DE2648251C2 - Lastkraftfahrzeug mit einer Hebeeinrichtung - Google Patents
Lastkraftfahrzeug mit einer HebeeinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Lastkraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein
derartiges Fahrzeug ist aus der DE-OS 23 06 358 bekannt. Dessen Tragkonstruktion besteht aus einer
horizontalen Führungsschiene, die vom Führerhaus bis zum rückwärtigen Ende der Ladefläche reicht. Kurz
hinter dem Führerhaus ist sie mit Hilfe vertikaler Stützen an der Ladefläche befestigt. Die Führungsschiene
und die Stützen stellen einen festen Teil der Konstruktion dar. Ein beweglicher Teil wird von einer
Tragschiene gebildet, die ebenso wie die Führungsschiene in einer vertikalen t.ängsmittelebene des Fahrzeuges
verschiebbar an der Führungsschiene mit Hilfe von Rollen gelagert ist Die Abstützung der Tragschiene an
der Ladefläche erfolgt ebenso über vertikale Stützen, die fest mit der Tragschiene verbunden sind. Sie tragen
an ihren freien unteren Enden Rollen, mit denen sie auf der Ladefläche verfahrbar sind. An der Tragschiene
selbst befindet sich das Hebezeug für die aufzuladenden Güter.
Beim Ladevorgang soll der bewegliche Teil der
ίο Tragkonstruktion, also die Tragschiene aus einer
eingefahrenen Transportstellung in eine nach rückwärts ausgefahrene Arbeitsstellung bewegt werden. Der
bekannten Konstruktion fehlt es an der notwendigen Stabilität, da vor allem beim Beladevorgang auftretende
Momente ausschließlich von dem ortsfesten Teil der Konstruktion übernommen werden können. Der bewegliche
Teil kann nur senkrecht auf die Ladefläche wirkende Kräfte übertragen, da die Stützen auf der
Ladefläche mit den Rollen gelagert sind. Da zum Beladevorgang aber die Tragschiene ein- bzw. ausgefahren
wird, treten auf jeden Fall Momente auf. Das bekannte Lastkraftfahrzeug ist wegen der instabilen
Hebeeinrichtung nur für die Aufnahme relativ kleiner Lasten geeignet. Steht das Fahrzeug beim Beladevorgang
nicht auf einem ebenen Untergrund, so muß zudem befürchtet werden, daß der bewegliche Teil der
Tragkonstruktion bein Be- oder Entladevorgang wegen der mangelnden Stabilität schräg fährt und eventuell mit
den Rollen von der Ladefläche abkommt.
Aus der US- PS 32 11 306 ist ein Lastkraftfahrzeug mit
einer Hebeeinrichtung bekannt das in den Eckbereichen der Ladefläche angeordnete Stützen aufweist Die
bekannte Tragkonstruktion weist eine Tragschiene auf, die für den Ladevorgang ein- und ausfahrbar an den
Stützen gelagert ist An der Schiene ist auch noch ein Hebezeug verfahrbar angeordnet. Der bekannten
Tragkonstruktion mangelt es an Stabilität insbesondere bei Schrägstand des Fahrzeuges.
Aus der US-PS 30 06 486 ist auch noch ein Lastkraftfahrzeug mit einem Kofferaufbau bekannt, an
dessen Seitenwänden Führungsschienen für eine erste Laufkatze angeordnet sind, die selbst quer zur
Fahrzeuglängsrichtung Schienen aufweist zur Aufnahme einer zweiten Laufkatze. Nach öffnen der
Hecktüren des Kofferaufbaus kann die erste Laufkatze für den Beladevorgang auf den an den Seitenwänden
des Kofferaufbaus abgestutzten Schienen über das hintere Ende der Ladefläche hinausgefahren werden.
Bei der bekannten Lösung ist nachteilig, daß die Führungsschiene für die erste Laufkatze an den
Seitenwänden des Kofferaufbaus und nicht an separaten Stützen gelagert sind, wodurch die Zugänglichkeit der
Ladefläche von der Seite her beschränkt wird. Weiterhin nachteilig ist, daß die die Führungsschienen
aufweisenden Längsträger keinen stabilen Tragrahmen bilden, der die beim Laden eines großen und schweren
Raumelementes auftretenden Kräfte und Momente aufnehmen könnte. Bei Schrägstand des Fahrzeuges
steht zu Befürchten, daß bei einer großen Belastung am Hebezeug die stärker belastete Führungsschiene und
die entsprechende Seitenwand nach außen gebaucht werden und die erste Laufkatze wegen des mangelnden
Zusammenhalts der beiden Führungsschienen aus ihrer beiderseitigen Lagerung entgleitet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lastkraftfahrzeug der eingangs genannten
Art zu schaffen, das eine einfache, auch unter schwerer Last und bei nicht ebenem Stand des
Fahrzeugs sicher bedienbare Hebeeinrichtung aufweist
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Die vieF in den Eckbereichen angeordneten Stutzen sorgen für die notwendige Stabilität der Tragkonstruktion
auch bei Schräglage des Fahrzeugs. Der Tragrahmen stellt den beweglichen Teil der Tragkonstruktion
dar. Auch er vermittelt durch seinen Rahmenaufbau die notwendige Stabilität zur Aufnahme aller auftretenden
Kräfte und Momente und zu der Oberleitung an das Fahrzeug. Der Tragrahmen dient aber auch zur
Lagerung zweier Laufkatzen, die ein genaues Positionieren der Last ermöglichen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Fördereinrichtung an der zweiten
Laufkatze in einer horizontalen Ebene verschwenkbar gelagert ist. Durch die Verschwenkbarkeit wird die
Handhabung des Ladeguts weiter verbessert Insbesondere ist es möglich, bei der Aufstellung der Raumelemente
direkt vom Lastkraftfahrzeug aus die Raumelemente in eine winkelige Anstellung λιγπ Lastkraftfahrzeug
zu bringen. Dies ist hin und wieder notwendig, wenn die Fahrzeuge wegen beengter Raumverhältnisse
nicht so an den Lade- oder Entladeort hinfahren können, daß eine strikte axiale Ausrichtung vom Raumelement
zum Fahrzeug während des Be- oder Entladevorgangs möglich ist
Um auch das Aufladen breiterer Raumelemente zu gestatten ist es günstig, wenn die in Fahrtrichtung
gesehen hinteren Stützen quer zur Fahrtrichtung seitlich ausfahrbar am Fahrzeugchassis gelagert sind
und so aus einer ausgefahrenen, das Auf- und Abladen ermöglichenden Ladestellung in eine der Fahrzeuglängsachse
nähere Bereitschaftsstellung überführbar sind. Auch bei normal breitem Ladegut ist es vorteilhaft die
hinteren Stützen während des Ladevorganges in der ausgefahrenen Ladestellung zu belassen, da dann beim
Laden oder Entladen eine geringere Beschädigungsgefahr durch Anstoßen an den Stützen besteht.
Weitere "orteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 die Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Lastkraftfahrzeuges,
F i g. 2 ;ine Draufsicht auf das in F i g. 1 gezeigte
Fahrzeug,
F i g. 3 eine Rückansicht des in F i g. 1 gezeigten Fahrzeuges.
F i g. 4 eine Schniu-nsicht durch das in F i g. 1
gezeigte Fahrzeug gemäß der Linie IV-IV in F i g. 1,
F i g. 5 eine Schnittansicht durch die Hebeeinrichtung
gemäß der Linie V-V in F i g. I,
F i g. 6 eine Draufsicht auf eine erste und eine zweite Laufkatze.
F i g. 7 einen Längsschnitt durch die in F i g. 6 gezeigten Laufkai/en gemäß der Linie VII-VII in F i g. 6,
und
F i g. 8 eine Seitenansicht der in F i g. 6 gezeigten ersten Laufkatze.
In Fig. 1 der Zeichnung ist ein Lastkraftwagen 1 gezeigt, der mit einer Hebeeinrichtung 2 zum Auf- und
Abladen von Raunielementen 3 von der Ladefläche 4
des Fahrzeugs ausgestattet ist.
Im vorliegenden fall besteht das Raumelement 3 aus
einer vorgefertigte»! Garage, die drei Umschließungswände, eine FronUiir;· und ein Flachdach mit einer
versenkten Innenfläche 5 aufweist.
Die Hebeeinrichtung besitzt einen über Stützen 6,7,8
und 9 am Fahrzeugchassis 10 abgestützen Tragrahmen 11, der in Richtung der Längserstreckung des Fahrzeugs,
also in Richtung des in Fig.2 gezeigten
Doppelpfeiles P, aus einer eingefahrenen Transportstellung in eine ausgefahrene Arbeitsstellung verschiebbar
an den Stützen gelagert ist Die Transportstellung ist in Fig.2 mit durchgehenden Linien gezeigt und im
Bereich des hinteren Endes des Tragrahmens 11 mit einem Buchstaben A gekennzeichnet während in F i g. 2
die Arbeitsstellung gestrichelt markiert ist und mit dem Buchstaben B gekennzeichnet ist In Fig. 1 ist die
Kennzeichnung analog. Es ist deutlich zu erkennen, daß bei Transportstellung der wesentliche Teil des Tragrahmens
11 sich über der Grundfläche des Lastkraftfahrzeuges befindet, während bei der Arbeitsstellung der
Tragrahmen nach rückwärts ausgefahren ist und ein erhebliches Stück rückwärts über das Ende des
Fahrzeugs hinausragt.
Der Tragrahmen 11 ist wie besonders gut aus F i g. 5
ersichtlich ist. aus einem Kaste rofil mit nahezu quadratischem Querschnitt gebildet. Dieses Profil ist
sowohl an den Längsseiten des rechteckigen Rahmens als auch an den kurzen Verbindungsseiten jeweils an
den Enden des Rahmens vorhanden. Die Längsseiten des Riemens sind, wie ebenfalls aus F i g. 5 hervorgeht
noch mit einem daran angeschweißten U-Profil 12 bestückt, das die axiale Führung des Tragrahmens 11
längs Gleitlager 13 an den vier Stützen sicherstellen soll. Während im Bereich der Stützen 8 und 9 das U-Profil 12
lediglich von unten und von der Seite durch die Gleitlager abgestützt ist ist das U-Profil 12 bei den
Stützen 6 und 7 auch von seiner Oberseite her durch ein Gleitlager 13 abgestützt.
Der Tragrahmen 11 besitzt in analoger Weise an seiner Innenseite ein durchlaufendes, angeschweißtes
U-Profil 14, das mit Laufschienen 15 für eine daran geführte erste Laufkatze 16 verwendet wird.
In den F i g. 6, 7 und 8 ist die erste Laufkatze 16
zusammen mit einer zweiten Laufkatze 17 deutlich gezeigt. Es ist gut zu erkennen, daß die erste Laufkatze
16 einen Kastenrahmen 18 besitzt an dem seitlich vier Laufrollen 19 freilaufend angeordnet sind. Antreibbar
ist diese Laufkatze über einen Elektiomotcr 20. der mit
Hilfe einer Welle 21 Zahnräder 22 in Bewegung zu versetzen vermag. Wie F i g. 8 entnommen werden
kann, greifen diese Zahnräder 22 beiderseits der Laufkatze 16 in entlang den Längsseiten des Tragrahmens
11 angeordneten Zahnstangen 23 ein.
Auf ähnliche Weise ist die «weite Laufkatze 17 innerhalb der ersten Laufkatze 16 gelagert. Während allerdings die erste Laufkatze in Richtung der Längserstreckung des Fahrzeuges verfahrbar gelagert st. ,.aim die zweite Laufkatze quer zur Längserstrekkung des Fahrzeuges in Richtung des Pfeiles R in F i g. 6 verfahren werden. Zu diesem Zweck sind -im Rahmen 18 der ersten Laufkatze 16 kurze Führungsschienen 24 für jeweils eines der vier Laufräder der zweiten Laufkatze 17 vorhanden. Die Laufräder sind in analoger Weise zu der ersten Laufkatze an der Außenseite drehbar gelagert. Der Antrieb der zweiten Laufkatze 17 erfolgt mit Hilfe eines Elektromotors 25, des über ein Ritzel 26 in eine an der zweiten Laufkatze 17 befestigte Zahnstange 27 eingreift.
Auf ähnliche Weise ist die «weite Laufkatze 17 innerhalb der ersten Laufkatze 16 gelagert. Während allerdings die erste Laufkatze in Richtung der Längserstreckung des Fahrzeuges verfahrbar gelagert st. ,.aim die zweite Laufkatze quer zur Längserstrekkung des Fahrzeuges in Richtung des Pfeiles R in F i g. 6 verfahren werden. Zu diesem Zweck sind -im Rahmen 18 der ersten Laufkatze 16 kurze Führungsschienen 24 für jeweils eines der vier Laufräder der zweiten Laufkatze 17 vorhanden. Die Laufräder sind in analoger Weise zu der ersten Laufkatze an der Außenseite drehbar gelagert. Der Antrieb der zweiten Laufkatze 17 erfolgt mit Hilfe eines Elektromotors 25, des über ein Ritzel 26 in eine an der zweiten Laufkatze 17 befestigte Zahnstange 27 eingreift.
