DE266071C - - Google Patents
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- DE266071C DE266071C DENDAT266071D DE266071DA DE266071C DE 266071 C DE266071 C DE 266071C DE NDAT266071 D DENDAT266071 D DE NDAT266071D DE 266071D A DE266071D A DE 266071DA DE 266071 C DE266071 C DE 266071C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D27/00—Machines for trimming as an intermediate operation
-
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- A43D29/00—Machines for making soles from strips of material
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 266071 KLASSE 71c. GRUPPE
MARK THOMAS DENNE in RUSHDEN, Engl.
Maschine zum Abrunden und Zurichten von Schuhsohlen.
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Zurichten von Schuhsohlen, bei der das Werkstück
und Werkzeug eine derartige Relativbewegung zueinander besitzen, daß die Richtung
des Werkzeuges quer oder winklig zur normalen Vorschubrichtung verläuft, wobei die Größe der Querbewegung gegenüber der
normalen Vorschubbewegung veränderlich ist, so daß der Weg des Werkzeuges auf dem
ίο Werkstück sich aus einer Anzahl von Kurven
verschiedener Krümmung zusammensetzt, deren Ordnung und Zusammensetzung für aufeinanderfolgende Werkstücke umgekehrt
werden kann.
Maschinen dieser Art sind bereits vielfach in Verwendung. Bei diesen wird die Querbewegung
für gewöhnlich durch Daumen erreicht. - Die Verwendung von Daumen beschränkt
jedoch die Benutzung der Maschine auf die Herstellung solcher Kurven an dem
Werkstück, deren Form der Form des benutzten Daumens ähnlich ist, so daß, wenn eine
andere Kurve oder Kurvenkombination erzeugt werden soll, auch Daumen von verschiedener
Gestalt entsprechend zur Verwendung gelangen müssen.
Durch die Erfindung werden diese Nachteile vermieden, und es sollen nachstehend die
wesentlichen Merkmale beispielsweise für eine "Maschine zur Herstellung sogenannter Baltimoresohlen
bzw. Sohlen mit ausgebauchten schottischen Rändern dargestellt werden.
Um beispielsweise den Sohlenrand für einen rechten Stiefel der vorbezeichneten Art zuzurichten,
ist es allgemein notwendig, die Bearbeitung an der Innenseite der Einschnürung zu beginnen und das Werkstück so zu führen,
daß eine schmale Kante längs der Innenseite des vorderen Teiles und des Zehenteiles entsteht,
die parallel mit der Kehlung für die Naht läuft. Hierauf muß das AVerkstück so
geführt werden, daß die Kante allmählich längs der Außenseite des Vorderteiles, des sogenannten
Ballenteiles, breiter wird, bis die äußere Kante des Ballens erreicht ist, an der
die vorstehende Kante der Sohle am breitesten ist, worauf eine etwas schnellere Verminderung
der vorstehenden Sohlenkante hervorgebracht wird, bis die Außenseite der Einschnürung
erreicht ist, wo die Kante ihre gelingste Breite besitzt. Bei der Bearbeitung der Sohlenkante des linken Stiefels wird an
der Außenseite der Einschnürung begonnen, und nach dem Vorderteil zu wird das Werkstück
so geführt, daß ein schnelles Ansteigen der Breite der vorstehenden Kante bis zur
Ballenspitze hervorgebracht wird, worauf die Kante allmählich schmäler wird, bis der
Zehenteil erreicht ist und der Rest der Kante mit normaler Breite erzeugt wird.
Nimmt man an, daß die Bauart der Maschine derart ist, daß der Stiefel mit dem
Boden der Sohle vertikal steht, so sieht man, daß bei einem rechten Schuh die erste Querbewegung
des Werkstückes abwärts mit geringer Geschwindigkeit gegenüber der Vorschubgeschwindigkeit
erfolgt, um das allmähliche Anwachsen der Breite der Sohlenkante zu erhalten, während die zweite Querbewe-.
gung in entgegengesetzter, d. h. Aufwärts-
richtung mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit erfolgt, um ein plötzliches Ansteigen
der Breite der Sohlenkante zu erreichen. Soll der linke Schuh bearbeitet werden, so erfolgt
die erste Querbe\vegung in Abwärtsrichtung jedoch mit derselben Geschwindigkeit wie die
zweite Querbewegung beim rechten Schuh, um ein scharfes Ansteigen der Kante zu erhalten,
und die zweite Querbewegung erfolgt
ίο in Aufwärtsrichtung mit etwa derselben Geschwindigkeit
wie die erste Abwärtsbewegung beim rechten Schuh. D. h. also, während die Richtungen der Bewegung beim rechten und
* linken Schuh von derselben Ordnung sind, so ist die Bewegungsgeschwindigkeit beim rechten
und linken Schuh von umgekehrter Ordnung.
Zur Erzielung der Geschwindigkeitsänderungen bei den verschiedenen Querbewegungen
benutzte man bisher Daumenscheiben. Bei manchen Maschinen wird eine Daumenscheibe
für den linken und eine andere für den rechten Schuh benutzt. Bei anderen Maschinen
kommen wieder umkehrbare Lehren zur Verwendung, die für den linken Schuh in der einen Richtung und für den rechten Schuh in
der anderen Richtung umlaufen. Da die Form der »Ausbauchung«, die die vorstehende
Kante der Sohle erhält, im wesentlichen von der besonderen Form der Lehre abhängt, und
da es notwendig ist, eine Maschine für eine große Anzahl verschiedener Formen zu verwenden,
so wurden Maschinen gebaut, die eine Anzahl von Musterdaumen verschiedener Form besaßen; da jedoch eine Anzahl von
Reservedaumen dauernd mitgeführt werden mußten, von denen immer nur einer eingesetzt
wurde, so war diese Methode zur Erzeugung verschiedener Muster kostspielig und plump, und trotzdem war die Benutzung der
Maschine immerhin auf die dem Arbeiter zur Verfügung stehende Zahl von Musterdaumen
beschränkt.
Durch die Erfindung wird derselbe Zweck bei Verwendung eines einzigen Musterdaumens
erreicht, mit dem man praktisch jede gewünschte Änderung der Form der Ausbauchung
des Sohlenrandes erhalten kann. '
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt:
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht des Maschinenkopfes,
Fig. 2 eine Stirnansicht,
Fig. 3 eine Ansicht des Musterdaumens, durch den die Führung ihre Vertikalbewegung
erhält, nebst dem Anschlag, um die Bewegung des Musterdaumens zu beschränken, sowie die
Einrichtung zum Antrieb des Daumens.
Fig. 4 und 5 zeigen die Anordnung der Anschläge, durch die die verschiedenen Begrenzungen
der Bewegungsgeschwindigkeit des Daumens erfolgen.
Fig. 6 und 7 zeigen in Stirnansicht und Längsschnitt die Einrichtung zur Begrenzung
des Hubes des Tritthebels, durch den die Bewegungsgeschwindigkeit des Daumens bestimmt
wird.
Fig. 8 ist eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt von dem Getriebe zur Begrenzung der
Geschwindigkeit, mit der die Schmiege bewegt wird.
Fig. 9 und 10 sind Einzelheiten der Maschine, die auf den Gegenstand der Erfindung
nicht näher Bezug haben.
Fig. 11 zeigt schematisch die Relativbewegung
des Werkzeuges und Werkstückes nebst dem Musterdaumen.
Fig. 12 und 13 zeigen schematisch die Begrenzungs-
und Bearbeitungskurven bei einer ünken bzw. rechten Sohle.
Fig. 14 bis 17 zeigen im Schema verschiedene
Abtrennungsarten für das überschüssige Leder.
Das Prinzip der Erfindung soll zunächst an dem Schema nach Fig. 11 bzw. Fig. 12 und 13
erläutert werden. . .
Das Schema nach Fig. 11 dient zur Erzeugung
einer Sohlenform, wie sie in Fig. 12 und 13 dargestellt ist. Es gelangt eine Falzführung
zur Verwendung, die dem Werkstück die nötige Querbewegung zu dem Schneidmesser und der normalen A^orschublinie erteilt.
Die Werkstückführung G bewegt sich vertikal zwischen Führungen g, g. C ist eine
Daumenscheibe bzw. eine schräge Ebene o. dgl., die bei Drehung in der PfeilricHtung a
der Führung G und · mit ihr dem Werkstück eine Bewegung in der Richtung A erteilt, während
bei der Rückbewegung der Daumenscheibe in der Pfeilrichtung b die Führung G
in der entgegengesetzten Richtung B bewegt wird. Der Pfeil F zeigt die normale Vorschubrichtung
an, und T bezeichnet die Stellung des Schneidmessers; die Führung G wird
relativ zu dem Schneidmesser und der normalen Vorschublinie F senkrecht auf- und abwärts
bewegt. i1'"^
K soll einen Kniehebel andeuten, der sich in der Ruhelage befindet, d. h. in einer Lage, no
die er einnimmt, wenn er freigegeben wird. Die Bewegung des Hebels in der einen Richtung,
beispielsweise nach links, während des Ganges der Maschine verursacht eine Bewegung
der Daumenscheibe C in der Richtung a, während die Bewegung des Hebels nach rechts
die Bewegung der Daumenscheibe in der Richtung b verursacht. Für den ersten Fall wird
also die Führung G in der Richtung A und im zweiten Fall in der Richtung B bewegt. Der
Ausschlag des Kniehebels in einer "der Richtungen:
bestimmt die Bewegungsgeschwindigkeit für die Führung G. Die Linien L und R
zeigen die äußersten Stellungen, bis zu denen der Hebel bewegt werden kann, und bei denen
die Bewegungsgeschwindigkeit der Führung G die größte ist. Es sind ferner Mittel,' beispielsweise
Anschläge S, S1, auf jeder Seite
des Kniehebels vorgesehen, durch die der Ausschlag des Kniehebels auf einen geringeren
Betrag als bei den äußersten Linien L und R beschränkt wird. Die Anschläge S, S1 sind
durch den Arbeiter derart einstellbar, daß er den zeitweilig äußersten Betrag der Bewegung
des Kniehebels in jeder Richtung bestimmen kanu, so daß er für die gegebene Zeit
die äußerste Geschwindigkeit der Daumenscheibe C und der Führung G in jeder Richtung
einstellen kann. Wenn beispielsweise die Anschläge S, S1 so stehen, daß der Kniehebel
nach links um das Doppelte gegenüber der Bewegung hach rechts ausgeschwenkt werden
kann, so wird die Führung G beim Umlegen des Kniehebels gegen den Anschlag 5" in der
Richtung A mit der doppelten Geschwindigkeit sich bewegen, als wenn beim Anlegen des
Kniehebels an den Anschlag S1 sie sich in der Richtung B bewegt. Abgesehen von den
. Grenzlagen des Hebels nach beiden Seiten kann auch bei Zwischenstellungen des Hebels
L eine geringere Bewegungsgeschwindigkeit der Führung G nach beiden Richtungen
erzeugt werden.
Die Fig. 12 und 13 sind schematische Dar-Stellungen
eines linken und rechten Stiefels; die Linie d zeigt die Auskehlung für die Naht
und die Linie f die Kante der Sohle nach dem Zurichten. E ist der Teil, an dem die vorstehende
Kante der Sohle am breitesten ist, e der Punkt, an welchem der Vorderteil an
den .Steg grenzt, und e1 derjenige Punkt, an
welchem der Vorderteil in den Zehenteil ausläuft. Wenn der Stiefel in der Richtung des
Pfeiles h vorgeschoben wird, so muß die Schneidbewegung bei einem linken Stiefel an
der Außenkante des Steges bei i beginnen. Wenn der Punkt e erreicht ist, so muß das
Werkstück mit einer verhältnismäßig großen Geschwindigkeit in der Richtung A bewegt
werden, während es bis zum Punkt E vorgeschoben wird, um so-das plötzliche Wachsen
der Breite der vorstehenden Sohlenkante zu erzeugen, und hierauf muß das Werkstück
längsam abwärts, d. li. in der Richtung B bewegt
werden, während es den Vorschub erhält, um so ein allmähliches Abnehmen der Kantenbreite zu erreichen.
Um dies hervorzubringen, muß der Anschlag S in geeignetem Abstand links von der
Mittelstellung des Kniehebels angebracht werden, so daß die nötige schnelle Bewegung in
der Richtung α der Daumenscheibe B erreicht wird, wenn nach Erreichung des Punktes e der
Kniehebel an den Anschlag gebracht wird. Da die Bewegungsgeschwindigkeit der Daumenscheibe
in der Richtung α und der Führung in der Richtung A unmittelbar abhängig
von der Ausschwenkung des Kniehebels nach links ist, so soll mit X sowohl die Geschwindigkeit
der Daumenscheibe als auch die Geschwindigkeit der Führung G als auch der
linke Abstand des Kniehebels von der Mitte bezeichnet werden. Zur Hervorbringung des
allmählichen Abnehmens der Sohlenbreite vom Punkt E zum Punkt e1 muß der Anschlag S1
rechts so weit von der Mittellage angeordnet sein, daß die erzeugte Geschwindigkeit geringer
ist als in der anderen Stellung, so daß, wenn der Hebel am Anschlag S1 liegt, die
nötige geringere Bewegung der Daumenscheibe in der Richtung b und der Führung in
der Richtung B erfolgt. Y möge sowohl den Abstand des Kniehebels als auch die Bewegungsgeschwindigkeit
der Daumenscheibe in der Richtung b wie auch der Führung in der Richtung B bezeichnen. Für den linken Stiefel
muß also die Führung G zur betreffenden Zeit zuerst in der Richtung A mit der hohen
Geschwindigkeit X und sodann in der Richtung B mit der niedrigen Geschwindigkeit Y
bewegt werden, wobei beide Geschwindigkeiten X und Y zur betreffenden Zeit die Grenzgeschwindigkeiten
darstellen, mit denen die Führung G in der einen oder anderen Richtung bewegt wird.
W7enn der rechte Stiefel (Fig. 13) zugerichtet
werden soll, so muß die Schneidbewegung an der Innenseite der Einschnürung beginnen,
und die Kante muß längs des ganzen Vorderteiles und um den Zehenteil herum den Minimalabstand
von der Kehlurig besitzen, bis der Punkt e1 erreicht ist. Während dieses Arbeitsvorganges
bleibt der Kniehebel in seiner Ruhelage. Hierauf muß die Breite der Kante allmählich steigen, bis der Punkt E erreicht
ist, und sodann schneller abnehmen. Zur Erzielung des allmählichen Anwachsens muß der
Kniehebel nach links umgelegt werden, so daß die Führung G in der Richtung A bewegt
wird, jedoch wird der Hebel nicht bis zu dem Anschlag 51 gebracht, da dieser für ein
schnelles Ansteigen der Kantenbreite gilt. Der Abstand des umgelegten Hebels von der
Mittellage muß vielmehr in diesem Falle Y sein. Andererseits muß, wenn der Punkt £
erreicht ist und die schnelle Abnahme der Kantenbreite erzeugt werden soll, der Kniehebel
nach rechts umgelegt werden, und zwar um einen solchen Betrag, als für eine schnelle
Bewegung der Führung in der Richtung B
nötig ist. In diesem Falle würde der Anschlag S1 ein genügend weites Ausschwenken
des Kniehebels zur Erzeugung der schnellen Bewegung der Führung G in der Richtung B
verhindern. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, sind Mittel vorgesehen, um die
■ Stellung der Anschläge S, S1 selbsttätig umzuwechseln,
nachdem ein Schuh, in diesem Falle der linke Schuh, zugerichtet ist, so daß der
ίο Kniehebel für alle Richtungen auf die nötigen
Geschwindigkeitsstellungen gebracht werden kann.
Wenn also die Sohle des einen Schuhes, beispielsweise des linken, zugerichtet wird, so erfolgt
die erste Bewegung des Kniehebels nach links mit einem Abstand X, wobei die Führung
G in der Richtung^ mit einer Geschwindigkeit X sich bewegt; hierauf muß der Kniehebel
nach rechts um einen Betrag Y ausgeschwenkt werden, wobei sich die Führung in
der Richtung B mit einer anderen Grenzgeschwindigkeit Y bewegt. Hierauf werden die
,Stellungen der Anschläge selbsttätig geändert, so daß sie die Lage einnehmen, die in Fig. 11
mit Sz und S* bezeichnet ist, so daß, wenn die
Sohle des nächsten Schuhes, in diesem Fall des rechten Schuhes, zugerichtet wird, der Kniehebel
bei seiner ersten Bewegung um den Abstand Y für eine Geschwindigkeit der Führung
G in der Größe Y und bei seiner zweiten Bewegung nach rechts in einen Abstand X für
eine Bewegung der Führung in der Richtung B mit der Geschwindigkeit X umgelegt
wird. Hierauf werden die Anschläge abermais umgestellt, um den nächsten linken
Schuh zu bearbeiten.
Es geht hieraus hervor, daß die Bewegungsgeschwindigkeit der Daumenscheibe und der
Führung von Null bis zu einem Maximum innerhalb der Kapazität der Maschine wächst,
und daß die Maximalgeschwindigkeit durch den Bedienungsmann durch einfache Einstellung
der Anschläge für jede beliebige Form der Ausbauchung bestimmt werden kann.
Unter den Geschwindigkeiten χ und y der
Daumenscheibe C bzw. unter den Geschwindigkeiten X und Y der Führung G sind selbstverständlich
Geschwindigkeiten verstanden, deren Größenordnung von der besonderen
Bauart der Maschine abhängt. Die Form der Begrenzungslinie, die sich nach Fig. 14 aus
zwei Kurven O und P zusammensetzt, die für den nächsten Schuh in umgekehrter Ordnung
zusammengesetzt sind, kann auch, wie aus Fig. 15, 16 und 17 ersichtlich, durch Lochung,
. Nagelung oder Stiche erzeugt werden. Ferner kann statt des Kniehebels auch irgendeine andere
bekannte Vorrichtung zur Steuerung der Daumenbewegimg benutzt w erden.
Es soll nunmehr die Bauart der Maschine näher beschrieben werden, die ähnlich der im
britischen Patent 29108/1904 beschriebenen Maschine ausgebildet ist!
. Auf der Hauptwelle 1, die in Lagern 2 im Maschinenkopf 3 gelagert ist, sind Daumenzylinder 4, 5 befestigt, die mit Daumenrinnen 6, 7, 8, 9 versehen sind, von denen die üblichen Bewegungen zu dem Schneidmesser 10, dem Kehlmesser 13, der Druckfußrolle 14 und dem Schneidblock 11 abgeleitet werden, die zum Schneiden, Kehlen und A^orschieben des Werkstückes dienen.
. Auf der Hauptwelle 1, die in Lagern 2 im Maschinenkopf 3 gelagert ist, sind Daumenzylinder 4, 5 befestigt, die mit Daumenrinnen 6, 7, 8, 9 versehen sind, von denen die üblichen Bewegungen zu dem Schneidmesser 10, dem Kehlmesser 13, der Druckfußrolle 14 und dem Schneidblock 11 abgeleitet werden, die zum Schneiden, Kehlen und A^orschieben des Werkstückes dienen.
Die Schmiege 12 wird von zwei senkrechten Gleitschienen 15 getragen, die in Schlitzen
der Deckplatte 16 an der Stirnseite der Maschine geführt sind. Die oberen Enden der
Schienen 15 sind mit einer Querschiene 18 von geeigneter Form verbunden, die durch eine
Feder i8a nach oben gedrückt und an der Daumenscheibe
17 gehalten wird. Der Umfang der Daumenscheibe 17 kann aus einem Einschnitt
von allmählich wachsender Tiefe bestehen; so daß der Anschlag i1/"· (Fig. 3),
wenn er auf die Ouerschiene 18 stößt, die mit einem Finger in den Einschnitt eingreift, eine
Weiterbewegung der Daumenscheibe "in der einen Richtung verhindert. Wenn die Daumenscheibe
in dieser Stellung sich befindet, ist die Schmiege 12 in ihrer höchsten Stellung, ■
und die vorstehende Kante der Sohle wird am schmälsten. Beim Drehen der Daumenscheibe
in Richtung der Uhr wird die Schmiege 12 heruntergedrückt mit einer Geschwindigkeit,
die von der Umdrehungsgeschwindigkeit der Daumenscheibe abhängt, bis der Punkt 17s
erreicht ist, an dem die Führung am tiefsten steht, und der demzufolge die Grenze der
größten erreichbaren Kantenbreite darstellt. Um eine Weiterdrehung der Daumenscheibe
über diese letzte Stellung zu verhindern, wird die Scheibe mit einem bogenförmigen Einschnitt
versehen, in den ein Anschlag 19 einfällt, der einstellbar auf einer segmentartigen
Schiene 19° angebracht ist, durch den eine Bewegung
der Daumenscheibe bis zur Grenze oder, mit anderen Worten, die Verminderung der Maximalbreite der Kante, die die Maschine
erzeugt, verhindert werden kann.
Die Daumenscheibe ist auf einem mufferiartigen Vorsprung des Schaltrades 21 angeordnet,
das auf der Welle 22 sitzt. Zwischen den anliegenden Flächen der Daumenscheibe
und des Rades 21 ist eine Reibungsscheibe 20 angeordnet, wobei die beiden Scheiben durch
Federwirkung aufeinandergepaßt werden, derart, daß die Drehung des Rades 21 durch Reibung
die Daumenscheibe treibt. Dies ist aus dem Grunde notwendig, weil das Schaltrad 21, wenn die Daumenscheibe durch Auf treffen
der Anschläge gegen die Schiene 18 oder den
Anschlag 19 festgehalten wird, sich weiter drehen muß, ohne daß eine Beschädigung der
Maschine eintreten kann, wenn der Bedienungsmann den Antrieb für das Schaltrad
.5 weiter leiten muß.
Auf der anderen Seite des Schaltrades ist ein Hebel 23 lose auf der Welle 22 angeordnet,
der eine doppelzahnige Schaltklinke 24 trägt, von der der eine oder andere Zahn in das
Schaltrad 21 eingreift. Es sind ferner Mittel vorgesehen, durch die der · Hebel 23 einen
größeren oder geringeren Hub erhalten kann, so daß die Schaltklinke das Schaltrad und damit
die Daumenscheibe um einen größeren oder geringeren Betrag fortbewegen kann. Diese Mittel bestehen aus einer Kurbel von
veränderlichem Hub, die dadurch gebildet ist, daß das Ende der Hauptwelle einen Schlitz
besitzt, der die Zunge 30 (Fig. 6 und 7) des Blockes 31® aufnimmt, welch letzterer mit
einem exzentrischen Stift 25 versehen ist, der in einen Schlitz des Hebels 23 eingreift. Der
Block 3ift ist auf einem Schlitten 26 befestigt,
der gleitbar zwischen Führungsplatten einer Scheibe 27 geführt ist, die mit einer rohrartigen
Verlängerung 27* in einem wagerecht verschiebbaren
Teil 28 drehbar gelagert ist, und dessen Bohrung um den Zwischenraum 29
größer ist als der Durchmesser der Hauptwelle, um so den größtmöglichen Betrag für
den Hub des Exzenterstiftes zu erreichen. Bei der Bewegung des gleitbaren Teiles 28
nach einer oder der änderen Seite wird der Exzenterstift mitgenommen, und die Drehung
der Welle 1 veranlaßt eine exzentrische Drehung des Exzenterstiftes, da der Schlitten 26
in der Führungsplatte dies erlaubt, und so erhält der Hebel 23 eine hin und· her gehende
Bewegung, wobei einer der Zähne seiner Schaltklinke eine intermittierende Drehung
des Schaltrades 21 und der Daumenscheibe bewirkt. Für jede Umdrehung der Daumenscheibe
macht der Exzenterstift zwei Umdrehungen.
Die Einstellung des verschiebbaren Teiles 28 kann durch den Bedienungsmann während
des Ganges der Maschine bewirkt werden. Zu diesem Zweck ist der Schlitten 28 mit Zähnen
2&a versehen, in die , ein Zahnsegment 28"
(Fig. 2) eingreift, das den Teil eines Hebels 31 bildet, der auf einem Stift 29** befestigt ist,
und dessen anderes Ende an einer Stange 31* angelenkt ist, die so durch den Kniehebel gesteuert
wird, daß beispielsweise die Bewegung des Kniehebels nach links ein Anheben der
Stange 31* und hierdurch eine Verschiebung
des Schlittens 28 und mit ihm des Exzenterstiftes 25 bewirkt. Die Bewegung des Kniehebels
nach rechts verursacht eine Abwärtsbewegung der Stange 31s und eine Rechtsbewegung
des Schlittens 28. Damit die Bewegung des Kniehebels nach der einen oder anderen
Seite die Drehrichtung der Daumenseite bestimmt, wird ein Hebel 33 an dem Stift 29«
befestigt, der am freien Ende mit einem Arm 33α versehen ist, welcher eine Rolle 34 trägt,
die auf die untere Fläche der Schaltklinke drückt und durch eine Feder an der Verbindungsstelle
des Armes 33« mit dem Hebel 33 an ihr gehalten wird. In Fig. 3 sind die Teile
in einer derartigen Lage dargestellt, daß die Rolle 34 den rechten Zahn der Schaltklinke in
Eingriff mit dem Schaltrad 21 hält, und demzufolge wird die Daumenscheibe entgegengesetzt
zur Richtung des Uhrzeigers gedreht, so daß die Werkstückführung aufwärts bewegt
wird. Wird der Kniehebel in entgegengesetzter Richtung bewegt, so kommt der linke
Schaltzahn in Eingriff mit dem Schaltrad, und die Daumenscheibe wird in Richtung des Uhrzeigers
gedreht, so daß die Werkstückführung abwärts geht. Wird der Kniehebel freigelassen,
und geht er in seine Ruhelage zurück, so steht der Hebel 33. in einer Stellung, daß
die Rolle 34 in der Mitte zwischen den beiden Schalthebeln sich befindet, so daß beide außer
Eingriff mit dem Schaltrad 5 kommen und keine Bewegung der Daumenscheibe vorhanden
ist. Die Hinterseite der Schaltklinke ist zweckmäßig mit einer Einsenkung zur Aufnähme
der Rolle 34 versehen, wenn sich die letztere in ihrer Mittelstellung befindet.
Bei der dargestellten Äusführungsform sind einstellbare Anschläge 36, 37 vorgesehen, um
den Weg des Stiftes 31®, der die Stange 31*
mit dem Hebel 31 verbindet, zu begrenzen, so daß auch die Exzentrizität begrenzt wird, die
der Exzenterstift 25 gegenüber der Hauptwelle ι erhalten kann, und ebenso auch die Bewegungsgröße
der Schaltklinke, des Schaltrades und der Daumenscheibe für eine Wellenumdrelumg.
Dadurch wird auch die Bewegungsgeschwindigkeit der Werkstückführung gegenüber der Bewegung des Werkstückes bestimmt
und damit die Form der Kurve, so daß der Bedienungsmann durch Einstellung der Anschläge 36, 37 die genaue Bearbeitung der
Sohlenkante in beliebig gewünschter Weise bewirken kann. Zur Anzeige der Stellung der
■Anschläge 36, 37 und der erzeugbaren Kurve no
für den Stirnrand ist eine geeignet gekennzeichnete Skala vorgesehen, an der der Bedienungsmann
die Anschläge einstellen kann.
Die Stellung der Anschläge 36, 37 kann selbsttätig umgewechselt werden, um die bereits
eingangs beschriebene Wirkung zu erhalten. Zu diesem Zweck sind die Anschläge 36, 37 auf einer drehbaren Scheibe 39 angebracht,
die so gesteuert wird, daß, wenn der Kniehebel bewegt wird, der Zapfen 31^ der
Stange 31s nacheinander in Berührung mit
beiden Anschlägen 36, 37 kommt. Die Entfernung des Drehzapfens von dem Anschlag 37 beispielsweise verursacht eine selbsttätige
Drehung der Scheibe um eine halbe Umdrehung, worauf diese feststeht, bis eine weitere
Doppelbewegung des Kniehebels gemacht ist. Die Mittel zur selbsttätigen Umstellung der
Anschläge 36, 37 bestehen in einem gezahnten
ίο Rad 70, das (Fig. 4 und 5) dauernd in der
Pfeilrichtung umläuft, und zwar mit Hilfe eines Zahnrades 70^ auf der Hauptwelle und
eines Zwischengetriebes 7ο6. Mit der Scheibe 70 ist durch Reibung die Scheibe 39 gekuppelt,
die mit zwei Einschnitten 41 und 41° versehen
ist, die einander gegenüberliegen, und von denen der untere stets mit einem federnden
Stift 40 in Eingriff steht. Auf der Scheibe liegt ein Schlitten 38, der bei seiner Bewegung
den federnden Stift 40 außer Eingriff mit den Einschnitten 41 oder 41° bringen kann. Der
Schlitten 38 wird durch eine federnde Platte 38" gehalten und besitzt einen runden Einschnitt
386, der eine geringe Bewegung gestattet.
Auf dem Schlitten 38 sind die Anschläge 36, 37 angebracht, die mehr oder weniger von der Normalstellung des Zapfens
31s entfernt werden können, je nach der Form
der Kurven, die erzeugt werden sollen. Soll ein rechter Schuh bearbeitet werden, bei dem
die Bearbeitung an der Innenseite der Einschnürung beginnt, wobei die Führung in
ihrer Höchststellung ist, worauf die Kante schmal längs der ganzen Innenseite und rund
um den Zehenteil herum geschnitten wird, so bleibt während dieser Zeit der Kniehebel in
der Ruhelage, wobei die Führung in ihrer Lage derart einstellbar ist, daß eine Kante von
beliebiger Breite erzeugt werden kann. Die Kante soll allmählich breiter werden, und zu
diesem Zweck legt der Bedienungsmann den Hebel beispielsweise nach links, bis der Zapfen
31* an den Anschlag 36 kommt, welch letzterer, um ein langsames Ansteigen der
Kantenbreite zu erzielen, verhältnismäßig dicht an dem Stift 31* steht, um so einen kleinen
Ausschlag des Exzenterstiftes 25 zu erzielen. Soll die Sohlenkante nach Erreichung
der breitesten Stelle ' nunmehr wieder schnell schmaler werden, so legt der Bedienungsmann
den Kniehebel in die entgegengesetzte Stellung um, und zur Erzielung der größeren
Schnelligkeit der Bewegung ist der Anschlag 37 etwas weiter von der Normallage des Zapfens
31® entfernt. Die Bewegung des Kniehebels
nach beiden Richtungen hat bewirkt, daß der Schlitten 38 den federnden Stift 40 zurückdrückte (Fig. 5), so daß, wenn der
Kniehebel seine Ruhelage erreicht, die Scheibe 39 frei ist und durch die Scheiben 70 gedreht
wird, bis der Stift wieder in den anderen Einschnitt 41 einfällt. Hierdurch wird die relative
Lage der Anschläge 36, 37 zum Zapfen 31® umgewechselt, so daß nunmehr der andere
Schuh bearbeitet werden kann, und zwar in bereits beschriebener Weise.
Um eine Anzeige dafür zu schaffen, ob die Maschine für einen rechten oder linken Schuh
eingestellt ist, ist die Scheibe 39 mit zwei Anzeigetafeln versehen, die die Buchstaben R
und L tragen, von denen der jeweils gültige Buchstabe in aufrechter Stellung erscheint,
wenn die Scheibe in die Stellung für einen rechten oder linken Schuh gedreht ist.
Die Messerstange 43 wird unmittelbar durch die Kurvenführung 9 mittels einer geeigneten
Rolle hin und her bewegt und ruht in Lagern in einem Schwingrahmen 44, welcher
an der Stange 47^ (Fig. 1 und 10) 'angelenkt
ist und durch ein Hebelsystem beeinflußt wird, das aus einem Hebel 45 und aus einem Daumenhebel
46 besteht. ' Die Bewegung wird durch die Daumenrinne 7 mitgeteilt, und das
Messer erhält eine kleine seitliche Bewegung um den Zapfen herum, indem eine Bewegung
nach rechts erfolgt, wenn das Messer sich in der äußersten Rückwärtsstellung befindet,
während eine Bewegung nach links eintritt, wenn. das Messer vorwärts gegen den Anschlag
11 gebracht wird.
Der Anschlag 11 wird durch eine Stange 47 getragen, welche ebenfalls in dem Schwingrahmen
44 gleitet und an seiner Bewegung teilnimmt. Das hintere Ende' der Stange 47 trägt eine Rolle 48, welche von der Kurvenführung
6 ihre Bewegung erhält; diese Bewegung dient dazu, um den Schneidblock 11 von
der Fläche des Werkstückes bei dem Rückkehrhub zurückzubewegen, nachdem eine Förderung stattgefunden hat.
Das Kehlmesser 13 und die Fußdruckrolle 14 werden an dem oberen Ende eines senkrechten
Schiebers 49 (Fig. 2 und 9) getragen, welcher durch eine Kette mit einem Tritt verbunden
ist, so daß der Arbeiter den Abstand des Kanals von der Schneidkante der Sohle
ändern kann; da die Kante und die Stellung des Kanals keine feste Beziehung zueinander
haben, wird irgendeine mechanische Verbindung mit der selbsttätigen Kantenführung unmöglich.
Der senkrechte Schieber 49 ist in einen Block 50 eingepaßt, welcher sich an dem Ende der Gleitstange 51 (Fig. 1 und 9) befindet,
die durch einen Schwinghebel 52 des Maschinenkopfes 3 getragen wird. Die Stange
51 wird clurch eine Feder herausgedrückt, damit die Rolle 14 in Berührung mit der Oberfläche
der Sohle gehalten wird. Sie kann zurückgehalten werden, um die Einführung des Werkstückes durch den Hebel 53 zu ermög-
lichen. Die ganze Anlage wird auf geringe Länge von rechts nach links gleichzeitig mit
der Messerstangenschaukel 44 bewegt, um die Förderung zu bewirken, und zwar durch ein '
ähnliches Hebelsystem, das durch die Kurvenführung 8 beeinflußt wird und aus den Hebeln
54—56 (Fig. ι und 9) besteht.
Das Kantenschneidmesser und das Kehlmesser 13 arbeiten mithin zusammen, um das
Werkstück vorwärts zu bewegen; letzteres erhält jedoch eine rasche Rückkehrbewegung,
während das Schneidmesser sich noch ortsfest an dem Werkstück befindet, und bei dieser
Rückkehrbewegung wird die Auskehlung geschnitten.
Das Trieb-. und Bremswerk besteht aus einer Trommel 57, welches auf der Triebwelle
verkeilt ist und auf ihrem Umfang eine lederbekleidete Kupplung aufweist, welche mit
einer entsprechenden Fläche innerhalb des Randes der Riemenscheibe 58 in Eingriff
kommt. Die Innenfläche der Trommel 57 kann mit einem entsprechenden Bremsschuh 59 in Eingriff gelangen.
