DE2636656C2 - - Google Patents
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- DE2636656C2 DE2636656C2 DE19762636656 DE2636656A DE2636656C2 DE 2636656 C2 DE2636656 C2 DE 2636656C2 DE 19762636656 DE19762636656 DE 19762636656 DE 2636656 A DE2636656 A DE 2636656A DE 2636656 C2 DE2636656 C2 DE 2636656C2
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D1/00—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle
- B62D1/24—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle not vehicle-mounted
- B62D1/26—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle not vehicle-mounted mechanical, e.g. by a non-load-bearing guide
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Platform Screen Doors And Railroad Systems (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verkehrssystem, insbesondere ein
System für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit
Fahrbahnrinnen und darauf spurführbaren straßengängigen
Fahrzeugen nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs, wie es
beispielsweise aus der DE-AS 21 27 088 als bekannt hervor
geht.
Ein solches Verkehrssystem vereinigt die Vorteile des rein
spurgebundenen Verkehrs mit gesonderter Trasse - nämlich
hohe Beförderungsleistung und große Pünktlichkeit, geringer
Raumbedarf, teilweise Automatisierbarkeit - mit den Vor
teilen des spurunabhängigen Straßenverkehrs - gute Flächen
bedienung, Flexibilität - unter der Voraussetzung, daß die
Fahrzeuge zwischen Spurbindung und Straßengängigkeit ohne
weiteres konvertibel sind. Es kann sowohl in den Außenbe
zirken in flexibler und kostengünstiger Weise eine gute
Flächenbedienung bewerkstelligt, als auch im Verdichtungs
zentrum verkehrssicher und pünktlich auf besonders schma
len Fahrspuren gefahren werden.
Nachteilig an den Fahrzeugen der eingangs zitierten Litera
turstelle ist, daß entweder die Querführungsrollen sehr
niedrig angeordnet werden müssen, was die Gefahr von Kolli
sionen mit Straßenunebenheiten, beispielsweise Bordsteinen
oder dergleichen bei normaler Straßenfahrt in sich birgt; oder
es müssen bei ausreichend hoher Anordnung der Querführungs
rollen und der entsprechend hohen Ausbildung der Querführungs
stege die Fußböden der Fahrzeuge entsprechend hoch ausgebil
det werden, was jedoch im Hinblick auf eine möglichst kom
fortable niedrige Einstiegshöhe vermieden werden soll.
Das in der DE-OS 21 01 175 gezeigte Verkehrssystem mit spur
führbaren Fahrzeugen weist eine sogenannte Mittenführung
auf, bei dem ein Querführungssteg auf der Fahrbahnmitte an
geordnet ist, dessen beide gegenüberliegende Seiten von
wenigstens einem Paar von fahrzeugseitigen Querführungs
rollen beaufschlagbar sind. Trotz dieser Mittenanordnung
der fahrbahn- und fahrzeugseitigen Querführungseinrichtungen
stellt sich hier im Grunde genommen das gleiche Problem bzw.
der gleiche Zielkonflikt zwischen einer möglichst hohen An
ordnung der Querführungsrollen zum einen und eine möglichst
geringe Einstiegshöhe zum anderen. Zwar zeigt diese Druck
schrift zusätzlich zu den Querführungsrollen auch noch einen
Satz von Spurkranzrollen, die in spurgebende in die Fahr
bahn eingelassene Schienen eingesenkt werden können. Die
se zusätzlichen Spurführungseinrichtungen sind für die Fälle
vorgesehen, in denen die Fahrzeuge spurgeführt über einen
solchen Bereich hinwegfahren sollen, in denen ein Querführungs
steg nicht vorhanden sein darf, beispielsweise weil andere
Fahrzeuge diese Fahrspur kreuzen müssen. Dies kann bei Wei
chen oder Kreuzungen von Fahrbahnen für das spurführbare
Fahrzeug selber sein oder bei Kreuzungen mit Fahrwegen von
anderen Fahrzeugen. In diesem Fall wird die Spurführung des
Fahrzeuges mit normalen Straßenbahnschienen oder dergleichen
bewerkstelligt, und es werden die kleinen Spurkranzrollen
in die Schienen abgesenkt. Diese unter das Fahrbahnniveau
herabreichenden Spurführungseinrichtungen sind anhebbar,
weil beim handgelenkten Verkehr über normale Straßen eine
Bodenkollision sonst unvermeidbar wäre. Die horizontal lie
genden Querführungsrollen, die mit einem oberhalb des Fahr
zeugniveaus angeordneten Querführungssteg zusammenarbeiten,
sind jedoch starr gehaltert.
