DE2632078C2 - Dialysevorrichtung, vorzugsweise zur Reingigung von Blut - Google Patents
Dialysevorrichtung, vorzugsweise zur Reingigung von BlutInfo
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Description
dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzplatten (3) eine an den Enden schmaler werdende
Form aufweisen, so daß der Abstand von der jeweiligen DurchfluBöffnung (12—15) zum nächsten
Verschluß- und Spannstück (9,10) kleiner ist als bei einer ganz rechtwinkligen Form.
Die Erfindung betrifft eine Dialysevorrichtung, vorzugsweise zur Reinigung von Blut, die folgende Teile
aufweist: eine Packung von Distanzplatten und Membranen, wobei diese Packung mittels Verschluß- und
Spannstücken zwischen einem Bodenteil und einem Kopfteil eingeklemmt ist und die Form der erwähnten
Packung länglich ist; paarweise zwischen den Distanzplatten angeordnete Membranen; Durchflußöffnungen
für die zu dialysierende Flüssigkeit und Spüllösung in Form von Schächten, die durch die Packung mit den
Distanzplatten und Membranen hindurchgehen, wobei diese Öffnungen an den Enden der Packung angeordnet
sind und die Verschluß- und Spannstücke im wesentlichen entlang dem ganzen Umfang der Packung
angeordnet sind.
Bei der erfindungsgemäßen Dialysevorrichtung erfolgt die Diffusion von Substanzen zwischen zwei
Fließmitteln, z. B. zu dialysierende Flüssigkeit oder Blut einerseits und Spüllösung andererseits.
Dialysevorrichtungen sind allgemein bereits bekannt,
siehe so z.B. die DE-AS 15 41241 oder DE-AS 16 16 486 oder DE-OS 16 42 784 und DE-OS 17 66 448.
Auch die DE-OS 21 56 734 beschreibt eine Dialysevorrichtung, bei welcher eine Packung von Distanzplatten und Membranen mittels Kopf- und Bodenteil über
Spannschienen eingeklemmt sind. Zwar hintergreifen vier Spannschienen jeweils zu zweit auf einer
Längsseite die im Querschnitt nach innen geneigten Kopf- und Bodenteile, so daß eine Einklemmwirkung,
ein Verschluß oder ein Verspannen im wesentlichen auch entlang dem Packungsumfang erfolgt, denn der
überwiegende Teil des Umfanges ist mit solchen Verschluß- und Spanneinrichtungen versehen.
Abgesehen davon, daß es sich im bekannten Fall um vier Spannschienen und damit insgesamt bei dem
Gehäuse um sechs separate Teile handelt, hat man festgestellt, daß die Klemmwirkung in den Endbereis chen, insbesondere bei den Durchflußöffnungen für die
zu dialysierende Flüssigkeit und die Spüllösung verbesserungswürdig war. Bei der bekannten Vorrichtung ist
damit eine Leckage der Flüssigkeit nach außen oder auch ein Vermischen der beiden Flüssigkeitarten
miteinander nicht immer einwandfrei ausgeschlossen.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Verbesserung der
Dialysevorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend, daß sowohl um die wirksame Arbeitsfläche als
auch um die Durchflußöffnungen für die beiden
Flüssigkeiten herum ein gleichmäßiger Druck und eine
bessere Abdichtung geschaffen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Distanzplatten eine an den Enden schmaler werdende Form aufweisen, so daß der Abstand von der
jeweiligen Durchflußöffnung zum nächsten Verschluß- und Spannstück kleiner ist als bei einer ganz
rechtwinkligen Form. Durch diesen kleineren Abstand zwischen den besonders kritischen Stellen um die
Durchflußöffnungen der Flüssigkeiten herum einerseits
und dem Rand der Dialysevorrichtung mit den
Verschluß- und Spannstücken andererseits ergibt sich eine gezielte Beaufschlagung hohen Druckes und damit
die Vermeidung der unerwünschten Leckage. Durch die Tatsache,üaß erfindungsgemäß die Durchflußöffnungen
näher am Umfang der Dialysevorrichtung und damit auch näher an den Klemmvorrichtungen liegt, erreicht
man eine bessere Druckverteilung und bessere Randabdichtung ebenso wie eine bessere innere Abdichtung im
Bereich der Distanzplatten und Membranen. Damit ist
es sogar möglich, die neue Dialysevorrichtung kürzer
und breiter auszugestalten als derzeit bekannte Vorrichtungen, ohne daß sich die obere oder untere
Spannplatte wölben würde, und ohne mangelhafte Dichtwirkung an den erwähnten kritischen Stellen.