In Fig. ι ist die Maschine in der Triebstellung
dargestellt. Der Hemmschieberblock 60 ist unmittelbar mit einem Tritt verbunden,
und bei einer Bewegung desselben durch den Arbeiter wird der Block 60 und hiermit die
Rolle 61 und der Teil 62 angehoben. ^Hierdurch löst der Bremsschuh 59 die Trommel 57
aus, und gleichzeitig wird mittels der geneigten Fläche 63 der Kolben 64 nach links bewegt;
die Riemenscheibe 58 und die Kegelkupplung bewegen sich ebenfalls unter dem
Einfluß der Feder 65; die Kupplungsscheibe gelangt in Eingriff und läßt die Maschine an.
Nach dem Anlassen läuft die Rolle 61 auf
dem höchsten Teil des Daumens 66, und der Keil kann nicht herabsteigen, außer an der
Stelle, wo der Daumen 66 zu diesem Zwecke ausgeschnitten ist. Es ergibt sich hieraus, daß
die Maschine in eine Stellung gebracht wird, vorzugsweise bei zurückgezogenem Messer,
wo die Kupplung gleichzeitig durch die Kolben 64 außer Eingriff gebracht wird.
Die beschriebene Anordnung kann mit Vorteil in verschiedenen Beziehungen abgeändert
werden. Die Schmiege oder Kantenführung 12 wird vorzugsweise einstellbar an der senkrechten
Stange 15 angeordnet, so daß man je nach Wunsch die Sohle mehr oder minder gering
vorstehen lassen kann; anstatt einer einzigen Schaltklinke können zwei oder drei vorgesehen
werden, wodurch eine feinere Einstellung erreichbar ist; die Stirnplatte oder deren Schieber kann mit zwei Anzeigetafeln,
z. B. mit den Buchstaben L und R, versehen werden, welche derart angeordnet sind, daß
der eine erscheint, je nachdem die Teile eingestellt sind, um einen linken oder rechten
Stiefel zu erzeugen. Der Schieber kann auch mit einem Maßstabe versehen sein, um die
genaue Einstellung der Anschläge in bezug auf den Grad der zu erzeugenden Krümmung
zu ermöglichen..
Claims (6)
1. Maschine zum Abrunden und Zurichten von Schuhsohlen, bei der Werkstück
und Werkzeug sich winklig oder quer ; zur Richtung des normalen Vorschubes
gegeneinander bewegen, wobei die Arbeitsgeschwindigkeit selbsttätig eingestellt werden kann, dadurch gekennzeich- 75·
net, daß durch von außen steuerbare Vorrichtungen zwei verschiede'ne maximale
Arbeitsgeschwindigkeiten für Hin- und Rückgang der Kantenführung (12) eingestellt
werden können, deren Aufeinanderfolge für den nächsten Arbeitsgang selbsttätig umgekehrt wird, und daß die Größe
der maximalen Arbeitsgeschwindigkeiten beliebig geändert werden kann.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Kantenführung
(12) steuernde Drehschablone (39) für Hin- und Rückgang verschiedene Geschwindigkeiten
erhält, die umkehrbar sind.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen
Kniehebel (K) o. dgl. seitlich und exzentrisch verschiebbare Anschläge (36, 37)
o. dgl. vorgesehen sind, durch deren Ver-Schiebung einerseits die Grenzgeschwindigkeit
bestimmt, andererseits die Umkehrung der Geschwindigkeiten der Arbeitsbewegung bewirkt werden kann.
4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kantenführung
(12) durch eine einzelne Schablone (39) gesteuert wird, wobei die Mittel zur Bestimmung der Richtung und
Relativgeschwindigkeit der Schablonendrehung durch den Bedienungsmann in Gang gesetzt und durch die Maschine
selbsttätig gesteuert werden.
S- Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei auf einer drehbaren Scheibe (39) verschiebbare Anschläge
(36,37) angeordnet sind, durch die die Bewegungslänge eines Hebels (31)
begrenzt und so die Grenzgeschwindigkeit der Arbeitsbewegung bestimmt wird, und daß Mittel vorgesehen sind, um die Scheibe
(39) zu drehen, sowie ein Sperrstift (40) o. dgl., um die Scheibe in der Normallage
festzuhalten, sowie ferner Mittel, um den ■ Sperrstift (40) außer Eingriff zu bringen
und so eine Teildrehung der Scheibe zu bewirken, wodurch die Relativstellung der
Anschläge (36,37) zu ihren Bewegungsteilen (31) umgekehrt wird.
6. Maschine nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Schaltkurbel (25),
die die Bewegungslänge der Schablone für jede Umdrehung und so die Arbeitsgeschwindigkeiten regelt, wobei die Exzentrizität
der Kurbel durch Vorrichtungen eingestellt wird, die gleichzeitig die Drehrichtung
der Schablone einstellen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE266071C true DE266071C (de) |
Family
ID=523246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT266071D Active DE266071C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE266071C (de) |
-
0
- DE DENDAT266071D patent/DE266071C/de active Active
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