DE268295C - - Google Patents

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DE268295C
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
    • G02B23/14Viewfinders

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  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- JVl 268295 KLASSE 42 h. GRUPPE
in WETZLAR.
Zielfernrohr. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. April 1912 ab.
Die Artillerie der Feldheere verwendet zum Richten der Geschütze optische Hilfsmittel, die dem Richtkanonier das Ziel näher bringen und verdeutlichen und in sinngemäßer Verbindung mit den übrigen Richtmitteln ein schnelleres und genaues Einstellen der Geschütze ermöglichen. Die neuerdings gesammelten Kriegserfahrungen verlangen Aufstellungen feuernder Batterien in gedeckter Stellung, deshalb sind einzelne Geschützarten, wie z. B. Haubitzen, von vornherein zum Feuern aus verdeckten Stellungen geschaffen worden, bei denen das zu beschießende Ziel für den Richtkanonier unsichtbar ist, weshalb das Richten des Geschützes unter Benutzung seitwärts oder rückwärts liegender Hilfsziele erfolgen muß.
Bisher in Benutzung genommene Einrichtungen ähnlicher Art gestatten zunächst immer nur das Visieren nach einer einzigen Richtung hin, und es muß eine Lagenveränderung optischer Elemente zur Einstellung auf das Hilfsziel erfolgen.
Das Zielfernrohr der Erfindung beseitigt
diese Übelstände, denn es ermöglicht nicht nur ein gleichzeitiges Visieren nach vorn und nach hinten, sondern weist, mit Ausnahme der unvermeidlichen Scharfeinstellung, nur fest liegende optische Teile auf. Die von Ziel und Hilfsziel kommenden Strahlen gelangen gleichzeitig zu demselben mit halbiertem Gesichtsfelde ausgestatteten Okular, wodurch eine gleichzeitige Beobachtung von Ziel und Hilfsziel möglich ist. Ein diese Erfordernisse erfüllendes Zielfernrohr stellt ein standfestes Gerät dar, das bei den während des Marsches und bei einem Stellungswechsel auftretenden Erschütterungen des Geschützes Störung der optischen Teile nicht leicht erleidet.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι zeigt schematisch den Verlauf der Lichtstrahlen und die Anordnung der Linsen und Prismen,
Fig. 2 das sich dem Beschauer darstellende Gesichtsfeld.
Das Fernrohr besteht aus zwei miteinander in einem festen Gehäuse verbundenen Einzelfernrohren, von denen das eine in der Richtung A B, das andere in der Richtung A b c C Ausblick hat. Beide Fernrohre haben ein gemeinsames Okular a. Im Gesichtsfeld dieses Okulars erscheinen die von B bzw. C kommenden Bilder übereinander. Wird das Fernrohr auf ein in Richtung der Achse A B zu beschießendes Ziel, etwa einen Turm d, gerichtet, so erscheint dieses Ziel z. B. im oberen Teile des Gesichtsfeldes. Alsdann wird im Rücken ein anderes sich mit diesem zu beschießenden Ziele deckendes Hilfsziel gesucht oder an geeigneter Stelle aufgestellt, das z. B. aus einer im unteren Teile des Gesichtsfeldes erscheinenden geraden Stange β besteht. Ist nun das eigentliche Ziel nicht mehr zu sehen, weil es z. B. durch Pulverdampf verdeckt ist, so braucht das Geschütz nur auf das rückwärts liegende Hilfsziel eingestellt zu werden, um ihm die gewünschte Richtung zu geben. Der
richtige Höhenwinkel läßt sich durch eine in der Fig. 2 neben dem Hilfsziel erscheinende Skala f immer wieder leicht bestimmen.
An Stelle des gewöhnlichen Reflexionsprismas β kann auch ein Pentaprisma verwendet werden, das gleichzeitig die Bildumdrehung bewirken könnte, wodurch die angedeutete innere optische Konstruktion vereinfacht würde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zielfernrohr, dadurch gekennzeichnet, daß die von einem Ziel und einem rückwärts liegenden Hilfsziel ausgehenden Strahlen unter Verwendung fest liegender optischer Teile gleichzeitig zu je einem Felde eines Ziel und Hilfsziel aufnehmenden gemeinsamen Okulars mit halbiertem Gesichtsfelde geleitet sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    Berlin. i;i::>;uic:iT :n ük.'CHsdruckerei.
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