DE270465C - - Google Patents
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- DE270465C DE270465C DENDAT270465D DE270465DA DE270465C DE 270465 C DE270465 C DE 270465C DE NDAT270465 D DENDAT270465 D DE NDAT270465D DE 270465D A DE270465D A DE 270465DA DE 270465 C DE270465 C DE 270465C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G3/00—Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
- D02G3/02—Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
- D02G3/08—Paper yarns or threads
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 270465 KLASSE 76 c. GRUPPE
TEXTILOSE G. μ. β. H. in BERLIN.
aus Papier bestehen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. November 1912 ab.
Es ist bekannt, aus Papier bzw. Zellulose
Garn herzustellen, und zwar mit oder ohne gleichzeitige Einspinnung von Textilfasern,
wie dies z. B. im Patent 216205 beschrieben ist.
Das Spinnen des Papierstreifens kann nur in feuchtem Zustande erfolgen. Sofern das
Garn nicht unmittelbar aus der feuchten Papierbahn herausgearbeitet wird, wofür mehrere
Verfahren bekannt sind, müssen zuerst Papierstreifen hergestellt und diese hierauf
vor dem Spinnen angefeuchtet werden. Dies geschieht entweder in der Art, daß die in
flachen Spulen, sogenannten Tellern, aufgerollten Streifen trocken auf die Spinnmaschinen
kommen und unmittelbar vor dem Verspinnen befeuchtet werden. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß keine regelmäßige Durchfeuchtung
des Papiers möglich ist. Ein anderes Verfahren besteht darin, die Teller selbst feucht zu machen und diese feuchten Teller
dann zu verspinnen.
Hierbei hat sich jedoch der Nachteil herausgestellt, daß während des Verspinnens dieser
Teller, was immerhin einen längeren Zeitraum, z. B. etwa eine halbe Stunde, dauert,
die Feuchtigkeit verdunstet und daher das Papier immer trockener wird, je mehr der
Streifen sich dem Ende nähert. Ganz besonders tritt dies ein, wenn der Teller sich während
des Spinnens selbst dreht, da die Drehung eine stärkere Verdunstung zur Folge hat. Die
Beschaffenheit und insbesondere die Gleichmäßigkeit des erzeugten Papiergarnes hängt
nun unmittelbar von der Feuchtigkeit ab, mit der das Papier gesponnen wird. Es gibt für
jedes Papier ein bestimmtes Maß an Feuchtigkeit, bei dessen Anwesenheit der relativ
festeste, rundeste und nach jeder Richtung hin beste Faden erzeugt wird. Stellen im
Papierstreifen mit mehr oder weniger Feuchtigkeit als dieses Maß beträgt, geben Abweichungen
im Faden. Es ist somit dafür Sorge zu tragen, daß die D'urchfeuchtung nicht nur
in jedem einzelnen Teile des Papierstreifens gleichmäßig verteilt ist, sondern daß der Grad
der Feuchtigkeit vom Außenrande des Tellers nach innen in bestimmtem Verhältnis zunimmt.
Der Grad der Zunahme ist abhängig von einer Anzahl von Umständen, z. B. von der Schnelligkeit der Bewegung des Tellers,
von der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit usw. Jedenfalls ist dafür zu sorgen, daß die
Zunahme der Anfangsfeuchtigkeit von außen nach innen dem Feuchtigkeitsabfall während
des Spinnens entspricht. Ist also z. B. festgestellt, daß ein gleichmäßig feuchter Papierteller
am Anfang des Spinnens 20 Prozent Feuchtigkeit hat, am Ende desselben jedoch nur noch 15 Prozent, so ist die Befeuchtung
des Tellers so einzurichten, daß der Außenrand 2Q Prozent Feuchtigkeit aufweist, das
Innere jedoch etwa 25 Prozent. Das Mehr an Feuchtigkeit wird während des Spinnens
durch die Verdunstung entfernt und infolge dieses Ausgleichs wird der Papierstreifen während
des ganzen Spinnens eine ungefähr gleiche Feuchtigkeit aufweisen.
Diese verschiedene Befeuchtung des Tellers kann durch verschiedene Mittel herbeigeführt
werden,' die nicht Gegenstand der Erfindung sind. Es muß nur dafür Sorge getragen
werden, daß die Befeuchtung nicht, wie bisher, ,ungefähr gleichmäßig geschieht (mag nun
die Befeuchtung in der vollen Papierbahn oder an den bereits geteilten Papierstreifen oder
am Teller selbst erfolgen), sondern daß durch
ίο geeignete Vorrichtungen eine verschiedene Menge
von Feuchtigkeit dem Papier zugeführt wird, so daß schließlich in dem zur Verspinnung
gelangenden Teller die beabsichtigten Feuch-
,' tigkeitsdifferenzen enthalten sind. Geschieht
0.5, z. B. die Befeuchtung durch Befeuchtungs-/
7 walzen, so wird durch kegelförmige Riemenscheiben oder durch gegeneinander verstellbare
Reibungsscheiben bewirkt, daß die Befeuchtungswalzen sich beim Durchlauf der Papierbahn oder der Papierstreifen verschieden
schnell drehen, also etwa am Anfang der der Bahn — entsprechend dem Inneren der
Teller — schneller laufen und daher mehr Feuchtigkeit zuführen als am Ende der Bahn,
also am Äußeren der Teller. Eine gleiche Wirkung kann auch bei anderen Arten der
Wasserzuführung, z. B. durch Anspritzen, erreicht werden.
Um die einzelnen Ungleichmäßigkeiten in der Befeuchtung auszugleichen, die durch Zufälligkeiten,
z. B. durch zufälliges plötzliches Aussetzen der Befeuchtung, hervorgerufen werden, empfiehlt es sich, die Teller eine gewisse
Zeit ablagern zu lassen, wobei auch eine gleichmäßigere Verteilung der Feuchtigkeit
im Inneren des Papiers stattfindet, ohne die steigende Feuchtigkeitsverteilung zum Ende
des Tellers zu verändern.
Claims (2)
1. Verfahren zur Erzielung gleichmäßiger Papiergarne, die ganz oder teilweise aus
Papier bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß dem zum Verspinnen 1 gelangenden
Spinnstoff derart ungleichmäßig Feuchtigkeit zugeführt wird, daß der während des
Spinnens eintretende Feuchtigkeitsverlust durch einen dem Spinnstoff vorher zugefügten
Feuchtigkeitsüberschuß ausgeglichen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung der
Maschinenteile, welche die Befeuchtung der zu verspinnenden tellerförmigen Spule herbeiführen,
z. B. Befeuchtungswalzen, Spritzdüsen usw., entsprechend den verschiedenen Stellen der Papierbahn oder der Papierstreifen
und der bestimmten, vorher berechneten Verspinnfeuchtigkeit geregelt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE270465C true DE270465C (de) |
Family
ID=527206
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT270465D Active DE270465C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE270465C (de) |
-
0
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