DE266515C - - Google Patents

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DE266515C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/30Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts
    • D06P3/305Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts with oxidation dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 266515-KLASSE Bm. GRUPPE
OTTO LANGE in PASING-MÜNCHEN.
Verfahren zum Trockenfärben von Pelzen oder Pelzwaren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Februar 1913 ab.
Pelze werden bis jetzt meistens in wäßrigem
Bade gefärbt. Diese Methode entspricht zwar im allgemeinen den praktischen Bedürfnissen.
In manchen Fällen ist aber das Anfeuchten der Pelze nicht ausführbar, besonders wenn es sich um konfektionierte Pelzwaren handelt, welche nur gefärbt und nach dem Färben nicht weiter umgearbeitet werden sollen.
Es wurde nun gefunden, daß das Anfeuchten der Pelze durch Anwendung des sogenannten Trockenfärbens zu vermeiden ist, indem die Pelze in Benzin oder einem ähnlichen Lösungsmittel, wie Tetrachlorkohlenstoff, gefärbt werden.
Hierfür ist es hauptsächlich nötig, entsprechend lösliche Farbstoffe zur Verfügung zu haben und dies ist leicht erreichbar, indem man die in der Pelzfärberei viel gebrauchten oxydierbaren Farbbasen, z. B. die p-Phenylendiamine mit Olein über ioo° erhitzt, bis sie in dem Lösungsmittel löslich geworden sind. Die Anwendung solcher Basen zum Trockenfärben von Pelzen u. dgl,, sowie auch die Darstellung ihrer Oleate war bisher nicht bekannt. In dem Buche »Dyeing and Cleaning« von Farrell ist nur angegeben, daß Pelze mit basischen oder sauren Farben nach dem Trockenfärbeverfahren gefärbt werden können. Das, Trockenfärben mit oxydierbaren Basen, welche bis jetzt noch nicht in einer hierfür geeigneten Form bekannt waren, ist aber neu. Gegenüber den in genanntem Buche erwähnten Verfahren des Trockenfärbens, zeigt das vorliegende wesentliche Vorzüge, indem die verschiedenartigen Haare der Pelze gleichmäßigere Färbungen annehmen und die Färbungen viel bessere Reibechtheit besitzen.
Die zu färbenden Pelze oder Pelzwaren werden 2 bis 3 Stunden in ein mit einer benzinlöslichen Seife, sogenannter Benzinseife, versetztes kurzes Benzinbad eingelegt, um sie zum Färben vorzubereiten. Man läßt sie dann kurz ablaufen und bringt sie in ein zweites Benzinbad von gleicher Größe wie das erste, gibt den in Benzin gelösten Farbstoff hinzu und beläßt in diesem Bade eine Stunde; alsdann gibt man Benzinseife zu und läßt über Nacht oder nach Bedarf länger ziehen. Hierauf wird gut zentrifugiert und, falls die Felle abreiben sollten, in ein mit etwas Benzinseife versetztes Benzinbad für einige Zeit eingelegt. Schließlich wird nochmals gut zentrifugiert und dann zur vollen Entwicklung der Farbe in einer rotierenden Trommel kürzere oder längere Zeit behandelt.
Zur Herstellung der Benzinseife kann man z. B. 13 kg Olein mit 1 kg Ätzkali unter Zusatz von 6 1 Spiritus verseifen und nach dem Erkalten zu 1 1 dieser Flüssigkeit 5 g Spiritus, 10 g Olein und 5 g hochprozentiges Wasserstoffsuperoxyd zumischen. Hiervon gibt man für je 12 Kaninfelle dem Vorbereitungsbade etwa V21 und dem Färbebade, nachdem die Ware 1 Stunde darin gewesen, 3/4 bis 1 1 zu.
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Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Trockenfärben von Pelzen oder Pelzwaren, dadurch gekennzeichnet, daß in dem aus Benzin, Tetrachlorkohlenstoff ο. dgl. bestehenden Bade Körper gelöst werden, welche durch Erhitzen organischer oxydierbarer Basen wie p-Phenylendiamin mit Olein erhalten sind.
    70
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