Die DE-PS 8 45 646 zeigt Fahrzeuge, die ausschließlich spur
gebunden eingesetzt werden sollen. Diese Druckschrift geht
ausführlich auf damals vorbekannte Fahrzeuge bzw. nahelie
gende Fahrzeugabwandlungen ein. Es wird eine erste Gruppe
von Fahrzeugen behandelt, die zwar eine geräuscharme Spur
führung von Fahrzeugen erlauben, bei denen jedoch eine Fahr
bahnverzweigung oder Kreuzung damals nicht mit vertretbarem
Aufwand möglich erschien. Das gemeinsame Merkmal dieser
"nicht-weichenfähigen" Fahrzeuggruppe ist darin zu sehen,
daß die Spurführung durch ein Paar von fahrzeugseitigen
Querführungsrollen mit zumindest im wesentlichen horizon
taler Erstreckungsebene bewirkt wird, die mit fahrbahnsei
tigen, wenigstens angenähert vertikal stehenden Querführungs
flächen zusammenwirken, welche gegenüber dem Abrollniveau
der tragenden Fahrzeugräder höhenversetzt aber unbeweglich
gehaltert sind. Diese Druckschrift erwähnt noch eine weitere
Gruppe von spurführbaren Fahrzeugen, die Spurkranzräder auf
weisen, welche mit Bodenrillen zusammenarbeiten. Hier sind
die fahrbahnseitigen Spurführungsflächen in relativ kleine
Rillen oder Schienen integriert, zu denen mit der aus dem
Eisenbahnwesen bekannten Technik Weichenkonstruktionen ohne
weiteres zur Verfügung gestellt werden können. Als Nachtei
le dieser Spurkranzräder und Spurrillen wird angesehen, daß
sie nur geräuschvoll arbeiten und auch einem dauernden Ver
schleiß unterliegen. Die zitierte Druckschrift schlägt des
wegen eine Kombination aus den beiden zuvor erörterten Spur
führungssystemen für gummibereifte Fahrzeuge vor, wobei das
geräuschvolle und einem Verschleiß unterliegende Spurführungs
system aus Spurkranzrad und Spurrille lediglich in den kur
zen Abschnitten von Weichen oder Fahrbahnkreuzungen zum Ein
satz kommt und das geräuschlos arbeitende Spurführungssystem
aus Querführungsrollen und Spurführungsstegen auf den durch
laufenden Strecken zum Einsatz kommen soll. Die fahrzeug
seitigen Komponenten müssen für beide Spurführungssysteme
am Fahrzeug angebracht sein; nachdem die Spurkranzräder
nicht anhebbar sind, müssen im Bereich der "Gummi"-Quer
führung ebenfalls beide entsprechenden Spurführungskompo
nenten der Fahrbahn vorhanden sein. Nachteilig hieran ist
der hohe fahrzeugseitige und fahrbahnseitige Aufwand.
Ein besonderes Problem bei dem Verkehrssystem der zugrunde
liegenden Art besteht in der Forderung nach möglichst nied
riger Einstieghöhe einerseits - der Einstieg ist meist, zu
mindest vorne, achsnah angeordnet - und eine Reihe von For
derungen bezüglich der Querführungsstege andererseits. Die
Problematik einer Bodenkollision der Querführungsrollen bei
normaler Straßenfahrt und einer möglichst geringen Einstiegs
höhe tritt nur bei sogenannten Dual-Mode-Fahrzeugen auf, die
sowohl spurgebunden als auch spurungebunden verkehren sollen.
