DE2625716A1 - Leistungssteuergeraet - Google Patents
LeistungssteuergeraetInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H37/00—Thermally-actuated switches
- H01H37/02—Details
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Description
A 16 026/7 .
Anmelderini Firma E.G.O. Elektro-Geräte Blanc u. Fischer
7519 Oberderdingen
7519 Oberderdingen
Leisxungssteuergerät
Die Erfindung betrifft ein Leistungssteuergerät für die steuerbare Zuführung von elektrischer Leistung in Leistungsimpulsen
zu einem Verbraucher, mit einem in Abhängigkeit von der geschalteten Leistung beheizten schwenkbar
gelagerten Bimetallglied, das über einen winklig von ihm abgehenden Hebel auf einen Schnappschalter einwirkt, mit
einer Steuerkurve und einem Kompensationsbimetall.
Ein derartiges Leistungssteuergerät ist aus der Veröffentlichung
"Conti-Elektro-Berichte", Oktober/Dezember 1959,
Seiten 285 bis 290, insbesondere Bild 3, bekannt geworden. Dieses Leistungssteuergerät besitzt ein Bimetall, an das
sich im rechten Winkel ein Kompensationsbimetall anschließt, Im Bereich der Innenecke ist dieses Doppelbimetall auf
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einem im Schaltersockel angebrachten Zapfen schwenkbar gelagert. Das Kompensationsbimetall wirkt auf einen
gekapselten Schalter ein. Die Verstellung erfolgt mittels einer Steuerkurve, die über eine Rolle und einen
gesondert gelagerten Hebel sowie eine Justierschraube auf das freie Ende des Arbeitsbimetalls einwirkt. Gegenüber
dem Bimetall ist ein mechanischer Schalter mit zwei Kontaktfedern angebracht.
Bei diesem Leistungssteuergerät kann aus bauli-chen Gründen
das Bimetall eine Länge haben, die nicht viel größer ist als die Hälfte der Schalterabmessungen. Dementsprechend
ist dann auch seine Dickendimension und sein Arbeitsweg geringer. Die Temperatur des Bimetalls wird ferner auf
das unmittelbar daran angeschlossene Kompensationsbimetall übertragen, so daß dieses stets in einem Bereich relativ
hoher Temperatur arbeitet und seine eigentliche Aufgabe, die Berücksichtigung von Umgebungstemperatureinflüssen,
nur unvollständig lösen kann. Die Verstellung des Arbeitsbereiches über eine Schwenkung des Arbeitsbimetalls mit
einem Hebelmechanismus ist kompliziert und führt dazu, daß die Reproduzierbarkeit der einzelnen Teilleistungen
nicht exakt ist. Vor allem ist diese Reproduzierbarkeit in den kritischen oberen und unteren Leistungsbereichen
schlecht. Eine Teilleistung von beispielsweise 5$, die
notwendig ist, um auf einer Elektrokochplatte Wärmen zu
können, kann mit einem solchen Gerät nicht mit Sicherheit angesteuert werden.
Es sind, beispielsweise aus der DT-PS 16 40 084 ferner derartige Leistungssteuerungsgeräte mit einem schwenkbaren
Schnappschalter bekannt geworden. Bei diesen ist
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das Arbeitsbimetall unmittelbar an die Schnappfeder angeschlossen und die Steuerung erfolgt über eine Kurvenscheibe
und einen Hebel mit einem Anschlag, dessen Abstand zu dem Arbeitsbimetall bei der Einstellung verstellt
wird. Dieses System erlaubt nur relativ dünne und labile Bimetalle und macht Schwierigkeiten in der Anbringung
einer (in der Druckschrift nicht vorgesehenen) Kompensation.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Leistungssteuergerät zu schaffen, das bei geringer Baugröße einfach herzustellen
ist und trotz relativ geringer Anforderungen an die Präzision der Bauausführung eine sehr gute Reproduzierbarkeit
der Leistungseinstellungen ermöglicht. Insbesondere soll die Kompensation der Umgebungstemperatur zuverlässig
gelöst sein.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Schnappschalter, wie an sich bekannt, schwenkbar gelagert
ist, daß das Kompensationsbimetall einseitig und im wesentlichen parallel am Schnappschalter befestigt ist
und daß die Steuerkurve auf das freie Ende des Kompensationsbimetalls einwirkt.
