DE266209C - - Google Patents

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DE266209C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/54Artificial arms or hands or parts thereof
    • A61F2/58Elbows; Wrists ; Other joints; Hands

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Transplantation (AREA)
  • Cardiology (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 266209 -· KLASSE 3Od. GRUPPE
CARNES ARTIFICIAL LIMB COMPANY in KANSAS CITY, Missouri, Y. St. A.
ausgehenden Gestänges betätigt wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Dezember 1912 ab.
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an dem in den amerikanischen Patentschriften 760102 und 999484 dargestellten künstlichen Arm. Die Verbesserun-N 5 gen umfassen in der Hauptsache das im Handgelenk untergebrachte Getriebe, das zur Bewegung des Handgelenks, der Hand und der Finger dient, und bestehen in einer Vereinfachung dieses Getriebes.
Der Erfindungsgegenstand ist auf den Zeichnungen in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt; es zeigen
Fig. ι und 2 die Aufhängung des künstlichen Armes.
Ferner zeigt am menschlichen Körper, von hinten und vorn gesehen,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Oberarmes mit teilweise abgebrochener Wand;
Fig. 4 eine gleiche Ansicht des Armes mit winklig zueinander eingestelltem Ober- und Unterarm,
Fig. 5 den Arm nach Fig. 3 von der entgegengesetzten Seite,
Fig. 6 eine Ansicht des Gelenkteiles des Armes in größerem Maßstabe,
Fig. 7 die Einrichtung nach Fig. 6, von der entgegengesetzten Seite gesehen,
Fig. 8 eine Ansicht des oberen Teiles der Einrichtung nach Fig. 7,
Fig. 9 einen vertikalen Mittelschnitt der Fig. 8,.
Fig. 10 eine Endansicht des Vorderarms mit entferntem Gelenkteil,
Fig. 11 die andere Seite der Einrichtung der Fig. 10.
Fig. 12 entspricht der Fig. 10 mit gelöster Kupplung.
Fig. 13 entspricht der Fig. 11 mit gelöster Kupplung.
Fig. 14 ist eine Seitenansicht der vom unteren Ende des Vorderarms entfernten Gelenkvorrichtung, bei der ein Teil des Gehäuses abgebrochen ist, um die innere Einrichtung der Kupplung nach Fig. 12 und 13 zu zeigen,
Fig. 15 ein Längsschnitt der Hand im Aufriß. "
Fig. 16 ist ein Wagerechtschnitt derselben, , im Sinne des Pfeiles nach Fig. 15 gesehen.
Der künstliche Arm besteht aus dem Vorderarm A, der auf dem Oberarm anzubringenden Hülle Ä1, dem Handgelenkteil A 2, dem Gelenk A 3 und der Hand A i. In Fig. 1 und 2 sind die über die Schultern des Benutzers gelegten Riemen und Schnüre veranschaulicht, die zum Tragen und Betätigen des künstlichen Armes dienen. Der Riemen B ist mit dem Arm auf der Rückseite verbunden, geht quer über den Rücken zur anderen Schulter und dann unter der Achselhöhle des unverletzten Armes zurück nach der Schulter des verletzten Armes nach vorn zum künstlichen Arm, an dem der Riemen in die Schlinge B1 ausläuft. Das andere Ende des Riemens B (Fig. 1) bildet die Schlinge B2. Auf der Vorderseite ist der Riemen C angebracht, der quer über die Brust des Benutzers in die Schleife C1 an der Hülle A1 ausläuft. Die Schleife B1 (Fig. 2) ist mit einer Schnur D1 zum Öffnen der Hand verbunden, welche durch das Armgehäuse zur Vorrichtung
gellt, die mit dem Fingermechanismus verbun- j den ist. Mit der Schleife B2 an der hinteren i Seite des Armstumpfes ist eine Schnur D verbunden, die zum Schließen der Hand dient, j Mit der Schleife C1 (Fig. 2) ist eine Schnur D2 verbunden, die als Feststellvorrichtung für das Handgelenk dient.
Die Armstumpf hülle A1 (Fig. 3, 4, 5) hängt durch die Seitenstangen α mittels der Gelenke a1 mit dem Vorderarm A zusammen. Eine dieser Seitenstangen besitzt eine Verlängerung α2, an die ein Ende der Stange a3 angelenkt ist, welche andererseits mit der Gelenkvorrichtung E im hintern Ende des Vorderarms drehbar verbunden ist.
In der Wand des Vorderarms A an der entgegengesetzten Seite der Stange as befindet sich eine längliche Vertiefung zur Aufnahme der Schnüre D, D1, D2 (Fig. 5); im unteren Ende des Vorsprunges ist ein. diesen abschließender zylindrischer Rahmen E befestigt, der einen nach außen ragenden zylindrischen Ansatz Zs1 (Fig. 9) besitzt, in dessen Mitte eine Öffnung E2 vorgesehen ist. Auf dem zylindrischen Ansatz E1 ist ein Kegelrad F mit der Nabe F1 (Fig. 9) aufgebracht. Das äußere Ende des hohlen zylindrischen Ansatzes E1 besitzt ein Schrauben-. gewinde, auf das die hohle Mutter Es aufgeschraubt ist, um das Kegelrad F auf dem Ansatz E1 festzuhalten. Die Nabe F1 des Kegelrades F besitzt gleichfalls Schraubengewinde zu einem noch näher anzugebenden Zwecke.
An der unteren Seite des Rahmens E ist in geeigneten Lagern e eine hohle Achse G angeordnet, auf der das Kegelrad H sich lose dreht (Fig. 9). Letzteres ist so groß, daß es durch einen Schlitz e1 (Fig. 10, 12) ragt, um mit. dem Kegelrad F im Eingriff zu stehen.
Die hohle Achse G ist mit einer ungefähr halbrunden Scheibe G1 (Fig. 6, 8, 14) versehen. An einer Ecke dieser Scheibe ist die das Handgelenk betätigende Stange α3 angelenkt.
Das Kegelrad H weist einen Ausschnitt h (Fig. 13, 14) auf, und die Scheibe G1 besitzt einen Arm G2, der in den Ausschnitt h des Kegelrades H eintreten kann. Innerhalb der hohlen Achse G ist eine Feder g untergebracht, die sich gegen den Kopf des Bolzens g1 legt, der durch den Ring g2 innerhalb der Hohlachse gehalten wird.
Der Bolzen g1 liegt gewöhnlich mit dem freien Ende an der Wand des Rahmens E an, so daß die Feder g bestrebt ist, die Hohlachse gegen die Mitte des Rahmens und den Arm G2 in den Ausschnitt h des KegelradesiT zu drücken, so daß, wenn die halbrunde Scheibe G1 und die Hohlachse G durch die Stange a3 infolge der Handgelenkbiegung (Fig. 4) gedreht werden, auch eine Drehung der Kegelräder H, F erfolgt.
Um den Arm G2 aus der Vertiefung h zu befreien, wird an der Außenfläche des runden Rahmens E ein Hebel / mittels Gelenkzapfens/1 angebracht (Fig. 10 und 12). Der Hebel / wird durch einen Kniehebel J2 betätigt, dessen eines Ende mit der Schnur D2 verbunden ist. Das andere Ende des Kniehebels J2 greift in ein Ende des Hebels / ein. Das. andere Ende d^es Hebels ·/ umfaßt den Rand des Kegelrades H, das durch den Schlitz e1 im Rahmen E hindurchragt. Der Hebel / besitzt einen sich einwärts zwischen das Kegelrad H und die halbrunde Scheibe G1 erstreckenden Stift /3, so daß, wenn die Stangenschnur D2 gezogen wird, der Kniehebel J2 den Hebel / betätigt, dessen Stfit /3 die Scheibe G1 und die Hohlachse G seitwärts bewegt, wobei der Vorsprung G2 aus der Vertiefung h des Kegelrades H hinausgehoben wird und die Achse G und Scheibe G1 sich drehen können, ohne daß die Kegelräder sich drehen. Am runden Rahmen E ist in einem geeigneten Lager e2 ein verschiebbarer Bolzen K angeordnet (Fig. 6), der einen erweiterten geschlitzten Teil K1 besitzt (Fig. 10, 12), welcher seinerseits in eine Öffnung des Rahmens E greift und von einer Öffnung /* des Hebels / aufgenommen werden kann, wenn der Hebel / zum Herausheben des Vorsprunges G2 aus der Vertiefung h des Kegelrades H betätigt wird (Fig. 12 und 14), um den Hebel J in der Lage nach Fig. 12 zu halten und um den Gelenkteil A2 gegen Drehnug zu sichern. Um den Hebel / zu lösen und ein Einspringen des Vprsprungs G2 in die Vertiefung h des Kegelrades H zu gestatten, ist ein Hebel L in den Ohren des Rahmens derart angelenkt, daß ein Ende desselben in den Schlitz k des Teiles K1 und das andere Ende hinter das Kegelrad H ragt, so daß es mit dem Vorsprung G2 der Scheibe G1 in Eingriff kommen kann. Bei einem starken Knicken des Ellbogengelenks verursacht der Vorsprung G2, daß der Hebel den Bolzen K genügend weit zurückzieht, um den Hebel / zu befreien, wobei die Feder g in der Hohlachse G die Scheibe G1 gegen das Kegelrad H andrückt, das seinerseits den Hebel / zurückbewegt, so daß die Öffnung /4 seitlich vom Bolzen K zu liegen kommt und zur Zurückhaltung des letzteren in seiner zurückgezogenen Lage dient (Fig. 8, 11).
Um den Bolzen vorwärts zu drücken, wenn der Hebel /, wie später beschrieben, ausgelöst wird, ist zwischen dessen erweitertem Teil K1 und dem Ohr e2 eine Spiralfeder k1 vorgesehen.
Auf der Nabe F1 des Kegelrades F ist eine Scheibe M aufgeschraubt (Fig. 6, 7, 8, 9), die einen zylindrischen Flansch m besitzt und sich mit dem Kegelrad F dreht. Eine Reihe von Öffnungen m1 in der Scheibe m ist zu dem Zwecke vorgesehen, den Sperrbolzen K aufzunehmen, wenn letzterer vom Hebel / befreit ist, um die Drehung der Scheibe M und der Kegelräder F, H zu verhindern, wenn der
Arm G2 aus der Ausnehmung L herausgehoben ist. Der Handgelenkteil A2 ist am Flansch m der Scheibe M mit letzterer drehbar befestigt, so daß durch den Bolzen K auch die Drehung des Handgelenkteils A2 verhindert wird.
Der Handgelenkteil A2 ist mit der Hand A^ mittels des Gelenkzapfens As verbunden. Dieser Zapfen ist mit einer federbelasteten Klinke N\ versehen, die in Ausschnitte η des oberen abgerundeten Teiles eingreift und die Hand in der gewünschten Lage hält. Ein Ende dieser Klinke ragt aus dem Gehäuse A* heraus.
Die Finger 5 sind mit der Hand A* mittels der Gelenke O verbunden und innen hohl. In den Höhlungen liegen auf den Gelenken aufgebrachte Hebel O1, die an ihren inneren Enden durch Querstangen mit der Hand fest verbunden sind, so daß sie beim Drehen der Fingerteile 5 sich nicht mitdrehen. Die Fingerenden 6, die in üblicher Weise mit den Fingerteilen 5 verbunden sind, besitzen Ausnehmungen für die Längsstangen P, die einerseits bei f1 mit den Hebeln O1 und anderseits bei p mit den Fingerteilen 6 verbunden sind, so daß beim Drehen der Fingerteile 5 um ihre Achsen 0 die Gelenkglieder P ein Drehen der Fingerteile 6 um p% verursachen, wie in Fig. 15 punktiert angedeutet ist. Zur Bewegung der Finger ist im Handteil A eine Schwingachse Q vorgesehen, die Kurbelachsen Q1 besitzt (Fig. 15, 16). Die Kurbelachsen Q1 sind mit den Fingerteilen 5 durch' die Pleuelstangen Q2 verbunden und an letzteren bei q angelenkt.
Zum Drehen der Schwingachse Q ist an letzterer ein Zahnradsegment R vorgesehen, das im Eingriff steht mit dem Schraubenrade T auf der Achse S. Um letztere sind die Antriebsschnüre D1D1 beiderseits des Rades T in entgegengesetzter Richtung aufgewickelt, um das Schraubengetriebe nach beiden Richtungen drehen zu können, so daß die Finger 1, 2, 3, 4 geöffnet oder geschlossen und in jeder Zwischenlage gehalten werden können.
Wenn der Benutzer die Finger der künstliehen Hand schließen will, so hebt er und zieht die entgegengesetzte Schulter zurück, so daß unter Vermittlung der Schnur D die Bewegung auf die Finger übertragen wird. Soll die Winkelstellung der Hand A 4 gegenüber dem Gelenk A 2 geändert werden, so wird dieselbe Schulterbewegung bei ausgehobener Klinke N fortgesetzt. Soll die Hand .44 auf dem Gelenk A3 zurückgedreht werden, so senkt der Benutzer die dem künstlichen Arm entgegengesetzte Schulter und hebt die den Arm tragende Schulter, wobei er auf den Riemen B vorn einen Zug ausübt, der sich auf die Schnur D1 überträgt. Dadurch wird die Hand 4 zurückbewegt, und in weiterer Folge werden die Fingerteile 1, 2, 3, 4 geradegerichtet. Aus der Beschreibung ergibt sich auch, daß, wenn der Arm aus der Lage nach Fig. 3 in die nach Fig. 4 gebracht ,wird, die Hand Ai mit dem Gelenk A2 sich auf dem Ansatz E1 um 90° dreht. Ansatz E1 und Mutter E3 (Fig. 9) sind hohl und gestatten einen Durchtritt der Schnüre 'D, D1, so daß beim Drehen von A, A2 keinerlei zusätzliche Spannung dieser Schnüre sich ergibt.
Wenn der Gelenkmechanismus festgestellt werden soll, wird die den künstlichen Arm tragende Schulter zurückgezogen und dadurch auf den Riemen C und die Schnur Z)2 ein Zug ausgeübt und durch den Winkelhebel /2 eine Bewegung des Gelenks / aus der Lage nach Fig. 10 in die nach Fig. 12 ausgeführt. ' Hierbei tritt der Ansatz G2 mit dem Hebel L in Eingriff, der den Sperrbolzen K aus der Öffnung m1 der Scheibe M heraushebt und eine Rückkehr des Hebels / gestattet, so daß ein Einschnappen des Ansatzes G2 in das Kegelrad H wieder ermöglicht wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Künstlicher Arm, bei dem durch Knicken des Ellbogens ein Kegelrädergetriebe zum Drehen des Handgelenks um die Armachse mittels eines vom Ellbogen ausgehenden Gestänges betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgtem , Drehen des Handgelenks letzteres in seiner go Lage dadurch erhalten wird, daß die Kupplung (G2, h) der Kegelräder mit dem Gestänge durch ein von einer Schulter zu betätigendes Zugorgan (D2, J2) mittels eines Ausrückhebels (J, J3) aufgehoben wird und dieser in der Ausrücklage (Fig. 12) durch einen in ihn und in eine Öffnung (m1) des Handgelenkes einschnappenden Stift (K) festgehalten wird.
2. Künstlicher Arm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Wiedereinrücken der Kupplung der Ansatz (G2) der Achse (G), der in einen Ausschnitt des lose auf der Achse sitzenden drehbaren Kegelrades (H) eingreift, beim größten Ausschlag, also bei ganzer Knickung des Ellbogens, auf einen den Sperrstift (K) aushebenden Hebel (L) stößt.
3. Künstlicher Arm nach Anspruch 1 und 2, bei dem je nach dem Zuge über die
. Schultern des Benutzers geführter Schnüre in der einen oder in der anderen Richtung .die Finger geschlossen oder, geradegerichtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben Zugmittel auch zum Ein- und Auswärtsbewegen der Hand dienen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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