Bei rein spurgebunden zum Einsatz kommenden Fahrzeugen be
steht nämlich immer die Möglichkeit, im Haltestellenbereich
eine ausreichend hohe Einstiegsplattform vorzusehen, die
das Fahrzeug in Breitenrichtung zentimetergenau anfahren
kann. Bei spurungebundenem, d. h. bei normalem Straßenein
satz von Omnibussen sind solche Haltestellenplattformen
nicht möglich, weil sie den normalen Straßenverlauf stören
würden und weil der Omnibusfahrer derartige Haltestellen
plattformen auch nicht in der Eile in Querrichtung zenti
metergenau anfahren könnte, um einen gefahrlosen und sicheren
Einstieg zu ermöglichen. Die Reihe von Forderungen, die sich
im Zusammenhang mit der Höhenlage der Querführungsrollen
stellt, ist folgende:
- - In Breitenrichtung dürfen die Querführungsrollen das Fahrprofil der Fahrzeuge zumindest bei Straßenfahrt nicht überragen;
- - in Vertikalrichtung muß der lichte Freiraum zwischen Querführungsrolle und Fahrbahn so groß sein, daß bei Zugrundelegung aller denkbaren Feder- und Nickbewegungen nicht nur ein Bodenkontakt sondern vor allem bei Straßen fahrt ein Kontakt mit Straßenbordsteinen mit Sicherheit vermieden wird;
- - die Querführungsstege an den Fahrrinnen müssen so hoch sein, daß auch oberhalb der Oberkante der Querführungs rollen noch eine Höhenreserve für Vertikalbewegungen der Querführungsrolle verbleibt;
- - die Relativlage der Unterkante des Fahrzeugaufbaues - diese bestimmt die Einstieghöhe - zur Oberkante der Querführungsstege muß so sein, daß eine Berührung mit dem Steg bei Einfederung, Nicken und/oder Rollen des Fahrzeugaufbaues vermieden wird; hierbei muß berück sichtigt werden, daß bei Kurvenfahrt die über die Fahr zeugachsen hinausreichenden Überhänge über die Stege hinwegragen müssen;
- - schließlich sollen die ganzen Einrichtungen für die Spurführung sich ohne große Änderungen an bestehenden Fahrzeugkonstruktionen, zumindest aber ohne Änderungen an den tragenden Teilen in bestehende und bewährte Kon struktionen einbauen lassen.
Dieser Forderungskatalog einerseits und die Forderung nach
niedriger Einstiegshöhe andererseits stellt einen Zielkon
flikt dar und es ist Aufgabe der Erfindung, einen gangbaren
Ausweg aus diesem Zielkonflikt aufzuzeigen.
Diese Aufgabe wird - ausgehend von dem gattungsgemäßen zugrun
degelegten Verkehrssystem - erfindungsgemäß durch die kenn
zeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird also die achsfeste Anordnung der Quer
führungsrolle zum einen und ihre Profilübergreifung bei
Spurführung bzw. ihre Einziehbarkeit nach oben und nach
innen bei Straßenfahrt zum anderen miteinander kombiniert.
Dank der achsfesten Anordnung kann die Querführungsrolle
extrem tiefliegend angeordnet werden. Ihr Freigang kann
z. B. nur die halbe Rollenbreite betragen. Es brauchen le
diglich Einfederungen der Luftbereifung, Reifenabplattungen
und Reifenverschleiß berücksichtigt zu werden.
Die Rollen können geradlinig schräg nach innen bzw. nach
oben eingezogen werden, wobei sie parallel zu sich selber
bewegt werden. Die Querführungsrollen können aber auch ein
geschwenkt werden, wodurch relativ große Einzugswege leicht
überbrückt werden können. Bei einer solchen schwenkenden
Einzugsbewegung kann aus Platzgründen eine Drehung der Rad
ebene quer zur Fahrtrichtung herbeigeführt werden. Im einge
schwenkten Zustand liegt dann die Querführungsrolle mit ih
rer Radebene platzsparend tangential zum zugehörigen Fahr
zeugrad innerhalb des Radkastens.
Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestell
ter Ausführungsbeispiele nachfolgend noch erläutert; es zei
gen
Fig. 1 und 2 Seiten- bzw. Rückansicht eines spurführ
baren Omnibusses mit erfindungsgemäß an
geordneten einziehbaren Querführungsrol
len,
Fig. 3 bis 5 Seitenriß (Fig. 3), Aufriß (Fig. 4) von
vorne und Grundriß (Fig. 5) der Vorder
achskonstruktion mit den die einziehba
ren Querführungsrollen tragenden Tragar
men,
Fig. 6 bis 8 Seitenriß (Fig. 6), Aufriß (Fig. 7) und
Grundriß (Fig. 8) der Schwenk- und der
Drehlagerung sowie der entsprechenden
Antriebe für die Einziehbewegung der
Querführungsrollen,
Fig. 9 eine Einzelheit des abgeleiteten Drehan
triebes der Fig. 6 bis 8 und
Fig. 10 und 11 zwei Ausführungsbeispiele für eine gerad
linige Einzugsbewegung der Querführungs
rolle.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte straßengängige Omnibus
ist aufgrund von Querführungsrollen 1 auf einer Fahrrinne 2
spurführbar, die aus Fahrbahn 3 und seitlichen Querführungs
stegen 4 besteht. Die über das Fahrprofil des Fahrzeuges
(Fig. 2) mit der maximalen Breite b seitlich hinausragenden
besonders tief liegenden Querführungsrollen arbeiten mit den
Querführungsstegen zusammen, deren Abstand B größer als die
Fahrprofilbreite ist (seitlicher Überstand u). Querführungs
rollen sind vor und hinter jedem Fahrzeugrad 5 und auf bei
den Fahrzeugseiten, also je Fahrzeugachse insgesamt vier Rol
len angeordnet. Dank der extrem niedrigen Anordnung der Quer
führungsrollen - der Freigang f beträgt etwa die halbe Rol
lenbreite (Fig. 3) - können trotz ausreichendem Sicherheits
raum nach oben und nach unten die Querführungsstege 4 beson
ders niedrig ausgebildet werden (Steghöhe h), so daß sie oh
ne weiteres um ein ausreichendes Sicherheitsmaß s niedriger
sind als die Bodenfreiheit H des insoweit herkömmlichen Fahr
zeuges. Die Bodenfreiheit insbesondere im Bereich der Ein
stiege 6 soll besonders niedrig gehalten werden, weil sie un
mittelbar die Einstieghöhe vorgibt. Im Bereich enger Kurven
überragen die Fahrzeugenden auf der Kurvenaußenseite und der
Zwischenachsbereich auf der Kurveninnenseite die Querfüh
rungsstege. Die Fahrzeugenden sind wegen Nickbewegungen be
sonders kollisionsgefährdet und können zur Vermeidung dessen
leicht angehoben oder nach innen eingezogen werden. Gerade
die Verhältnisse in Kurven machen nicht nur niedrige, son
dern auch gegenüber dem Fahrprofil seitlich nach außen ver
lagerte Querführungsstege erforderlich. Je weiter die Stege
nach außen verlagert sind, ein um so geringerer vertikaler
Sicherheitsabstand s der Bodenunterkante gegenüber der Steg
oberkante kann im Kurvenbereich zugelassen werden und um so
niedriger kann dementsprechend die Einstieghöhe sein.
Die niedrige Anordnung der Querführungsrollen mit dem gerin
gen Freigang f ist dadurch möglich, daß sie zum einen an
nichtgefederten Teilen der Fahrzeugachse angeordnet sind und
demgemäß in Vertikalrichtung vor allem nach unten nur rela
tiv kleine Bewegungen bzw. Verlagerungen erfahren, nämlich
durch Reifenverschleiß und durch Reifenabplattungen aufgrund
von Stoß und/oder Luftdruckverlust. Zum anderen wird die
niedrige Betriebsstellung der Querführungsrollen durch ihre
Einziehbarkeit bei Straßenfahrt ermöglicht, so daß Bord
steinberührungen ausgeschlossen werden können. Durch die
Einziehbarkeit der Rolle wird ohne weiteres aufgrund der
nach oben und nach innen gerichteten Einzugsbewegung auch
die profilübergreifende Betriebsstellung der Querführungs
rollen bei spurgebundener Fahrt ermöglicht, ohne daß bei
Straßenfahrt profilüberragende Teile vorhanden sind.
Die Darstellung der Vorderachse 7 in den Fig. 3 bis 5 zeigt
einen den Fahrzeugaufbau 8 tragenden Achskörper 9, der über
Längs- und Querlenker 10 bzw. 11 mit dem Aufbau 8 verbunden
ist. Bei der Vorderachse mit den einschlagbaren Rädern sind
Achsgelenke 12 vorgesehen. An dem angelenkten einschlagbaren
Teil 13 ist ein Bremsflansch 14 und ein Achsschenkelbolzen 15
angeordnet. An dem Bremsflansch sind die die Querführungs
rollen tragenden Tragarme 16 vorgesehen. Diese Tragarme ma
chen die Einschlagbewegung der lenkbaren Räder nicht nur mit,
vielmehr wird bei spurgeführter Fahrt der Lenkrädereinschlag
durch die Rollen und die Tragarme vorgegeben.
