DE2700486C2 - Bodenventil - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bodenventil für ein
Rohr eines Pumpensystems, das in einen Vorratsspeicher ragt, der mit einer Flüssigkeit oder mit einem
flüssigen Gas gefüllt ist, wobei in dem Rohr eine Pumpe mit Motorblock angeordnet ist, die auf dem am Pumpenboden
befestigten Bodenventil aufsitzt und in dem Rohr vertikal beweglich ist wobei ein Ventilteller des
Bodenventils, der durch Federkraft gegen den unteren Rand des Ventilgehäuses gedrückt wird, bei der Bewegung
der Pumpe in dem Rohr nach oben mit einer ringförmigen Dichtung zwischen dem Ventilteller und dem
Ventilsitz zur Anlage an dem ringförmigen Ventilsitz am unteren Ende*J«s Ventilgehäuses kommt in der der
Ventilteller durch Federkraft gehalten wird, und bei der Bewegung der Pumpe in dem Rohr nach unten durch
den unteren Rand des Pumpengehäuses gegen die Kraft der Federn mitgenommen wird, wodurch sich die ringförmige
Dichtung von dem Ventilsitz bzw. dem Ventilteller abhebt und in eine geöffnete Stellung verfährt, in
der die Pumpe den Inhalt des Vorratsspeichers über das Rohr und einen seitlich am oberen Ende des Rohres
angeordneten Auslaß abpumpen kann.
Ein Bodenventil der obengenannten Art ist aus den US-Patentschriften 33 69 715 und 38 76 120 bekannt Es
wird ein Pumpensystem beschrieben, das zum Füllen und Entleeren eines Reservoirs, z. B. den Rumpf eines
Transportschiffes oder einen ortsfesten Flüssigkeitsvorratskessel dient.
Im Betriebszustand ist die Pumpe mit dem Motorblock in dem Rohr abgesenkt, das in den Vorratstank
ragt Das geschlossene Bodenventil befindet sich am Grund, so daß die Flüssigkeit zum Pumpeneinlaß gelangen
kann. Die Zentrifugalpumpe fördert die Flüssigkeit in das Gehäuse, wo die zur Auslaßöffnung an dem Oberteil
desselben hinaafströmt Wird das Aggregat vom Bodenventil abgehoben, so schließt sich das Gehäuse gegen
den Tank ab, so daß man das Aggregat zu Reparaturzwecken oder zur Überholung entfernen kann.
Im geschlossenen Zustand des Bodenventiles ist dabei nur eine ringförmige Dichtungslippe vorgesehen. Wird
die Pumpe und der Motorblock z.B. für Reparatur- oder Reinigungsarbeiten aus dem Rohr herausgezogen,
so kann auch bei geschlossenem Bodenventil Flüssigkeit oder Gas auch dem Vorratsbehälter in das nach oben
offene Rohr eindringen; denn je nach den Druckverhältnissen im Vorratsbehälter kann im Bodenventil eine gewisse
Undichtigkeit auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bodenventil der eingangs genannten Art zu schaffen, das
durch das Gewicht der Pumpe öffnet und beim Bewegen der Pumpe im Rohr nach oben vollständig dicht
schließt, so daß das Eindringen von Flüssigkeit oder Gas aus dem Vorratsbehälter in das Rohr verhindert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen dem Ventilteller und dem Ventilsitz kon-
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zentrisch angeordnet und voneinander getrennt eine innere und eine äußere ringförmige Dichtungslippe angeordnet
sind, die zusammen mit dem Ventilsitz einen ringförmigen Zwischenraum zwischen der inneren und
der äußeren Dichtungslippe bilden, der in Verbindung mit einem Durchlaß steht, durch den im geschlossenen
Zustand des Bodenventils Spülgas fließt.
Die Erfindung ist einfach aufgebaut und arbeitet sicher. Das Bodenventil besitzt eine gereinigte, doppelte
Abdichtung, die das Eindringen von Flüssigkeit oder flüssigem Gas aus dem Tank durch das Bodenventil in
das Gehäuseinnere verhindert Die doppelte Abdichtung besteht aus einem Paar konzentrisch angeordneter
ringförmiger Dichtungslippen, die durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind. Eine öffnung
sorgt für eine Verbindung zwischen dem Zwischenraum und einer Reinigungs-Gasquelle, die z. B. Stickstoff oder
Helium als Spülgas liefert.
Sind die Pumpe und der Motorblock von dem Bodenventil abgehoben, so schließt dieses. Das Reinigungsgas
strömt von der Quelle durch die Öffnung in den Zwischenraum zwischen den Dichtungslippen oer doppelten
Dichtung, wodurch das Eindringen von Gas aus dem Tank durch das Bodenventil in das Gehäuse und von
dort nach außen hin in die Umgebung verhindert wird. Man vermeidet auf diese Weise Verluste. Weiterhin
wird jegliche Gefahr des Entflammens von trotz geschlossener Dichtung im Bodenventil in das offene Rohr
austretenden brennbaren Gasen vermieden.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung beschrieben. Darin stellt dar
F i g. 1 einen bruchstückartigen, unterbrochenen vertikalen Schnitt durch einen Vorratstank, der mit einem
Entleerungsgehäuse versehen ist, das an dem unteren
Ende ein Bodenventil besitzt, welches gemäß der vorliegenden Erfindung entsprechend ausgebildet ist, wobei
das Ventil in der Stellung »offen« gezeigt wird,
F i g. 2 einen vergrößerten Ausschnitt des Bodenventils nach Fig. 1, das in der geschlossenen Stellung gezeigt
wird,
F i g. 3 einen Schnitt durch die modifizierte Form des Bodenventils nach F i g. 2,
F i g. 4 die Draufsicht auf einen modifizierten Dichtungsring und eine Dichtungslippe, wie sie in F i g. 2 Anwendung
finden,
F i g. 5 einen vergrößerten Ausschnitt einer weiteren Ausbildungsform des Bodenventils nach der vorliegenden
Erfindung, gezeigt in der geschlossenen Stellung und
F i g. 6 einen vergrößerten Ausschnitt einer weiteren Ausbildungsform des Bodenventils, gezeigt in der geschlossenen
Stellung, das ein doppeltes Ringventilelement enthält gegenüber einem einfachen Ringventilelsment,
wie es die zwei ersten Ausbildungsformen zeigen.
Die Bezugsziffer 10 in F i g. 1 bedeutet einen Vorratstank, wie z. B. den Rumpf eines Schiffes oder einen auf
dem Lande stehenden Vorratsbehälter oder dergleichen, die einen Speicher R für Flüssiggas oder cryogenes
Material wie Erdgas, Methan, Butan, Propan, Ammoriiak, Äthylen oder andere flüssige Stoffe darstellen,
deren Eindringen in das Gehäuse kontrolliert werden muß. Das Niveau des verflüssigten Materials in dem
Speicher R wird du;ch L angezeigt, es liegt nahe dar
Verschlußplatte 12, und der Abstand 5 zwischen dem FlUssigkeitsniveau und 6er Verschlußplatte 12 ist mit
Gas ausgefüllt, das der Flüssigkeit entströmt und den Behälter einem Druck aussetzt, der dem Dampfdruck
der Flüsigkeit in der herrschenden Temperatur entspricht
Ein zylindrisches Gehäuse oder Rohr 14 erstreckt sich senkrecht durch den Tank 10 von der Spitze desselben
bis zu dem Boden und ragt über die Verschlußplatte 12 hinaus. Der Boden des Gehäuses trägt ein Bodenventil
16, das gewöhnlich durch die Feder 18 in geschlossener Stellung gehalten wird und das Innere 20 des Gehäuses
ίο gegen den Speicher R in wirkungsvoller Weise abdichtet
Die obere öffnung des Gehäuses 14 wird durch den Deckel 22 verschlossen, der eine Stopfbüchse trägt, die
durch das Handrad 26 oder eine andere Vorrichtung hochgehoben und abgesenkt wird. Der Deckel trägt ferner
den Anschlußkasten 28 für den elektrischen Anschluß.
Eine Pumpe und ein Motorblock 30 ist in dem Gehäuse 14 durch den Zugstab 31, der ein Rohr oder auch ein
Kabel sein kann, an der Stopfbuchse. 24 aufgehängt Mit
Federn beaufschlagte Führungen 34, die an ihren Enden Rollen 36 besitzen, oder eine andere Zentriervorrichtung
kann in Abständen auf dem Zugstab 31 angebracht sein, um diesen in der Mitte des Gehäuses 14 zu halten.
Zur Versorgung des Motors mit Strom verbindet ein Kabel 38 den Anschlußkasten 28 mit einem Anschlußkasten 40 oben auf dem Motorblock 30.
Zur Versorgung des Motors mit Strom verbindet ein Kabel 38 den Anschlußkasten 28 mit einem Anschlußkasten 40 oben auf dem Motorblock 30.
Wird der Motorblock 30 auf den Grund des Gehäuses 14 abgesenkt, so sitzt er auf dem Bodenventil 16 auf. Das
Gewicht des Blockes kann ausreichen, das Bodenventil zu öffnen, wie F i g. 1 zeigt, und die Flüssigkeit aus dem
Speicher R fließt in den Einlaß der Pumpe, wo sie in eine kreisförmige Bewegung versetzt wird. Sie füllt das Gehäuse
14 und wird durch die Auslaßöffnung 42 oben an der Spitze des Gehäuses' entleert Sollte der statische
Druck der Flüssigkeit, der um das Bodenventil herum wirkt, eine Abdichtkraft erzeugen, die größer ist als das
Gewicht der Pumpe, so kann man mittels eines Inertgases Druck auf das Gehäuse geben, bis der Druck darin
plus dem Pumpengewicht ausreicht, das Ventil zu öffnen. Das Ventil 44 besitzt die Auslaßöffnung 42. Wird
das Handrad 26 in der Stopfbüchse 24 verschoben, dann
wird der Motorblock 30 vom Bodenventil i6 abgehoben,
worauf die Federn 18 an dem Ventil das Innere des Gehäuses 14 gegen den Speicher R abdichten. Flüssiges
Gas in dem abgedichteten Gehäuse kann von diesem in den Speicher R durch Einbringen eines Reinigungsgases
wie z. B. Stickstoff durch die Einlaßverbindung 46 zurückgebracht werden. Das Bodenventil gestattet ein
so Durchspülen des Pusnpengehäuses mit Inertgas vor der Entfernung der Pumpe und ein Aufrechterhalten einer
Atmosphäre aus Inertgas in dem Gehäuse, sobald die Puntyt: tintfernt ist Das Absperrventil 50 verhindert ein
Rückströmen während des Pumpenvorganges. Ferner entlüftet ein Sperr- und Entlüftungsventil 52 das Gehäuse,
wenn als Folge einer Pumpenstillegung, die bei bestimmten Pumpenarten eine merkliche Verdampfung
der Flüssigkeit nach sich zieht, das Ventil 50 offen ist Der Aufbau und der Betrieb der Vorrichtung nach
F i g, 1 wird in den obengenannten US=Patenten genauer beschrieben. Darin wird auch die für dieees System
am besten geeignete Pumpe und der günstigste Motorblock genannt.
F i g. 2 zeigt die Einzelheiten des Aufbaus des Bodenventils 16 nach der vorliegenden Erfindung. Das Ventil
sitzt in einem zylindrischen Gehäuse 70, das einen oberen nach außen gerichteten Flansch 72 und einen unteren
nach außen gerichteten Flansch 74 aufweist. Der
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Flansch 72 ist an einem nach außen gerichteten Flansch 76 des unteren Endes des Gehäuses 14 mittels geeigneter nichtgezeigter Vorrichtungen befestigt. Eine ringförmige Aussparung 78 ist in der Grundfläche 80 des
Flansches 74 ausgebildet, und zwar unmittelbar an der inneren Peripherie desselben. Ein verformbarer Dichtungsring 82 aus entsprechendem Material wie einem
Elastomer, aus Plastik, Weichmetall oder dergleichen sitzt in der Aussparung 78. Er wird durch entsprechende
nichtgezeigte Mittel in der Aussparung festgehalten. Eine nach unten gerichtete Lippe 88 an dem Flansch 74
schützt den Dichtungsring 82 vor Schaden durch die das Ventil passierende Flüssigkeit
Das Bodenventil 16 besteht aus einer flachen, kreisförmigen Scheibe 90 mit einer zentralen sich nach oben
ausdehnenden Nabe 92. Die Scheibe 90 besitzt aufrechtstehende Rippen, die in Abständen angebracht
sind und eine Versteifung tragen, die den Boden der Pumpe und des Motorblocks abstützt, wenn letztere auf
dem Bodenventil aufsitzt. Die Scheibe 90, die Rippen 94 und die Versteifung 96 bilden den Ventilteller des Bodenventils. Eine Vielzahl von vertikal sich erstreckenden
Federführungen 98 sind am Außenrand der Scheibe 90 in bestimmten Abständen angebracht, von denen nur
die eine Führung in F i g. 2 gezeigt ist Der Dichtungskranz 104 ist an dem Flansch 74 für jede der Führungen
98 angebracht Die Federn 18 sind Spiralfedern, die sich zwischen dem Dichtungskranz 104 und der Befestigung
100 erstreckea Sie drücken den Ventilteller nach oben.
Die ringförmige Dichtungslippe 105 ist aus der oberen Fläche der Scheibe 90 herausgearbeitet, koaxial zur
Achse des Gehäuses 70 und konzentrisch zum Dichtungsring 82. Die Federn 18 drücken die Lippe 106, so
daß diese mit dem Dichtungsring eine Abdichtung bildet
.^/llitf» Hip Incfallatinn pinp Piilliinff rlpc VArratcirwi.
chers durch das Gehäuse 14 erfordern, so kann man an
dem Bodenventil 16 Vorrichtungen vorsehen, die dafür sorgen, daß der Ventilteller während des Füllvorganges
oder während der Reinigung des Gehäuses nicht vibriert Ganz unten sitzt der flache Abschluß 110. Dieser
kann einfach die Form einer kreisförmigen Scheibe besitzen, koaxial zur Achse des Gehä-ises 70 und des Rohres 14. Aus Materialersparnis hat jedoch der Boden vorzugsweise die Struktur eines Rades mit einer zentralen
Nabe 112 und einem konzentrischen Radkranz 114, der einen bestimmten Abstand zur Nabe aufweist Eine
Vielzahl von Speichen 114 verbindet den Kranz mit der Nabe, in F i g. 2 ist lediglich die eine Speiche zu sehen.
Eine Vielzahl vor Speichen 114 verbindet den Kranz mit
der Nabe, in Fig.2 ist lediglich die eine Speiche zu
sehen. Eine Vielzahl von nach oben gerichteten Speichen 116 sitzt auf dem Radkranz 114. Die oberen Enden
dieser Stege führen durch radial sich erstreckende Schlitze 118 im Außenrand der Scheibe 90 und stoßen
an der unteren Fläche des Flansches 74 an. Der Abschluß 110 ist an dem Flansch 94 mit Hilfe der Schrauben 120 befestigt, die in die Stege 116 eingeschraubt
sind Dadurch ist der Abschluß 110 fest mit dem unteren
Ende des Rohres 14 verbunden, der Bodenventilteller ist jedoch vertikal frei beweglich. Befindet sich der Teller in
der Stellung »offen«, dann ruht er fest auf dem flachen Boden, was das Vibrieren vermindert
Die Führungen 122 zwischen dem Abschluß 110 und dem Bodenventil verhindern ein Vibrieren des Tellers.
Derartige Führungen bestehen aus einer vertikal ausgerichteten zylindrischen Lagerführung 124, die zentral in
der Nabe 112 des Abschlusses 110 sitzt Die Führung
besteht vorzugsweise aus Bronze. In ihr sitzt verschiebbar die Stange 126 mit dem Kopf 128, der an der Nabe
92 der Ventilplatte 90 mittels der Schrauben 130, von denen nur eine gezeigt wird, befestigt ist. Die Stange 126
kann an dem Abschluß 110 und die Führung 124 an dem Bodenventil 16 angebracht sein. Auf jeden Fall sorgen
die Stange und die Führung gemeinsam, daß das Bodenventil eine vertikale Bewegung ausführt, ohne in Vibration zu geraten. Der bislang beschriebene Aufbau des
to Bodenventils entspricht dem des Bodenventils nach dem US-Patent38 76 120.
Erfindungsgemäß ist die Scheibe 90 mit einer zweiten ringförmigen Dichtungslippe 106' versehen, die aus der
Oberfläche der Scheibe ausgeformt ist. Die Lippe 106'
is besitzt einen größeren Durchmesser als die Lippe 106
und umgibt diese konzentrisch. Der zwischen den beiden Lippen liegende Abstand bildet den ringförmigen
Zwischenraum i34. Die Lippe ίϋβ" ist so auf der Piatte
ausgebildet, daß sie abdichtend in den Dichtungsring 82
eingreift, wenn das Bodenventil in der geschlossenen
Stellung sich befindet, wie sie F i g. 2 zeigt.
In der Aussparung 78 befindet sich ein zum Zwischenraum 134 konzentrisch liegender ringförmiger Kanal
136. Der Dichtungsring 82 enthält eine Vielzahl von
vertikal verlaufenden öffnungen 138, die mit dem Kanal
136 und dem Zwischenraum 134 fluchten. Die öffnungen soi gen dabei für eine Verbindung zwischen dem
Kanal 136 und dem Zwischenraum zwischen den Dichtungslippen 106 und 106'. Der Durchlaß 140 erstreckt
sich vom Kanal 133 zur Außenflache des Gehäuses 70. Er ist durch eine Leitung 142 mit der Spülgasquelle 144,
die z. B. Stickstoff liefert, verbunden. In dieser Leitung
sitzt das Ventil 146, welches den Gasfluß von der Quelle 144 zum Durchlaß 140 regelt Gegebenenfalls kann auch
ein Druckregler in dem Ventil 146 eingebaut sein.
!st die Punr^s und der Motorblock 3Q in dsni Gehäuse
eingebaut so daß sie oben auf dem Bodenventil 16 aufsitzen, öffnet sich das Ventil und ermöglicht eine Entleerung der Flüssigkeit aus dem Speicher nach oben durch
das Rohr 14. Um dieses zu schließen, wird die Pumpe und der Motorblock aufgehoben, so daß sich das Ventil
unter der Einwirkung der Kraft der Federn 18 schließen kann. Befindet sich das Bodenventil in der geschlossenen Stellung, so greifen die Dichtungslippen 106 und
106' abdichtend an dem Dichtungsring 82 an und schließen dabei den Zwischenraum 134. Das Ventil 146 kann
danach entweder von Hand oder automatisch geöffnet werden, um das Spülgas durch den Durchlaß 140 in den
Kanal 136 einströmen zu lassen. Das Spülgas fließt dann
so vom Kanal 136 durch die öffnungen 138 im Ring 82 in
den Zwischenraum 134 und sorgt dadurch für eine gereinigte doppelte Abdichtung, die jedes Austreten von
Gas aus dem Speicher durch das Bodenventil und das Rohr in die äußere Umgebung verhindert
Das Ventil 146 kann so eingestellt werden, daß es entweder einen ausreichenden Druck gewährleistet, so
daß gerade das Spülgas in dem Zwischenraum 134 verbleibt oder daß kontinuierlich der Zwischenraum durch
Anlegen eines erhöhten Druckes gespült wird
Obgleich die Ventilanordnung nach F i g. 2 einen verformbaren Dichtungsring 82 enthält, kann dieser gegebenenfalls weggelassen und das untere Ende des Gehäuses 70 plangeschliffen werden, so daß es einen Ventilsitz ergibt In diesem Fall greifen die Dichtungslippen
106 und 106' an dem Planschliff an. Bei einer solchen Anordnung wäre der Teller frei, so daß er im Bereich
der Ebene, die aus dem plangeschliffenen Ventilsitz gebildet wird sich verschieben kann soweit, daß die lip-
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pen an dem Ventilsitz abdichten.
F i g. 3 zeigt eine Abänderung der Ausbildungsform nach F i g. 2. Die gleichen Bezugsziffern werden zur
Kennzeichnung gleicher oder entsprechender Teile benutzt. In F i g. 3 ist die äußere Dichtungslippe 106' etwas
schmäler oder hat ein niedrigeres Profil als die innere Lippe 106, damit das Spülgas in den Speicher zurückfließt
und nicht in das Rohr 14 austritt.
Der Flansch 74 des Gehäuses 70 kann am Rande zur Ventilscheibe 90 einen Rand 74a enthalten der mithilft,
die Flüssigkeit vom Dichtungsbereich zwischen den Lippen 106 und 106' fernzuhalten.
Fig.4 zeigt eine weitere Abänderung der Ausbildungsform
nach F i g. 2. In F i g. 4 besitzt der Dichtungsring 82 lediglich eine öffnung 138 auf einer Seite, durch
die Spülgas vom Durchlaß 140 einströmt. Ein Ausschnitt 146 der in F i g. 4 schematisch gezeigt wird, ist in der
äußeren Dichtungslippe 106' auf der zur öffnung 138 entgegengesetzten Seite ausgebildet. Diese Anordnung
gestattet einen gleichmäßigen Fluß des Spülgases in zwei Richtungen, die durch die Pfeile angezeigt werden,
durch den Zwischenraum 134 zwischen den Dichtungslippen und nach außen in den Speicher durch den Ausschnitt
146.
F i g. 5 zeigt eine weitere Ausbildungsform der vorliegenden Erfindung, bei der die Grundstruktur derjenigen
entspricht, die in Verbindung mit F i g. 2 beschrieben wurde und bei der gleiche Bezugsziffern dazu benutzt
werden, gleiche oder entsprechende Teile zu kennzeichnen. Die Ausbildungsform nach Fig.5 unterscheidet
sich von der nach F i g. 2 darin, daß sie keinen flachen Abschluß 110 enthält und keine Führung 122. Andererseits
funktionieren die in den zwei Figuren gezeigten Bodenventile im wesentlichen in der gleichen Weise.
Die in F i g. 5 gezeigte gereinigte Doppeldichtung unterscheidet sich etwas von der in der Ausbildungsform
nach F i g. 2 gezeigten. Genauer ausgedrückt, es sitzt ein getrenntes Dichtungselement 150 zwischen der oberen
Fläche des Ventiltellers des Bodenventils 16 und der unteren Fläche 80 des Gehäuses 70. Die Abdichtung 150
besteht aus verformbarem Material wie z. B. einem Elastomer oder Plastik und enthält innere und äußere Dichtungslippen
152 und 154, die durch den Steg 156 verbunden sind. In F i g. 5 ist zu sehen, daß die Dichtungslippen
152 und 154 einen halbmondförmigen Querschnitt aufweisen. Die Höhe des Steges 156 ist etwas größer als die
Höhe der Dichtungslippen und er liegt an den oberen und unteren Kanten der Lippen an, so daß zwei ringförmige
Zwischenräume 158 und 160 zwischen den Lippen auf den entgegengesetzten Seiten des Steges ausgebildet
sind. Eine Vielzahl von öffnungen 162 in dem Steg 156 sorgt für eine Verbindung der Zwischenräume 158
und 160. Vorzugsweise ist die Abdichtung 150 an dem unteren Ende 80 des Gehäuses 70 mittels der Schrauben
164 befestigt, die durch bestimmte öffnungen 162 in dem Steg 156 hindurchgehen, in F i g. 5 ist allerdings nur
eine der Schrauben zu sehen. Der Spülgasdurchlaß 140 führt vom Zwischenraum 160 aus dem Gehäuse 70 heraus
und ist so ausgebildet, daß er in der gleichen Weise, wie es bei der Ausbildungsform nach Fig.2 gezeigt
wird, an eine Spülgasquelle angeschlossen werden kann.
Wird das Spülgas über den Durchlaß 140 eingebracht, so gelangt es in die beiden Zwischenräume 160 und 158
zwischen den Dichtungslippen 152 und 154 und gewährleistet eine vollständige Absicherung gegen ein Austreten
aus dem Bodenventil Diese Ausbildungsform der Erfindung hat den Vorteil gegenüber den beschriebenen,
daß hierin die Abdichtungslippen bei Abnützung erneuert werden können, da sie auf der getrennten Abdichtung
150 ausgebildet sind.
In der Ausbildungsform nach F i g. 5 können die obere Fläche des Ventiltellers und die untere Fläche 80 des
Gehäuses plangeschliffen sein und parallel zueinander liegen und die Abdichtung kann dann aus nichtverformbarem
Material bestehen. Bei dieser Form sind die Ober- und Unterkanten der Lippen 152 und 154 vorzugsweise
abgeflacht, damit sie abdichtend an den plangeschliffenen Flächen des Tellers und des Gehäuses angreifen
können.
F i g. 6 der Zeichnung verkörpert noch eine andere Ausbildungsform der Erfindung. Sie ähnelt der nach
F i g. 5 und die gleichen Bezugsziffern werden benutzt, um gleiche oder entsprechende Teile zu bezeichnen. In
der Ausbildungsform nach F i g. 6 ist die Abdichtung 150 mit der in F i g. 5 beschriebenen identisch. Der Ventilteller
jedoch unterscheidet sich von dem in Fig 5 gezeigten
darin, daß e>- aus zwei Teilen besteht, nämlich aus
zwei Scheiben 90 und 166, die gegeneinander beweglich sind durch eine entsprechende Führungsvorrichtung
168, welche der Führung 122 in F i g. 2 ähnelt. Man erkennt, daß die Scheibe 90 einen verhältnismäßig kleinen
Durchmesser aufweist und so dimensioniert ist, daß sie an der Dichtungslippe 152 angreift, während die Scheibe
166 an der Dichtungslippe 154 abdichtend angreift. Somit enthält die Ausbildungsform nach F i g. 6 eine doppelte
Ventiltelleranordnung, die in Verbindung mit der Abdichtung 150 ein leckdichtes Bodenventil gewährleistet.
Somit kann die durchgespülte Doppeldichtung der vorliegenden Erfindung mit einem Bodenventil verwendet
werden, das entweder einen einzelnen Ventilteller oder einen doppelten Ventilteller enthält. Der Ausdruck
»Bodenplatte« des Bodenventils, wie er in den Ansprüchen benutzt wird, bedeutet deshalb sowohl ein einzelnes
Bodenventil, wie es Fig.2 und 5 zeigen, oder ein doppeltes Bodenventil, wie es F i g. 6 veranschaulicht.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Bodenventil für ein Rohr eines Pumpensystem, das in einen Vorratsspeicher ragt, der mit einer Flüssigkeit
oder mit einem flüssigen Gas gefüllt ist, wobei in dem Rohr eine Pumpe mit Motorblock angeordnet
ist, die auf dem am Pumpenboden befestigten
Bodenventil aufsitzt und in dem Rohr vertikal beweglich ist, wobei ein Ventilteller des Bodenventils,
der durch Federkraft gegen den unteren Rand des Ventilgehäuses gedrückt wird, bei der Bewegung
der Pumpe in dem Rohr nach oben mit einer ringförmigen Dichtung zwischen dem Ventilteller und dem
Ventilsitz zur Anlage an dem ringförmigen Ventilsitz am unteren Ende des Ventilgehäuses kommt, in der
der Ventilteller durch Federkraft gehalten wird, und bei der Bewegung der Pumpe in dem Rohr nach
unten durch den unteren Rand des Pumpengehäuses gegen di? Kraft der Federn mitgenommen wird, wodurch
sich die ringförmige Dichtung von dem Ventilsitz bzw. dem Ventilteller anhebt und in eine geöffnete
Stellung verfährt, in der die Pumpe den Inhalt des Vorratsspeichers über das Rohr und einen seitlich
am oberen Ende des Rohres angeordneten Auslaß abpumpen kann, dadu/ch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Ventilteller (90,94,96) und
dem Ventilsitz (Flansch 74, Dichtungsring 82) konzentrisch angeordnet und voneinander getrennt eine
innere und eine äußere ringförmige Dichtungslippe (106,106') angeordnet sind, die zusammen mit dem
Ventilsitz (82,74) emm ring'jrmigen Zwischenraum
(134) zwischen dar irreren und der äußeren Dichtungslippe (106,106') bilden, 'ar in Verbindung mit
einem J3urchlaß (140) steht, durch den im geschlossenen
Zustand des Bodenventils Spülgas fließt
2. Bodenventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungslippen (106,106') aus einem
Stück mit der Oberfläche einer Scheibe (90) des Bodenventils ausgebildet sind.
3. Bodenventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ringkanal (136) in dem unteren
Ende des Ventilgehäuses konzentrisch zum Zwischenraum (134) vorhanden ist und daß der Durchlaß
(140) in diesen Kanal (136) mündet, daß ein verformbarer Ring (82) auf dem unteren Ende des Gehäuses
unterhalb des Kanals (136) sitzt, der an den Lippen (106,106') angreift, und daß mindestens eine
öffnung (138) in dem Ring vorhanden ist, die die Verbindung zwischen Durchlaß (140) und dem Zwischenraum
(134) herstellt.
4. Bodenventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein ringförmiger Steg (156) die Dichtungslippen
(152, 154) verbindet und für eine Abdichtung sorgt, die von der Scheibe (90) und dem
Gehäuse abgehoben werden kann.
5. Bodenventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Steg (156) öffnungen (162) vorhanden sind.
6. Bodenventile nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdichtung an dem unteren Ende des Gehäuses befestigt ist.
7. Bodenventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (156) eine Höhe hat, die etwas
geringer ist als die der Dichtungslippen (152, 154) und zwischen deren oberen und unteren Kanten
zwischengeschoben ist.
8. Bodenventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß der Durchlaß (140) Spülgas nur auf
einer Seite des Zwischenraumes (134) einläßt und ein Ausschnitt auf der anderen Seite ausgespart ist, um
Spülgas von dem Durchlaß (140) in zwei Richtungen durch den Zwischenraum (134) und nach außen dringen
zu lassen.
9. Bodenventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Dichtungslype (154)
schmäler als die innere Dichtungslippe (152) ist
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