-like crumb structure |
| US5015489A (en) * | 1989-06-07 | 1991-05-14 | Nabisco Brands, Inc. | Production of cookies with extrusion and post extrusion baking |
| US4949628A (en) * | 1989-06-07 | 1990-08-21 | Nabisco Brands, Inc. | Extruder and continuous mixer arrangement for producing an at least partially baked product having a cookie-like crumb structure, the extruder including a microwave applicator |
| US4999208A (en) * | 1989-06-07 | 1991-03-12 | Nabisco Brands, Inc. | Extrusion baking of cookies having liposome encapsulated ingredients |
| US4979434A (en) * | 1989-06-07 | 1990-12-25 | Nabisco Brands, Inc. | Extruder apparatus for producing an at least partially baked product having a cookie-like crumb structure |
| US5015488A (en) * | 1989-06-07 | 1991-05-14 | Nabisco Brands, Inc. | Cookie production with extrusion heat treatment and post extrusion mixing and baking |
| US4957042A (en) * | 1989-06-07 | 1990-09-18 | Nabisco Brands, Inc. | Extruder and continuous mixer arrangement for producing an at least partially baked product having a cookie-like crumb structure including a post-extrusion microwave device |
| US5077074A (en) * | 1989-06-07 | 1991-12-31 | Nabisco Brands, Inc. | Preparation of cookie products involving extrusion heating and wire cutting |
| US4938127A (en) * | 1989-06-07 | 1990-07-03 | Nabisco Brands, Inc. | Extruder and continuous mixer arrangement for producing an at least partially baked product having a cookie-like crumb structure including a post-extrusion radio frequency device |
| US4957041A (en) * | 1989-06-07 | 1990-09-18 | Nabisco Brands, Inc. | Extruder apparatus for producing an at least partially baked product having a cookie-like crumb structure including a post-extrusion radio frequency device |
| US5124161A (en) * | 1989-06-07 | 1992-06-23 | Nabisco Brands, Inc. | Filled, microwave expandable snack food product and method and apparatus for its production |
| US5030468A (en) * | 1989-06-07 | 1991-07-09 | Nabisco Brands, Inc. | Production of leavened products using high temperature mixing |
| US5350589A (en) * | 1993-03-29 | 1994-09-27 | General Mills, Inc. | Pneumatic cereal rope conveying and conditioning method |
| WO1995003711A1 (en) * | 1993-07-29 | 1995-02-09 | Extru-Tech, Inc. | Product densification system and method for producing densified feed products |
| US5652009A (en) * | 1996-04-01 | 1997-07-29 | Extru-Tech, Inc. | Enhanced hydration extrusion cooking system, method and product |
| DE19638994B4 (de) * | 1996-09-23 | 2009-02-26 | Bühler AG | Vorrichtung zum Homogenisieren, Mischen und/oder Granulieren von chemischen Stoffen |
| US6247394B1 (en) | 1998-08-17 | 2001-06-19 | Wenger Manufacturing, Inc. | Method and apparatus for producing a pre-gelled starch product and normally sticky extrudates with minimal or no surfactant |
| US6277425B1 (en) * | 1998-12-28 | 2001-08-21 | Good Mark Foods, Inc. | Method for producing an extruded cooked food product |
| US20050089623A1 (en) * | 2001-10-03 | 2005-04-28 | Fannon John E. | Puffed protein based snack food |
| US7226778B2 (en) * | 2003-06-30 | 2007-06-05 | Naturally Recycled Proteins , Llc | Apparatus for natural recycling of protein waste |
| US7713571B2 (en) * | 2004-03-15 | 2010-05-11 | Michael Foods, Inc. | Egg nuggets |
| US20050202151A1 (en) * | 2004-03-15 | 2005-09-15 | Land O'lakes, Inc. | Method of preparing egg nuggets |
| US20050220979A1 (en) * | 2004-04-02 | 2005-10-06 | Craig Baumer | High soy protein nuggets and applications in food products |
| US7887870B2 (en) | 2004-08-16 | 2011-02-15 | Solae, Llc | Restructured meat product and process for preparing same |
| US7569244B2 (en) * | 2005-04-08 | 2009-08-04 | J. Kirk Jordan | Ready-to-eat dry fruit products and process |
