DE268772C - - Google Patents

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DE268772C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C5/00Draught assemblies
    • B62C5/005Starting aids

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 268772 KLASSE 63 b. GRUPPE
AUGUST LINK in MANNHEIM.
Hilfsantriebvorrichtung für Lastwagen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. September 1912 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine an Lastwagen jeder Art sowie an fahrbaren Geschützen und anderen Armeefahrzeugen anzubringende Vorrichtung, mittels deren der Fahrzeuglenker die Zugtiere bei der Vorwärtsbewegung des schwerbeladenen oder an sich schweren Fahrzeuges auf steiler Fahrstraße oder auf glattem oder weichem Boden unterstützen oder die Vorwärtsbewegung im Bedarfsfalle allein oder
ίο mit Hilfe eines zweiten Mannes bewirken kann.
Diese Vorrichtung besteht in bekannter Weise aus einem am Wagenkasten angebrachten Zahnrädergetriebe, das durch Handkurbeln in Bewegung gesetzt wird und die Drehung ins Langsame übersetzend auf zwei zusammengehörige, auf einer festliegenden Achse sitzende Wagenräder, z. B. auf die Hinterräder, überträgt. Gemäß der Erfindung sind die die Drehung auf die Wagenräder übertragenden Getrieberäder lose auf einer gemeinsamen Welle angeordnet und mit dieser durch Kupplungen in der Weise verbunden, daß beim Voreilen eines der beiden Wagenräder, wie es
z. B. beim Bogenfahren eintritt, das mit diesem Wagenrad verbundene Getrieberad selbsttätig abgekuppelt und somit eine Zerstörung des Getriebes vermieden wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 den Hinterteil eines vierräderigen Lastwagens mit der Hilfsantriebvorrichtung in Unteransicht und Fig. 2 denselben in Seitenansicht.
Auf der Innenseite jedes der beiden Hinterräder a des Wagens ist an den Radspeichen (oder an der Radfelge) ein großer Stirnradkranz b befestigt, in welchen ein kleines Stirnrad c eingreift. Die beiden Räder c sitzen lose auf den Enden einer gemeinsamen Welle d, die in zwei unten am Wagenkasten β befestigten Lagern f drehbar und verschiebbar gelagert ist. Auf dieser Welle sitzen ferner einerseits ein größeres Stirnrad g, dessen Nabe den einen Teil einer Klauenkupplung h bildet, und andererseits der eine Teil einer zweiten Klauenkupplung i, und zwar beide nicht drehbar, aber achsial verschiebbar. Die Naben der Räder c bilden die anderen Teile der Kupplungen h und i. In das Rad g greift wieder ein kleines Stirnrad k ein, das fest auf einer zweiten Welle I sitzt. Die letztere ist ebenfalls in zwei unten am Wagenkasten e befestigten Lagern m gelagert und trägt an beiden Enden je eine Handkurbel n. Auf der Welle d sitzen schließlich zwei Schraubenfedern 0, die einerseits an einem festen Bund der Welle und andererseits an der Nabe des Rades g oder dem verschiebbaren Teil der Kupplung i anliegen. Zwischen zwei Bunde in der Mitte der Welle d greift das eine gegabelte Ende eines zweiarmigen Handhebels f, der unten an dem die Drehzapfen der Räder α tragenden Querbalken r um einen senkrechten Zapfen s schwingbar gelagert ist. Am hinteren, als Handgriff ausgebildeten Ende dieses Hebels ist eine federnde Klinke t gelagert, die in die eine zweier Kerben eines unten am Wagenkasten e befestigten Bogens u eingreift.
Dreht man mittels der Kurbeln η oder einer derselben die Welle I in der Richtung derein-

Claims (1)

  1. gezeichneten Pfeile, so wird diese Drehung mittels der Räder k und g auf die Welle d, mittels der Kupplungen k und i auf die Räder c und mittels der Zahnkränze b auf die Wagenräder α so übertragen, daß der Wagen sich vorwärts bewegt. Eilt das eine Wagenrad α und mit ihm auch das auf derselben Seite liegende Zahnrad c dem anderen vor, so rückt sich die Kupplung h oder i selbsttätig
    ίο aus, indem der an dem voreilenden Rad c sitzende Kupplungsteil vermöge der Schrägung der Kupplungszähne den anderen Kupplungsteil entgegen der Wirkung der Feder ο nach innen drückt, so daß das voreilende Rad c von der Welle d entkuppelt wird.
    Beim Fahren auf ebener Straße oder auf hartem Boden, wo ein Hilfsantrieb nicht nötig ist, wird die Antriebvorrichtung gänzlich ausgeschaltet. Dies geschieht dadurch, daß man den Handhebel p in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles bewegt, wodurch die Welle d mit den auf ihr sitzenden Teilen c, g, h, i und 0 so verschoben wird, daß die Räder c außer Eingriff mit den Zahnkränzen b kommen.
    Die Welle I kann mit einem Gesperre versehen werden, um durch Einrücken dieses. Gesperres ein unbeabsichtigtes Rückwärtsbewegen des Wagens auf abschüssiger Straße zu vermeiden. Zu demselben Zweck kann man aber auch die Handkurbeln η oder eine derselben von Hand oder mittels einer am Wagenkasten befestigten Kette festhalten.
    Die Wirkung der Hilfsantriebvorrichtung kann beim Anfahren auf weichem oder unebenem Boden durch Klammern in Form von Eisenbügeln unterstützt werden, die man von innen auf die Radfelgen aufsetzt, so daß ihre über die Radkränze vorstehenden Schenkel bei der Vorwärtsbewegung der Räder in den Boden eingreifen und die Räder aus dem Boden ausheben.
    Pate ν τ-Α ν spruch:
    Aus einem durch Handkurbeln in Bewegung zu setzenden, auf die Wagenräder drehend einwirkenden Zahnrädergetriebe bestehende Hilfsantriebvorrichtung für Lastwagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnräder (c) lose auf einer gemeinsamen Getriebewelle (d) sitzen und durch Kupplungen (h und i) in der Weise verbunden sind, daß beim Voreilen eines der beiden Wagenräder das mit ihm verbundene Getrieberad selbsttätig abgekuppelt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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