Die Dialysevorrichtung gemäß der Erfindung dient in erster Linie der Reinigung von Blut, stellt also eine
sogenannte künstliche Niere dar. Die Maßnahmen gemäß der Erfindung mit der an den Enden schmaler
werdenden Form der Distanzplatten können aber auch
vielen anderen Zwecken dienen. Beispielsweise sind sie für den Sauerstoffzusatz zum Blut brauchbar. Hierbei
besteht dann ein Fließmittel aus Blut während das andere aus Sauerstoff oder einem Sauetrstoffgemisch
besteht
so Weiterhin kann die erfindungsgemäße Dialysevorrichtung auch zur Überführung von Substanzen von
einem Gas zu einem anderen benutzt werden.
Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen, die eine bevorzugte Ausführungsform einer sogenannten künstlichen Niere zeigen. Es stellt dar
F i g. 1 eine Dialysevorrichtung bzw. künstliche Niere von oben gesehen,
F i g. 2 die gleiche Niere von der Seite und teilweise im Schnitt gesehen und
Fi g. 3 und 4 einen Schnitt längs der Linien A-A bzw.
B-B in F ig. 2.
Zu dem Aufbau der dargestellten Ausführungsform
gehören ein Kopfteil 1 und ein Bodenteil 2 sowie ein
dazwischen angeordnetes Paket von Distanzplatten. Zwischen jedem Paar nebeneinander liegender Distanzplatten 3 ist ein Membranenpaar 4 angeordnet. Diese
Paare sind durch die Trennungslinie zwischen den Distanzplatten 3 dargestellt, um eine unnötige Vergrößerung
zu vermeiden. In der hier gezeigten Ausführungsform sind sowohl der Kopfteil als auch der
Bodenteil schalenförmig und aus einem Rahmenwerk von Flanschen 5 bzw. 6 sowie Seitenwänden 7 bzw. 8
aufgebaut
Wie am besten aus den Fig.3 und 4 ersichtlich ist,
werden die Kopf- und Bodenteile 1,2 von hakenförmigen Verschlußorganen zusammengehalten. Am Bodenteil
2 bestehen diese hakenförmigen Verschlußorgane 9 aus einem kontinuierlichen, äußeren Flansch, der im
wesentlichen um den ganzen Umfang des Bodenteiles 2 herumverlaufend vorgesehen ist Am Kopfteil 1 sind
diese Verschlußorgane dagegen als separate Haken 10 ausgebildet Die Haken 10 sind hierbei zu dem innen
angeordneten Teil hingewendet und so angeordnet, daß sie unter den Flansch 9 eingreifen können. Genau vor
bzw. gegenüber jedem Haken 10 ist im Kopfteil 1 ein Loch 11 angebracht Hierdurch läßt sich der Kopfteil 1
in einem einfachen, zweiteiligen Spritzgußwerkzeug ohne bewegliche Keine im Spritzgußverfahren hersteilen.
Das Blut wird durch die Einlauföffnung 12 hereingeführt während die Reinigungsflüssigkeit durch die
öffnung 13 eingeleitet werden kann. Dies geschieht beispielsweise in der in den eingangs erwähnten
Veröffentlichungen beschriebenen Weise. In gleicher Weise wird das Blut bzw. die Reinigungsflüssigkeit
durch die Durchflußöffnungen 14 bzw. 15 entfernt Schließlich ist ein Loch mit 16 bezeichnet welches nur
dazu dient, die Montage der künstlichen Niere zu erleichtern, und welches danach durch einen nicht
gezeigten Pfropfen und eine Packung 17 verstopft wird. Bei der Montage der künstlichen Niere gemäß den
Zeichnungen ist es wichtig, daß um den ganzen Umfang der künstlichen Niere herum, d.h. über die ganze
wirksame Fläche bzw. um die Durchflußöffnungen 12, 13, 14 und 15 herum, ein gleichmäßiger Druck
geschaffen wird. Sonst kann es nämlich entweder zu einer Leckage aus der Niere heraus oder zwischen dem
Blut und der Reinigungsflüssigkeit kommen. Diese Druckverteilung wird durch die schmaler werdende
Form der künstlichen Niere verbessert Diese Form ergibt nämlich einen kleinen Abstand zwischen den
Durchflußöffnungen 12—15 und dem nächstliegenden Verschlußorgan, d. h. den Verschluß- und Spannstücken,
im Vergleich zu einer gedachten herkömmlichen Ausführungsform, bei welcher das Gehäuse auch in
Draufsicht ganz rechteckig ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Dialysevorrichtung, vorzugsweise zur Reinigung von Blut, die folgende Bauteile aufweist:a) eine Packung von Distanzplatten und Membranenal) wobei diese Packung mittels Verschluß- und Spannstücken zwischen einem Bodenteil und einem Kopfteil eingeklemmt ist unda?) die Form der erwähnten Packung länglich ist.b) paarweise zwischen den Distanzplatten angeordnete Membranen,c) Durchflußöffnungen für die zu dialysierende Flüssigkeit und Spüllösung in Form von Schächten, die durch die Packung gernäß a) hindurchgehen,el) wobei diese Öffnungen an den Enden der Packung angeordnet sind,d) die Verschluß- und Spannstücke im wesentlichen entlang dem ganzen Umfang der Packung angeordnet sind,
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