An den Enden der Tragarme sind über Schwenkhebel 17 die Quer
führungsrollen 1 angebracht. Mittels eines Antriebes 31 kön
nen die Querführungsrollen entlang einer kreisbogenförmigen
Schwenkbewegung angehoben werden, wobei die Schwenkbewegung
aufgrund einer entsprechenden Anordnung des Schwenkmittel
punktes 18 in einer zunächst steil ansteigenden und später
abflachenden Bewegung nach oben und nach innen erfolgt. Die
Schwenkbewegung ist mit einer Drehbewegung der Radebene quer
zur Fahrtrichtung (Pfeile 5 a) gekoppelt, wobei diese Drehbe
wegung von der Schwenkbewegung abgeleitet wird. Die einge
schwenkte und eingedrehte Stellung der Querführungsrollen
ist in den Fig. 3, 4, 6 und 7 strichpunktiert angedeutet.
Diese eingeschwenkte und gedrehte Radstellung ist besonders
platzsparend. Es sind nur sehr geringfügige Abänderungen an
herkömmlichen Fahrzeugen anzubringen. Lediglich der Radkasten
und der Radausschnitt sind unten etwas zu erweitern - in
Fig. 3 strichpunktiert angedeutet. Tragende Teile sind hier
von nicht betroffen.
Die Schwenklagerung und der Schwenkantrieb der Querführungs
rolle sind in den Fig. 6 bis 9 im einzelnen dargestellt. Am
Ende des Tragarmes ist ein mit seiner Achse - Schwenkachse 18 -
sich parallel zur Fahrtrichtung erstreckendes Lagerauge 19 mit
Lagerschalen angeordnet, in denen ein Zwischenstück 20 mit
einem Schwenkzapfen 21 um 90° schwenkbar gelagert ist. Das
Zwischenstück ist ähnlich wie ein Unterarm mit einer abge
winkelten Faust ausgebildet, d. h. es trägt quer zum
Schwenkzapfen und im Abstand A zu ihm seinerseits ein La
gerauge 22, deren Achse - Drehachse 23 - quer zur Fahrt
richtung liegt. In diesem Lagerauge ist der Schwenkhebel 17
mit einem Drehzapfen 24 drehbar gelagert. Der Schwenkhe
bel 17 trägt außerdem noch einen quer zum Hebel sich er
streckenden Radzapfen 17 a, auf dem die zugehörige Quer
führungsrolle gelagert ist.
Das Zwischenstück 20 ist entlang der Schwenkachse 18 hohl
gebohrt; durch diese mit Lagerbüchsen versehene Bohrung hin
durch erstreckt sich die über einen Haltewinkel 25 gegen
Verdrehen am Lagerauge 19 des Tragarmes abgesicherte Stütz
welle 26. In dem Zwischenstück ist ein zugänglich gekapsel
ter Hohlraum zur Unterbringung einer Schraubverzahnung vor
gesehen. An dem inneren Ende der stillstehenden Stützwelle
ist ein Zahnsegment 27 und an dem Drehzapfen 24 ein entspre
chendes Zahnsegment 28 angeordnet, welche gekreuzten Zahn
segmente mittels einer Schraubverzahnung miteinander im Ein
griff stehen. Am Zwischenstück ist an der einen Stirnseite
ein exzentrischer Antriebszapfen 29 angebracht, über den ein
an den Tragarm mit seinem Zylinder 30 abgestützter (Anlenk
auge 33) Arbeitskolben 31 mit der Kolbenstange 32 angreift.
An dem Zwischenstück ist eine Anschlagnase 34 angeordnet,
die mit einem am Tragarmende vorgesehenen justierbaren An
schlag 35 zusammenwirkt. Damit kann die Horizontallage der
Querführungsrolle in Betriebsstellung einjustiert werden und
es können unbeabsichtigte Absenkungen unter die Horizontal
lage verhindert werden.
