DE264312C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K1/00—Details of thermometers not specially adapted for particular types of thermometer
- G01K1/02—Means for indicating or recording specially adapted for thermometers
- G01K1/022—Means for indicating or recording specially adapted for thermometers for recording
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 264312 -■ KLASSE Ali. GRUPPE
Registrier-Pyrometer. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Dezember 1911 ab.
Es gibt bereits Pyrometer, bei denen die Temperatur mit Hilfe einer Wheatstoneschen
Brücke gemessen wird dadurch, daß der elektrische Widerstand eines Zweiges dieser Brücke
durch die zu messende Temperatur geändert wird. Auch ist es bekannt, bei derartigen
Vorrichtungen den Zeigerstift mit Hilfe eines Elektromotors in die Nullstellung zurückzuführen.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun
ίο eine besondere Vorrichtung zur Ausführung
dieser Verschiebung.
Das Pyrometer ist auf der beiliegenden Zeichnung in mehreren Ausführungsformen
dargestellt, und zwar stellt Fig. ι die ganze Anlage mit dem Pyrometer dar; Fig. 2
und 3 zeigen die Einrichtung des Lineals im Grundriß und Querschnitt, Fig. 4 das Relais
in perspektivischer Ansicht, Fig. 5 und 6 die Schaltungsschemata. Der Apparat ist auf
Grund des Prinzips der Zurückführung auf Null gebaut. In der Hauptsache besteht er
aus dem Lineal 1 (Fig. 1) mit dem Meßdraht 2, dem Galvanometer 27, dem Elektromotor 16,
17, dem Relaiskommutator und der Registrierfrommel 36.
Die Einzelheiten der Einrichtung des Lineals ι sind aus der Fig. 2, die eine Rückansicht
desselben darstellt, zu ersehen. Auf der oberen Kante des hölzernen Lineals 1 ist der
Meßdraht 2 aufgespannt, welcher aus kalibriertem Neusilber- oder Konstantandraht besteht.
Ein Schieber 3 aus Aluminium ist mit einer Kontaktrolle 4 aus Kupfer versehen, welche
längs des Drahtes 2 gleitet. Zwei andere Rollen 5 und 5, die an der Feder 6 befestigt
sind, wälzen sich auf der an der unteren Kante des Lineals 1 befindlichen Kupferschiene
7 ab. Die Schiene 7 dient gleichzeitig auch zur Stromzuführung zum Schieber 3, der einen Stift 8 trägt, welcher die Registriertrommel
36 (Fig. 1) berührt. Ein Uhrwerk im Innern der letzteren ermöglicht es, der
Trommel verschiedene Geschwindigkeiten zu geben. Die Fortbewegung des Schiebers 3
(Fig. 2 und 3) wird durch den Elektromotor 16, 17 bewirkt, und zwar mittels eines Fadens
9, der um die Scheibe 12 und Rolle 13 läuft (Fig. i, 2 und 3). Der Elektromotor
wird durch einen Strom von kleiner Spannung gespeist, um beim Stromrichtungswechsel, der
die Änderung der Drehrichtung des Motors veranlaßt, Funkenbildung zu vermeiden.
Um den Anker im Moment der Stromunterbrechung, oder beim Wechsel der Drehrichtung
schnell zum Stehen zu bringen, wird auf die Motorachse eine Scheibe 14 (Fig. 1) aus
Kupfer oder Aluminium aufgesetzt, die sich zwischen den Polen des Elektromagneten 15
dreht. In dem Moment, in dem der Strom im Motor unterbrochen wird, muß im Elektromagneten
15 der Strom geschlossen werden. Die in der Scheibe 14 sich entwickelnden
Foucaultschen Ströme üben dann eine bremsende Wirkung auf den Motor aus.
Die Ein- und Ausschaltung des Stromes im Elektromagneten sowie die Kommutierung des
Stromes im Elektromotor wird durch ein Relais bewirkt, dessen Einrichtung aus der Fig. 4
zu ersehen ist. Zwischen zwei Elektromagneten 18, 18 ist ein Anker 19 angeordnet, der
um eine horizontale Achse auf Messern 20, die auf Ständern 21 ruhen, schwingbar ge-
lagert ist. Auf dem Anker sind senkrecht zu seiner Achse drei luftleere, mit Quecksilber gefüllte
Glasröhren 22,·» 23, 24 befestigt. Die Röhren 22 und 23 dienen als Kommutator.
