DE2656843C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A44—HABERDASHERY; JEWELLERY
- A44C—PERSONAL ADORNMENTS, e.g. JEWELLERY; COINS
- A44C7/00—Ear-rings; Devices for piercing the ear-lobes
Landscapes
- Adornments (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Gerätesatz der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art.
Die Popularität von Ohrringen, die als Schmuckgegenstände
getragen werden, hat in den letzten Jahren zur Entwicklung
vieler Vorrichtungen geführt, mit denen man das Ohrläppchen
durchstechen kann, so daß eine bleibende Öffnung im Ohrläppchen
entsteht, in der ein Ohrring befestigt werden kann.
Viele dieser Vorrichtungen sind als medizinische Werkzeuge
ausgebildet und werden von Ärzten benutzt, die das Ohrläppchen
bei hygienischen Bedingungen in ihrer Praxis perforieren.
Solche Vorrichtungen werden aber auch oft in Juweliergeschäften
und in sonstigen einschlägigen Handelsfirmen benutzt,
um den Absatz von Ohrringen zu vergrößern. Trotzdem
kann mit den meisten dieser Vorrichtungen die Keimfreiheit
der Stechwerkzeuge während der Verpackung, der Handhabung
und der Anwendung nicht gewährleistet werden, so daß Infektionen,
Leberkrankheiten u. ä. bei der behandelten Person die
Folge sind. Obwohl bereits Vorrichtungen vorgeschlagen
wurden, die eine Verschmutzung des Werkzeugs während der
Lagerung, der Handhabung und des Einsatzes vermeiden, sind
auch sie infolge der unnatürlichen, komplizierten und oft
auch umständlichen Handhabung beim Perforieren eines Ohrläppchens
nicht völlig zufriedenstellend.
Es ist bereits ein Gerätesatz der im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten Art bekannt (DE-AS 10 98 756), bei
welchem die beim Stechvorgang bzw. danach mit der Stechwunde
in Berührung kommenden Teile, insbesondere also das
Stechwerkzeug und gegebenenfalls ein auf die Spitze eines
zum Verbleib im Ohrläppchen bestimmten Stechwerkzeuges
aufsetzbares Sicherungselement, jederzeit einer Berührung
durch die Hände der Bedienungsperson zugänglich sind, so
daß ihre Sterilität nicht gewährleistet ist. Außerdem ist
auch die Handhabung des Gerätesatzes unpraktisch, da vor
jedem Stechvorgang ein Stechwerkzeug gegebenenfalls ausgepackt
und von Hand auf die Druckstange aufgesetzt, nach dem
Stechvorgang das Sicherungselement auf die Spitze des Stechwerkzeuges
aufgesteckt werden muß.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Gerätesatz der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, bei
dem die Sterilität aller beim Stechvorgang bzw. danach mit
der frischen Stechwunde in Berührung kommenden Teile, insbesondere
das Stechwerkzeug und gegebenenfalls ein nach dem
Stechvorgang auf die Spitze des Stechwerkzeuges aufsetzbares
Sicherungselement, gewährleistet ist und welches
einfach in der Handhabung ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen
des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmale gelöst.
Das Stechwerkzeug wird vom Hersteller unter Wahrung der
Sterilität in eine Werkzeugpatrone gesteckt, die ihrerseits
in ein Patronengehäuse geladen wird. Das Kolbengerät ist
so ausgebildet, daß es das gesamte Patronengehäuse aufnehmen
kann, derart, daß das Stechwerkzeug zum Kolben ausgerichtet
ist. Bei Betätigung des Kolbens tritt dieser in
das Patronengehäuse ein und schiebt die Patrone gegen das
Ohrläppchen, um dieses zwischen der Patronenmündung und
dem Widerlager einzuspannen. Da die Werkzeugpatrone im
Patronengehäuse aufgenommen war, ist die Patronenmündung
steril. Bei weiterer Betätigung des Kolbens tritt dieser
in die Werkzeugpatrone ein und drückt das bis dahin steril
verpackte Stechwerkzeug aus der Patrone hinaus und durch
das Ohrläppchen. Keines der mit der Stechwunde in Berührung
kommenden Teile war vorher einer Berührung durch die Hand
der Bedienungsperson ausgesetzt. Diese hat nur das Patronengehäuse
in das Kolbengerät einzusetzen, ohne daß sie
auf besondere Sauberkeit der Hände achten muß. Nach dem
Stechvorgang wird das Patronengehäuse gegen ein neues gewechselt,
so daß auch die Handhabung sehr einfach ist.
Falls ein Sicherungselement auf das im Ohrläppchen verbleibende
Stechwerkzeug aufgesetzt werden soll, so kann auch
dieses in einer Ausgestaltung der Erfindung steril in einer
Sicherungselementenpatrone aufgenommen sein, die ebenfalls
in das Kolbengerät einsetzbar ist, derart, daß sich das
Sicherungselement in korrekter Ausrichtung zum Stechwerkzeug
befindet und von diesem nach dem Durchstich selbsttätig
aufgenommen wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden
anhand der Figuren beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Gerätesatzes bzw. einer Vorrichtung
nach der Erfindung,
Fig. 2 den Schnitt 2-2 aus Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Patrone und eines Stechwerkzeugs,
Fig. 4 den Schnitt 4-4 aus Fig. 3,
Fig. 5 den Schnitt 5-5 aus Fig. 2,
Fig. 6 und 7 Seitenteilschnitte zur Darstellung der
Funktionsweise der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung,
Fig. 8 den Schnitt 8-8 aus Fig. 7,
Fig. 9 einen Seitenteilschnitt der Vorrichtung nach dem
Durchstechen eines Ohrläppchens,
Fig. 10 eine perspektivische Teilansicht einer anderen Ausführungsmöglichkeit
eines Teils der Vorrichtung,
Fig. 11 den Schnitt 11-11 aus Fig. 10,
Fig. 12 den Schnitt 12-12 aus Fig. 10,
Fig. 13 den Schnitt 13-13 aus Fig. 12,
Fig. 14 eine perspektivische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung nach der
Erfindung,
Fig. 15 den Schnitt 15-15 aus Fig. 14,
Fig. 16 den Schnitt 16-16 aus Fig. 14,
Fig. 17 den Seitenteilschnitt 17-17 aus Fig. 14,
Fig. 18 einen Teil der Vorrichtung nach Fig. 14,
Fig. 18a einen Teilschnitt 18 A-18 A nach Fig. 18,
Fig. 19 den Schnitt 19-19 nach Fig. 17,
Fig. 20 den Schnitt 20-20 aus Fig. 22,
Fig. 21 einen Seitenteilschnitt 21-21 aus Fig. 17,
Fig. 22 den Schnitt 22-22 aus Fig. 17 und
Fig. 23 eine perspektivische Darstellung einesTeils
der in Fig. 14 gezeigten Vorrichtung.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung 10 zur Perforation des
Ohrläppchens dargestellt. Diese umfaßt ein Kolbengerät
11, in dem ein Patronengehäuse 12 befestigt
ist. Das Patronengehäuse 12 dient zur Aufnahme einer
Werkzeugpatrone 13, die in Fig. 1 strichpunktiert
dargestellt ist.