Die Wirkungsweise der Schwenklagerung und des Schwenkantrie
bes ist nun folgende: Ausgehend von der in vollen Linien dar
gestellten Betriebsstellung der Querführungsrollen mit abge
senktem Schwenkhebel 17 wird durch entsprechende Beaufschla
gung des Antriebsorganes 31 das Zwischenstück in dem Lager
auge 19 und mit dem Zwischenstück und dessen Lagerauge 22
der Drehzapfen 24 im Uhrzeigersinn um 90° nach oben ge
schwenkt. Dadurch schraubt sich die Verzahnung des entlang
dem Bogen des Zahnsegmentes 27 verschwenkten Segmentes 28 in
der Verzahnung dieses stillstehenden Segmentes 27 ab, wo
durch sich das Segment 28 und mit ihm der Drehzapfen 24 ver
dreht. Die Übersetzung der Schraubverzahnung ist 1 : 1, so
daß nach Zurücklegen der 90°-Verschwenkung des Zwischenstückes
der Hebel 17 ebenfalls um 90° verdreht ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 und 11 ist an den
Enden der Tragarme 16 eine geradlinig rückziehbare Querfüh
rungsrolle angeordnet. An den Tragarmenden ist eine schräg
nach oben ins Innere des Fahrprofiles gerichtete prismatische Geradfüh
rung 19 a vorgesehen, in der eine Tragsäule 17 a axial gleitbar
aber verdrehfest gehaltert ist, an deren Enden mittels eines
winklig angesetzten Zapfens 17 b die Querführungsrolle 1 in
einer horizontalen Ebene rotierend gelagert ist. Die Trag
säule kann bis zum Anschlagen des Anschlagbundes 34 a ausge
fahren werden. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 ist
das Betätigungsorgan 31 a für die Rückzugsbewegung im Innern
der hohl ausgebildeten Tragsäule 17 a angeordnet. Bei dieser
Anordnung muß die Führung 19 a die ganzen durch die Querfüh
rungskräfte P auf die Säule 17 a ausgeübten Verkantungskräfte
voll übernehmen. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 ist
zur Entlastung der Führung 19 a von Verkantungsmomenten die
Betätigung 31 b an der dem Abrollpunkt 1 a gegenüberliegenden
Umfangsstelle der Säule 17 a parallel zur Säule angeordnet.
Die Betätigung greift über einen Hebel 38 im Abstand D zur
Mitte der Säule an ihr an. Durch den exzentrischen Angriff
der Betätigung 31 b kann die Tragsäule in ihrer Führung ent
gegen der bei Betrieb auftretenden Belastungen vorgespannt
und entsprechend verkantet werden, so daß durch die Be
triebsbelastungen zunächst diese Vorspannung abgebaut wer
den muß, bevor Verkantungskräfte in Lastrichtung auftreten
können. Es kann eine elastische Zwischenlage 34 b zwischen
Anschlagschulter und Führungsstirnseite angeordnet werden.
Claims (14)
1. Verkehrssystem, insbesondere ÖPNV-System mit Fahrbahnrinnen
mit seitlichen Querführungsstegen, deren lichter Abstand größer
ist als die größte lichte Breite - Fahrbahnprofil - der darauf
verkehrenden Fahrzeuge und mit auf den Fahrbahnrinnen spur
führbaren straßengängigen Fahrzeugen, wobei die Oberkante der
Querführungsstege unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes
innerhalb der Bodenfreiheit der Fahrzeuge liegt, ferner mit
im Bereich von Fahrzeugachsen beiderseits der Fahrzeuge ange
ordneten, über das Fahrprofil der Fahrzeuge hinausragenden mit
den Querführungsstegen zusammenarbeitenden Querführungsrollen,
die über die Fahrzeugräder umgreifende Tragarme an ungefeder
ten Teilen der zugehörigen Fahrzeugachsen befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querführungsrollen (1) an den Enden der Tragarme (16)
für Straßenfahrt schräg nach oben und nach innen in das Fahr
profil hinein einziehbar angeordnet sind.
2. Verkehrssystem nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die lichte Betriebshöhe
(f) der Querführungsrollen (1) über Fahrbahnniveau (3)
weniger als die Breite der Querführungsrollen (1), vor
zugsweise etwa die Hälfte ihrer Breite beträgt.
3. Verkehrssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Querführungsrol
len (1) entlang einer im Querprofil gesehen schräg nach
oben verlaufenden geraden Linie parallel zu sich selber
einziehbar sind (Fig. 10 oder 11).
4. Verkehrssystem nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß am Ende der Tragarme (16)
eine schrägverlaufende gerade prismatische Führung (19 a)
und eine darin teleskopartig bewegbare gegen Verdrehen
gesicherte Tragsäule (17 b) angeordnet ist, an deren un
terem Ende je eine Querführungsrolle (1) mit zur Säulen
achse geneigter Radebene derart angebracht ist, daß sich
eine vertikale Abrollfläche ergibt (Fig. 10 oder 11).
