DE2701623B2 - Schleudertrommel zum kontinuierlichen Konzentrieren suspendierter Feststoffe - Google Patents
Schleudertrommel zum kontinuierlichen Konzentrieren suspendierter FeststoffeInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schleudertrommel zum kontinuierlichen Konzentrieren suspendierter
Feststoffe, wobei die Klarphase über ein in einer Schälkammer angeordnetes Schälorgan abgeleitet wird,
der innere Flüssigkeitsspiegel der Klarphase durch das in diese Klarphase eintauchende Schälorgan veränderbar ist und die Feststoffe über Auslaßventile, die in der
Ebene des größten Trennraumdurchmessers gleichmäßig auf dem Umfang verteilt angeordnet sind,
ausgetragen werden, jedes Auslaßventil einen beweglichen Ventilkolben aufweist, der Ventilkolben über einen
Ringkanal und Kanäle mittels einer Sleüerflüssigkeit
steuerbar ist und eine mit einer kalibrierten Nut versehene Düse während des Betriebes der Zentrifuge
bei voller Drehzahl der Trommel mit dem Ventilkolben verschließbar ist.
Eine Schleudertrommel derartiger Bauart ist aus dem DEGM 75 27 869 bekannt. Bei dieser Trommel können
die für die Austragung von Konzentrat angeordneten Ventile während des Betriebes entweder nur eine
geschlossene oder geöffnete Stellung einnehmen, wobei eine Feinregulierung der Düsenöffnung während des
Betriebes nicht möglich ist, da die Ventile Kegelsitze aufweisen, die für eine Feineinstellung in Abhängigkeit
von der Konzentration und der Korngröße der
Feststoffe nicht geeignet sind.
Bei der Konzentrierung von suspendierten, Feststoffen
wird eine hohe Konzentration der Feüstoffe angestrebt, wobei dfe Düsenöffnung und die Anzahl der
angeordneten Düsen in Abhängigkeit von einer konstanten Feststoffmenge und Korngröße der Feststoffteilchen festgelegt werden. Unter dem hohen
Flüssigkeitsdruck in der rotierenden Trommel müssen deshalb insbesondere bei geringen Feststoffmengen die
Düsenöffnungen, wenn sie an der Peripherie der Trommel angeordnet sind, sehr klein gehalten werden,
z. B. unter 1 mm, um eine ausreichende Konzentration der Feststoffe zu erzielen.
Größere Düsen können nur eingesetzt werden, wenn die Düsen auf einem zum Trommelaußendurchmesser
kleineren Trommeldurchmesser angeordnet sind, die Feststoffteilchen von leichter Konsistenz sind und auf
einem kleineren Durchmesser nach innen zur Trommelachse hin abgleiten können. Die Düsen müssen jedoch
an der Peripherie der Trommel angeordnet sein, wenn die Feststoffteilchen höheren spezifischen Gewichtes
sind und nicht auf einem zum Trommelaußendurchmesser kleineren Trommeldurchmesser abgleiten können.
Bei Düsen mit kleinem Öffnungsquerschnitt besteht jedoch selbst bei guter Vorsiebung des Schleudergutes,
z. B. durch Ablösen von Feststoffablagerungen, leicht
die Möglichkeit der Düsenverstopfung. Dadurch wird nicht nur die Arbeitsweise der Zentrifuge beeinträchtigt,
es treten auch Unwuchten auf, die zu erheblichen Schäden führen können. Die Gefahr ist um so größer, je
kleiner die Düsenöffnung ist, deshalb werden gewisse Mindestdurchmesser der Düse nicht unterschritten.
Dies führt jedoch bei geringen Feststoff gehalten in der
Schleuderflüssigkeit dazu, daß der Einsatz von Düsenzentrifugen nur durch zum Teil nachteilige Maßnahmen
möglich ist, sei es durch geringere Düsenzahl oder durch Rückführung des Konzentrates. Ein besonderer Nachteil bei festgelegtem Düsenquerschnitt besteht zudem
darin, daß die anfallende Feststoffmenge während des Betriebes nicht variieren darf, da sonst entweder das
ausgeschleuderte Konzentrat zu dünn anfällt, oder bei zu hoher Konzentration eine Düsenverstopfung eintritt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Schleudertrommel so auszubilden, daß während des Betriebes der Düsenquerschnitt der Auslaßventile sich entsprechend der anfallenden Konzentration der Feststoffe selbsttätig eingestellt, dadurch ein
gleichmäßiges Konzentrat erzielt wird und mögliche Düsenverstopfungen verhindert werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die kalibrierte Nut in der Düse zur Periphere der Trommel
hin einen verkleinerten und zur Trommelachse hin einen vergrößerten Querschnitt aufweist, der Auslaßquerschnitt der Nut während des Betriebes der Schleudertrommel mittels eines schieberförmigert Ansatzes am
beweglich angeordneten Ventilkolben im Auslaßventil einstellbar ist, der Ventilkolben einen ständig vom
Konzentrat beaufschlagten Ansatz aufweist und als Steuerflüssigkeit für den Ventilkolben die in der
Schälkammer anstehende Klarphase dient.
einer keilförmigen kalibrierten Nut ermöglicht eine konstante Feinregulierung de? Düsenquerschnitt« während
des Betriebs auch bei unterschiedlich anfallenden Suspensionen, wobei eine selbsttätige Einstellung des
Dosenquerschnitts in Abhängigkeit vom anstehenden s Flüssigkeitsdruck in der Schälkammer ermöglicht wird.
Der Flüssigkeitsdruck wird einmal durch die Eintauchtiefe des in der Schälkammer angeordneten
Schälorgans mit Hilfe eines in der Ablaufleitung der Klarphase angeordneten Drosselorgans bestimmt und
zum anderen durch die von dem Schälorgan abgeleitete Flüssigkeitsmenge. Mit zunehmender Flüssigkeitsmenge
wird die Eintauchtiefe des Schälorgans durch die Verlagerung des inneren Flüssigkeitsspiegels zur
Trommelachse erhöht und, damit auch der Flüssigkeitsdruck auf den über einen Verbindungskanal verbundenen
Ventilkblben; folglich wird ein stärkerer öffnungsdruck
auf den Kolben ausgeübt, der eine Vergrößerung des Nutenquerschnitts der Düse bewirkt Bei reduzierter
Flüssigkeitsmenge verschiebt sich der innere Flüssigkeitsspiegel in der Schälkammer nach außen, der
Flüssigkeits- bzw. öffnungsdruck verringert sich und bewirkt damit eine Verkleinerung des Nutenquerschnitts.
Die besondere Ausführungsform des Ventilkolbens bewirkt zudem eine in Abhängigkeit von der
Viskosität oder Dichte des ausgetragenen Konzentrates wirkende Öffnungskraft, die mit zunehmender Viskosität
oder Dichte eine größere und mit verringerter Viskosität oder Dichte eine kleinere Kraft auf den
Ansatz am Ventilkolben ausübt, so daß in Abhängigkeit von der Viskosität oder Dichte des Konzentrates
ebenfalls eine Selbstregelung des Nutenquerschnitts erzielt wird.
In Verbindung mit einer im Konzentratablauf vorgesehenen Viskositäts- oder Dichtemessung kann
zudem eine Regelung der Eintauchtiefe des Schälorgans und damit des Nutenquerschnitts mit Hilfe des in der
Ablaufleitung vorgesehenen Drosselorgans erreicht werden.
Eine verstopfte Düse kann z. B. bei zu hoher Konzentration auch einen Trüblauf der Klarphase oder
eine Unwucht der Schleudertrommel bewirken, so daß beispielsweise über einen Trübungsmesser oder einen
Unwuchtschalter das Drosselorgan in der Ablaufleitung in eine starke Drossel- oder Schließstellung gebracht
und somit ein maximaler Düsenquerschnitt freigegeben wird, der eine selbsttätige Reinigung des kleineren
Düsenquerschnitts zur Folge hat
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachstehend näher so
erläutert Es zeigt:
F i g. 1 die linke Hälfte einer Schleudertrommel im Längsschnitt
Fig.2 einen vergrößerten Schnitt durch das halb
geöffnete Auslaßventil,
Fig.3 eine vergrößerte Düse mit Ventilkolben in
perspektivischer Ansicht
Fig.4 eine andere Ausführungsform der keilförmigen
Nut in der Düse in vergrößerter und perspektivischer Ansicht.
Die feststoffhaltige Suspension wird durch das Einlaufrohr 1 zentral in den Verteilerraum 2 geleitet,
strömt von dort in den Trennraum 3, aus dem die spezifisch leichte Flüssigkeitskomponente zur Nachklärung
den Tellereinsatz 4 nach innen durchströmt, durch den Kanal 5 in die Schälkammer 6 gelangt und durch das
Schälorgan 7 als Klarphase abgeleitet wird. In der Ablaufleitung 8 der Khrphase befindet sich ein
Drosselorgan 9 und eine nicht gezeigte Klarphasenüberwachung, z, B, ein Trübungsmesser,
Die im Trennraum 3 abgetrennten spezifisch schweren Feststoffe werden in radialer Richtung zur
Peripherie der Trommel geschleudert und sammeln sich im äußeren Trennraum, Im Trommelmantel 10 befinden
sich die Auslaßventile 11, in gleichmäßigem Abstand in der Ebene des größten Trommelraumdurchmessers auf
dem Umfang verteilt Im Trommelmantel 10 und im Trommeldeckel 12 befinden sich Kanäle 13 und 14,
durch Dichtringe 15 gegeneinander abgedichtet, für die
Zuführung der Steuerflüssigkeit aus der Schälkammer 6. Die Trommel ist durch den Trommeldeckel 12
verschlossen, der mittels des Verschlußringes 16 mit
dem Trommelmantel 10 verbunden ist Das Feststoffkonzentrat wird von den Auslaßventilen 11 in einen
nicht gezeigten Schlammfänger abgeschleudert und aufgefangen, wobei das Konzentrat laufend einer
bekannten und nicht dargestellten Viskositäts- oder Dichtmessung unterworfen werden kann.
Das Auslaßventil 11 besteht im wesentlichen aus dem Ventilgehäuse 17, einer Düse 18 mit <vaer keilförmigen
kalibrierten Nut 19 und einem Ventilkc'ien 20, dem Führungsstück 21, Düsenhalter 22 und verschiedenen
Dichtungen. Der Ventilkolben 20 wird durch TeUerfedern
23 unter leichtem Druck in die Schließstellung gebracht Im Ventilgehäuse 17 befinden sich Kanäle 24
für die Ableitung der Feststoffe, ein Ringkanal 25 mit Bohrungen 26, die mit dem Ringkanal 25 in Verbindung
stehen. Der Ringkanal 25 steht außerdem mit den Zuführungskanälen 13,14 für die Steuerflüssigkeit und
der Schälkammer 6 in Verbindung. Durch die in der Düse 18 befindliche kalibrierte keilförmige Nut 19
werden in der Offenstellung des Ventilkolbens 20 Feststoffe ausgetragen und durch die Bohrungen 27,28
in der Düse 18 und Düsenhalter 22 aus der Trommel ausgeschleudert Der Kanal 29 im Ventilkolben 20 dient
zur Entlüftung.
Die Düse 18 mit dem radial beweglichen Ventilkolben 20 und dem schieberförmigen Ansatz 20a der Γ ig. 3
weist in vergrößerter perspektivischer Ansicht eine gleichmäßig konische Ausbildung der Nut 19a in der
Düse auf.
F i g. 4 zeigt eine andere Form der kalibrierten Nut 19/>
in der Düse 18, wobei die Nut parabolcidförmig oder in einer ähnlichen keilförmigen Form ausgebildet
sein kann.
Das Ventil arbeitet folgendermaßen:
Während des Betriebes verschließt zunächst unter Einwirkung der Zentrifugalkraft und der Federkraft der
im Ventilgehäuse 17 und im Führungsstück 21 beweglich und abdichtend geführte Ventilkolben 20 mit seiner
vorderen Stirnfläche 34 die Bohrung 27 und im wesentlichen mit der unteren Gleitfläche 31 des
AnsatiJS 20a die Nut 19 in der Düse 18 und verhindert
damit den Austritt von Flüssigkeit oder Konzentrat aus dem Feststoffraum des Trennraumes 3. Sobald die
Trommel mit Flüssigkeit beschickt wird, übt einmal die Flüssigkeit und/oder das Konzentrat auf den Ansatz 32
des Ventilkolbens 20 eine radial öffnende Kraft aus, und zum anderen erfolgt eine zunehmende Öffnungskraft
auf den Ventilkolben mit der zunehmenden Füllung der Schälkammer 6 mit Flüssigkeit, wobei diese Flüssigkeit
über die Kanäle 14, 13 und Ringkanal 25 auf den Ventilkolben einwirkt. Diese einwirkende Kraft auf den
Ventilkolben wird nvt der Eintauchtiefe des Schälorgans durch die Betätigung des Drosselorgans 9 in der
Ablaufleitung 8 der Klarphase gesteuert, womit eine
Verlagerung des inneren Flüssigkeitsspiegels 34 zur Trommelachse erfolgt und somit der Flüssigkeitsdruck
auf den Ventilkolben einreguliert werden kann. Mit Zunahme des Öffnungsdruckes auf den Ventilkolben 20
gibt dieser die kalibrierte Nut 19 in der Düse 18 frei, so daß der Feststoff oder das Konzentrat ausgetragen
wird. Je größer der Druck auf den Ventilkolben, um so größer die öffnung in der Düse. Bei konstanter
Drosselstellung des Ventils 9 in der Ablaufleitung 8 verändert sich dann automatisch die Eintauchtiefe der
Schälscheibe bei veränderter Ablaufleistung, d.h. bei großer Flüssigkeitsmenge große Eintauchtiefe des
Schälorgans 7 und somit hoher öffnungsdruck auf den Ventilkolben und große öffnungsweite der Nut, so daß
auch eine größere Menge an Feststoff oder Konzentrat abgeleitet werden kann.
Ebenso wird die öffnungsweite der Nut in der Düse
verringert, wenn die Zufuhr an Flüssigkeit nachläßt.
Außerdem verändert sich unabhängig von der Kunieniraimenge die Düsenöifnung selbsttätig in
Abhängigkeit von der Viskosität bzw. Dichte des Konzentrates, wobei der Druck des Konzentrates mit
zunehmender Konzentration und Dichte auf den Ansatz 32 des Ventilkolbens zunimmt und entsprechend bei
verringerter Konzentration abnimmt.
Der Ringkanal 25 im Auslaßventil 11 steht mit einer kalibrierten Bohrung 33 im Trommelmantel 10 in
Verbindung, so daß laufend eine geringe Menge an Steuerflüssigkeit aus der Trommel ausgetragen wird.
Dadurch wird, wenn die Steuerflüssigkeit nicht frei von Feststoffteilchen ist, eine Verstopfung des Ringkanals
vermieden.
Dieses Auslaßventil wird nicht nur in Schleudertrommeln zum Konzentrieren von suspendierten Feststoffen
eingesetzt, es kann auch in Trennschleudern zur Trennung von zwei Flüssigkeiten bei gleichzeitiger
Konzentration des Feststoffes verwendet werden. Ebenso kann das Auslaßventil auf einem zum Trommelaußendurchmesser kleineren Trommeldurchmesser ein-
gesetzt werden.
Claims (4)
1. Schleudertrommel zum kontinuierlichen Konzentrieren suspendierter Feststoffe, wobei die
Klarphase über ein in einer Schälkammer angeordnetesSchäJorgan abgeleitet wird, der innere
Flüssigkeitsspiegel der Klarphase durch das in diese Klarphase eintauchende Schälorgan veränderbar ist
und die Feststoffe über Auslaßventile, die in der to Ebene des größten Trennrauradurchmessers gleichmäßig auf dem Umfang verteilt angeordnet sind,
ausgetragen werden, jedes Auslaßventil einen beweglichen Ventilkolben aufweist, der Ventilkolben über einen Ringkanal und Kanäle mittels einer
Steuerflüssigkeit steuerbar ist und eine mit einer kalibrierten Nut versehene Düse während des
Betriebes der Zentrifuge bei voller Drehzahl der Trommel mit dem Ventilkolben verschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die kalibrierte Nut (19, 19a, 196) in der Düse (18) zur
Peripherie oe*Trommel hin einen verkleinerten und
zur Trommelachse hin einen vergrößerten Querschnitt aufweist, der Auslaßquerschnilt der Nut
während des Betriebes der Schleudertrommel mittels eines schicberförmigen Ansatzes (20a) am
beweglich angeordneten Ventilkolben (20) im Auslaßventil (11) einstellbar ist, der Ventilkolben
einen ständig vom Konzentrat beaufschlagten Ansatz (32) aufweist und als Steuerflüssigkeit für den
Ventilkolben die in der Schälkammer (6) anstehende Klarphase dient
2. Schleudertrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (iJ) in der Düse (18)
gleichmäßig konisch (19;.) oder paraboloidförmig
(196) ausgebildet ist.
3. Schleudertrommel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der von der
Schälkammer (6) ausgehenden Ablaufleitung (8) für die Klarphase ein Drosselorgan (9) angeordnet ist
4. Schleudertrommel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der im Ablaßventil (11) angeordnete Ringkanal (25) mit einer
kalibrierten Bohrung (33), durch die laufend eine geringe Menge der Steuerflüssigkeit ausgetragen
wird, in Verbindung steht
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |