DE266518C - - Google Patents

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DE266518C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/54Preparation of sulfur dioxide by burning elemental sulfur

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Air Supply (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 266518 KLASSE 12 f. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. September 1912 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Regelung der Luftzufuhr zu ■ Schwefelöfen u. dgl., bei der das Luftventil sich durch die Differentialbewegung zwischen einem erhitzten und einem kalten Rohr entsprechend der durch die Verbrennung des Schwefels erzeugten Hitze selbsttätig regelt.
Bei den bisherigen Vorrichtungen dieser Art wird hierbei der durch das Luftventil ge-
° steuerte Hilfsluftstrom unmittelbar der Außen-.luft entnommen und unterliegt somit wesentlich anderen Einflüssen als der Hauptluftstrom. Zwischen den beiden Luftströmen besteht infolgedessen keinerlei gegenseitige Beziehung, was zur Folge hat, daß die Menge des Hilfsstromes gegenüber der des Hauptluftstromes je nach den atmosphärischen Verhältnissen mehr oder weniger differiert, und daß bei Änderungen des Zustandes der atmosphärischen Luft die vorherigen, in bestimmter Weise geregelten gegenseitigen Beziehungen der beiden Luftströme gänzlich umgestoßen werden. Die unbedingt erforderliche gleichmäßige Wirkung und Leistung des Ofens aber würde hierdurch vollkommen in Frage gestellt werden. Die bisherigen Einrichtungen weisen infolgedessen ganz erhebliche technische Mängel auf.
Bei dem Gegenstande der vorliegenden Erfindung werden diese schwerwiegenden Nachteile dadurch überwunden, daß die Zufuhr sowohl des Haupt- als auch des Hilfsluftstromes von einer einzigen Quelle aus und unter den 35
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gleichen Druckverhältnissen erfolgt, so daß eine im Gegensatz zu den älteren Einrichtungen tatsächlich vollkommen selbständige Regelung des Ofens erfolgen kann. Infolgedessen braucht der Ofen nicht mehr, wie dies bisher unbedingt notwendig war, durch einen hochentlohnten, besonders vertrauten Arbeiter überwacht zu werden, sondern es genügt, die Wartung der Maschine durch einen gewöhnlichen Hilfsarbeiter vornehmen zu lassen.
Ein weiterer Vorteil der Neuerung ist darin zu erblicken, daß die Gefahr einer Verstopfung durch kondensierten, mehlförmigen Schwefel vollkommen behoben ist, so daß es nicht mehr, wie bisher, erforderlich ist, die Anlage von Zeit zu Zeit stillegen und auskühlen lassen zu müssen, um sie alsdann von den entstandenen Niederschlägen zu reinigen, was namentlich auf Schiffen, wo derartige Maschinen vielfach Verwendung finden, ernste Folgen haben könnte.
Auf der Zeichnung stellt dar:
Fig. ι einen Längsschnitt durch den Ofen nach V-V der Fig. z,
Fig. 2 in ihrer linken Hälfte einen Schnitt nach X-X und in ihrer rechten Hälfte einen Schnitt nach Y-Y der Fig. i.
Fig. 3 ist ein in größerem Maßstabe gehaltener Teilschnitt nach W-W der Fig. i.
Der Ofen besitzt im allgemeinen, die gebräuchliche Bauart und ist mit Ablenkplatten a und einem Rost b versehen, auf welchen der Schwefel gebracht wird, um dort verbrannt zu werden. Die Verbrennungsluft wird dem
Ofen durch ein Einlaßrohr d in der gewöhnlichen Weise zugeführt. Im oberen Teil des Ofens befindet sich ein Thermostat f, der mit dem Ventil zur Überwachung der Hilfsspeiseleitung verbunden ist. Die Zuführungsleitung e für die Nebenluft ist von der Hauptspeiseleitung vorzugsweise an einer Stelle nahe beim Ofen (Fig. 2) abgezweigt und in den Ofen vorzugsweise an einer Stelle nahe beim Thermostaten f eingeführt, so daß die zweite Verbrennung in unmittelbarer Nähe des Thermostaten f stattfindet. Das innerhalb der Hilfsspeiseleitung angeordnete Rohr wird in seiner gewöhnlichen Verschlußlage durch eine Feder i erhalten, welche an einem Ende mit einem festen Punkt des Ofens und am anderen Ende mit einer Stange j verbunden ist, die auf der Achse des Ventiles g sitzt und nach der Außenseite des Rohres e reicht, während das andere Ende der Stange j durch einen Arm k betätigt wird, den der Thermostat f trägt. In einem in der Stange / vorgesehenen Schlitz ist ein Zapfen I einstellbar angeordnet, der den Beginn und die Dauer der Einwirkung des Ventiles g bestimmt.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Ofens ist die folgende:
Auf den Rost b wird Schwefel gebracht und angezündet. Beim Fortschreiten der Verbrennung steigt die Temperatur, und der Schwefel fällt vom Rost auf den Boden c des Ofens, wo er zu brennen fortfährt und Gas erzeugt. Infolge der Verbindung des Sauerstoffes der Luft mit dem brennenden Schwefel wird der letztere über seine Zündtemperatur hinaus bis zur Siede- oder Verdampftemperatur erhitzt. Sobald diese Temperatur er-, reicht ist, vereinigt sich sämtlicher Sauerstoff oder nahezu der gesamte Sauerstoff der Hauptluftzuleitung mit dem Schwefel. Infolge der Ofenhitze dehnt sich der Thermostat aus, der Arm k wird veranlaßt, gegen den Bolzen I zu drücken und die Stange / zu drehen, wodurch sich das Ventil g öffnet. Die Hauptluftzuleitung wird auf diese Weise allmählich nach dem Ofen hin geöffnet, und der Dampf wird veranlaßt, zu verbrennen, weil er sich immer noch oberhalb seiner Zündtemperatur befindet. Ist die Hilfsvorrichtung in unmittelbarer Nähe des Thermostaten f vorgesehen, so verursacht 5c ihre Hitze .noch eine Steigerung ihrer Wirkung. Sollte durch das Ventil g ein Luftüberschuß zutreten, so hat dieser das Bestreben, den Thermostaten f abzukühlen, worauf dieser sich zusammenzieht, die Schließung des Ven- 5£ tiles g veranlaßt und dadurch die zutretende Luftmenge verkleinert.
Die von der Hauptluftzuleitung abgezweigte Hilfsluftmenge ändert sich nicht in ihrem Verhältnis zur Hauptluftmenge, selbst wenn recht 6c beträchtliche Druckschwankungen in der Hauptluftzuleitung vorkommen.
Wenn die selbsttätige Überwachung der Hilfsleitung nicht vorgesehen wäre, würde der verdampfte Teil des Schwefels im Ofen em- 6= porsteigen, über den Auslaß gelangen und in festem Zustand in den Auslaßkanälen außerhalb des Ofens sich niederschlagen. Um dies zu verhüten, müßte für sachkundige Überwachung Sorge getragen werden, während bei 7c Verwendung der Erfindung auch eine nicht sachkundige Person die Anlage überwachen kann, da ja die wirkliche Leistung entsprechend der Temperatur des Ofens vollkommen selbsttätig eingeregelt wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Vorrichtung zur Regelung der Luftzufuhr für Schwefelofen mittels eines von 8c einem Thermostaten aus betätigten Hilfseinlaßventiles, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaßventil für den Hilfsluftstrom in eine von der Hauptluftleitung abgezweigte Hilfsluftleitung eingebaut ist, so daß der 8; von diesem Hilfseinlaßventil gesteuerte Luftstrom unmittelbar der Hauptluftzuleitung entnommen wird.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, 9< daß der aus der Hilfsleitung kommende Luftstrom den Thermostaten bestreicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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