DE2660408C2 - Rolladen - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rolladen, dessen den Rolladenpanzer tragende Walze an jedem Ende mittels
eines dort drehfest mit der Walze verbundenen Lagerteils drehbar an einer Lagerplatte gelagert ist, wobei
eines der Lagerteile drehfest mit einer Antriebsvorrichtung zum Drehen der Walze verbunden ist
Ein derartiger Rolladen ist bekannt aus dem DE-GM 48 752. Bei diesem bekannten Rolladen ist zum Einsetzen
des Rolladens in die Anschläge die Walze an einem ihrer Enden mit einem innerhalb der Walze längsverschieblichen
Lagerteil versehen, welches durch eine unter Federdruck stehende, radial wirkende Sperre in
der ausgezogenen Stellung festgehalten wird. Zum Einbzw. Ausbau der Walze in die Anschläge wird die Sperre
gelöst und dann das verschiebliche Lagerteil in die Walze soweit hineingeschoben, daß die Walze zwischen
die beiden Anschläge auf an den Anschlägen angeordneten Lagerzapfen angebracht werden kann. Sodann
wird das bewegliche Lagerteil wieder aus der Walze herausgezogen, bis auch der zweite Lagerzapfen in das
Lagerteil eingreift und somit diie Walze drehbar an den Anschlüssen gelagert ist. Dieser bekannte Rolladen hat
den Nachteil, daß der Antrieb des Rolladens nicht zwischen verschiedenen Antriebstypen austauschbar ist
ohne daß dafür die gesamte Walze ausgebaut werden müßte. Ferner kann aufgrund der Radialsperre beim
bekannten Rolladen ohne nachträgliche Veränderung an der Wickelwalze nicht der gleiche Antrieb wahlweise
rechts oder links vom Rolladen angebracht werden. Beim Ersatz eines defekten Antriebs müßte der Rolladenpanzer
abgerollt und die Wickelwalze aus dem Rollladenkasten vollständig ausgebaut werden. Es müssen
ίο deshalb für die Rechts- bzw. Linksanbringung· spiegelsymmetrische
Ausführungsformen der jeweiligen Antriebstypen hergestellt und auf Lager gehalten werden.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Rolladen der bekannten Art variabler und war-
! 5 tungsfreundlicher auszubilden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedes Lagerteil an der zugehörigen Lagerplatte mittels
je eines die Lagerplatte durchdringenden Wellenstücks gelagert ist welches an der Außenseite der Lagerpiatte
mit der Antriebsvorrichtung verbindbar und mit der Walze längsverschiebbar verbunden ist
Durch die erfindüngsgemäße Ausgestaltung des Weilenstücks
ist es möglich, die Antriebsvorrichtung außerhalb des Anschlages drehfest mit der Walze zu verbinden.
Das bietet die Möglichkeit durch einfaches Herausziehen der eingesteckten Welle die Antriebsvorrichtung
von außen abzunehmen, ohne die Walze ausbauen zu müssen. Dadurch maß der Rolladen allenfalls soweit aus
dem Rolladenkasten herausgezogen werden, bis die Wellenstücke seitlich zugänglich sind. Dies hat den erheblichen
Vorteil, daß das Rolladengewicht immer noch von den seitlichen Halterungen in den Fensterieibungen
aufgenommen wird. Außerdem hat die erfindungsgemäße Ausgestaltung den Vorteil, daß eine erhebliche Anpassungsmöglichkeit
an die örtlichen Einbautoleranzen gegeben ist, wobei trotzdem die Symmetrieachse des
Rolladens mit der Symmetrieachse der Fensteröffnung deckungsgleich bleibt
Vorteilhafterweise wird die drehfeste Verbindung jedes Lagerteils mit der Walze durch Fingriff einer Nocke
an der Innenwand der Walze in eine Nut am Umfang des Lagerteils hergestellt, wobei das Lagerteil eine polygonale
Bohrung aufweist, in die das mit der Antriebsvorrichtung verbundene, im Querschnitt entsprechend
polygonale Wellenstück verschiebbar eingesteckt werden kann.
In weiterer vorteilhafter Weise kann das Wellenstück,
das an dem der Antriebsvorrichtung gegenüberliegenden Ende des Rolladens eingesteckt ist, ersetzt werden
durch ein gemeinsames Wellenstück, das zwei oder mehrere im Verbund angeordnete Rolläden drehfest
miteinander verbindet und längsverschieblich in einer Lagerplatte drehbar gelagert ist und gegebenenfalls ein
fest damit verbundenes Rückhalteteil aufweist das nach
dem Zusammenbau die Längsverschiebbarkeit des gemeinsamen Wellenstücks begrenzt. Somit bietet der erfindungsgemäße
Rolladen den weiteren Vorteil, daß ein und dieselbe Walze sowohl für einen Einzelrolladen, als
auch für mehrere im Verbund angeordnete Rolläden verwendet werden kann. Dies wiederum erfordert wieder
weniger Ausführungsformen und damit geringere Lagerhaltung.
Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der folgenden Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 das linke Ende eines mit dem seitlichen Anschlag verbundenen Walzenlagers eines Rolladens in
der Vorderansicht,
F i g. 2 den Anschlag des Rolladens gemäß F i g. 1 in
der Seitenansicht von links mit einem Verbindungselement,
F i g. 3 eine Teilansicht des seitlichen Anschlages gemäß F i g. 1 mit einem anderen Verbindungselement,
und
F i g. 4 zwei im Verbund angeordnete Rolläden in der Vorderansicht
Der in den F i g. 1 und 2 mit seinem linken Ende dargestellte
erfindungsgemäße Rolladen weist eine Lagerplatte 19 auf, dessen Ränder 20 in Richtung der Mittelachse
21 des Rolladens abgebogen sind, um ein Gehäuse zu bilden, das die seitlichen Enden 22, 23 des Rolladenkastens
24 bedeckt. Die Lagerplatte 19 weist weiterhin eine Nabe 25 auf, die als Lager für ein Kugellager 26
dient. Durch dieses ist ein Wellenstück 27 geführt, welches
im Inneren eines Lagerteils 29 gleitet, welches die Enden 31 der Walze 33, auf der der Rollenpanzer aufgewickelt
isi, verschließt Das Welienstück 27 ist mit einem polygonalen Querschnitt versehen, der der im Lagerteil
29 ausgebildeten polygonalen Bohrung entspricht Dadurch wird jede, auf das Lagerteil 27 ausgeübte Drehbewegung
auf die Walze 33 übertragen. Auf der Antriebsseite des Rolladens ist das durch die Lagerplatte 19
hindurchgeführte Wellenstück 27 mit einem Antrieb, beispielsweise einem Zahnrad oder einem Gurt verbunden.
Da der Antrieb sich außerhalb der Lagerplatte 19 und damit des Rolladenkastens 24 befindet, besteht die
Möglichkeit des Umkehrens der Antriebsvorrichtung ohne zuvor die Ausbildung des Rolladens abwandeln zu
müssen. Desgleichen kann die Antriebseinrichtung wahlweise rechts oder links angeordnet sein.
Eine hierfür besonders zweckmäßig gestaltete Lagerplatte 19 ist mit einer Nut 17 versehen, in die ein Verbindungselement
55 eingreift, welches aus zwei zueinander senkrechten Vorsprüngen 56, 57 besteht. Der Vorsprung
56 ist vertikal angeordnet und weist ein abgeschrägtes Ende 58 auf, das das Einsetzen in die Nut 17
der Führungsschiene 7 erleichtert Die untere Schmalseite 59 des anderen horizontalen Vorsprungs 57 dient
als Anschlag und begrenzt die Bewegung des Vor-Sprungs
56 in der Führungsschiene 7.
Der horizontale Vorsprung 57 wird in eine horizontale Halterung 60 eingeführt, die in dem Unterteil 61 des
Mittelteils der Lagerplatte 19 ausgebildet ist Diese horizontaie Halterung weist an ihren Enden 62,63 je eine
vertikale Trennvorrichtung 64,65 auf, die an der Unterseite
66 der Halterung 60 zusammengefügt sind. Die Größe dieser Trennvorrichtung 64, 65 entspricht der
Größe des vertikalen Vorsprungs 56 des Verbindungselements 55, derart, daß die Schmalseite 67 des vertika-
!en Vorsprungs 56 an der Schmalseite 68 der vertikalen
Trennvorrichtung 64 anliegt. Da die horizontale Halterung 60 an jeder ihrer Enden 62, 63 eine identische
Trennvorrichtung 64, 65 aufweist, kann man in gleicher Weise den horizontalen Vorsprung 57 des Verbindungselements
55 gemäß dem Pfeil Fin Fig. 2 in die Lagerplatte
19 einführen.
Da man die Lagerplatte 19 sowohl rechts als auch links verwenden kann, kann dieser in standardisierter
Form ausgebildet sein.
Um eine Trennung zwischen der Lagerplatte 19 und dem Verbindungselement 55 zu vermeiden, sind Verriegelungsvorrichtungen
vorgesehen. Diese Vorrichtungen bestehen aus einer halbrunden Nocke 69, die auf einer der Flächen 70 des Verbindungselements 55 ausgebildet
ist. Diese Nocke 69 kann in eine Bohrung 71 einrasten, die in der Lagerplatte 19 ausgebildet ist und
sich durch die Wand vor der Halterung 60 erstreckt. In vorteilhafter Weise besteht die Lagerplatte 19 aus elastischem
Material, um eine Queröffnung der Halterung 60 zum Verbinden und/oder Trennen der Nocke 69 mit
bzw. von der Bohrung 71 zu ermöglichen Um eine Austauschbarkeit der Lagerplatte 19 zu ermöglichen, ist die
Bohrung 71 in gleicher Weise am anderen Ende der Halterung 60 vorgesehen.
Aufgrund dieses Zusammenwirkens der Lagerplatte 19 und des horizontalen Vorsprungs 57 des Verbindungselements
55 kann man den Rolladen in seine Kassette von vorne einbringen. Daher kann die Höhe der
Kassette derart verringert sein, so daß lediglich ein kleiner Zwischenraum zwischen der Kassettendecke und
dem Umfang der auf der Walze 33 aufgewickelten Jalousie verbleibt Die Verbindung zwischen dem Lagerteil
29 und der Walze 33 wird mittels einer Nocke 72 hergestellt, die mit der Innenwand 73 der Walze 33 verbunden
ist und mit einer Nut 74 im Umfang des Lagerteils 29 in Eingriff steht
Gemäß <ien F i g. 2 und 3, wo es erforderlich ist, den
Rolladen von vorne in die Kassette /u bringen, ist das
Verbindungselement 55 durch ein Verbindungselement 75 gemäß F i g. 1 ersetzt Dieses Verbindungselement 75
weist ebenfalls zwei Vorsprünge 76, 77 auf, die in der Verlängerung des jeweils anderen Vorsprungs angeordnet
sind Sie sind durch einen zweiseitigen Ansatz 78 getrennt Der untere Vorsprung 76 gleitet in der Nut 17
der Führungsschiene 7, bis der Ansatz 78 auf der Schmalseite 79 der Führungsschiene 7 anliegt Danach
wird auf dem oberen Vorsprung 77 die Lagerplatte 19 eingeführt Daher weist diese Lagerplatte 19 in seinem
Mittelteil eine zweite horizontale Halterung 80 parallel zur Halterung 60 auf. Diese Halterung 80 weist an ihrren
Enden 81, 82 eine Aussparung 83 auf, in der ein Ansatz 78 gehaltert ist. Dadurch liegt die Schmalseite 84
der Lagerplatte 19 auf der Schmalseite 79 der Führungsschiene 7 auf.
Somit weist die Lagerplatte i9 zwei parallele Halterungen
60 und 80 auf, die durch Zusammenwirken entweder mit dem Verbindungselement 55 oder dem Verbindungselement
75 das Einsetzen des Rolladens in die Kassette von vorne oder in vertikaler Richtung gestattet
Darüber hinaus ist es häufig erforderlich, verglaste Öffnungen oder andere öffnungen mit großen Abmessungen
mit Rolläden zu versehen. Bei Jalousien von Rolläden, die aus Stäben mit geringer Dicke bestehen,
besteht die Möglichkeit, daß sich diese Jalousien verspannen. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, eine Jalousie
mit großen Abmessungen, die Verspannungen befürchten lassen, durch mehrere im Verbund angeordnete
Jalousien zu ersetzen. Dabei soll sich jede Jalousie auf ihrer zugehörigen Walze aufwickeln, und die verschiedenen
Walzen sollen der gleichen Drehgeschwindigkeit folgen.
Dazu sind gemäb F i g. 4 nebeneinander zwei Lagerplatten
19i, 192 vorgesehen, die jeweils eine Nabe 25|,
252 mit ihren Kugellagern aufweisen. Die Naben 25|, 252
sind in einer Halterung 85 in den Lagerteilen 29|, 292, die
mit den Walzen 33i, 332 verbunden sind. Beim Zurückziehen
des Wellenstücks 27 besteht die Verbindung zwischen jeder Walze 33|, 332 und ihrer entsprechenden
Lagerplatte 19|, 192 weiter. Dadurch wird das Umdrehen jedes einstückigen Rolladens erleichtert ohne daß
die Gefahr besteht, c^ß die Walze 33t, 332, die die Jalousie
trägt, sich von ihrer Lagerplatte 19|, 192 abtrennt und
aus der Kassette herausfällt. Durch die zwei Lagerteile 29|, 292 erstreckt sich ein gemeinsames Wellenstück 27.
Dieses Wellenstück 27 weist ein Rückhalteteil 86 auf. Die Montage erfolgt in der folgenden Weise: Die Welle
27 wird in das Wellenlager 29i eingebracht, bis das Rückhalteteil 86 an der Lagerplatte 19| anliegt. Danach
wird auf dem Wellenstück 27 das Lagerteil 292 aufgebracht.
Es sei festgestellt, daß zwischen den Lagerplatten 19|, 192 kein Zwischenraum besteht, daß jedoch in
Fig.4 diese Lagerplatten 19|. 192 absichtlich voneinander
getrennt sind, um die Anordnung des Ruckhalteteils 86 zu zeigen. Tatsächlich weist, wie aus Fig.4 ersiehtlieh,
jede Lagerplatte 19i, 192 eine mittige Halterung 85
auf, in der das Rückhalteteii 86 gelagert werden kann.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern es sind im Rahmen
der Erfindung verschiedene Modifikationen der Formen. der Materialien und der Zusammenstellungen der
verschiedenen Elemente denkbar.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
55
65
Claims (5)
1. Rolladen, dessen den Rolladenpanzer tragende Walze an jedem Ende mittels eines dort drehfest mit
der Walze verbundenen Lagerteils drehbar an einer Lagerplatte gelagert ist, wobei eines der Lagerteile
drehfest mit einer Antriebsvorrichtung zum Drehen der Walze verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Lagerteil (29) an der zugehörigen Lagerplatte (19) mittels je eines die Lagerplatte
durchdringenden Wellenstücks (27) gelagert ist, welches an der Außenseite der Lagerplatte (19) mit
der Antriebsvorrichtung verbindbar und mit der Walze (33) längsverschiebbar verbunden ist
2. Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die drehfeste Verbindung jedes Lagerteils (29) mit der Walze (33) durch Eingriff einer
Nocke (72) an der Innenwand der Walze in eine Nut (74) am Umfang des Lagerteils hergestellt ist
3. Rollaoen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet
daß jedes Lagerteil (23) eine polygonale Bohrung aufweist, in die das mit der Antriebsvorrichtung
verbundene, im Querschnitt entsprechend polygonale Wellenstück (27) verschiebbar
eingesteckt ist
4. Rolladen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Wellenstück (28),
das am der Antriebsvorrichtung gegenüberliegenden Ende des Rolladens eingesteckt ist, ersetzbar ist
durch ein gemeinsames Wellenstück (27), das zwei oder mehrere im Verbund angeordnete Rolläden
drehfest miteinander verbindet und längsverschieblich in einer Lagerplatte (19i, 19J drehbar gelagert
ist
5. Rolladen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame Weüenstück (27) ein
mit ihm fest verbundenes Rückhalteteil (86) aufweist, das nach dem Zusammenbau der Rolläden die
Längsverschieblichkeit des gemeinsamen Wellenstücks (27)begrenzt
Applications Claiming Priority (2)
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| DE19762660408 Expired DE2660408C2 (de) | 1975-03-26 | 1976-03-23 | Rolladen |
Family Applications Before (1)
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|---|---|---|---|
| DE19762612318 Expired DE2612318C3 (de) | 1975-03-26 | 1976-03-23 | Anschlag für die Lagerung der Walze eines Rolladens |
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Legal Events
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Owner name: ETABLISSEMENTS BUBENDORFF, S.A., SAINT-LOUIS, FR |
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Free format text: BUBENDORFF, RICHARD, HEGENHEIM, FR |