Es wird also eine Einheit Kompensationsbimetall/Schnappschalter
gebildet, die gemeinsam schwenkbar ist. Das Kompensationsbimetall ist nur in sehr geringem Maße von der Temperatur
des Arbeitsbimetalls beeinflußt und kann daher seiner Kompensationsaufgäbe gerecht werden. Auflodern ist es auch
durch den parallel zu ihm liegenden Schnappschalter wärmemäßig abgeschirmt. Es kann kurz und relativ kräftig sein.
Dagegen bleibt das Arbeitsbimetall stets in seiner Lage und schwenkt nur entsprechend seiner Aufheizung sein eines Ende
gegen den Schnappschalter.
Vorzugsweise ist hierzu das Bimetallglied L-förmig, wobei der längere Bimetallschenkel mit einer Beheizung versehen und
ggf. über eine Justierschraube unter Federkraft am Gehäuse abgestützt ist. 709850/0484
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen und der Beschreibung im Zusammenhang
mit der Zeichnung hervor. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines Leistungssteuerungsgerätes nach der Erfindung,
von der Bedienungsseite her gesehen, mit abgenommenem Abschlußdeckel,
Pig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig, 3 eine Rückansicht des Leistungssteuerungsgerätes in Fig. 2 von links gesehen,
und
Fig. 4 ein schematisches Schaltbild des Leistungssteuerungsgerätes
nach den Fig. 1 bis 3.
In den Fig, 1 bis 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Leistungs3teusrungsgerätes 11 dargestellt. Es besitzt
ein bedienungsfernes oder hinteres Gehäuseteil 12 aus Kunststoff, das die Form eines rechteckigen oder vorzugsweise
quadratischen Blockes mit einer inneren Ausnehmung 25 besitzt. Diese Ausnehmung ist durch einen zur Bedienungsseite hin gelegenen plattenförmigen Deckel 13 abgeschlossen,
der Zentrierzapfen 17 besitzt, die in Zentrierausnehmungen
16 am Gehäuseteil 12 eingreifen. Am Deckel 13 ist eine Gewindebuchse 14 befestigt, durch die eine Einstellwelle
15, die einen in Fig. 4 angedeuteten Einstellknopf 60trägt,
ragt . Die Einstellwelle 15 ragt in ein Mittelloch 23 eines Steuerkörpers 18 hinein, der aus Isoliermaterial besteht
und an seinem Außenumfang eine Steuerkurve 19 und einen
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Schaltnocken 20 trägt. An seinem bedienungsfernen Ende
besitzt der Steuerkörper 13 einen Lagerzapfen 21, der durch eine Öffnung 24 des hinteren Gehäuseteils 12 hindurchragt
und an der Rückseite des Gehäuseteils 12 einen weiteren Schaltnocken 22 aufweist.
Mit der Steuerkurve 19 wirkt ein Kompensationsbimetall 26 in Form eines Übertragungshebels zusammen, der durch
eine Feder 34 mit seinem vorderen abgebogenen Ende an die Steuerkurve 19 angedrückt wird. Das relativ dicke und
steife Kompensationsbimetall ist an dem Ende, an dem es nicht an der Steuerkurve 19 anliegt, mittels einer Schwenkachse
28 schwenkbar gelagert. An diesem Ende ist das Kompensationsbimetall mit einem Schalterträger 29 eines
Schnappschalters 27 verbunden, so daß das Kompensationsbimetall zu dem Schalterträger 29 in geringem Abstand
parallel verläuft. Die Einheit Schnappschalter/Kompensationsbimetall ist also zusammen um die Achse 28 schwenkbar.
An dem Schalterträger 29 ist eine Schnappfeder angebracht, die sich in üblicher Weise mit einer ausgebogenen unter
Knickspannung stehenden Federzunge an einem Stützlager abstützt. Die Schnappfeder trägt ' an ihrem freien Ende
ihren Kontakt 31, der mit einem festen Gegenkontakt 32 zusammenarbeitet und ist an ihrem entgegengesetzten Ende
durch eine Justierschraube 33 festgelegt, die eine umlaufende Einkerbung besitzt, in die das gabelartig ausgebildete
Ende der Schnappfeder eingesteckt ist. Durch Anschweißen eines zur elektrischen Zuleitung 35 führenden
Anschlußendes ist die Schnappfeder elektrisch mit dem Abgang bzw. Zugang 68 des Verbrauchers 70 verbunden.