5. Verkehrssystem nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Tragsäule (17 b) hohl
ausgebildet und in ihrem Innern ein Betätigungsorgan (31 a)
für die Einzieh- bzw. Ausschubbewegung der Querführungs
rollen (1) angeordnet ist (Fig. 10).
6. Verkehrssystem nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß an einer der Abrollstelle
(1 a) der Querführungsrolle (1) gegenüberliegenden Umfangs
stelle der Tragsäule (17 b) ein Verschiebearm (38) an der
Tragsäule (17 b) angeordnet ist und daß an dem Verschiebe
arm (38) ein mit seiner Wirkachse im Abstand (D) parallel
neben der Tragsäule (17 b) liegendes Betätigungsorgan (31 b)
für die Einzieh- und Ausschubbewegung der Querführungsrol
le (1) angeordnet ist (Fig. 11).
7. Verkehrssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Querführungsrol
len (1) mittels einer Schwenkbewegung um eine feste
Schwenkachse (18), vorzugsweise mittels einer zu Beginn
der Einziehbewegung steil nach oben gerichteten Schwenk
bewegung einziehbar sind.
8. Verkehrssystem nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß am Ende des Tragarmes (16)
ein mit seiner Achse parallel zur Fahrtrichtung liegendes
Schwenklager (19) angeordnet ist, in welchem wenigstens
mittelbar ein quer zur Fahrtrichtung sich erstreckender
einen Lagerzapfen (17 a) für die Querführungsrolle (1) auf
weisender Schwenkhebel (17) schwenkbar gelagert (Zapfen 21)
und mit einem entsprechenden Schwenkantrieb (31) versehen
ist.
9. Verkehrssystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß während der Einziehbe
wegung die Radebene der Querführungsrollen (1) um 90° quer
zur Fahrtrichtung verdrehbar ist.
10. Verkehrssystem nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Verdrehbewegung der
Radebene von der Schwenkbewegung der Querführungsrolle (1)
ableitbar ist.
11. Verkehrssystem nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß in dem Schwenklager (19)
ein Zwischenstück (20) gelagert ist, in welchem seinerseits
ein mit seiner Achse -Drehachse (23) - quer zur Schwenk
achse (18) und parallel zur Radebene der Querführungsrolle
(1) angeordnetes Drehlager (22) vorgesehen ist, in welchem
der die Querführungsrolle (1) tragende Schwenkhebel (17)
mit einem Drehzapfen (24) drehbar gelagert ist und daß
konzentrisch zur Drehachse (23) ein fest mit dem Dreh
zapfen (24) verbundenes Zahnrad oder Zahnsegment (28)
- Hebelverzahnung - und konzentrisch zur Schwenkachse (18)
ein stillstehendes mit der Hebelverzahnung in Eingriff
stehendes weiteres Zahnrad oder Zahnsegment (27) angeord
net ist - Tragarmverzahnung - welche Verzahnungen für
gekreuzte Achsen der zugehörigen Räder bzw. Segmente und
mit einem solchen Übersetzungsverhältnis ausgelegt sind,
daß bei der für die Einzugsbewegung erforderlichen
Schwenkbewegung die Drehung des Schwenkhebels (17) 90°
beträgt.
12. Verkehrssystem nach Anspruch 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehachse ohne Ab
stand zur Schwenkachse angeordnet ist und daß die Hebel
verzahnung und die Tragarmverzahnung als Kegelradverzah
nung ausgebildet sind.
13. Verkehrssystem nach Anspruch 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehachse (23) im Ab
stand (A) zur Schwenkachse (18) angeordnet ist und daß
die Zahnräder oder Zahnsegmente (27 und 28) als Schrauben-
Stirnzahnräder ausgebildet sind.
14. Verkehrssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß die Be
triebsstellung des Schwenkhebels (17) durch einen mit dem
Tragarm (16) verbundenen vorzugsweise justierbaren gegen
Absinken der Querführungsrolle (1) wirksamen Anschlag (34,
35) gesichert ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762636656 DE2636656A1 (de) | 1976-08-14 | 1976-08-14 | Verkehrssystem mit fahrbahnrinnen und darauf spurfuehrbaren strassengaengigen fahrzeugen |
| IT5047077A IT1079800B (it) | 1976-08-14 | 1977-07-27 | Sistema di trasporto con veicoli in sede propria |
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