DE2636330B2 - Führung mit einer auf dem Umfang in Längsrichtung offenen Kugelumlaufbuchse - Google Patents
Führung mit einer auf dem Umfang in Längsrichtung offenen KugelumlaufbuchseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Führung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Führung ist aus der DE-PS 9 33 019 bekannt, wobei die runde Führungsstange durch in
Abständen voneinander angeordnete Bolzen auf einer Unterlage abgestützt ist. Diese Bolzen greifen durch
einen radialen Spalt der Kugelumlaufbuchse. Durch die zwischen den Bolzen freibleibenden Spalträume dieses
Radialspalts der Kugelumlaufbuchse können Staub und Späne in die gefetteten Führungsbahnen der Kugeln
gelangen und dadurch deren Gleitfähigkeit stark beeinträchtigen. Zur Vermeidung dieses Nachteils ist es
aus der AT-PS 2 35 561 bekannt, den runden Führungsstab durch eine gegenüber dessen Außendurchmesser
wesentlich schmälere, jedoch in den Radialspalt der Kugelumlaufbuchse passende, achslange Leiste abzustützen,
wobei die Führungsstange umspannende Dichtungseinlagen vorgesehen sind, die mit ihren Enden
an den Seitenflächen der Leiste dichtend anliegen. Dieser Aufbau ist durch die für eine exakte Führung
notwendigen Bearbeitungsvorgänge, insbesondere an der abstützenden Leiste, umständlich und teuer. Dies gilt
auch für ein Wälz-Längslager nach der DE-OS
61 468, bei dem die runde Führungsstange in einer Ausnehmung längs der Kante einer im Querschnitt
spitzwinkligen Auflage eingesetzt wird.
Schließlich ist aus der DE-AS 10 66 390 eine Rundstabführung für Schlitten und dergl. bekannt,
wobei auf dem Rundstab eine Gleitbuchse verschiebbar ist, die durch eine exzentrische Bohrung im Buchsenkörper
ausgebildet ist, wobei die sich verjüngenden Ränder der Buchse durch seitlich angreifende Schrauben
verstellt werden können. Die radiale öffnung der
ίο Buchse ist durch eine Schnittebene parallel zur Achse
gebildet, wobei diese Schnittebene in der Ebene der Sitzfläche liegt, so daß die Ränder der Gleitbuchse auf
der Sitzfläche gleiten. Der Rundstab selbst ist mit einer aus einer Abflachung vorstehenden Leiste versehen, die
in eine entsprechende Nut in der Sitzfläche eingreift
Hierdurch muß sowohl die Sitzfläche als auch die Auflagefläche des Rundstabs gesondert bearbeitet
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Führung mit Kugelumlaufbuchse der eingangs angegebenen
Art so auszubilden, daß sie einfach und billig hergestellt und ohne besondere Bearbeitungsmaßnahmen
montiert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst. Durch die
einfache Abflachung der runden Führungsstange in Verbindung mit der Λ uflage auf einer ebenen Unterlage
ergibt sich eine äußerst einfache Herstellung und Montage der Führung bei hoher Stabilität und
kompakter Ausgestaltung, insbesondere geringer Bauhöhe.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
Beispielsweise Aiisführungsformen nach der Erfindung
werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in einer schematischen Querschnittsdarstellung und in einer Seitenansicht den Aufbau der
erfindungsgemäßen Führung,
Fig.2 schematisch eine Abwicklung des Innenumfangsder
Kugelumlaufbuchse nach Fig. 1,
F i g. 3 eine Ausführungsform mit einem die Kugelumlaufbuchse umgebenden Block in einer Vorder- und in
einer Seitenansicht, und
Fig.4 eine Ausführungsform einer Kugelumlaufbuchse
mit einem Flansch in einer Vorder- und in einer Seitenansicht.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Kugelumlaufbuchse bezeichnet,
die auf dem Uwifang in Achsrichtung der Buchse offen ist. Diese Öffnung 2 der Führungsbuchse 1 ist
durch eine Schnittebene 3 ausgebildet, die im wesentlichen parallel zu einer durch die Achse der Buchse
verlaufenden Ebene liegt. Der Abstand dieser Schnittebene 3 von der Achse der Buchse 1 ist so gewählt, daß
eine sich durch die Buchse 1 erstreckende Führungsstange 4 mit kreisförmigem Querschnitt mit einem
Abschnitt des Umfangs über diese Schnittebene 3 hinausragt, wie es in F i g. I durch eine gestrichelte Linie
angedeutet ist. Auf diesem vorstehenden Umfangsabschnitt der Führungsstange 4 ist diese mit einer
Abflachung 5 versehen, so daß die Führungsstange 4 direkt auf einer ebenen Unterlage aufliegen kann. Diese
Unterlage kann ein Bauteil einer Vorrichtung oder einer Maschine sein. Bei dem in Fig. 1 wiedergegebenen
Ausführungsbeispiel ist eine Auflageplatte 6 vorgesehen, auf der die Führungsstange 4 beispielsweise mittels
Schrauben befestigt ist und die gleichfalls mittels Schrauben an einer Maschine oder an einer Vorrichtung
befestigt werden kann, wie es in F i g. 1 durch gestrichelte Linie angedeutet ist
Die Abflachung S der Führungsstange 4 hat einen größeren Abstand von der Achse der Buchse 1 bzw. der
Führungsstange 4 als die Schnittebene 3, so daß die in der Schnittebene liegenden Ränder der Buchse 1 einen
Abstand von der ebenen Unterlage 6 haben. Dieser Abstand zwischen der Schnittebene 3 und der
Oberfläche der Unterlage 6 kann bspw. nur 0,5 mm betragen.