| FR2889417B1 (fr) | 2005-08-05 | 2008-02-08 | Roquette Freres | Proteines de pois texturee |
| US8323720B2 (en) * | 2008-02-29 | 2012-12-04 | Jordan J Kirk | Process for forming shaped foods from fruit meal |
| US20100062093A1 (en) * | 2008-09-11 | 2010-03-11 | Wenger Manufacturing, Inc. | Method and apparatus for producing fully cooked extrudates with significantly reduced specific mechanical energy inputs |
| US8287268B1 (en) | 2011-04-15 | 2012-10-16 | Thomas Michael R | Distiller grain pellet production devices |
| US20160278403A1 (en) * | 2015-03-12 | 2016-09-29 | Aniceto González Rodríguez | Vegetable protein products and methods for making the same |
| WO2018225139A1 (ja) | 2017-06-06 | 2018-12-13 | 三菱電機株式会社 | 永久磁石式回転電機の制御装置 |
| CN107319096B (zh) | 2017-06-15 | 2018-12-18 | 中国农业科学院农产品加工研究所 | 一种高水分花生拉丝蛋白及其制备方法 |
| DE102017010083A1 (de) * | 2017-10-30 | 2019-05-02 | Christian Schein | Bearbeitung eines Preßkuchens und/oder Pulvers aus ölhaltigen Saaten |
| WO2019143859A1 (en) | 2018-01-17 | 2019-07-25 | The Hershey Company | Formulations and methods of preparing products with meat-like texture with plant-based protein sources |
| US20200120970A1 (en) * | 2018-10-17 | 2020-04-23 | Wenger Manufacturing Inc. | Extruded, retort-stable pet feeds |
| CN113710098A (zh) * | 2019-04-10 | 2021-11-26 | 雀巢产品有限公司 | 仿肉制品和仿肉制品挤出装置和方法 |
| CN112042888A (zh) * | 2020-08-17 | 2020-12-08 | 中国农业科学院农产品加工研究所 | 一种植物蛋白基黄金炸鸡块及其制备方法 |
| JP7058777B1 (ja) | 2021-02-15 | 2022-04-22 | 三菱電機株式会社 | 永久磁石式回転電機の制御装置 |
| IL282327B (en) * | 2021-04-13 | 2021-10-31 | Mixoy Israel M I Ltd | Instant vegan meat analog granulated powder and methods of making same |
| WO2023080837A1 (en) * | 2021-11-03 | 2023-05-11 | Grower Agritech Pte. Ltd. | Method of industrially preparing a dry textured vegetable protein food product and a dry textured vegetable protein food product |
| EP4230054A1 (de) * | 2022-02-21 | 2023-08-23 | Bühler AG | Extrusionsverfahren für flüssiges proteinkonzentrat oder -isolat |
Family Cites Families (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3047395A (en) * | 1960-06-15 | 1962-07-31 | Gen Foods Corp | Protein food product and process |
| DE1492986C2 (de) * | 1964-05-21 | 1979-05-17 | Archer Daniels Midland Co, Minneapolis, Mina (V.StA.) | Verfahren zur Herstellung von Proteinnahrungsmitteln mit Fleischcharakter |
| US3498793A (en) * | 1964-07-07 | 1970-03-03 | Gen Mills Inc | Method and apparatus for producing simulated meat |
| US3664790A (en) * | 1969-12-05 | 1972-05-23 | Tii Dee Products Co | Plastic extrusion apparatus |
| US3814823A (en) * | 1970-09-30 | 1974-06-04 | Procter & Gamble | Meat analogs having the fiber structure of meat |
| US3940220A (en) * | 1970-12-29 | 1976-02-24 | Colgate-Palmolive Company | Method and equipment for the manufacture of variegated detergent bars |
| GB1448875A (en) * | 1972-11-24 | 1976-09-08 | Gen Foods Corp | Method of preparing meat substitutes |
| US3886298A (en) * | 1972-11-24 | 1975-05-27 | Gen Foods Corp | Method for preparing meatlike fibers |
| US3886299A (en) * | 1972-11-24 | 1975-05-27 | Gen Foods Corp | Process for preparing meatlike fibers |
| US3904769A (en) * | 1973-07-05 | 1975-09-09 | Griffith Laboratories | Structured products having controlled gas-generated cells therein and methods of making them |
| US3939284A (en) * | 1975-01-29 | 1976-02-17 | Standard Oil Company | Process for the production of meat, poultry and fish analogs and the products thereof |
-
1975
- 1975-05-27 US US05/581,111 patent/US3970761A/en not_active Expired - Lifetime
- 1975-08-22 JP JP50101313A patent/JPS51144754A/ja active Granted
- 1975-11-20 GB GB47744/75A patent/GB1515879A/en not_active Expired
- 1975-12-02 BR BR7978/75A patent/BR7507978A/pt unknown
-
1976
- 1976-01-20 JP JP51004671A patent/JPS51144755A/ja active Granted
- 1976-02-24 ZA ZA761110A patent/ZA761110B/xx unknown
- 1976-02-24 CA CA246,464A patent/CA1075961A/en not_active Expired
- 1976-02-25 SE SE7602292A patent/SE428867B/xx not_active IP Right Cessation
- 1976-02-26 IN IN357/CAL/76A patent/IN142015B/en unknown
- 1976-05-25 CH CH659376A patent/CH624279A5/de not_active IP Right Cessation
- 1976-05-26 DE DE2623601A patent/DE2623601C2/de not_active Expired
- 1976-06-01 US US05/691,635 patent/US4099455A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA1075961A (en) | 1980-04-22 |
| GB1515879A (en) | 1978-06-28 |
| IN142015B (de) | 1977-05-21 |
| CH624279A5 (de) | 1981-07-31 |
| JPS51144755A (en) | 1976-12-13 |
| JPS5642251B2 (de) | 1981-10-03 |
| US4099455A (en) | 1978-07-11 |
| US3970761A (en) | 1976-07-20 |
| ZA761110B (en) | 1977-02-23 |
| JPS5625301B2 (de) | 1981-06-11 |
| DE2623601A1 (de) | 1976-12-16 |
| JPS51144754A (en) | 1976-12-13 |
| BR7507978A (pt) | 1976-12-07 |
| SE7602292L (sv) | 1976-11-28 |
| SE428867B (sv) | 1983-08-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2623601A1 (de) | Dichtes, gleichmaessig geschichtetes, aus pflanzlichen proteinen bestehendes fleischaehnliches produkt und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE1492986C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Proteinnahrungsmitteln mit Fleischcharakter | |
| DE69217980T2 (de) | Steriles pelletiertes futtermittel und ein extruder zur dessen herstellung | |
| DE2532309C3 (de) | Fleischersatzprodukt und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE3447533C2 (de) | Doppelschnecken-Nudelherstellungsverfahren | |
| DE69419348T2 (de) | Fleischähnliches Produkt auf der Basis von pflanzlichen Proteinen und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE60034895T3 (de) | Verfahren zum Erzeugen eines Fleischemulsionsproducts | |
| DE2830805C2 (de) | Vorrichtung zur Herstellung eines dichten, geschichteten, fleischähnlichen Erzeugnisses auf Basis von pflanzlichem Eiweiß | |
| DE2822658C2 (de) | Aufblähbare Masse aus Tierteilen und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE4422658A1 (de) | Verfahren zur Herstellung fleischähnlicher, proteinhaltiger Nahrung | |
| DE2549391B2 (de) | In Wasser schnell lösliche Bouillons, entwässerte Sollen, Frucht- oder Gemüseextrakte oder Aromaträger auf der Basis von Dextrin sowie Verfahren zur Herstellung derselben | |
| DE2541005A1 (de) | Geformtes strukturiertes eiweissnahrungsmittel | |
| DE69405235T2 (de) | Gekochtes hackfleischähnliches produkt und verfahren zu deren herstellung | |
| DE2134573C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Proteinprodukten mit Faserstruktur | |
| DE2349566C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von fleischartigen Faserprodukten | |
| CH623460A5 (de) | ||
| DE2741406C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines strukturierten Proteinkonzentrats | |
| DE1517033A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von fleischaehnlichen Nahrungsmitteln | |
| DE2353126C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines porösen expandierten Nahrungsmittelproduktes mit einem Fleischaroma | |
| DE1692754C2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Proteinnahrungsmittels | |
| DE3036775C2 (de) | ||
| DE60216251T2 (de) | Extrusionsverfahren | |
| DE2421343A1 (de) | Verfahren zur herstellung von nahrungsmitteln auf proteinbasis | |
| DE2412111A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines fleischersatzprodukts | |
| DE2125701A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von fasrigen Nahrungsmittelprodukten |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: FUCHS, J., DR.-ING. DIPL.-ING. B.COM., PAT.-ANW., 6200 WIESBADEN |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |