DE2700604B2 - Vorrichtung zum Auftragen eines Schmiermittels auf den Preßling und/oder die Arbeitsfläche des Umformstempels einer mehrstufigen Warmpresse - Google Patents

Vorrichtung zum Auftragen eines Schmiermittels auf den Preßling und/oder die Arbeitsfläche des Umformstempels einer mehrstufigen Warmpresse

Info

Publication number
DE2700604B2
DE2700604B2 DE2700604A DE2700604A DE2700604B2 DE 2700604 B2 DE2700604 B2 DE 2700604B2 DE 2700604 A DE2700604 A DE 2700604A DE 2700604 A DE2700604 A DE 2700604A DE 2700604 B2 DE2700604 B2 DE 2700604B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lubricant
retaining pin
stamp
punch
compact
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2700604A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2700604A1 (de
DE2700604C3 (de
Inventor
Hans Hofstetten Kuhn (Schweiz)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hatebur Umformmaschinen AG
Original Assignee
Hatebur Umformmaschinen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hatebur Umformmaschinen AG filed Critical Hatebur Umformmaschinen AG
Publication of DE2700604A1 publication Critical patent/DE2700604A1/de
Publication of DE2700604B2 publication Critical patent/DE2700604B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2700604C3 publication Critical patent/DE2700604C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J3/00—Lubricating during forging or pressing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)
  • Mounting, Exchange, And Manufacturing Of Dies (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen eines Schmiermittels auf den Preßling und/oder die Arbeitsfläche des Umformstempels einer der spanlosen Metallumformung dienenden mehrstufigen Presse, mit einer Matrize, dem koaxial derselben gegenüberliegend angeordneten, hin- und hergehend angetriebenen Stempel, einem in einer zentralen Stufenbohrung des Stempels angeordneten Haltestift und einem innerhalb des Stempels liegenden, an einem Schmiermittelspeicher angeschlossenen Schmiermittelraum, dem eine Verbindung zur Arbeitsfläche des Stempels zugeordnet ist.
Es ist dem Fachmann bekannt, daß beim spanlosen Umformen von Metall am Stempel der Umformpresse Materialabtragungen und Materialverschiebungen auftreten können. Diese unliebsamen Erscheinungen, die bei hohen Umformgraden schon nach geringen Stückzahlen auftreten können, führen zu einer erheblichen Verringerung der Oberflächengüte der Werkstükke, so daß diese einer kostspieligen spangebenden Nachbearbeitung unterzogen werden müssen.
Die Verwendung von Schmiermitteln bzw. Schmierflüssigkeiten ist insbesondere bei Kaltpressen bekannt, vergleiche US-PS'en 23 52 429 und 39 06 566 und die Zeitschrift »Fertigungstechnik und Betrieb«, 19. Jg^ Heft 2. Februar 1069, Seiten 97/98. Bei den in den US-PS'en 23 52429 und 39 06 566 beschriebenen Pressen wird den Arbeitsflächen der Stempel im wesentlichen das Schmiermittel zugeführt, das zur Schmierung der gegeneinander beweglichen Pressentei-Ie verwendet wird. Die Schmiermittelzufuhr zur Stempelarbeitsfläche erfolgt dabei in erster Linie durch den zwischen dem Haltestift und der den Haltestift führenden Bohrung liegenden Ringspalt, der naturgemäß nur eine sehr geringe Toleranz haben kann. Bei der
ίο in der US-PS 23 52 429 beschriebenen Presse können zum Zuführen von Schmiermittel zur Stempelarbeitsfläche auch zusätzliche den Schmiermittelraum mit der Stempelarbeitsfläche verbindende Bohrungen vorgesehen sein, die mit bestimmten Abstand um die den
:5 Haltestift aufnehmenden Bohrung herum angeordnet sind. Diese zusätzlichen Bohrungen sind insbesondere für Kaltpressen gedacht
Der den bekannten Anordnungen anhaltende Nachteil liegt im wesentlichen darin, daß die Schmiermittei- zufuhr in relativ geringen Mengen ungesteuert prakiisch während des gesamten Pressenbetriebes erfolgt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die intensive Schmierung des Preßlings auch an mehrstufigen Warmpressen gestattet, wobei insbesondere das Schmiermittel im Moment des Auftragens nicht durch das bei Warmpressen erforderliche Kühlwasser weggeschwemmt und dennoch mit Sicherheit an die kritische Stelle, d.h. zwischen den Preßling und die Arbeitsfläche des
jo Stempels, gebracht werden soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestift eine Ringschulter aufweist, die in der vorderen Endlage des Haltestiftes an einer entsprechend geformten
J5 Ringschulter der Stufenbohrung anliegt, daß zwischen dem Umfang des Haltestiftes und der Wandung der den Haltestift aufnehmenden Stufenbohrung mindestens ein die Arbeitsfläche des Stempels mit dem Schmiermittelraum verbindender Kanal ango. rc1 net ist, der durch eine im Bereich des vorderen Endabschnittes des Haltestiftes von der Ringschulter bis zur Stirnfläche des Haltestiftes sich erstreckende, zur Haltestiftachse parallele Abflachung gebildet ist, daß der hintere Abschnitt des Haltestiftes eine mit dem Schmiermittelspeicher ver-
« bundene, an der Ringschulter austretende Zulaufbohrung besitzt, und daß eine den Haltestift in seine vordere Endstellung drückende Feder vorgesehen ist.
Bei einer derartigen Vorrichtung hat der Schmiermittelraum im wesentlichen die Funktion eines Pumpdüse mes, aus dem das Schmiermittel unter Druck in einem kontinuierlichen oder pulsierenden Strom im Bereich der Stempelarbeitsfläche ausgespritzt wird. Die Anordnung ist derart, daß das Schmiermittel beim Eindrücken des Haltestiftes in den Stempel in den zwischen der
■>■> Ringschulter des Haltestiftes und der gegenüberliegenden Ringschulter der Stufenbohrung des Stempels entstehenden Ringraum einströmt und beim Ausfahren des Haltestiftes aufgrund der damit verbundenen Verkleinerung des genannten Ringraumes durch den
ho oder die Kanäle zwischen der oder den genannten Abflachungen und der Haltestiftbohrung des Stempels ausgespritzt wird.
Der grundliegende Unterschied zu den bekannten Vorrichtungen besteht somit darin, daß durch die
f)5 Relativbewegung zwischen dem Stempel und dem Haltestift ein »Pumpeffekt« erzeugt wird, der eine zeitlich genau gesteuerte Zufuhr größerer Schmiermittelmengen zur Stempelarbeitsfläche zur Folge hat.
Die in der US-PS 39 Οδ 566 beschriebene Schmiervorrichtung ist einer Kaltpresse zugeordnet, während es sich im vorliegenden Fall um eine mehrstufige schnellaufende Warmpresse handelt, bei der die Werkzeuge nach jedem Umformvorgang gekühlt werden müssen, und zwar in einem solchen Ausmaß, daß es unter keinen Umständen genügen würde, wenn das Schmiermittel zugleich als Kühlmittel Verwendung fände. Dairit das Schmiermittel, mit deoi bei einer Warmpresse jeder Preßling vor jedem weiteren Umformen benetzt werden muß, nicht durch das Kühlmittel weggeschwemmt wird, ist die Wahl des Zeitpunktes des Auftragens des Schmiermittels bedeutsam.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt die Schmierung unmittelbar nach dem jeweiligen Umformvorgang in der einzelnen Umformstufe während des Stempelrückzuges, und zwar zwangsläufig durch den beim Vordrücken des Haltestiftes, hervorgerufen durch die Feder, sich verkleinernden Schmiermittel- bzw. Pumpraum. Dabei trifft das Schmiermittel gezielt als kompakter Strahl auf den Preßling auf, vird also nicht aufgesprüht und ist kein Luft-Schmiermittelgemisch, so daß man eine völlige Benetzung des Preßlings erhält Da der Preßling vor Einsetzen der Kühlmittelbeaufüchlagung durch eine Quertransportvorrichtung übernommen wird und sich während der Kühlung der Werkzeuge weitgehend außerhalb des Kühlmittelbereiches befindet, ist eine lückenlose Vorschmierung des Preßlings gewährleistet. Das Schmiermittel wird also j() nicht von der recht bedeutenden Kühlmittelmenge weggesprühlt Die ausreichende Kühlung der Werkzeuge und die lückenlose Vorschmierung der erwärmten Preßlinge wirken sich insgesamt günstig auf die Standzeiten der Werkzeuge aus.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes nebst einiger Konstrukliionsvarianten veranschaulicht
F i g. 1 ist eine vereinfachte Schnittdarstellung der Uniform werkzeuge einer Umformstation an einer mehrstufigen Querförder-Warmpresse und zeigt, den Stempel kurz vor dem Auftreffen desselben auf dem Preßling,
Fig.2 zeigt die gleiche Werkzeuganordnung nach beendeter Umformung, 4i
F i g. 3 ist ein Schnitt längs der Linie ΙΙ1-ΠΙ in F i g. 2,
Fig.4 zeigt die gleiche Werkzeuganordnung beim Rücklauf des Stempels und
Fig.5 bis 10 veranschaulichen konstruktive Einzelheiten der Vorrichtung. -,<>
Fig. 1 zeigt einen in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneten Stempel, der in Richtung des Doppelpfeiles 2 eine hin- und hergehende Bewegung ausführt und mit einer mehrteiligen Matrize 3 zusammenwirkt. Der Aufbau der aus Ringen 4 und 6 zusammengesetzten ,, Matrize 3 ist für die Erfindung von untergeordneter Bedeutung. Die Matrizenteile 4 und 6 v/erden von einem Haltering 7 und einem Amboß 8 zusammengehalten. Ferner ist ein axial beweglicher matrizenseitiger Auswerfer 9 vorgesehen. w>
Der Stempel 1 weist an seinem Umfang eine zylindrische Hülse 10 auf, die in einem nicht dargestellten Werkzeugbock geführt ist und deren Ringschulter 11 über einen Anschlagring 12 mit dem Preßschlitten verbunden ist.
Im Vorderteil der Hülse 10 ist ein Stempelkörper 13 eingespannt, dessen Jrontale Arbeitsfläche 14 das Profil des zu formenden Preßlings Pbesitzt.
In einer Stufenbohrung 15 des Stempelkörpers 13, die eine Schrägschulter 15a aufweist und sich ferner durch ein Zwischenstück 16 erstreckt, ist ein Haltestift 17 axial verschiebbar angeordnet Der ebenfalls mit einer Schrägschulter 18 versehene Haltestift 17 ist an seinem hinteren Endabschnitt starr mit einem Führungsteil 19 verbunden. Das Führungsteil 19 weist einen RunJ-flansch 20 auf, der einerseits zur Führung an der Innenfläche einer Buchse 21, andererseits als Federteller für eine Schraubenfeder 22 dient Eine rohrförmige Verlängerung 19a des Führungsteils 19 ragt in eine Führungsbüchse 23, die mit ihrem Ringflansch 23a am hinteren Ende der Büchse 21 verankert ist
Auf diese Weise entsteht durch die koaxial aufeinanderfolgenden Bohrungen des Haltestiftes 17, des Führungsteiles 19 bzw. dessen Verlängerung 19a und der Führungsbüchse 23 ein Schraiermittel-Zuführungskanal 24, der über eine radiale Eintrittsbohrung 25 an eine nicht dargestellte Schmiermittelleitung angeschlossen werden kann.
Der im Haltestift 17 liegende tnHabschnitt des Kanals 24 ist über eine Schrägbohrung 26, deren Mündung im Bereich der Schrägschulter 18 liegt, mit einem Schmiermittel bzw. Pumpraum 27 verbunden (F i g. 2).
Der vorderste Abschnitt des Haltestiftes 17 ist, wie Fig.3 zeigt, mit drei um je 120° gegeneinander versetzten Abflachungen 28 versehen, so daß zwischen diesen Abflachungen und der angrenzenden Wandung der Stufenbohrung 15 des Stempelkörpers 13 drei Kanäle 29 von kreissegmentförmigem Querschnitt entstehen. Diese Kanäle verbinden somit den Pumpraum 27 mit der Arbeitsfläche 14 des Stempels.
Wenn sich die Querförder-Warmpresse in Betrieb befindet wird der Stempel 1 periodisch im Sinne des Doppelpfeils 2 hin- und herbewegt, wobei bei jedem Stempelhub ein Preßling Pin die Matrize hineingeschlagen, umgeformt und anschließend mittels der Greifer C einer Quertransporteinrichtung zur Nachbarstation weiterbefördert wird.
Bei dem in Richtung der Matrize erfolgenden \rbeitshub ragt der Haltestift 17 zunächst aus dem Stempelkörper heraus und die Schrägschulter des Haltestiftes 17 wird durch die Feder 22 gegen die entsprechende Schrägschulter 15a der Stufenbohrung 15 gedruckt Der Pumpraum 27 ha; in dieser Stellung das Volumen 0.
Sobald jedoch die Stirnfläche des Haltestifts 17 auf den vor der Matrize bereitgehaltenen Preßling P stößt (Fig. 1), wird der Haltestift 17 angehalten und dann in Richtung des Pfeiles 30 relativ zum Stempelkörper 13 bewegt. Dabei hebt sich die Schrägschulter 18 des Haitestiftes von derjenigen der Stufenbohrung 15 ab und es entsteht der Pumpraum 27, der sich mit fortschreitender Relativbewegung des Haltestifts 17 und Stempelkörpers 13 vergrößert. Aus einem nicht dargestellten, an die Bohrung 25 angeschlossenen Schmiermittelbehälter wird Schmiermittel, das unter einem statischen Druck steht, in den Pumpraum 27 gedrückt.
Sobald der Haltestift 17 ganz in den Stempelkörper eingeschoben und die Stirnfläche des Haltestifts mit der Arbeitsfläche 14 des Stempelkörpers bündig ist, hat demnach der Pumpraum 27 sein größtes Volumen erreicht und ist außerdem mit Schmiermittel gefüllt. Während der d^rauffo'genden Umformung ändert sich an dieser Situation praktisch nichts, bis die Endlage nach Fig.2 erreicht ist. In dieser Lage kehrt sich die Bewegungsrichtung des Stempels 1 um und der
Stempelrücklauf beginnt. Der Stem^elkörper 13 hebt sich dabei relativ rasch vom Preßling P ab, während der Preßling vom matrizenseitigen Auswerfer 9 aus der Matrize 3 herausgestoßen wird.
Beim Abheben des Stempels 1 vom Preßling P sind aber auch die Mündungen der Kanäle 29 freigeworden. Mit dem Austritt des Haltestiftes 17 bewegt sich gleichzeitig die Schrägschulter 18 auf die Schulter 15a zu und der Pumpraum 27 verkleinert sich. In Anbetracht des bereits erwähnten statischen Druckes kann das im Pumpraum 27 enthaltene Schmiermittel nicht nach hinten ausweichen, sondern wird durch die Kanäle 29 ausgespritzt. Das Schmiermittel wird dabei auf den Preßling selbst gelangen und diesen für die darauffolgende Umformung vorschmieren, zum Teil aber auch auf der Arbeitsfläche 14 des Stempels haften. Der Stempel ist somit für den Arbeitshub vorgeschmiert.
Die Hauptmasse des Schmiermittels wird zweifellos zu Beginn des Stempelrücklaufes ausgespritzt, solange die Relativbewegung zwischen Haltestift 17 und Stempelkörper 13, und damit die Pumpwirkung der Haltestift-Schrägschulter 18, anhält. Aber auch anschließend läßt sich durch entsprechende Abstimmung des Schmiermitteldruckes bezüglich der Vorspannkraft der Feder 22 erreichen, daß selbst während des Stempelvorlaufs etwas Schmiermittel austritt.
Dank der beschriebenen Vorrichtung ist somit sichergestellt, daß sich beim Auftreffen des Stempels 1 auf dem Preßling ^zwischen beiden eine Schmiermittelschicht befindet. Auch ist durch die Art und den Zeitpunkt der Schmiermittelauftragung gewährleistet, daß das Schmiermittel von dem umherspritzenden Kühlwasser nicht mitgerissen werden kann. Insbesondere sei darauf hingewiesen, daß das Schmiermittel nicht versprüht, sondern in einem kompakten Strahl bzw., je nach Ausspritzdruck, in einem pastösen Strom, herausgedrückt wird, so daß es sicher an der Stempelarbeitsfläche 14 und/oder am Preßling Phaften bleibt.
Die beschriebene Vorrichtung kann beispielsweise dadurch noch verbessert werden, daß eine Möglichkeit zur Dosierung des austretenden Schmiermittels geschaffen wird.
Dies kann beispielsweise schon dadurch erreicht werden, daß man je nach Bedarf Austrittskanäle 29 verschiedenen Querschnitts verwendet. Man wird zu diesem Zweck eine Anzahl von Haltestiften 17 mit verschieden starken Abflachungen 28 (F i g. 3) auf Lager halten.
Eine ähnliche Wirkung wird erreicht, wenn man den auf dem Schmiermittelvorrat liegenden statischen Druck variiert.
Auch durch Veränderung der Viskosität des Schmiermittels, d. h. durch kleinere oder größere Zugaben von Petroleum, kann die Austrittsmenge des Schmiermittels beeinflußt werden.
Besonders zweckmäßig dürfte es sich jedoch enveisen, den Schmiermittelvorrat durch ein im Arbeitstakt der Presse gesteuertes Ventil periodisch pulsierend mit Druckluft zu beaufschlagen. Die Anlage kann beispielsweise so eingestellt werden, daß der Druckimpuls auf das Schmiermedium gegeben wird, sobald der Haltestift 17 beim Stempelvorlauf auf den Preßling auftrifft. Durch gezielte Druckänderung läßt sich auch hier eine weitere, noch besser abgestufte Dosierung erreichen. Wichtiger aber ist bei dieser Variante, daß das Schmiermittel tatsächlich nur im gewünschten Moment austritt, während des restlichen Stempelhubes aber drucklos ist.
Eine Variante der pulsierenden Schmiermittelförderung zeigt schematisch Fig.5. In einem Behälter 31 wird das Schmiermittel 32 durch ein Druckluftpolster 33 ständig unter einem Mindestdruck gehalten. Über eine r> Leitung 34 sei der Behälter 31 beispielsweise an eine Drucklufterzeugungsanlage angeschlossen.
In die zur Anschlußbohrung 25 des Stempels 1 führende Verbindungsleitung 35 ist ein 2/2-Wege-Magnetventil 36 eingeschaltet. Das Absperrorgan dieses
ίο Magnetventils 36 wird in bekannter Weise durch eine Feder 37 geschlossen gehalten und kann durch Stromimpulse, die dem Solenoid 38 zugeführt werden, geöffnet werden. Ein im Stromkreis 39 des Solenoids 38 liegender Schalter 40 wird im Arbeitstakt der Presse
i> periodisch betätigt, was zur Folge hat, daß auch das Ventil 36 im gleichen Takt geöffnet wird und den Schmiermittelzufluß jeweils im gewünschten Moment freigibt.
Die Betätigung des Schalters 40 in Abhängigkeit von der Maschinendrehzahl zeigt F i g. 6. Der Schalter 40 ist mit einem Annäherungsinitiator 41 gekoppelt, der im Einflußbereich einer rotierenden Metallfahne 42 angeordnet ist. Die Fahne 42 sitzt drehstarr auf einer Welle 43, die in nicht dargestellter Weise mit der
-'"> Hauptwelle der Presse gekoppelt ist.
Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel sind als Fahnenträger zwei gleiche Metallscheiben 44, 45 vorgesehen, deren kreissektorähnliche Verlängerungen die beiden teilweise sich überdeckenden Fahnenhälften
in 42a/42i> bilden. Die beiden Scheiben 44/45 lassen sich auf der Welle 43 gegeneinander verdrehen, so daß sich der wirksame Winkelbereich λ tier Fahne und damit die Öffnungsdauer des Magnetventils 40 nach Belieben einstellen läßt.
J'' Die Wirkungsweise des Annäherungsinitiators ist dem Fachmann bekannt: Sobald die Fahne vor dem Annäherungsinitiator vorüberkommt, wird im Annäherungsinitiator 41 ein elektrisches Feld so beeinflußt, daß der Annäherungsinitiator den eingebauten Schalter 40
■Ό betätigt. Hierdurch wird der Stromkreis des Magnetventils 36 geschlossen, das Magnetventil zieht an und öffnet dem unter Druck stehenden Schmiermittel den Weg. Entfernt sich die Fahne vom Annäherungsinitiator, so öffnet der Schalter 40 den Stromkreis, die
*"> Spannung fällt über dem Magnetventil 36 ab und das Magnetventil springt unter Wirkung der Feder 37 in die geschlossene Ausgangslage zurück.
Der Behälter 31 könnte gegebenenfalls auch mit einer automatischen Schmiermittel-Nachfüllvorrichtung ver-
ϊο sehen werden.
Eine weitere Variante der pulsierenden Schmiermitteldosierung zeigen schematisch die F i g. 8 und 9. Auch in diesem Fall ist das Schmiermittel in einem nicht gezeigten Behälter unter einem statischen Druck gehalten. In die Verbindungsleitung 35 zwischen dem Behälter und der Anschlußbohrung 25 des Stempels 1 ist eine Dosiervorrichtung 46 eingebaut, welche eine zwischen zwei Flanschen 47/48 angeordnete rotierende Scheibe 49 aufweist Die mit einer Welle 50 starr verbundene Scheibe 49 kann über ein Antriebsorgan 51 mit dem Hauptantrieb der Presse gekuppelt werdea Die Scheibe 49 ragt mit ihrem Oberteil in die Verbindungsleitung 35 und weist in diesem Bereich einen zur Achse der Welle 50 konzentrischen gekrümmten Schlitz 52 auf, der sich über einen Winkel β erstreckt Die rotierende geschlitzte Scheibe steht hier also
anstelle des Magnetventils 36 von Fig.5. Bei jeder Umdrehung der Scheibe gibt der Schlitz 52 den
Querschnitt der Verbindungsleitung 35 einmal frei. Die Dauer der Schmiermitteleinspritzung wird durch die Bogenlänge des Schlitzes entsprechend dem Winkel β bestimmt, so daß sich durch Auswechseln der Scheibe auch leicht die Einspritzdauer verändern IaBt.
Die Lage des Schlitzes 52 bezüglich der momentanen Stempelstellung kann durch Umstecken der Scheibe vari-irt werden. Zu diesem Zwecke wäre es beispielsweise möglich, die Nabe der Scheibe 49 und die Welle 50 mit einer Verzahnung zu versehen.
Gemäß Fig. 10 wird statt des Magnetventils 36 (F i g. 5) ein Rollenventil 53 verwendet, dessen Absperrorgan mit einer Rolle 54 verbunden ist. Die durch eine Feder 55 belastete Rolle 54 befindet sich im Aktionsbereich einer Steuerkurve 56, die wiederum mit
der Drehzahl der Presse rotiert. Beim Auftreffen der Steuernocke 56a auf die Rolle 54 wird das Ventil 53 geöffnet und die Feder 55 drückt das Absperrorgan des Ventils nach dem Passieren der Steuernocke 56a wieder in dessen Schließlage.
Bezüglich der Einspritzdauer (Winkel γ) und Einspritzbeginn (Lage der Steuernocke 56a bezüglich der momentanen Stempelstellung) gilt das im Zusammenhang mit F i g. 8 und 9 Gesagte.