Die Führungsstange 4 kann auf ihrer gesamten Länge auf einer ebenen Unterlage 6 aufliegen oder nur
abschnittsweise durch plattenförmige Elemente 6 abgestützt werden.
Der Kugelkäfig 7, der beispielsweise aus Kunststoff, Bronze, Messing oder dergleichen bestehen kann und
mit den Kugelbahnen 8 versehen ist, ist von einem Stahlmarwel 9 umgeben. Je nach den Erfordernissen
kann dieser Stahlmantel 9 eine bestimmte Dickenabmessung haben. Zum Anbringen von Gewindebohrengen
in dem Stahlmantel 9 wird dieser beispielsweise entsprechend stark ausgebildet Die durch gestrichelte
Linien angedeuteten Kugelbahnen 8 in dem Kugelkäfig 7 sind in an sich bekannter Weise ausgebildet Die Ebene
der Kugelbahnen 8 verläuft im wesentlichen tangential zum Innenumfang der Kugelumlaufbuchse 1, wobei der
Kugelkäfig im Bereich der innen offenen Kugelbahn eine geringere Wandstärke hat als im Bereich der auf
dem Außenumfang des Kugelkäfigs 7 offenen Kugelbahn. Hierdurch ergibt sich die in F i g. 1 wiedergegebene,
mit Vertiefungen und Ausbauchungen versehene Außenumfangslinie des Kugelkäfigs 7, wobei der
Stahlmantel 9 zur Aufnahme des Kugelkäfigs 7 einen entsprechend geformten Innenumfang hat
Der Aufbau der wiedergegebenen Kugelumlaufbuchse 1 unterscheidet sich, abgesehen von der Ausbildung
der öffnung 2, von einer herkömmlichen Kugelumlaufbuchse durch die Anordnung der Kugelbahnen. Würde
eine herkömmliche Kugelumlaufbuchse entsprechend einer Schnitt" bene 3 aufgeschnitten, so kann zwar längs
des einen Öffnungsrandes ein tragender Abschnitt eines Kugelumlaufs angeordnet werden, nicht aber längs des
anderen Öffnungsrandes. Um eine symmetrische Anordnung der tragenden Abschnitte an den öffnunpiKindern
zu erhalten, ist bei der Ausführungsform nach F i g. 2 die zm rechten Öffnungsrand liegende Kugelumlaufbahn
8' gegenüber den übrigen umgekehrt angeordnet. Wie die F i g. 2 zeigt, ist die Ebene der
Kugelumlaufbahn 8' entgegengesetzt zu der der benachbarten Kugelumlarfbahn 8 relativ zum innenumfang
der Buchse 1 geneigt. Der tragende Abschnitt der Kugelumla:ifbahn 8' komml damit längs des Öffnungsrandes zu liegen wie auch der tragende Abschnitt der
Kugelumlaufbahn 8 am gegenüberliegenden Öffnungsrand, während zwischen dem tragenden Abschnitt der
Kugelumlaufbahn 8' und dem der benachbarten Kugelumlaufbahn ein größerer Abstand vorhanden ist
als zwischen den übrigen tngenden Abschnitten. In F i g. 2 ist die umgekehrte Anc rdnung der Kugelumlaufbahn
8' in Form einer Abwicklung des Innenumfangs des Kugelkäfigs 7 wiedergegeben.
Entsprechend der umgekehrten Anordnung der Kugelumlaufbahn 8' ist auch die Wandstärke des
Kugelkäfigs 7 in diesem Bereich über einen längeren Abschnitt 10 stärker ausgebildet, wie die F i g. 1 zeigt
Eine gleichmäßigere Verteilung der tragenden Abschnitte der Kugelumlaufbahnen über den Umfang
des Kugelkäfigs 7 kann erreicht werden, wenn die Ebenen der Kugelumlaufbahnen im wesentlichen radial
in dem Kugelkäfig 7 angeordnet werden. Hierbei können die längs der Ränder der öffnung 2 angeordneten
Kugelumlaufbahnen mit ihrer Ebene etwa parallel zu der Schnittlinie 3 liegen.
