DE2657596C2 - Mischkammersilo für Schüttgut - Google Patents

Mischkammersilo für Schüttgut

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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F25/00Flow mixers; Mixers for falling materials, e.g. solid particles
    • B01F25/80Falling particle mixers, e.g. with repeated agitation along a vertical axis
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F33/00Other mixers; Mixing plants; Combinations of mixers
    • B01F33/40Mixers using gas or liquid agitation, e.g. with air supply tubes
    • B01F33/4092Storing receptacles provided with separate mixing chambers

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Mischkammersilo für Schüttgut mit einem Hauptsiloraum, dem das Gut im oberen Bereich zuführbar ist, mit einer am Boden des Hauptsiloraums zentrisch angeordneten pneumatischen Mischkammer, die eine über einen Teil ihrer Höhe im wesentlichen senkrecht stehende Seitenwand aufweist mit einem Ringraum gebildet aus der im wesentlichen senkrecht stehenden Seitenwand der Mischkammer und der Wand des Hauptsiloraums, wobei der Ringraumboden belüftet ist, mit Öffnungen im unteren Bereich der Seitenwand der Mischkammer, durch die der Mischkammer das Gut aus dem Ringraum zuführbar ist, und mit einem Siloauslauf, der mit der Mischkammer verbunden ist.
Bekannte Mischeinrichtungen dieser Art (DE-PS 15 07 888, DE-AS 2121616) erzielen ausgezeichnete Mischergebnisse bei mäßigem Bau- und Betriebsaufwand, wenn durch sorgfältige Steuerung der Belüftung des Ringraumbodens im Hauptsiloraum ein gleichmäßig wechselnder Nachfluß des Materials aus dem Hauptsiloraum in die Mischkammer gewährleistet ist. Fehlt es an sorgfältiger Steuerung oder treten andere widrige Umstände ein, beispielsweise Fließhemmungen infolge Brückenbildung mit nachfolgenden Zusammenbrüchen, so tritt das Gut nicht ausreichend vorgemischt in die Mischkammer "ein. Insbesondere in Ländern mit häufig unzureichender technischer Vorbildung des Bedienungspersonals zieht man deshalb häufig Mischsysteme vor, die zwar aufwendiger in Bau und Betrieb sind, deren Steuerung weniger kompliziert ist und die daher leichter zu betreiben sind, nämlich beispielsweise Homogenisiersilos.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mischsilo der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Mischergebnis weniger empfindlich von der Steuerung der Belüftung des Ringraumbodens abhängt und das dennoch einen geringeren Bau- und Betriebsaufwand verlangt als Homogenisiersilos.
Der Lösungsgedanke besteht darin, daß man den Ringraum zwischen der Mischkammer und der diese umgebenden Wand des Hauptsiloraums so formt, daß er eine Art Zulaufkammer zu den Wandöffnungen der Mischkammer bildet, die einerseits einer geringeren Gefahr von Fließstörungen ausgesetzt ist und andererseits eine gewisse Abschirmung gegenüber Fließstörungen im darüber befindlichen Hauptsiloraum bietet Die erfindungsgemäße Lösung besteht daher darin, daß die vertikale Höhe des Ringraums mindestens ebenso groß ist wie seine radiale Weite in seinem oberen Bereich.
Die Wirkung dieser Maßnahme ist eine doppelte. — Erstens wird eine Änderung der Fließverhältnisse beim Übergang des Schüttguts aus dem Hauptsiloraum in den Ringraum bewirkt. Dies hat zur Folge, daß etwaige Pließstörungen sich schon beim Obergang vom Hauptsiloraum in den Ringraum auswirken, und nicht in unmittelbarer Nähe der Wandöffnungen der Mischkammer. Beispielsweise findet die Auflösung einer Brücke in der Regel statt, bevor der darunter im Ringraum befindliche Materialvorrat aufgezehrt worden ist, so daß keine Schwierigkeiten beim Nachfluß des Materials in die Mischkammer entstehen. — Zweitens können in dem Ringraum verhältnismäßig leicht günstige Fließverhältnisse aufrechterhalten werden, weil die Voraussetzungen für eine Belüftung des im Ringraum befindlichen Guts günstiger sind als im Hauptsiloraum." Insbesondere wird der Auflockerungseffekt der aus den Wandöffnungen der Mischkammer austretenden Luft besser genutzt.
