DE268708C - - Google Patents

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DE268708C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C25/00Arrangements for preventing or correcting errors; Monitoring arrangements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 268708 KLASSE -74c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1911 ab.
Bei Anlagen mit mehreren, einzeln beweglichen, namentlich drehbaren Stationen tritt oft der Fall ein, daß eine der Stationen bei ihrer Bewegung in den Wirkungsbereich einer der anderen beweglichen Stationen gerät und so deren Arbeiten stört oder sonst eine Gefährdung der Anlage bedingt. Es kann z. B. bei der Anordnung zweier Drehscheiben, welche auf eine Reihe von Rangiergleisen arbeiten,
ίο der Fall eintreten, daß von den beiden Drehscheiben zu gleicher Zeit Maschinen auf sich kreuzende Gleise abgelassen werden und daß auf diese Weise Ursache zu einem Zusammenstoß gegeben wird.
Es sind nun bereits Einrichtungen bekannt, welche ein Signal betätigen, wenn der eine bewegliche Teil in die Gefahrzone des anderen gerät. Diese Anordnungen bestehen meist darin, daß jeder der beweglichen Teile mit einer Anzahl von Kontaktsegmenten oder Kontakten ausgerüstet ist, welche so geschaltet sind, daß bei bestimmten Lagen der'beweglichen Teile zueinander Marmvorrichtungen in Tätigkeit gesetzt werden. Diese Einrichtungen haben aber den Nachteil, daß bei einer größeren Anzahl von Gefahrstellungen auch eine sehr große Anzahl von Verbindungsleitungen zwischen den einzelnen Stationen vorgesehen werden muß.
Gemäß der Erfindung läßt sich dieser Nachteil dadurch vermeiden, daß mit jeder der drehbaren Stationen der Geber je eines synchron laufenden Signalsystems verbunden und an jeder Station jedem der Geber je ein Empfänger zugeordnet ist. Ferner sind an jeder Station besondere Aufmerksamkeitssignale vor
gesehen, die gleichzeitig von sämtlichen Empfängern und dem Geber der Station oder dieser selbst beeinflußt werden und selbsttätig die Einnahme von Gefahrstellungen dieser Station zu anderen erkennen lassen. Trotzdem man bei dieser Einrichtung also so viel Signalsysteme braucht als Stationen vorhanden sind, ist dabei die Zahl der Verbindungsleitungen verhältnismäßig gering, da für jedes System, beispielsweise bei Anwendung von Wechselstromsynchronsystemen, deren Erregerwicklungen an ein Wechselstromnetz angeschlos- ■ sen sind, nur drei besondere Verbindungsleitungen erforderlich sind. Da dann aber samtliehe Gefahrstellungen innerhalb einer Umdrehung der Geber oder Empfänger zum Ausdruck gebracht werden können, ist die Zahl der Verbindungsleitungen unabhängig von der Anzahl der Gefahrstellungen. Es ist also möglich, mit der angegebenen Zahl von Systemen eine beliebig große Menge von Gefahrstellungen in einfacher und ein wandsfreier Weise zu berücksichtigen.
Es ist noch auf die bekannten Quittungstelegraphenanlagen. hinzuweisen, bei denen an zwei Stellen wechselweise der Geber und der Empfänger je zweier Signalsysteme angeordnet sind, so daß man nach Einstellung des Rückgebers an der das Signal empfangenden Station an der Kommandostelle die Stellung dieses Gebers mit der des Kommandogebers vergleichen kann. Es ist des weiteren auch die Möglichkeit ausgesprochen worden, bei Anlagen der eben erwähnten Art bestimmte Ubertragungssysteme anzuwenden, deren Geber unmittelbar mit verstellbaren Gegenständen
gekuppelt werden können, um die Verstellung an dem zugehörigen Empfänger zum Ausdruck zu bringen.
Auf den Zeichnungen sind beispielsweise schematisch mehrere Ausführungsformen derartiger Uberwachungssysteme dargestellt. Fig. ι zeigt eine derartige Sicherheitsanlage für zwei Stationen I und II, die beispielsweise Lokomotivdrehscheiben darstellen können. Von einer
ίο mit der Drehscheibe in Drehung versetzten Achse α aus wird mittels eines Zahnrädertriebes b die Achse c eines Gebers G1, G2 in Bewegung versetzt. Der Geber gehört einem Wechselstromsystem an, bei welchem die Erregerwicklungen e der Geber G1, G2 und Empfänger E2, E1 an ein Wechselstromnetz N angeschlossen sind, während deren Anker f durch je drei Ausgleichsleitungen ν verbunden sind. An der Geberachse c sind voneinander isoliert zwei Kontaktbürsten k befestigt, welche an Alarmvorrichtungen W1, W2 angeschlossen sind und auf Kontaktscheiben s schleifen, die mit den Achsen der Empfänger E2, E1 verbunden sind. Schließlich ist zu den die Kontaktvorrichtung tragenden Empfängern noch je ein weiterer Empfänger E2 und E1' mit einer Anzeigevorrichtung (Zeiger) parallel geschaltet.
Da auf den Kontaktscheiben s die Anzahl der leitenden und nichtleitenden Teile mit Rücksicht auf die gegenseitigen Gefahrstellungen der Stationen I und II verteilt sind, so wird bei einer Verdrehung der Drehscheibe I mittels der Übertragung a, b, c der Geber G1 in die entsprechende Stellung gebracht, so daß die Bürsten k auf der Kontaktscheibe s je nach der Lage des Empfängers E2 auf leitende oder nichtleitende Teile gelangen und dementsprechend den Stromkreis des Weckers W1 sehließen oder geöffnet halten. Im ersteren Falle wird angedeutet, daß die Drehscheibe sich in einer Stellung gegenüber der Scheibe II befindet, welche eine Gefahr in sich schließt, d. h. bei der eine von der Scheibe abgelassene Maschine den Weg einer von der anderen Scheibe abfahrenden Maschine kreuzt. Gleichzeitig hat sich bei der Bewegung der Station I und ihres Gebers G1 auch der Empfänger E1 an der Station II in Umdrehung versetzt, so daß auch hier, und zwar durch die Verdrehung der Scheibe s, die gegenseitige Stellung der beiden Drehscheiben zur Anzeige gebracht wird, indem auch der Wecker W2 zum Ansprechen kommt oder in Ruhe verbleibt.
Um nicht nur das Vorliegen einer Gefahrstellung anzuzeigen, sondern auch eine solche überhaupt zu verhüten, sind die beiden Uberwachungsempfänger E1 und E2 vorgesehen, welche an einer Skala dauernd die Stellung der anderen Drehscheibe erkennen lassen, wodurch sich im Vergleich mit der Stellung der eigenen Drehscheibe dauernd die Bewegungsvorgänge überwachen lassen. Zweckmäßig kann man den Uberwachungsempfängern noch weitere mit Gegenzeigern versehene Empfänger zuordnen, welche sich in Übereinstimmung mit dem Geber der eigenen Station drehen und so auch an einem Ort, welcher die Bewegung auch der eigenen Station nicht ohne weiteres zu erkennen gestattet, die gegenseitige Stellung der Stationen sichtbar veranschaulicht. Übrigens können auch statt besonderer Überwachungsempfänger und, Gegenempfänger die Zeiger und Gegenzeiger mit dem Stationsgeber und -empfänger unmittelbar verbunden werden.
In Fig. 2 ist eine etwas abweichende Ausführungsform der Anlage dargestellt, und zwar wirken hierbei der Geber und der Empfänger einer Station nicht unmittelbar mit Kontaktvorrichtungen aufeinander, sondern jede dieser '80 beiden Vorrichtungen ist mit einer Kontaktscheibe s' gekuppelt, auf welcher festgelagerte, an die Signalvorrichtungen W1 oder W2 angeschlossene und in Reihe geschaltete Kontaktbürsten q schleifen. Die Kontaktscheiben s' sind wieder in der bereits angedeuteten Weise mit leitenden oder nichtleitenden Teilen versehen, so daß der Stromkreis der Signalvorrichtungen geschlossen wird, sobald beide Bürstenpaare q sich auf leitenden Teilen befinden.
In Fig. 3 ist schließlich eine ähnliche Einrichtung dargestellt, bei der an Stelle von den in Fig. 2 dargestellten zwei Stationen deren drei und damit auch drei getrennte Überwachungssysteme G1, E1, E1 und G2, E2, E2 sowie G3, E3, E3' vorgesehen sind. Die Geber jeder Station sind hierbei mit je zwei Kontaktscheiben s' versehen ; über jede von diesen und je eine der den beiden fremden Stationen zugeordneten Empfängerkontaktscheiben s' ist mittels der festen Kontaktbürstenpaare q der Stromkreis der Alarmvorrichtungen W1, w2, w3 geführt, so daß so viel· parallele Stromkreise für die Alarmvorrichtung bestehen als fremde Stationen vorhanden sind. Die Wirkungsweise ist dieselbe wie bei der Einrichtung nach Fig. 2.
An Stelle der Alarmsignale W1, w2, w3 können auch optische Signale vorgesehen werden, n° Auch kann man diese Einrichtung durch Relais ersetzen, welche in Gefahrstellungen den Strom für die die Station bewegenden Motoren ausschalten.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Signalanlage zur Überwachung der Stellung mehrerer frei drehbarer Stationen, bei der mit jeder dieser Stationen der Geber je eines synchron laufenden Signalystems gekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß jedem aller Geber und Signalsysteme je
    ein Empfänger an jeder Station zugeordnet ist, sowie an den Stationen besondere Aufmerksamkeitssignale vorgesehen sind, die gleichzeitig von sämtlichen der Station zugeordneten Empfängern und dem Geber der Station oder von dieser selbst beeinflußt werden und selbsttätig die Einnahme von Gefahrstellungen dieser Station zu anderen erkennen lassen.
  2. 2. Signalanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder'Station mit dieser oder deren Geber und den Empfängern Kontakteinrichtungen (Kontaktscheiben und -bürsten) verbunden sind, die den Stromkreis elektrisch beeinflußter Aufmerksamkeitssignale bei Einnahme der Gefahrstellungen schließen.
  3. 3. Signalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer den die Aufmerksamkeitssignale beeinflussenden Empfängern der Stationen noch allein zur Anzeige der Stellungen der übrigen Stationen dienende Empfänger vorgesehen sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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