Der Kugelkäfig 7 der KugelumJaufbuchse 1 kann in an sich bekannter Weise durch Fräs;en oder durch Stanzen
einer Blechhülse ausgebildet werden.
Je nach der erforderlichen Tragkraft der Kugelumlaufbuchse können mehrere auf deren Innenumfang
verteilte Kugelumlaufbahnen vorgesehen werden. Wenigstens werden drei solcher K'igelumlaufbahnen
vorgesehen, von denen jeweils eine iiiit dem tragenden
Abschnitt längs des Randes der Öffnung 2 der Buchse 1 verläuft, während der tragende Abschnitt der dritten
Kugelumlaufbahn sich gegenüber der öffnung 2 der Buchse 1 befindet.
Der von der Kugelumlaufbuchse umschlossene Winkel ist größer als 180°, damit die Buchse nicht von
der Führungsstange abgehoben werden kann. Dieser Winkel kann in einem Bereich von etwa 230 bis 290°
liegen, vorzugsweise beträgt er etwa 250°, so daß sich ein öffnungswinkel α (Fi g. 1) von etwa 110° ergibt.
Die Fig.3 zeigt eine Ausführungsform, bei der eine
erfindungsgemäße Kugelumlaufbuchse 1 von einem Block 11 umgeben ist, der Bohrungen zur Positionierung
und zum Befestigen eines anderen Bauteils aufweist. Die Kugelumlaufbuchse 1 wird durch Federringe 12 in dem
Block II gehalten, welche in entsprechende Umfangsnuten
13 (Fig. 1) auf dem Mantel 9 der Buchse 1 eingreifen.
Eine weitere Ausführungsforrn der erfindungsgemäßen
Kugelumlaufbuchse 1 mit einem Flansch 14 ist in Fig.4 wiedergegeben. Der Flansch 14 kann mit nicht
dargestellten Bohrungen versehen sein.
Die Begrenzungsfiäche des Blocks 11 bzw. des
Flansches 14 auf der Seite der Öffnung 2 der Kugelumlaufbuchse 1 liegt in einer Ebene mit den
Rändern der Buchse 1. Gegebenenfalls können die Ränd( r der Kugelumlaufbuchse 1 etwas vorstehen.
Es sind verschiedene weitere Abwandlungen möglich. So können in einem verlängerten Mantel 9 in einem
Abstand voneinandur zwei oder mehrere Kugelkäfige 7 mit den Kugelumlaufbahnen angeordnet werde;:.
Hierbei weist der Mantei 9 auf seiner ganzen Länge wie dL einzelnen Kugelkäfige einen Öffnungswinkel auf,
der eine Abflachung der Führungsstange zuläßt, wie oben beschrieben ist. Die Kugelkäfige sind jeweils in
dem Bereich längs der Öffnungsränder mit einem tragenden Abschnitt versehen, der sich über die im
wesentlichen paral'il zur F.bene der Unterlage verlaufende
Durchmesserlinie nach unten erstreckt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Führung mit einer auf dem Umfang in Längsrichtung offenen Kegelumlaufbuchse, die auf
einer über ihre Länge abgestützten runden Führungsstange verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsstange (4) zur Auflage und Befestigung auf einer ebenen Unterlage
(6) abgeflacht ist, wobei die Öffnung (2]i der Kugelumlaufbuchse (1) durch eine Schnittebene (3)
ausgebildet ist, die zu der Auflagefläche in einem
geringen Abstand parallel verläuft.
2. Führung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelumlaufbuchse (1) längs der
Öffnungsränder symmetrisch zur Längsachse der Öffnung (2) tragende Abschnitte von Kugelumlaufbahnen
aufweist
3. Führung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene der einzelnen Kugelumlaufbahnen
(8) 2«wa tangential zum Innenumfang der
Buchse (t) üegt und die Kugelumlaufbahn (8') am
einen Öffnungsrand umgekehrt gegenüber den übrigen Kugelumlaufbahnen (8) angeordnet ist.
4. Führung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebenen der einzelnen Kugdumlaufbahnen
im wesentlichen radial zum Innenumfang der Buchse (1) angeordnet sind, wobei nahe der
Öffnungsränder die tragenden Abschnitte von Kugelumlaufbah.nen angeordnet sind, deren Eibene
im wesentlichen parallel zur Schnittebene (3) liegt
5. Führung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Buchse (1)
umschlossene Winkel größe· als 180° ist und vorzugsweise etwa 250° beträgt
6. Führung nach den vorhergeh* .iden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelumlaufbuchse (1) von einem Block (11) oder einem Flansch (14)
umgeben ist, der auf der Seite der Öffnung (ί!) der Buchse durch die durch die Buchse vorgegebene
Schnittebene (3) begrenzt ist.
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| DE (1) | DE2636330B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Families Citing this family (2)
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1976
- 1976-08-12 DE DE19762636330 patent/DE2636330B2/de not_active Withdrawn
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| DE2636330A1 (de) | 1978-02-16 |
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