Die in die Röhren 22 und 23 eingelöteten Platindrähte α, α berühren das Quecksilber
und sind mit den Polen des Akkumulators 25 (Fig. 1) verbunden. Die mit dem Elektromotor
(Fig. 1) verbundenen Platindrähte b kommen dagegen bei vertikaler Lage des Ankers
19 mit dem Quecksilber nicht in Berührung. In den Stromkreis ist außerdem ein regulierbarer
Rheostat 26 eingeschaltet (Fig. 1). Befindet sich der Anker 19 in vertikaler Lage,
so geht der Strom nicht durch den Motor hindurch. Diese Lage des Ankers 19 entspricht
der Nullstellung des Galvanometers 27. Schlägt dagegen das Galvanometer nach dieser
oder jener Seite aus, so geht der Strom durch den Zeiger 28 und durch einen der Kontakte
29 und 30 in den einen der Elektromagnete
. 18. Der Elektromagnet zieht den Anker 19
an, der Strom im Elektromotor 16, 17 wird infolge der Neigung der Röhrchen 22 und 23
geschlossen, und der Motor selbst gerät in Drehung, wobei die Richtung dieser Drehung
davon abhängen wird, nach welcher Seite der Galvanometerzeiger ausgeschlagen hat.
In den Elektromagneten 15 gelangt der Strom durch die Röhre 24 (Fig. 4 und 1). Befindet
sich der Anker 19 in senkrechter Lage, so berühren die Platindrähte c, c das Quecksilber,
und der Strom des Akkumulators 25 geht durch den Elektromagneten 15 hindurch. Bei
geneigter Lage des Ankers 19 tritt dagegen ein Draht aus dem Quecksilber heraus und
unterbricht den Strom.
Zur Unterbrechung des Stromes im Elektromotor in dem Augenblick, in dem der Stift
an den Rand der Registriertrommel gelangt, dienen besondere Unterbrecher. Einer derselben
11 ist auf der Fig. 2 zu sehen. Durch diese Unterbrecher von der Form von Hämmerchen
und Amboß, die an beiden Enden der hinteren Seite des Lineals 1 (Fig. 2) angeordnet
sind, gelangt der Strom in den Elektromotor (Fig. 1). Unterbrochen wird der
Strom durch die Hartgummiplatten 10, 10, die
an dem Schieber 3 sitzen. Bei Unterbrechung des Stromes durch einen der Unterbrecher 11
hat der Motor dennoch die Möglichkeit, sich in der Richtung zu drehen, in der er den
Schieber 3 wieder zurückführt und dadurch der Kontakt wieder hergestellt wird.
Messung und Registrierung der Temperaturschwankungen mittels des Widerstandsthermometers.
Die Schaltanordnung bei der Messung und Registrierung der Temperaturen mittels des
Widerstandsthermometers ist aus der Fig. 5 ersichtlich. Zu den Punkten A und B der
Wheatstoneschen Brücke wird der Strom vom Akkumulator oder Element 25 zugeführt, zwischen
den beiden anderen Punkten ist das Galvanometer 27 eingeschaltet. Der Meßdraht 2 wird in die Zweigleitung III der
Brücke eingeschaltet, wozu ein Ende des Meßdrahtes mit dem zu regulierenden Rheostaten
26 (Klemme 31 oder 32 [Fig. 1]) und der Gleitkörper 3 (Klemme 33 [Fig. 1]) mit der Zweigleitung
IV, welche aus dem Widerstandsthermometer 34 besteht, verbunden wird.
Beim Verhältnis der Zweigleitungen der Brücke I:II = III: IV geht kein Strom durch
die Brücke, und das Galvanometer befindet sich in der Nullstellung, ohne die Kontakte
zu berühren. Steigt die Temperatur, so wächst der Widerstand des Thermometers 34, das
Galvanometer tritt aus der Nullstellung und berührt einen der Kontakte. Der Motor gerät
in Drehung und beginnt, den Gleitkörper 3 längs des Meßdrahtes fortzubewegen, bis
die Widerstände der Zweigleitungen III und IV sich ausgleichen. Sinkt die Temperatur,
so bewegt sich der Gleitkörper 3 in entgegengesetzter Richtung. Der Meßdraht 2 besitzt
einen Widerstand von 1 Ohm auf 25 cm Länge, was einem Temperaturintervall von 10 ° entspricht,
da beim Steigen der Temperatur um i° der Widerstand um 0,4 Prozent wächst;
gewöhnlich ist der Widerstand des Thermometers — 25 Ohm auf 10 °. Folglich läßt
sich das Steigen des Widerstandes durch folgende Zahl ausdrücken:
25 χ 10 X 0,004 = ι Ohm.
Soll eine Temperatur bei einem Tempera-turintervall von η · io° registriert werden, so
wird das Verhältnis der Widerstände der Zweigleitungen der Brücke derart gewählt,
daß 1:11 = III: IV = Vn-
Soll eine Temperatur nicht von o° aus registriert werden, sondern von irgendeinem anderen
Anfangspunkt, z. B. n°, so wird der Rheostat 26 derart reguliert, daß sein Widerstand
W --= 25 (1 + η · 0,004) Ohm ist.
Infolge der Anordnung der Unterbrecher 11
gerät der Motor nur dann in Drehung, wenn die Temperatur des zu messenden Raumes n°
erreicht hat.
Messung und Registrierung der Temperaturen mittels eines Thermoelementes.
Die Messung und Registrierung der Temperaturen mittels eines Thermoelementes 35 kann
man mit Hilfe einer der Kompensationsmethoden ausführen. Durch Versuche hat sich folgendes
Verfahren der Einschaltung des Registrierpyrometers als das bequemste herausgestellt:
Der Akkumulator 25 (Fig. 6) wird hinter dem Belastungswiderstand 26 an die
Enden des Meßdrahtes 2 (Klemmen 31 und 32 [Fig. 1]) angeschlossen, das Thermoelement 35
wird aber einerseits unter Zwischenschalten des Galvanometers 27 mit einem der Enden
des Meßdrahtes 2 (Klemmen 31 und 32) und andererseits mit dem Gleitkörper 3 (Klemme33)
verbunden, wobei die Ströme vom Akkumulator und vom Thermoelement entgegengesetzt
gerichtet sein müssen. Bei Temperaturveränderungen wird der Gleitkörper 3 sich fortbewegen
und in den Zweig mit dem eingezeichneten Thermopaare und dem Galvanometer eine elektromotorische Kraft senden, die gleich
und entgegengesetzt der elektromotorischen Kraft des Thermoelementes ist.
Die Möglichkeit einer Temperaturregistrierung in den Grenzen dieses oder jenes Temperaturintervalles
wird durch die Änderung der Größe des Belastungswiderstandes 26 erreicht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Registrier-Pyrometer mit Widerstandsthermometer und Wheatstonescher Brücke, bei dem der Zeigerstift durch einen elekirischen Motor in die Nullstellung zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der den Zeigerstift tragende Schieber an dem Skalenlineal (1), das Temperaturkurven in verschiedenen Maßstäben zu messen gestattet, durch Zugfäden (9) mittels dreier Rollen (4, 5 und 5) fortbewegt wird, von denen die Rolle (4) den auf dem Lineal (1) aufgespannten Meßdraht (2) und die Rollen (5) die den Strom zum Schieber zuführende Schiene (7) berühren, wobei auf dem Schieber (3) Unterbrecher (10) vorgesehen sind, die in den äußersten Lagen des Schiebers (3) auf dem Lineal (1) die Kontakte (11) öffnen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin. Gedruckt in der keichsdruckerfx
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE264312C true DE264312C (de) |
Family
ID=521638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT264312D Active DE264312C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE264312C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6283767B1 (en) | 1999-09-23 | 2001-09-04 | Factor Tool As | Grounding terminal |
-
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- DE DENDAT264312D patent/DE264312C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6283767B1 (en) | 1999-09-23 | 2001-09-04 | Factor Tool As | Grounding terminal |
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