DE267067C - - Google Patents

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DE267067C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02HWARPING, BEAMING OR LEASING
    • D02H13/00Details of machines of the preceding groups

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 267067 KLASSE'86 el GRUPPE
AUGUST OBERHOFF in BARMEN. Fadenwächter für Bandkettenschermaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1912 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Fadenwächter für selbsttätige Bandkettenschermaschinen, der auch als Kreuzeinlesevorrichtung ■ dient.
In dem Spulenrahmen ι, der in Wirklichkeit weiter entfernt als dargestellt von der Maschine angeordnet ist, sind die Spulen 2,2;.. gelagert, aus deren Fäden die Webkette geschert werden soll. Sie passieren die aus beliebigem Material herstellbaren Führungsaugen 3,3..., die den Zweck haben, den Fäden die Richtung auf die in zweiter Linie zu passierenden Fadenwächter 4,4... zu geben. Von dort gehen die Kettfäden über eine Meßtrommel 5 und von dort, zur Kette vereinigt, über eine Rolle 6 nach einer Führung 7, welche das richtige Aufwickeln auf der Kettscheibe 8 leitet, indem sie in weiter unten beschriebener Weise hin und her bewegt wird.
Um den beabsichtigten, selbsttätigen Betrieb sicherzustellen, ist es erforderlich, bei Fadenbruch und Spulenablauf den Stillstand der Maschine herbeizuführen. Zu diesem Zwecke ist unter den schwebenden Fadenwächternadeln 4 eine Wage 9 angeordnet, die bei hoch hängenden Nadeln nicht von ihnen berührt wird, und eine ständig sich drehende Exzenterwelle 10. Fällt aber eine Fadenwächternadel 4 nieder, so neigt sich die Wage 9 derart, daß die Exzenterwelle 10 gegen einen beweglichen Stift der Wage drücken kann, der seinerseits gegen einen Winkelhebel 11 stößt. Dessen Bewegung wird durch Züge und einen zweiten Winkelhebel 12 auf eine Sperrklinke 13 (Fig. 2) übertragen, die für gewöhnlich in einer Rast, wie gezeichnet, des Schiebers 14 ruht und ihn gegen den Zug der Feder 15 festhält. Sobald die Klinke 13 ausgelöst ist, schnellt der Schieber 14 zurück, und die mit ihm verbundene Riemengabel 16 (Fig. 3) bringt den Riemen auf die Losscheibe der Maschine.
Die Führung 7 ist dazu bestimmt, die auflaufende Kette zu leiten; ihre Hin- und Herbewegung erfolgt durch einen Hebel 17 (Fig. 3), der bei 18 drehbar gelagert ist und bei 19 an der Führung 7 angreift. Das Maß des Hin- und Herbewegens ist in folgender Weise im weitesten Maße veränderlich gemacht. Ein Hebel 20 (Fig. 2) tritt durch seine Rolle 21 mit der wirksamen Fläche eines Exzenters 22 in Verbindung; dieser Hebel 20 ist mit einer Reihe von Bohrungen versehen, um seinen Drehzapfen verschieden hoch einstellen und damit die Aus-.schlagweite des Hebels 20 verstellen zu können. Oben trägt der Hebel 20 ein Schlitzeisen, in welchem ein Bolzen 35 verstellbar ist. Der Hebel 18 (Fig. 3) ist ebenfalls längsgeschlitzt für den Bolzen 35 des Schlitzeisens vom Hebel 20, so daß man den Angriffspunkt an letzterem für den Bolzen 35 und damit den Ausschlag verstellen kann.
Beim Passieren der Meßtrommel setzen die Fäden diese in Drehung, welche Drehung auf ein Zählwerk bekannter, beliebiger Bauart übertragen wird, das die Meterzahl verzeichnet. Das Zählwerk kann so eingerichtet sein, daß es 'bei Erreichung der eingestellten Meterzahl auf die Sperrklinke 13 (Fig. 2) einwirkt und dadurch in bereits beschriebener Weise die Stillsetzung der Maschine einleitet.
Der Antrieb der Maschine, geschieht von den Riemenscheiben 23, 24 aus; auf deren Achse sitzt die Stufenscheibe 25, von der aus die Stufenscheibe 26 angetrieben wird. Von deren
Welle aus treibt (Fig. i) eine Kettenradübersetzung 29, 30 das oben erwähnte Exzenter 22 und damit die Führung 7 hin und her.
Durch Zahnräder 31 (auf der Welle der Stufenscheibe 26), 32 und 33 wird ferner die Achse der Kettscheibe 8 angetrieben. Um deren Drehgeschwindigkeit je nach Art des Kettenmaterials und dem wachsenden Durchmesser beim Aufwickeln entsprechend ändern zu können, sind die Scheiben 25, 26 als Stufenscheiben ausgebildet, damit das Übersetzungsverhältnis jederzeit geändert werden kann.
Bei j eder Kettenschermaschine ist es erforderlich, mit den Kettfäden zu Anfang und zum Schluß des Scherens zweimal Fach zu bilden zum Einlegen der sog. Kreuzschnur, die dazu dient, die Kettfäden in der richtigen Reihenfolge im Stuhl einpassieren zu können. Zu diesem Zwecke sind bisher die Lesebretter angeordnet, welche die Fäden passieren, und mit denen man .die erforderlichen Fächer bildet, indem einmal das eine und dann das andere gehoben wird, so daß jede Hälfte der Kettfädenzahl einmal ins Ober- und einmal ins Unterfach kommt und der Kreuzfaden zweimal eingelegt werden kann. Im vorliegenden Falle wird die Anordnung besonderer Lesebretter überflüssig gemacht dadurch, daß die Fadenwächter 4 selbst zur Bildung des Kreuzes herangezogen werden. Zu diesem Zwecke sind die Rahmen 36, 36 um Zapfen 37, 37 drehbar gemacht, und fassen erstere beim Hochdrehen je unter die vordere bzw. die hintere Reihe der Fadenwächter, wobei sie in geeigneter Weise in der Hochlage festgestellt werden können. Auf diese Weise wird abwechselnd die eine oder die andere Hälfte der Kettfädenzahl hochgehoben, und in die so gebildeten Fächer kann nun die Kreuzschnur eingelegt werden.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Fadenwächter für Bandkettenschermaschinen, gekennzeichnet durch Fadenwächternadeln (4), welche gegebenenfalls niedersinken und eine darunter befindliche Wage (9) belasten, so daß diese vor ein sich drehendes Exzenter (10) fällt, wodurch das Stillsetzen der Maschine eingeleitet wird.
2. Fadenwächtereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Vorrichtung zur Bildung des Fadenkreuzes dient, indem die in zwei Reihen angeordneten Fadenwächternadeln (4) reihenweise nacheinander angehoben werden können, wozu für jede' Reihe ein drehbarer Rahmen (36) angeordnet ist, der beim Hochdrehen unter die betreffende Fadenwächternadelreihe faßt. ■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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