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Der Schnappschalter 27 wird von einem Bimetallglied 36
betätigt, das eine L-förmige Gestalt hat. Dieses L besteht
vollständig aus Bimetall,und im inneren Winkel des L ist eine Achse 37 befestigt, die, ebenso wie die Achse
28 vorteilhaft dadurch festgelegt ist, daß jeweils in dem Gehäuseteil 12 und dem Deckel 13 Ausnehmungen sind,
die beim Zusammensetzen der beiden Gehäuseteile die Achsen
aufnehmen.
Der lange, beheizte Schenkel 38 des Bimetallgliedes 36
trägt eine Heizwicklung 39 in Form einer Heizwicklung oder Heizspule, die über zwei Zuleitungen mit Strom versorgt
werden. An seinem freien Ende ist in den beheizten Schenkel 38 eine Justierschraube 40 eingeschraubt, die
von einer Feder 41 gegen eine innere Zwischenwand 42 des Gehäuses 12 gedrückt wird.
Der kurze Schenkel 43 des Bimetallgliedes 36 besitzt an seinem Ende eine Abbiegung 44» die auf den Betätigungspunkt der Schnappfeder 30 drückt.
Der beheizte Schenkel 38 des Bimetallgliedes 36 liegt in einem von der Zwischenwand 42 teilweise abgeschlossenen,
durch Lüftungsschlitze 45 belüfteten Raum 71.
Es ist zu erkennen, daß die Einheit Schnappschalter/Kompensationsbimetall
einerseits und das Bimetallglied 36 andererseits winkelförmig angeordnet sind und zwischen sich den
Steuerkörper 18 einschließen. In der diesem Winkel entgegengesetzten Ecke der Ausnehmung 25 ist ein mechanischer
Schalter angeordnet, der einen Schaltschieber 50 besitzt, der von dem Schaltnocken 20 betätigt wird. Dieser aus Kunststoff
bestehende Schaltschieber hat die Form eines rechteckigen Stabes, dessen eine Stirnseite zum Zusammenwirken
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mit dem Schaltnocken 20 abgerundet ist und auf dessen anderer Stirnseite eine Druckfeder 54 einwirkt. Der
Schaltschieber 50 verläuft etwa diagonal, so daß er bei kleinstem Platzbedarf die größtmögliche Länge haben
kann.
An seiner oberen und unteren Fläche hat der Schaltschieber
Vorsprünge 51, die Widerlager für Kontaktarme 52, 53 bilden, die auf den Schaltschieberaufgeschoben sind und nach
beiden Seiten über ihn hinausragen. Der Schaltschieber besteht vorzugsweise aus einem Isolierteil, um
die Kontaktarme aufschieben und durch Aufschnappen festlegen zu können. Jeder Kontaktarm trägt an seinen beiden
Enden je einen Kontakt.
Der Schaltschieber 50 ist von Führungen 55 geführt, die
die Form von aus dem Boden des Gehäuseteils 12 hervorragenden quer zum Schaltschieber gerichteten Metallplatten
haben. Es sind vier Führungen 55 vorgesehen, von denen je zwei einander gegenüberliegen, den Schaltschieber führen
und ihn teilweise übergreifen. Diese Führungen 55 tragen zum Teil Festkontakte 56 und ragen durch den Boden des
Gehäuseteils 12 hindurch und bilden auf der Rückseite Anschlußfahnen nach Art von AMP-Steckfahnen.
Aus Fig. 3 ist die Rückseite des Leistungssteuerungsgerätes 11 zu erkennen. Man sieht dort, daß der Schaltnocken 22
mit einem sehr klein und leicht ausgebildeten Schalter 61 in Form einer Kontaktfeder zusammenarbeitet, die zum
Kurzschließen einer Diode 62 ausgebildet ist. Dabei ist die Diode mit ihren Anschlüssen 63» 64 direkt an den zugehörigen
Anschlußstecker bzw. die Kontaktfeder gelötet und die Kontaktfeder greift vom Anschluß 63 herum und kann
die Diode 62 durch Berührung ihres Anschlusses 64 kurzschließen. 709850/0484
Das Leistungssteuerungsgerät arbeitet wie folgt: In Fig. 1 ist der ausgeschaltete Zustand dargestellt,
bei dem der Schaltnocken 20 den Schaltschieber 50 entgegen der Kraft der Druckfeder 54 zurückgedrückt hat
und somit den Kontaktarm 52 für den Signalkontakt und den Kontaktarm 53 für die Abschaltung des zweiten Anschlußpoles
von den entsprechenden Pestkontakten abgehoben hat. In dieser Stellung des Steuerkörpers 18
bzw. der Einstellwelle liegt das Kompensationsbimetall 26 in einer Vertiefung der Steuerkurve 19, so daß sich
dadurch eine Rast ergibt.
Beim Einschalten des Energiereglers (Drehung des Steuerkörpers 18 im Uhrzeigersinn) gibt zuerst der Steuernocken
20 den Steuerschieber 50 frei, der unter der Kraft der Feder 54 seine zumindest zum Teil federnden Kontaktarme
52, 53 so gegen die Führungen 55 anlegt, daß sie überbrückt sind. Damit ist einerseits die Signalkontaktleitung
66, 67 geschlossen und andererseits der eine Pol des Verbrauchers 70, beispielsweise der Beheizung einer Elektrokochplatte.
Unter der Wirkung der Feder 34 schwenkt die Einheit Kompensationsbimetall/Schnappschalter in ihre der jeweiligen
Stellung der Steuerkurve 19 entsprechende Lage. Die Kontakte 31 und 32 sind geschlossen, so daß
das Bimetallglied 36 von seiner Beheizung 39 beheizt wird. Der Schalter 61 ist im unteren Leistungsbereich
geschlossen, beispielsweise bei einer Stellung der Einstellwelle, die Leistungswerten zwischen 5 und 20 /£ der
Gesamtleistung entspricht. Bei einer niedrigen eingestellten Leistung ist also die Diode 62 überbrückt, so daß
die volle Heizleistung der Beheizung 39 wirksam ist.
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-r-
Deswegen biegt sich der Schenkel 38 des Bimetallgliedes relativ schnell aus und drückt über den kurzen Schenkel
43 und die Abbiegung 44 auf den Schnappschalter im Ausschaltsinne, so daß dieser nach relativ kurzer Zeit wieder
geöffnet wird.
Nach dem Abkühlen des Bimetallgliedes schaltet der Schnappschalter
27 wieder ein und das Arbeitsspiel beginnt wieder. Im oberen Arbeitsbereich ist einerseits die Einheit
Kompensationsbimetall/Schnappschalter stärker entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt und andererseits die Diode infolge
Öffnung des Schalters 61 wirksam. Die Beheizung 39 wird also nur mit jeweils eine*Heiswelle des Wechselstroms,
d.h. mit der halben Heizleistung, betrieben. Das Bimetallglied braucht also wesentlich langer, um so weit ausgelenkt
zu sein, daß es den Schnappschalter öffnen und damit die Leistungszufuhr zum Verbraucher 70 abschalten kann.
Bei den dabei recht hohen Temperaturen am Bimetall geht dann auch die Abkühlung schneller vor sich, so daß eine
höhere relative Einschaltdauer gewährleistet ist.
Das Leistungssteuergerät nach der Erfindung hat zahlreiche Vorteile: Es ist trotz seines klaren und zuverlässigen
Aufbaues mit relativ geringem Bauaufwand herstellbar und arbeitet mit Relativwegen und -kräften zum Schalten.
Besonders die hohen Kräfte sind wesentlich. Sie werden durch eine ziemUch starke Bimetallbemessung erreicht. Infolge
des günstigen Aufbaues kann das Arbeitsbimetall ziemlich lang und das Kompensationsbimetall ziemlich kurz und kräftig
sein. Durch die Federn 34, 41 wird das gesamte System kraftschlüssig in eine bestimmte Lage bewegt, so daß nur
ein Punkt vorhanden ist, an dem ein Spiel auftreten kann, nämlich der Berührungspunkt zwischen der Schnappfeder
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-VS-
und der Biegung 44 des Arbeitsbimetalls 36·
Die Ausbildung des Bimetallgliedes 36 als L-förmiges
Glied aus Bimetallmaterial hat noch einen weiteren Vorteil. Normalerweise ist die Kompensation eines solchen
Steuergerätes durch ein Kompensationsbimetall sehr schwierig, weil die beiden Bimetalle in unterschiedlichen Temperaturbereichen
arbeiten. Der Ausbiegeweg eines Bimetalls je Temperatureinheit nimmt aber mit steigender Temperatur
ab, so daß die Kompensation stets nur für einen Arbeitsbereich genau stimmen kann. Das hier beschriebene Bimetallglied
hat jedoch sozusagen eine doppelte Bebäzung. Der kurze Schenkel 43 läuft in relativ geringem Abstand
parallel zur Schnappfeder 30. Diese wird über die Zuleitung 35 mit Strom versorgt und ist relativ dünn. Sie heizt
sich daher, wenn Strom durch sie fließt, auch in gewissem Maße auf. Diese Wärme beheizt zusätzlich den kurzen
Schenkel 43, jedoch in merklicher Weise nur bei höheren Leistungsstufen, weil anderenfalls die Schnappfeder kaum
über die Raumtemperatur kommt. Dadurch wird jedoch der negative Effekt des mit der Temperatur degressiven Ausbiegeweges
kompensiert bzw. dieser negativen Erscheinung entgegengewirkt.
Dagegen ist das Kompensationsbimetall von der Temperatur möglichst weitgehend abgeschirmt . Ss steht senkrecht zu
dem Arbeitsbimetall und hat keine leitende Verbindung mit diesem. Durch die Zwischenwand 42 ist es auch weitgehend
gegenüber dem heißen Raum abgeschirmt. Gegen die von der Schnappfeder erzeugte Temperatur ist es durch den Schalterträger
29 geschützt. Diese Anordnung sorgt also dafür, daß das Kompensationsbimetall wirklich das machen kann, wozu
es bestimmt ist, nämlich eine Kompensation der unterschiedlichen Umgebungstemperatur vorzunehmen und muß nicht
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in einer gegenüber der Umgebung wesentlich erhöhten
Temperatur arbeiten.
Das Arbeitsbimetall und die Einheit Kompensationsbimetall/Schnappschalter
nehmen zwei Seiten des Schaltergehäuses ein, so daß eine Ecke für den Schalter 50 bis
56 völlig frei bleibt. Die Anordnung dieses sehr klein bauenden Schalters in der gleichen radialen Ebene wie
die übrigen Teile des Leistungssteuerungsgerätes ermöglicht es, dieses mit sehr geringer Baugröße herzustellen.
Die Tiefe in Richtung der Einstellwelle kann beispielsweise weniger als 25 mm betragen, so daß ein Einbau mit
senkrechter Welle auch in sehr flache Kochmulden möglich ist.
Durch die Diode 62 wird das Verhalten des Leistungssteuerungsgerätes
sehr positiv beeinflußt. Der mittlere Leistungsbereich ist für derartige Steuergeräte selten eine
Schwierigkeit. Die wirkliche Schwierigkeit liegt im oberen und vor allem aber im unteren Leistungsbereich. Bei
heutigen Kochplatten mit relativ hoher Leistung ist aber gerade der untere Leistungsbereich dann kritisch, wenn
man auf der Kochplatte auch Wärmen will. Es müssen dort Leistungen bis zu 5% der Gesamtleistung und darunter
(100 W bei einer 2000 W Kochplatte) sicher angesteuert werden. Das erfordert aber sehr hohe Leistungen auf dem
Bimetall, weil dieses sehr schnell reagieren muß. Diese hohen Leistungen würden aber im höheren Leistungsbereich
nicht nur das Gerät sehr stark erwärmen und Energie brauchen, sondern auch die Temperaturen am Bimetall unzulässig
hochtreiben. Durch die vorteilhafte verlustlose und damit verlu-stwärmefrexe Herunterregelung der Bimetallbeheizungsleistung
mittels der Diode, kann dieses Problem einfach
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gelöst werden. Die hohe Leistung, für die die Bimetallbeheizung ausgelegt ist, ist kein Nachteil, weil diese
nur im unteren Leistungsbereieh überhaupt sum Einsatz
kommt und dort die relativen Einschaltzeiten ja nur sehr gering sind. Die Aufheizung des Steuergerätes durch die
Beheizung 39 ist also sehr gering. Umgekehrt wird im hohen Leistungsbereich die Leistung durch die Diode begrenzt,
so daß bei den dort relativ langen Einschaltzeiten die Schaltererwärmung ebenfalls in Grenzen bleibt.
Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, daß man die Beheizung 39 einfach ausführen kann. Wollte man die Leistung geringer
auslegen, so hätte man Schwierigkeiten, weil die Widerstandsdrähte für die geringen Leistungen bei Netzspannung
und insbesondere im Falle von höheren Netzspannungen, sehr gering werden würden, worunter auch die Betriebssicherheit
leiden würde.
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Αϊ
Leerseite
Claims (17)
- 262571GA 11 026/7Ansprüche[ 1.J Leistungssteuergerät für die steuerbare Zuführung von ^—s elektrischer Leistung in Leistungsimpulsen zu einem Verbraucher, mit einem in Abhängigkeit von der geschalteten Leistung beheizten, schwenkbar gelagerten Bimetallglied, das über einen winklig von ihm abgehenden Hebel auf einen Schnappschalter einwirkt, mit einer Steuerkurve und mit einem Kompensationsbimetall, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnappschalter (27) schwenkbar gelagert ist, daß das Kompensationsbimetall (26) einseitig und im wesentlichen parallel am Schnappschalter (27) befestigt ist und daß die Steuerkurve (19) auf das freie Ende des Kompensationsbimetalls (26) einwirkt.
- 2. Gerät nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Bimetallglied (36) L-förmig ist, wobei der längere Bimetallschenkel (38) mit einer Beheizung (39) versehen und ggf. über eine Justierschraube (40) unter Federkraft (41) am Gehäuse (12) abgestützt ist.
- 3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der kürzere Bimetallschenkel (43) parallel zu der Schnappfeder (30) des Schnappschalters (27) verläuft, über die die Stromzuführung (35) zu dem Schaltkontakt (31) erfolgt.
- 4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung (39) des Bimetalls (36) parallel zum Verbraucher (70) geschaltet ist.709850/0484— 2 —ORIGINAL INSPECTEDa 11 026/7 - r-
- 5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Justierung der Schnappfeder (30) durch eine die kontaktferne Abstützung der Schnappfeder (30) bildende Schraube (33) erfolgt, die die Schnappfeder (30) in einer Kerbe führt.
- 6. Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der beheizte Bimetallschenkel (38) in einem zumindest teilweise gegenüber dem Kompensationsbimetall (26) und dem Schnappschalter (27) wärmemäßig abgeschirmten, ggf. belüfteten Raum (71) liegt.
- 7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen (28, 37) des Schnappsehalters (27) und des Bimetallgliedes (36) mit jedem ihrem Enden in einer von zwei zusammensetzbaren Gehäuseteilen (12, 13) gelagert sind.
- 8. Gerät nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß eines der Gehäuseteile (12) eine die Hauptelemente des Steuergerätes aufnehmende Ausnehmung (25) hat, die das andere Gehäuseteil (13) nach Art eines Deckels verschließt.
- 9. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der gleichen, quer zur Einstellwelle liegenden Ebene wie der Schnappschalter (27) und das Bimetallglied (36) ein mechanischer Schalter (50 bis 56) für die Netzabtrennung und/oder Signalkontaktgabe angeordnet ist.
- 10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter ein von einem mit der Steuerkurve (19) verbundenen Nocken (20) betätigbaren Schaltschieber (50) mit quer verlaufenden Kontaktarmen (52, 53) besitzt.709850/0484A 11 026/7 - # -
- 11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltschieber (50) diagonal in einer Ecke des rechteckigen, vorzugsweise quadratischen Gehäuses (12, 13) liegt.
- 12. Gerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Isoliermaterial bestehende Schaltschieber (50) zwischen wenigstens vier quer zu ihm verlaufenden, aus MetalH/fcestehenden Führungen (55) geführt ist, die sich jeweils paarweise gegenüberliegen und die Pestkontakte (56) tragen, bzw. bilden und durch das Schaltergehäuse (12) zur Bildung von Anschlußfahnen (57) hindurchragen.
- 13. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das mit Wechselstrom betrieben ist, gekennzeichnet durch eine Diode (62), die durch einen von der Einstellwelle betätigbaren Schalter (61) nur im oberen Leistungsbereich der Beheizung (39) des Bimetalls vorgeschaltet und im unteren Leistungsbereich abgeschaltet ist.
- 14. Gerät nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß die Diode (62) im unteren Leistungsbereich von dem Schalter (61) überbrückt wird.
- 15. Gerät nach Anspruch 13 oder 14» dadurch gekennzeichnet, daß die Diode (62) an der bedienungsfernen Rückseite des Gehäuses (12, 13) des Leistungssteuergerätes (11) unmittelbar an dem sie überbrückenden Schalter (61) angeordnet ist.- 4 709850/0484A 11 026/7 -/ -
- 16. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der die Steuerkurve (19) tragende Steuerkörper (18) einen angeformten Lagerzapfen (21) besitzt, der in einer Öffnung (24) des bedienungsfernen Gehäuseteils (12) geführt ist und daß die Einstellwelle (15) in das nach hinten geschlossene Mittelloch (23) der Steuerkurve hineinragt und das zweite Lager für den Steuerkörper (18) bildet.
- 17. Gerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkörper (18) an seinem Lagerzapfen den Schaltnocken (22) für die Diode (21) trägt.709850/0484
Priority Applications (27)
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