Auf der zweiten Laufkatze 17 ist eine Fördereinrichtung
28 angeordnet. Diese besteht im vorliegenden Fall aus einem Flaschenzug 29, der insgesamt sechs
nebeneinander auf einer gemeinsamen Achse 30
angeordnete feste Rollen 31 und darunter auf einer gemeinsamen Achse 32 drehbar gelagerte lose Rollen
33 aufweist. Wie F i g. 6 entnommen werden kann, befinden sich links vom Flaschenzug jeweils zwei
Vorratsrollen 34 für das Tragseil 35 des Flaschenzuges. Die beiden Vorratsrollen 34 sind über einen gemeinsamen
Elektromotorantrieb 36 in Drehung versetzbar. Dieser Motor betreibt damit auch den Flaschenzug 29.
Jeweils das lose Ende des Tragseiles 35 ist bei 37 an eitlem Träger der zweiten Laufkatze 17 befestigt. Der
Flaschenzug 29 selbst ist mit der Achse 30 und den darauf angeordneten festen Rollen 31 in einem
Schwenkrahmen 38 in einer horizontalen Ebene verschwenkbar gelagert. Die Verschwenkbarkeit wird
mit Hilfe eines Schwenkbolzens 39 erzielt, um den der Schwenkrahmen 38 verschwenkbar ist. Die Verschwenkbewegung
an sich erfolgt mit Hilfe eines Elektromotors 40, der über einen Kettentrieb 41 eine
Gewindespindel 42 in Drehung setzen kann, die in dem
Rahmen der zweiten Laufkatze 17 drehbar gelagert ist. Die Verbindung der Gewindespindel 42 zum Schwenkrahmen
38 geschieht mit Hilfe einer auf der Spindel geführten Mutter 43, die mit einem Zapfen 44 in eine
Bohrung 45 des Schwenkrahmens 38 eingreift. In F i g. 6 sind die maximalen Verschwenkausschläge gestrichelt
eingezeichnet. Im vorliegenden Fall ist ein Gesamtverschwenkbereich in der Größenordnung von 10°
vorgesehen. In den F i g. 5 und 7 ist zu erkennen, daß die losen Rollen 33 mit ihrer Achse 32 in einem Jochträger
46 gelagert sind, der im vorliegenden Fall aus zwei parallel zueinander verlaufenden Kastenprofilen gebildet
ist. Die Kastenprofile sind im Bereich der Laufrollen über Verbindungsstege 47 miteinander verbunden. Die
Achse 32 ist in den Verbindungsstegen 47 lösbar befestigt. F i g. 5 zeigt deutlich, daß der Jochträger 46
zur Mitte hin aus Gründen der Raumersparnis abgekröpft ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß die
Hebeeinrichtung 2 nicht zu hoch über die Ladefläche hinausragt. Der Jochträger 46 ist auf nicht gezeigte
Weise an seinen freien Enden lösbar mit einem Laderahmen 48 eines Ladegeschirrs verbunden. Beim
Auswechseln des Ladegeschirrs ist es deshalb möglich, entweder die Verbindung zwischen dem Jochträger 46
und dem Laderahmen 48 zu lösen oder die Achse 32 des Flaschenzuges 29 aus ihrer Lagerung am Jochträger 46
herauszulösen.
Der Laderahmen 48 ist auch gut aus Fig. I zu
erkennen. Er wird mit Hilfe üblicher Befestigungsmittel wie z. B. Spanten, Haken. Schrauben, mit dem zu
transportierenden Raumelement 3 verbunden.
Die vorderen Stützen 6 und 7 sind fest am Chassis 10 des Fahrzeugs befestigt. Sie sind gemeinsam an ihren
beiden freien Enden über einen Bügel 49 in der Form eines Fahrerhausüberbaus verbunden. In diesem Oberbau
ist auch der Antrieb zum Aus- und Einfahren des Tragrahmens 11 untergebracht Er wird von einem
Elektromotor 50 gebildet, der, wie in F i g. 4 gezeigt ist. über eine Welle 51 und an beiden Enden der Welle 51
angebrachten Zahnrädern 52 den Tragrahmen 11 in Bewegung setzen kann. Die Zahnräder 52 greifen in an
der Unterseite des Tragrahmens angebrachte Zahnstangen ein.
Die hinteren Stützen 8 und 9 sind quer zur Längserstreckung des Fahrzeuges, also seitlich, jeweils
ausfahrbar gestaltet Sie besitzen zu diesem Zweck an ihren unteren Enden zwei parallel zueinander laufende
Kastenprofile 53. die in bezüglich ihrer Form daran angepaßte Öffnungen am Chassis 10 gelagert sind. Auf
diese Weise wird eine einfache Axialführung für die Stützen 8 und 9 geschaffen. Die beiden Profile 53 sind
mit einigem Abstand nebeneinander am Stützenende an einem vorspringenden Flansch angeordnet, wodurch für
die beweglichen Stützen 8 und 9 in jeder Richtung eine ausreichende Stabilität gegeben ist. Zum Ausfahren der
Stützen 8 und 9 ist. wie in F i g. 5 gezeigt ist, ein eigener Antrieb 54 vorgesehen, der im vorliegenden Fall
ebenfalls von einem Elektromotor gebildet ist. Über ein Getriebe werden dabei nur schematisch angedeutete
Gewindespindeln in Drehung versetzt. Die einzelnen Stützen besitzen mit <len Spindeln in Eingriff stehende
Muttern, die bei einer Drehbewegung der Spindel die Aus- bzw. Einfahrbewegung der Stützen einleiten.
Wie Fig. 5 entnommen werden kann, besitzen die
Stützen 8 und 9 im Bereich ihrer oberen freien Enden nach innen ragende Tragarme 55. die an ihrer Oberseite
eine durch einen Faltenbalg 56 geschützte Gleitfläche 57 besitzen. Alle Stützen 6 bis 9 sind «U Kastenprofile
ausgebildet. Das gleiche gilt nunmehr für einen in der Fig. 5 gezeigten Mittelträger 58, der die beiden
Tragarme 55 der Stützen 8 und 9 miteinander verbindet. Der Mittelträger 58 ist an seinen beiden freien Enden
hohl ausgebildet und ist in seinen Innenabmessungen den Außenabmessungen der Tragarme 55 angepaßt, so
daß die Tragarme in zwei seitliche Öffnungen 59 eingefahren werden können. Der Mittelträger 58 stützt
sich dabei »uf die Gleitflächen 57 ab. Es ist deutlich zu erkennen, daß der Mittelträger 58 die Gleitlager 13 für
den Tragrahmen 11 aufweist. Der Mittelträger 58 ist insgesamt mit einer geringen Höhe ausgestattet, um zu
verhindern, daß die gesamte Konstruktion über das zulässige Außenprofil für Lastkraftfahrzeuge hinausgerät.
Beim Betrieb des beschriebenen Lastkraftfahrzeuges spielen sich folgende Vorgänge ab. Das Fahrzeug soll im
vorliegenden Fall zum Transport von Fertiggaragen benutzt werden, wie es z. B. in Fig. 1 gezeigt ist. Soll
nunmehr die gezeigte Garage aufgeladen werden, so fährt das Fahrzeug rückwärts an die Garage heran.
Daraufhin muß der Tragrahmen 11 aus seiner Transportstellung A in die Arbeitsstellung B nach
rückwärts ausgefahren werden. Daraufhin senkt sich der Laderahmen 48 aufgrund einer Betätigung des Flaschenzuges
29 auf die Fertiggarage herab, wonach der Laderahmen 48 mit der Fertiggarage durch die bereits
angedeuteten Befestigungsmittel verbunden wird. Es wird darauf hingewiesen, daß es hierbei vorteilhaft ist,
wenn der Jochträger 46 am Laderahmen 48 so angebracht ist, daß er sich direkt über dem in F i g. 1
angezeigten Schwerpunkt 5 der Fertiggarage befindet Zum exakten Anbringen des Laderahmens 48 an der
Fertiggarage kann sowohl die Laufkatze 16, die Laufkatze 17 als auch der Schwenkrahmen 38 so
verfahren bzw. verschwenkt werden, daß der Laderahmen 48 exakt auf die Fertiggarage paßt Anschließend
wird durch Betätigung des Flaschenzuges 29 die fest an den Laderahmen 48 angelaschte Fertiggarage hochgehoben
und je nach Position durch Verschwenken des Schwenkrahmens 38 in seine zur Längsachse des
Fahrzeugs richtige Lage gebracht Die Fertiggarage kann nunmehr durch Verfahren der ersten Laufkatze 16
oder durch Verfahren des Tragrahmens 11 oder durch beide Bewegungen auf die Ladefläche 4 gebracht
werden. Ist die Fertiggarage lediglich so breit daß sie bei eingefahrenen Stützen 8 und 9 noch hindurchpaßt so
war es zuvor nicht notwendig, die Stützen auszufahren. Ist die Fertiggarage jedoch wie im gezeigten Beispiel so
breit, daß sie bei eingefahrenen Stützen 8 und 9 nicht hindurchpaßt, so müssen diese vorher in ihre ausgefahrene
Stellung bewegt werden. Auf der Ladefläche 4 kann die Fertigga.-age nunmehr ebenfalls wiederum mit
I lilfe der ersten Laufkatze 16, zweiten Laufkatze 17 und
des Schwenkrahmens 38 in seine richtige Lage gebracht werden, so daß die Fertiggarage mit Spiel an den
Begr-Γί Zungsanschlägen der Ladefläche 4 anliegt. Sie
wird dort durch Betätigen des Flaschenzuges 29 abgesenkt. Der Tragrahmen 11 wird anschließend aus
seiner Stellung B in seine Stellung A zu-'jckgefahren.