Es ist nicht erforderlich, daß der gesamte radial außerhalb der Mischkammer befindliche Raum erfindungsgemäß ausgebildet wird, sofern nur ein wesentlicher Teil dieses Ringraums entsprechend gestaltetet ist. Wenn die Mischkammer beispielsweise aus einer zylindrischen Wandung und einem spitzkonischen Dach zusammengesetzt ist, braucht unter den Gesichtspunkten der Erfindung lediglich der zwischen der zylindrischen Mischkammerwand und der Außenwand des Silos befindliche Raum berücksichtigt zu werden, während der Teil radial außerhalb des spitzen Dachs der Mischkammer außer Betracht bleiben kann.
Im Vordergrund stehen diejenigen Formeigenschaften des Ringraums, die an der Bildung des Übergangs vom Hauptsiloraum in den Ringraum beteiligt sind. In der Definition des Erfindungsgegenstandes wird daher die Höhe des Ringraums auf diejenige radiale Weite bezogen, die dieser in seinem oberen Bereich, also in seinem Einlaufquerschnitt, besitzt. Entsprechend sind alle diejenigen Wandformen der Mischkammer als im wesentlichen senkrecht im Sinne der Erfindung zu betrachten, die so wenig gegenüber der Senkrechten geneigt sind, daß sie im Hinblick auf die Fließbedingungen, die das Gut einerseits im Hauptsiloraum und andererseits im Ringraum vorfindet, unterhalb der Übergangsgrenze vom Hauptsiloraum in den Ringraum liegen.
Man sieht leicht ein, daß auch die weitere Entwicklung der Weite des Ringraums unterhalb des Einlaufquerschnitts Bedeutung für die Gleichmäßigkeit
des Gutzulaufs zu den Wandoffnungen der Mischkammer besitzt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist daher die Höhe des betrachteten Teils des Ringraums mindestens 1,8- und vorzugsweise mindestens 2,5mal so groß wie seine mittlere radiale Weite.
Es ist zweckmäßig, daß sich der beirachtete Teil des Ringraums nach unten zu den Wandoffnungen der Mischkammer hin nur in schlanker Form verengt Der mittlere Verengungswinkel soll deshalb höchstens J5° sein. In diesem Zusammenhang ist unter dem mittleren Verengungbwinkel der Winkel zwischen zwei Geraden zu betrachten, die im Radialschnitt näherungsweise diejenigen Konturen ersetzen können, die den betrachteten Teil des Ringraums radial außen und radial innen begrenzen.
Um auch demjenigen Material, das über der Mischkammmer lagen, den Zufluß zu den Mischkammeröffnungen zu gestatten, können Abzugshilfen für dieses Material vorgesehen sein, die beispielsweise aus pneumatischen Förderrinnen, mechanischen Bewegungseinrichtungen auf der Mischkammerdecke gebildet sein können. Zweckmäßigerweise ist in der Mischkammerdecke eine öffnung oder mehrere Öffnungen zum Durchlaß eines Teils des Materials direkt in die Mischkammer vorgesehen.
Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, deren einzige Figur einen Radialschnitt durch ein Silo veranschaulicht.
Das Hauptsilo wird gebildet von der zylindrischen Wand 1, dem Boden 2 und der Decke 3, die mit Einrichtungen 4 für die die gleichmäßige Verteilung des zugeführten Guts versehen ist. Es enthält einen Hauptsiloraum 5 mit dem Durchmesser D. In der Regel wird der Hauptsiloraum 5 im Verhältnis zu seinem Durchmesser wesentlich höher ausgeführt sein, als in der Zeichnung dargestellt ist.
Zentrisch ist auf dem Siloboden eine Mischkammer 6 angeordnet, die von einer zylindrischen Wand 7 und einer flachen Decke 8 begrenzt ist und am Boden 2 mit einer Vielzahl von über den Umfang verteilten Wandoffnungen 9 versehen ist, durch die das Gut aus dem zwischen der Mischkammerwand 7 und der Silowand 1 befindlichen Ringraum 10 der Mischkammer 6 zufließen kann. Die Mischkammer hat einen Innendurchmesser c/und eine lichte Höhe h. ' An die Mischkammer ist eine Auslaufkammer 11 angeschlossen, aus der das gemischte und durch Belüftung fließfähige Gut durch Öffnungen »2 abgezogen wird.
Die Anlage kann in bekannter Weise betrieben werden, nämlich z.B. in der in der DE-PS 15 07 888 beschriebenen Weise.
Beim Übergang des Materials aus dem Hauptsiloraum 5 in den Ringraum 10 verengt sich der Fließquerschnitt beträchtlich. Schwierigkeiten, die sich dadurch ergeben könnten, spielen sich aber in relativ großer Entfernung von den Wandoffnungen 9 ab. Eine Unterbrechung des Materialflusses durch Brückenbildung und eine nachfolgende Druckwelle beim Zusammenstürzen der Brücke werden sich daher auf den Durchfluß des Guts durch die Wandoffnungen 9 in die Mischkammer 6 nicht oder jedenfalls in wesentlich geringe! em Maße als bei den bekannten Mischkammersilos auswirken.
Ferner ist einzusehen, daß die Fließverhältnisse in den Ringraum 10 durch Belüftung und durch die aus den Wandoffnungen 9 austretende Luft wesentlich leichter gleichmäßig und günstig zu beeinflussen sind als das zum Hauptsiloraum gehörige Gut im Umkreis bisher bekannter kleinerer Mischkammern, weil die Auflockerungsluft in dem Ringraum konzentrierter und gezielter wirkt
Dies erklärt, warum im Falle der Erfindung geringerer Steuerungsaufwand für die Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Gutzuführung zur Mischkammer erforderlich ist bzw. eine geringere Störung des Mischkammerbetriebs durch Fließschwierigkeiten im Hauptsiloraum zu befürchten ist.
Die in der Zeichnung im Bereich des Ringraums dargestellten Maßverhältnisse können als maßstabsgetreu für eine bevorzugte Ausführung angesehen werden. Das Verhältnis der Durchmesser liegt nämlich bei optimaler Ausführung im Bereich von
d/D = 0,35-0,4-0,55-0,65,
wobei der durch die unterstrichenen Werte angegebene Bereich der bevorzugte ist. Für die lichte Höhe h der Mischkammer, die etwa dieselbe ist wie die Höhe des Ringraums 10, gelten die Vorzugswerte:
h/D = 0,4 -_O5_- 07_- ,8.
Auch hier bezeichnen die unterstrichenen Werte den bevorzugten Bereich.
Daraus ergeben sich unter Vernachlässigung der Wanddicke der Mischkammer ein Verhältnis von Höhe zu radialer Weite des Ringraums von:
S = 1,5 - 1,7 - 3,1 - 3,6.
Diese Werte gelten für das Höhen/Weiten-Verhältnis bezogen auf die Einlaufweite des Ringraums im oberen relevanten Rand der Mischkammer. Die auf die mittlere radiale Weite bezogenen Verhältnisse stimmen mit diesen Werten bei zylindrischer Ausbildung der Wände 1 und 7 überein. Bei konischer Außenbegrenzung des Ringraums sind sie größer.
Auf der Decke 8 der Mischkammer können Belüftungseinrichtungen vorgesehen sein. Ferner ist in der Mitte der Decke eine mit Schieber versehene öffnung 13 vorgesehen, durch die zusätzlich zu dem durch die Wandoffnungen 9 eintretenden Schüttugt ein Teil des über der Mischkammer lagernden Schüttguts eingelassen werden kann. Es versteht sich, daß statt dessen auch eine Mehrzahl solcher öffnungen 13 vorgesehen sein kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Mischkammersilo für Schüttgut mit einem Hauptsiloraum, dem das Gut im oberen Bereich zuführbar ist, mit einer am Boden des Hauptsiloraums zentrisch angeordneten pneumatischen Mischkammer, die eine über einen Teil ihrer Höhe im wesentlichen senkrecht stehende Seitenwand aufweist, mit einem Ringraum gebildet aus der im wesentlichen senkrecht stehenden Seitenwand der Mischkammer und der Wand des Hauptsiloraums, wobei der Ringraumboden belüftet ist, mit Öffnungen im unteren Bereich der Seitenwand der Mischkammer, durch die der Mischkammer das Gut aus dem Ringraum zuführbar ist, und mit einem Siloauslauf, der mit der Mischkammer verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Höhe des Ringraums (10) mindestens ebenso groß ist, wie seine radiale Weite in seinem oberen Bereich.
2. Mischkammersilo nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Höhe des Ringraums (10) mindestens l,5mal so groß ist, wie seine radiale Weite in seinem oberen Bereich.
3. Mischkammersilo nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Höhe des Ringraums mindestens l,8mal größer als seine radiale Weite im oberen Bereich.
4. Mischkammersilo nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Abzugshilfen für das auf der Mischkammer (6) lastende Gut vorgesehen sind, die das dort befindliche Gut entweder in den Ringraum oder unmittelbar in die Mischkammer befördern.
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