Am Stempelgehäuse wird zweckmäßigerweise eine Ablaufbohrung 57 angebracht, durch welche die geringen, aus der Bohrung 24 durch Undichtigkeiten eventuell austretenden Schmiermittelmengen ablaufen können.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Austragen eines Schmiermittels auf den Preßling und/oder die Arbeitsfläche des Umformstempels einer der spanlosen Metallumformung dienenden mehrstufigen Presse, mit einer Matrize, dem koaxial derselben gegenüberliegend angeordneten, hin- und hergehend angetriebenen Stempel, einem in einer zentralen Stufenbohrung des Stempels angeordneten Haltestift und einem innerhalb des Stempels liegenden, an einen Schmiermittelspeicher angeschlossenen Schmiermittelraum, dem eine Verbindung zur Arbeitsfläche des Stempels zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestift (17) eine Ringschulter (18) aufweist, die in der vorderen Endlage des Haltestiftes (17) an einer entsprechend geformten Ringschulter (15a; der Stufenbohrung (15) anliegt, daß zwischen dem Umfang des Haltestiftes (17) und der Wandung der den Haltestift (17) aufnehmenden Stufenbohrung (i5) mindestens ein die Arbeitsfläche (14) des Stempels (1) mit dem Schmiermittelraum (27) verbindender Kanal (29) angeordnet ist, der durch eine im Bereich des vorderen Endabschnittes des Haltestiftes (17) von der Ringschulter (18) bis zur Stirnfläche des Haltestiftes sich erstreckende, zur Haltestiftachse parallele Abflachung ^28) gebildet ist, daß der hintere Abschnitt des Haltestiftes (17) eine mit dem Schmiermittelspeicher (31) verbundene, an der Ringschulter (18) austretende Zulaufbohrung (24) besi .ι, und daß eine den Haltestift in seine vordere Endstellung drückende Feder (22) vorgesehen ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Ringschulter (18) des Haltestiftes als auch die Rirgschulter (15a) der Stufenbohrung (15) als Schrägschultern ausgebildet sind.
DE2700604A 1976-01-14 1977-01-08 Vorrichtung zum Auftragen eines Schmiermittels auf den Preßling und/oder die Arbeitsfläche des Umformstempels einer mehrstufigen Warmpresse Expired DE2700604C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/649,084 US4028918A (en) 1976-01-14 1976-01-14 Assembly for applying lubricant to the working area of a punching device

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2700604A1 DE2700604A1 (de) 1977-07-21
DE2700604B2 true DE2700604B2 (de) 1979-05-23
DE2700604C3 DE2700604C3 (de) 1980-01-17

Family

ID=24603393

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2700604A Expired DE2700604C3 (de) 1976-01-14 1977-01-08 Vorrichtung zum Auftragen eines Schmiermittels auf den Preßling und/oder die Arbeitsfläche des Umformstempels einer mehrstufigen Warmpresse

Country Status (11)

Country Link
US (1) US4028918A (de)
JP (1) JPS5288252A (de)
AT (1) AT349853B (de)
BE (1) BE850347A (de)
CH (1) CH602218A5 (de)
DE (1) DE2700604C3 (de)
FR (1) FR2338096A1 (de)
GB (1) GB1543003A (de)
IT (1) IT1083204B (de)
NL (1) NL7700328A (de)
SE (1) SE7700311L (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS6325230U (de) * 1986-08-01 1988-02-19
FR2670411B1 (fr) * 1990-12-14 1993-04-09 Ascometal Sa Dispositif de forgeage a mi-chaud d'une piece metallique et procede d'utilisation d'un tel dispositif.
US8042374B2 (en) * 2006-04-07 2011-10-25 Wilson Tool International Inc. Multi-tool technology

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US730045A (en) * 1902-07-25 1903-06-02 Alexander Porterfield Pump attachment for drilling or boring machinery.
US1471669A (en) * 1921-05-23 1923-10-23 American Can Co Method and apparatus for lubricating punching dies
US2161265A (en) * 1937-08-25 1939-06-06 Bodine Corp Threading spindle
US2352429A (en) * 1939-11-29 1944-06-27 Gomperz Theodore Tool for upsetting die heads
US2302857A (en) * 1940-06-28 1942-11-24 Gen Motors Corp Drawing compound applicator
US3427840A (en) * 1965-12-16 1969-02-18 Hudson Machine & Tool Corp Automatic stock lubricating system
US3561238A (en) * 1968-05-22 1971-02-09 Indiana Forge And Machine Co Automatic die lubricator for drop hammers
US3877271A (en) * 1970-12-28 1975-04-15 Edwin A Maddock Lubricant dispensing means and system
US3906566A (en) * 1974-07-05 1975-09-23 Joel S Rose Pneumatic biasing system for a screw blank cold heading machine

Also Published As

Publication number Publication date
CH602218A5 (de) 1978-07-31
DE2700604A1 (de) 1977-07-21
AT349853B (de) 1979-04-25
JPS5429457B2 (de) 1979-09-22
SE7700311L (sv) 1977-07-15
ATA15877A (de) 1978-09-15
IT1083204B (it) 1985-05-21
GB1543003A (en) 1979-03-28
NL7700328A (nl) 1977-07-18
US4028918A (en) 1977-06-14
BE850347A (fr) 1977-07-13
DE2700604C3 (de) 1980-01-17
JPS5288252A (en) 1977-07-23
FR2338096A1 (fr) 1977-08-12

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT395555B (de) Vorrichtung zum spritzgiessen von hohlraeume enthaltenden gegenstaenden aus kunststoff
DE2162186C3 (de) Automatische Sprühölschmierung für den Presskolben einer Kaltkammer-Druckgießmaschine
EP0555752A1 (de) Rotationsbiegewerkzeug mit Dauerschmierung
DE2248756A1 (de) Spinnkopf in schubladenbauart mit durch den schmelzedruck bewirkter abdichtung und kraftschlussverbindung
DE2010730A1 (de) Einspritz-Öler für Druckluftleitungen
DE3700782C2 (de)
DE2254033A1 (de) Vorrichtung zum punktweisen auftragen eines klebstoffes
DE2355458B1 (de) Vorrichtung zum Spritzgießen von Kunststoffteilchen mit glatter Oberfläche und porigem Kern
DE69102618T2 (de) Vorrichtung zum Halbwarmschmieden eines Metallwerkstückes und Verfahren zur Anwendung solcher Vorrichtung.
DE2700604C3 (de) Vorrichtung zum Auftragen eines Schmiermittels auf den Preßling und/oder die Arbeitsfläche des Umformstempels einer mehrstufigen Warmpresse
CH620844A5 (en) Device for ejecting the punching waste or punched part by means of compressed air
DE4406099C2 (de) Schmiervorrichtung zur Versorgung mobiler Schmierstellen
DE3942067A1 (de) Drahtfuehrungsvorrichtung fuer eine drahterodiermaschine
EP0045956A2 (de) Stanzwerkzeug
DE2145131C3 (de) Vorrichtung zum gleichmäßigen und stufenlos veränderbaren Einölen von kontinuierlich bewegtem Walzgut, insbesondere von Blechbändern oder -tafeln
DE4002263A1 (de) Kolben-zylindereinheit und deren verwendung
DE2223817A1 (de) Vorrichtung zum aufbringen von klebstoff
DE1246794B (de) Selbsttaetige Schmiervorrichtung fuer intermittierenden Betrieb
DE876652C (de) Handschmierapparat fuer Kraftfahrzeuge u. dgl.
DE1460183A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Herstellen und Einfuehren schmiermittelimpraegnierten Dochtmaterials
DE891819C (de) Maschine zum Entfernen von in Hohlwerkstuecke von aussen her eingepressten Teilen mittels eines Druckmittels
DE3943652C2 (de) Vorrichtung zum Abführen der Drahtelektrode einer Funkenerosionsmaschine
DE2514022C3 (de) Vorrichtung zum Schmieren der Gelenkverbindungen von endlosen Förderketten
DE609108C (de) Ortsfeste Schienenschmiervorrichtung
DE1937930C (de) Automatische Schmiervorrichtung für eine Gliederkette

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee