DE2625719C1 - Ortungssystem mit getrennt aufgestellten Sensoren zur Schnittbildung zwischen einer Hyperbel (Laufzeitdifferenz) und einer Geraden - Google Patents
Ortungssystem mit getrennt aufgestellten Sensoren zur Schnittbildung zwischen einer Hyperbel (Laufzeitdifferenz) und einer GeradenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Ortungssystem mit zwei
örtlich in einem bestimmten Abstand bei verschiedenen Sta
tionen getrennt aufgestellten Sensoren, welche die von einem
strahlenden Objekt ausgehende, modulierte Strahlung erfassen,
wobei die Empfangssignale in einem Korrelator einer Kreuz
korrelation unterworfen werden und die zur Bildung des Kreuz
korrelationsmaximums benötigte Zeitverzögerung - ggf. unter
ergänzender Berücksichtigung der sich durch den Aufbau erge
benden sonstigen Zeitverzögerungen - zur Ortsbestimmung nach
der Laufzeit-Differenzmethode in Form einer Hyperbelfunktion
als Ortskurve herangezogen ist, und wobei einer der Sensoren
eine entsprechend scharfe Bündelung aufweist und den aufgrund
einer Such-Abtastbewegung festgestellten Einfallswinkel des
Objektes über einen Winkelgeber erfaßt und einem Entfernungs
rechner zuleitet, welcher durch Kombination dieser Richtungs
information und der Hyperbelfunktion die Zielkoordinaten des
Objektes dadurch bestimmt, daß die Hyperbelfunktion mit der
durch die Winkelbestimmung mittels des gerichteten Sensors
für die Einfallsrichtung der Strahlung ermittelten Geraden
geschnitten wird, wobei der Schnittpunkt die Zielposition
des Objektes angibt.
Ein Ortungssystem dieser Art ist aus der US-PS 32 12 091 be
kannt. Dort ist jedoch der zweite Sensor als Antenne ausge
bildet, die nur eine sehr schwache Bündelung aufweist.
Aus diesem Grund kann bei dieser Antenne auch keine brauchbare
Winkelinformation gewonnen werden. Dies hat zur Folge, daß der
Korrelationsvorgang jeweils über die ganze maximal mögliche
Laufzeitdifferenz erstreckt werden muß, was zeitraubend und
aufwendig ist.
Aus dem Buch von Stanner "Leitfaden der Funkortung" 1952, Sei
ten 16 bis 22 und 42, ist es bekannt, daß durch die Kombination
zweier Standlinien, beispielsweise durch zwei Richtungsbestimmungen, die
Ortung eines Zieles möglich ist.
Aus der DE-OS 20 25 850 ist ein Verfahren zur Ortung von Signale
abgebenden Objekten bekannt, bei dem mindestens drei örtlich ge
trennt angeordnete Empfänger vorgesehen sind. Mit Hilfe von Lauf
zeitgliedern wird ein in allen drei Signalen enthaltenes, von
einer einzigen Quelle stammendes Nutzsignal ermittelt. Weiterhin
ist ein Koordinatengeber vorgesehen, dem die Koordinaten eines
bestimmten Punktes in einem zu überwachenden Bereich vorgegeben
werden. Die Laufzeitglieder werden nach Maßgabe dieser vorgege
benen Koordinaten getrennt eingestellt und ein aus den damit um
bestimmte Zeiten gegenseitig verzögerten Signalen ermitteltes
Ergebnissignal auf einem mit den vom Koordinatengeber vorgege
benen Koordinaten gesteuerten Sichtgerät angezeigt.
Da hierfür mindestens drei örtlich getrennt angeordnete Empfänger
erforderlich sind, ist die für dieses Ortungsverfahren benötigte
Ausstattung ziemlich umfangreich. Außerdem erfordert die Be
stimmung der Ziele mittels einstellbarer Laufzeitglieder und
mit einer nachfolgenden Überprüfung des Ergebnisses ebenfalls
einen gewissen nicht unerheblichen Aufwand. Schließlich ist der
Zeitbedarf für die Durchführung des Verfahrens nicht unerheb
lich, was vor allem bei schnellen zu erfassenden Zielen zu
Schwierigkeiten führt.
Aus dem Buch von Skolnik "Introduction to Radar Systems" 1962,
Seiten 420 und 421 ist es bekannt, daß ein Autokorrelations
empfänger als Höhenmesser verwendet werden kann.
Bei der Ortung von strahlenden Objekten liegen jedoch insofern
etwas andere Verhältnisse als bei einem Höhenmesser vor, als
nicht die eigene ausgestrahlte Strahlung nach einer Reflexion
wieder empfangen und ausgewertet werden kann, sondern die Strah
lung eines fremden, unbekannten Objektes von unbekannter Lage
erfaßt werden soll. Besonders interessant sind derartige Ortungs
systeme dann anwendbar, wenn fremde Störer lokalisiert werden
können. Beispielsweise tarnen sich Flugobjekte gegen eine akti
ve Ortung (Radar) dadurch, daß ein breitbandiges Störsignal aus
gesendet wird. Dadurch wird vermieden, daß sich das Radargerät
durch einen Frequenzwechsel dem Störversuch entziehen kann. Dies
hat zur Folge, daß das jeweilige Radargerät in der Richtung des
Störers praktisch keine Nutzsignale mehr empfangen kann bzw. der
Empfang stark geschwächt oder erschwert ist.
Der vorliegenden Erfindung, welche sich auf eine Ortungssystem
der eingangs genannten Art bezieht, liegt die Aufgabe zugrunde,
den für die Ortsbestimmung störender fremder Strahlungsquellen
erforderlichen Korrelationsvorgang möglichst schnell und wenig
aufwendig ablaufen zu lassen. Gemäß der Erfindung wird dies da
durch erreicht, daß in an sich bekannter Weise auch der andere
Sensor eine Richtcharakteristik aufweist und die Richtung des
Einfallswinkels der von dem Objekt kommenden Strahlung durch
entsprechende Abtastbewegungen festgestellt wird, daß zu einer
groben Entfernungsbestimmung die von den beiden Sensoren gemes
senen Einfallswinkel in einem Winkelrechner zusammengeführt sind,
daß aufgrund der im Winkelrechner ungefähr ermittelten Objektpo
sition der daraus resultierende Laufzeitunterschied festge
stellt wird und daß eine einem der Empfänger nachgeschaltete
Verzögerungseinrichtung so eingestellt wird, daß die beim Korre
lator gleichzeitig eintreffenden Signale nahezu die gleiche,
das Kreuz-Korrelationsmaximum ergebende Modulationsfunktion auf
weisen.
Da hierbei nur zwei Empfänger notwendig sind, läßt sich der
Aufwand gegenüber solchen Verfahren verringern, bei denen drei
Empfänger benötigt werden (z. B. Triangulationsverfahren, die
außerdem den Nachteil haben, daß virtuelle Ziele entstehen).
Aufgrund der durch die Winkelmessung bei beiden Sensoren er
folgenden groben Entfernungsbestimmung läßt sich die Verzöge
rungseinrichtung beim Korrelator so steuern, daß mit einem
geringen Zeitbedarf rasch das Kreuzkorrelationsmaximum gefunden
wird. Dies hat auch zur Folge, daß der benötigte Speicherauf
wand für die Durchführung der Korrelation geringer gehalten
werden kann.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß auch
mehrere Störer, die örtlich getrennt auftreten, einzeln erfaßbar
sind, während bei Verwendung eines ungerichteten oder wenig
bündelnden Sensors in diesem Fall Schwierigkeiten bei der
Durchführung der Korrelation aufreten.
Die Erfindung sowie deren Weiterbildungen werden nachfolgend
anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine bekannte Anordnung mit einem gerichteten und einem
ungerichteten Sensor,
Fig. 2 die Verhältnisse bei Verwendung eines gerichteten und
eines ungerichteten Sensors,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel für eine mit einem Radargerät
kombinierte Anlage,
Fig. 5 die Kreuzkorrelationsfunktion,
Fig. 6 das Spektrum vor dem Mischen,
Fig. 7 das Spektrum nach dem Mischen,
Fig. 8 die Autokorrelationsfunktion des bandbegrenzten Signals,
Fig. 9 Annäherung für Hyperbeläste,
Fig. 10 Kurvenscharen für verschiedene Hyperbelzahlen,
Fig. 11 ein Leistungsspektrum,
Fig. 12 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 13 einen Parallel-Korrelator,
Fig. 14 einen Korrelator mit Berücksichtigung der Laufzeit,
Fig. 15 ein Quantisierungsschema für 1 bit,
Fig. 16 ein Quantisierungsschema für 2 bit,
Fig. 17 ein modifiziertes 2-bit-Quantisierungsschema,
Fig. 18 einen Integrationstiefpaß für die 1-bit-Korrelation.
In Fig. 1 ist ein zu erfassendes strahlendes (bevorzugt Stör
strahlung aussendendes) Zielobjekt mit ZO bezeichnet. Zur Er
fassung sind zwei Sensoren S1 und S2 vorgesehen, die in einem
Abstand B angeordnet sind. Bei den Sensoren kann es sich je
nach der zu empfangenden Strahlung um Antennen oder um sonstige,
z. B. optische Sensoren handeln. Bekanntlich muß mindestens einer der Sensoren
eine scharfe Bündelung aufweisen. Im vorliegenden Beispiel
ist angenommen, daß der Sensor S1 eine scharf bündelnde Richt
charakteristik hat, deren Öffnungswinkel mit α₁ bezeichnet ist.
Der Sensor S2 kann bei der bekannten Anordnung
für Rundumempfang ausgebildet oder schwach gerichtet sein. Dem Sensor S2 ist ein
Empfänger E2 nachgeschaltet, welcher die empfangenen Signale
demoduliert und einer Datenausgabeeinrichtung DA zuführt. Über
eine größere Übertragungsstrecke UL werden die so gewonnenen
Daten einem Korrelator KR zugeführt. Bei der Datenübertragung
muß darauf geachtet werden, daß die Modulation der von S2 emp
fangenen Signale erhalten bleibt, weil sie zur Korrelation be
nötigt wird.
Der zweite Eingang des Korrelators KR wird von dem Empfänger E1
gespeist, welcher dem Sensor S1 nachgeschaltet ist. Dadurch
werden dem Korrelator KR zwei Signale zugeführt, welche von der
Strahlungsquelle ZO stammen, jedoch, infolge der unterschiedli
chen Laufzeiten, zu einem bestimmten Zeitpunkt am Eingang des
Korrelators KR auch unterschiedliche Modulationsfunktionen auf
weisen. Der Korrelator KR, welcher mit entsprechenden Speicher-
und Vergleichseinrichtungen ausgestattet ist, bestimmt die Zeit
verzögerung zu demjenigen früher eingetroffenen Signal, welches
das Maximum der Kreuzkorrelationsfunktion ergibt. Einzelheiten
der Durchführung der Autokorrelation z. B. mit digitalen Mitteln
sind dem Aufsatz "Digital Correlation Techniques in Radio Science"
aus "Radio Science" Band 8, Nr. 8/9, August/
September 1973, S. 775 bis 784, zu entnehmen. Die so erhaltene Zeitdifferenz τ
entspricht der Laufzeitdifferenz der Srahlung vom Zielobjekt ZO
zum Sensor S1 einerseits und zum Sensor S2 andererseits. In diese
Laufzeitdifferenz geht selbstverständlich auch die Basisbreite B
entsprechend ein. Zu der zunächst im Korrelator KR bestimmten
Zeitdifferenz τ aus dem Maximum der Kreuzkorrelationsfunktion
ist für die Bestimmung der Laufzeitdifferenz noch diejenige Zeit
abzuziehen, um welche die (innere) Laufzeit der Signale gerech
net von S2 bis zum Eingang des Korrelators KR größer ist als die
Laufzeit gerechnet von S1 zum zweiten Eingang von KR. Dieser Kor
rektur-Laufzeitwert τc ist ein fester, bekannter Wert und kann
somit bei der weiteren Auswertung entsprechend berücksichtigt
werden. Im allgemeinen werden die von S2 aufgenommenen Signale
mit einer Verzögerung gegenüber den von S1 aufgenommenen Signalen
beim Korrelator KR eintreffen, wenn dieser Korrelator, was zweck
mäßig ist, bei der linken (also zu E1 gehörenden) Station 1 an
geordnet wird. Dies vereinfacht die Durchführung der Korrelation
im Korrelator KR ganz erheblich, weil das Vorzeichen des Zeitunterschiedes der
Signale am Eingang des Korrelators KR gleich bleibt, was
weniger Registerstellen erfordert. Die Zuordnung zur linken, den
gerichteten Sensor aufweisenden Station 1 ist deshalb zweckmäßig,
weil hier der Winkelwert ϕ₁₀ vorhanden ist und deshalb nicht mehr
zusätzlich übertragen werden muß.
Aus der so am Ausgang des Korrelators KR zur Verfügung gestell
ten Zeitdifferenz wird in einem Entfernungsrechner DR die
Hyperbel bestimmt, welche der ermittelten Laufzeitdifferenz τ-τc
entspricht. Hierzu ist es notwendig, die Ausbreitungsgeschwin
digkeit v der Strahlung zu den Sensoren S1 und S2, den Abstand B
der Sensoren S1 und S2 sowie die Korrekturlaufzeit τc zu kennen.
Diese Werte werden deshalb dem Entfernungsrechner DR eingegeben,
der so die als Ortskurve anzusehende Hyperbel bestimmt.
Der scharf bündelnde Sensor S1 enthält eine Einrichtung zur
Schwenkung oder sonstigen Bewegung seiner Richtcharakteristik,
wobei in bekannter Weise durch einen (hier nicht näher darge
stellten) Winkelgeber der Einfallswinkel ϕ₁₀ bestimmt werden
kann, unter dem das Zielobjekt ZO von dem Sensor S1 aus gesehen
wird. Dieser z. B. Azimutwinkel ϕ₁₀ wird in entsprechend codier
ter Form der Anzeigeeinrichtung AS und dem Entfernungsrechner
DR zugeführt.
Bei einer dreidimensionalen Abtastung ist die Schnittfläche aus
dem Raumwinkel der Richtcharakteristik und aus einem Hyperboloid
zu betrachten.
Die Größe der zur Durchführung der Korrelation
benötigten Zeit ist abhängig von der gewünschten Genauigkeit, dem
Signal-Rausch-Verhältnis und der Korrelationsmethode. Die erforder
liche Gesamtzeit tG setzt sich zusammen aus einer Wartezeit tW,
der Korrelationszeit tK und der für die Auswertung benötigten
Zeit tA.
tG=tW+tK+tA
Die Wartezeit dient dazu, den Korrelator vorzubereiten und dafür
zu sorgen, daß in jedem Korrelationskanal Daten aus dem momenta
nen Schnittbereich der Antennenkeulen vorliegen. Die Größe der
Wartezeit läßt sich wie folgt abschätzen:
B=Basislänge
co=Lichtgeschwindigkeit
co=Lichtgeschwindigkeit
Ein Nachteil der Sensorkonfiguration nach Fig. 1 besteht darin,
daß ein zweiter Störsender die Empfangsverhältnisse beim Empfän
ger E2 der Station 2 wesentlich verschlechtern kann. Dies ist
aus Fig. 2 ersichtlich, wo zusätzlich zu einem strahlenden Ziel
objekt ZO1 ein weiteres strahlendes Zielobjekt ZO2 vorgesehen ist.
Da die Strahlungen der beiden Objekte ZO1 und ZO2 von dem unge
richteten Sensor S2 aufgenommen und dem Empfänger E2 der Station
2 zugeführt werden, ergibt sich ein sehr ungünstiges Signal-
Rausch-Verhältnis. Das bedeutet aber, daß in diesem Fall eine re
lativ große Korrelationszeit benötigt würde.
Eine Anordnung, mit der diese Schwierigkeiten gemäß der Erfindung überwunden werden,
zeigt Fig. 3. Danach ist auch der Sensor S2 der Station 2
mit einer scharf bündelnden Richtcharakteristik versehen (Öff
nungswinkel α₂) und gestattet somit die Ausblendung der Strah
lung des Objektes ZO2 und die Ausrichtung genau auf das eine
Objekt ZO1. Die Ortung wird hier so durchgeführt, daß zunächst
mit dem Sensor S1 das Zielobjekt ZO1 gesucht wird. Nach der Aus
richtung des Sensors S1 auf das Zielobjekt ZO1 wird dieser Such
vorgang beendet und der Azimut-Winkelwert ϕ₁₀ ist damit be
stimmt. Jetzt sucht der Sensor S2 das Zielgebiet ab, indem er
abschnittweise weiterschwenkt, wobei für jeden Abschnitt (durch
Übertragung über die Datenausgabe DA21 und Übertragungsstrecke
UL21) eine Korrelation über den Durchdringungsraum beider Richt
charakteristiken in dem Korrelator KR durchgeführt wird. Ergibt
sich kein Kreuzkorrelationsmaximum als Ausgangssignal bei KR,
so war kein Zielobjekt vorhanden bzw. die Ausrichtung erfolgte
auf ein anderes Zielobjekt als das von der Sensoranordnung S1
erfaßte (beispielsweise Ausrichtung auf Objekt ZO2). Der Sensor
S2 wird dann in den nächsten Sektor weiterbewegt und die Korre
lation beginnt dort erneut. Ist schließlich die Ausrichtung des
Sensors S2 und des Sensors S1 auf das gleiche Zielobjekt ZO1
durchgeführt, so ergibt sich am Ausgang des Korrelators KR ein
eindeutiges Maximum bei der Kreuzkorrelation und daraus läßt
sich dann die Zeitdifferenz τ der Laufzeitunterschiede genau
bestimmen. Die weitere Auswertung im Entfernungsrechner DR und
die Darstellung auf der Anzeigeeinrichtung AS erfolgt in der im
Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Weise.
Es ist auch möglich, zusätzlich oder unabhängig von der Durch
führung der Kreuzkorrelation in KR eine Vereinfachung des Such
vorganges dadurch durchzuführen, daß in den Empfängern E1 und/
oder E2 eine Schwellenschaltung vorgesehen ist. Diese Schwellen
schaltung stellt lediglich fest, ob aus einer bestimmten Rich
tung eine gewisse Mindest-Strahlung eintrifft. Ist dies der Fall,
so wird der eigentliche Korrelationsvorgang eingeleitet. Dadurch
ergeben sich für den Empfänger E2 für das vorliegende Beispiel
von zwei strahlenden Objekten ZO1 und ZO2 insgesamt zwei Rich
tungen, in denen die Korrelation im Korrelator KR durchgeführt
werden muß. Auf diese Weise läßt sich somit der Suchvorgang unter
Umständen bedeutend vereinfachen. Eine Schwelle im Empfänger E1
hält beim ersten Suchvorgang den Sensor S1 nur in einer solchen
Richtung zur Durchführung der Korrelation an, aus denen eine ge
wisse Mindest-Strahlung beim Sensor S1 eingetroffen ist. Gleiches
gilt für eine Schwelle beim Sensor S2.
Entsprechend der Verwendung einer scharfen Richtcharakteristik
auch für den Sensor S2 wird im Bereich dieses Sensors die Winkel
information ϕ₂₀ ebenfalls gewonnen und kann über eine
weitere Datenausgabe DA22 und die Übertragungsstrecke UL22 über
tragen werden. Die getrennte Darstellung der Übertragungsstrecke
UL21 nach der Datenausgabe DA21 (welche die Modulation von S2
empfangenen Strahlung überträgt) und der Übertragungsstrecke UL22
dient nur der besseren Veranschaulichung. In Wirklichkeit handelt
es sich zweckmäßigerweise nur um eine einzige Übertragungsleitung
oder Richtfunkstrecke mit entsprechendem Multiplexverkehr. Da die
beiden Einfallsrichtungen ϕ₁₀ und ϕ₂₀ (beide bezogen auf eine
gemeinsame z. B. Nordrichtung) der Strahlung des Zielobjektes ZO1
bekannt sind, kann mittels des Winkelrechners WR eine grobe Ent
fernungs-Abschätzung durchgeführt werden. Aus der bekannten Lage
des Zielobjekts ZO1 läßt sich entsprechend auch die zu erwartende
Laufzeitdifferenz der zu S1 und zu S2 gelangenden Strahlungsan
teile überschlägig berechnen. Aus der Kenntnis dieser Laufzeit
differenz heraus wird unter Berücksichtigung der Korrekturzeit τc
eine zwischen dem Empfänger E1 und dem Korrelator KR eingeschal
tete veränderbare Verzögerungseinrichtung VL so eingestellt,
daß die Verzögerungszeit τv etwa der verbleibenden Zeit-
Differenz der ein Korrelationsmaximum ergebenden Eingangssignale
beim Korrelator KR entspricht. Dadurch treffen zusammengehörende
(d. h. etwa die gleiche Modulation aufweisende) Signale auch nahe
zu gleichzeitig beim Korrelator KR ein. Deshalb läßt sich der
Korrelator KR mit wesentlich geringerem Aufwand an Speichermit
teln und mit geringerer Auswertungszeitdauer betreiben. Norma
lerweise sind die von der Station 2 kommenden Signale immer nach
eilend gegenüber den von der Station 1 beim Korrelator KR ein
treffenden Signalen. Deshalb genügt in der Regel eine Verzöge
rungseinrichtung bei den Empfangssignalen der Station 1. Die In
formation, um welche Zeit τv verzögert wurde, muß zur Entfer
nungsbestimmung auch dem Entfernungsrechner DR zugeführt werden,
weil die jetzt gemessene Zeitdifferenz τ* um den Wert τv zu ge
ring ist. Die weitere Auswertung und Darstellung der so gewonne
nen Informationen erfolgt in der im Zusammenhang mit Fig. 1 be
schriebenen Weise. Die Richtwirkung der beiden Sensoren S1 und
S2 kann vorteilhaft auch unterschiedlich gewählt werden, d. h.
α₁ und α₂ nach Fig. 2 können unterschiedlich sein. Bei dem mit
der geringeren Bündelung arbeitenden Sensor (z. B. S2) kann dafür
zweckmäßig mehr Wert auf Nebenzipfelfreiheit gelegt werden. Da
durch ist sichergestellt, daß dieser Sensor nicht irrtümlicher
weise mit einem Nebenzipfel auf ein besonders stark strahlendes
weiteres Objekt (z. B. ZO2) ausgerichtet wird und dadurch falsche
Azimutwinkel liefert. Für die Abtastung des Zielerfassungsgebie
tes beim Suchvorgang können in bekannter Weise die bei Such-
und Zielverfolgungsradargeräten üblichen Steuereinrichtungen
analog eingesetzt werden. Außerdem kann es vorteilhaft sein,
phasengesteuerte Antennen ("Phased-Array"-Antennen) zu verwenden.
Die insgesamt benötigte Verarbeitungszeit bei mehreren Suchvor
gängen beträgt:
tg=tW₁+k · (tW₂+tK+tA).
Dabei ist k gleich der Anzahl der
benötigten Schwenks (Abtastschritte), tK die zur Durchführung
Korrelation in KR benötigte Zeit, tW₂ die Wartezeit nach einem
Richtungswechsel der Antenne (zur Neueinstellung des Korrelators)
und tA die für die Auswertung im Rechner DR benötigte Zeit. Die
Wartezeit tW₁ wird dazu benötigt, den Korrelator KR vorzuberei
ten und dafür zu sorgen, daß in jedem Korrelationskanal Daten
aus dem momentanen Schnittbereich der Antennenkeulen vorliegen.
In Fig. 4 ist eine Abwandlung der Auswerteeinrichtung nach
Fig. 3 dargestellt. Dabei ist die linke Station 1 entsprechend E1
nach Fig. 3 an ein Radargerät E1R angegliedert. Im Bedarfs
fall (bei Auftreten eines Störers) wird die Ortsbestimmung des
Störers durchgeführt. Dabei besteht der Vorteil, daß aus dem Ra
darbetrieb die Einfallsrichtung ϕ₁₀ der Störstrahlung bereits
bekannt ist. Der Suchvorgang für S1 kann somit bedeutend verkürzt
werden. Zur Bildung der scharfen Richtcharakteristik wird als
Sensor zweckmäßig die scharf bündelnde Radarantenne S1A verwen
det. An diese, normalerweise rotierende oder elektronisch ge
schwenkte Antenne S1A ist bei Radargeräten auch ein Winkelgeber
WG1 angeschlossen, welcher den Azimutwinkel ϕ₁₀ entsprechend
Fig. 3 liefert.
Im Falle des normalen Radarbetriebes, d. h. ohne Auftreten eines
aktiven Störers, ist der in den Empfangszweig eingeschaltete Um
schalter US in der dargestellten Lage. Dies bedeutet, daß der
Radarempfänger in E1R die übliche Auswertung der Radarziele vor
nimmt und diese auf einem Sichtgerät (Bildschirm) AS darstellt
oder in einer sonst geeigneten Form zur Auswertung weiterleitet.
Tritt bei dem Radargerät eine Störung dadurch auf, daß im Zieler
fassungsbereich ein aktiver Störer vorhanden ist, so werden z. B.
entsprechende Teile des Bildschirmes AS hellgetastet, was auf das
Vorhandensein des Störers hinweist. Eine Radar-Ortung des Störzieles
ist jedoch nicht mehr möglich (Maskierung). In diesem Fall kann
z. B. die Bedienperson durch Betätigung einer Taste TA beim Bild
schirm AS eine Umschaltung vornehmen. Es können auch die bei Ra
dargeräten bekannten automatisch arbeitenden Störunterdrückungs
schaltungen eingesetzt werden, die üblicherweise die Störsignale
gezielt im gestörten Bereich ausblenden und hier zusätzlich die
Entfernungsbestimmung des Störers einleiten. Die Umschaltung kann
z. B. darin bestehen, daß zumindest im gestörten Sektor der nor
male Radarempfänger in E1R durch Umlegen des Schalters US vom
Empfangszweig der Antenne S1A abgetrennt wird. Bei automatisch
arbeitender Störungsunterdrückung ist dies nicht erforderlich.
In diesem Falle steht der Umschalter US symbolisch für das Tätig
werden der Unterdrückungsschaltung. Zur Durchführung der ver
schiedenen Steuervorgänge ist zweckmäßig eine zentrale Steuer
einrichtung TS vorgesehen. Ein zusätzlicher Steuerbefehl gelangt
über die Steuereinrichtung TS zu dem Korrelator KR und zu dem
Entfernungsrechner DR. Diese werden dann in Tätigkeit gesetzt
und führen die Korrelation der von den Antennen S1A und S2A auf
genommenen Empfangssignale durch. Der Empfänger E1 kann ganz
oder teilweise durch Elemente des Radarempfängers gebildet sein.
Dies führt zu einer Verringerung des Aufwandes, weil diese Emp
fängerbausteine beim Empfänger E1 eingespart werden können.
Der Antenne S2A ist ein Winkelgeber WG2 (zur Bildung der Azimut
information ϕ₂₀) und der Empfänger E2 nachgeschaltet. Die Anten
nenanordnung S2A samt Winkelgeber WG2 und Empfänger E2 kann dau
ernd betriebsbereit gehalten werden. Es ist aber auch möglich,
durch die zentrale Steuereinrichtung TS auch diese Einrichtung
erst im Bedarfsfall anzuschalten.
Wenn die Elemente E1, KR und E2 dauernd an die zugehörigen Senso
ren S1A und S2A angeschaltet sind, kann der Vorteil erreicht wer
den, daß die zur Füllung des Korrelators KR und zur Durchführung
der Korrelation benötigten Zeiten tW, tK und tA nicht erst abge
wartet werden müssen. Es genügt dann, z. B. den Rechner DR bei
Bedarf einzuschalten bzw., wenn dieser ebenfalls dauernd in Be
trieb ist, die Ausgabe der von ihm ermittelten Daten nur im
Störungsfall freizugeben. Normalerweise ist auch die letztge
nannte Freigabe nicht erforderlich, weil im ungestörten Betrieb
keine Störsignale empfangen werden können und deshalb auch keine
Störzielanzeige möglich ist.
Die Entfernungsberechnung und die Darstellung des Störers auf dem
Radar-Bildschirm AS erfolgt in der in Zusammenhang mit Fig. 3 bzw. 1
beschriebenen Weise. Der Winkelrechner WR
analog zu der entsprechenden Einrichtung
nach Fig. 3.
Das Radargerät E1R nach Fig. 4 geht somit im Störungsfall bzw.
im Bereich eines gestörten Sektors auf den passiven Betrieb über.
Die Empfangsleistung wird für den Empfänger E1 auf jeden Fall
ausreichend sein, weil aktive Störer normalerweise wesentlich
größere Amplituden der Empfangssignale ergeben als die nur sehr
kleinen passiven Echosignale.
Zur Ermittlung der Entfernungsdifferenz wird ein Kreuzkorrelator KR
verwendet, der die Kreuzkorrelationsfunktion (KKF) der Empfangs
signale x₁ bzw. x₂ bilden soll. Zum Sendesignal des Störers addie
ren sich die Rauschsignale n₁ bzw. n₂
x₁(t)=s(t)+n₁(t)
x₂(t)=s(t)+n₂(t)
Die KKF ergibt sich zu:
Für große Integrationszeit T wird, da s, n₁, n₂ gegenseitig sta
tistisch unabhängig sind:
Man erhält die Autokorrelationsfunktion (AKF) des Störsignals.
Gesucht ist das Maximum von ΦSS, das bei τ=0 vorliegt.
Da das Signal an einem der Empfänger E1 oder E2 um die Laufzeitdifferenz ΔtS
später empfangen wird, liegt das Maximum der AKF um ΔtS ver
schoben, da dort die Gesamtlaufzeitdifferenz τ=0 ist.
Die KKF muß punktweise für alle Δti ermittelt werden. Dies kann
entweder nacheinander mit großem Zeitaufwand oder parallel sehr
schnell, aber mit großem Kostenaufwand geschehen. Die Genauigkeit
des Verfahrens hängt von der Größe des Zeitinkrementes Δt, der
Aufwand von der Anzahl der benötigten Stützpunkte zum Ermitteln
der KKF ab.
In Fig. 5 ist der Verlauf der Kreuzkorrelationsfunktion KKF im
einzelnen dargestellt, wobei das deutliche Maximum bei Δts sicht
bar ist. Durch Anwendung einer Schwelle am Ausgang des Korrelators
kann somit derjenige Zeitpunkt Δts durch einen Impuls markiert
werden, an dem diese Schwelle überschritten wird, bzw. die dar
gestellte Korrelationsfunktion ihr Maximum erreicht (beispiels
weise Anwendung einer Differenzierungsschaltung, eines Grenzwertzäh
lers oder dergl.).
Die Messung der Entfernungsdifferenz soll durch Bilden der Kreuz
korrelationsfunktion beider Empfangssignale erfolgen. Man erhält
die Autokorrelationsfunktion des Störsignals mit dem Maximum bei
der Gesamtlaufzeitdifferenz Null. Die Schärfe dieses Maximums
ist ein Maß für die Genauigkeit der relativen Entfernungsmessung.
Sie ist umso größer, je breitbandiger das Empfangssignal ist.
Idealer Fall: Das Empfangsspektrum sei rechteckförmig und für
beide Empfänger E1 und E2 genau gleich. Nach dem Heruntermischen
auf Mittenfrequenz Null ergibt sich dann das Leistungsspektrum
S(ω) mit
In Fig. 6 ist das Leistungsspektrum S(ω) vor dem Mischen dar
gestellt. Fig. 7 zeigt das Leistungsspektrum nach dem Mischen.
Daraus folgt für die Autokorrelationsfunktion:
Fig. 8 zeigt die Autokorrelationsfunktion AKF.
Die Auflösung in der Laufzeitdifferenz ist umgekehrt proportio
nal zur Grenzfrequenz des Eingangssignales. Laufzeitdifferenzen
können mit einer Auflösung von T=1/fg gemessen werden
Die mögliche Laufzeitdifferenz wird mit der Basislänge festge
legt, es gilt
Ist die Gesamtzahl der Hyperbeläste 2N, so ist
Diebei ist δ die durch die Periode der Taktfrequenz der Schiebe
registerstufen gegebene kleinste Zeitauflösung.
Setzt man für δ die Auflösungsgrenze 1/fg ein, so erhält man
die Beziehung zwischen Basislänge und Bandbreite
Ein Zahlenbeispiel: es sei fg=10 MHz, 2N=10³; die benötigte
Basislänge B ergibt sich daraus zu:
B=0,5 · 10³ · 3 · 10⁵ · 10-7 km
=15 km
=15 km
Vorstehend wurde die Zahl der Hyperbeläste 2 N eingeführt. Jeder
Hyperbelzweig entspricht einer bestimmten Laufzeitdifferenz
Δti. Das bedeutet, daß auch 2 N Korrelationsschritte, nachein
ander oder parallel, durchgeführt werden müssen, um eine voll
ständige Kreuz-Korrelationsfunktion KKF zu ermitteln. Da mit der
Anzahl der Hyperbeläste die Genauigkeit, aber auch der Aufwand
steigt, ist abzuschätzen, wie groß N für eine bestimmte Genauig
keit sein muß. Zur Klärung soll folgende Betrachtung dienen. In
größerer Entfernung von der Basislinie kann man die Hyperbel
durch ihre Asymptoten annähern. Die Hyperbelasymptoten sind Ge
raden, die die Basisstrecke halbieren und die Steigung
besitzen. Die Hyperbeln werden so gewählt, daß sie die Basis
linie in gleichen Abständen δ schneiden. (Je kleiner δ ist,
desto größer ist die Zahl der Hyperbeläste).
Ein Beispiel zeigt Fig. 9 (αi=90°-ϕi).
Je größer N ist, umso kleiner werden die Winkel Δϕi. Außerdem
ist Δϕi noch eine Funktion von ϕi. In Fig. 10 sind Kurven für
Δϕi aufgetragen (i=0, 1, 2, . . . N). Parameter sind verschiedene
Werte von N. Es zeigt sich, daß bis etwa 0,9 N der Winkel Δϕ
annähernd konstant bleibt.
Für 400<N<1000 ergeben sich Winkelauflösungen Δϕ<0,3° bis
Δϕ<0,1°, also Auflösungen, die in der Größenordnung des
anzunehmenden Winkelfehlers der Richtantenne liegen.
Die Anzahl der Korrelationsschritte 2 N liegt daher zwischen 800
und 2000.
Der steile Anstieg im Bereich 0,9 NiN korrespondiert mit
der Ortungsgenauigkeit in Richtung der Basislinie.
Aus der recht großen Anzahl der Korrelationsschritte ergibt sich
die Frage nach dem Zeitaufwand pro Korrelationsschritt. Da es
zur Ermittlung der KKF nicht möglich ist, beliebig lange zu in
tegrieren, können die einzelnen Punkte nur mit endlicher Genauig
keit bestimmt werden. Es ist notwendig, so lange zu integrieren,
bis das Maximum der Autokorrelationsfunktion AKF deutlich von den
von Fluktuationen hervorgerufenen Spitzen unterschieden werden
kann. Da das eingangsseitige Signal/Rausch-Verhältnis sehr klein werden
kann, ist es unter Umständen notwendig, lange Integrationszeiten
in Kauf zu nehmen.
Das Problem ist es, das ausgangsseitige Signal/Rausch-Verhältnis zu be
stimmen. Dieses kann als der Quotient des Quadrates des Gleich
spannungsanteils zur Wechselspannungsleistung des Integratoraus
gangs aufgefaßt werden. Aus Fig. 11 ist zu ersehen, wie durch
Verkleinern der Grenzfrequenz des (hier als ideal angenommenen)
Integrators das Signal-Rausch-Verhältnis (S/N)o verbessert werden
kann.
In der Literatur (IRE Transactions on Information Theory, März
1957, Seiten 10 bis 18) finden sich Betrachtungen dieses Problems.
Deren Ergebnisse sollen hier der Kürze wegen übernommen werden.
Für (S/N)o findet man folgende Beziehung:
Dabei bedeuten:
S(ω)=Leistungsspektrum des Nutz-Signales
N₁(ω)=Leistungsspektrum des Rausch-Signales am Empfänger 1
N₂(ω)=Leistungsspektrum des Rausch-Signales am Empfänger 2
Ti=effektive Integrationszeit=Integrationszeit des idealen Integrators
S(ω)=Leistungsspektrum des Nutz-Signales
N₁(ω)=Leistungsspektrum des Rausch-Signales am Empfänger 1
N₂(ω)=Leistungsspektrum des Rausch-Signales am Empfänger 2
Ti=effektive Integrationszeit=Integrationszeit des idealen Integrators
Im hier vorliegenden Fall kann man davon ausgehen, daß S(ω), N₁(ω)
und N₂(ω) gleichen Verlauf und gleiche Bandbreite haben. Damit
läßt sich die vorstehende Gleichung weiter vereinfachen zu
wobei F ein Formfaktor ist (F=1 für rechteckförmiges Spektrum).
Für die zwei Sonderfälle (siehe Fig. 2) können getrennte Be
trachtungen erfolgen.
- 1) Im Empfangsbereich beider Empfänger befindet sich nur ein Störer S/N₁»1 und S/N₂»1Daraus folgt(S/N)o≈fgTiFür die Auswertung ist das Spannungsverhältnis (S/N)o′ bedeutsam so ergibt sich mit fg=10 MHzTi=100² · 10-7 · s=10-3 · s=1 ms
- 2) Im Empfangsbereich von einem Empfänger befinden sich mehrere
Störer, so ist z. B. S/N₂«1, S/N₁»1
Damit wird Mit denselben Zahlenwerten wie oben von S/N₂=0,01 ergibt sich eine um den Faktor 100 vergrößerte Integrationszeit Ti₂=100 ms.
Da jedoch der eingangsseitige Signal-Rausch-Abstand nicht bekannt
ist, ist die Wahl der Integrationszeit hier problematisch, be
sonders wenn die Korrelationsschritte zeitlich nacheinander
durchgeführt werden sollen, da immer eine maximale Integrations
zeit benutzt werden müßte. Selbst wenn die oben für das Zahlen
beispiel gewählten Werte schon den ungünstigsten Fall darstellen
würden, so käme man bei 2 N=2000 auf Zeiten für eine KKF von
200 s bzw. (bei 2 Richtantennen) x · 2 s=72 s (z. B. x=36=
Anzahl der Schwenks bei 5° Keulenbreite der Antenne S2).
Dagegen wird bei parallelem Betrieb lediglich ein Gesamtzeitbe
darf von 100 ms bzw. 36 × 1 ms=36 ms benötigt, dabei ist es
bei parallelem Betrieb wesentlich leichter möglich, die Inte
grationszeit variabel, nämlich von der Eindeutigkeit des Ergeb
nisses abhängig zu machen. Allerdings sind dann auch 2 N Korrela
toren erforderlich.
Aus den eingangs angestellten Überlegungen erscheint es besonders
sinnvoll, eine passive Ortungseinrichtung im Verbund mit einer
aktiven (Radar) Anlage nach Fig. 4 zu betreiben. Die große Flexi
bilität, insbesondere die frei wählbare Verweilzeit, spricht für
die Anwendung einer elektronisch schwenkbaren Antenne. Ein weite
rer Vorteil einer Kombination von aktiver und passiver Ortungs
einrichtung ist die Mehrfachausnutzung der Richtantenne. Fig. 12
zeigt in detaillierter Form einen möglichen Aufbau solch einer
kombinierten Ortungseinrichtung. Wie aus dem Blockschaltbild er
sichtlich ist, besteht die Möglichkeit, den größten Teil des Auf
wandes in der Station 1 zu konzentrieren, so daß die Station 2
praktisch nur als Relaisstation für die empfangenen Signale dient.
Während die Station 1 ohnehin über eine Richtantenne S1A mit bleistift
förmiger Richtcharakteristik verfügt, wird die An
tenne S2A der Station 2
nach der Erfindung ebenfalls mit Richtwir
kung (Fächerstrahl) versehen, um die Ortungsgeschwindigkeit
zu erhöhen. Die Antenne S2A kann z. B. aus einer
Dipolzeile mit elektronischer Phasensteuerung bestehen.
Im einzelnen besteht die Station 2 aus der Antenne S2A, dem
nachgeschalteten Empfangsverstärker V2, einem Umsetzer U2 und
einer Sendeeinrichtung SE2, welche mit einer Hilfsantenne HA2 ver
bunden ist. Diese Hilfsantenne überträgt die Modulation der Emp
fangssignale auf einer anderen Trägerfrequenz zur Station 1. Bei
Verwendung einer Richtantenne für S2A wird auch die Information
über ϕ₂₀ auf dem Funkweg über eine Strecke etwa der Entfernung B
zu der Hilfsantenne HA1 geführt, welche bei der Station 1 ange
ordnet ist. Über einen Verstärker V21 und einen Umsetzer U21 ge
langt das Empfangssignal zu einem Mischer MI2, dessen Überlage
rungsfrequenz von dem/den im Radargerät E1R vorhandenen Oszilla
tor(en) abgeleitet ist. Der Ausgang des Mischers MI2 ist zum
zweiten Eingang des Korrelators KR geführt.
Bei der Station 1 ist als aktiver Teil das Radargerät E1R vorge
sehen. Von der scharf bündelnden Richtantenne S1A gelangen die
Signale über den Umschalter US bei ungestörtem Betrieb zum Emp
fänger des Radargerätes E1R. Bei gestörtem Betrieb erfolgt durch
die hier nicht dargestellte Steuereinrichtung die Umschaltung
des Schalters US, dessen Ausgang dann mit dem Eingangsverstärker
V1 verbunden ist. Es kann aber auch der im Zusammenhang mit
Fig. 4 erläuterte dauernde Parallelbetrieb des aktiven und des pas
siven Teils - vor allem bei Anwendung automatischer Störausta
stung durchgeführt werden. Es folgt ein Mischer MI1, dessen Aus
gang mit dem ersten Eingang des Korrelators KR verbunden ist.
Beide Mischer MI1 und MI2 erhalten somit ihre Überlagerungsfrequenz fo
von dem/den Überlagerungsoszillator(en) des Radargerätes E1R.
Dadurch ist ohne zusätzlichen Aufwand sichergestellt, daß bei der
Mischung die beiden Signale gleichmäßig beeinflußt werden. Die Um
setzung in U2, die Sendeträgerfrequenz von SE2 und die Umsetzung
in K21 müssen so gewählt werden, daß an den Ausgängen der Mischer
MI1 und MI2 die Modulationsfunktion in der gleichen und damit ver
gleichbaren Frequenzlage (ZF-Lage) vorliegt.
Die die Winkelinformation von S2A (d. h. ϕ₂₀) übertragenden
Signale müssen von den mit der Störmodulation behafteten, vom
Störer kommenden Signalen getrennt werden, bevor letztere dem Kor
relator KR zugeführt werden.
Die Realisierung eines Korrelators in analoger Technik erscheint
wegen der geforderten Genauigkeit der Zeitverzögerungen
(beispielsweise mit "CCD"-Technik lösbar) und der zu gerin
gen Rechengeschwindigkeit von analogen Multiplizierern weniger
vorteilhaft. Ein Aufbau in digitaler Technik ist dagegen nach dem
heutigen Stand der Technik einfach möglich. Vorteile ergeben
sich bei der Realisierung der Verzögerungsleitung mittels eines
getakteten Schieberegisters und des Integrationstiefpasses mit
beliebiger Integrationszeit.
Das Problem der erforderlichen Rechengeschwindigkeit der digita
len Multiplizierer ist lösbar, wenn man sich auf grobe Quanti
sierung (also nur wenige Bit Auflösung) beschränkt.
Ein Korrelator, der im Parallelbetrieb arbeitet, also größte Ge
schwindigkeit erlaubt, ist naturgemäß sehr aufwendig, da er aus
einer Vielzahl von Einzelkorrelatoren besteht. Soll der Aufwand
in vertretbaren Grenzen gehalten werden, so kommt es entschei
dend darauf an, die Einzelkorrelatoren so einfach wie möglich zu
halten. Auch dies ist, wie weiter unten gezeigt werden wird, bei
einem digitalen Korrelator möglich.
Fig. 13 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines digitalen Parallel
korrelators. Die Empfangssignale (gleiche Laufzeit von E₁ und E₂
zum Korrelatoreingang vorausgesetzt) werden im
Abtast-und-Halte-Verstärker ("Sample-and-Hold") SHV1, SHV2 abgetastet (Abtastfrequenz 2 · fg) und im
Analog/Digital-Wandler AD1 und AD2 in Digitalworte umgesetzt. Diese werden
den beiden Schieberegistern SR1 und SR2 um jeweils ein Zeitinkre
ment δ=1/2 fg verschoben. Für jede mögliche Zeitverschiebung
besteht eine Registerstelle SR11 bis SR1N bzw. SR21 bis SR2N.
Jede dieser Registerstellen hat eine Anzapfung, der ein Multi
plizierer MU1 bis MU(N+1) nachgeschaltet ist, dessen Ausgangspro
dukt im zugehörigen Addierer-Akkumulator AC1 bis AC(N+1) aufsummiert
wird. Es sind insgesamt 2 N+1 Multiplizierer und Addierer-Akkumu
latoren notwendig
Durch die Verwendung von zwei Richtantennen sind jedoch Einsparun
gen möglich. Da sich im Schnittbereich der Antennenkeulen nur
eine begrenzte Anzahl von Hyperbelabschnitten befinden, ist es
ausreichend, nur diesen Bereich der KKF zu untersuchen. Man
kommt dann mit einem Satz von Multiplizierern und den dazuge
hörigen Akkumulatoren aus, der auf den der jeweiligen Antennen
stellung zugeordneten Bereich umgeschaltet wird. Eine solche
Schaltung verlangt allerdings einen erheblich größeren Verwal
tungsaufwand, es wird von Fall zu Fall zu untersuchen sein, wel
che Struktur günstiger ist.
In Fig. 13 ist gleiche innere Laufzeit von den beiden Empfängern
E1 und E2 zum Korrelator KR vorausgesetzt. Das würde bedeuten,
daß der Korrelator KR etwa in der Mitte zwischen den beiden Sta
tionen 1 und 2 liegt. Dies hätte zur Folge, daß sowohl eine Vor
eilung als auch eine Nacheilung der Signale möglich wäre. So ver
arbeitet z. B. MU2 unverzögerte Signale von E1 und (durch SR21)
verzögerte Signale von E2. Dagegen erhält MUN unverzögerte Si
gnale von E2 und verzögerte Signale von E1.
In der Praxis wird sich der Korrelator am Ort eines Empfängers,
vorzugsweise bei E1 befinden. Das bedeutet, daß das Empfangs
signal von Empfänger E2 noch die Laufzeit τc=B/co benötigt, um
zum Korrelator zu gelangen (Laufzeiten in Empfangsgeräten, Ver
stärkern usw. vernachlässigt). Diese Laufzeit ist jedoch gleich
der maximal möglichen Differenzlaufzeit
Wegen (r₁-r₂)max=B und (r₁-r₂)min=-B ergibt sich mit r₂′=r₂+B
Damit braucht nur noch das Empfangssignal von E₁ verzögert zu
werden, die Anzahl der benötigten Schieberegisterstufen ist je
doch gleich.
Ein Laufzeitausgleich muß nur noch für die (oben vernachlässig
ten) Laufzeitdifferenzen, die in Geräten entstehen, durchgeführt
werden. Hierzu kann entsprechend Fig. 14 ein Laufzeitausgleich
τL mittels der Verzögerungseinrichtung VLA durchgeführt werden, die beim
Empfänger E1 angeordnet ist. Der Vorteil gegenüber Fig. 13 be
steht in dem wesentlich geringeren Aufwand an Registerstellen.
Dieser kann dadurch erzielt werden, daß die von E1 kommenden
Signale grob und die von E2 kommenden Signale feiner quantisiert
werden. Da nur für die Signale von E1 Registerstellen SR1 bis SR1N
benötigt werden, sinkt der Aufwand entsprechend der gröberen Quan
tisierung.
Bei Taktfrequenzen von 20 MHz und darüber ist die Genauigkeit der
A/D-Wandlung problematisch, auch die Produktbildung innerhalb von
Zeiten, die kürzer als 50 ns sind, ist mit großer Genauigkeit
nicht möglich.
Es ist daher günstig, von vorneherein recht grob zu quantisieren,
es ergeben sich jedoch Nachteile:
- - bei grober Quantisierung wird das Signal verzerrt, ein Rück schluß auf seine wirkliche AKF ist nicht immer möglich;
- - ein weiterer Nachteil ist das entstehende Quantisierungsrau schen. Bei gleicher Genauigkeitsanforderung muß für ein grob quantisiertes Signal eine größere Integrationszeit aufgewen det werden als für ein fein quantisiertes (z. B. für ein Signal, welches nur mit einer Stufe quantisiert wird, ist die erforder liche Integrationszeit etwa 2,5mal größer als für ein sehr fein quantisiertes Signal).
Da jedoch eine geringe Verzerrung der AKF in Kauf genommen werden
kann, es interessieren ja nur die Maxima der AKF, überwiegen die
Vorteile der groben Quantisierung:
der Aufwand für das Schieberegister-Verzögerungsglied wächst
linear mit der Zahl der verwendeten Quantisierungsstufen,
die Multiplizierer MU1 bis MU(N+1) werden einfacher und schnel ler und
die Addierer-Akkumulatoren AC1 bis AC(N+1) können bei grober Quantisierung, da die möglichen Produkte sehr einfach werden, durch Zähler realisiert werden, was eine besonders kosten günstige Methode darstellt.
die Multiplizierer MU1 bis MU(N+1) werden einfacher und schnel ler und
die Addierer-Akkumulatoren AC1 bis AC(N+1) können bei grober Quantisierung, da die möglichen Produkte sehr einfach werden, durch Zähler realisiert werden, was eine besonders kosten günstige Methode darstellt.
Die Quantisierung erzeugt eine Vergrößerung der Bandbreite des
Signals; die notwendige Integrationszeit kann verringert werden,
wenn man das Signal mit einer größeren Geschwindigkeit als nach
dem Abtasttheorem erforderlich, abtastet ("oversampling"). Bei
vorgegebener maximaler Taktfrequenz ist es hier jedoch zu emp
fehlen, diese voll zur Erhöhung der Ortungsgenauigkeit (bzw. zur
Verringerung der Basislänge) auszunutzen.
Sinnvoll ist es, für die Signale eine 1-bit- oder 2-bit-Darstel
lung zu wählen, um mit hoher Taktfrequenz arbeiten zu können und
gleichzeitig die Kosten niedrig zu halten. Die Fig. 15 bis 17
zeigen drei einfache Transferfunktionen für 1-bit-(Fig. 15), 2-bit-
(Fig. 16) und modifizierte 2-bit-(Fig. 17)Darstellung. Es kann
auch für das eine Signal die eine und für das andere Signal eine
andere Darstellung gewählt werden, z. B. für das zu verzögernde
Signal eine 1-bit-Darstellung (das Schieberegister ist nur 1 bit
breit) und für das andere Signal eine Multibit-Darstellung.
Die möglichen Kombinationen für 1-bit- und 2-bit-Quantisierung,
die entstehenden Produkte und Produktzahl, sowie der Vergröße
rungsfaktor der Integrationszeit gegenüber sehr feiner Quanti
sierung sind in "Radio Science" Band 8 Nr. 8/9 Seite 779 aufge
führt.
Die minimale Integrationszeit gilt für optimal eingestellte Para
meter. Da die Dynamik der Signale sehr groß ist, kann die tat
sächlich benötigte Integrationszeit wesentlich größer sein. Le
diglich bei der 1-bit-x-1-bit-Methode ist sie unabhängig von
Parametern.
Der Addierer-Akkumulator bildet den Integrationstiefpaß.
Er summiert die im Schiebetakt entstehenden Produkte auf.
Ist der Akkumulator groß genug, so kann die Integrationszeit
beliebig groß, die Tiefpaßbandbreite beliebig klein gemacht
werden. Da bei grober Quantisierung nur wenige Produkte ent
stehen können, läßt er sich sehr einfach aufbauen.
Bei der 1-bit-x-1-bit-Methode z. B. können als Produkte nur die
Zahlen +1 und -1 auftreten. Normiert man diese auf die digitalen
Werte H und L, so kann der gesamte Addierer-Akkumulator aus einem
Zähler bestehen, der die entstehenden H-Zustände auszählt.
Ist die Zahl der möglichen Produkte größer, so können mit Vor
teilern Gewichte eingeführt werden, der Logikaufwand ist dann
größer.
Fig. 18 zeigt einen Addierer-Akkumulator für den einfachsten
Fall einer 1-bit-x-1-bit-Multiplikation. Sind die Werte am Ein
gang der Multiplizierstufe MU 1,1 bzw. 0,0 so ergibt sich am Aus
gang von MU eine 1. Der verzögerte Schiebetakt am nachfolgenden
UND-Gatter UG besorgt die taktgenaue Weiterschaltung zu einem
Zähler ZL. Nach Ablauf der Integrationszeit gibt derjenige Zähler,
welcher den höchsten Zählwert erreicht hat, das Maximum der Korre
lationsfunktion an. Die fortlaufende Nr. des Zählers ZL zeigt an,
wie groß die Zeitverschiebung ist. Tritt das Maximum z. B. beim
Zähler von MU3 auf, so ist τ=Δt₃, ggf. τ=Δt₃+τL (Fig. 14).
Die Ausgänge des Zählers repräsentieren den Wert der KKF für eine
bestimmte Laufzeitdifferenz im BCD- oder Binär-Code.
Ein Korrelator, der prüft, ob die zwei Empfangssignale miteinander
korreliert sind, kann benutzt werden, um herauszufinden, ob es
sich um echte Ziele oder Geister handelt. Für einen solchen Kor
relator gelten im Prinzip die zur Quantisierung gemachten Über
legungen. Es handelt sich hierbei um den Sonderfall, daß nur sehr
wenige Hyperbelabschnitte im Durchdringungsbereich der Antennen
keulen liegen. Die Anzahl der benötigten Multiplizierer und
Akkumulatoren kann also sehr klein gemacht werden.
Ein solcher Korrelator kann auch als Zusatzeinrichtung in einem
bestehenden Triangulationsortungssystem zur Eliminierung der
Geister verwendet werden ("deghosting").
Claims (17)
1. Ortungssystem mit zwei örtlich in einem bestimmten Abstand bei
verschiedenen Stationen getrennt aufgestellten Sensoren, welche
die von einem strahlenden Objekt ausgehende, modulierte Strahlung
erfassen, wobei die Empfangssignale in einem Korrelator einer
Kreuzkorrelation unterworfen werden und die zur Bildung des
Kreuzkorrelationsmaximums benötigte Zeitverzögerung - ggf. unter
ergänzender Berücksichtigung der sich durch den Aufbau ergebenden
sonstigen Zeitverzögerungen - zur Ortsbestimmung nach der Lauf
zeit-Differenzmethode in Form einer Hyperbelfunktion als Orts
kurve herangezogen ist und wobei einer der Sensoren eine ent
sprechend scharfe Bündelung aufweist und den aufgrund einer
Such-Abtastbewegung festgestellten Einfallswinkel des Objektes
über einen Winkelgeber erfaßt und einem Entfernungsrechner
zuleitet, welcher durch Kombination dieser Richtungsinformation
und der Hyperbelfunktion die Zielkoordinaten des Objektes da
durch bestimmt, daß die Hyperbelfunktion mit der durch die Winkel
bestimmung mittels des gerichteten Sensors für die Einfalls
richtung der Strahlung ermittelten Geraden geschnitten wird,
wobei der Schnittpunkt die Zielposition des Objektes angibt,
dadurch gekennzeichnet, daß in an sich be
kannter Weise auch der andere Sensor (S2) eine Richtcharakteristik
aufweist und die Richtung des Einfallswinkels (ϕ₂₀) der von
dem Objekt (ZO1) kommenden Strahlung durch entsprechende Abtast
bewegungen festgestellt wird, daß zu einer groben Entfernungs
bestimmung die von den beiden Sensoren (S1, S2) gemessenen
Einfallswinkel (ϕ₁₀, ϕ₂₀) in einem Winkelrechner (WR) zusammen
geführt sind, daß aufgrund der im Winkelrechner (WR) ungefähr
ermittelten Objektposition der daraus resultierende Laufzeit
unterschied festgestellt wird und daß eine einem der Empfänger
(E1 oder E2) nachgeschaltete Verzögerungseinrichtung (VL) so
eingestellt wird, daß die beim Korrelator gleichzeitig eintref
fenden Signale nahezu die gleiche, das Kreuz-Korrelations-
Maximum ergebende Modulationsfunktion aufweisen.
2. Ortungssystem nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß
die Sensoren (S1, S2) in einem Suchvorgang das zu erfas
sende Gebiet schrittweise abtasten, daß für jeden Abtastschritt
die Kreuzkorrelationsfunktion im Korrelator (KR) gebildet wird,
und daß bei Fehlen eines eindeutigen Korrelations-Maximums
die Suchbewegung bis zum Auftreten des Maximums fortgesetzt
wird.
3. Ortungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den den Sensoren (S1, S2) nachge
schalteten Empfängern (E1, E2) Schwellenschaltungen vorgesehen
sind, die nur bei Überschreiten eines Schwellenwertes aus einer
bestimmen Richtung die Einleitung der Korrelation im Korre
lator (KR) veranlassen.
4. Ortungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bündelung der beiden
Sensoren (S1, S2) unterschiedlich gewählt ist und derjenige
Sensor (z. B. S2) mit der geringeren Bündelungsschärfe beson
ders geringe Nebenzipfel aufweist.
5. Ortungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Korrela
tor (KR) aus zwei jeweils eine Reihe von angezapften Register
stellen (SR11 bis SR1N bzw. SR21 bis SR2N) aufweisenden Schie
beregistern (SR1, SR2) besteht, die jeweils die Empfangssigna
le eines der Sensoren (S1, S2) aufnehmen, und daß unverzögerte
Empfangssignale des einen Sensors (z. B. S1) jeweils zusammen
mit aus den angezapften Registerstellen (z. B. SR21 bis SR2N)
des dem anderen Sensor (z. B. S2) zugeordneten Schieberegisters
(z. B. SR2) kommenden Signalwerten einer Multiplikationsstufe
(MU1 bis MUN+1) zugeführt werden, wobei aus der Nummer des das
Maximum der Kreuzkorrelationsfunktion ergebenden Kanals und
aus der Taktzeit (δ) des zugehörigen Schieberegisters (z. B. SR2)
die gesuchte Zeitverzögerung (τ) ermittelt wird (Fig. 13).
6. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß vor dem Korre
lator (KR) für die von einem Sensor (z. B. S1) kommenden Emp
fangssignale eine Verzögerungseinrichtung (VLA) vorgesehen ist,
deren Verzögerungszeit (τL) so gewählt ist, daß die zugehörigen
Signale gegenüber den vom anderen Sensor (z. B. S2) kommenden
Empfangssignalen stets nacheilend sind, daß nur für die Emp
fangssignale des erstgenannten Sensors (z. B. S1) ein Schiebe
register (SR1) vorgesehen ist, dessen angezapfte Registerstel
len (SR11 bis SR1N) zusammen mit den unverzögerten Empfangs
signalen des anderen Sensors (z. B. S2) zu Multiplikationsstufen
(MU1 bis MUN+1) geführt sind, wobei aus der Nummer des das Ma
ximum der Kreuzkorrelationsfunktion ergebenden Kanals und aus
der Taktzeit (δ) des zugehörigen Schieberegisters (z. B. SR2)
die gesuchte Zeitverzögerung (τ) ermittelt wird (Fig. 14).
7. Ortungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das dem Schieberegister (SR1) zugeführ
te Empfangssignal des einen Sensors (z. B. S1) gröber quanti
siert ist als das unverzögert verarbeitete Empfangssignal des
zweiten Sensors (S2).
8. Ortungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Signalver
arbeitung im Korrelator (KR) digital erfolgt.
9. Ortungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß den verschie
denen Ausgangskanälen des Korrelators (KR) Additionsschaltun
gen, insbesondere Zähler, nachgeschaltet sind (z. B. AC1 bis
AC(N+1), welche die Werte der Kreuzkorrelationsfunktion auf
addieren, wobei die Additionsschaltung mit dem Höchstwert den
Kanal mit dem Maximum der Kreuzkorrelationsfunktion angibt.
10. Ortungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Korrela
tor (KR) räumlich bei einer der beiden Stationen, bevorzugt
derjenigen mit der scharf bündelnden Richtcharakteristik (S1),
angeordnet ist, wobei die Empfangssignale von der anderen
Station zu der ersten Station übertragen werden.
11. Ortungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß eine der
Stationen ein Radargerät (E1R) aufweist, das bei gestörtem
Betrieb bzw. in gestörten Sektoren die Zielkoordinaten des
Störers von dem passiven Ortungssystem zur Auswertung, vorzugs
weise zur Darstellung auf dem Bildschirm (AS), erhält.
12. Ortungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Korrelator (KR) räumlich bei dem
Radargerät (E1R) angeordnet ist.
13. Ortungssystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß Empfangseinrichtungen (z. B.
Überlagerungsoszillatoren) des Radargerätes (E1R) auch für den
Empfänger (E1) des Sensors (S1) mit benutzt sind.
14. Ortungssystem nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Empfangssignale beider Sensoren
(S1, S2) mit der gleichen, vom Radarempfänger (E1R) kommenden
Überlagerungsfrequenz in getrennten Mischern (MI1, MI2) ge
mischt werden.
15. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 11 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß als Sensor
(S1) die Radarantenne (S1A) zusammen mit
ihrem Winkelgeber (WG1) und den zugehörigen Steuereinrichtun
gen für die Abtastbewegung benutzt ist.
16. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 11 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß nur im Stö
rungsfall der Korrelator (KR) und die zugehörigen Auswerte
einrichtung (z. B. DR) eingeschaltet sind.
17. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 11 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß der Korrela
tor (KR) und ggf. die zugehörigen Auswerteeinrichtungen (z. B.
DR) ständig mit Empfangssignalen von der Radarantenne (S1A)
versorgt und in Betrieb sind und daß bei Auftreten von Stö
rern die so gewonnenen Zielkoordinaten sofort bereitstehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762625719 DE2625719C1 (de) | 1976-06-09 | 1976-06-09 | Ortungssystem mit getrennt aufgestellten Sensoren zur Schnittbildung zwischen einer Hyperbel (Laufzeitdifferenz) und einer Geraden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762625719 DE2625719C1 (de) | 1976-06-09 | 1976-06-09 | Ortungssystem mit getrennt aufgestellten Sensoren zur Schnittbildung zwischen einer Hyperbel (Laufzeitdifferenz) und einer Geraden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2625719C1 true DE2625719C1 (de) | 1991-03-28 |
Family
ID=5980101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762625719 Expired - Lifetime DE2625719C1 (de) | 1976-06-09 | 1976-06-09 | Ortungssystem mit getrennt aufgestellten Sensoren zur Schnittbildung zwischen einer Hyperbel (Laufzeitdifferenz) und einer Geraden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2625719C1 (de) |
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