Sofern die zu transportierenden Teile ein größeres Gewicht aufweisen, ist es zur notwendigen Stabilität des
Fahrzeuges während des Ladevorganges notwendig, im Bereich des rückwärtigen Fahrzeuges Abstützstempel
60 auszufahren, die nach dem Ladevorgang wieder eingefahren werden können. Das Fahrzeug ist anschließend
fahrbereit und kann die Fertiggarage zum Ziel bringen. Das Entladen des Fahrzeugs geschieht analog.
Es ist auch möglich, den Tragrahmen 11 für den Transport mehrerer Raumelemente 3 einzurichten.
Darüber hinaus ist es möglich, am Tragrahmen 11
mehrere Laufkatzen nebeneinander vorzusehen, so daß auch entweder ein Laderahmen an zwei Laufkatzen
hängen könnte, oder jede Laufkatze ihren eigenen Laderahmen besitzen könnte.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Lastkraftfahrzeug mit einer Hebeeinrichtung zum Auf- und Abladen von vorgefertigten Raumelementen
auf die bzw. von der Ladefläche des Fahrzeugs, welche Hebeeinrichtung in ausreichender
Höhe über der Ladefläche eine von Stützen am Fahrzeugchassis abgestützte Tragkonstruktion aufweist,
die in Längsrichtung des Fahrzeugs aus einer eingefahrenen Transportstellung in eine ausgefahrene
Arbeitsstellung verschiebbar gelagert ist und an der eine mit dem zu transportierenden Raumelement
verbindbare Fördereinrichtung zum Heben und Senken des Raumelements angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion als Tragrahmen (11) ausgebildet ist und
zwei Längsträger aufweist, mit denen sie an in den Eckbereichen der Ladefläche (4) angeordneten
Stützen (6; 7; 8; 9) verschiebbar gelagert ist (Gleitlager 131, und die Längsträger Führungsschienen
(U-Profii 14) für die Aufnahme einer in
Längsrichtung des Fahrzeugs verfahrbaren ersten Laufkatze (16) aufweisen, die selbst wiederum quer
zur Längserstreckung des Fahrzeugs verlaufende Führungsschienen (24) für die Aufnahme einer
zweiten Laufkatze (17) besitzt, ar der die Fördereinrichtung (28) angeordnet ist
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fördereinrichtung (28) an der zweiten Laufkatze (17) in einer horizontalen Ebene
verschwenkba. gelagert ist
3. Fahrzeug nach Anspruch \ oder 2. dadurch
gekennzeichnet, daß die in Fahrtrichtung gesehen hinteren Stützen (8; 9) quer τλιγ Fahrtrichtung
seitlich ausfahrbar am Fahrzeugchassis (10) gelagert sind und so aus einer ausgefahrenen, das Auf- und
Abladen ermöglichenden Ladestellung in eine der Fahrzeuglängsachse nähere Bereitschaftsstellung
überführbar sind.
4. Fahrzeug nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der hinteren Stützen (8; 9) der Tragrahmen (11) an einem Mittelträger (58) in
Richtung der Längserstreckung des Fahrzeugs verschiebbar gelagert ist, der seinerseits an quer zur
Längserstreckung verschiebbaren, jeweils von den oberen Enden der hinteren Stützen (8; 9) quer zur
Fahrtrichtung nach innen sich erstreckenden Tragarmen (55) gelagert ist.
5. Fahrzeug nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelträger (58) aus einem
Kastenprofil gebildet ist. in dem die Tragarme (55) teleskopisch ausfahrbar gelagert sind.
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