DE2625767B2 - Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoalkan-1,1 -diphosphonsäuren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoalkan-1,1 -diphosphonsäurenInfo
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- C07F9/02—Phosphorus compounds
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- C07F9/38—Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
- C07F9/3804—Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)] not used, see subgroups
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Description
HO
NH2 O OH
I II/
-c—ρ
-c—ρ
I \
R OH
IO
wobei R ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 12 C-Atomen ist, unter Verwendung von Nitrilen,
dadurch gekennzeichnet, daß man Nitrile der allgemeinen Formel R-CN, in der R die
obengenannte Bedeutung hat, mit phosphoriger Säure bei Temperaturen von 140-20O0C1 gegebenenfalls
in Gegenwart von Katalysatoren, umsetzt
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein neues Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoalkan-l.l-diphosphonsäuren
der allgemeinen Formel
HO O NH2 O OH
HO
-C-R
30
OH
wobei R ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 12 C-Atomen ist, unter Verwendung von Nitrilen.
Aus der deutschen Patentschrift 1002355 ist es
bekannt, l-Aminoalkan-l.l-diphosphonsäuren durch
Umsetzung von Alkylnitril mit Phosphor-Halogeniden herzustellen, wobei jedoch nur mit Phosphortribromid
zufriedenstellende Ausbeuten erreicht werden konnten. Gemäß Beispiel 2 und 4 dieser Auslegeschrift kann auch
Phosphortribromid zusammen mit phosphoriger Säure zur Umsetzung verwendet werden, wobei das Mol-Verhältnis
von Nitril zu Phosphorkomponente 1 :5 bis etwa 1 :7 beträgt Nach dieser Arbeitsweise werden Ausbeuten
erhalten, die 50 bis 70%, bezogen auf eingesetztes Nitril, betragen. Bezieht man diese Ausbeute auf den
eingesetzten Phosphor, so liegt sie lediglich zwischen 18
bis 25%. Im Gegensatz hierzu gelingt es nach der vorliegenden Erfindung stöchiometrisch zu arbeiten, so
d. h. auf 1 Mol Nitril werden 2 Mol phosphorige Säure eingesetzt, wobei man Ausbeuten im halogenfreien
Medium erhält, die Ober 74% liegen, unabhängig ob man
auf Nitril oder Phosphor bezieht
Des weiteren ist aus der deutschen Offenlegungsschrift 2048913 bekannt. Nitrile mit phosphoriger
Säure in Gegenwart von Halogen-Wasserstoff umzusetzen.
Die beiden genannten Verfahren weisen noch den Nachteil auf, daS aufgrund der stark korrosiven to
Eigenschaften der Phosphor-Halogeniden bzw. der Halogen·Wasserstoffe bei der technischen Herstellung
gewisse apparative Schwierigkeiten auftreten.
Es wurde nun gefunden, daß man die geschilderten Nachteile vermeiden kann und in einfacher Weise zu
den genannten 1-Aminoalkan-l.l-diphosphonsäuren
gelangt, wenn man Nitrile der allgemeinen Formel R-"CN, in der R ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 12
C-Atomen ist, mit phosphoriger Säure bei Temperaturen von 140 bis 20O0C1 gegebenenfalls in Gegenwart
von Katalysatoren, umsetzt
Als Nitrile kommen solche in Betracht, deren Kohlenwasserstoffrest 1 bis 12 C-Atome enthält Dabei
kann es sich um einen aliphatischen, verzweigten oder geradkettigen Rest handeln. Besonders bevorzugte
Nitrile sind Acetonitril, Propionitrii, Butyronitrfl, Laurylcyanid
sowie Diäthoxy-phosphono-propionitriL
Die Nitrile und die phosphorige Säure werden zweckmäßigerweise im Molverhältnis von etwa 1:2
eingesetzt
Eine weitere Möglichkeit besteht noch darin, daß man
eine Mischung, die 1 Mol Nitril, 1,6 Mol phosphorige Säure und 0,2 Mol pyrophosphorige Säure enthält unter
Erhitzen auf den genannten Temperaturbereich zur Reaktion bringt
Da normalerweise phosphorige Säure bei Temperaturen von 160 bis 20Q0C in PH3 und H3PO4
disproportioniert, war nicht zu erwarten, daß bei diesen
Temperaturen stabile Mischungen entstehen, die sich zu Aminoalkan-diphosphonsäuren umsetzen, ohne daß
dabei nennenswerte Mengen an PH3 oder H3PO4
auftretea Es ist anzunehmen, daß AdduktbDdung von Nitril an die phosphorige Säure erfolgt, da nur wenig
Nitril trotz beträchtlicher Überschreitung der Siedepunkte, z. B. Acetonitril hat einen Siedepunkt von 820C,
abdestilliert
Man kann die Ausbeute an l-Aminoalkan-l.l-diphosphonsäuren
noch um ca. 5—10% steigern, wenn man katalytische Mengen Lewis-Säuren zusetzt Es eignen
sich als Katalysatoren z. B. Aluminiumchlorid, Zinkchlorid, Aluminiumbromid und Antimonpentachlorid.
Die Alkali- bzw. Erdalkali-Salze lassen sich durch Neutralisation einer wäßrigen Aufschlämmung der
Aminoalkan-U-diphosphonsäuren mittels Alkali- bzw.
Erdalkalihydroxyde herstellen. Alkalisalze zeichnen sich
mitunter durch eine bessere Löslichkeit als die freie Säure aus. Die Löslichkeit reicht jedoch im allgemeinen
aus, um diese Verbindungen entweder allein oder auch in Kombination mit Chelat-Bildnern bzw. Stabilisatoren
auf den verschiedensten Anwendungsgebieten einzusetzen, z. B. in der Wasserbehandlung, auf dem Textil-Sektor,
in der Papier-Herstellung usw.
Man kann die Umsetzung auch in Lösungsmitteln vornehmen. Hierfür eignen sich besonders die aprotischen
Lösungsmittel, deren Siedepunkt über 150°C
liegt, z. B. Tetramethylcnsulfon, Düsopropylsulfon, Diglykoldimethyläther
und Diglykoldiäihyläther.
Eine Mischung aus 82 g trockener phosphoriger Säure und 21 g Acetonitril wurde innerhalb von 1
Stunde auf 1800C erhitzt und 1 Stunde bei dieser Temperatur belassen. Der entstandene Kristallbrei wird
mit 100 ml Wasser kurze Zeit erhitzt und abfiltriert Man erhält nach Trocknen 78 g l-Aminoäthan-i.i-diphosphonsäure,
was einer Ausbeute von 743% entspricht
Analyse:
Gef.: C: 11,90, N: 6,70, P:30,10%;
ber.: C: 11,72, N: 6,83, P: 30,21%.
ber.: C: 11,72, N: 6,83, P: 30,21%.
In 204 g wasserfreiem Acetonitril wurden bei 80"C
82 g wasserfreie phosphorige Säure und 0,1 g AICIa gelöst Diese Mischung wurde innerhalb von 2 Stunden
auf 170° C erhitzt, wobei etwas Acetonitril im Rückfluißkühler
kondensierte. Anschließend wurde t Stunde bei dieser Temperatur gerührt Es resultierte eine feste,
weiße Masse. Diese wurde mit 100 ml H2O gekocht, cjie
weißen Kristalle abgesaugt und mit H2O nachgewa- s
sehen.
Nach 3stflndigem Trocknen im Trockenschrank erhielt man 92£ g l-Aminoäthan-l.l-diphosphonsäuire.
Dies entspricht einer Ausbeute von 90,2%.
Das Produkt zeigte folgende Analyse:
Gef.: C: 11,70, N: 6,90. P: 30,40%;
ber.: C: 11,72, N:6,83, P:30,21%.
Gef.: C: 11,70, N: 6,90. P: 30,40%;
ber.: C: 11,72, N:6,83, P:30,21%.
IO
15
In 133 g Acetonitril wurden bei 800C 482 g phosphorige
Säure und 0,5 g A ICl3 gelöst Diese Lösung wurde
durch einen heizbaren Tropftrichter unter kräftigsin Rühren in eis auf 180 bis 1900C aufgeheiztes
Reaktionsgefäß mit Rückflußkflhler getropft Nach >/; h
trat Kristallisation ein. Die Zutropfgeschwindigkeit wurde so reguliert, daß die Sumpftemperatur zwischen
170 und 185°C lag. Nach 2</2h war die Reaktion beendet Es wurde wie in den vorhergehenden
Beispielen beschrieben aufgearbeitet
Ausbeute: 523 g - 85,0% der Theorie.
Beispiel 4
Beispiel 4
Eine Mischung, die '/2 Mol Acetonitril, 03 Mol
phosphorige Säure und 0,1 Mol pyrophosphorige Säure jo
enthält, wurde gemäß Beispiel 1 zur Reaktion gebracht
Ausbeute: 763 g - 74,2% der Theorie.
Beispiel 5
Beispiel 5
51 g Acetonitril und 205 g phosphorige Säure wurden js
bei 8O0C gelöst und diese Lösung in einen beheizten Tropftrichter gefüllt In einem Reaktionsgefäß mit
Rückflußkühler und Rührer wurden 250 ml Tetramethylensulfon
als Lösungsmittel vorgelegt und auf 180°C erhitzt Nun wurde die phosphorige Saure/Acetonitril·
Lösung so zugetropft, daß die Lösungsmhtel-Temper.i.-tur
1800C nicht unterschreitet Es scheidet sich ein
weißes Kristallisat ab, das nach Beendigung dctr
Reaktion und Abkühlen auf Zimmertemperatur abfiltriert wurde. Es wurde mit wenig Wasser und mit
Methanol nachgewaschen. Nach 3stündigem Trocknen im Trockenschrank bei 1200C erhielt man 205 g
l-Aminoäthan-i.l-diphosphonsäure, was einer Ausbeute
von 80j4% entspricht
In einen ölbeheizten, emaillierten 2-I-Kneter mit Rückflußkühler wurden 820 g phosphorige Säure und
210 g Acetonitril langsam auf 190° C hochgeheizt, wobei
etwas Acetonitril im Rückfluß kochte. Die anfangs dünnflüssige Reaktionsmischung wurde langsam viskos
und schließlich kristallin. Nach 2 Stunden konnte ein weißes, bröckeliges Produkt ausgetragen werden. Nach
Waschen mit MethanoI/HjO und Trocknen bei 120°C im Trockenschrank erhält man 809 g l-Aminoäthan-1,1-diphosphonsäure,
was einer Ausbeute von 78,9% entspricht
55 g Propionitril und 164 g phosphorige Säure wurden in einem Reaktionsgefäß mit Rührer und
Rückflußkühler bei 8O0C gelöst; 0,5 g AICI3 zugegeben
und diese Reaktionsmischung auf 190° C hochgeheizt Nach 2 Stunden wurde die entstandene weiße Masse mit
6O0C heißem H2O aufgerührt nach Abkühlen auf
Zimmertemperatur mit Äthanol versetzt, abgesaugt mit Äthanol nachgewaschen und bei 110° C im Trockenschrank
bis zur Gwvichtskonstanz getrocknet Man erhält 158 g l-Aminopropan-l.l-diphosphonsäure. Das
Produkt zeigt folgende Analyse:
Gef.: C: 17,00, N.A50, P: 2830%;
ber.: C: 16,45. N:639. P: 28,28%.
ber.: C: 16,45. N:639. P: 28,28%.
363 g Laurinsäurenitril wurden bei 80°C mit 33 g phosphoriger Säure und 0,1 g AICb verflüssigt, auf
1800C hochgeheizt und 1 Stunde bei dieser Temperatur
belassen. Die entstandene feste, weiße Masse wurde nach Abkühlen auf Zimmertemperatur mit einer
Wasser-Methanol-Mischung aufgerührt abgesaugt, mit Methanol gut gewaschen und bei 8O0C über P2Os im
Vakuum-Trockenschrank bis zur Gewichtskonstanz getrocknet Man erhält 55,4 g i-Aminododecan-l.l-diphosphonsäure.
Die Ausbeute betrug 80,2%.
Analyse:
Gef.: C: 41,80, N: 4,20, P: 18,0%;
ber.: C: 41,74, N: 4,06, P: 1734%.
ber.: C: 41,74, N: 4,06, P: 1734%.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von l-Aminoalkan-1,1-diphosphonsäuren der allgemeinen Formel sHO Oll
p-
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