DE270224C - - Google Patents

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DE270224C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B1/00—Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
    • B07B1/28—Moving screens not otherwise provided for, e.g. swinging, reciprocating, rocking, tilting or wobbling screens
    • B07B1/38—Moving screens not otherwise provided for, e.g. swinging, reciprocating, rocking, tilting or wobbling screens oscillating in a circular arc in their own plane; Plansifters

Landscapes

  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVl; 270224 KLASSE 5Od. GRUPPE
OSCAR SODER in NIEDERLENZ, Schweiz.
Plansichter mit kreisender Bewegung,
Zusatz zum Patent 252223.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1913 ab. L'ängste Dauer: 24.JuIi 1926.
Das Hauptpatent betrifft einen Plansichter mit kreisender Bewegung, bei welchem einerseits das volle Gewicht der Sichterkasten allein durch eine einzige Kurbelwelle abgestützt ist, während andererseits die durch das Kreisen der Sichterkasten entstehenden Fliehkräfte in bekannter Weise durch ein in der wagerechten Schwerpunktsebene der Kasten liegendes Schwunggewicht ausgeglichen werden. Durch diese Maßnahmen werden ohne weiteres auch die Schwerkräfte ausgeglichen und es wird der für den Betrieb von Sichterkasten sehr wichtige Vorteil erreicht, daß für jede Umdrehungszahl die Resultierende sämtlicher Kräfte in die Achse der Kurbelwelle fällt, wodurch ein vollkommen erschütterungsfreier Gang erzielt wird. -
Es hat sich jedoch gezeigt, daß der Kräfteausgleich nicht immer genau bewirkt werden kann, da durch Ansammeln von Mahlgut in dem Sichterkasten das Sichterkastengewicht sich in gewissen Grenzen ändert.
Dieser Nachteil wird gemäß vorliegender Erfindung dadurch behoben, daß das gesamte Gewicht der Sichterkasten von einer an rnehreren Stellen mittels Pendeln hängend getragenen Fußlagerplatte aufgenommen wird, so daß der Plansichter frei ausschwingen kann, ohne schädliche Wirkungen auf das Gehäuse auszuüben.
Die Aufhängung der Fuß lagerplatte der Plansichter mittels Pendelstützen ist an sich bekannt. Bei den bekannten Anordnungen wurde jedoch der Zweck, die Stöße vom Boden fernzuhalten, nur in sehr beschränktem Maße erreicht. Denn bei den bekannten Einrichtungen nahm die Fußlagerplatte nicht das gesamte Sichtergewicht auf (die Sichterkasten waren für sich gestützt), und da bei denselben infolgedessen die Resultierende der Kräfte nicht wie bei der Anordnung gemäß Patent 252223 bei, jeder Umdrehungszahl in die Kurbelwellenachse fiel, traten schon bei der geringsten Abweichung von einer bestimmten Umdrehungszahl starke Kräfte auf die Lagerplatte auf. Die hierdurch hervorgerufenen unzulässigen Bewegungen niußten durch besondere, am Boden angebrachte Stoßfänger gedämpft werden, welche eine Komplizierung der Anlage bedingten und die Fernhaltung der durch die Bewegung der Lagerplatte gegen die Stoßfänger erzeugten Stöße auch1 nur zu einem Teil vom Boden fernhalten konnten.
Diese Nachteile werden durch den Erfindungsgegenstand vermieden. Infolge der im Patent 252223 beschriebenen Ausbildung des Plansichters werden hier nur noch die ganz geringen, allein durch das verhältnismäßig unbedeutende zusätzliche Gewicht des sich ansammelnden Mahlguts entstehenden Kräfte auf die Fußplatte zur Wirkung gelangen. Diese geringen zusätzlichen Kräfte können in Anbeträcht der um ein Vielfaches stärkeren,
bei jeder Umdrehungszahl in die Kurbelwellenachse fallenden übrigen resultierenden Kraft nur ganz geringe Horizontalbewegungen der Grundplatte herbeiführen, die die Verwendung von Stoßfängern ganz unnötig machen.
Es sei bemerkt, daß durch die Einrichtung gemäß der Erfindung nur die Fliehkräfte und j nicht die Schwerkräfte ausgeglichen werden.
ίο Dies ist jedoch belanglos, da die ersteren die letzteren bei weitern übertreffen und es sich überhaupt nur um verhältnismäßig geringe Kräfte handelt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt:
Fig. ι eine Vorderansicht des Plansichters, teilweise im Schnitt, und
Fig. 2 eine Seitenansicht desselben.
Der Plansichter ruht auf einem Träger, welcher sich aus einer Fußplatte 1 und aus einem hohlzylinderförmigen, senkrechten Ständer 2 zusammensetzt. Die beiden Sichterkasten 3 sind an den wagerechten Trageisen 4 befestigt, welche ihrerseits durch senkrechte Winkeleisen 5 zusammengehalten sind. In einem auf der Fußplatte 1 angeordneten Lager 6 ruht eine kurze, senkrechte Kurbelwelle 7, welche mit einer langen, sich nach oben fortsetzenden hohlen Kurbel 8 ein Stück bildet. In dieser hohlen Kurbel ist ein Zapfen 9 drehbar gelagert, welcher auf dem Boden der Hohljiurbel ruht und auf welchen am oberen Ende die Nabe eines Tragkörpers 10 aufgekeilt ist.
Am oberen Teil der Hohlkurbel 8 ist eine Scheibe 11 ausgebildet, welche durch einen Kranz 12 begrenzt ist. Auf der Scheibe ruht der Kurbel gegenüber ein Schwunggewicht 13, und an ihrer Unterseite ist eine mit der Welle 7 konzentrische Trommel 14 angebracht, welche an ihrem Ende eine Ballung 15 für den Antrieb durch einen Riemen trägt. Ein an der Scheibe 11 angebrachter Ring 16, dessen Achse mit der Achse der Kurbelwelle 7 zusammenfällt, stützt sich gegen den Ständer 2. Stahlkabel 18, welche einerseits mit dem Trageisen 4 und andererseits mit dem Boden verbunden sind, verhindern eine Verdrehung des Plansichters über einen bestimmten Betrag hinaus.
Zum Tragen der Bodenplatte dienen vier oben ausladende Ständer 19, an welchen ösen 20 befestigt sind. In diesen hängen vier zweckmäßig l^rze Pendel 21, welche unten in an der Fußplatte 1 befestigte Ösen 22 greifen.
Der Ausgleich der Kräfte erfolgt, wie es im Hauptpatent beschrieben ist. Die durch das Mahlgut in dem Sichterkasten auftretenden zusätzlichen Fliehkräfte sind durch das Aufhängen der Fußplatte unschädlich gemacht, da der ganze Plansichter frei mittels der Pendel 21 schwingen kann und Erschütterungen vom Boden ferngehalten werden.
Die infolge der großen Sichterkastenflächen und der Hohen Geschwindigkeit auftretenden Luftdrücke wirken auf die Sichterkasten ähnlich wie eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung. Auch diese Kräfte werden durch die Anordnung gemäß der Erfindung unschädlich gemacht.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Plansichter mit kreisender Bewegung nach Patent 252223, dadurch gekennzeichnet, daß das gesamte Sichtergewicht von einer in bekannter Weise an mehreren Stellen mittels Pendeln hängend getragenen Fußlagerplatte aufgenommen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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