Wie aus Fig. 3 und 4 hervorgeht, besteht die Patrone 13
aus zwei symmetrischen Hälften 15 a und 15 b, die an einer
scharnierartigen Verbindungsstelle 24 zusammengeklappt
werden können und somit eine Kammer 16 zur Aufnahme eines
Steckwerkzeugs 18 bilden. Dieses Stechwerkzeug 18 besteht
aus einem erweiterten Endteil, hier einer Kugel 18′, von der ein Stechstift 19 absteht,
der eine scharfe Spitze 20 hat. Die symmetrischen Hälften
haben längliche Kanäle 22, die eine längliche Öffnung bilden
den, deren Breite etwas kleiner als der Durchmesser des Stechstiftes ist,
so daß dieser beim Zusammenklappen und Bilden der Patrone
13 darin festgehalten wird. Wie aus Fig. 6 hervorgeht,
werden durch das Zusammenklappen der beiden Hälften
15 a und 15 b feine Schlitze 25 gebildet, die praktisch
über die gesamte Länge der Patrone beiderseits verlaufen
und ein Durchdrücken der Kugel 18′ durch die längliche
Öffnung in noch zu beschreibender Weise ermöglichen. Die
Hälften 15 a und 15 b haben ferner ringförmige Wandungen
vergrößerten Durchmessers, die eine Kante 26 bilden, die
zusammen mit dem Patronengehäuse 12 eine noch zu beschreibende
Funktion erfüllt. Ferner bilden Ringwanderungen 27
vergrößerten Durchmessers eine kreisrunde rückwärtige Öffnung 23, die
auf die vordere längliche Öffnung 22 zentrisch ausgerichtet ist. Ein
steriles Stechwerkzeug wird in eine der Hälften eingelegt,
dann werden beide Hälften längs der scharnierartigen Verbindung
24 zusammengefaltet und bilden die Werkzeugpatrone.
Da diese so bemessen ist, daß sie das Stechwerkzeug vollständig
umgibt, bildet sie eine erste sterile Verpackung
für das Stechwerkzeug während der Handhabung, der
Lagerung und des Einsatzes und ermöglicht ferner einen
Einschluß des Werkzeugs mit minimalem Bedienungsaufwand.
Die Handhabung und Lagerung der Patrone, ohne die Sterilität
des Werkzeugs zu gefährden, wird ferner durch die
Anordnung zweier Patronen 13 in Kammern 30 gewährleistet,
die im Patronengehäuse 12 vorgesehen sind. Das Patronengehäuse
12, das in Fig. 6, 7 und 9 besonders dargestellt
ist, umfaßt zwei zylindrische Kammern 30, die eine erste Gehäuseöffnung
28 zum Einsetzen der Patrone und eine zweite,
kleinere Gehäuseöffnung 29 haben, die durch einen ringförmigen Anschlag
oder Flansch 31 gebildet ist, der an der Kante der Patrone
während eines Stechvorganges anliegt. Dadurch wird verhindert,
daß die Patrone vollständig ausgestoßen wird. Das
Patronengehäuse 12 wird mit darin vorhandenen Patronen
13 in einem (nicht dargestellten) sterilen Behälter
verpackt, um die Keimfreiheit der Stechwerkzeuge während
der Lagerung und der Handhabung vor dem Einsatz beizubehalten.
Das Patronengehäuse 12 hat ferner integral
angeformte seitliche Flansche 32, die in Aussparungen 36
der Kolbenvorrichtung 11 eingeschoben und gehalten
werden können und als lösbare Befestigung dienen.
Das Kolbengerät 11 hat einen zentralen Geräteteil 34 mit einer
Büchse 34′ zur Aufnahme des Patronengehäuses 12 sowie
mit seitlichen Haltewänden 35, die die bereits erwähnten
Aussparungen 36 bilden. Die Büchse 34′ endet in einer
Anlageplatte 44 für das Ohrläppchen, die eine Aussparung
45 aufweist. Das Kolbengerät 11 hat ferner eine Betätigungsvorrichtung
für den Kolben mit einem Federmechanismus 40, der durch ein Betätigungselement
43 gespannt werden kann. Er verschiebt einen Kolben 42, wenn
das Betätigungselement in die Halterung 34 hineingedrückt
wird. Der Federmechanismus 40 ist mit einem Spiel versehen,
so daß der Kolben 42 durch eine Führungskammer
48 aus einer Ruhestellung in eine erste, teilweise verlagerte
Stellung verschoben werden kann, wonach ein
größerer Druck auf das Betätigungselement 43 den Kolben
in eine zweite, vollständig verlagerte Stellung bringt.
Bei Freigabe des Betätigungselementes 43 wird der Kolben
durch den Federmechanismus 40 in seine Ruhestellung
zurückgeführt. Die Büchse 34′ und die seitlichen Haltewände
35, die die Aussparungen 36 aufweisen, bewirken
eine Ausrichtung einer der Patronengehäusekammern 30
auf den Kolben. Der Kolben 42 hat ferner einen Teil 49
veringerten Durchmessers in seiner Mitte. Die übrigen
Teile des Kolbens haben an jedem Ende einen Durchmesser,
der größer als der Durchmesser der Öffnung 23 in der
Patrone 13 ist. Die Bedeutung dieses Merkmals wird im
folgenden noch beschrieben.
In Fig. 6 bis 9 ist die Funktion des Gerätesatzes
10 dargestellt. Ein steriles Patronengehäuse
12 wird aus dem (nicht dargestellten) sterilen Behälter
herausgenommen und in die Aussparung 36 des Kolbengerätes
11 eingesetzt. Die Anlageplatte 44 wird hinter
ein Ohrläppchen 47 gebracht. Danach wird das Betätigungselement
43 leicht gedrückt, um jegliches Spiel zu
beseitigen und den Kolben 42 in Richtung des in Fig. 6
gezeigten Pfeils aus einer Ruhestellung in die erste, teilweise
verlagerte Stellung zu bringen. Diese Bewegung des
Kolbens 42 in die erste Stellung bewirkt den Eintritt des
Kolbens in die Gehäusekammer 30. Da der Durchmesser des
Kolbens 42 größer als die zweite Öffnung 23 in der
Werkzeugpatrone 13 ist, wirkt der Kolben auf die Wände 27 der
Patrone 13 ein und bewirkt eine Verlagerung der Patrone
in seiner eigenen Bewegungsrichtung, bis die Kante 26
der Patrone 13 den Anschlag 31 des Patronengehäuses 12
berührt, in der die Öffnung verringerten Durchmessers
vorgesehen ist. Wie aus Fig. 6 hervorgeht, wird durch die
Verlagerung der Patrone 13 in Kontakt mit dem Anschlag 31
jegliches Spiel an dem Betätigungselement beseitigt und
die Patrone so positioniert, daß sie teilweise aus dem
Gehäuse hervorsteht, so daß der die längliche Öffnung
bildende Teil der Patrone auf die genaue Position an
einem zu perforierenden Ohrläppchen ausgerichtet werden
kann. Danach wird das Betätigungselement 43 fest gedrückt,
so daß der Kolben 42 aus der ersten Stellung in eine
vollständig verlagerte Stellung gebracht wird und in die Öffnung
23 der Patrone 13 eintritt. Er berührt die Kugel 18′
des Stechwerkzeugs 18 und drückt diese durch die längliche
Öffnung, so daß die Öffnung längs der Feinschlitze 25
sich erweitert. Die längliche Öffnung führt somit die
Kugel und damit das Stechwerkzeug, wodurch der Kolben
die scharfe Spitze des Stechwerkzeugs in das Ohrläppchen
eindrücken kann. Das Stechwerkzeug kommt in eine
Ruhelage, wenn seine Spitze aus der anderen Seite des
Ohrläppchens in den Raum hineinragt, der durch die
Aussparung in der Anlageplatte gebildet wird, wie in Fig. 7
gezeigt.
Wie gleichfalls aus Fig. 7 hervorgeht, ist am Ende des
Stechvorgangs der Teil des Kolbens mit verringertem Durchmesser
teilweise in der Patrone angeordnet. Bei Freigabe
des Betätigungselements führt der Federmechanismus 40
den Kolben und das Betätigungselement in die Ruhelage
zurück. Der Teil des Kolbens mit verringertem Durchmesser
wird bei der Rückführung in die Ruhelage mit dem
inneren Teil der Ringwandung 27 ausgerichtet, so daß
damit eine Rückführung der Patrone in das Patronengehäuse
erfolgt. Danach wird das Patronengehäuse aus der
Vorrichtung entnommen, gedreht und erneut eingesetzt, wobei die andere
Kammer auf den Kolben ausgerichtet wird und das andere
Ohrläppchen durchstochen werden kann.
In Fig. 10 bis 13 ist eine Stiftsicherungsvorrichtung 50
dargestellt, die an der Perforationsvorrichtung nach der
Erfindung verwendet werden kann. Diese Sicherungsvorrichtung
umfaßt eine Sicherungselementenpatrone 51, in der ein
Sicherungselement 52 lösbar befestigt ist. Dieses wird automatisch
mit dem Stechstift des Stechwerkzeugs beim Durchstechen
des Ohrläppchens verbunden, ohne daß die Keimfreiheit
beider Teile beeinträchtigt wird.
Die Sicherungspatrone 51 ist ein längliches Element mit
zwei Aufnahmen 55, die jeweils an einer Rückwand 57
enden. Jede Aufnahme enthält vier längliche Rippen
56, an denen das Sicherungselement 52 in Anlage an
der Rückwand 57 befestigt werden kann. Zwei flexible
Befestigungslaschen 59 gehen von der Patrone aus und
enden in umgebogenen Füßen 60. Die Länge der Laschen
59 zwischen den Füßen 60 und der Rückand 57 der
Patrone ist so bemessen, daß die Sicherungselementenpatrone 51 in
der Öffnung 45 der Anlageplatte 44 verankert wird. Die
Aufnahmen 55 und die Laschen 59 sind so angeordnet,
daß für jede von zwei möglichen Stellen der Sicherungselementenpatrone
das Sicherungselement 52 auf den Stechstift 19 des
Stechwerkzeugs ausgerichtet ist. Jedes Sicherungselement 52 hat eine
Senkbohrung 61, deren Durchmesser so bemessen ist, daß
der Stechstift 19 des Stechwerkzeugs in sie paßt. Die
Senkbohrung der Führung hat eine angesenkte Öffnung.
Diese Öffnung begünstigt die Einführung der Spitze 20
des Stechstiftes 19 in das Sicherungselement, 52, wie noch
beschrieben wird.
Die Sicherungsvorrichtung unterstützt den vorstehend
beschriebenen Vorgang der Perforation des Ohrläppchens
und garantiert ferner die sterile Handhabung, Lagerung
und Anwendung beim Durchstechen eines Ohrläppchens.
Entsprechend sind in der Sicherungselementenpatrone 51 zwei Sicherungselemente
52 angeordnet, und sie ist in demselben sterilen Behälter
(nicht dargestellt) wie das Patronengehäuse verpackt.
Nach dem Einsetzen des Patronengehäuses 12 in die Vorrichtung
werden die Laschen der Sicherungselementenpatrone in der
Aussparung 45 an der Anlageplatte 44 verankert. Der
Stechvorgang wird dann in der bereits beschriebenen Weise
durchgeführt und endet damit, daß der Stechstift 19 des
Stechwerkzeugs 18 in die Senkbohrung 61 des Sicherungselementes 52
eintritt und wegen des darin vorgesehenen Paßsitzes das Sicherungselement 52
an dem Stechstift 19 verankert wird. Nachdem die geleerte
Patrone in bereits beschriebener Weise vollständig in das
Patronengehäuse zurückgeführt ist, wird das Kolbengerät
aus dem Bereich des Ohres entfernt, wobei das Sicherungselement
52 an dem Stechwerkzeug verankert ist. Dadurch wird es
von der Sicherungselementenpatrone entfernt. Danach werden das
Patronengehäuse und die Sicherungselementenpatrone wieder eingesetzt,
wobei ihre anderen Kammern die gefüllte Werkzeugpatrone
und das Sicherungselement in ausgerichteter Stellung aufnehmen, so
daß dann das andere Ohrläppchen durchstochen werden kann.
In Fig. 14 bis 23 ist eine Vorrichtung zur Perforation
des Ohrläppchens dargestellt, bei der andere Ausführungsbeispiele
des Patronengehäuses, der Werkzeugpatrone und
der Stiftsicherung vorgesehen sind. Mit den Ausführungsbeispielen
nach Fig. 1 bis 13 übereinstimmende Elemente sind
mit denselben Bezugszeichen versehen. Wie aus Fig. 14
hervorgeht, kann eine Werkzeugpatrone 70 in ein Patronengehäuse
72 eingesetzt werden. Diese Teile werden zusammen
mit einer Sicherungsvorrichtung 74 und dem Kolbengerät
11 in derselben Weise zur sterilen Ohrläppchenperforation
eingesetzt, wie es bereits beschrieben wurde.
In Fig. 18, 18a und 19 besteht die Werkzeugpatrone 70 aus
zwei symmetrischen Hälften 75 a und 75 b, die längs
scharnierartiger Verbindungen 76 zusammengeklappt werden
können und dann ein Gehäuse zur Aufnahme eines Stechwerkzeugs
18 bilden. Die scharnierartigen Verbindungen 76 schließen
eine Öffnung 76′ ein. Die symmetrischen Hälften haben
längliche Kanäle 77, die eine längliche Öffnung bilden,
deren Breite ungefähr derjenigen des Stiftes 19 entspricht,
so daß dieser darin nach Zusammenlegen der
Patrone 70 gehalten wird. Zapfen 78 a und 78 b in den Hälften
75 a und 75 b dienen zur Positionierung der Kugel 18′ des
Werkzeugs 18 in der Patrone. Beide Hälften 75 a und 75 b
haben einander gegenüberliegende Laschen 81 a und 81 b.
Die Laschen 81 b haben Vorsprünge 79, die Laschen 81 a
entsprechende Öffnungen 80, die als Kopplungselemente dienen. Die Vorsprünge 79 werden
in den Öffnungen 80 beim Zusammenfalten der beiden Hälften
bzw. bei der Bildung der Patrone 70 befestigt. Die Hälften
75 a und 75 b haben ferner halbkreisförmige Wandungen 83, die
eine kreisrunde Öffnung 84 bilden, welche zentrisch auf
die Öffnung ausgerichtet ist, die durch die Kanäle 77 der
fertigen Patrone eingeschlossen wird. Ein steriles Werkzeug
kann zwischen die beiden Hälften in die Öffnung 76′
eingelegt werden, und die beiden Hälften werden dann längs
der scharnierartigen Verbindung 76 zusammengeklappt,
wodurch die Patrone entsteht. Die scharnierartigen Verbindungen
76 sind durch Teile verringerter Dicke gebildet,
wie es in Fig. 18a dargestellt ist. Dadurch wird das Zerbrechen
dieser Teile beim Durchstechen des Ohrläppchens
erleichtert. Die Vorsprünge 78 a und 78 b gewährleisten,
daß das Werkzeug 18 in der Patrone so positioniert wird,
daß die Spitze 20 des Stiftes mit der Öffnung 76′ am Ende
der länglichen, durch die Kanäle 77 gebildeten Öffnung
abschließt.
Wie aus Fig. 16 und 17 hervorgeht, enthält das
Patronengehäuse 72 zwei zylindrische Kammern 86, die über ihre
Länge gleichmäßig ausgebildet sind und eine Öffnung 87
verringerten Durchmessers aufweisen, welche durch einen
Ringflansch 88 gebildet ist. Auf diesen wirken die Laschen
der Werkzeugpatrone während eines Durchstechvorganges ein,
wodurch verhindert wird, daß die Patrone vollständig herausgeschoben
wird. Jede Kammer 86, die in der Kammer einander
gegenüberliegen und Führungen zur Aufnahme der Laschenteile
der Werkzeugpatronen über die Länge der Kammer bilden.
Zusätzlich können weitere nach innen gerichtete Vorsprünge 90
vorgesehen sein, die die Positionierung der Werkzeugpatrone
70 in der Gehäusekammer erleichtern. Das Patronengehäuse
72 wird mit einer darin vorhandenen Werkzeugpatrone 70 in
einem sterilen Behälter (nicht dargestellt) verpackt, um
die Keimfreiheit der Stechwerkzeuge während der Lagerung
und der Handhabung vor dem Perforationsvorgang aufrechtzuerhalten.
Das Patronengehäuse 72 hat integral angeformte
seitliche Flansche 92, die in Aussparungen 36 des
Kolbengerätes 11 eingeschoben und gehalten werden.
In Fig. 14, 15, 17 und 20 bis 23 ist eine Stiftsicherung 74
dargestellt. Diese umfaßt eine Sicherungselementenpatrone 94 zur
lösbaren Halterung eines Sicherungselementes 95 in einer Stellung, die
eine automatische Befestigung an dem Stechstift des Stechwerkzeugs
während der Perforation des Ohrläppchens ermöglicht,
ohne daß ihre oder die Keimfreiheit des Stechwerkzeugs
beeinträchtig wird. Ferner ist eine automatische
Freigabe von der Sicherungselementenpatrone 94 durch den
Perforationsvorgang möglich.
In Fig. 14, 15 und 17 ist die Sicherungselementenpatrone 94
dargestellt. Sie hat eine längliche Anlagewand 97 mit
verstärkten kreisrunden Teilen 98, die rechteckförmige,
längliche Öffnungen 99 aufweisen, welche zur Aufnahme eines
Sicherungselementes 95 in noch zu beschreibender Weise dienen. Die
Anlagewand 97 umfaßt eine elliptische Querwand 97′, die
deren Umfang umgibt. Zwei flexible Befestigungslaschen
100 stehen von der Anlagewand 97 über die elliptische
Wand 97′ hinaus ab und enden in Füßen 101. Die Länge der
Laschen 100 zwischen den Füßen 101 und der Rückseite der
Anlagewand 97 der Sicherungselementenpatrone ist durch den Abstand
zwischen den Füßen und der Wand 97′ bestimmt. Dieser Abstand
ist so gewählt, daß die Sicherungselementenpatrone in der
Aussparungsöffnung der Anlageplatte 44 für das Ohrläppchen
verankert wird. Wie aus Fig. 20 und 22 hervorgeht, sind an
den in Längsrichtung mittleren Punkten der rechteckförmigen
länglichen Öffnungen 99 in der Anlagewand 97
Vorsprünge 103 vorgesehen, mit denen das Sicherungselement 95 in der
Sicherungselementenpatrone gehalten wird und die eine Entfernung
des Sicherungslementes während der Lagerung und der Handhabung der
Sicherungselementenpatrone verhindern.
Jedes Sicherungselement 95 hat eine Aussparung 105, die so bemessen
ist, daß ein Gleitsitz des Stechstiftes 19 des
Stechwerkzeugs möglich ist. Das Sicherungselement 95 besteht vorzugsweise
aus einem elastischen Metall oder Kunststoff und hat zwei
Verlängerungen 106, die jeweils einen eingekerbten Kanal
aufweisen. Jede Verlängerung 106 ist so umgebogen, daß
jeweils eine Umbiegung 109 mit der gegenüberliegenden
Umbiegung in Berührung steht und die eingekerbten Kanäle 107
eine Öffnung an der Berührungsstelle bilden, die koaxial
auf die Öffnung 105 ausgerichtet ist, jedoch einen
kleineren Durchmesser hat. Die Teile 108 einer jeden Umbiegung
109 gehen über die Berührungsstelle hinaus und divergieren
dann, wodurch eine Öffnung zur Aufnahme der Vorsprünge 103
gebildet ist, die in der Sicherungselementenpatrone gemäß Fig. 20
vorgesehen sind. Somit wird eine Entfernung des Sicherungselementes
95 aus der Sicherungselementenpatrone durch die Vorsprünge 103
verhindert, bis ein Stechstift in die mit den Kanälen 107
eingeschlossene Öffnung eintritt und die Umbiegungen 109
in die in Fig. 20 gestrichelte Lage auseinanderdrückt.
Dadurch geben die Teile 108 des Sicherungselementes 95 die
Vorsprünge 103 frei und ermöglichen ein leichtes Entfernen
der Sicherungselementenpatrone.
Die in Fig. 14 bis 23 dargestellte Perforationsvorrichtung
arbeitet folgendermaßen. Ein steriles Patronengehäuse 72
mit darin vorhandenen Werkzeugpatronen 70 wird aus dem
sterilen Behälter (nicht dargestellt) entnommen und in
die Aussparungen 36 des Kolbengerätes 11 eingesetzt.
Ferner wird die Sicherungselementenpatrone 74 mit darin angeordneten
Sicherungselementen 95 aus demselben sterilen Behälter entnommen und
im Kolbengerät so angeordnet, daß die Laschen 100
in der Aussparung 45 der Anlageplatte 44 für das Ohrläppchen
verankert werden. Danach werden die Anlageplatte 44 und die
Sicherungselementenpatrone 74 hinter einem Ohrläppchen in der in
Fig. 17 gestrichelt dargestellten Stellung angeordnet.
Dann wird das Betätigungselement 43 des Kolbengerätes
leicht gedrückt, um das Spiel zu beseitigen und den Kolben
42 in der in Fig. 17 und 21 gezeigten Pfeilrichtung aus
einer Ruhestellung in die erste, teilweise verlagerte
Stellung zu bringen. Wie bei dem zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispiel wird dadurch der Kolben in die
Patronengehäusekammer 86 eingeführt und wirkt auf die halbkreisförmigen
Wandungen 83 der Werkzeugpatrone 70, welche die
Öffnung 84 bilden, ein. Dadurch wird eine Verlagerung der
Werkzeugpatrone in derselben Richtung bewirkt, bis die
Lasche der Werkzeugpatrone den Anschlag 88 des Patronengehäuses,
welcher die Öffnung 87 verringerten Durchmessers
bildet, berührt. Die Verlagerung der Werkzeugpatrone in
Kontakt mit dem Anschlag 88 entfernt jegliches Spiel von
dem Betätigungselement und positioniert die Patrone so,
daß sie teilweise aus dem Patronengehäuse in bereits
beschriebener Weise herausragt, so daß die längliche
Patronenöffnung, die den Stechstift 19 des Stechwerkzeugs
führt, auf die genaue Stelle des Ohrläppchens, die durchstochen
werden soll, ausgerichtet werden kann. Danach wird
das Betätigungselement 43 des Kolbengerätes fest
gedrückt, wodurch der Kolben 42 weiter aus der ersten
Stellung in eine vollständig verlagerte Stellung gebracht
wird und in die Öffnung 23 der Werkzeugpatrone eintritt.
Er berührt die Kugel 18′ des Werkzeugs 18 und drückt sie
durch die Öffnung 76′, die durch die Scharnierverbindung
76 gebildet ist. Zunächst wird der Stechstift 19 durch
die Öffnung 76′ in das Ohrläppchen 47 gedrückt. Wenn die
Kugel 18′ des Werkzeugs in den schmaleren Teil der Patrone
eintritt, werden die scharnierartigen Verbindungen 76 durch
die Krafteinwirkung der Kugel auf die Patronenhälften 75 a und
75 b zerbrochen und ermöglichen eine Ausdehnung, so daß
das Werkzeug weiter aus der Patrone in das Ohrläppchen
durch die Kraft des Kolbens 42 verschoben werden kann.
Wenn der Werkzeugstift aus der Hinterseite des Ohrläppchens
47 austritt, gelangt er in die Öffnung 105 des Sicherungselementes
95 und danach in die enge Öffnung, die durch die
Umbiegungen 109 gebildet ist. Die elastischen Eigenschaften
der Umbiegungen ermöglichen deren Auseinanderdrücken
in der in Fig. 21 gezeigten Weise. Wie aus Fig. 21 hervorgeht,
ist am Ende des Durchstechvorganges das
Werkzeug vollständig aus der Patrone 70 herausgeführt und
durch das Ohrläppchen 47 gedrückt. Es ist dann in den
Öffnungen des Sicherungselementes 95 befestigt. Bei Freigabe
des Drucks auf den Kolben 43 führt der Federmechanismus
40 den Kolben in die Ruhestellung und gleichzeitig damit
führt der dünnere Teil des Kolbens 42 die leere Werkzeugpatrone
in die Patronengehäusekammer. Bei Entfernung des
Kolbengerätes von dem Ohrläppchen 47 bleibt das Sicherungselement
an dem Stechstift 19 gefestigt und kann leicht von
der Sicherungselementenpatrone freigegeben werden, da durch das
Auseinanderdrücken der Umbiegungen 109 durch den
Werkzeugstift ein Abstand der Vorsprünge 103 verbleibt und das
Sicherungselement an dem Werkzeugstift gehalten wird, wenn das
Kolbengerät aus der Durchstechposition entfernt
wird. Wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
werden danach das Patronengehäuse und die Sicherungselementenpatronen
von dem Kolbengerät entfernt und wieder so eingesetzt,
daß die Kammern mit einer gefüllten Werkzeugpatrone
und einer Sicherungsvorrichtung so angeordnet sind, daß das andere
Ohrläppchen durchstochen werden kann.
Es ist darauf hinzuweisen, daß der Gerätesatz
eine Verpackung, Lagerung, Handhabung und Anwendung eines
Stechwerkzeugs und seines Sicherungselementes ohne die Gefahr des
Verlustes der Keimfreiheit ermöglichen. Ferner müssen
als einzige Teile nach dem Perforieren die Werkzeugpatrone, das
Patronengehäuse und die Sicherungselementenpatrone weggeworfen werden,
da die Vorrrichtung jeweils erneut mit neuen, steril verpackten
Werkzeugpatronen, Patronengehäusen und Sicherungsvorrichtungen
eingesetzt werden kann. Das Stechwerkzeug
kann somit als ein Übungs- oder Dauerwerkzeug ausgenutzt
werden und kann getragen werden, bis das Loch im Ohrläppchen
endgültig ausgebildet ist. Danach können andere
Ohrringe eingesetzt werden.
Es ist ferner darauf hinzuweisen, daß einer der Vorteile
der Erfindung darin besteht, daß als Stechwerkzeug ein
Schmuckstück mit einer runden Kugel eingesetzt werden kann.
Die Konfiguration der Werkzeugpatrone, der längliche Kanal
zur Lagerung des Stechstiftes des Werkzeugs und die Art,
in der die Werkzeugpatrone auseinandergedrückt wird, wenn
die Perforation durchgeführt wird, ermöglicht eine genaue
Führung des runden Kugelteils des Werkzeugs durch
die länglichen Kanäle und damit eine Führung des
Stechstiftes in das Ohrläppchen. Mit einer Vorrichtung nach
der Erfindung können also auch zum Tragen bestimmte
Ohrringe in das Ohrläppchen eingedrückt werden.
Das Stechwerkzeug, die Werkzeugpatrone und das
Patronengehäuse sowie die Sicherungselementenpatrone einschließlich
der Sicherungselemente müssen nicht sterilisiert werden, bevor
sie in den sterilen Behälter eingegeben werden. Ferner
kann der Behälter für das zusammengelegte Patronengehäuse
und die Sicherungselementenpatrone vorgesehen und mit
gasdurchlässigem Band abgedichtet werden. Danach kann
steriles Gas in den Behälter eingeführt werden, um das
Werkzeug und die Sicherungsvorrichtung zu sterilisieren und zu
gewährleisten, daß diese Teile während der Lagerung, der
Handhabung und des Einatzes steril gehalten werden.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, ferner können alle
beschriebenen Merkmale einzeln oder in beliebiger Zusammenfassung
erfindungswesentlich sein.
Claims (29)
1. Gerätesatz zum Perforieren von Ohrläppchen, umfassend ein
Kolbengerät mit einem in Stechrichtung geführten Kolben und
einem Widerlager für das Ohrläppchen, sowie ein gegebenenfalls
zum Verbleib am Ohrläppchen bestimmtes Stechwerkzeug
mit einem Stechstift und einem Endteil von vergrößerter
Querschnittsfläche, wobei das Stechwerkzeug in Flucht mit
dem Kolben positionierbar und durch den Kolben in Richtung
auf das Widerlager vorschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kolbengerät (11) unter Verwendung eines Patronengehäuses
(12; 72) zur Halterung und axialen Festlegung einer
das Stechwerkzeug (18) einschließenden Werkzeugpatrone
(13; 70) in Flucht mit dem Kolben (42) ausgebildet ist,
wobei die Werkzeugpatrone (13; 70) mit einer rückwärtigen
Patronenöffnung (23; 84) für den Eintritt des auf den Endteil
(18′) einwirkenden Kolbens (42) und mit einer vorderen
länglichen Patronenöffnung (22; 76′) ausgeführt ist, welche
den Stechstift (19) führt und dem Endteil ( 18′) Durchtritt
gewährt und wobei die rückwärtige Patronenöffnung (23; 84)
im Querschnitt größer ist als die vordere Patronenöffnung
(22; 76′) und kleiner als der Endteil (18′) ist.
2. Gerätesatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kolbengerät (11) eine Betätigungsvorrichtung (40; 43)
für den Kolben (42) aufweist und daß das Patronengehäuse
(12) eine Vorrichtung (32) zur lösbaren Befestigung am
Kolbengerät (11) aufweist.
3. Gerätesatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Werkzeugpatrone (13; 70) durch eine rückwärtige Gehäuseöffnung
(28) in das Patronengehäuse (12; 72 ) einsetzbar
und durch eine vordere Gehäuseöffnung (29; 87) aus dem
Patronengehäuse (12; 72) bis zu einem Anschlag (31; 88)
ausschiebbar ist, wobei der Kolben (42) bei seiner Betätigung
zunächst mit seinem vorderen Ende gegen den Rand der
rückwärtigen Patronenöffnung (23; 84) einwirkt und nach der
Verschiebung der Werkzeugpatrone (13; 70) bis zum Anschlag
(31; 88) durch die rückwärtige Patronenöffnung ( 23; 84) unter
Aufweitung des Randes in die Werkzeugpatrone (13; 70)
eintritt und bei weiterer Verschiebung das Stechwerkzeug
(18) gegenüber der Werkzeugpatrone (13; 70) vorschiebt.
4. Gerätesatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (42) an einer mittleren Stelle seiner Länge
einen Teil (49) mit vermindertem Durchmesser aufweist, welcher
eine beim Rückgang des Kolbens (42) gegen den Rand
der rückwärtigen Patronenöffnung (23; 84) sich anlegende
Rückholschulter bildet.
5. Gerätesatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Werkzeugpatrone (13; 70) durch zwei
identisch ausgebildete Hälften (15 a; 15 b; 75 a, 75 b) gebildet
ist, die an einer scharnierartigen Verbindung (24; 76)
zusammenklappbar sind und dabei das Stechwerkzeug (18) unter
Bildung feiner Schlitze zwischen sich in ihrer Längsrichtung
umgeben, die ein Ausdehnen der vorderen Patronenöffnung
(22; 76′) beim Hindurchtreiben des vergrößerten Endteils (18′)
des Stechwerkzeugs (18) ermöglichen.
6. Gerätesatz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die scharnierartige Verbindung zwei Verbindungselemente
(76) aufweist, die am vorderen Ende der Werkzeugpatrone (70)
vorgesehen sind.
7. Gerätesatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungselemente (76) am vorderen Ende der Werkzeugpatrone
(70) so bemessen sind, daß sie beim Hindurchtreiben
des vergrößerten Teils (18′) des Stechwerkzeugs (18)
zerbrechen und somit ein Auseinanderbewegen der beiden Hälften
(75 a, 75 b) längs der Schlitze ermöglichen.
8. Gerätesatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlager (44) zur lösbaren Aufnahme einer
Sicherungselementenpatrone (51; 94) ausgebildet ist, welche
ein Sicherungselement (52; 95) in Flucht mit dem in der Werkzeugpatrone
(12; 70) befindlichen Stechwerkzeug hält.
9. Gerätesatz nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kolbengerät (11) einen zentralen Geräteteil
(34), eine daran angeordnete rinnenförmige Büchse (34′)
zur lösbaren Aufnahme des Patronengehäuses (12; 72) und eine
integral an die Büchse (34′) angeformte, als Widerlager für
das Ohrläppchen dienende Anlageplatte (44) aufweist und daß
die Betätigungsvorrichtung (40; 43) ebenfalls an dem zentralen
Geräteteil angeordnet ist.
10. Gerätesatz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anlageplatte (44) mit einer Aussparung (45) für die lösbare
Aufnahme der Sicherungselementenpatrone (51; 94) versehen ist.
11. Gerätesatz nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch einen
Federmechanismus (40), der der Kolbenbewegung aus einer Ruhelage
in eine verlagerte Stellung entgegenwirkt und eine automatische
Rückführung des Kolbens (42) aus der verlagerten
Stellung in die Ruhelage bewirkt.
12. Gerätesatz nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch ein mit
dem Federmechanismus (40) gekoppeltes Betätigungselement (43),
das den Kolben (42) bei leichter Druckeinwirkung in eine Zwischenstellung
bringt und ihn bei größerer Druckeinwirkung in
die vollständig verlagerte Stellung bewegt.
13. Gerätesatz nach einem der Ansprüche 10 bis 12, gekennzeichnet
durch an der Sicherungselementenpatrone (51) vorgesehene Laschen
(59) zur lösbaren Befestigung der Sicherungselementenpatrone
(51) in der Aussparung (45) der Anlageplatte (44),
wobei die Ausrichtung des Sicherungselementes (52) auf den Kolben
(42) erfolgt.
14. Gerätesatz nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sicherungselement (52) zur Aufnahme des
Stechstiftes (19) eine Senkbohrung (61) aufweist, die eine
angefaste Öffnung (62) hat.
15. Gerätesatz nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sicherungselement (95) elastische Befestigungselemente (106)
zur lösbaren Befestigung an dem Stechstift (19) aufweist.
16. Gerätesatz nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sicherungselementenpatrone (94) Vorsprünge (103) aufweist,
die gemeinsam mit den elastischen Befestigungselementen (106)
eine lösbare Positionierung des Sicherungselementes (95) in
der Sicherungselementenpatrone (94) bewirken.
17. Gerätesatz nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sicherungselement (95) eine erste Durchtrittsöffnung (105)
zur anfänglichen Aufnahme des Stechstiftes (19) bei Herausbewegung
des Werkzeugs (18) aus der Werkzeugpatrone (70) aufweist,
daß die elastischen Befestigungselemente (106) eine
weitere Öffnung in Ausrichtung auf die erste Öffnung (105)
bilden und durch den Eintritt des Stechstiftes (19) elastisch
aufgeweitet werden, so daß sie die mit den Vorsprüngen (103)
bewirkte Halterung des Sicherungselements (95) in der Sicherungselementenpatrone
(94) freigeben.
18. Werkzeugpatrone zur Verwendung in einem Gerätesatz
nach einem der Ansprüche 1 bis 17, gekennzeichnet
durch zwei symmetrische Hälften (15 a, 15 b), die über eine
scharnierartige Verbindung (24) miteinander verbunden und
um diese zusammenlegbar sind, so daß sie ein Gehäuse (16)
zur einschließenden Aufnahme eines einen Stechstift (19) und einen Endteil
(18′) mit vergrößertem Durchmesser aufweisenden Stechwerkzeuges
(18) bilden.
19. Werkzeugpatrone nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Hälften (15 a, 15 b) einen die vordere Patronenöffnung
(22) bildenden länglichen Kanal formen, wobei der
Kanal den Stechstift (19) führt und eine kleinere Breite
als der vergrößerte Endteil (18′) des Stechwerkzeuges (18)
hat, und daß die beiden Hälften (15 a, 15 b) ferner eine zweite
rückwärtige Patronenöffnung (23) einschließen, die koaxial
mit der vorderen Patronenöffnung (22) angeordnet ist.
20. Werkzeugpatrone nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Hälften (15 a, 15 b) eine erweiterte Patronenkammer
einschließen, die zur Aufnahme und Führung des vergrößerten
Endteils (18′) des Stechwerkzeugs (18) dient.
21. Werkzeugpatrone nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die scharnierartige Verbindung (76) nahe der
vorderen Patronenöffnung (76′) angeordnet ist und aus Verbindungselementen
(76) verringerter Dicke besteht.
22. Werkzeugpatrone nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Hälften (75 a, 75 b) eine erweiterte Patronenkammer
zur Aufnahme des vergrößerten Teils (18′) des Stechwerkzeugs
(18) bilden und daß jede Hälfte (75 a, 75 b) in der
erweiterten Patronenkammer einen Vorsprung (78 a, 78 b) zur
Positionierung des vergrößerten Teils (18′) des Stechwerkzeugs
(18) innerhalb der Werkzeugpatrone (70) aufweist.
23. Werkzeugpatrone nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Hälften (75 a, 75 b) jeweils im Bereich der erweiterten
Patronenkammer seitliche Laschen (81 a, 81 b) aufweisen, die mit
Kopplungselementen (79, 80) zur Verbindung der beiden Hälften
(75 a, 75 b) versehen sind.
24. Patronengehäuse für eine Werkzeugpatrone nach
einem der Ansprüche 18 bis 23, gekennzeichnet
durch mindestens eine Kammer (30), die eine rückwärtige
Gehäuseöffnung (28) zum Einsetzen einer Werkzeugpatrone (13)
und eine vordere Gehäuseöffnung (29) aufweist, die so bemessen
ist, daß ein vollständiges Ausschieben der Werkzeugpatrone
(13) aus der Kammer (30) verhindert wird, und durch
eine Vorrichtung (32) zur lösbaren Befestigung des Patronengehäuses
(12) an der Kolbenvorrichtung (11).
25. Patronengehäuse nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammer (30) diametral einander gegenüberliegende
Führungselemente zur Aufnahme seitlich angeordneter Laschen
einer Werkzeugpatrone (13) aufweist, die die Positionierung
der Werkzeugpatrone (13) bei ihrer Längsverschiebung in der
Kammer (30) bewirken.
26. Sicherungselementenpatrone zur Verwendung in
einem Gerätesatz nach einem der Ansprüche 8 bis 17, gekennzeichnet
durch ein Einsatzelement (51) mit mindestens einer Aufnahme
(55, 99) zur Positionierung eines Sicherungselementes
(52, 95) und mit Befestigungsmitteln (59, 60; 100, 101) zur
lösbaren Befestigung des Einsatzelementes (51) am Gerätesatz (10).
27. Sicherungselementenpatrone nach Anspruch 26, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel als vom Einsatzelement
ausgehende, längliche, an ihren Enden in einen seitlich
abgebogenen Fuß (60, 101) auslaufende Laschen (59, 100)
ausgebildet sind.
28. Sicherungselementenpatrone nach einem der Ansprüche 26 und
27, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenwand der Aufnahme
(55) Längsrippen (56) zur Halterung des Sicherungselementes
(52) vorgesehen sind.
29. Sicherungselementenpatrone nach einem der Ansprüche 26 und
27, dadurch gekennzeichnet, daß in der Annahme (99) einander
gegenüberliegende Vorsprünge (103) zur Positionierung
des Sicherungselementes (95) vorgesehen sind, daß die Vorsprünge
(103) zum Klemmeingriff zwischen elastischen Befestigungselementen
(106) des Sicherungselementes (95) ausgebildet
sind, welche Befestigungselemente (106) ihrerseits
zur Befestigung des Sicherungselementes (95) an einem Stechstift
(19) dienen, wobei der Stechstift (19) nach Durchtritt
durch eine erste Öffnung (105) des Sicherungselementes (95)
durch eine zwischen den elastischen Befestigungselementen
(106) befindliche und durch diese definierte Spaltöffnung
hindurchtritt und dadurch die elastischen Befestigungselemente
(106) zur Freigabe der Vorsprünge (103) auseinanderspreizt.
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